2026 geht es für uns das erste Mal auf ein deutsches Schiff - wir sind mal gespannt. Natürlich sind die Lemminge wiedervereint, Evaschaf und ich brauchen ja wie immer Kofferträger (natürlich sind sie nebenbei auch unsere Lieblingsmänner). 14 Nächte geht es nach Mittelamerika, für Bernd und mich sind alle Häfen neu, für Eva ist es eine bekannte Reise.
Unser Reiseplan:
Ort
Datum
La Romana
27.2.2026
Seetag
28.2.2026
Ocho Rios (Jamaica)
1.3.2026
Montego Bay (Jamaica)
2.3.2026
Georgetown (Grand Cayman)
3.3.2026
Seetag
4.3.2026
Cozumel
5.3.2026
Belize City
6.3.2026
Coxen Hole (Roatan)
7.3.2026
Seetag
8.3.2026
Puerto Limon
9.3.2026
Colon
10.3.2026
Cartagena
11.3.2026
Seetag
12.3.2026
La Romana
13.3.2026
Es ist ja noch ein wenig Zeit, aber wir sind schon aufgeregt. Das Pamphlet hat derzeit 30 Seiten ist zum derzeitigen Stand fertig (Anpassungen können natürlich jederzeit vorgenommen werden). Man kann also ohne Frage sagen, wir wären vorbereitet. Jetzt muss es uns nur mehr gefallen, dann könnte es sein, dass wir vielleicht die Mein Schiff-Linie in unsere Urlaubsplanung aufnehmen.
Tanja73 liebe Tanja und Reisebegleitung, was für eine wunderschöne und beeindruckende Reise. Ich habe euch sehr gerne begleitet und war begeistert von deinem Bericht. Erst wunderschön geschrieben und fantastisch bebildert Wäre da nicht das blöde C erschienen, wären wir auch bereits auf Hawaii gewesen. So bleibt es auch bei mir ein Sehnsuchtsziel.
Ich bin gespannt wohin eure nächste gemeinsame Reise gehen wird und wann der Ticker runter zählt. Herzlichen Dank und liebe Grüße Sabine
Liebe Sabine,
danke für deine netten Worte - ich freue mich. Unsere nächste Reise findet im Februar 2026 statt, Mittelamerika. Es beruhigt mich ungemein, wenn ich mindestens eine Reise geplant habe!
Heute ist es soweit, unsere Reise endet und der unangenehme Teil fängt an. Das Kofferpacken (wir haben gesamt 8 große Koffer zwischen 24 – 30 kg und 3 Handgepäck-Koffer) fängt wieder an (ich habs aufgegeben und das meinem Mann überlassen) und dann der Rückflug. Bevor wir auschecken, passiert das, was lange erwartet wurde, überraschenderweise noch nicht eingetroffen ist, jetzt aber doch: Eva hat ihre Zimmerkarte verloren! Damit ist die Reise endlich komplett. Damit sich nicht noch ein Passdrama anschließen kann, müssen Eva und Bernd diesen vorzeigen (man lernt ja) – alles vollzählig, es läuft. Ralfs Befürchtung, nicht mitfliegen zu dürfen, wird nicht wahr, da sich das Evaflugproblem am Flughafen durch den Einzahlungsbeleg beheben lässt.
Der Flug nach Frankfurt in der Business lässt sich ertragen, wir landen pünktlich und dann kommt das, was niemand will, aber leider sein muss. Wir müssen uns trennen. Das ist auf vielerlei Arten schlimm:
Unsere Männer sehen sich jetzt nicht mehr jeden Tag. Das wird echt schlimm, weil die zwei sich zwar nicht gesucht, aber doch gefunden haben. Wie Kleinkinder auf Speed. Am ganzen Schiff waren sie schon bekannt und wir haben nur mehr versucht, so zu tun, als kennen wir sie nicht. Da hilft nur kalter Entzug, aber keine Ahnung, wie das gehen soll.
Wir alle sehen uns nicht. Wir haben uns viel besser ergänzt als erwartet. Im Vorfeld machten wir uns schon Sorgen, da Eva gerne geht und ich eher nicht. Im Endeffekt bin ich mehr gegangen als erhofft und Eva weniger als erwartet – so hat es für alle gepasst (unsere Männer gehen einfach mit). Es war einfach gut, eine Harmonie, die die Reise einzigartig gemacht hat. Und da war es dann auch egal, dass meine vorher sorgfältig vorbereitete Reisplanung (mein Pamphlet) niemand gelesen hat.
Eva und ich werden getrennt. Wieder einmal, sind wir doch Schwestern, die nach der Geburt getrennt wurden. Der Trennungsschmerz ist schon belastend, so auf Dauer. Da hilft nur ein gemeinsamer Ticker. Wir arbeiten daran!
Jedenfalls trennen sich hier unsere Wege, wir fliegen weiter nach Graz, sie fahren mit dem Auto weiter (ich beneide sie). Es ist schlimm, aber wir sehen uns wieder. Unsere weitere Heimreise verläuft ohne Probleme.
Damit ist Hawaii 23 Geschichte. Vielleiht kann ich abschließend noch etwas anfügen. Beim Auspacken und Sicherstellen der drei Starbucks Tassen, die wir gekauft oder geschenkt bekommen haben, fand sich auch Evas Zimmerschlüssel wieder. Wie er den Weg dahin fand, bleibt rätselhaft.
____________________________________
Hier endet mein Reisebericht über diese tolle Reise, die wir jedenfalls wiederholen wollen. Hawaii ist und bleibt mein Sehnsuchtsort. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Jetzt muss ich euch auch auf kalten Entzug stellen, der nächste RB dauert tatsächlich noch ziemlich, aber er kommt jedenfalls. Danke, dass ihr dabei wart!
Unser Tag beginnt mit einem ausgezeichneten Frühstück, welches wir uns von der Bäckerei gegenüber holen und dann in dem Zimmer mit der Aussicht essen. Unsere Pläne für heute sind der Vancouver Look Out, Chinatown, Granville Island und Shopping.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Der Vancouver Look Out befindet sich auf der Spitze eines Hochhauses, ca. 5 Minuten von unserem Hotel entfernt und sitzt auf 169 Metern Höhe. Hinauf kommt man mit einem außen geführten Glaslift und damit sind hier zwei Komponenten verbunden, die ich gar nicht so liebe. Höhe und Glas. Mir fallen da immer Andreas Worte in Singapur ein, welcher im außen montieren Glaslift darüber sinniert hat, ob hier wohl alle Schrauben fixiert wurden. Zusammenfassend kann ich sagen, ein außen angebrachter Glaslift und ich werden wohl niemals Freunde. Oben angekommen ist die Aussicht spektakulär, man hat einen Rundum-Blick und bekommt so eine Vorstellung, wie groß Vancouver ist. Einziger Nachteil, auch runter müssen wir wieder mit dem Lift und da helfen Sprüche wie „herunter kommen wir immer“ nur äußerst bedingt.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Was uns hier auffällt, extrem viele Obdachlose und Drogensüchtige (auch gebrauchte Spritzen liegen im Weg herum) – das nimmt der Stadt ein wenig den Charme. Richtung Meer wird es besser, wir gehen jetzt Richtung Granville Island, dem liebevoll aufgearbeiteten Industriegebiet. Wir fahren mit den kleinen, ständig fahrenden Fähren hinüber und genießen das trubeligge Ambiente mit Markthalle, kleinen Geschäften und Cafes. Gefällt uns sehr gut und zwischendurch kommt sogar die Sonne raus.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Auf die andere Seite kommen wir wieder mit der Fähre, jetzt wollen wir ein wenig shoppen und natürlich findet jeder von uns was (in der Hoffnung, dass alles auch Platz im Koffer hat. Sonst heißt die Devise: quetschen, quetschen, quetschen. Gilt dann auch für Ralf). Abends essen wir wieder in der Old Spaghetti Factory, unser letzter Abend. Unser erstes Resümee: Es war ein grandioser Urlaub, wir haben gut harmoniert, es hat jeden von uns gefallen. Und … wir würden es gerne wiederholen, was heißt, wir würden, wir werden es wiederholen, die Deitschen kannst ja nicht alleine in Urlaub fahren lassen.
Zurück zum Hotel schaffen wir endlich die Immigration in Kanada. Wir haben nämlich nie unseren Pass zeigen müssen und waren immer voller Angst, dass wir als Illegale abgeschoben werden. Nun endlich finden wir ein Immigration Schild, machen ein Foto – damit ist alles grün. Apropos alles grün, natürlich läuft bei uns nicht alles grün und diesmal ist es Eva – sie kann sich nicht online einchecken. Das System sagt immer, sie hat die Aufzahlung auf Business (ja, zurück sind wir alle was und fliegen Business) nicht geleistet. Hat sie natürlich schon, auch alle Bestätigungen sind vorhanden. Also fliegen wir morgen vielleicht doch nicht alle heim, weil Ralf dann dableibt (fragt nicht, bei uns verliert immer der Mann, aber die machen es ja gerne, weil sie mit uns so gesegnet sind).
