15.02.2025 – 23. Seetag von vielen – 5. Seetag nach Gran Canaria
Heute ist der letzte Tag auf dem Schiff. Die Irre ist häufig deprimiert, lässt sich aber auch leicht ablenken.
Beim Frühstück freut sie sich, weil niemand sie zurück hält, als sie zu ihrem Rührei noch 2 Streifen Speck und eine doppelte Portion Lachs holt. Noch während des Frühstücks werden wir von der MSC Preziosa rechts überholt. Als kurz vor 12 Uhr die ersten Gäste mit ihrem Mittagessen kommen, gehen wir mal langsam wieder auf unsere Kabine.
Dort warten die Koffer noch unter den Betten darauf, hervorgeholt und mit all den Dingen gefüllt zu werden, die wir wieder nach Hause mitnehmen möchten. Dabei lassen wir uns ganz viel Zeit und räumen erst einmal die Rückenkissen vom Sofa. Dann passen beide Koffer aufgeklappt nebeneinander auf das Sofa und lassen sich dann ganz einfach wieder füllen. Aber zuerst müssen all die kleinen Beutel und Taschen wieder mit all den Kleinigkeiten gefüllt werden, die vor gut 5 Wochen schon einmal darin verstaut worden waren.
So wurden nach und nach die beiden Koffer gefüllt und die Dinge erst einmal auf dem Bett zwischengelagert, die in den kleinen Koffer müssen und gleich mit uns nach Hause reisen. Während des Packens nahmen wir uns aber immer wieder Zeit, die Wellen, den Verkehr und auch Windparks zu beobachten.
Als wir um 14:30 so weit mit Packen fertig waren, dass nur noch die Schuhe und Kleidung fehlte, die ich zum Abendessen tragen wollte, und die, die ich noch an hatte, gingen wir erst einmal auf Deck 12 in den Anckelmanns und genossen dort zur großen Freude der Irren die letzte Nachmittagskaffeestunde mit einem Cappuccino, einem Glas verdünntem Orangensaft, Eis und Kuchen. Als die Kuchen bereits wieder eingesammelt wurden, wollte die Irre dann doch wieder gehen. Auf dem Weg verabschiedete sie sich noch von den beiden Pools, der Eisbar und noch ein paar Bars, an denen sie doch das eine oder andere Getränk genossen hatte. Vor allem von den blauen Schildkröten am Pool konnte sie sich kaum trennen. Aber es war dann doch ziemlich kalt und die warme Kabine rief sie doch mit Macht.
Dort holte sie sich zum letzten Mal den Balkonstuhl rein und stellte ihn vor die Balkontür, damit sie beim Lesen die Wellen noch beobachten konnte. Aber es gab fast keine Wellen. Und der Wind war auch sehr schwach.
Zum letzten Abendessen durfte die Irre noch einmal zum Gosch, wo sie sich einen Grillteller bestellte und den Fisch und die Garnelen ganz langsam aß.
Irre: Daheim bekomme ich so etwas nicht. Deshalb muss ich jeden Bissen genießen, so dass ich mich später wieder daran erinnern kann.
Nach dem Abendessen durften die letzten Dinge in die beiden Koffer, die mit Tefra reisen. Und dann verabschiedete sich die Irre ausgiebig von den inzwischen vor der Kabinentür stehenden Koffern.
Jetzt möchte sie noch im Kabinen-TV den Abschied von der Crew und den Künstlern und der Verlosung der Seekarte ansehen. Größere Menschenansammlungen meidet sie immer noch; will sie sich doch nicht gleich wieder mit irgend einem Infekt anstecken. Und hier auf dem Schiff schniefen und husten sehr viele Gäste.
Danach ist noch etwas Zeit zum Lesen, bevor wir uns das letzte Mal von den leichten Schiffsbewegungen in den Schlaf wiegen lassen können.