Beiträge von Tanja73

    Lifou

    Donnerstag, 27.2.2025

    Heute sind wir das erste Mal auf Lifou, wir kommen übermorgen nochmal her. Aber nur heute dürfen wir vom Schiff, da die Insel die Anzahl der Passagiere begrenzt hat. Dazu haben wir vorab einen Voucher reservieren müssen, ohne dass wir wussten, ob das Wetter fein wird. Aber wir haben Glück, es wird gut und wieder dazu beitragen, dass wir die verschiedensten Stadien von well-done erreichen. Eva ist erstaunlich beige (ohne viel rot), Ralf ist erstaunlich braun (mit roten Bereichen), Bernd ist seiner Abstammung entsprechend braun und ich tu mein Bestes, nicht rot zu werden. Somit hat jeder eine Aufgabe.

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    Der Strand ist schön, das Wasser hat Badewannen Temperatur und eine geile Farbe, nur sehr seicht, und es ist ein wenig voll. Wir entscheiden uns somit, nach dem ersten Bad gleich zur Kirche zu marschieren. Der Weg ist noch immer heiß, und mit Treppen wird es nicht kühler. Unten hat sich ein gewiefter Insulaner hingesetzt und will 3 Dollar von uns – wir ignorieren ihn. Die Aussicht ist herrlich, es zahlt sich jedenfalls aus und wir genießen es.

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    Wieder unten angekommen haben wir uns ein Bad im Meer verdient, Abkühlung ist zwar anders, aber wenigstens ist es nicht mehr ganz so heiß (Bernd geht vorab zurück, er hat ein wenig Rücken, die Lemming-Tätigkeit zehrt doch).

    Dann genießen wir noch ein wenig die Zeit (nicht wissend, dass das unser letzter Landgang auf diesem Abschnitt der Reise sein wird), finden wunderschöne Muscheln und trauen uns nicht, diese mitzunehmen und arbeiten generell an der „Zuhausesollensieneidigsein-Bräune“.

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    Dann passiert nicht mehr viel, wir verbringen noch einen schönen Abend gemeinsam.

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    Noumea, Neu-Kaledonien:


    Mittwoch, 26.2.2025

    Wir sind gut in Noumea, Neu-Kaledonien, angekommen und wir haben heute einen Ausflug „Wassertaxi – Signalinsel – Schildkrötentour“ gebucht. Es ist hier sehr windig und eher bewölkt, mal schauen, was das Wetter noch bringt.

    Wir nehmen primär den gratis Shuttle Bus zum Kreuzfahrt Terminal, da wir in einem Working Port liegen, den wir nicht zu Fuß verlassen dürfen. Von dort startet auch unser Ausflug, den wir letztendlich auch leichter als erwartet finden. Ein kleines (sehr kleines) Boot bringt uns zur heutigen Insel und der Weg dorthin ist ohne Frage holprig. Der Wellengang setzt dem kleinen Boot schon sehr zu, es bockt rauf und runter.

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    Hui, bin schon irgendwie froh, als wir nach ca. 25 Minuten da sind (und blende die Möglichkeit der Rückfahrt mal komplett aus). Ich freue mich schon sehr auf die versprochenen Schildkröten, bis, ja, bis wir darüber informiert werden, dass es hier Seeschlangen gibt die zwar nicht aggressiv (na, Gott sei Dank, ist ja mein Hauptproblem, das Aggressionsproblem der Seeschlangen), dafür aber tödlich sind. Ja, hakt es wo bei euch? Ich schwöre, das wurde bei der Ausflugsbeschreibung mit keinem Wort erwähnt. Jetzt heißt es abwägen, will ich knuddelige Schildkröten sehen, mit der Gefahr, dass ich eine gechillte Schlange sehe und elendig ersaufe (weil ich panisch werde, unter Wasser schreie, das mit der Luftzufuhr nicht optimal funktioniert und es 1:0 für die Schlangen steht, ohne dass sie sich groß anstrengen müssten – nicht mal aggressiv müssten sie werden – sie würden sich wahrscheinlich denken, was hat die große, weiße, dickliche Frau für ein Problem, chill your base).

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    Die Schildkröten gewinnen und ich stürze mich todesmutig in die Fluten (immer den leichten Hintergedanken, wenigstens habe ich meinen schönen, sehr figurschmeichelnden, sehr neuen Badeanzug an, dann bin ich wenigstens schön, wenn man mich aus den Fluten zieht). Und es dauert nicht lange und Bernd sichtet die erste und ich bin schockverliebt. Möchte sie streicheln, knuddeln, einpacken und mitnehmen – mache natürlich nichts davon, sondern beschränke mich auf verliebte Blicke. Eva und ich sehen dann noch weitere, größere, es ist einfach ein Traum.

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    Neben supersüße Schildkröten und gechillte, heute scheinbar abwesende Schlangen, gibt es auf der Insel noch Killermöwen, die scheinbar hier für den Aggressionsfaktor verantwortlich sind, oder sich einfach durch den doch noch sehr weißlichen (mit der Tendenz zu verbrannt rot) Teint von Ralf in ihrer Persönlichkeit angegriffen fühlen, auf jeden Fall greifen sie ihn tatsächlich mit welcher Intention auch immer an (auch Eva und ich sind noch eher weißlich, Eva hat leichte Tendenzen zu beige, ich zu braun, Bernd ist aufgrund seiner verleugneten Verwandtschaft schon sehr braun).

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    Um halb 1 werden wir wieder abgeholt, ohne Begegnungen mit Schlangen. Der Bootsführer sagt dazu, dass Schlangen keine Österreicher fressen und ich weiß im ersten Moment nicht, ob ich gekränkt oder erleichtert sein soll (ich meine, was bilden die sich ein, sie könnten froh sein, sowas Gutes zu bekommen). Aber dann schaltet sich die Vernunft ein und ich bin eher glücklich ob der Hakligkeit (deutsch: mäkelig) der Neu-Kaledonischen Schlangen. Also sehr, aber eher kurz, weil die Rückfahrt war gelinde gesagt schlimmer als die Herfahrt. Da heißt es nur, festhalten, auf den Bootsführer vertrauen (bin mir da nicht so sicher, er schaut aus wie ein vergessener, eingerauchter 68er Hippie und ich überlege, ob er vielleicht zu viel eingeraucht ist oder vielleicht auch zu wenig), den Reisekaugummi kauen und hoffen, dass alle Zähne fest sind. Irgendwann haben wir es geschafft, ohne Verlust an Passagieren, Zähnen, Bandscheiben oder Mageninhalt. Alles in allem war es ein gelungener Ausflug, wobei Eva und ich uns fragen, bei welchen Wellengang die wohl nicht mehr rausfahren würden.

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    Zurück am Schiff hätten wir fast vergessen, dass Eva für heute eine Runde iFly gebucht hat (wobei sie Stein und Bein schwört, das an einem anderen Tag gebucht zu haben) – Bernd hat es gsd im Planer gesehen. Wie immer sehr aufregend, diesmal haben wir das Glück, das ein Passagier Fotos von uns macht (wobei, schön sind wir nicht, der Windkanal macht komische Sachen mit unseren Gesichtern und das nicht auf eine gute Weise) – wir haben danach sehr darüber gelacht. Es war jedenfalls sehr lustig, bei der nächsten Reise jedenfalls wieder.

    Abends sin wir wieder bei unserem ursprünglichen Tisch (735) bei Alexander. Der Platz ist zwar schlechter, aber die Waiter sind viel, viel besser. Wir lachen viel, auch als wir beim Ententanz mitmachen (gelernt ist gelernt). Heutiger Satz von Eva: „Ich dachte ich streichle Ralf unter dem Tisch, dabei ist es nur ein Tischbein.“

    Zusätzliche Info: Wir sind nach dem heutigen Tag alle well-done in unterschiedlichen Ausprägungen.

    2 Seetage nach Noumea:

    Montag, 24.2.2025

    Erster Seetag Richtung Noumea und es ist sonnig, aber auch windig ohne Ende. Wir treiben uns am Pooldeck herum, liegen in der Sonne, gehen sogar ins Fitness Center, genießen den Tag. Heute haben wir schon unser erstes Formal Dinner, dafür machen wir uns natürlich schön. Auch dieses Essen ist sehr trubelig, hoffentlich wird das noch besser. Dann geht der Tag auch schon zu Ende.

