Beiträge von bluekat

    sonnenscheins Danke für die Rückmeldung, ich freue mich, dass die Bilder nun zu sehen sind. Ich bin ja noch ein absoluter Neuling, was das Reinstellen von Bildern hier angeht. Ja, ich denke auch, dass die Badewannen nach und nach verschwinden werden. Die sind eben beim Ein- und Aussteigen nicht so ganz ungefährlich, das ist das Hauptproblem. Das mit dem Upgrade hat uns natürlich auch sehr gefreut. ;)

    4.Tag – Abreise

    Der Koffer wurde bereits in der Nacht abgeholt und so konnten wir einfach zum Frühstück und anschließend von Bord gehen. Eine Lunchbox hatten wir gekauft, weil wir nicht wussten, welche Umsteigezeiten wir unterwegs haben würden und ob die Zeit reichen würde, sich was zu essen zu besorgen. Immerhin würden wir den ganzen Tag unterwegs sein. Die Box für 5,50 € ist wirklich sehr gut bestückt und lecker. Abends kamen wir dann müde, aber glücklich zu Hause an.

    FAZIT:

    Die Amera ist ein schönes Schiff. Uns gefällt das Klima an Bord. Das Personal war durchweg freundlich und hilfsbereit. Als wohltuend empfinden wir die Größe des Schiffes und die relativ kleine Passagierzahl. Auch mit der Kabine waren wir zufrieden, obwohl wir bei einer längeren Reise wahrscheinlich eine Balkonkabine buchen würden, zumindest wenn es das Fahrgebiet hergibt. Das Durchschnittsalter war auf dieser Reise offenbar niedriger als normalerweise, wie uns einige „Dauerfahrer“ bestätigten. Das ist aber sicherlich dem Charakter eines Schnuppertörns geschuldet. Mir ist eigentlich egal, wie alt die Leute sind. Ich mag es einfach, mich mit Leuten zu unterhalten, die schon einiges von der Welt gesehen haben. Da dürfen sie dann auch gern schon die 70 oder 80 überschritten haben.

    Würden wir die Amera wieder buchen?

    Ja, auf jeden Fall, aber es käme uns eigentlich mehr auf die Route an. Dann wäre wurscht, ob es die Amera, Amadea, Artania oder Deutschland wäre. Nach der letzten Mein Schiff-Reise sind wir uns jedoch einig, dass wir in Zukunft mit kleineren Schiffen, wie z.B. Phoenix Reisen sie anbietet, unterwegs sein möchten.

    Ich muss allerdings zugeben, dass mir die Amadea (meiner Mutter auch die Artania) etwas besser gefallen hat als die Amera. Ich kann das leider gar nicht begründen, aber das Gefühl ist nun mal da. Wenn ich also die Wahl bei einer ähnlichen Route hätte, würde ich mich vermutlich nicht für Amera, sondern die Amadea entscheiden. Ich kann aber verstehen, dass es ausgesprochene Amera-Liebhaber gibt, wir haben während dieser Reise viele von ihnen kennen gelernt. Geschmäcker sind nun mal verschieden.

    Gespannt bin ich nun auch auf die Artania (und ein wenig auf die Deutschland).

    Und vor allem freue mich schon auf den Dezember, denn dann wird Phoenix Reisen ja das neue Programm für 2024/2025 vorstellen.


    3. Tag – Helgoland

    Nach Decks eingeteilt wurden wir am Vormittag mit Börte-Booten nach Helgoland gebracht. Habe ich schon erzählt, dass wir bereits am späten Vorabend angekommen waren und vor der Insel ankerten? Mit direktem Blick auf die Lange Anna?

    Etwas wacklig sah der Einstieg ja aus, aber mit Hilfe der Bootsmänner meisterten wir ihn. Auf Helgoland hatten wir uns nichts Konkretes vorgenommen, wir wanderte einfach ziellos durch die Gegend und genossen den herrlichen Sonnenschein. Viele Geschäfte hatten noch nicht auf, aber das machte nichts, denn zum Shoppen waren wir auch nicht gekommen.

    Als wir dann allmählich erschöpft waren, fuhren wir wieder zum Schiff zurück und gönnten uns eine Pizza („Schöne Aussichten“).