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Kreuzfahrt wie gewohnt zu bewerten:
Das Schiff: Die Eclipse hat schon 1-2 Jahre am Buckel, aber sie hat sich gut gehalten. Sie ist eine Lady, die nicht durch Entertainment punktet, sondern durch Klasse. Wir haben uns die ganze Zeit sehr wohlgefühlt. Ja, es stimmt, sie ist an manchen Stellen in der Farbgebung und Materialwahl etwas veraltet, aber heimelig. Und immer sauber.
Das Personal: Das Personal war durch die Bank wirklich ausnehmend freundlich und zuvorkommend. Das Service war immer ausnehmend gut, ein Erlebnis. Die Freundlichkeit war nicht aufgesetzt, man hatte das Gefühl, das Arbeitsklima war in Ordnung und die Leute hatten Spaß.
Das Essen: Wir fanden die Qualität des Essens sehr gut, sowohl im Speisesaal, als auch im Oceanview. Besonders in Erinnerung geblieben sind uns sicherlich die selbstgemachten Gnocchi, die waren zum Reinlegen. Auch das Filetsteak am ersten evening chick war superlecker, keine Ahnung, wie wir zuhause überleben sollen. Spezialitätenrestaurants haben wir nicht besucht.
Die Passagiere: Fast alle Passagiere waren Amerikaner, vorherrschend waren diese älter. Das bedeutete automatisch, dass wir eher zum jungen Publikum gehörten – auch ein schönes Gefühl. Kinder waren kaum vorhanden (und wurden auch nicht vermisst), noch ein Pluspunkt für Celebrity.
Wir hatten das Alkoholpaket Classic dabei, das hat den Aufenthalt noch mal entspannter gemacht. Vor allem bei den vielen Seetagen. Und … Eva schmeckt der Sambucca wieder!
Das letzte Mal schlafen wir in Vancouver ein, wir haben uns wohlgefühlt. Allerdings meine Lieblingsstadt wird es trotz wirklich netten Plätzchen nicht. Dazu ist die Drogen- und Obdachlosenszene zu präsent und für mich ganz ehrlich störend. Keine Ahnung, warum man als Stadt hier nichts dagegen tut, vor allem an touristischen Hotspots ist es ein Wahnsinn. Dafür hat uns ganz unerwarteterweise Victoria fasziniert und bezaubert. Ein wunderbares Kleinod.
Wir haben Vancouver erreicht und damit ist es offiziell – unsere Kreuzfahrt ist zu Ende. Heute müssen wir runter vom Schiff, aber ein kleines Trostpflaster bleibt – wir haben ja noch 2,5 Tage in Vancouver.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Als wir runtergehen, stehen bei Koffertag 7 viele Koffer, allerdings müssen wir zu unserer Schande gestehen, hier kommt keine serbische Großfamilie, die gehören alle uns. Ein wahnsinnig großer Haufen an Koffern. Da hilft alles Leugnen nichts, also alle Koffer geschnappt und nichts wie raus. Dauert dann doch länger, weil diese Idee haben alle (mit uns im Hafen liegt die Brilliance of the Seas und die Niew Amsterdam). Vordrängen von kleinen, penetranten, plötzlich kein Englisch mehr verstehenden Asiaten erfolgreich abgewehrt (da kennen wir nichts) und irgendwann sind wir draußen. Vancouver begrüßt uns derzeit mit Sonne, das wird aber leider nicht so bleiben. Zum Hotel „Auberge“ gehen wir zu Fuß, eine Karawane aus Koffern und Deitsch-Österreichern. In der Lobby werden wir erstmal ungläubig angesehen, ich glaube auch hier sind sie ob der vielen Koffer erstaunt. Unsere Zimmer sind noch nicht fertig, die Koffer dürfen schon mal bleiben, der Luggage Room muss vergrößert werden.
Wir machen uns auf, wir wollen am Wasser entlang zum Stanley Park spazieren, die Totems bewundern. Unterwegs machen wir eine kurze Pause (Ralf hat alles dafür eingepackt, sogar Becher für die unterschiedlichen Getränke, die er uns kredenzt, bekommen wir – bin oft erstaunt, was er alles mithat und hätte mich nicht gewundert, wenn er einen Klapptisch eingepackt hätte) und treffen hier auch tatsächlich das holländisch/deutsche Pärchen vom Schiff. Noch schnell verabschiedet (beide fliegen heute zurück), dann gehen wir erfrischt weiter. Der Totem Park ist wunderschön, farbenfroh, fröhlich, einfach schön zum Ansehen.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Weiter geht’s am Wasser zum „Girl in Wetsuite“ – einer an die Meerjungfrau in Kopenhagen erinnernde Statue. Nachdem es jetzt deutlich kühler geworden ist, machen wir uns langsam auf den Rückweg, die Zimmer müssten bereit sein.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Und unseres ist es auch, was sag ich Zimmer, das ist eine Wohnung. Riesig, aber sehr nice, mit kleiner Küchenzeile, einer Essecke, einem Wohnzimmer und Schlafzimmer. Es gibt auch einen Indoor-Pool, allerdings ist dieser morgen geschlossen, da dies ein Feiertag in Kanada ist (Victoria-Day). Eva und Ralf müssen noch warten, ihr Zimmer ist noch nicht fertig, was vor 15 Uhr kein Problem ist (Einchecktime) – um 15:30 Uhr sehr wohl. Eva tötet mit Blicken, wird ignoriert und verspricht, wenn sie nicht gleich ein Zimmer bekommt, in den Pool zu pinkeln (ob sie das wirklich gemacht hätte, lässt sich nachträglich gsd nicht mehr verifizieren, wer sie gesehen hat, zweifelt allerdings nicht daran). Das wirkt dann scheinbar, sie bekommen sogar ein Upgrade auf die bessere Aussicht (größer geht wahrscheinlich nicht mehr) (Schlampe!).
Nachdem die Zimmerfrage ohne größere personelle oder hygienische Verluste geklärt ist, machen wir uns nach Gastown auf, Vancouvers Hipster Viertel. Dort steht auch die berühmte Dampfuhr (Steam Clock), die alle 15 Minuten Musik ertönen lässt.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Wir gehen dann in eine Seitenstraße, drehen aber gleich wieder um, weil hier die Gassen gruselig werden, voller Junkies und komischen Gestalten. Überhaupt sind hier viele zugedröhnt, Vancouver muss ein großes Drogenproblem haben. We don’t like it. Also wieder zurück, dorthin, wo wir uns sicher fühlen. Zu Abend essen wir in der Old Spaghetti Factory – ist gut und preislich sehr ok und liegt für uns sehr gut. Dann stellen wir alle fest, für heute reicht es und wir gehen zurück zum Hotel, wir in ein normales Zimmer und die Schlampen in ihr Upgrade Zimmer.
Samstag, 20. Mai 2023 – Victoria, British Columbia
Heute früh zeigt uns der erste Blick vom Balkon Schnee auf den Bergen, wir sind gut in Kanada angekommen. Das Wetter verspricht einen herrlichen Tag und so kommt es auch. Vorneweg – wir sind alle schockverliebt in Victoria, eine wunderschöne Stadt.
Aber fangen wir von vorne an:
Wir verlassen alle (ja, auch Ralf darf den Koffer verlassen – wir brauchen ja Sherpas) um 9 Uhr das Schiff. Eigentlich rechnen wir mit irgendeiner Form von Immigration gerechnet, aber da ist nichts. So kommen wir grundsätzlich schnell vom Schiff runter, also ohne Tamtam. Also wir – unsere Männer nicht. Beim Runtergehen stehen eine Reihe Offiziere da, die Zwei sehen das und bleiben stehen, positionieren sich, geben den Offiziere Zeichen und laufen dann durch das Spalier – unter La Ola Wellen. Sowohl die Offiziere, als auch alle Umstehenden amüsieren sich bestens und unsere Männer sowieso (nochmal mehr Kindergarten auf Speed). Ich glaube, die Zwei bleiben hier in Erinnerung. Danach können wir uns auf den Weg machen.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Zuerst gehen wir zur Mile 0. Über 8000 Kilometer ist der Trans Canada Highway mit seinen Verzweigungen lang, eine der längsten durchgängigen Straßenverbindungen der Welt. Start mit der Meile 0 ist in Victoria auf Vancouver Island. Mit einem Bauwerk an der Kreuzung Dallas Road/Douglas Street startet der Trans Canada Highway in Richtung Osten.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Unser weiteres Ziel ist der größte Totempfahl, welcher wirklich beeindruckend ist. Im Jahr 1956 schufen der First Nation Chief Mungo Martin sowie die Schnitzer David Martin und Henry Hunt den damals größten Totempfahl der Welt, stolze 38,70 Meter (127 Fuß) hoch. Auch der Park mit seinen blühenden Wiesen ist wunderschön.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Weiter geht es zur Christ Church Cathedral, eine wunderschöne Kirche, in der gerade Orgelspielen geübt wird. Das Ambiente wird dadurch nochmal schöner.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Danach machen wir uns auf zum Craigdarroch Castle, welches wunderschön gelegen ist, umrahmt von tollen Häusern. Man kommt sich vor, als wäre man in San Francisco mit seinen Häusern. Innen besichtigen wir es nicht, uns reicht der Blick von außen.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Auf dem Weg zur nächsten Kirche, der St. Andrew’s Cathedral, gönnen wir uns eine kleine Kaffeepause in der Sonne – es könnte uns deutlich schlechter gehen. In dieser gotischen Kirche zünden wir auch Kerzen an für alle, an die wir uns gerne erinnern wollen oder die in unseren Herzen sind.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Auf dem Weg nach Chinatown kommen wir an einem so eher hässlichen Bauzaun vorbei, welcher aber ganz wunderbar mit Corona Wall Art dekoriert wurde. Bei manchen Sprüchen bekommen wir alle Gänsehaut, so schön und zutreffend. Am besten gefällt uns „Tell someone you love them today. Because tomorrow is not promised. I love you!“ Das stimmt, man sollte vielmehr heute genießen und heute den Menschen sagen, dass wir sie lieben. Keiner weiß, ob es morgen noch geht!