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    Dienstag, 25.2.2025

    Heute ist der zweite Seetag und wir haben Busenflatter-Wetter. Wir machen nichts anderes als gestern, die Sonne genießen und wieder (man glaubt es kaum) ins Fitte. Das Abendessen ist diesmal entspannter, aber wie immer gut. Der Seegang wird noch rauher, es ist sehr, sehr windig und ich bin gut Patch versorgt. Morgen sind wir auf Noumea, unserer ersten Anlaufstelle in der Südsee.

    Sonntag, 23.2.2025

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    Heute ist Einschiffungstag, wir verlassen Sydney mal fürs erste (kommen aber zwischendurch wieder zurück). Zuerst ist aber das leidige Packen angesagt, Platz wird knapper und wiegen möchte ich es gar nicht. Wir geben dann unsere Koffer beim Schiff ab, in der Hoffnung, sie wiederzusehen und gehen nochmals los. Zum Hyde Park wollen wir (inkl. kürzeren Aufenthalt bei uniqlo – schon wieder) und abschließend gehen wir noch durch den Markt in The Rocks (Mitbringsel wollen mit).

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    Dann ist es soweit, wir betreten die Ovation of the Seas, unser Zuhause für die nächsten 21 Tage. Unsere Balkonkabinen sind wie gewohnt (10300 für Eva und Ralf, und 10306 für uns) und wir richten uns ein. Die Abfahrt aus Sydney erleben wir stilecht auf Deck 15 und die hat schon was für sich. Oper und Harbour Bridge scheinen zum Greifen nahe, so fängt der Hauptteil unserer Reise echt magisch an.

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    Abendessen im Dining Room ist wie so häufig am ersten Tag sehr trubelig, auch die vielen Kinder tragen ihren Teil dazu bei. Wir sind mit dem Tisch nicht so recht zufrieden, da er sehr ungünstig steht, die Waiter sind dafür ein Traum und werden uns die restliche Reise begleiten (wir wissen es da nur noch nicht). Danach noch das obligate Getränk, dann ist es für heute genug. Die Ovation schaukelt ganz schön, es ist sehr windig. Gsd haben diesmal auch die Patches den Weg nach Australien gefunden, ich bin also bestens vorbereitet.

    Sydney:

    Freitag, 21.2.2025

    Wir sind gut in Sydney angekommen, der Flug war diesmal ruhiger, keine kreischenden Kinder. Allerdings trotzdem kaum geschlafen, sodass wir alle ziemlich fertig aussehen. Aber da müssen wir jetzt durch (vorneweg: es wird noch deutlich schlimmer).

    Alle Koffer sind da (und es sind noch immer viele, und die vielen sind schwer), wir sind wieder vereint und los geht es in die U-Bahn (Lemminge on Tour müssen gefordert werden). Und schon haben wir den ersten Blick auf die Oper und die Brücke – für uns kommen Erinnerungen hoch, für Ralf ist es das erste Mal. Noch können wir es nicht so richtig genießen, dazu sind die Koffer zu schwer und wir zu fertig. Das Hotel „the harbour rocks“ ist super gelegen (jedenfalls, nachdem wir es gefunden haben und auch schon im falschen Hotel waren) – Extrameter mögen manchmal nett sein und wir wissen alle, Eva möchte Schritte machen, aber nicht mit Jetlag und verdammt schweren Koffern. Letztendlich finden auch wir unser Hotel, haben die Umgebung immerhin schon erkundigt (Eva behauptet noch immer, sie hat die Umwege extra gemacht, damit wir die Gegend schon sehen können – die Lemminge sind nur mäßig erfreut, Arbeitseinsatz sieht anders aus), unsere Zimmer sind leider noch nicht fertig (es ist auch erst 8 Uhr), wir würden so gerne schlafen.

    Unseren leeren Akku laden wir mit einem sehr guten Frühstück im Cafe „the Rocks“ auf, dann geht es Richtung Oper und Aussichtspunkt.

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    Für mich ist es leicht surreal, dass wir jetzt wieder in Sydney sind, mein schlafsuchendes Hirn braucht da noch ein wenig. Das Wetter hat ein wenig Mitleid mit uns, es ist nicht ganz so heiß und bedeckt. Später wird es noch zu regnen beginnen, aber primär können wir alles noch im Trockenen machen.

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    Eva bekommt auch gleich mal Besuch von der australischen Fauna, eine Spinne sagt Hallo. She don´t like it. Endlich können wir ins Zimmer, wir schwanken schon vor lauter Müdigkeit. Das ist echt ein ganz gruseliges Gefühl. Hier hilft nur Schlafen, nach einer Stunde sind wir nicht frischer, aber immerhin menschlicher. Wir lassen uns dann noch ein wenig durch die Stadt treiben, essen am Weg was und fallen dann noch immer todmüde ins Bett.

    Merke: Flüge, die frühmorgens ankommen, machen uns weder jünger, noch frischer, noch schöner!


    Samstag, 22.2.2025

    It`s birthday! Wir feiern heute den ersten von 3 Geburtstagen auf dieser Reise (Bernd muss immer eine Ausnahme machen) – nämlich meinen.

    Der Jetlag ist deutlich besser, aber noch nicht ganz weg – ist aber erträglich. Nachdem wir uns ein ausgiebiges Frühstück im „the Rocks“ gegönnt haben, geht es mit einem Uber los Richtung Strand.

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    Wir wollen den Coastel Walk Richtung Bondi Beach machen und dies bei herrlichen Wetter. Ein bisschen über 6 km sagt Eva (gefühlt sind es dann sicher doppelt so viele, Eva lügt in solchen Dingen recht gerne, um mich in Sicherheit zu wiegen). Herrliche Ausblicke zieren diesen Weg, immer wieder an Stränden und schroffen Felsen entlang, sogar ein Friedhof befindet sich hier direkt mit Blick auf das Meer (neben dem Friedhof in Hawaii eine tolle letzte Ruhestätte in bester Lage). Wir halten unterwegs immer mal kurz inne und genießen einfach den Augenblick. Falls ihr diesen Weg gehen wollt, ihr findet Zeichen von uns (oder eigentlich von den Männern) – sie lassen es sich nicht nehmen, Düsseldorf und Lemminge-Klebchen zieren nun diese Strecke.

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    Letztendlich kommen wir gut voran und erreichen Bondi Beach in zwar verschwitzten, aber guten Zustand. Und dann heißt es, die erste Belohnung zu kassieren. Nichts wie rein ins Wasser – herrlich. Es gibt hier geilen Wellengang und wir stürzen uns ohne Rücksicht auf Verluste (Bikini-Oberteile und –unterteile, Sonnenbrillen, Frisuren, Freundinnen, Ehemänner sind schwerst gefährdet) in die Fluten. So lustig, nachdem die Welle mit uns fertig ist und uns freigespuckt hat, gilt es erstmal den Bekleidungszustand zu kontrollieren („ist noch alles da? Ist noch alles bedeckt?“), dann das Salzwasser aus den Augen zu reiben und den Lungen zu entfernen und dann zu schauen, wo man selbst ist und wo der Rest der Bande ist. Und dabei nie zu vergessen, die nächsten Wellen im Auge zu behalten (gar nicht so einfach, wenn das Auge ob der unsachgemäßen Zufuhr von Salzwasser stark tränt). So kann ein Geburtstag laufen, baden mit Entertainment am Bondi Beach.

    Nachdem dann auch noch die obligaten Sprungfotos gemacht werden (inkl. ein Foto eines Fremden, der vorbeikommt und auch ein Foto von uns macht und es dann Eva schickt), gibt es die nächste Belohnung für uns: shopping. Wir wollen in das Bademodengeschäft, in dem wir schon 2018 waren und wir werden natürlich fündig. Jeweils ein neuer Badeanzug für Eva und mich dürfen mit.

    Langsam geht es wieder zurück, das Geburtstagsessen wartet, wir essen sehr gut und sehr schick im „the ponys“, ganz in der Nähe des Hotels. Ach ja, Geschenke waren auch eine Wucht – genialer Geburtstag.

