Mittwoch 01.04.2026 St. Kitts
Heute hatten wir mal wieder Programm, gebucht war die "Abenteuer-E-Bike-Tour zum Timothy Hill". Zunächst gab es morgens beim Einlaufen diesen Blick vom Balkon:
Dann starteten wir um 9:00 mit der Radtour. Mittlerweile kannte man schon einige der Teilnehmer und der Guide H-P war uns schon vom ersten Tag bekannt und er hat das wirklich gut gemacht. Wir waren eine Gruppe mit der man gut sportlich fahren konnte, niemand ist zurückgefallen oder hatte Schwierigkeiten. Trotz Hitze (!) war es so gut möglich, sich draußen in der Natur zu bewegen.
Zunächst ging es etwas durch die Stadt auf wirklich schlechten Straßen, bei denen man auf Löcher achten musste und wir hielten an ein oder zwei markanten Punkten:
Danach ging es bald auf die sehr gut ausgebaute Ausfallstraße vorbei am Golfplatz und exklusiven Landgütern und luxuriösen Häusern gut bergauf zum Timothy Hill. An diesem Aussichtspunkt war natürlich der Bär los, auch viele Kleinbusse fuhren hier hoch. Der Blick ist aber auch zu schön:
Diese Straße sind wir dann im folgenden weiter bis zur Landspitze gefahren und auf selbem Weg zurück. Ab hier war relativ wenig Verkehr und es ließ sich gut fahren. Natürlich mussten wir erst noch das Foto vom Schriftzug machen - leider müssen sich da immer Leute mit drauf stellen, den Schriftzug solo konnte ich nicht erhaschen. Den Personen habe ich zur Strafe den Kopf mit KI abgeschnitten:
Die Gegend wurde immer einsamer und links und rechts der Straße waren die schönsten Naturstrände zu sehen und ich freute mich schon auf den Strand, den wir am Ende der Landspitze ansteuern sollten. Es war der "Reggae Beach". Da war ich schon enttäuscht, mir gefiel der gar nicht. Natürlich sehen die Bilder trotzdem schön aus.
Also Naturschatten gab es schon mal gar nicht. Wir hatten nur eine Stunde Aufenthalt, da hätte man sich zwar in eine der eher einfachen Bars setzen können, aber dafür bin ich ja nicht an den Strand geradelt. Ein "netter" Mitarbeiter einer Bar wollte uns unbedingt eine seiner Klapperliegen ohne Schirm für 10 $ andrehen - nein danke. Was soll ich damit?
Weiter rechts gab es schönere Bars und Liegemöglichkeiten, dafür reichte aber unsere Zeit nicht. Aber eine Toilette fand ich dort und einfache Duschen gab es auch.
Wir haben uns dann mit einigen Mitradlern unter der gefühlt einzigen Palme ausgebreitet, direkt an der Zufahrtsstraße, und gingen dann etwas zum Abkühlen mit den Füßen ins Wasser.
Dann ging es in flotter Fahrt auf gleichem Weg zurück und wir hielten nochmal an einem ganz tollen Aussichtspunkt, bevor wir wieder die Stadt erreichten:
Im Gespräch mit dem Guide H-P konnte ich erfahren, dass er mit uns 2027 zum Nordkap fährt, da freue ich mich schon auf die Radtouren.
Durchgeschwitzt aber glücklich nach einer ganz tollen Tour auf einer traumhaft schönen Insel kamen wir nach 41km und 700hm gegen 14:30 wieder am Schiff an. Das Eis im Anckelmanns hatten wir uns mehr als verdient und konnten den Nachmittag entspannt mit Lesen verbringen.
Später, kurz vor Ladenschluss, bummelten wir in der Dämmerung noch ein bisschen durch die Geschäfte der Hafenanlage und kauften ein paar Kleinigkeiten. Da gab es auch wieder ein schönes Bild von unserem schönen Schiff:
Der Abend endete mit einem guten Essen im Atlantik, einigen Runden Skip Bo in der Schaubar und dem Shantychor-Singen für mich. Letzteres liebe ich ja, da für mich als Hamburger Deern dort immer Kindheitserinnerungen hochkommen - wir hatten natürlich die Mundorgel zu Hause und mein Vater spielte alles dazu auf dem Akkordeon -, aber ich finde es passt besser in nordische / kühlere Fahrtgebiete.
Tag heute - 10 Sterne!