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Chinatown betreten wir durch das große Tor, es ist alles so schön. Geschenke werden besorgt, und wir durchschreiten die engste Gasse mit entzückenden Geschäften. Nicht weit davon ist das EVA Schnitzelhaus, auch in Victoria kenn man Eva. Jede Straße, die wir gehen, ist schöner als die andere. Sauber, voller Blumen, herrlich.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Am Port of Victoria steht ein „CANADA“ Schriftzug, natürlich machen wir hier ein Foto. Danach gehen wir zum Parlamentsgebäude, hier wird ein wenig gestreikt, trotzdem ist es eine fröhliche Atmosphäre.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Überhaupt begegnen uns nur freundliche Menschen, die uns herzlich willkommen heißen – wir sind das gar nicht gewöhnt. Auch Fisherman’s Wharf mit seinen süßen bunten Hausbooten lädt zum Verweilen ein.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Es traumhafter Tag geht zu Ende, uns hat Victoria ausnehmend gut gefallen. Jederzeit gerne wieder. Abends essen wir ein letztes Mal im dining room und verabschieden uns von unseren Waitern, die uns ausgezeichnet betreut haben. Man sieht sich wieder!
Letzte Fotos vom Sonnenuntergang und der kanadischen Küste, es ist fast kitschig, so schön.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Auch letzte Gruppenfotos werden gemacht, die Eva folgendermaßen kommentiert: „Drei Menschen und ein Glühwürmchen“ (sie hat einen deutlichen Sonnenbrand im Gesicht). Danach müssen wir uns noch um unser Koffer-Elend kümmern (wo soll das bloß alles hin??? – und hat Ralf noch Platz im Koffer???), aber irgendwann ist alles verpackt.
PS: Beim Abendessen hat der Kapitän in seiner Durchsage erwähnt, dass der Patient gut angekommen ist und stabil ist – der gesamte Speisesaal hat geklatscht – wieder Gänsehautmoment.
Beim Aufstehen fällt der erste Blick aus dem Fenster und man sieht …. Nichts. Also wirklich nichts, sondern nur eine weiße Nebelwand. Nebel soweit das Auge reicht. Dafür ist das Meer spiegelglatt.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Pool fällt also heute aus, eh besser, bin ziemlich indianermäßig, also rotbraun. Den Vormittag verbringen wir damit, dass wir Ralf und Eva beim Tanzkurz (heute Walzer) zusehen und dann gemeinsam Karten spielen.
Um 12 Uhr machen wir uns auf Richtung Heli-Deck, der Hubschrauber soll kommen. Draußen ist eiskalt, extrem windig und sehr neblig. Es dauert nicht lange und wir hören die US Coast Guard, ganz langsam nähert sie sich. Zwischenzeitlich ertönt immer das Nebelhorn, und obwohl man es weiß, erschrecken wir doch immer ganz fürchterlich. Landen probiert er nicht, zuerst wird ein Sanitäter mit einer Trage runtergelassen, dann ein Arzt. Alles sehr vorsichtig. Als dann der Patient an Deck ist, drängt sich neben uns eine ältere Dame nach vorne. Ich dachte noch kurz, warum drängelt sie so, dann sagt sie verzweifelt „it’s my husband“. Plötzlich ist die ganze Situation anders. Vorher war es aufregend, jetzt ist es nur mehr berührend. Ein Crewmitglied stützt sie von hinten, diese hat nur ein kurzärmeliges Hemd an und darf sich auch nichts holen gehen (es ist wirklich eiskalt) – Bernd legt ihr seine Jacke um, sie ist sehr dankbar. Filmen möchte ich jetzt nicht mehr, es erscheint mir pietätlos. Irgendwann haben sie es geschafft, der Patient ist im Hubschrauber, die Menschen an Bord zollen der Leistung der Hubschraubermanschaft durch Applaus ihre Hochachtung (sicher aber auch wollen sie dem Patienten gute Wünsche mitgeben, bei mir ist das sicher so). Möchte mir gar nicht vorstellen, wie es der Frau jetzt geht, die zurückbleibt und frühestens morgen in Kanada vom Schiff gehen kann.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Nachmittags schauen wir uns dann die Show der Passagiere an, die Ukulele spielen (es gab einen Kurs), singen und Hula tanzen. Und das machen sie gar nicht schlecht. Eva und ich beschließen da, wir müssen die Reise nochmal machen, um da auch mitmachen zu können. Dann werden auch schon die ersten Koffer gepackt, wir wollen am letzten Seetag schon das verräumen, was nicht mehr gebraucht wird. Eva schreibt dazu: „Da ist alles drin, was ich glaube bis zu Hause nicht zu brauchen.“ Ich darauf: „Ralf auch drinnen?“ Wir finden es lustig, Ralf eher weniger.
Heute ist das letzte Mal evening chick, also machen wir uns schön. Und heute bekomme ich auch meinen ersehnten Lobster und er ist wie immer ausgezeichnet.
Von gestern auf heute wurde die Uhr um eine Stunde vorgestellt, noch zweimal werden wir das machen, da Kanada nur 9 Stunden Zeitunterschied hat. Seitdem wir Hilo verlassen haben, ist es sehr windig, das merkt man auch am spürbaren Seegang. Ich habe mal vorsorglich einen frischen Patch geklebt, nur zur Sicherheit. Die Sonne scheint, es lässt sich aushalten am Pooldeck.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Eva und Ralf nehmen am Tanzkurs „Salsa“ teil, gar nicht so einfach, wenn das Schiff so schaukelt. Ich würde ja gerne wissen, ob der Wind so bleibt, aber die täglichen Informationen unseres griechischen Kapitäns sind praktisch unverständlich. Bin mir gar nicht sicher, ob ihn die Amerikaner verstehen, so ein schlechtes Englisch spricht er. Zisis Taramas heißt er und er meldet sich immer mit „here is captain Zisis from the bridge“ – und dann versteht man nichts mehr. Also leider keine brauchbaren Infos zum Wetter (oder vielleicht doch – aber wie gesagt, er spricht halt griechisches Englisch und wir nicht).
Nachmittags besuchen wir das Gym (ja, ihr habt euch nicht verlesen, Eva war auch ganz fertig), es ist schon eine Herausforderung bei dem Seegang. Da schwankt auf einmal das Rad. Weiß nicht, ob ich das nochmal machen werde, ist trotz Patch gewöhnungsbedürftig. Danach brauchen wir alle eine kleine Pause, für evening chick müssen wir uns auch hübsch machen. Unsere Waiter sind sehr aufmerksam, Saw (aus China) lernt brav deutsch und wird jeden Abend geprüft. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Bernd und Ralf an Bord Geld verdienen können und nein, nicht indem sie ihren Körper an reiche Amerikanerinnen verkaufen. Sondern, indem sie vor dem Hauptrestaurant den Desinfektionsständer herumtragen. Man kann wirklich nicht sagen, dass sie nicht auffallen (wie gesagt Kindergarten auf Speed). Mehr ist dann auch nicht mehr passiert, so geht Entspannung.
Dienstag, 16. Mai 2023 – 2. Seetag
Zweiter Seetag und der Wind nimmt zu. Und der ist leider eiskalt, sodass wir uns am Pooldeck gut einpacken müssen.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Ralf und Eva gehen wieder tanzen, diesmal Foxtrott (sie machen das so gut, dass sie schon am Schiff erkannt werden). Auch interessant bei dem Wellengang, oder anders gesagt, es hat Busenflatter-Wetter Stufe 8. Mit Sonne ist es gut aushaltbar, nur leider ist die auch nicht immer da. Was solls, kann man eh nicht ändern. Zisis from the bridge sagt uns, dass das Wetter besser, schlechter wird oder er sagt, dass ein rosarotes Einhorn an Bord ist – es ist ein tägliches Ratespiel. Der heutige Seegang fordert dann für das Abendessen seine Opfer und ich kann stolz von mir sagen, ich bin es nicht. Der Patch hält, was er verspricht.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Bernd lässt heute das Essen ausfallen, was unsere Waiter ziemlich mitnimmt. Wahrscheinlich denken sie, ich habe ihn irgendwie entsorgt, keine Ahnung. Mir würde ja daheim niemand glauben, dass Bernd plötzlich auf der Eclipse angeheuert hat. Also muss er jedenfalls wieder mit heim. Unser Waiter ist dann so nett, ihm ein wenig Brot einzupacken und a little piece of applepie (das war so süß, wie er das gesagt hat), damit er ja nicht verhungert, der arme Mann. Es sind auch total wenig Leute im Speisesaal, scheinbar gibt es mehr Ausfälle.