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    Letzter Tag Singapur und Weiterflug Sydney:

    Donnerstag, 20.2.2025

    Unser letzter Tag in Singapur ist angebrochen, nachmittags geht es auf zum Flughafen. Wir wollen uns heute die bunten Häuser in der Koong Seng Road anschauen. Diese Reihenhäuser einer malaiischen Volksgruppe strahlen in den schillersten Pastellfarben und sind eine echte Augenweide.

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    Auch einen Tempel nehmen wir beim Rückweg noch mit, dieser praktiziert scheinbar beten drive through, weil direkt vor dem Tempel ein Auto mit offenen Türen steht und die Insassen scheinbar schnell beten gegangen sind (das wäre für Österreich auch eine Alternative, dachte mir das oftmals, wenn ich mit Anna mitfahren durfte, dass so ein kleiner Segen zwischendurch echt geil wäre).

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    Wir wollten noch auf die Aussichtsplattform, die Zeit wurde aber langsam knapp, sodass wir das auf ein anderes Mal verschieben müssen. Wir checken ohne Probleme aus dem Pan Pacific aus, es hat uns wieder sehr gefallen.

    Zum Flughafen fahren wir wieder mit der U-Bahn, das geht wirklich ohne größere Probleme und wir sind frühzeitig am Flughafen. Dort trennen sich kurz unsere Wege, Eva und Ralf fliegen mit Quantas und wir mit Singapur Airlines nach Sydney. Die Wartezeit vergeht schnell, die Kapitalisten verbringen die Zeit in der Lounge, wir mit dem Bodensatz. Letztendlich starten wir alle pünktlich, es geht los, Sydney, wir kommen.

    SINGAPUR

    Montag, 17.2.2025

    Pünktlich in Singapur angekommen. Flug war grundsätzlich gut, ohne viel Rumplerei (und damit ohne viel Beterei meinerseits), aber dafür mit plärrenden, schreienden Babys direkt hinter uns – und das 12 Stunden durch. Vergesst Guantanamo Bay, vergesst alle Foltermethoden, die ihr kennt, das war schlimmer. Dachte in aller Detailliertheit darüber nach, auf welche Arten man sie beseitigen könnte. War eine nette Beschäftigung, so ne kleine Babybeseitigung. Wahrscheinlich nicht so richtig gesellschaftlich anerkannt, sollte aber überdacht werden.

    Einreise funktioniert super (falls ihr euch jetzt fragt, ob alle! Passagiere einreisen konnten, ja, habe Vor- und Nachteile einer Babybeseitigung abgewogen und mich ganz knapp dagegen entschieden) und dann heißt es, auf die Deutschen warten (die kommen über Dubai und landen eine Stunde nach uns). Das Willkommen ist herzlich, es ist so, als wären wir nicht getrennt gewesen. Anmerkung am Rande: Bernd hält am Ausgang ein Schild mit „Sherpa-Tours“, wir amüsieren uns alle!

    Diesmal nehmen wir die Bahn zum Hotel mit 2x umsteigen ist das bei all dem Gepäck eine echte Herausforderung. Da die Lemminge wiedervereint sind, fragen Eva und ich uns zu Recht, warum wir überhaupt was tragen, aber sie sind da nicht so motiviert. Im Hotel angekommen, ist das Zimmer zwar noch nicht fertig, aber wenigstens die Massen an Koffer werden wir los – es ist erstaunlich, dass uns niemand fragt, ob wir vielleicht einwandern wollen.

    Obwohl mein Energielevel eher als reduziert zu betrachten ist, kennt Eva keine Gnade – wir müssen los in die doch sehr feuchte Hitze. Auflösung ist vorprogrammiert und Schweiß ist klebrig auch eklig. Aber Frau Richterin Gnadenlos treibt uns voran. Zuerst ging es Richtung Marina Bay Sands und in die dortige Mall. Ralf ist etwas angeschlagen, er hat Nasenbluten – wir glauben ja, Eva hat ihn verprügelt, aber beide leugnen es hartnäckig (obwohl, Bernd sagt, er hätte kurz das „Hilfe“ – Zeichen von Ralf gesehen, ist sich aber nicht sicher, weil Eva dann gekommen ist).

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    Eine kurze Stärkung gönnen wir uns im La Pau Sat, gut wie in Erinnerung und auch das Bier zischt wie bekannt.

    Inzwischen schwitze ich nicht mehr, ich löse mich in meine wasserlöslichen Bestandteile auf, es ist nicht mehr schön anzusehen. Aber Eva ist das egal, weiter geht’s zum Park Fort Canning und seinen Rolltreppen (Gott hat Erbarmen mit mir). Wir wollen zum Fort Canning Park Tree, einem Fotohochspot, den nicht nur wir kennen. Fotos gehen sich noch aus, langsam lösen wir uns auf.

    Das Heimgehen war auch schon mal lustiger, fühle mich wie „dead woman walking“ und schau mindestens so aus.

    Gsd ist unser Zimmer fertig, wir sind im 15. Stock und haben eine Traumsicht auf den Merlion. Nicht, dass mich das gerade interessiert, Dusche und dann kurz ruhen. Danach fühle ich mich so halbwegs wieder wie ein Mensch.

    Abendessen gibt es heute in einem Foodmarket und dabei wird den Lemmingen auch der lang geforderte Kollektivvertrag ausgehändigt, wo wir alle Rechte und Pflichten von Sherpas nieder geschrieben haben. Beide unterschreiben glücklich (im Nachhinein gibt es darüber unterschiedliche Aussagen).

    Dienstag, 18.2.2025

    Unser 2. Tag in Singapur und wir haben alle sehr gut geschlafen. Das Wetter ist bewölkt, aber jeder der glaubt, dadurch kühler – eher nein. Die Luftfeuchtigkeit hat Lockenkräusel-Ausmaße (wenn wir Locken hätten – obwohl, bei Ralf lassen sich leichte Ansätze erkennen). Nach einem reichhaltigen Frühsstücksbuffet geht es auch schon los in die feuchte Hölle, wir wollen zuerst ins arabische Viertel. Bevor wir zur Sultan Moschee kommen, finden wir die Hadji Lane, eine coole Straße mit vielen kleinen Läden. Gleich der erste Laden ist auch schon ein Gewinner, kleine Mitbringsel können gekauft werden. Und hier verewigen sich auch unsere Männer, an einer Regenrinne picken jetzt neben „Düsseldorf 95“ (Ole), auch die Lemminge. Singapur ist jetzt international.

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    Ein bisschen weiter die Straße entlang, spricht eine Asiatin auf einmal Eva an, zuerst glauben wir, sie wollen, dass sie ein Foto macht. Aber nein, sie haben von uns ein Foto gemacht und wollen es uns geben. Wir haben sehr gelacht. Danach schlendern wir noch ein wenig im arabischen Viertel herum, bevor wir es Richtung indisches Viertel verlassen. Wir stellen auch beim 2. Versuch fest, dass uns dieser Teil Singapurs nicht gefällt.

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    Also weiter nach Chinatown, deutlich besser. Nachdem wir hier unseren Flüssigkeitsspeicher aufgefüllt haben, besuchen wir den Merlion, das Wahrzeichen Singapurs. Wie immer sind wir nicht alleine, aber Asiatenmassen sind keine Gegner für uns. Ein paar mehr oder weniger würde kaum auffallen.

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    Danach brauchen wir alle eine Pause, die wir am Pool verbringen. Hier führt uns Ralf dann auch das nächste Teil im Lemming-Merchandise-Imperium vor, eine rosa Sherpa Badehose (natürlich auch für Bernd).

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    Das gemeinsame Pool Foto artet dann wirklich in Arbeit aus, die Technik spielt nicht so mit (gibt ein sehr lustiges Video dazu), aber letztendlich haben wir unser Foto.

    Abends gehen wir ins Lao Pa Sat essen, diesmal überfordert mich die mögliche Auswahl, ich bin nicht zufrieden – die anderen finden was. Die trubelige Atmosphäre hat aber schon was. Danach wollen wir gerne zu den bunten Bäumen in Garden by the bays. Und das ist eine echte Offenbarung, diese bunten Bäume, die Musik, die Atmosphäre – so wunderschön. Wir sind alle begeistert, diese Eindrücke kann uns niemand mehr nehmen.

