24.09., ca 1:53 Uhr:
Der Wecker stört die kurze Nachtruhe erheblich! Maulen hilft nix, also raus aus dem Bett und ab ins Bad. Die letzten Sachen in den Koffern verstauen und dann einen Kaffee zum wach werden. Muttern anrufen, weil sie ja Angst hat zu verschlafen, aber schon seit 1:00 Uhr auf den Beinen ist. War klar, oder?
Nachdem auch der Seebär durchs Bad ist und einen Kaffee intus hat, können wir los und die Muttis einsammeln. Jeder seine eigene, weil der Kombi so dämlich ist und die Mitnahme von 4 Erwachsenen und deren Gepäck konsequent verweigert. Den Parkplatzbetreiber freut’s, das Portemonnaie nicht so wirklich.
Gegen 4:00 Uhr erreichen wir dann Düsseldorf und melden uns, einen Fußmarsch später, an der PRM-Service-Station. Und es kam mal wieder so, wie es nicht kommen sollte:
„Guten Morgen, wir haben uns angemeldet - Flug Condor xy.“
„Morgen. Gehen sie zum Checkin und melden sich dann wieder.“
„Meine Mutter kann den weiten Weg (ganz am anderen Ende der Halle wohlgemerkt) nicht ohne Rollstuhl bewältigen.“
„Ich hab nur noch einen hier.“
„Der reicht auch vollkommen aus!“
Widerwillig klappt er ihn aus und schiebt ihn zu uns rüber.
„Herzlichen Dank!“ - Schweigen.
Am anderen Ende der Abfertigungshalle steht eine mächtig lange Schlange vor den Condor-Schaltern und wir reihen uns ein. Kurz drauf bekommen wir von einem netten vorbeigehenden jungen Mann den Tipp, dass es einen speziellen Schalter gibt und wir uns dort hinwenden können. Dankeschön! Den Hinweis hätte ich von dem PRM-Mann erwartet!
Der Checkin ist dann schnell erledigt und wir werden telefonisch von der Checkin-Dame beim PRM angemeldet. Mittlerweile hat dort der „Oberaufseher“ gewechselt und ist verwundert, dass wir schon einen Rollstuhl von denen haben. Tja … ich sag da nix mehr zu!
Es geht mit 3 Rollstühlen und 2 Mitarbeitern dann zur Sicherheitskontrolle, freundlicherweise dürfen aber tatsächlich wir alle 4 mit und nicht nur Muttern und eine Begleitperson. Ein Zigaretten- und ein WC-Stopp später werden wir auch schon zum Boarding gerufen. Zeit zum Luftholen gab es also nicht. Auch nicht schlimm.
Bis alle 275 Menschen in dem vollen Vollcharter verstaut sind dauert es eine Weile, aber wir sitzen ja bequem. Und mit einer Flugzeit von 1:05 ist es auch egal, geht ja fix. Relativ pünktlich geht es dann aber los und wir starten in den Sonnenaufgang
Der Seebär ordert sich bei der freundlichen Kabinen-Crew ein Sandwich und ein Getränk und muss dann schmerzlich erfahren, dass Reisen mit Muttis genau so NICHT funktioniert! Auch nicht wenn man über drei Reihen hintereinander verteilt sitzt! Erst die Muttis, dann der Rest der Reisegruppe, also er und ich! Er erfindet eine Ausrede und die Muttis und ich ordern dazu noch Getränke, den Rest heben wir uns für das Schiff auf.
Der Flug ist ruhig und bei bester Sicht
In Triest warten wir brav bis alle anderen Passagiere das Flugzeug verlassen haben und steigen dann auch aus. Der Seebär marschiert schon zum Kofferband und wir halten vergeblich nach dem PRM-Service Ausschau. Das wir uns dann auf den kurzen Weg machen ist meiner Ungeduld in dem Moment geschuldet. Der hat wohl gut funktioniert, wie ich auf dem Rückflug erfahren habe. Der Flughafen Triest ist aber auch so winzig, dass Muttern das kurze Stück gut bewältigen konnte und wir kurz darauf schon im Bus saßen.
Der Transfer gab einen kleinen Eindruck von Triest, der uns allen gut gefiel. Da könnte man glatt später noch mal vom Schiff … wenn es denn später nicht ordentlich anfangen würde zu regnen. Aber erst mal aufs Schiff
Der Checkin lief zügig und kurze Zeit später saßen wir auch schon in der AAB bei Kaffee, Panini, einem Bierchen und mit den Freunden von Muttern, die uns von ihren zwei tollen Wochen erzählten. Als der Regen dann doch stärker wurde, verzogen wir uns ins Gosch und aßen erstmal was ordentliches. Ich marschierte zum Spa, wollte ich mir doch die reservierten Entspannungslogen wenigstens mal angucken, wenn wir sie schon nicht nutzen konnten. Das fand ich, als ich sie sah nochmal extra schade
Als ich den Schlüssel zurück bringe, storniert die nette Dame vom Spa umgehend die Buchung, was ich super fand und mich natürlich herzlich für das Entgegenkommen bedankte!
Die Kabine-fertig-SMS kam kurze Zeit drauf auch schon und wir fanden uns samt Koffern darin ein. Die Verbindungstür wurde geöffnet, für die Balkonabtrennung fehlte der Vierkant. Das wurde am nächsten Tag erledigt. Dem Nachmittagsschläfchen stand nichts mehr im Wege.
Mit einer Mütze mehr Schlaf gingen wir in der TUI-Bar einen Kaffe trinken. Mit Schokotäfelchen natürlich
Es war schon recht spät am frühen Abend und ich hatte den Eingang zum Mediterran im Blick. Also kurze Entscheidungsfindung: erst Essen, dann Sicherheitsübung! Das sollte bis 20:00 Uhr zu schaffen sein.
Im Mediterran angekommen saßen wir prompt bei einem Kellner, den wir von der Kanaren-Reise kannten. Und er uns auch. Die Welt ist klein! Darauf erstmal einen Portwein
Der Rest des Abends in kurz und in knapp: Lecker gegessen, Sicherheitsübung bei der Frisörin absolviert und, da wir näher zum Treppenhaus A waren, hinauf und in der Überschaubar angefangen nach einem Platz für uns zu suchen. Auf dem Pooldeck herrschte noch die Ruhe vor dem Passagier-Sturm
Da wir in der Überschaubar direkt fündig wurden, klang der Abend samt ablegen dort auch aus.
Ja genau, mit Ablegen
Variante 1 hat gezogen. Noch ein, zwei Drinks später ging es aber auch endlich ins Bett. Ausruhen von dem anstrengenden Tag heute und für den morgigen geruhsamen Seetag.