    Den Nachmittag verbrachten wir lesend im Halbschatten an Deck. Dabei leerten wir genüsslich die von Phoenix Reisen spendierte Flasche Sekt.

    Auch das Abendessen schmeckte wieder hervorragend und wir entschieden uns beim Abendprogramm nicht erneut für die Swinging Funfares, die noch einmal auf Deck 11 spielten, sondern für die Pianoklänge in der Panorama-Lounge. Die Stimmung, dazu ein wunderbarer Sonnenuntergang und der Blick auf Helgoland und die Lange Anna, war friedlich. Die Musik gefiel uns, Romantik geht eben immer.

    2. Tag – Seetag

    Zum Frühstücken waren wir im Ozean-Restaurant. Hier wird man am Platz bedient.

    Da wir relativ lange geschlafen hatten, war gar nicht mehr viel Zeit bis zum bayrischen Frühschoppen. Eingefleischte Phoenix-Fahrer kennen das Spektakel. Aufgepeppt wurde das Ereignis diesmal dadurch, dass die Swinging Funfares spielten und die Stimmung anheizten. Die Sonne schien, das Freibier floss in Strömen und das Essen mundete, das Spanferkel war ein echter Knaller. Wir hatten unseren Spaß, obwohl ich sonst nicht so viel für solche Gaudi-Ereignisse übrig habe. Wir haben uns auch sehr nett mit einem Ehepaar unterhalten, das häufiger mit der Amera unterwegs ist und das Schiff liebt.

    Dann gab es auch schon wieder Mittagessen. Der Nachmittag wurde gemütlich vertrödelt, wie man das an einem Seetag eben so macht, ein bisschen lesen, ein wenig Cocktailtrinken. Die Panorama-Lounge wurde zu unserem Lieblingsplatz, obergemütlich und ein toller Ausblick.

    Abends fand der obligatorische Kapitänsempfang statt. Wir machten uns schick und gingen durch die rechte Tür (ohne Händeschütteln) ins Theater. Es folgte nach dem Empfang eines Sektglases eine zwanzigminütige ABBA-Show. Wow. Mir kamen die Tränen, es war so schön. Natürlich ist ABBA Geschmackssache, ich musste aber (nach der Amadea im April) erneut feststellen, dass die Künstler des Showensembles wirklich top sind. Qualitativ gibt es da nix zu meckern, da machen tolle Sänger einen engagierten Job und auch die Technik funktioniert perfekt. Das hat mir auf der Mein Schiff 6 absolut gefehlt, obwohl ich im Grunde zugeben muss, dass ich Shows in dieser Qualität auch vor Corona auf einem Mein Schiff leider nie erlebt habe.

    Abschließend ging es zum Gala-Essen, das wir im Ozean-Restaurant einnahmen. Sehr lecker und auch in einer angemessenen Zeit serviert. Wir waren glücklich und verschwanden in der Panorama-Lounge für unseren Absacker.

    Nachdem wir uns ein wenig frisch gemacht hatten, gingen wir ins Lido-Restaurant, um einen Happen zu essen und einen Kaffee zu trinken. Wir konnten draußen sitzen („Schöne Aussichten“). Die Sonne kam raus, bestes Urlaubswetter also.

    Gestärkt sahen wir nun der angesetzten Seenotrettungsübung halbwegs gelassen entgegen. Auf der Amera muss man tatsächlich auf der Kabine auf das Signal warten, dann seine Weste schnappen und zum Sammelplatz gehen. Das war auch das einzige Mal, das ich das Schiff als voll empfunden habe (es sollen 736 Passagiere an Bord gewesen sein).

    Wir mussten das Anlegen der Weste auch ausprobieren, was nach einigem Hin und Her gelang. Der Kapitän ging vorbei und schaute nach, ob alles ordnungsgemäß ablief. Ich war froh, als dieser Pflichtteil erledigt war.

    Nun hieß es, wieder auf Deck 11 zu gehen und mit einem Glas Sekt in der Hand das Auslaufen zu beobachten. Dabei ertönte nicht nur die obligatorische Auslaufmelodie, sondern es gab auch noch Erklärungen zum Hafen von Bremerhaven.