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    Mittwoch, 19.2.2025

    Man möchte ja glauben, wir sind schon echte Singapurlesen (oder wie auch immer) und halten somit die Wetterverhältnisse schon besser aus, aber das heute war nochmal eine neue Nummer. Keine Ahnung, wo das ganze Wasser herkam, das heute meinen Körper verlassen hat, aber das war schon erstaunlich. Aber mal zurück auf Anfang, wir waren da alle noch sauber und gutriechend und motiviert, den botanischen Garten zu entdecken. Er war auch grundsätzlich gut erreichbar und wunderschön. Aber was habe ich geschwitzt, unbeschreiblich, binnen kürzester Zeit befand ich mich in einem Zustand der Auflösung. Da war die eiskalte Cola, die ich zwischendurch bekommen habe, eine echte Wohltat – ich habe meinen Körper innerlich zischen gehört. Und sowas macht so gar nichts für meine Schönheit, ich sah genauso aus, wie ich mich fühlte.

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    Danach musste eine Belohnung her, shopping war angesagt. Und ich weiß gar nicht, was ich besser fand, einkaufen an sich oder einkaufen in klimatisierten Räumen. Und die Kombination ist einfach nur herrlich, ich trockne merklich und beginne wieder fast menschlich auszusehen. Und nach der Dusche rieche ich auch endlich wieder gut.

    Abends sind wir wieder im Food Court essen, noch einen halben Tag haben wir in Singapur, dann geht es weiter Richtung Sydney.

    Ich würde euch hier gerne auf unsere große Reise, welche fast ein ganzes Monat gedauert hat (mit An- und Abreise) und sich aus folgenden Punkten zusammengesetzt hat:

    Zuerst Anreise nach Singapur, hier Aufenthalt, um den langen Flug weniger schrecklich zu machen. Nach 3 Nächten ging es weiter nach Sydney, hier bleiben wir auch 2 Tage, feiern den ersten Geburtstag und entern die Ovation of the Seas, um unsere erste 9 tägige Reise in die Südsee zu beginnen.

    Danach Rückkehr nach Sydney, um unsere 11 tägige Reise nach Neuseeland zu starten. Teilnehmer waren, wie schon gewohnt, Evaschaf, Ralf und mein Mann Bernd. Falls ihr also Lust habt, uns ein wenig zu begleiten, dann seid ihr hier richtig. Ach ja, nur vorab zu Erklärung: Unsere Männer sind unsere Lemminge, da sie für das Tragen der Koffer verantwortlich sind und alles weitere, was unser Leben erleichtert.

    Aber starten wir mal:

    Samstag, 15.2.2025

    Bernd ist jetzt schon so anstrengend, und dabei ist Ralf noch gar nicht da und das Lemming-Paar noch unvereint. Wir sind noch nicht mal in München und ich glaube, ich lasse ihn da. Aber mal zu Anfang, als ich noch der Meinung war, das Bernd mitkommt. Heute beginnt unsere lang geplante Reise nach Australien und Neuseeland, Geburtstage wollen gemeinsam gefeiert werden. Noch sind wir unvereint, wir starten von München (12 elendslange Stunden) und Eva und Ralf kommen aus Frankfurt

    Treffen werden wir uns in Singapur am Montag, in verschiedenen Stadien der Erschöpfung und damit verbundener Verlust der Schönheit (Eva und Ralf fliegen nämlich Business, die Kapitalisten, die), trotzdem freue ich mich schon sehr auf Eva, und auch ein wenig auf Ralf – wahrscheinlich eingeschränkt lange, weil in Kombination mit Bernd sind sie schwierig. Sie können so froh sein, dass wir sie schon lieben und sie deswegen nirgends aussetzen.

    Eva hat übrigens zurückgeschrieben, dass ich Bernd, wenn er nervt, in München bei der Bahnhofsmission lassen soll – ich bin ernsthaft versucht.

    Wir sind jedenfalls gut von zuhause weggekommen, nachdem wir das Koffer-Thema (was um Gottes Willen sollen wir für einen Monat mitnehmen? Wie soll das in den Koffer passen? Wie sollen Bernd bzw. Ralf das alles tragen?) endlich mit 25 kg bzw. 28 kg (bzw. 41 kg von Ralf) abgeschlossen haben. Koffer packen ist und wird niemals eine Lieblingsbeschäftigung von mir.

    Schienenersatzverkehr soll uns nach München bringen, das bedeutet in Klagenfurt in den Zug, in Spittal aus dem Zug und in den Bus, in Bischofshofen aus dem Bus und in den Zug – und all das mit vielen schweren Koffern. Unerwarteterweise funktioniert das relativ problemlos, Bernd hat scheinbar geübt und händelt die Koffermassen sehr gut (vielleicht nehme ich ihn doch mit?). Letztendlich sind wir gegen 19 Uhr am Flughafen und können im Hilton einchecken – hier eine große Empfehlung, wunderschöne, große Zimmer und eine tolle Bar. Hier stoßen wir dann auch auf eine schöne Reise an und dann ist es auch genug für heute.

    Externer Inhalt thumbs.picr.de
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    PS: Eva und Ralf haben es auch, nach deutlich kürzerer Anreise geschafft und nutzen die Zeit, ihre Gepäckgewichtsklasse nochmal zu überdenken. 41 kg werden auf 35 reduziert. Was wohl zurückbleiben musste?

    Sonntag, 16.2.2025

    Abflugtag und damit naturgemäß nicht mein Lieblingstag. 2 Herzen schlagen hier in meiner Brust – ich freue mich auf die Reise und hier vor allem auf Eva und Ralf (wobei mein Mann sich sicher mehr auf Ralf freut, das ist eh so ein Ding, wenn die zwei zusammen sind, da traue ich mich gar nicht nachzudenken, wen von uns Bernd im Notfall retten würde – ich befürchte, ich wäre es nicht), würde beide aber lieber ohne das ganze Flugdings treffen. Also 2 Dinge müssten bitte zeitnah (vielleicht bis heute 12 Uhr?) erfunden werden:

    1. Schokolade, die schlank macht und
    2. Fliegen, ohne das ganze Fliegen – also beamen oder so.

    Wir sind jedenfalls sehr entspannt (wenn man bei mir von entspannt sprechen kann) am Gate angekommen, Eva und Ralf sind hier schon im ersten Flieger Richtung Dubai. In der Business, diese Kapitalistenschweine.

    Wenn alles wie geplant läuft, sehen wir uns in Singapur am Flughafen, wir werden dort schon auf sie warten und dann morgen Singapur unsicher machen (eher gedämpft, weil heiß, feucht und müde harmonisiert nur eingeschränkt).

    Ich befasse mich gerade auch mit der eventuellen Möglichkeit einer Flussreise zur Tulpenblüte. Nicht nur deswegen wäre Dein Bericht sicher interessant (und das bestimmt nicht nur für mich).

    Dann aber am besten als separaten Bericht und nicht als Beitrag in diesem Bericht.

    Gruß Joni

    Hallo

    Hab ihn reingestellt: Reisebericht - MS Amelia Rhein, Holland, Belgien - Silvester am Rhein 26.12.2022 - 5.1.2023 - Flusskreuzfahrten - Das Kreuzfahrtforum Mein Schiff, AIDA und andere gute Reedereien (pooldeck24.de)

    Teil 5:

    Dienstag 3.1.2023 - Gorinchem

    Um ca. 14 Uhr kamen wir in Gorinchem (ausgesprochen: Gorkum), eine kleine Stadt in Holland, die wieder mit einer Befestigungsanlage gesichert ist. Der Liegeplatz ist heute direkt in der Stadt und die Stadt ist sehr klein, aber auch eigentlich wunderschön. Gleich nach dem Anlegen machen wir uns auf und Stöbern durch die Stadt. Es gibt entzückende kleine Lädchen und Cafes. Ein Ort wo ich länger bleiben könnte und vielleicht noch ein bisschen besseres Wetter - aber wir können nicht alles haben. Der Cafe ist jedenfalls gut und Ohrringe wollen auch mit.

