... endet damit, dass ich, die Irre, mal wieder erzählen darf, was wir heute gemacht haben.
Als ich kurz vor 8 Uhr aufwachte und aus dem Fenster schaute, sah ich Nebel - und einige Dampfschwaden, die vom Rundbecken der Therme Eins aufstiegen. Die musste Gipsy natürlich gleich fotografieren.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Und dann erlebte ich die erste Überraschung dieses Tages. Gipsy hat sich nicht noch einmal in ihr Bett verkrochen sondern hat sich einfach für das Frühstück fertig gemacht. Da kam dann die nächste Überraschung: ich durfte mir gebratenen Frühstücksspeck zum Omelett nehmen und auch noch eine winzige Nussschnecke.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Nach dem Frühstück kam auf dem Zimmer schon die nächste Überraschung. Gipsy hat 2 Trinkflaschen mit Wasser gefüllt und zusammen mit einer Strickjacke in einen Beutel gesteckt. Dann hat sie eine kleine Handtasche gepackt. Bei der Kamera hat sie kurz überlegt, ob sie sie lose oder mit der Kameratasche einpacken soll. Zum Glück hat sie sich für die Kameratasche entschieden; da war nämlich ein später dringend benötigter Ersatzakku drin.
Und dann sind wir trotz leichtem Regen einfach losgefahren. Zuerst die B12 nach Westen und dann die B20 - bis wir einen Ort namens Burghausen erreicht hatten.
Dort ist mir ein Wegweiser aufgefallen, auf dem "längste Burg Europas" stand. Und dem sind wir gefolgt bis zu einem Parkplatz, auf dem wir das Auto abgestellt haben. Gipsy hat dann noch ihre Handtasche geschnappt, die Kamera aber ohne Kameratasche mitgenommen.
Und da waren wir dann am Eingang zur längsten Burg Europas.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Die Burg nimmt fast den ganzen Bergrücken am Horizont ein. Der 6. Vorhof ist links und die Hauptburg ragt rechts als großes helles Gebäude über der Salzach. Etwas unterhalb der ersten Vorhöfe links der Hauptburg ist noch ein erhaltenes Außenwerk zu erkennen, eine Art vorgeschobene Verteidigungsfeste der Burg.
Wir haben uns fast 3 Stunden in der Burg aufgehalten und über 200 Fotos gemacht. Die Wahl fiel uns ziemlich schwer, weshalb jetzt eine riesige Bilderflut kommt.
Als ich heute aufwachte klang das Plätschern von draußen anders als in den letzten Tagen. Ein Blick aus dem Fenster brachte die Erklärung; die Autos sorgten für ein leichtes Spritzen. Es regnete leicht, aber der Himmel sah nach sehr viel mehr flüssigen Sonnenschein aus.
Das ausnahmsweise etwas frühere Frühstück war wie immer: Eierspeise, Brötchen mit Marmelade, Saft, Obst, Kaffee. Davon gibt es noch nicht einmal ein Bild.
Was tun? Lesen oder Baden? Zuerst war erst einmal Lesen angesagt. Dann kam das Baden in meinem Lieblingsbecken mit 38° an die Reihe. Das Becken ist in einem ganz speziellen Raum mit geschlossenen Wänden. Aber 2/3 des Daches ist immer offen. So hat es also in das Becken geregnet, wodurch die Wassertemperatur gefühlt weniger als 38° gewesen sein können. Außerdem war es von oben ganz schön nass.
So habe ich mich nicht sehr lange in der Therme Eins aufgehalten. Das einzige überdachte Außenbecken, das Champagnerbecken, habe ich erst gar nicht versucht. Bei der dort herrschenden Personenbegrenzung rechnete ich mit einer sehr langen Wartezeit in kurzen überdachten Gängen, was mir etwas Blubbern einfach nicht wert war.
Nach den gestrigen Erfahrungen mit der Haustherme habe ich mir den Weg in den anderen Teil des Hotels gespart und habe es mir auf meinem trockenen Balkon und im Zimmer gemütlich gemacht.