Damit endet der zweite Seetag, wir alle hoffen, dass das Wetter besser wird.
Mittwoch, 17. Mai 2023 – 3. Seetag
Die Nacht war sehr unruhig, dachte manchmal, jetzt falle ich gleich aus dem Bett. Irgendwann bin ich aber trotzdem eingeschlafen. Heute verlieren wir wieder eine Stunde, eine fehlt noch bis Vancouver. Der Kapitän hat uns heute in seiner Durchsage mitgeteilt, dass es etwas ruhiger, aber auch kühler werden soll. Glauben Eva und ich jedenfalls. Es hätte aber auch sein können, dass wir in einen Hurrikan fahren und L.A. angreifen- es ist alles möglich. Ansonsten liegen wir am Pooldeck bei Sonne und Wind – derzeit ist es etwas besser als gestern, wir werden sehen. Patch wirkt noch immer, das ist wirklich gut.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Abends essen wir wieder gesamt im Dining-Room, die Waiter sind beruhigt. Das Essen ist wie immer kurzweilig und sehr gut. Jetzt ist der Seegang kaum mehr spürbar, so reise ich deutlich lieber. Auch ein Gute-Nacht-Getränk geht sich diesmal aus, Seetage sind halt herrlich entspannend.
Donnerstag, 18. Mai 2023 – 4. Seetag
So hätte jeder Seetag sein können. Sonnig und mit kaum Wind. Jedenfalls kann man es unter diesen Bedingungen gut am Pooldeck aushalten und das tun wir auch. Auch ein Besuch im Gym geht sich gut aus, da kaum Schiffsbewegungen spürbar sind und so sind wir wie die 4 Daltons am Laufband.
Nach dem wiederum sehr guten Essen besuchen wir das Casino, Eva hat noch was übrig vom letzten Mal und möchte es verspielen. Sie findet das ultimative Gerät (ihre Aussage) – einen Roulette-Automaten – und die Zahl 2 bringt ihr Glück. Und wie sagt Bernd immer so schön: „Glück im Spiel, Geld für die Liebe“.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Unser angenehmer Abend wird durch die Durchsage des Kapitäns unterbrochen. Wir haben scheinbar einen medizinischen Notfall an Bord, der uns näher zur Küste zwingt, damit der Hubschrauber der US Coast Guard kommen kann. Hoffentlich geht alles gut, da es 15 Stunden dauern wird, der Küste so nah zu sein, dass der Hubschrauber uns erreicht. Wieder auf der Kabine sehen wir, dass es plötzlich extrem neblig ist, man sieht überhaupt nichts mehr. Auch das Nebelhorn hört man – irgendwie gruselig.
Hilo empfängt uns mit Wolken, es wird immer wieder mal regnen, aber wir haben Glück und bei unseren Aktivitäten scheint die Sonne. Wir haben ein Mietauto reserviert (von Alamo um 102 Euro), welches am Flughafen abgeholt werden muss (es ist Sonntag, sonst hat alles geschlossen, was näher wäre). Also Lyft bestellt und schon sind wir dort. Die Dame am Schalter ist dann nur sehr begrenzt freundlich. Bernd hat leider seine Kreditkarte am Schiff gelassen und nur die Debit Karte mit (groooooßes Problem, ich sehe ihn schon zurückfahren – obwohl das Auto im Vorfeld gezahlt war). Nach langen Hin und Her akzeptiert sie meine für die Kaution. Außerdem will Ralf der 2. Fahrer sein und hat extra einen internationalen Führerschein mit – akzeptiert sie nicht, er muss Scheckkartenformat haben. Diskussionen helfen nicht, also meinen gegeben. Gott sei Dank gehen alle Männer weg, die sind schon dezent genervt von der „hilfsbereiten“ Dame. Letztendlich haben wir ein Auto, das ist das Ziel gewesen und es kann losgehen. Heute wollen wir Vulkane sehen und das tun wir dann auch. Dazu fahren wir zum Vulkan Nationalpark. Der Eintritt kostet pro Auto 30 $. Zuerst fahren wir zu den Steam Vents – quasi ein Dampfsaunagang. Es ist schon erstaunlich, wie es hier in der Erde brodelt und es trotzdem so ruhig ist. Die Temperatur ist hier ca. 61 °F, also deutlich kühler als erwartet, aber es wird wärmer, je weiter wir runter kommen.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Die nächste Station ist der Thurston Lava Tube, eine kleine Wanderung durch üppigstes Grün, einfach nur wunderschön. Die Tube an sich ist schon beeindruckend, vor allem vor dem Hintergrund, dass hier Lava geflossen ist.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Dann fahren wir weiter zu einem Lavafluss, welche 1974 entstanden ist. Der Krater dazu heißt Luamanu Krater. Übrigens bedeutet es Unglück, einen Lavastein mitzunehmen, da man dadurch Pele, die Göttin über Feuer und Blitz, verärgert. Dem Mythos nach verflucht sie jeden, der das versucht. Und das wollen wir keineswegs.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Der nächste Halt sind die Pu’u Loa Petroglyphs, Steinmalereien der frühen hawaiianischen Bevölkerung. Der Weg dorthin hat es wirklich in sich. Es ist sehr heiß, sehr windig und sehr uneben. Der aufgeheizte Lavastein tut sein Übriges. Aber es lohnt sich jedenfalls. Man betrachtet hier einen Teil der Geschichte von Hawaii.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Damit endet auch unsere Hawaiireise, heute verlassen wir Hilo in Richtung Kanada. 5 Seetage stehen uns jetzt bevor, wir werden sie zur Erholung nützen und um alle Eindrücke zu verarbeiten. Aloha Hawaii, du Schöne, wir kommen wieder!
Damit verlassen wir Hawaii Richtung Kanada, morgen geht es weiter! Ich hoffe, ihr bleibt dabei!
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Wir wollen uns den Ironman Schwimmstart anschauen und dann Strand. Gleich neben dem Anlieger ist ein netter, kleiner Strandbereich, hier bleiben wir fürs erste. Es ist sehr, sehr warm, kein Schatten in Sicht. Deswegen bleiben wir auch nicht lange, sondern bummeln in die Stadt – Magnete und Mitbringsel wollen besorgt werden. Wir finden einen extrem süßen Laden und werden jedenfalls ausreichend fündig. Abschließend gehen wir noch beim Schwimmstart ins Wasser, das muss sein. Herrliches türkises Wasser, Sand unter den Füßen und Bernd und Ralf legen gleich einen fulminanten Start hin. Das ist schon mal Ironman-würdig. Schon ein besonderes Gefühl, hier zu sein – das kann uns keiner mehr nehmen. Zurück tendern wir wieder, diesmal ohne blaue Flecken.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Abends essen wir wieder im Dining Room, diesmal mit einer kurzen Wartezeit, aber da wir einen Beeper bekommen, auch kein Problem. Kona ist dann auch Geschichte, morgen noch Hilo, dann ist Hawaii schon vorbei.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Ach ja, ich habe ja im Vorfeld mal erwähnt, dass bei unserer Reise jeder eine Aufgabe hat, der der Grund ist, warum er mitdurfte. Da habe ich ganz vergessen, zu erwähnen, dass ich neben Reiseberichterstatterin und Fotobuchgestalterin auch im Vorfeld eine Reiseplanung geschrieben haben. Die Planung hatte letztendlich 58 Seiten und wurde seitdem nur mehr das „Pamphlet“ genannt. Nicht, dass es jemand durchgelesen hätte (außer ich). Die Bagage (Eva, Ralf und Bernd) hatten es nicht mal ausgedruckt mit. Ich wies immer mal wieder darauf hin, dass das eh im Pamphlet stehen würde und erntete im besten Fall mitleidige Blicke. Ralf ging sogar soweit, meine Heidenarbeit zu kritisieren, da er anmerkte, dass ich das nur kopiert hätte – Heide der! Und Bernd liest sowieso niemals meine Planungen (und ich plane alles und immer), er denkt sich, sie wird mir sagen, wo ich hinsoll und wo wir hinfliegen. Kennt ihr die Spots, wo die Frau vor dem Urlaub alles ganz genau plant und der Mann einfach entspannt hinterher geht? Genauso ist das. Sind alles Banausen.