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    Um 20:00 Uhr verlassen wir Gorinchem Richtung Düsseldorf, die letzte Station unserer Reise.

    Mittwoch, 4.1.2023 - Düsseldorf

    Wir kommen um ca. 14 Uhr in Düsseldorf an und liegen diesmal sehr zentral. Natürlich machen wir uns gleich auf den Weg, weg von der Enge des Schiffes. Wir gehen zuerst Richtung Königsallee, die wir alle als nicht sehr königlich empfinden (aber vielleicht ist das bei schönen Wetter besser). Hier bummeln wir ein wenig, stellen dann fest, für die Geschäfte hier verdienen wir zu wenig (obwohl verdienen würden wir es , nur bekommen tun wir es nicht) und gehen dann weiter Richtung Altstadt. Und die ist wirklich wunderschön, man lässt sich einfach treiben, es wird leicht finster, die Lichter leuchten, einfach schön. Abends treffen wir noch kurz Evas Ralf auf ein Getränk, vielleicht sehen wir beide morgen noch in Köln. Wie immer war es sehr schön und auch lehrreich. Wir waren einer Meinung, Düsseldorf ist schöner als Köln (sorry Eva).

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    Nachdem wir wieder am Boot angekommen sind, heißt es schnell umziehen zum Essen und dann auch schon Koffer packen. Auch die längste Zeit geht vorüber, es waren schöne Tage, aber trotzdem werden wir dieses Schiff nicht vermissen. Das Essen wahrscheinlich schon:

    Teil 4:

    Sonntag, 1.1.2023 - Antwerpen

    Wir sind bis abends noch immer in Antwerpen und machen uns wie immer nach dem sehr guten Frühstück zu Fuß auf in die Stadt. Wir haben nichts besonderes vor, wollen uns treiben lassen und schauen, was sich so tut in Antwerpen. Vorbei an wunderschönen Gebäuden gehen wir Richtung Großer Markt und Liebfrauenkathedrale. Wunderschön, man weiß teilweise gar nicht, wo man hinsehen soll. Das Wetter spielt heute auch besser mit, es kommt einen so vor, als würde teilweise sogar die Sonne scheinen. Allerdings so kurz, dass wir uns nicht ganz sicher sind, ob das die Sonne war oder ob es in Antwerpen golden regnet (man vergisst halt schnell bei dem sch... Wetter).

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    Dann gehen wir Richtung Hauptbahnhof durch eine wunderschöne Fußgängerzone mit tollen Geschäften (die aber leider ob des Feiertages geschlossen hatten, auch nicht nett). Dieser wird auch als Eisenbahnkathedrale bezeichnet und hat eine außergewöhnliche Architektur. Und ..... ein wirklich außergewöhnlich schönes und sauberes WC (in einer geschlossenen Stadt nicht zu unterschätzen).

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    Wir verlassen Antwerpen gegen 20:30 Uhr und müssen sagen, es hat uns hier wirklich sehr gut gefallen. Eine wunderschöne Stadt mit freundlichen Menschen.

    Montag, 2.1.2023 - Gent

    Heute sind wir in Gent, darauf habe ich mich besonders gefreut. Wir wollen heute den Genter Altar besuchen und in der Altstadt ein wenig bummeln und die Zeit genießen. Das erste Problem ist allerdings, dass wir am Außenhafen liegen und wir gerne ein Taxi in die Stadt hätten. Das können wir bei der Rezeption bestellen, für eine Uhrzeit. 10 Minuten davor stehen wir draußen, es stehen noch 8 Deutsche draußen, die bei unseren Anblick kurz zusammenzucken und dann die Gangway runterstürmen (Bitte beachtet: Eine war im Rollator und der Rest war echt nicht von der Statur Marathonläufer - sondern eher Pflegegeldempfänger) - dabei gab es noch gar kein Taxi in Sicht. Dann kamen 2, ui, das habt ihr noch nicht gesehen, husch, und gestürmt haben sie es. Wir dachten uns noch nichts, bis dann kein Taxi mehr kam. Ich rein, der Kreuzfahrtleiter ganz überrascht, unser Taxi war schon da und warum die unser Taxi genommen haben, weil das war nicht für sie und das wussten sie. Wir haben daraufhin beide den Kopf geschüttelt und er dann "sowas hat er echt noch nie erlebt, wie die Leute hier sind" - lange Rede, kurzer Sinn: unser Taxi kam dann erst später (Taxis vom Außenhafen sind total schwierig zu bekommen) und auch da wollten die nächsten uns das wieder wegnehmen - aber da waren wir echt wenig kompromissbereit.

    In der Stadt angekommen sind wir gleich Richtung Genter Altar in Sint-Baafs und kauften uns gleich Eintrittskarten. Eine wunderschöne Kirche mit einem sehr schönen Altar, dessen Geschichte ich tatsächlich aus dem Film "Monument Men" mit George Clooney kannte. Es war beeindruckend, diesen Altar wirklich einmal in echt anschauen zu können. Man konnte sich in Ruhe davor niedersetzen und die einzelnen Tafeln betrachten und nebenbei die Beschreibungen lesen. Ein Must-do in Gent, finde ich.

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    Danach fing es stark zu regnen an, sodass wir unser Mittagessen vorverlegt haben - weil irgendwann gibt die beste Bekleidung nach und nass und windig, das braucht man nicht. Gsd hörte es auf auch mal wieder und wir konnten weiter marschieren. Gent ist einfach eine wunderschöne Stadt, die sicherlich bei besseren Wetter nochmal netter wäre, aber frau nimmt was sie kriegt (siehe Gatte ---- nein, Spass). Zurück wollten wir dann zu Fuß gehen, ca. 3,5 km ist machbar. Allerdings war diese Gegend dann durchaus weniger schön und nicht sehr ansprechend und man hatte den Eindruck wir sind vielleicht ohne unser Zutun und ohne unser Wissen in der Türkei gelandet. Aber alles gut, irgendwann sind wir beim Boot angekommen und konnten uns trocknen und mit Kaffee und Kuchen stärken.

    Einen weiteren Ausflug machten wir nicht. Der Weg in die Stadt war zu weit und bei der Anlegestelle war es nicht schön. Der Abend verlief wie immer, zuerst fröhliches Anstehen, dann Schmausen, und dann eine Partie Uno oder Mensch ärger dich nicht. Zusätzlich feindeten wir die jetzt wieder sehr gebrechliche "Taxi-Klauer-Bande" mit Blicken an. Um 23 Uhr verließen wir Gent Richtung Gorinchem.

    Teil 3:

    Donnerstag, 29.12.2022

    Nichts wurde es mit Medemblik - der Wind war zu stark für das IJsselmeer. Wir verließen auch Amsterdam statt um 2 Uhr erst gegen 6:30 Uhr, weil der Wind so stark war. Wir spürten das tatsächlich kaum, nur die Wellen gingen bis zu unserem Fenster und gaben einen schönen U-Boot-Charakter. Statt Medemblik fuhren wir zuerst nach Kinderdijk, welches ein Unesco Weltkulturerbe ist. Hier gibt es gesamt 19 Windmühlen, man kann entlang des Wasser zwischen den Mühlen spazieren, zur Besichtigung muss man sich ein Tagesticket kaufen. Das haben wir nicht gemacht, uns hat der Blick von außen gereicht. Ein schöner Ort, der aber auch nicht viel mehr hergab.

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    Gegen 17 Uhr verließen wir Kinderdijk wieder bei schüttenden Regen (wir konnten unseren Spaziergang noch trocken beenden) Richtung Rotterdam. Gegen 20 Uhr kamen wir dann in Rotterdam an und konnten dank einer Extrarunde im Hafen noch den schönen Hafen bei Nacht sehen. Unser Schiff lag direkt bei der Erasmusbrücke, die beleuchtet nochmal eindrucksvoller war. Da wir neugierig waren, machten wir uns nochmal auf den Weg in die Stadt. Wir wollten die Würfelhäuser anschauen und die Markthalle. Alles gefiel uns gut, obwohl wir gefühlt alleine waren. Morgen werden wir jedenfalls in der Markthalle essen und Rotterdam bei Tag betrachten.