Nach dem Mittagessen war noch ein ausgedehntes Nickerchen an der Reihe und dann wieder lesen. Am späten Nachmittag hat der Regen etwas nachgelassen, so dass ich mein oben offenes Lieblingsbecken mit halbwegs trockenen Haaren verlassen konnte.
Das Abendessen war wie immer überaus lecker.
Inzwischen hat es ganz aufgehört zu regnen und der Himmel ist wohl fast wolkenlos.
Der Wetterbericht verspricht für morgen noch einmal einen schönen Tag mit angenehmen Temperaturen. Und dann soll es wohl eher durchwachsen werden. Wenn ich also eine etwas längere Tour machen möchte, sollte ich dies morgen in Angriff nehmen.
22. September 2020 - Nicht viel los bei Trio Gipsy
Der Blick heute morgen aus dem Fenster war nicht ganz nach meinem Geschmack; Hochnebel. Den Anblick kenne ich vom Bodensee. Durch die Nähe des Inns ist es hier leider nicht viel besser. Zum Leidwesen der Irren kuschel ich mich einfach noch einige Zeit in die Federn und grummele nur etwas von "Urlaub" vor mich hin.
Aber ich bin immerhin 15 Minuten früher als gestern beim Frühstück. Nur der Irren ist 9 Uhr nicht früh genug. Das wird sich erfahrungsgemäß aber auch nicht wirklich ändern in den nächsten Tagen/Wochen.
Eigentlich wollte ich heute zur Abwechslung mal Rührei essen. Aber es waren nur Spiegeleier fertig. Und wenn das Rührei sowieso frisch gemacht werden muss, kann ich gleich ein Omelett essen - sehr zur Freude der Irren, die die Holzapfel-Omeletts über alles liebt.
Meine Beute beim Frühstück ist fast immer ähnlich: Eierspeise mit Schinken, kleines Brötchen mit Marmelade oder Honig, große Portion Obst, kleines Glas Obstsaft, kleines Glas Smoothie des Tages (der serviert wird und von dem meist noch nicht einmal die Servicekraft weiß, was es ist) und Kaffee. Ab und zu gelingt es der Irren, noch etwas auf einen der Teller zu schmuggeln. So zwingen sie kleine Quarkplunder grundsätzlich, ihr Talent als Essensschmugglerin in voller Ausprägung zu zeigen. Die Teile sind aber auch sehr lecker.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Während des Frühstücks ist es der Sonne so nach und nach gelungen, sich durch den Hochnebel zu kämpfen und noch einmal mit aller Macht vom Himmel zu strahlen.
So habe ich mich erst einmal mit einem Buch auf den Balkon verzogen, wo ich auch ziemlich schnell eingedöst bin. Aber für einen kurzen Sprung ins Wasser der Therme Eins vor dem Mittagessen hat die Zeit nach dem Nickerchen noch gereicht.
Zum Mittagessen gab es Hackbraten mit Schupfnudeln und Bohnen-Möhren-Gemüse. Die Irre durfte wählen, ob sie Schupfnudeln (lecker) oder lieber Dessert (auch lecker) möchte. Ihre Wahl war natürlich "Dessert", ein kleines Stück Kuchen und eine Kugel Eis.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Um 15 Uhr hatte ich einen Massagetermin. Und zur Überraschung der Irren bin ich nicht eingeschlagen und habe den Termin nicht verpasst, obwohl ich keinen Wecker gestellt hatte.
Diese Aromaölmassage ist immer ein Genuss, auch wenn dieses Jahr dabei Maskenpflicht herrschte. Die Finanzministerin ist ziemlich schnell vor Entspannung eingeschlafen und hat laut virtuell geschnarcht. Und die Irre hat nur noch geschnurrt wie ein Kätzchen und plötzlich überall ein Fell bekommen. Nach der 50-minütigen Massage sah sie dann aber plötzlich wieder genau so aus wie immer.
Weil die Wellness-Behandlungen direkt neben der hauseigenen Therme sind, habe ich mir die Situation in den Liegeräumen, auf der Liegewiese und in den Becken noch genauer angesehen. Und eigentlich wollte ich die Gelegenheit nutzen und testen, ob das Wasser im Außenbecken auch dieses Jahr so angenehm warm ist wie in den letzten Jahren.