Neuer Tag, neues Glück. Wieder tendern wir und wieder ist das problemlos. Wir wollen heute die andere Richtung fahren, zuerst zu einem Pool, dann Strand. Und … unser Auto steht noch da und auch ohne Knöllchen – läuft also. Wir fahren der Küste entlang, immer mal wieder werden Fotos von der grandiosen Landschaft gemacht. Dabei begleitet uns immer das Warnschild „Falling Rocks“, den kleinen werden wir ohne Probleme ausweichen und hoffen, dass Mama und Papa Stein oben bleiben.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Unser Ziel sind die Olivine Pools, natürliche Pools, in denen man auch schwimmen kann. Wenn man ausblenden kann, dass Warnschilder eindringlich darauf hinweisen, dass hier schon Menschen gestorben sind. Und – wenn man runterkommt. Der Weg besteht aus ausschließlich aus Felsen, man muss vorsichtig sein, damit man am losen Geröll nicht ausrutscht. Für mich kann ich nur sagen, ich habe Blut und Wasser geschwitzt beim Runtergehen. Meine Höhenangst spielt Ukulele auf meinen Nerven, ich bin schweißgebadet, als ich endlich unten bin. Brauch wohl nicht erwähnen, dass alle anderen schneller sind. Aber unten angekommen, ist der herrliche Pool meine Belohnung, Bernd und ich lassen uns kurz treiben, es ist herrlich. Sauberer, klares, kühles Wasser in der Kulisse, ein wahrer Genuss. Kann kurz vergessen, dass ich ja wieder hinauf muss, was aber mit Bernds Hilfe sehr gut funktioniert (ohne ihn wäre ich glaube ich nicht hinaufgekommen). Empfehle ich diesen Ort? Hier bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite ist es wirklich gefährlich und man muss höllisch aufpassen, auf der anderen Seite ist es ein geiler Ort, also für alle die Höhe vertragen, gut zu Fuß sind – ein klares Tantscha Must-do. Diese Erinnerung kann mir keiner nehmen, für mich war es ein Highlight.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Jetzt brauchen wir alle Entspannung, sodass wir unser Auto zurückbringen und vor Ort direkt an den Strand gehen. Kurz das Wasser genießen, hoffen, dass man nicht komplett verbrennt und dann fahren wir auch wieder zurück.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Wir wollen in Lahaina noch bummeln (Magnete müssen besorgt werden). Auch der beeindruckende Banyan Tree muss fotografiert werden. Dieser Riesenbaum, der als größter Banyanbaum der USA gilt, wurde schon 1873 gepflanzt. Er hat insgesamt 16 Stämme, ist aber ein einziger Baum. Das kann man gar nicht glauben, dass diese riesige Fläche wirklich nur ein Baum ist – beeindruckend.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Zurück geht es wieder mit dem Tenderboot, eigentlich alles gut, aber just in dem Moment, wo wir für das Aussteigen aufstehen, macht das Boot einen unerwarteten Hüpfer – mit der Folge, dass ich mit der Wade gegen eine Metallstrebe knalle. Das gibt jedenfalls einen schönen blauen Fleck. Das Aussteigen ist ein wenig tricky, aber geschafft. Dann schnell duschen, wir haben eine Einladung zum Sail Away auf dem Hubschrauber-Landeplatz erhalten. Mit einem Sekt in der Hand lässt es sich noch besser ablegen. Aloha Maui, du Schöne, du hast uns gut gefallen.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Abends essen wir wieder im Dining-Room, auch heute kaum Wartezeit. Wir genießen ein wunderbares Essen, lassen den Tag nochmal revuepassieren, stellen gemeinsam fest, es ist ein Traumurlaub.
Ein bisschen vor Mitternacht hat unsere Eclipse Honolulu in Richtung Maui verlassen, wo wir dann eine Overnight haben. Wir haben schon im Vorfeld für Maui ein Mietauto reserviert, welches in einem Hotel etwas außerhalb abzuholen ist. Davor müssen wir aber tendern, und das wenn möglich zügig, da wir bis 9:00 Uhr unser Auto abholen sollen. Als Elite Member dürfen wir sozusagen vor allen anderen runter (auch Ralf, obwohl der NICHTS ist – aber er profitiert von seiner Frau) und das funktioniert super. Ach ja, Spruch des Tages von Eva ist: „Ich habe einen Status erreicht, da ist die Sonnencreme weißer als ich“ – Eva ist somit offiziell beige.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Das Auto abholen ist dann problemlos. Wir haben es bei Hertz reserviert, die Abholstation dafür ist das Hyatt Regency. Das Auto kostet für 2 Tage 239 USD. Wir kommen genau pünktlich, nach uns gibt es eine lange Schlange. Es ist dann auch gleich gefunden und es kann losgehen. Wir wollen heute die Road to Hana machen, ein Must do, vor allem bei einem Overnight Aufenthalt. Fahrer haben wir diesmal zwei, sodass Ralf und Bernd sich abwechseln können. Eva ist wie gewohnt die Navigatorin und ich … schau gut aus! Auch wichtig!
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Unser erster Stopp ist die Kaulanapueo Church, eine schmucke Kirche aus dem Jahr 1853. Die Kirche wurde im frühen hawaiianischen Missionarsstil erbaut, mit grünen Kirchturm. Sie liegt wunderschön eingebettet in grüner Landschaft, ein sehr friedlicher Ort.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Weiter geht’s über gesamt 54 einspurige Brücken und vorbei an ganz vielen wunderschönen Wasserfällen in saftig-grüner Landschaft. Zwischenzeitlich nehmen wir ein kühles Bad bei den Wasserfällen, es ist so herrlich.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Hana an sich ist sehr unspektakulär, somit ist hier sicherlich der Weg das Ziel. Muss man die Road to Hana machen: auf jeden Fall! Auf jeden Fall ein unbedingtes Tantscha Must do. Allerdings würde ich allen, denen leicht übel wird von den vielen Kurven raten, sich vorzubereiten. Für mich kein Problem, ich bin ja patchversorgt.
Zurück geht es wieder über die gleiche Straße, sodass wir hier noch stehenbleiben können, wo vorher kein Parkplatz war. Noch ein Wasserfall, zu dem wir runterklettern, spektakuläre Aussicht und hier ist es durch die Gischt direkt kühl.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Einen Sugerdaddy haben wir hier auch beobachten können mit seiner sehr jungen Freundin. Lustig zu beobachten, wie sein schlecht gefärbtes Haar in der Sonne leuchtet (so fuchsrot) und er für die Fotos verzweifelt den Bauch einzieht. Das ist wie bei einem Unfall, man will nicht hinsehen, kann aber nicht anders. Gegen halb 6 kommen wir wieder im Hafen an und suchen erstmals einen (wenn möglich) günstigen Parkplatz für unser Auto. In einer Seitenstraße werden wir fündig, hier können wir sogar gratis parken. Mehr machen wir heute nicht mehr, das lange Autofahren hat uns alle müde gemacht. Deswegen essen wir heute auch im Oceanview, auch sehr gut, und können beim Essen den Sonnenuntergang beobachten. Road to Hana bei nur einem Tag Aufenthalt – schwierig und stressig. So wars perfekt.
Letzter Tag in Honolulu, in der Nacht geht es los Richtung Maui. Heute lösen wir Bernds Geburtstagsgeschenk ein, eine private Surfstunde am Waikiki Beach. Hinüber kommen wir wieder ohne Probleme (weil kein Gepäck) mit Lyft und dann ist es schon soweit – Bernd geht surfen. Ralf und ich leihen uns derweil ein SUP aus und paddeln auch los. Wer sich nun fragt, was macht Eva – sie dient als Fotografin und Sachenaufpasserin und Handtuchbelegerin und Betreuerin der erschöpften SUP-Fahrer und Surfer. Das mit dem SUP ist gar nicht so einfach, der Wellengang ist doch sehr wellig. Stehen am SUP bleibt heute Wunschdenken, wir sind beide schon froh, wenn wir länger darauf knien können. Wir suchen auch Bernd im Wasser, können ihn aber leider nicht mehr finden (sind doch nicht so wenig Leute unterwegs). Was ich aber finde, rührt mich fast zu Tränen. Ich sitze gerade am SUP und lass die Atmosphäre auf mich wirken, da taucht neben mir eine große Schildkröte auf und sieht mich direkt an. Also direkt. Für eine Sekunde schauen wir uns an, ich denke mir, omg, ist sie süß, ich will sie mitnehmen, kann ich sie knuddeln, sie denkt sich wahrscheinlich, wie ist die weiße, vollschlanke alte Frau auf das Board gekommen (aber eigentlich denkt sie sich, wow, ist die süß), dann zieht sie weiter. Ein magischer Moment für mich, an den ich mich immer gerne erinnern werde.
Bernd kommt dann auch zurück, unser cooler Surfer, auf den Fotos hat das echt gut ausgeschaut und es hat ihm Spaß gemacht und keiner ist verletzt. Also alles richtig gemacht. Kurz entspannen wir noch auf dem schönen Waikiki Beach – wir genießen nochmal die eigene Atmosphäre, wer weiß, ob wir wiederkommen. Es hat uns jedenfalls gefallen. Bevor es zurück aufs Schiff geht, erledigen wir noch letzte Einkäufe, ein Bikini darf mit und ganz viele „schwule Schwäne“.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Am Schiff angekommen, genießen wir eine kleine Auszeit am Pooldeck, inklusive Hot-Tub, um die beleidigten Muskeln zu besänftigen. Lange bleiben wir aber nicht, abends ist Formal Dinner oder wie es jetzt heißt „Evening Chic“ und wir wollen uns in Schale werfen. Wir müssen dann auch nicht lange warten und haben schon einen Tisch. Das Essen ist wirklich ausgezeichnet, Eva nimmt das Lamm und wir das Filet. Eine Offenbarung und das beste Essen, dass ich persönlich auf einem Schiff je gegessen habe. Danach tanzen wir noch ein wenig, wir mehr recht als schlecht, Eva und Ralf sehr, sehr gut. Damit geht ein schöner Tag zu Ende, wir verabschieden uns von Honolulu. Hat es uns hier gefallen? Auf jeden Fall, es war amazing, great, wonderful, awesome. Wir kommen gerne wieder, dann, wenn möglich mit herbeamen.
