Beiträge von Katy

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    habt vielen vielen Dank für eure netten Kommentare!

    Die Fotos der nächsten Tage sind sortiert und nachher geht es mit meinem Reisebericht weiter :thumbup:

    Dabei habe ich festgestellt, dass ich die Bilder vom gestrigen Tag, die wir um 3:00 Uhr morgens aufgenommen haben, noch gar nicht hochgeladen habe. Das hole ich jetzt noch nach und dann :) bis später!

    Ein Rescue-Boot wird ins Wasser gelassen, um Gletschereis von umhertreibenden Eisstücken zu holen.



    Es ist mittlerweile 01:00 Uhr nachts, die Sonne steht immer noch auf 2:00 Uhr am Himmel. Wir können noch nicht ins Bett gehen.

    Stattdessen beschließen mein Mann und ich, jetzt im "Tag -und Nacht- Bistro" Currywurst zu essen. Dort treffen wir unsere Tochter und sagen "ach, du bist ja heute auch hier", darauf entgegnet sie "na, ich bin ja jeden Abend um die Zeit hier, aber Ihr ja nicht" :) :).

    Und diese Bilder sind dann um 02:00 Uhr bzw. um 03:00 Uhr auf dem Balkon entstanden:




    Und so geht dieser Tag doch noch sehr glücklich zu Ende :) .

    Nun erwarten uns zwei Seetage und dann erreichen wir Trondheim.

    Davon erzähle ich die nächsten Tage.

    Viele Grüße, Katy

    Wir verlassen den Hafen und fahren ca. 1,5 Stunden durch den Fjord. Was soll ich sagen, es ist grandios und unbeschreiblich. Untermalt von atmosphärischer Musik, Erläuterungen vom Kapitän und grandiosen Ausblicken, könnte der Abend nicht schöner sein.

    Das Wetter wird auch immer besser. Das Meer liegt glatt vor uns und die Stille um uns herum ist so schön. Wir fahren an den "Pyramiden" vorbei, dem russischen Kohle - Stützpunkt.

    Die bunten Häuser von Longybearbean.

    Besser zu gebrauchen, als das Auto.

    Die Durchschnittstemperatur auf Spitzbergen beträgt übrigens immer noch Minus 6 Grad. Obwohl es auch hier natürlich in den letzten Jahren schon deutlich wärmer geworden ist.

    Aber trotzdem....im Leben nicht..!!

    Für mehr Realität im Forum ^^

    Aber auch so:

    Und wieder Blumen

    und Wollgras

    Unsere zwei Stunden gehen zu Ende und wir werden pünktlich wieder am Schiff abgesetzt. Der Ausflug hat sich gelohnt. Wir haben in den zwei Stunden viel gesehen und auch viel Interessantes gehört.

    WIr machen uns zu Fuß in das Zentrum von Longybearbean. Der Fußweg dauert ca. 20 Minuten. Wir sind überrascht von der Vielzahl der Geschäfte, es gibt natürlich auch einen großen Supermarkt und neben vielen Outdoor-Geschäften natürlich auch jede Menge Souvenir-Shops.

    Wir werfen einen Blick in das Museum und in den Museumsshop, hier gibt es oft noch schönere Mitbringsel und Souveniers als in den Shops. Auch hier gilt übrigens, Schuhe aus oder blaue Plastik-Überzieher über die Schuhe.

    Gegen 13:45 Uhr sind wir wieder zurück beim Schiff. Für mehr hat die Zeit nicht gereicht, um 14:45 Uhr soll ja unser Katamaran-Ausflug zum Gletscher starten.

    Also essen wir eine Kleinigkeit in der Backstube und machen uns dann fertig für den Ausflug.

    Mein Mann hat etwas vergessen, fährt nochmal in die Kabine und kommt etwas blass um die Nase aus dem Fahrstuhl. Welche Ausflugsnummer wir denn hätten? Er hätte gerade mitbekommen, dass ein Katamaran-Ausflug wohl ausfallen soll...

    Den Kloss im Hals, den ich auf einmal bekomme, ist schwer zu beschreiben. Mich beschleicht ein äußerst ungutes Gefühl und wird direkt von zwei Tui-Mitarbeiterinnen vor dem Schiff bestätigt. Der Katamaran sei leider mit einem Motorschaden vom Vormittagsausflug zurück gekommen und sei nicht mehr fahrtüchtig. Ein Ersatz habe man, trotz aller Bemühungen, nicht auftreiben können.