Aber es war mir dort einfach zu voll. Ich habe 20 Köpfe in dem kleinen Außenbecken gesehen, in dem mir schon zu normalen Zeiten 10 Personen mehr als genug sind. Und die Sprudeldüsen waren auch noch an. Die Liegeräume waren alle leer (dort ist Maskenpflicht). Auf den Liegen um das Innenbecken lagen ein paar Personen ohne Maske und die Liegewiese war so voll, dass ich mich fragte, wo all die Liegen plötzlich herkamen; letztes Jahr waren viel weniger Liegen auf der Wiese. Wahrscheinlich waren die Hälfte davon aus dem Außenbereich der Sauna "ausgeborgt".
Das war mir viel zu voll. Im Außenbecken hätte ich mich nicht mit ausgestreckten Armen um die eigene Achse drehen können, ohne einige andere Gäste dabei umzumähen.
Also bin ich kurz zurück auf´s Zimmer und dann in die Therme Eins, wo ich mich in den beiden Außenbecken, in denen ich war, mit ausgestreckten Armen um die eigene Achse drehen konnte, ohne dabei auch nur einen anderen Gast zu berühren.
Ich mag die bequemen Liegen in den Liegeräumen der Haustherme sehr und habe dort schon viele Stunden lesend und Tee schlürfend verbracht. Aber wegen der aktuellen Maskenpflicht ziehe ich die bequemen Liegen auf meinem Balkon vor und schlürfe dabei halt Wasser statt Tee. Und zum Baden bin ich schneller in der Therme Eins, in der ich auch mehr unterschiedlich temperierte Außenbecken zur Wahl habe. Und wenn ich unbedingt möchte, kann ich auch in der Therme Eins einen Kaffee trinken und ihn aufs Zimmer bzw. Chiparmband schreiben lassen.
Nach der Massage und dem anschließenden Bad war es auch schon (wieder) Zeit zum Abendessen. Heute habe ich auch mal daran gedacht, den gedeckten Tisch zu fotografieren bevor ich das Arrangement zerstöre. Die Irre hat währenddessen mal wieder einen Akt ihres Theaterstücks "Die Irre verhungert gleich" (nach etwas mehr als 5 Stunden ohne Essen) aufgeführt und immer wieder halb verhungert blickend und stöhnend in Richtung Salatbuffet gezogen.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Heute morgen war die Wahl des Hauptgangs ganz einfach. Die 5 Buchstaben "leber" haben meinen Blick magisch angezogen und mich dazu veranlasst, die "2" auf der Essensbestellung anzukreuzen, bevor ich den Rest der Karte auch nur eines Blickes gewürdigt hatte.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Obwohl ich heute auf die Suppe verzichtete, war ich nach den restlichen 4 Gängen (mit Salat) so voll, dass noch nicht einmal die Irre noch etwas Käse haben wollte.
Irre: Ich bin so voll. Ich esse bestimmt nichts mehr vor dem Mitternachtsimbiss.
Finanzministerin: Wo willst Du denn einen Mitternachtsimbiss her bekommen? Wir haben doch nichts Essbares auf dem Zimmer.
Irre: Gipsy muss doch vor dem Schlafengehen noch Medis nehmen.
Finanzministerin: Das ist doch kein Mitternachtsimbiss.
Irre: Dann esse ich halt bestimmt nichts mehr vor dem Frühstück morgen.
21. September 2020 - Die Irre ist erst einmal zufrieden
Juhu, heute hat Gipsy eine Wette gegen mich verloren und jetzt darf ich, die Irre, erzählen, was wir heute gemacht haben.
Der Morgen fing wie üblich an: ich will endlich etwas unternehmen und Gipsy denkt nicht ans Aufstehen. Sie grummelt nur etwas von Urlaub. Aber als ich das schöne Wort "Brunch" sage, quält sie sich doch endlich aus dem Bett und macht sich fertig für´s Frühstück.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Mit ihrer Ausbeute bin ich erst einmal gar nicht zufrieden: da ist nur ein Spiegelei und dann liegt noch nicht einmal eine kleine Scheibe Brot darunter. Ich hätte viel lieber 2 Spiegeleier gehabt. Aber Gipsy grinst nur und zeigt auf die Speisekarte für heute.