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    Freitag, 30. Dezember 2022, Rotterdam + Willemstad

    Nachdem wir ja schon die Nacht in Rotterdam verbracht hatten und noch bis 14:30 hierbleiben würden, hatten wir keinen Stress beim Frühstück. Aber dann machten wir uns auf den Weg (Ganz wichtig: fürs Mittagessen abmelden und die Landgangskarte mitnehmen). Zuerst besuchten wir das "Stadhuis" und genossen die offenen Geschäfte in der Einkaufsstrasse Lijnbaan. Auch die wunderschöne Markthalle besuchten wir, da wir heute dort Mittagessen wollten und ich muss sagen, wir hatten die Qual der Wahl. Alles sah sehr ansprechend aus und hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Verhungern würden wir also auf keine Fall - wobei, nach Weihnachten ist die Gefahr bei unseren Luxuskörpern nochmal weniger gegeben.

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    Gegen 14:30 legte dann die MS Amelia mit uns an Bord wieder ab und wir verließen Rotterdam in Richtung Willemstad. Wenn ihr das nicht kennt, dann habt ihr hier echt wenig verpasst. Es ist eine wirlich sehr kleine Ortschaft mit einer Kirche und wahrscheinlich einem Gasthaus (wir haben kein offenes gefunden). Bekannt ist es für die Stadtbefestigung, die sich rund um die Ortschaft befindet. Diese kann man begehen und somit das Dorf umrunden. Wir kamen hier gegen 18 Uhr an und Melanie und ich machten noch einen kurzen Spaziergang um die Kirche. Zu sagen, wir waren mutterseelenallein, ist noch untertrieben. Kein Mensch war unterwegs. Nachdem wir die Kirche inkl. Friedhof umrundet hatten und Melanie festgestellt hatte, dass so Horrorfilme anfangen, erklärten wir relativ rasch diesen Ausflug beendet. Deutlich schnelleren Schrittes machten wir uns auf den Weg zurück (wer will schon in Willemstad gemeuchelt werden?).

    Abendessen und eine kurze Spielrunde im Salon - und schon endet der heutige Tag.

    Dienstag, 31.12.2022 - Willemstad + Antwerpen

    Noch immer sind wir in Willemstad und noch immer ist es klein und auch bei Licht menschenleer. Ich glaube ja eigentlich nicht dass hier wer wohnt. Aber ansonsten ganz kuschelig, ganz einsam.

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    Am 11 Uhr verlassen wir Willemstad in Richtung Antwerpen, wo wir auch Silvester verbringen werden. Hier kommen wir gegen 18 Uhr an, also alle Geschäfte geschlossen. Wir gehen nochmal kurz runter, ein wenig die Gegend erkunden, dann ist auch schon Zeit für den Sektempfang und das Galadinner. Dafür mussten wir diesmal nicht anstehen, sondern die Tische wurden am Tag davor verlost. Wir sind zufrieden, vor allem auch deswegen, weil wir am Vortag für das Verlosen anstehen mussten (damit wir nicht aus der Übung kommen, weil morgen ist ja wieder anstehen angesagt - happy).

    Das Essen war wirklich ausgezeichnet und sehr nett anzusehen. Wir hatten ein wirklich schönes Dinner und alle waren gut gesättigt.

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    Nach dem Essen machten wir noch einen kurzen Spaziergang, um ein wenig den Magen freizumachen. Später wollten wir dann in den Salon zur Feier, aber da fing das ganze an, skuril zu werden. Melanie und ich schauten wegen einen Platz, alles war voll, wir beobachteten von der Türe. Da kam ein Mann und fragte ob wir nicht hineinwollten. Wir eigentlich ja, aber kein Platz. Er darauf, er besorgt uns einen. Der arme Mann ging dann durch den Salon und wurde tatsächlich von allen Möglichkeiten abgewiesen. Er fragte, ob wir uns dazusetzen könnten, die alten unfreundlichen **** (entschuldigt meine Ausdrucksweise, aber nichts anderes waren sie) hatten die Füße auf den Sesseln und sagten, dass sie keine Platz haben. In Varianten ging das weiter so, bis er endlich was fand. Bis dahin war er echt fertig ("es tut ihm so leid, die Leute sind so arg") und wir so schlecht gelaunt, dass wir nicht blieben, sondern zeitnahe an Deck gingen und Feuerwerk ansahen. Das war nicht sehr spektakulär, da Antwerpen sehr windig war und viele Feuerwerke abgesagt waren. Wir stießen trotzdem kurz an und dann war Silvester für uns auch gelaufen. Hätte aber durchaus besser sein können.

    Teil 2:

    Dienstag, 27.12.2022 - Amsterdam

    Wir haben vormittags in Amsterdam angelegt, wir liegen im Kreuzfahrthafen in der Nähe vom Mövenpick-Hotel. Zu Fuß bedeutet das ca. 20 Minuten bis zum Hauptbahnhof, es fährt aber auch eine Straßenbahn. Wir stehen entspannt auf, das Wetter ist nicht so schlecht, es schüttet nicht, aber sehr, sehr windig und dadurch durchaus kalt. Wir genießen unser Frühstück, welches mit Buffet eingenommen wird bzw. es lassen sich Eierspezialitäten auch bestellen. Der Kaffee ist genießbar, aber auch nicht unbedingt ein Traum. Wir sind heute und morgen noch in Amsterdam, also Zeit genug und kein Grund für einen Stress.

    Wir gehen dann mal los und werfen uns gegen den Wind - es ist teilweise echt ein Kampf. Regenschirm brauchen wir heute keinen, nicht, weil es nicht zwischendurch regnet, sondern weil es so stürmt und der Regen dann netterweise waagrecht kommt. Wir bummeln zum Hauptbahnhof und dann Richtung Hauptplatz. Es sind vormittags noch wenig Menschen unterwegs, das ändert sich aber mit der Zeit. Wir haben heute kein bestimmtes Ziel und genießen die Zeit. Abends gehen wir noch ins Rotlicht-Viertel, mit ganz vielen angezogenen Menschen (und ganz wenig unangezogenen Frauen - wo sind die alle?). Es ist immer wieder ein Erlebnis, welches man sehen muss, auch wenn Mann das besondere Angebot hier nicht in Anspruch nehmen will (oder darf, je nachdem, wen man fragt).

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    Nachdem wir zurück sind, ist es Zeit zum Abendessen und für heute war es dann das auch. Nochmal wollen wir heute nicht hinaus, zudem der Weg zum Bahnhof sich auch zieht. Aber wir sind ja noch länger hier, und ein, zwei Pläne haben wir ja noch. Nachdem wir eine Partie Mensch ärgere dich nicht im Salon gespielt haben und ein Gläschen getrunken haben, ruft das Bett (also nicht wirklich, weil unbequem, aber aus Mangel an Alternativen nimmt man halt das).

    Mittwoch, 28.12.2022

    Noch immer sind wir in Amsterdam und man kann es kaum glauben, das Wetter wird schlechter. Ja, ich dachte auch, geht das, aber der Wind nimmt zu (Eva - schweres Busenflatterwetter) und heute regnet es langfristig. Egal, wir sind ja nicht aus Zucker und leicht wie ein Wattebäuschen sind wir schon lange nicht mehr, also raus. Heute haben wir viel vor, es geht zuerst zum ADAM Lookout (schaukeln), dann zu Anne Frank und abends machen wir beim Lichterfestival mit. Aber gleich mehr.

    Vielleicht noch an dieser Stelle: Ausflüge wurden immer angeboten, meist einer vormittags und einer nachmittags. Wir haben nie einen mitgemacht, sodass ich dazu nichts sagen kann. Falls es jemanden interessiert, kann ich die Ausflüge zu den Tagen dazuschreiben.