Heute geht es aufs Schiff, unser umfangreiches Vorprogramm ist damit beendet. Aber vor dem Schiff heißt es, 3 Koffer plus 2-mal Handgepäck wieder zu verpacken, in der Hoffnung, dass die Koffer wieder zu gehen. Sie gehen, abwiegen müssen wir sie ja Gott sei Dank nicht. Noch schnell das Auto retour bringen (alles sehr komplikationslos und angenehm, können wir für Honolulu ohne Vorbehalte empfehlen), auschecken und versuchen, für uns alle UND unser Gepäck ein Lyft zu bekommen. Auto kommt, Fahrer sieht uns an, sieht unseren Kofferhaufen an (anders kann man es echt nicht beschreiben und sagt mal nein. Bernd versteht das dann immer als Herausforderung, geht nicht, gibt’s nicht, was nicht passt, wird passend gemacht usw. Auf jeden Fall wird wieder Koffertetris gespielt und sieh an, alle Koffer inside. Alles gut – oder so, weil beim Einsteigen merken wir dann, nach der ganzen Kofferreinquetscherei sind nur mehr 3 Sitze vorhanden. Sch… Jetzt sind auf einmal nicht die Koffer das Problem, sondern die Menschen. Immer mal was Neues. Dafür findet dann nicht mal Bernd mehr eine Lösung, wir brauchen also tatsächlich ein zweites Lyft (ich habe das Gefühl, das sieht Bernd durchaus als Niederlage an) und Eva und Ralf fahren vorneweg mit dem Gesamtgepäck los. Unsere Fahrerin ist dann ganz fertig, weil wir so wenig Gepäck haben (nur mehr 2-mal Handgepäck). Wir lassen sie in diesem Glauben, dass wir nicht so viel brauchen würden (wenn sie wüsste). Nach einer Fahrt von ca. 15 Minuten kommen auch wir dann am Cruise Port an und vor uns liegt sie auch schon, unsere Eclipse.
Wir sind ein wenig skeptisch, ob wir jetzt schon raufkommen (es ist 11:15 Uhr und unsere Einschiffungszeit ist 14:30 Uhr), aber ich sags euch, keine 20 Minuten später sind wir on board. So schnell und so freundlich ging das noch nie, meine Hochachtung. Und da ist es auch schon, das heißersehnte Klong und Tantscha. Unsere Kabinen sind zwar noch nicht fertig, aber wir können das Handgepäck unterstellen und auch alle Koffer stehen schon bereit – auch das so schnell wie nie.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Noch ein wenig am Pooldeck liegen, Eva hat auch das Eis schon gefunden. Also Reise gerettet.
Abends gehen wir erstmals in den Dining-Room, diesmal sogar ohne Wartezeit und essen ausgezeichnet in netter Gesellschaft (und ja, damit meine ich Eva und Ralf). Der dritte Abschnitt der Reise hat somit gut begonnen.
Ich weiß, ich wiederhole mich wieder, aber es ist einfach ein wunderschöner Tag. Heute sind wir den letzten Tag motorisiert, morgen geben wir unseren KIA wieder in andere Hände. Es geht der Küste entlang, an der Westküste bis ins Surferstädtchen Haleiwa. Und es läuft auch alles gut, bis wir feststellen, dass die von uns gewählte Straße einfach aufhört. Also keine Umleitung, sondern einfach aus. Da nicht einmal wir ohne Straße fahren können und der KIA zwar 4WD hat, aber trotz allem kein Offroader ist, beschließen wir umzukehren. Was auf dem Weg wirklich auffallend ist, dass massenhaft Obdachlose in ganzen Zeltstädten am Strand in bester Lage campieren, obwohl campieren hier wohl das falsche Wort ist, eigentlich wohnen sie hier. Covid hat auch Hawaii davon nicht verschont, nicht schön zu sehen. Aber dafür haben sie sich echt eine traumhafte Wohngegend ausgesucht, dass muss man ihnen lassen.
Zurück auf einer Straße, die nicht einfach aufhört, wollen wir eigentlich als nächstes Ziel zu den Waimea Wasserfällen, stellen aber fest, dass Montag Ruhetag ist und wir nach einem Blick aufs Handy erkennen, ja, heute ist Montag. Läuft ja. Aber gut, der Wille war da, Planänderung. Wir entscheiden uns, uns auf den Waimea Beach zu legen (glücklicherweise finden wir sofort einen Parkplatz, das ist nicht vielen beschieden, muss ja, wenn Engel reisen – muss ich mehr sagen?). Wunderschönes, kristallklares Wasser, herrlicher Sand und für Entertainment ist auch gesorgt. Zum einen besucht uns eine Delphinschule (jetzt wird es fast kitschig) und sie zeigen, was sie können: sie springen aus dem Wasser und sagen cool hallo. Soooo cute!
Als zweites Unterhaltungsprogramm dient ein Felsen im Wasser, wo Wagemutige sich hinunter in die Fluten stürzen können. Da wir weder wagemutig noch verrückt sind und alte Knochen auch viel leichter brechen, lassen wir diesmal aus und bleiben Zuschauer. Obwohl, unsere Männer versuchen uns wahrzumachen, dass sie beide – Hand in Hand – runtergesprungen sind, das nur so schnell passiert ist, dass wir das gar nicht sehen konnten und sie keine Zuschauer wollten. Jo eh. (ich sag nur Kindergarten auf Speed).
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Irgendwann verlassen wir Waimea Beach in der Hoffnung, nicht vollständig verbrannt zu sein und fahren nach Haleiwa. Wir wollen das bekannte Shave Ice von Matsumoto kosten und tun dies dann auch. Es ist kalt (herrlich, wenn die Körperbetriebstemperatur gerade im roten Bereich läuft) und schmeckt besser als erwartet. Haleiwa ist entzückend mit seinen bunten Häusern, lohnt sich jedenfalls. Also wenn ihr die Möglichkeit habt, bleibt hier kurz stehen, es lohnt sich.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Danach geht es wieder zurück, da wir heute eine Reservierung haben und nie genau wissen, wie lange wir zurück brauchen. Duschen wäre auch noch fein, ist es eigentlich möglich, wegen Sandraub eingesperrt zu werden? Habe das Gefühl, Sand ist everywhere, der muss noch weg. Geduscht und schön gemacht (dauert tatsächlich auch immer länger) geht es auf ins Tiki’s Grill & Bar, direkt am Waikiki Beach. Und jetzt wird es richtig kitschig, wir bekommen einen Tisch draußen bei Sonnenuntergang. Unbeschreibliche Farben, unbeschreibliche Bilder, ein Wahnsinnsmoment – wir sind alle sehr berührt, dass wir das zusammen erleben dürfen. Das sind Erinnerungen, die kann uns keiner mehr nehmen. Hier zu sitzen, mit meinem Mann, mit unseren Freunden – das berührt mich mehr als erwartet. Wie sehr sind wir doch privilegiert, das erleben zu dürfen. Und ganz nebenbei, das Essen war auch noch lecker – ein ganz klares Tantscha Must-do.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Danach geht es wieder zurück, Koffer packen wir erst morgen, mir graut davor. Aber dann beginnt der nächste Abschnitt dieser tollen Reise – es geht aufs Schiff. Gute Nacht, Honolulu.
Ich weiß, ich wiederhole mich, aber wieder beginnt ein wunderschöner Tag auf O’ahu. Alle haben gut geschlafen, alle sind bereit für den Tag. Zuerst geht es ins Valley of the temples. Es schmiegt sich idyllisch an die Ostseite der Ko`olau Mountains. Das Valley of the Temples ist eigentlich ein riesiger Friedhof, auf dem tausende Hawaiianer unterschiedlichster Religion begraben sind. Im Herzen des Tals liegt der Byodo-In Tempel, eine kleinere Nachbildung des über 950 Jahre alten Byodo-In-Tempels im japanischen Uji. Das Gebetshaus wurde 1968 zu Ehren der ersten japanischen Siedler auf Hawaii errichtet, dabei wurde kein einziger Nagel verwendet. Vor dem Eintreten können Besucher die riesige, heilige Bronzeglocke (bonsho) mit der Holzkeule (shu-moku) läuten – ein Glücksbringer. Im Inneren erwartet den Besucher der eindrucksvolle, 2,70 Meter hohe goldene Amida Buddha. Der Eintritt kostet 5 $ pro Person. Die Anlage ist wunderschön grün, sehr ruhig, einfach ein schöner Ort. Allerdings kann es hier auch wild zugehen, warnen uns doch die Schilder vor den wilden und angriffslustigen Pfauen. Wir haben letztendlich nur einen gesehen und der war ganz friedlich.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Wir sind dann weiter wieder Richtung Küste gefahren, zum Chinaman’s Hat, ein Hügel mitten im Meer, der aussieht wie ein Chinesenhut (so the name). Stehen geblieben sind wir im Kualoa Beach Park, kurz die Füße ins Wasser. Hinter uns ist die Kualoa Ranch gewesen, hier haben sie Jurassic Park gedreht. Und wen man ganz, ganz leise ist und genau hinhört, dann kann man in der Ferne ein leises Grollen hören – ist es gar Rexi? Sicher weiß man es nicht und um nicht zum Mittagsmenü eines Tyrannosaurus Rex zu werden, fahren wir sicherheitshalber weiter.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Der nächste Stopp ist bei Food Trucks an der North Shore – ein bisschen früh für eine Mahlzeit, aber riechen tut alles sehr, sehr lecker. Kokosnuss darf mit, das erinnert mich komischerweise immer an Italien.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Dann haben wir uns eine Pause verdient, Strand ist dran – und es ist ein Traumstrand mit Traumwellen. Sand soweit man schaut, uns geht es schon sehr gut. Wir müssen ja was für unsere Farbe machen, wobei es immer ein schmaler Grat zwischen bleich (also Eva) und knusprig ist. Teile unseres Körpers sind auch bleich, andere rot – daran müssen wir noch arbeiten.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Nachdem es dann kurz geregnet hat, stauen wir uns zurück zum Hotel, ein Wahnsinnsverkehr. Apropos Hotel, wir bekommen immer für den Strand Handtücher, Sessel, Schirme, Wakeboards und Matten, wenn wir sie wollen. Ohne Einsatz. Auch das mit dem Parken funktioniert super – würde sonst 40 $ pro Tag kosten, auch ein Vorteil.