Und da mag ich sie dann doch wieder; es gibt heute Mittag nämlich Hühnchencurry und/oder Kässpätzle. Und wenn ich weniger frühstücke kann ich am Mittag mehr essen.
Nach dem Frühstück kann ich Gipsy zu einem kleinen Spaziergang zum Kurpark überreden. Sie packt erst mal eine kleine Handtasche mit dem Nötigsten. Als sie das Portemonnaie ebenfalls einsteckt, zuckt die Finanzministerin ganz erschrocken zusammen und fängt an zu zittern. Das kann Gipsy ruhig öfter machen.
Blöderweise zieht Gipsy nur ihre dünnen Leinenschuhe mit den dünnen Sohlen an. Meinetwegen hätte sie ruhig ihre bequemen Treter für längere Wege anziehen können. Aber sie wollte keine Socken anziehen.
Zuerst fotografieren wir natürlich die Straße zwischen dem alten und dem neuen Holzapfel. Auf dem Bild (links oben) sieht man rechts zwischen den Bäumen die Lichtkuppel des unterirdischen Verbindungsgangs. Die anderen 3 Bilder zeigen das Traditionshaus mit dem Bademantelgang zur Therme Eins (links unten, im ersten Stock) und unser Zimmer im 4. Stock (unter dem kleinen Fenster im Giebel).
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Dann sind wir einfach die Hauptstraße ein paar Meter in Richtung Ortsmitte gegangen, bis wir den ersten Kreisverkehr erreichten, bei dem die Kurallee (eine der beiden Hauptverbindungen in Ost-West-Richtung, verbindet die Europa Therme und die Therme Eins) und die Thermalbadstraße (Hauptdurchgangsstraße in Nord-Süd-Richtung, trennt die beiden Häuser des Holzapfel) sich treffen.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Wir gehen die Kurallee weiter in Richtung Kurpark und Europa Therme. Und machen natürlich ein paar Fotos.
Links oben ist eine der typischen Seitenstraßen mit Unterkünften für Kurgäste zu sehen. Das rechte Bild (im Hochformat) zeigt den riesigen Abstand zwischen den beiden Gehwegen auf jeder Seite der Kurallee und den wenigen Platz für die Autos (2 Spuren ohne Mittelstrich). Rechts unten sind wir schon am Kurplatz angekommen, auf dem jeden Freitag Markt ist. Aber so leer habe ich den Platz noch nie gesehen. Und dabei gibt es dieses Jahr sogar weniger Stühle als sonst.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Auf dem Rückweg oberhalb des Kurparks entlang der Parkplätze am nördlichen Ortsrand treffen wir noch auf interessante Strukturen zwischen den Parkplätzen und dem Kurgebiet. In mindestens einer sind offensichtlich öffentliche Toiletten untergebracht (obere Reihe).
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Dann müssen wir auch den Kreisel queren, der die Autofahrer fast direkt nach dem Ortsschild begrüßt. Zum Schluss sehen wir noch die Therme Eins und den Holzapfel (rechts hinter den Bäumen) von hinten.
Inzwischen habe ich ganz furchtbaren Durst. Aber ich bekommen nichts und werde nur vertröstet, dass wir bald zu Hause sind. Da fällt mir dann auch ein, dass ich ja am Kurplatz andere Gäste mit einem Eis in der Hand gesehen hatte. Da wollte ich auch gleich nachschauen, wo die das her hatten. Aber Gipsy und die Finanzministerin haben mich so gemein abgelenkt, dass ich das ganz vergessen hatte.
Wir sind rechtzeitig zum Mittagessen wieder zurück - und Gipsy muss jetzt den Preis für ihre Schuhwahl zahlen: sie hat Fuß-Aua und zieht zum Essen dann andere Schuhe an. Und ich bekomme endlich etwas zum Trinken.