    Zum Abendessen ging es ins Lido-Restaurant und anschließend in Harry’s Bar zu einem Absacker. Da wir an diesem Tag um 4.15 Uhr aufgestanden waren, hielten wir nur bis etwa 21.30 Uhr durch und mussten dann unbedingt schlafen. Leider verpassten wir die White Party, die an Deck stattfand.

    Das Essen war übrigens auf der gesamten Reise absolut klasse (und ich bin eigentlich schon ein etwas mäkliger Esser). Wir fanden es etwas besser als auf der Amadea.

    Mit Harry’s Bar konnten wir uns nicht so anfreunden. Vielleicht lag es daran, dass hier die Leute zum Essen (ins Amera- oder Ozean-Restaurant) durchgingen.

    Ich möchte gern einen Kurzreisebericht zu dieser Schnupperreise geben. Warum? Mich haben in den letzten Wochen und Monaten so viele Reiseberichte in diesem Forum begeistert, dass ich, wenn auch fürs Erste nur kurz, ebenfalls mal probieren möchte, meine Eindrücke von der Reise und dem Schiff zu schildern.

    Hintergrund:

    Seit 2019 kann ich endlich gemeinsam mit meiner 77jährigen, sehr rüstigen Mutter verreisen. Sie ist schon seit 2002 ein Fan von Phoenix Reisen und schwärmt heute noch von ihrer allerersten Kreuzfahrt nach Spitzbergen mit der Albatros. Aber erst in diesem Jahr klappte es, dass wir auf der Amadea landeten und eine Tour im Mittelmeer unternahmen. Sie hatte Bedenken, ob es mir auf einem solchen Schiff (Altersstruktur!) überhaupt gefallen würde, ich bin noch keine 50. Aber für mich war es die entspannteste Kreuzfahrt überhaupt, die ich jemals gemacht habe. Nun war die Neugier geweckt und ich entdeckte obigen kurzen Schnuppertörn, der, wie ich finde, wie gemacht ist/war, um ein weiteres Schiff der Phoenix-Flotte kennen zu lernen.

    Folgendes stand auf dem Plan:

    1.Tag Einschiffung in Bremerhaven

    2. Tag Seetag

    3. Tag Helgoland

    4. Tag Ankunft in Bremerhaven

    Mit an Bord waren die Swinging Funfares, eine Düsseldorfer Band, die für Stimmung sorgen sollte!

    Gebucht hatten wir eine Glücks-Innenkabine für 399 €, obwohl ich es eigentlich liebe, frische Luft in die Kabine hineinzulassen. Aber für zweieinhalb Tage fand ich das teuer genug. Und drei Nächte übersteht man, auch wenn man kein Fenster öffnen kann.

    Wie es der Zufall wollte, bekamen wir aber ein Upgrade (das erste Mal überhaupt). Letztlich wurde es die Kabine 658 – eine Außenkabine.

    Gerade, was die Kabine anging, war ich mehr als neugierig, denn seit @Isuledda99 von ihrer Island-Reise berichtete und entsprechende Fotos einstellte, wusste ich nicht, ob ich mich mit der Amera würde anfreunden können. Ein Verdunklungsproblem würde es für uns zwar nicht geben. Wir mögen Mondlicht auf der Bettdecke, aber was würde uns sonst erwarten? Versiffte Klimaanlagen sind so gar nicht mein Fall.

    Aber nun von Anfang an.

    1.Tag Anreise und Einschiffung

    Nach einer sehr anstrengenden Bahnanreise kamen wir gegen 13.30 Uhr pünktlich in Bremerhaven an, stiegen in den Bus, den die Stadt zum Hafen zur Verfügung stellt (7€ eine Strecke) und erreichten ca. 14.00 Uhr das Terminal (den Koffer hatten wir mit Tefra vorausgeschickt).

    Obwohl in den Unterlagen stand, dass es mit dem Einchecken erst 15.00 Uhr losgehen sollte, konnten wir uns gleich in eine Schlange einreihen.