Abends gehen wir wieder zum Foodmarket, hier schmeckt es uns. Für morgen haben wir ein Restaurant gebucht, Bernd möchte zum Geburtstag einladen. Wieder geht ein schöner Tag zu Ende – herrliche Zeit!
Wieder ein neuer, schöner, windiger Tag in Honolulu. Heute haben wir Pearl Harbor geplant, um 11 Uhr haben wir den Besuch des Arizona Memorial vor und reserviert (leider kommt es manchmal anders). Wir sind auch bald dort, nur leider ist die Bootsfahrt hinüber zum Memorial aufgrund des Windes nicht möglich (wir verstehen es nicht wirklich, da das Wasser eigentlich relativ ruhig ist – aber unsere Meinung dazu ändert leider nichts). Das ist so schade, da wir gerne rüberwollen, deswegen eigentlich hergekommen sind und wer weiß, ob wir nochmal herkommen. Das Museum ist berührend, ich wusste zum Beispiel nicht, dass die US Marines und Navy keine Hundemarken (dog marks) getragen haben und deswegen extrem schwer zu identifizieren waren. Es ist ein berührender Ort, trotzdem sind wir uns alle einig, dass der Friedhof gestern uns mehr berührt hat – aber das ist sicherlich auch dem geschuldet, dass wir nicht hinüberfahren konnten. Trotzdem muss man das machen, wenn man auf O’ahu ist, ist ein Must do.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Um uns ein wenig aufzumuntern und natürlich nur deswegen, fahren wir jetzt in Waikele Premium Outlet Center, ein wenig shoppen. Die Wirtschaft muss ja belebt werden. Und das machen wir dann auch gerne, verschiedene Sachen dürfen mit und werden in Österreich und in Deutschland Asyl erhalten. Ach ja, apropos mitdürfen, ich weiß jetzt auch, warum ich mitdurfte. Eva war so nett, es mir zu sagen, damit ich mir auch ja keine Illusionen mache. Weil ich den Reisebericht zu verfassen habe, das Fotobuch mache und die Reiseapotheke mitführe. Ich dachte kurz, weil ich liebenswert bin und jeden Urlaub durch mein freundliches, sympathisches und wunderschönes Wesen aufwerte – aber eher nicht. So hat halt jeder seine Aufgabe in diesem Urlaub und so seine Berechtigung, mitzufahren. Bernd ist der Fahrer, ‚Eva ist Google Maps und Ralf – okay, da wissen wir noch nicht, darf aber trotzdem mit, weil die Hälfte der Zeit ist er eh nicht da. Shopping macht ja bekanntlich müde und hungrig, sodass wir fast gezwungenerweise bei der Dole-Plantation in Wahiawa stehen bleiben müssen – ein Ananas Eis muss her. Ein großes, mit vielen Ananas-Stücken. Sehr, sehr lecker (Empfehlung: nehmt einen kleinen Löffel mit, weil der Holzlöffel ist bei aller Umweltfreundlichkeit nicht gerade ein geschmackliches Highlight).
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
So gestärkt machen wir uns auf den Rückweg, wir wollen noch ein wenig auf dem Waikiki Beach den Tag ausklingen lassen. Wie immer, viele Menschen, aber alle haben Platz, alle sind entspannt und genießen einfach den hawaiianischen Spirit. Glücklich, leicht paniert (Wind, Wasser und Sand, in der Mischung, haftet wirklich super überall – Ganzkörperpeeling umsonst. Und wenn ich Ganzkörperpeeling sage, dann meine ich auch Ganzkörperpeeling – Aloha) und entspannt geht es zurück zum Hotel, welches ja nur 2 Querstraßen vom Strand entfernt ist. Abends essen wir wieder im Foodmarket, es schmeckt uns. Danach schlendern wir durch die Geschäfte, genießen die Zeit. Ein Traum. Wieder geht ein schöner Tag zu Ende, so kann es gerne weitergehen. Urlaub von seiner schönsten Art!
Unser zweiter Tag auf Hawaii ist auch gleichzeitig Bernds Geburtstag. Endlich haben wir es geschafft, im dritten Versuch. Wir frühstücken gemeinsam, Geschenke werden übergeben und Bernd darf sich auf eine Surfstunde am Waikiki Beach am 10. Mai freuen (inkl. gratis Fans, die die Versuche gerne und genüsslich dokumentieren werden). Von Eva und Ralf gibt es einen Essensgutschein für das Lido daheim, welchen wir gerne gemeinsam einlösen werden. Außerdem feiern wir heute Abend seinen Geburtstag bei einem Luau, also haben einiges vor.
Aber zuerst wollen wir ein wenig die Gegend erkunden, da wir ab heute ein Mietauto reserviert haben. Wir haben uns für 450 Euro über Avis einen kleinen SUV reserviert, welcher den großen Vorteil hatte, dass wir ihn im Sheraton Waikiki (ca. 5 Minuten zu gehen) abholen und zurückgeben können. Im Laufe der Planung für diesen Urlaub, die ja auch länger als ein Jahr gedauert hat, haben sich die Mietautopreise gsd einem normalen Niveau angepasst. Unsere erste Reservierung für Honolulu war noch doppelt so teuer. Aber das geht wirklich und das Auto ist vollkommen in Ordnung für uns. Bernd wird einstimmig als Fahrer bestimmt, Eva ist Kopilotin und Ralf und ich dürfen mitfahren (so hat jeder seine Aufgabe in diesem Urlaub). Los geht’s in Richtung Halona Blowhole. Dieses liegt im Koko Head District Park und wurde durch eine Eruption des Koko Kraters geformt. Hier an der Bucht flossen vor Jahrtausenden die heißen Lavaströme ins Wasser, unterirdische Lavaröhren bildeten sich aus. Wenn die Wellen gerade bei Flut hart ans Ufer schlagen, wird das Wasser durch die Röhren gepresst und spritzt als riesiger Wassergeysir durch eine Öffnung im Boden nach oben. Wind und dadurch hohe Wellen machen dieses Naturschauspiel wirklich ausgesprochen eindrucksvoll. Eine beeindruckende Umgebung.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Weiter geht es zum Makapu’u Point Lighthouse Trail. Dieser Küstenleuchtturm markiert den östlichsten Punkt O’ahus. Und ICH war dort. Und das obwohl es bergauf! geht. Und das echt lang und echt heiß. Eva verschweigt mir das einfach (böse, böse Eva), ich habe sie verdammt. Ich sags euch, gesund habe ich nicht ausgesehen, als ich endlich oben bin, aber Eva war safe. Ich habe gar keine Energie mehr, sie zu schlagen (oder sie ins Meer zu werfen, oder sie zu verprügeln oder auch nur, sie zu tätscheln). Der Ausblick dafür ist schon in die Kategorie wunderschön einzustufen, deswegen (und nur deswegen) gibt es ein eingeschränktes Tantscha Must-do.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Auch gut auf so einem Ausblick mit wenig Platz rundherum: Ralf kann nicht verschwinden. Das ist echt irre, man redet mit ihm, dreht sich kurz weg, redet weiter – er weg. Man geht, dreht sich um, er da – man dreht sich wieder um – er weg. Wir vermuten ja, dass er eine Zweitfreundin mithat, die er zwischenzeitlich versorgen muss. Eva´s Standardspruch ist auch schon: „Ich frage Ralf, wenn er wieder da ist.“ Übrigens, bis zum Schluss der Reise leugnet er das mit der Zweitfreundin hartnäckig.
Verschwitzt, erschöpft (also ich, die anderen schauen verboten entspannt aus – sportliches Gesindel), mit dem erhebenden Gefühl den Mount Everest besiegt zu haben, kommen wir wieder unten an. Weiter geht es wieder zurück nach Honolulu, wir haben ja noch was vor und der Verkehr ist vor allem vor Honolulu die Hölle. Auf dem Weg zurück bleiben wir noch beim Punchbowl-National Memorial Cemetry of the pacific stehen. Dieser Soldatenfriedhof in einem erloschenen Vulkankrater ist die letzte Ruhestätte von ca. 50.000 Soldaten, welche vor allem im 2. Weltkrieg in Pearl Harbor und im Pazifikkampf starben. Auch heute werden noch Soldaten dort beerdigt. Wir kommen genau zu dem Zeitpunkt an, als eine Beerdigung im Gang ist. Die Trompetenmusik und die amerikanische Fahne über dem Sarg in diesem Umfeld – wir hatten alle Gänsehaut. Wir bleiben auch kurz stehen, ein wunderschöner, trauriger, erhabener Ort in einem traumhaften Ambiente. Ein klares Tantscha Must-do!