Nach diesem anstrengenden Spaziergang esse ich zuerst mal eine kleine Portion Hühnchencurry mit Basmatireis (lecker). Danach passt noch mehr in meinen Magen und ich will mir noch etwas Kässpätzle und Kuchen holen. Aber Gipsy will nur entweder Kässpätzle oder Kuchen genehmigen. Ich entscheide mich für die Kässpätzle (ebenfalls sehr lecker) und nehme so nebenbei noch ein kleines Schüsselchen mit Schokomousse (ganz oberlecker) mit, das ich dann halt auch essen darf. Zurückstellen darf ich es nicht mehr und zum Wegwerfen ist es zu schade. Ab und zu lässt sich Gipsy halt doch ganz einfach austricksen.
Nach dem Essen macht Gipsy es sich auf dem Sofa bequem und will etwas lesen. Ich warne sie, dass sie wohl bald einschlafen würde. Gipsy ist sich sicher, dass sie nicht müde ist. Wir wetten. Nach ein paar Seiten fällt Gipsy der ebook-Reader aus der Hand; sie ist eingeschlafen. Ich habe die Wette gewonnen - und darf heute den Bericht schreiben.
Als Gipsy wieder aufwacht, will ich in die Therme Eins und baden. Aber irgend was ist heute kaputt bei Gipsy. Diese Wasserratte probiert 3 Becken aus, die sie schon nach 5 Minuten verlässt. Auch in unserem schönen warmen Lieblingsbecken bleibt sie nicht wirklich lange, nur 15 Minuten; und wir lesen dann halt auf dem Zimmer bis zum Abendessen, das auch nicht mehr lange auf sich warten lässt.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Ich kann mich immer noch nicht entscheiden, ob die Suppe, der Fisch oder das Dessert am leckersten war. Am liebsten hätte ich bei jedem Gang um eine zweite Portion gefragt, aber Gipsy hat das leider nicht erlaubt.
Morgen muss Gipsy unbedingt nach dem Mittagessen einen Wecker stellen, sonst verschläft sie womöglich noch ihre Aromaöl-Ganzkörpermassage, auf die ich mich schon ganz toll freue.
andreaO Das Frühstück holt man sich nach wie vor am Buffet. Nur der Kaffee und Kaffeespezialitäten werden serviert.
Auch das Mittagessen ist nach wie vor als Buffet zur Selbstbedienung aufgestellt. Nur Getränke werden serviert.
Beim Abendessen gibt es die Salate und den Käse vom Buffet, Getränke und die 4 Gänge von Vorspeise bis Dessert werden serviert.
Beim Buffet ist nach wie vor Selbstbedienung. Aber jeder Gast muss mit Mundschutz zuerst die Hände desinfizieren und sie dann in "Plastiktüten-Handschuhe" stecken, und zwar beide Hände. Dann erst darf man das Vorlegebesteck anfassen und sich bedienen. Am Ende werden die Handschuhe in einen bereitgestellten Eimer entsorgt. Beim nächsten Gang geht das Spiel mit Mundschutz, Hände desinfizieren und Tüten überziehen wieder los. Dabei fällt leider sehr viel Müll an.
Da das Buffet direkt zwischen Kücheneingang und Küchenausgang (Einbahnstraße für das Personal) aufgebaut ist und sehr viel aufmerksames Personal unterwegs ist, und auch ständig jemand das Buffet "wartet", fallen Verstöße gegen diese Regeln fast immer sofort auf und der entsprechende Gast wird sofort angesprochen. Bisher konnte ich noch nicht beobachten, dass ein Regelverstoß unbeobachtet und ungeahndet blieb. Und mit Mundschutz und eingetüteten Händen ist ein Antatschen der "Ware" und Ablecken der Finger so gut wie unmöglich. Für mich ist das genug Hygiene und ich warte auch gerne mal kurze Zeit bis sich ein kleines Gedränge wieder aufgelöst hat. So bin ich meist mit mehr als 1.5 m Abstand am Buffet unterwegs.
