es gibt weit aus mehr diese Veradanas als Balkone.
Ist das wirklich so ?
Ja, ist leider so und einer der Gründe, warum uns die alte M-Klasse (Infinity, Summit usw.) lieber ist. Ein Geheimtipp ( bald nicht mehr, die sind begehrt) sind derzeit noch bei der Edge-Klasse ( also Edge, Apex, Beyond und in Kürze die Ascent) die Heckkabinen der Kategorie SV - etwas größer, mit riesigen Balkonen und traumhafter Sicht zum Heck raus, erstaunlicherweise mit die billigsten Balkonkabinen der Kategorie "Komfort". Einziger Nachteil - Vom Heck bis zum Theater ist es ein langer Weg, aber die Fressmeilen liegen fast alle in der Nähe des hinteren Aufzugs, da ist der Marsch kürzer. 
Es gibt noch ein paar Balkonkabinen mit rundem Guckloch und dann halt die Suiten. Aber die sind halt schon teuer.
Und nun noch ein bisschen weiter im Bericht: Unsere sog. Verandakabine hat uns durchaus gefallen, dadurch, dass Kabine und "Veranda" ineinander übergehen, wirkt sie noch großzügiger, als sie ohnehin schon ist. Ein superbreites bequemes Bett, viele Ablageflächen, ein tolles Bad, da können sich viele Reedereien schon ein Scheibchen abschneiden. Wenn ich z.B. an die hochpreisige Queen Elizabeth von Cunard denke - die hat halt andere Meriten - mit ihrer Uraltdusche samt Vorhang(!)--- Und auch wenn wir einen echten Balkon ein wenig vermissten, war es angesichts des kühlen Wetters in unserer Kabine auch so gemütlich.
Die Mitte des Schiffes ist sozusagen das Kernzenbtrum. Da liegen die hochfrequentierten Bars, das absolut tolle Café al Bacio mit Kaffee- und Teespezialitäten und leckeren Kleinigkeiten., einige Spezialitätenrestaurants, die sehr hochpreisigen shops, sehr auf amerikanischen Geschmack und Geldbeutel (?) ausgerichtet, natürlich das Casino, in dem sich auch auf dieser fast durchweg sonnigen Reise die Zocker drängten an den unglaublichen Mengen der einarmigen Banditen - sicher eine gute Einnahmequelle für Celebrity.
Es gibt Poollandschaften, ein schöner, ebenfalls sehr teurer Spa-Bereich, Pools und Whirlpools und auch ein Café mit "gesunden" Leckereien.
Wäre das Wetter etwas wärmer gewesen und die zunehmende Husterei der Passagiere geringer, wären wir sicher noch öfter in den Heckbereichen gewesen, z.B. im Eden-Café/Bar z.T. kostenfrei, abends Dinner nicht inkludiert- schön gestaltet, teils sehr ungewöhnliche aber bequeme Sitzmöglichkeiten usw. Es gibt einen kleinen Außenbereich, und eine Rampe führt nach oben. Es gibt auch einen Joggingtrack, klar.
In den 4 ebenfalls kostenfreien Restaurants mit unterschiedlichen Schwerpunkten ( alle haben die gleiche Auswahl, verschiedene Deko und jeweils einen anderen Schwerpunkt für Mahlzeiten, z.B. Cosmopolitan = amerikanisch, Cyprus = griechisch, Tuscan= italienisch usw. sind wir diesmal gar nicht gewesen. Da das Schiff offensichtlich sehr knapp mit Servicekräften besetzt war, staute es sich oft schon am Eingang, und viele beklagten sich über Wartezeiten beim Essen. Sicher Anfangsschwierigkeiten, das kennen wir sonst so nicht.
Aber wir liebten das Bufettrestaurant, vor allem weil ich für die asiatische Küche schwärme, und da gab es eine super Auswahl und wirklich richtig "spicy" - gibt's sonst nur noch bei der Holland America Line. Eggs Benedict zum Frühstück, jeden Tag konnte man sich sich Scheiben von einem riesigen Schinkenbein abschneiden lassen, frisches, oft noch warmes Brot, Mandelcroissants, frisches Obst in Hülle und Fülle, dazu mein geliebter Oatmeal-Papp und natürlich Eggs Benedict, die jeweils frisch zubereitet wurden. Im Bufettrestaurant waren auch die nettesten Servicekräfte, viele Frauen aus Mexico, Brasilien, Mazedonien usw., die immer fröhlich und ungeheuer fleißig waren und nie einem kleinen Schwatz abgeneigt. Dazu wuselten die Kelnner/innen vom Barservice in schwarz und die vielen Offiziere als Aufsichtskräfte, die ihr Auge überall hatten. An den Stationen wurde bedient, das fanden wir sehr angenehm, dass keiner seine Finger in den Schüsseln hatte oder mal schnell den Löffel ableckte.... ( alles schon erlebt...)
Die üblichen Getränke wie Tee/Kaffee/Eistee, Milch waren sowieso frei, außerdem gab's eine Bar, an der man sich von den flinken Bedienungen Kaffeespezialitäten, Softdrinks, Bier, Wein und alkoholfreie Cocktails bestellen konnte. Auch im normalen Getränkepaket inklusive. Ich finde das neue Konzept bei Celebrity, in dem im Regelfall Internet, ein Getränkepaket Classic ( bis 9 $) und die Trinkgelder inkludiert sind, eigentlich recht angenehm. Frische Pizza gab's am Pizzastand nebendran, danach ging es über in den zweistöckigen offenen Bereich der Sunset View Bar mit vielen gemütlichen Sitzmöglichkeiten.
Sehr schön gestaltet und deutlich großzügiger als auf der Edge sind die Bereiche im sog. Rooftop Garden mit vielen Sitzmöglichkeiten, die sehr bequem sind und auch Privatsphäre bieten. Wir sind nur oft schnell wieder geflüchtet, denn die Musikbeschallung fanden wir einfach zu laut und nicht immer unser Geschmack. Das zweite wäre noch gegangen, aber uns klingelten nach kurzer Zeit die Ohren, da half auch der leckere marokkanische Minzeistee nicht mehr weiter.
Morgen schreibe ich dann ein bisschen über die Häfen, die Shows und das Leben an Bord. 