    14.40 Uhr waren wir endlich durch sämtliche Kontrollen durch und hatten das Einchecken hinter uns und damit unsere Bordkarte in der Hand. Dazu gab es ein Glas Sekt zur Begrüßung, das wir glücklich im Theater tranken.

    Dann ging es in unsere Kabine, auf die ich wirklich sehr gespannt war. Der Koffer war auch schon da. Die Kabine machte einen freundlichen Eindruck auf mich, allerdings kam sie mir sehr klein vor (kein Wunder, wir hatten erst vor knapp zwei Wochen eine Balkonkabine auf der Mein Schiff 6 bewohnt, die deutlich geräumiger war). Davon abgesehen machten sowohl das Bett (in dem wir hervorragend geschlafen haben) als auch der begehbare Kleiderschrank einen guten Eindruck. Das Bad hatte leider eine Badewanne, mit der sich meine Mutter während der wenigen Tage trotzdem arrangiert hat. Bei einer längeren Reise würde ich jedoch unbedingt eine Kabine mit Dusche buchen.

    Was mir sofort auf- und missfiel war ein Klappergeräusch. Ich habe zwar kein Problem mit Licht in der Nacht in der Kabine, jedoch mit „Lärm“. Vorübergehenden Krach, der vom Seegang herrührt, weil die Gläser klappern oder so, ertrage ich. Nur mit Dauergeräuschen habe ich Probleme. Schnell erkannte ich die vermeintliche Ursache des Geräuschs, denn in der Deckenleiste steckten schon einige zusammengeknüllte Papiere. Offenbar war ich nicht die Einzige, die das Geklapper nervig fand. Also schnell mal die Hand auf die Leiste gelegt und siehe da - Ruhe kehrte ein. Allerdings nur so lange, wie meine Hand dort liegen blieb. Tja, was nun? Konnte ein weiteres Stück Papier, strategisch angebracht, Abhilfe schaffen? Ja, es funktionierte. Glück gehabt. Danach waren wir von unnötigen Geräuschen befreit.

    Die Verdunklung habe ich extra wegen des Berichts ausprobiert. Es war nach dem Zuziehen der Vorhänge wirklich stockfinster.

    Hier ein paar Fotos von der Kabine 658. Ich kann sie empfehlen.



    Hier die „klappernde“ Deckenleiste inklusive Papierlösung.


    Die Klimaanlage war etwas abgeschrammt, aber nicht verrostet oder verdreckt.


    Hier mal die Steckdosen / Lademöglichkeiten. Sind meines Erachtens genug vorhanden.


    Auf beiden Seiten des Bettes.

    Hundefreundin Zu deiner Frage, wie das mit dem Tendern momentan vor Helgoland läuft. Wir sind tatsächlich in Helgoländer Börte-Boote umgestiegen. Das war viel spannender, als in die Tenderboote zu steigen. Am Rand kann man allerdings ein bisschen nass gespritzt werden. War aber nicht schlimm. Das Ein- und Aussteigen hat auch super funktioniert, die Helgoländer Bootsmänner leisten Hilfe. Ich schau mal, ob ich noch ein brauchbares Foto einstellen kann. Viel Spaß dann demnächst. Ich lese in deinem Thread mit! Liebe Grüße.

    Vielen Dank fürs Mitnehmen und die zusätzlichen Informationen und Bilder zum Schiff. Ich bin jetzt, dank dir, etwas schlauer, was Princess Cruises angeht. Danke auch für die ehrlichen Worte zum Sonora Resort. Die machen es einem doch glatt leichter, es für eine eventuelle Buchung nicht in Betracht zu ziehen! 8o

    Freue mich schon auf die Ankündigung!

    Vielen lieben Dank für diesen spannenden Bericht. Ich musste ihn unbedingt noch ein zweites Mal lesen, weil ich durch den eigenen Urlaub manches nur so im „Vorbeilesen“ mitbekommen hatte. Es freut mich, dass euch das Schiff so gut gefallen hat. Und das Urlaubsparadies zum Schluss war ja zum Dahinschmelzen. Ich freue mich auf weitere Berichte von dir. Voraussichtlich geht es bald wieder los??? ;)

    Nun erholt euch aber erst einmal zu Hause von der anstrengenden Tour!

    Liebe Grüße - Katrin