Justitia Die Irre wird notfalls an die Kette gelegt. Und einen Ausflug/Einkaufstour habe ich schon fest eingeplant. Ich brauche nämlich wieder Kerzen, Honig-Ingwer-Bonbons und einen Kräuterlikör für den Nachbarn, der auf meine Wohnung aufpasst. Und da die Route direkt an einer DM-Filiale vorbei führt, wird diese auch immer gleich überfallen. Und zwischen den Honig-Ingwer-Bonbons, die ich bei einem Imker in Bad Birnbach kaufe, und den Kerzen (Fabrikverkauf in Rotthalmünster) liegt noch das Kloster Asbach, dessen Kirche ich mir bei Gelegenheit auch mal anschauen wollte.
Den Streit, ob ich wirklich wieder Bilder vom Abendessen einstellen soll, hat die Irre gewonnen. Sie ist der Meinung, dass das Essen hier im Hotel genau so lecker aussieht wie das Essen auf den Bildern der Mein Schiff Schiffe - und ich es deshalb ruhig zeigen soll.
Vom Salat habe ich natürlich wieder keine Bilder. Der ist auch immer nicht wirklich fotogen, wenn ich mir einfach einen Teller mit etwas Rohkost fülle, allem voran Rote Beete. Aber die restlichen Gänge habe ich fotografiert.
Vorspeise: Hausgebeizter Orangen-Pfeffer-Lachs und chremiges Räucherlachs-Mousse, angemachte Zucchini-Spaghetti, Safrandip, Butter und Jourgebäck - Wieder sehr lecker. Und das Jourgebäck war noch leicht warm.
Suppe: Klare Ochsen-Bouillon mit Schinken-Käse-Schöberl - die kann es ruhig noch einmal geben solange ich hier bin.
Hauptgang: Keule von Bayerwald Rot-Hirsch mit Cognac-Pfefferrahmsoße, sautierten Pfifferlingen, Spitzkraut und Preiselbeer-Spätzle -
Dessert: Gekochte Portwein-Feigen auf Zabaione-Weinschaum, Walnusseis - die Feigen hatten noch leichten Biss und der Weinschaum, zum Reinlegen
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Für Käse hat der Platz in meinem Magen wieder nicht gereicht.
Jetzt lasse ich den Abend langsam mit etwas Lesen ausklingen. Morgen soll es ja noch einmal sehr schön werden. Aber ich bin viel zu vollgefressen träge, um irgend etwas zu planen und lasse es einfach auf mich zukommen. Möglichkeiten gibt es viele. Ich könnte mich wieder mit so viel leckerem Essen abfüllen, dass ich wieder ganz träge bin. Oder einen Ausflug in die nähere Umgebung machen. Oder einen Spaziergang durch Bad Füssing machen und überprüfen, ob die öffentlichen Anlagen immer noch so schön sind wie sie bisher immer waren. Oder die Haustherme auf Neuerungen/Änderungen checken. Oder wieder in die Therme Eins einfallen und die Bereiche begutachten, in denen ich heute nicht war. Oder mich einfach mit einem Buch faul auf den Balkon legen und die Sonne genießen.
20. September 2020 - Ein Tag zum Eingewöhnen und Entspannen
Trotz meiner Müdigkeit konnte ich nicht besonders gut einschlafen, muss ich mich doch erst einmal wieder an das von der Therme Eins kommende Plätschern gewöhnen. Und so kommt es wie es kommen muss.
Die Finanzministerin beschließt noch am Abend, dass wir unbedingt noch vor dem Frühstück in die Therme müssen, damit wir den inkludierten Eintritt auch besonders gut nutzen würden. Als ich dann kurz nach 6 das erste Mal so weit wach werde, dass ich halbwegs denken kann, geht es dem guten Vorsatz der Finanzministerin genau so wie es ihm die letzten Jahre immer gegangen ist; ich drehe mich um und schlafe noch etwas. Die Therme soll so früh morgens zwar immer sehr leer sein, überprüft habe ich das aber in all den Jahren noch nie.