    So sorry..

    Als Alternative, da bereits sämtliche Ausflüge ausgebucht seien, könne man uns den Besuch der örtlichen Brauerei anbieten:


    Das war ein Moment, da konnte ich nur schwer an mich halten :cursing:

    Geschockt und geknickt standen wir noch einige Minuten hier herum, die Stimmung bei uns und 127 anderen natürlich erstmal unterirdisch, dann sind wir aber doch langsam in Richtung Touristen-Info am Hafen gegangen, um herauszufinden, um bei einem örtlichen Anbieter noch irgendetwas möglich sei.

    Hier und auch anschließend in der Stadt hieß es, leider nein, für heute nachmittag nicht mehr. Aber selbstverständlich würde es in den nächsten Tagen möglich sein.

    In dem Moment habe ich mich ernsthaft gefragt, warum wir bitte am 23.02.2024 um 0:00 Uhr mit zwei Tabletts am Tisch saßen, um diesen Ausflug zu buchen.

    Zumindest ist der Ärger mittlerweile runtergeschluckt und beseite geschoben. Es nützt ja auch nichts und sich deshalb jetzt den Tag vermiesen lassen ist auch keine Option.

    Also bummeln wir nochmal ein wenig durch die Läden, kaufen norwegische Schokolade im Supermarkt und für mich eine kuschelige Fleecejacke.

    Den bislang nördlichsten Kaffee haben wir auch getrunken und langsam sind wir gespannt auf die Überraschung, die uns KD Steffen heute morgen schon in Aussicht gestellt hat.

    Wir bummeln gemütlich zurück zum Schiff und essen relativ zeitig im Anckelmannsplatz. Selbst den Anblick der vielen Ausflügler der Kajak-Touren und was es sonst noch so alles auf dem Wasser an Ausflügen zu buchen gab, kann mich nicht mehr traurig machen. Ich hoffe für sie alle, dass sie tolle Erlebnisse hatten.

    Mit der "Abendandacht" von der Brücke verkündet Kapitän Troier dann auch, dass die Absprache mit den örtlichen Behörden und den Lotsen geklappt hat und wir durch den Fjord zum Gletscher fahren werden.

    Das klingt toll und wir freuen uns sehr.

    Zeitgleich findet am Abend auf dem Pooldeck ein "Nordmarkt" statt. Mit Glühwein, nordischen Leckereien, Souvenirs (die aus den Shops) usw.

    Unsere herrlichen Tage in Stuttgart (da durften wir Gäste einer griechischen Hochzeit im Verwandtschaftskreis sein) und in Freiburg (meine deutsche Lieblingsstadt, gleichauf mit Hamburg) sind wieder vorbei und ich möchte euch weiter mitnehmen in meinem Reisebericht.

    Es gibt ja schon so viele herrliche Bilder vom Nordkap und aus Spitzbergen von den beiden nachfolgenden Reisen, da kommen meine gar nicht mit, aber ich möchte euch trotzdem gerne meine persönlichen Eindrücke schildern, denn jeder sieht und erlebt und empfindet ja doch etwas ganz eigenes.

    Also, here we go:

    01.07.2024, Longybearbean / Spitzbergen, bewölkt, ca. 9 Grad

    Da sind wir nun und sind sehr gespannt, was uns heute erwartet. So weit im Norden waren wir überhaupt noch nie und einerseits sind die Erwartungen an unser heutiges Ziel ziemlich hoch und andererseits auch wieder überhaupt nicht.

    Was werden wir sagen, am Ende des Tages?!

    Los geht es erstmal mit einigen Eindrücken dieser einzigartigen Landschaft. Der Himmel zeigt sich noch bewölkt, aber trocken. Es ist kalt, aber irgendwie auch wieder nicht. Aber da man ja auf Spitzbergen ist und die Winterjacke, Schal und Mütze dabei hat, zieht man (ich) sie selbstverständlich auch an ;) , aber brauchen, nein gebraucht hätte ich sie nicht.


    Um 09.30 Uhr haben wir direkt am Hafen eine Verabredung mit Philipp von "Spitzbergen-Reisen", der uns für 2 Stunden über die Insel mit einem Kleinbus fährt und uns ein wenig über die stillgelegten Kohle- Minen, das Leben auf Spitzbergen und die Natur berichtet.