    Zuerst ging es eben zum Adam Lookout, eine Aussichtsplattform, auf der man einen 360 Grad Blick über Amsterdam hat. In 100 Metern Höhe kann man aber außerdem noch Schaukeln, wenn man will. Man steigt dazu auf eine Fähre hinter dem Bahnhof (gratis), und dann sieht man das Gebäude schon. Wir haben die Karten vorab online reserviert, 4 x Eintritt und 2x Schaukeln, da wir uns noch nicht ganz sicher waren, wer denn schaukeln wird. Online kostet der Eintritt pro Person 14,50 €, das Schaukeln kostet nochmal 6 Euro pro Person. Dann geht man hinein, es werden Gruppenfotos gemacht (sind im Eintritt inkludiert) und dann geht es schon hinauf. Oben ausgestiegen hat uns als erstes Mal der Wind fast wieder runtergeweht, ein Wahnsinn, dass bei diesem Sturm die Plattform offen war und nicht nur das, die Schaukel war es ebenso. Jetzt kam es drauf an, Bernd weigerte sich, Melanie ebenso und ich dachte, ich kann ja Martin nicht allein machen lassen und wenn er unbedingt will und so schlimm kann es ja nicht sein. Dachte ich. Keine Ahnung, warum ich es dachte, weil ich lag in allen falsch. Martin wollte nicht (er glaubte ich will unbedingt), und es war schlimm. Also echt schlimm - und nochmal schlimmer für jemanden, der Höhenangst hat. Es hat das ganze auch nicht besser gemacht, dass Martin ständig gerufen hat, dass er wieder runter will. Wahrscheinlich ist es echt ein Erlebnis, ich dachte, ich muss sterben. Also wirklich, einen ganz fürchterlichen Tod. Nach gefühlt 700 Stunden war es vorbei und ich war selten so erleichtert. Martin nochmal mehr, seine ersten Worte zu seiner Frau waren: "Ich bin auch immer brav". Ich suchte Halt bei meinem Mann, zu Worten war ich noch nicht fähig. Aber schaut euch die Bilder an:

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    Darauf mussten wir erstmal uns kulinarisch stärken, mein Körper fühlte sich an, als wäre er komplett energielos. Kein Fitzelchen Adrenalin mehr im Körper. Danach fing es stärker an zu regnen, sodass wir in ein Shopping-Center flüchteten. Nachmittags stand noch Anne Frank am Plan, wir hatten natürlich im Vorfeld reserviert und kamen so ohne Wartezeit hinein. Wie immer war es sehr bedrückend, kaum vorstellbar, was die damals in diesem Haus mitmachen mussten. Und nochmal schlimmer, dass es im Endeffekt fast sinnlos war.

    Danach gingen wir langsam Richtung Schiff, langsam wurden wir nass und eine kleine Pause brauchen wir auch, da wir abends ja das Lichterfestival machen wollten. Auch das hatten wir im Vorfeld reserviert. Dieses Festival findet Ende November bis Mitte Januar statt in den Grachten Amstersdams. Der ca. 6 km lange Rundweg ist gespickt mit Lichtinstallationen verschiedenster Künstler. Der Beginn ist am Hauptbahnhof und am besten sehen kann man das mittels Boot. Und das machten wir auch. Normalerweise ist das Boot seitlich geschlossen, hier aber offen, weil man sonst nichts sieht. Trotz Decken war es irgendwann einmal echt kalt und wir froh, dass wir wieder am Bahnhof waren. Trotz der Kälte und des Regens war es aber wunderschön und ein Must do für jeden, der um diese Zeit in Amsterdam ist.

    Ansonsten passierte nicht mehr viel, wir mussten uns erst wieder aufwärmen. Nachts gegen 2 Uhr sollten wir Amsterdam Richtung Medemblik verlassen.

    Teil 1:

    Obwohl ich ja gesagt habe, diesmal gibt es keinen Reisebericht, habe ich mich entschlossen, doch etwas zu verfassen. Diesmal etwas anders, da ich nichts mitnotiert habe. Ich muss mich also auf mein Gedächtnis verlassen, sodass es durchaus an der Vollständigkeit hapern könnte. Außerdem ist alles, was ich schreibe, natürlich subjektiv gefärbt und unsere persönliche Eindrücke. Andere mögen das anders sehen, wie sagt man so schön in Österreich: "Geschmäcker und Watschen sind verschieden"

    Also nehme ich euch gerne mit auf unsere 2. Flusskreuzfahrt auf dem Rhein, zusammen mit Bernds Bruder und Schwägerin, die noch Fluss-Jungfrauen waren. Wir hatten Bernd die Reise zu seinem Geburtstag geschenkt, mit Flügen ab Klagenfurt nach Köln direkt (ja, da ging es noch - zum Zeitpunkt des Verfassens des Berichts ist der Flug Geschichte). Diese Flüge direkt vor der Haustüre sind besonders angenehm, da ja die lange Anfahrt wegfällt. Obwohl ich sagen muss, wir hatten sicherlich 10 Verschiebungen im Vorfeld, teilweise nur Minuten, teilweise ganze Tage (wir konnten letztendlich nicht wie geplant am 5. direkt retour fliegen, sondern erst am 6.) und wir waren uns wirklich nicht mehr sicher, ob wir überhaupt fliegen würden. Alternativen wurden vorsorglich gesucht, aber Gott sei Dank blieben die Flüge dann doch stehen und wir konnten wir geplant einen Tag vor der Einschiffung, am 25.12. von Klagenfurt nach Köln fliegen.

    Wer mich kennt, weiß, dass fliegen nicht meine Lieblingsbeschäftigung ist und ich lieber zu Fuß gehen würde (da ist die Erde einfach näher und das Abstürzen tut nicht so weh), aber das wäre dann doch zu weit gewesen. Wir starteten nach einer kleinen alkoholischen Stärkung (die anderen stießen auf die gemeinsame Reise an, ich auch, aber vor allem, weil Alkohol doch mutiger macht und ich jede Hilfe nehme, die ich bekomme.

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    Wir starteten pünktlich mittags bei strahlenden Klagenfurter Wetter (dh.dichtesten Bodennebel, man sah kaum die Hand vor Augen) und wurden nach wenigen Minuten mit diese Ausblick belohnt (alles nur für mich als Belohnung, weil immerhin sitze ich hier):

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    Nach einem wirklich kurzen Flug (kaum eine Stunde) landeten wir auch schon in Köln und auch unsere Koffer fanden den Weg mit uns gemeinsam. Also so kann es doch schon mal anfangen. Das Wetter war eher mittelprächtig, kühl, windig, mit immer wieder leichten Regen zwischendurch. Ich möchte nichts vorwegnehmen, aber eines kann ich sagen, es wurde während der Reise eigentlich nie besser. Eher schlechter, aber wenn ich meinen Vater zitieren darf: "Was fahrt ihr auch um diese Zeit da hin"

    Wir haben uns für unseren Kurzaufenthalt in Köln (sowohl vor, als auch nach der Reise) das Motel One Neumarkt ausgesucht, da wir grundsätzlich gerne in den verschiedenen Motel Ones übernachten. Vor allem für Kurztripps ist das sehr empfehlenswert, die Zimmer sind zwar klein, aber sehr schön und das Frühstück ist wirklich ausgezeichnet. Außerdem ist die Lage hervorragend, alles ist fußläufig erreichbar. Für heute reicht uns noch ein kurzer Besuch am noch bestehenden Weihnachtsmarkt bzw. Wintermarkt und ein gutes Essen in einer der wenigen Restaurants, die am ersten Weihnachtstag offen haben. Wir schlafen auf jeden Fall herrlich.

    Montag,, 26.12.2022

    Heute ist Einschiffungstag, wir können die MS Amelia entern. Da wir noch Zeit haben, schlendern wir durch Köln, besuchen den Dom und genießen die Stimmung. Fast alle Geschäfte haben naturgemäß geschlossen, sogar einen Kaffee zu trinken, gestaltet sich als praktisch unmöglich. Aber egal, wir haben jetzt 10 Tage all inklusive vor uns, wir werden kaum darben. Dann machen wir uns auf den Weg, wir werden die MS Amelia zu Fuß entern, es ist nicht weit und auch mit unseren Koffern gut erreichbar.