Aber irgend wann muss ich endlich aufstehen. Es gibt zwar von 7:30 bis 10:30 Frühstück; aber wenn ich zwischen Frühstück und Mittagessen, das von 12:30 bis 14:00 gereicht wird, etwas Zeit verstreichen lassen möchte, sollte ich das Frühstück bis 10 Uhr beendet haben. Und ganz auf das Mittagessen verzichten möchte ich nicht; eine Kleinigkeit zwischen Frühstück und Abendessen möchte ich schon haben.
Mit meiner Ausbeute vom Frühstücksbuffet ist auch die Irre zufrieden und wir genießen es einfach.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Dann müssen wir natürlich noch den Hauptgang für den Abend auswählen und auf dem Zettel für die Küche bestellen. Bei diesem Angebot fällt mir die Wahl ziemlich schwer.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Gewonnen hat am Ende dann die Hirschkeule.
Nach einigen schon überfälligen Telefonaten und etwas Lesen war es auch schon Zeit für das Mittagessen.
Am Buffet habe ich mir etwas Erbsensuppe, einen kleine Scheibe Schweinebraten und 2 Portionen Sauerkraut gegönnt. Auf die Soße und die Knödel habe ich zur Freude der Irren zugunsten eines Desserts verzichtet. Sie hätte nur gerne die anderen 4 Sorten Kuchen und die 3 Sorten Eis probiert, wurde aber auf die nächsten Mittage vertröstet. Die Kuchen sind zum Glück wirklich winzig, aber sehr lecker.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Nach etwas Ruhen musste ich endlich schauen, wie es in der großen Therme Eins denn jetzt so ist. Am Zugang über den Bademantelgang hat sich nichts geändert; es gibt immer noch den Schrank mit ein paar Schließfächern, die ich immer gerne für bequeme Schlappen und die Zimmerkarte nutze. Dann kommt ein längerer Gang, in dem morgens wohl immer noch eine kleine Kaffee- und Teestation aufgebaut ist. Und dann kommt das Drehkreuz, das man mit dem Thermenarmband so oft wie man möchte freigeben kann.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
In der Therme ist im Innenbereich in den Verbindungsgänge eine Maske empfohlen; Maskenpflicht besteht aber nur bei den Umkleiden und Schließfächern der Tagesgäste. Über den Bademantelgang betrete ich die Therme im Treppenhaus zwischen dem ältesten Teil und den großen Liegeräumen. Die Liegen im Außenbereich stehen mit größerem Abstand und waren fast alle belegt. In meinem Lieblingsbecken, das dem Hotel am nächsten liegt, dem 38° warmen Quellenbecken ist nur Abstandspflicht, aber keine Personenbeschränkung. Jedoch sind von den Düsen, aus denen das wirklich heiße Wasser in einem feinen, aber harten Strahl kommt, nur jede zweite in Betrieb. Somit gibt es dort schon einmal kein Gedränge mehr. Und auch sonst habe ich dieses Becken selten so leer erlebt, vor allem nicht an einem frühen Sonntag Nachmittag. Fast jede der Personen, die am Rand rumstanden, konnte die Arme ausstrecken ohne vom Nebenmann/frau mehr als eventuell eine Hand zu berühren. Und ich habe dieses Becken schon verlassen, weil ich mich nicht drehen konnte ohne an jemandem anzustoßen.
Bei meinem zweiten Lieblingsbecken, dem "Champagnerbecken", einem Freiluft-Whirlpool, sah es etwas anders aus. Hier gibt es eine Beschränkung von 10 Personen in einem sechseckigen Becken mit geschätzten 3 Metern Länge der Seitenteile (also 18 Meter Umfang). Hier sind am Rand entlang zwei Reihen Bodensprudler angebracht, die so richtig schön perlen und kitzeln. In diesem Becken habe ich schon über 30 Personen gezählt (und dann das Becken auch wegen Platzangst verlassen). Mit nur 10 Personen in diesem Becken konnte sich jeder richtig ausbreiten und auch vom Sprudel waagrecht auf die Oberfläche treiben lassen, ohne dabei eine andere Person zu berühren.
Leider kam hier dann auch der Egoismus einiger Besucher durch, die trotz wartender Gäste mehrere der 15 Minuten dauernden Runden nacheinander absolvierten.