    Philipp ist Deutscher, der als Student für ein Auslandssemester nach Longbearbyean gekommen ist und "hängengeblieben" ist, wie so viele andere auch, wie er erzählt.

    Die Universität ist die nördlichste Uni der Welt und hat Platz für ca. 300 Studenten.

    Unser erster Stop führt uns über holprige Pisten etwas aus der Stadt hinaus zu der weltgrößten Saatbank. Wir dürfen bis fast zum Eingang laufen. Auffällig ist hier das Dach. Philipp erklärt uns, dass in Norwegen an jedem öffentlichen Gebäude "Kunst" angebracht werden muss. Hier sind es solche silbernen Lamellen, die im Sonnenlicht ganz besonders schimmern.

    Die Regelung mit der Kunst gefällt mir gut.

    Auch hier wächst etwas...erinnert mich irgendwie an Patrick Pacard..kennt das noch jemand? Spielte doch irgendwo im Norden und es ging um Labore und gezüchtete Pflanzen, oder? Hmm, das muss ich nochmal nachlesen.. :)

    Weiter geht es an stillgelegten Kohle-Minen, Förderbändern, dem Haus des damaligen Gouverneurs zur Kirche.

    Sie liegt oberhalt der Stadt. Wir dürfen hineingehen und uns umsehen, aber bitte "Schuhe aus"! Dies ist hier, wie in allen öffentlichen Gebäuden, so üblich und rührt von früher, damit man den Kohlestaub nicht hineinträgt.

    Also geht es auf Socken in die Kirche. Gerne würde ich euch jetzt Bilder von innen zeigen, aber da das nicht geht, erzähle ich noch ein bisschen was.

    Man kommt durch einen kleinen Flur in eine Art Vorraum, der so gemütlich eingerichtet ist wie ein Wohnzimmer. Es stehen mehrere Sitzgruppen hier, ein Tisch mit Kaffee, Tee und Keksen steht bereit. Der Raum ist hell und mit Holz verkleidet. Es ist sehr gemütlich. Von dort geht es durch eine Türöffnung in die eigentliche Kirche - den Altarraum. Auch dieser Raum wirkt einladend. Die Deckenhöhe ist wie in einem normalen Wohnhaus, es gibt keine Kirchbänke, sondern einige Stuhlreihen und der Altar ist ein schlichter, sparsam geschmückter Tisch.

    Es ist warm hier überall und wirkt "lebensnah".

    Der Pastor ist auch hier und bereitet gerade einen Gottesdienst vor. Er kann Deutsch und auf meine Nachfrage, warum er so gut Deutsch spricht, entgegnet er, er sei Deutscher und im Sommer auf der Insel, weil es im Sommer mehr deutschsprachige Touristen gebe, als Norweger.

    Das erstaunt mich doch sehr. Die Norweger würden den Sommer eher auf dem Festland verbringen. Er würde zur Zeit jeden Gottesdienst zweisprachig abhalten. Mal deutsch/norwegisch oder auch deutsch/englisch.

    Einen Flugplatz gibt es natürlich auch.


    Ich sitze gerade auf dem Beifahrersitz im Auto auf dem Weg in den Süden Deutschlands und dachte mir, da kann ich auch schon mal vom nächsten Seetag berichten.


    30.06.2024, 3. Seetag, windig, bedeckt, Temperatur 10 Grad

    Heute morgen ist es bedeckt und ziemlich kühl, wir sind ja jetzt auch jenseits des nördlichen Polarkreises.

    Also bleiben wir etwas länger liegen und frühstücken dann gemütlich im Atlantik mit Buffett. Wir haben einen schönen Fensterplatz und mein Mann entdeckt Wale im Wasser, ich komme mit meinem Müsli leider zu spät, ich sehe jedenfalls nichts mehr.

    Das Meer ist ziemlich aufgewühlt, die Wellen ca. 2-3 Meter hoch.

    Nach dem Frühstück zieht es mich in den „Ruhepol“. Es ist das Pendant zur Himmel- und - Meer- Lounge, die es so hier auf der 7 nicht gibt. Gelegen auch im vorderen Bereich, aber nicht Richtung Bug.

    Hier gibt es in erster Reihe am Fenster einige Liegen und Sofas, die allerdings seitlich zum Fenster ausgerichtet sind.