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Zurück beim Hotel hübschen wir uns schnell auf, das Luaus im Paradise Cove wartet. Der Verkehr dorthin ist echt ein Wahnsinn, bei einer 8 spurigen Autobahn ist es ein Stopp und Go. Ich zweifle manchmal, dass wir noch ankommen, aber irgendwann haben wir es geschafft. Ein wunderschöner Ort, Bilderbuch-Ambiente, die Fotos sind fast kitschig. Auch die Shows sind sehr gut, viel hawaiianische Kultur. Ausgestiegen sind wir, als vor dem Essen gemeinschaftlich gebetet wurde und wirklich alle mitgemacht haben – außer uns vier. Sogar die Teenies, die die Handys praktisch inhaliert haben, haben diese weggelegt, den Kopf gesenkt und laut mitgebetet. Das war echt unerwartet und … irgendwie komisch. Aber danach gibt es endlich Essen, und das ist supergut und jedenfalls ausreichend. Für einmal eine schöne Erfahrung, nochmal brauchen wir es nicht, da es schon sehr touristisch ist und wir eigentlich nicht so auf das stehen. Oder wir würden uns etwas suchen, das hier in eine andere Richtung geht, weil an sich war der Abend sehr schön.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Wieder zurück im Hotel fallen wir alle ins Bett, Urlaub kann auch anstrengend sein. Vor allem für Bernd und Eva, da beide für den Transport verantwortlich sind und sich sehr konzentrieren müssen. Eva konzentriert sich so fest, dass sie dabei die Augen schließt und so leichte Schnarchgeräusche aus dem Mund kommen – ich würde ja sagen, sie schläft, aber das ist wohl nur ein Gerücht. Ich träume heute wahrscheinlich von unendlich hohen Bergen und Evas, die mich anschreien, schneller zu machen.
Donnerstag, 4. Mai 2023 – San Francisco nach Honolulu
Tagwache ist heute um 5:30 Uhr, es müssen die Reste noch verpackt werden und Gewichte verteilt. Für den Flug nach HNL haben wir alle nur 23 Kg, dh. Es müssen Schwerlasten auf viele Koffer verteilt werden. Das Auto kommt pünktlich und es ist kleiner als erwartet. Wir haben aufgrund unserer hohen Anzahl an Gepäck einen Wagen für 6 Personen bestellt, in der Hoffnung, damit genug Platz für die 6 großen und die 4 kleinen Koffer zu haben. Der Fahrer war jedenfalls not amused. Er hat gleich gesagt, dass sich das nicht ausgeht, worauf Eva trocken geantwortet hat, dass es sich ausgehen muss und was er denn gedacht hätte bei 4 Personen zum Flughafen. Auf jeden Fall hatten wir letztendlich 5 große Koffer im Kofferraum, 2 kleine hatte Ralf vorne und wir hatten den Rest hinten bei uns. Also stand 1 großer und gar nicht leichter Koffer auf unseren Knien (Durchblutung wird überbewertet) – Singapur lässt wieder grüßen. Irgendwann kommen wir am Flughafen an, bequem ist anders. Brauch wohl kaum erwähnen, dass dieser Fahrer kein Trinkgeld von uns bekommen hat, Grantscherben der.
Die Koffer können wir dann problemlos aufgeben, dafür ist die Security Schlange schier endlos. So endlos, dass wir echt Probleme damit haben, das Ende zu finden. Ich hatte kurz echt Bedenken, ob wir das zeitlich schaffen können, aber es ging unerwarteterweise schnell. Das muss man den Amis lassen, Schlange stehen können die. Auf das Boarden mussten wir dann auch nicht mehr lange warten und los ging es. Also, los ging es, wir fahren und fahren und fahren (kann man auch nach Hawaii fahren? Ich wäre sehr dafür, bezweifle aber, dass das möglich ist) und fahren …. zurück zum Terminal. Hähhhh? Also ich bin ja keine Expertin für Flugverkehr, aber sollte man nicht dazwischen, also zwischen wegfahren vom Terminal und hinkommen zum Terminal, mal fliegen? Scheinbar nicht bei United. Die Durchsagen waren kurz und einfach nicht zu verstehen, aber irgendwann haben wir verstanden, dass es irgendein technisches Problem gibt. Suuuper! Der Flieger voll, grauenvoll eng und viele Kinder – so stelle ich mir meine private Hölle vor (vielleicht noch mit Eva, die mich einen Berg rauf jagt und dabei lacht). Hatte kurz Frank in Verdacht, dass er unser Flugzeug kaputt gemacht hatte, aber Sonja hat mir glaubhaft versichert, dass er es diesmal nicht war. Nach einer Stunde im Flieger sitzend, sollte es wirklich losgehen. Das beruhigt mich als bekennende Liebhaberin der Flugkunst besonders, wenn wir mit einem „Problemflieger“ fliegen, juhuuu. Der Flug wird dann anstrengend, weil sehr voll und eng and a lot of kids und abschließend hatte ich, zur Krönung, noch einen kleinen Nervenzusammenbruch (neuer Tiefpunkt meiner abwechslungsreichen Flugkarriere). Bei der Landung bekamen wir scheinbar einen guten Hub Seitenwind ab, sodass die Maschine zuerst nach rechts drehte, dann nach links aufschaukelte usw. Ich dachte echt, und das ist kein Scherz, als nächstes überschlagen wir und sind tot – und nicht, dass jemand jetzt denkt, ja, die Tanja, für die ist ja alles schlimm (stimmt zwar), auch Eva bemängelte die wackelige Landung. Auf jeden Fall hatte ich zu einem Zeitpunkt, als ich mich schon am Boden und somit in Sicherheit wähnte und dadurch meine „ichhaltediemaschinedurchmeinewillenskraftinderluft“-Funktion abgeschalten hatte, von einer Sekunde auf die andere Todesangst. Puh, das habe ich echt nicht gut verarbeitet – Bernd wusste gar nicht was los ist. Peinlich von mir selbst berührt (als Erwachsene sollte man sich echt besser unter Kontrolle haben, aber ich konnte nicht aufhören zu weinen), war somit mein erster Schritt auf hawaiianischen Boden sehr zittrig. Hawaii begrüßte uns mit Sonnenschein (es hatte was gutzumachen), viel Wind (ja, vielen Dank) und warmer, gut duftender Luft. Alle Koffer waren mitgekommen, irgendwann hatten auch Eva und Ralf das Gepäckband gefunden (sie haben sich tatsächlich am Flughafen verlaufen) und wir konnten unsere Hawaii-Reise beginnen.
Wir hatten vorab einen Transfer gebucht (vorsorglich hatte Eva nochmal auf die hohe Anzahl an Koffer hingewiesen), das funktionierte wirklich sehr gut (Hawaii 23 transportation) und er brachte uns in Rennfahrermanier (wer braucht schon Geschwindigkeitsbegrenzungen, das ist nur was für Luschen) in unser Hotel „Vive Waikiki“.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Wir hatten dieses Hotel wegen der Lage, aber vor allem wegen dem Angebot, dass Soldaten gratis parken können (nicht unerheblich bei den Preisen) ausgewählt – morgen holen wir unser Mietauto. Unser Zimmer ist im besten Fall klein, in der Realität sehr klein (selbst schuld, wenn man es so bucht – das nächste Mal bin ich schlauer). Mal schauen, wo ich unsere Sachen (die ja zu Hauf vorhanden sind) verstauen werde – Eva und Ralfs Zimmer ist deutlich größer (Zimmerpartys finden jedenfalls dort statt).
Unser erster Stopp muss Waikiki Beach sein und genau so machen wir es. Er ist größer als erwartet und ziemlich voll – Aber: wir stehen im Sand auf Waikiki Beach – endlich, nach 3 langen Jahren. Ein Traum wird wahr. Und es gefällt uns. Der Sand ist fein, das Wasser herrlich und die Stimmung relaxed. Wir stürzen unsere sehr bleichen, sehr europäisch-winterlich gefärbten Körper (also unsere sind wegen dem Winter so, Evas Körper ist immer so) in die welligen Fluten mit 2 Ängsten:
Das uns die Sonne von bleich/weiß zu knusprig rot/schwarz in Sekunden verbrennt und
Das uns Greenpeace in dem Glauben, wir sind Albino-Wale, rettet!
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Gott sei Dank, heute nicht. Wie genießen es einfach, nach 3 Jahren sind wir einfach hier. Danach richten wir uns schnell präsentabel her, der Hunger ist groß (Flugtag bedeutet Tantscha hat noch nichts gegessen) und wir besuchen einen Food Court in der Kalakaua Av., den Eva und Ralf gefunden haben. Und es war eine gute Wahl, das Essen war ausgezeichnet, es geht uns so gut. Damit endet unser erster Tag auf Hawaii – es war ein Traum (also alles bis auf die Landung).