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    Am Schiff angekommen, ist es ein wenig hektisch, da es genau jetzt zu regnen beginnt, und alle ins Schiff drängen. Niemand fragt uns nach unserer Impfbescheinigung, auch die Reisebestätigung will niemand sehen, man sagt nur die Kabinennummer und schon hat man die Kabinenkarte. Wir haben sicherlich aus Kostengründen eine Kabine am Neptundeck reserviert, also am untersten Deck. Ich hatte das aus der vorherigen Reise in Erinnerung, dass das schon passt. Und ich muss sagen, es passt nicht. Also vor allem auf Reisen, wo das Außendeck nicht verwendet werden kann und so viele Passagiere an Bord sind, ist das echt eine schlechte Entscheidung. Die Kabine ist klein, eher dunkel gehalten (was das Gefühl der Enge noch verschärft), das Bad ist winzig und das Bett ist mit 140cm wirklich eine Frechheit (und ich liebe meinen Mann - keine Ahnung, was Ehepaare tun, die sich weniger lieben) - außerdem hat es eine sg. Schwiegermutter-Ritze, die das Schlafen auch nicht besser macht. Aber seht selbst:

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    Es war einfach nicht gemütlich. Falls wir jemals wieder eine Flusskreuzfahrt machen, dann jedenfalls nur auf einem oberen Deck - da sind die Kabine wirklich schön und auch großzügig. Zusätzlich war unsere Kabine wirlich sehr kalt und die Heizung funktionierte nicht. Wir reklamierten das bald, allerdings wurde es den ganzen Tag nicht mehr warm und wir urgierten vor dem Abendessen nochmal. Da waren wir schon halb erfroren. Aber letztendlich hatten auch wir eine Heizung und angenehme Temperaturen.

    Der Begrüßungssekt im Salon war sehr nett, wir sahen auch recht bald, dass wir sowohl die einzigen Österreicher waren, als auch die einzigen "Jungen" an Bord. Also wirklich, und wir sind nichtmal mehr so jung, aber das war wirklich wie eine Kaffeefahrt. Was uns eigentlich egal war und wir hatten sowas angenommen, aber das war nochmal krass. Dass das Alter in Kombination mit der Masse und der Nationalität nicht unbedingt dazu führte, dass man sich freundlich benahm, war etwas, was wir zu Kenntnis nehmen mussten. Aber dazu später mehr.

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    Ein Beispiel: Der Kreuzfahrtleiter hielt seine Ansprache, war jetzt nicht so interessant, aber man hörte zu. Am Nebentisch flüsterte eine Dame ihrer Nachbarin zu, was gesagt wurde, da diese scheinbar nur englisch sprach. Die Dame vom Nachbartisch dann: "Seien sie gefälligst ruhig, sie stören" aber nicht in einem freundlichen Ton. Und ich muss sagen, die Dame hat wirklich nicht laut gesprochen und überhaupt nicht gestört. Es war ein bisschen ein Kennzeichen für den Ton an Bord, sogar der Kreuzfahrtdirektor hat in seine verschieden Ansprachen immer wieder darauf angesprochen, dass wir doch alle nett zueinander sein sollen. Mag gar nicht wissen, was da noch alles war. Hier hätte sicherlich eine Mischung gut getan, sowohl in der Nationalität, als auch im Alter.

    Das Abendessen war dann das nächste Ärgernis. Also nicht das Essen an sich, das war die ganze Reise wirklich köstlich und ausreichend, auch nicht das Personal, das war supernett und immer sehr engagiert. Nein, es war das Thema, dass es keine fixen Tische gab, sondern jeden Abend (bis auf Silvester - hier wurden die Tische verlost) freie Tischwahl. Das führte dazu, dass wir uns jeden Abend um dreiviertel 6 (17:45) vor der Tür anstellen mussten, um einen Tisch gemeinsam zu bekommen. Und das war extrem nervig, weil ich anstellen so schon nicht mag, aber im Urlaub nochmal weniger. Machst du das nicht, hast du um 18:05 keinen Tisch mehr, wo du zu viert sitzen kannst, sondern musst dich aufteilen. Und das ist echt nicht meine Vorstellung von Urlaub. Also standen wir jeden Abend an, mit fast allen Passagieren, um einen Tisch zu bekommen. Und da hätte man echt Sozialstudien machen können. Da gab es ein Drängeln und Schubsen und vorgedrängt wurde ohne Rücksicht oder Scham. Ich hätte wirklich gerne einen Film darüber gedreht. Wir waren ja dann immer im unteren Speisesaal, der weniger beliebt war, da die Aussicht schlechter war (uns egal, es war finster, man sah e nicht viel) und oben war der Andrang noch größer. Einmal machten wir uns einen Spaß und stellten uns bzw. ich stellte mich oben an - als Erste. Es war echt witzig, ich wurde praktisch mit Blicken getötet, was tut die hier, das sind unsere Plätze. Ich saß dann trotzdem unten, aber es war die Sache wert.

    Abgelegt hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon, es ging Richtung Amsterdam, wo wir morgen gegen 9:30 anlegen würden.

    PS: An dieser Stelle möchte ich gerne unsere WC Odyssee beschreiben, die sich über 3 Tage gezogen hat und letztendlich dazu geführt hat, dass wir unsere Kabine tauschen mussten. Wir hatten schon am ersten Abend Probleme mit der Spülung, es funktionierte nicht, wir melden es. Mir wurde gesagt ob ich den wohl richtig die Spülung betätigen würde, das bestätigte ich da noch freundlich, das WC wurde repariert. Sie ging dann ca. 3mal gut, dann wieder nicht. Ich also nächsten Tag früh wieder zur Rezeption, gleiches Problem, ja, wird behoben. Das Spiel ging weiter, meine Höhepunkte waren der Zeitpunkt, als der Hotelmanager mit runter kam, um mir zu zeigen, wie ,man spült und dabei das Bad geflutet hat und dann der Installateur oder Mann für alles, der uns in schlechten, ostblockgefärbten Dialekt anwies, wir sollten bitte in Etappen sch... (seine Worte, nicht meine), also immer wieder zwischenspülen. Alles hilf nichts, sehr schlecht gelaunt ging ich wieder zur Rezeption, ich wollte jetzt eine Lösung, aber subito. Die Lösung war der Kabinentausch und eine Flasche Sekt als Entschuldigung. Den Rest der Reise hatten wir keinen Probleme mehr.

    Habe jetzt auch deinen Bericht gelesen und fand ihn wunderbar gelungen, danke dafür uschisiggi

    Wir sind ja Phoenix Flusskreuzfahrt geschädigt, sodass wir so eine Reise in absehbarer Zeit nicht mehr machen werden, aber euch hat es gefallen und das ist gut. Auch wir fanden die freie Tischwahl eher störend, da der abendliche Run auf die Tische wahnsinnig unangenehm war und e jeder den selben Tisch wählte (wehe dem, der sich traute, da dazwischenzufunken - er wurde nie mehr gesehen).

    Auch fanden wir das Publikum erstaunlicherweise unangenehm (oder waren wir aufgrund unseres Alters der Störenfaktor - man wird es nicht erfahren). Trotzdem finde ich grundsätzlich das Konzept Flusskreuzfahrt schön und wir werden vielleicht wieder aufspringen, aber dann mit anderen Reedereien - sag niemals nie.

    danke nochmal für deine Mühe

    PS: Falls es interessiert, könnte ich den betreffenden Reisebericht nachträglich auch hier einstellen.

    Liebe Siegrid,

    Danke für dein Hallo, schön, dass wir uns auch hier treffen.

    Bz. Den Richtlinien kannst du mir vielleicht helfen - dürfen auch mir bekannte Gesichter (mein Mann, mein Kind) nicht gezeigt werden, obwohl sie das erlaubt haben? Darf ich selbst nicht gezeigt werden? Weißt du das?

    lg

    Hallo und griaß eich aus dem schönen Kärnten!

    Ich bin auch wie so einige hier von einem anderen Forum hergewandert und freue mich, alte Bekannte zu lesen und neue Kreuzfahrtverrückte kennenzulernen.

    Wir sind seit unserer Hochzeitsreise 2013 dem Kreuzfahrtfieber verfallen und freuen uns über jede Reise, die wir machen können. Unsere bevorzugten Reedereien sind Royal Caribbean und Celebrity Cruises, aber ich hoffe, ich bin trotzdem willkommen.

    Ich schreibe außerdem sehr gerne Reiseberichte, die vielleicht auch euch gefallen und manchmal ganz lustig sind. Ich freue mich jedenfalls schon auf die Zeit hier.

    Eure

    Tanja