    Dann folgen weitere locker gruppierte Sofas und Sessel. Hier gibt es die übliche Barkarte. Die Atmosphäre ist gedämpft, hier kann in Ruhe gelesen oder gechillt werden.

    Ich probiere die Johannisbeerschorle und kann sie weiter empfehlen.

    Auf einmal wird es unruhig- Walsichtungen ! Ich sehe sie auch :)

    Anschließend teste ich den Sauna- und Wellnessbereich.

    Wie man es auch von den anderen MS- Schiffen kennt, erwartet mich ein großzügiger Bereich.

    Im Umkleidebereich gibt es Spinde. Diese werden direkt am Schrank mit einem Code verschlossen. Einen Schlüssel gibt es nicht und leider sind die Schränke nicht nummeriert. Zum Glück habe ich mir die Position halbwegs gemerkt, sonst hätte das große Ausprobieren angefangen, das ist nicht so schlau geplant.

    Zwei Saunen sind nicht in Betrieb.

    Es gibt gemütliche Liegen mit Kissen und Decken im Ruhebereich und Sessel mit Hocker. Auch für den Außenbereich stehen Liegen bereit, aber heute ist es viel zu windig.

    Der Bereich befindet sich im Bug auf Deck 12, wenn ich mich richtig erinnere. Man kann auf jeden Fall auf die Nock schauen.

    Gegen 11.00 Uhr erreichen wir arktische Gewässer.

    Der Wind und die Wellen werden nochmal stärker. Und dann erreicht uns die Stimme des Kapitäns. Der Wichtigkeit halber in allen Bereichen und auch in den Kabinen.

    Wir haben einen medizinischen Notfall an Bord, der eine sofortige Ausschiffung nötig macht.

    Wir würden jetzt in Richtung Hammerfest zum Festland umkehren und dem Helikopter entgegenfliegen. Er hofft, die Verspätung aufholen zu können, damit wir morgen pünktlich in Longbearbyen festmachen können.

    So eine Nachricht betrübt mich immer ein wenig und ich hoffe, alles geht gut aus.

    Nachdem ich meine Kleidung wiedergefunden habe, muss ein Eis her und dann ist mir kalt und ich wärme mich im Whirlpool auf.

    Dort ist dann auch der Helikopter zu hören. Ich verziehe mich auf die Kabine.

    Die Evakuierung läuft vom Pooldeck aus ab.

    Natürlich können es einige Schaulustige nicht abwarten, live dabei zu sein :rolleyes:

    Nach einer guten halben Stunde ist es geschafft, wir drehen wieder und fahren nun ohne weitere Vorkommnisse weiter in Richtung Norden.

    Der Kapitän sagt in seiner Abenddurchsage, dass die Windverhältnisse nicht ohne waren, die norwegischen Piloten aber schlimmeres gewohnt sind und die Rettung gut verlaufen wäre. Das ist ein guter Ausgang zunächst.

    Mein Mann hört sich noch einen Vortrag zum Thema Spitzbergen an und ich mache mich langsam zum Sportkurs fertig. „High Intense Training“ steht auf dem Plan.

    Was man bucht, bekommt man ;) , es ist schon ganz schön Intense.

    Die Trainer sind übrigens alle, die ich erlebt habe, sehr nett und kompetent und Touristen-„gebrieft“ :)

    Abendessen gibt es dann auch wieder im Atlantik, diesmal wirklich hungrig und daher musste schon der Brotkorb mit Dips dran glauben und wie bisher können wir vom Menü nur sagen, sehr lecker war es.

    Die Temperatur ist mittlerweile auf 5 Grad gefallen, aber die Wellen haben nachgelassen.

    Man hat dank ausgefahrener Stabilisatoren aber recht wenig von den Wellen mitbekommen.

    Auch dieser Seetag klingt gemütlich in der Bar aus, nachdem wir vorher noch etwas in der Arena bei der Fußball Übertragung zugeguckt haben.

    Wir sind gespannt auf morgen :)

    Um 9.30 Uhr geht es zunächst mit Spitzbergen-Reisen auf eine zweistündige Inseltour und nachmittags erwartet uns ..nicht das, was wir gebucht haben.. :huh:, aber das wisst ihr ja schon vom Live-Kurzbericht. ;)

    Bilder gibt es vom heutigen Seetag leider nicht.

    Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf morgen