Auch die angebotene Wassergymnastik musste aufgrund mangelnder Disziplin der Gäste leider wieder eingestellt werden.
Trotzdem hatte ich wider Erwarten kein ungutes Gefühl. Die meisten Gäste halten Abstand und den anderen kann man gut aus dem Weg gehen.
Jetzt gibt es noch das leckere Abendessen und dann ist der erste Tag auch schon fast zu Ende.
Liebe Joni , ich bin nur ein Mal von Biberach die A7 und A8 nach München - und danach immer die A7 und A96. Das war schonender für meine Nerven. Und ich habe bestimmt von einem Ohr zum anderen gegrinst als ich auf dem neuen Stück der A94 an der Stelle vorbei war, an der es nach Passau rechts ab ging und die Autobahn nach einer weiteren Ausfahrt in einer Wiese aufhörte. Mein Navi hat die verbleibende Zeit auch ganz schön korrigiert und auch um knapp 30 Minuten verringert. Bei der Abfahrt in Lechwiesen sollte ich kurz vor 17:00 ankommen, was es später auf 16:26 korrigiert hat.
Nur mit einem C1 ist es fast egal, ob es ein Tempolimit von 120 hat oder ob es ganz frei ist. 140 kmh gehen gerade noch; ab 160 kmh habe ich das Gefühl, dass ich bald abheben werde und gehe lieber wieder vom Gas.
Ich hatte zwar vom geplanten Ausbau gehört, mich aber jetzt im Vorfeld einfach nicht darum gekümmert. So war die Überraschung und Freude natürlich groß als nicht nur viel weniger Verkehr war als sonst sondern auch mehr Autobahn.
19. September 2020 - Trio Gipsy kommt heim zum Holzapfel
Das Foyer sieht fast aus wie immer. Der Spender mit Handdesinfektion steht an seinem alten Platz und wird auch gleich genutzt. Neu steht daneben ein Schild mit den neuen Regeln "Hände desinfizieren und Mund-Nasen-Schutz tragen". Und an der Rezeption sind Angestellte und Gäste jetzt durch eine Plexiglaswand mit Durchreiche über dem Tresen getrennt.
Und die nächsten Änderungen kommen beim Einchecken. Ich muss jetzt das erste Mal die Meldedaten überprüfen und unterschreiben. Und dann noch einen kleinen Zettel mit den beiden Fragen nach Kontakten mit Erkrankten und Symptomen beantworten. Die ganzen Unterlagen sind jetzt in einen Umschlag verpackt und werden mit der Zimmerkarte und dem Infoblatt mit Zimmernummer und Informationen zu Essenszeiten und Thermenbesuchen überreicht. Das Infoblatt hat sich gegenüber den letzten Jahren nicht geändert. Den Kugelschreiber darf/soll ich mitnehmen; auf dem Zimmer liegt keiner mehr. Eine schwarze Maske mit Holzapfellogo ist ebenfalls in dem Umschlag.
Das Zimmer hatte ich mir letztes Jahr für die nächste Stufe der Perfektionierung ausgesucht. Es gefällt mir sehr gut; aber freie Steckdosen sind nicht so leicht zu finden (nächstes Jahr kommt eben wieder eine Steckdosenleiste mit). Das Zimmer wurde wohl "nur" renoviert und nicht komplett umgebaut, so dass keine neuen Steckdosen eingebaut wurden.
Zum Glück denke ich an ein paar Fotos bevor es wie nach einem Bombeneinschlag aussieht.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Auch das Bad gefällt mir gar nicht schlecht. Die Haken und Ablagen müssten mir eigentlich reichen, damit ich meinen ganzen Kram malerisch verteilen kann.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Der Balkon ist sehr geräumig und gefällt mir sehr gut. Der Blick geht über die Therme Eins nach Österreich; direkt unterhalb ist das Dach eines der Restaurants und die Terrasse.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Ich genieße etwas die Sonne und muss natürlich auch das Sofa testen, welches sehr bequem ist. So habe ich vor dem Abendessen nur noch kurz Zeit, mich etwas frisch zu machen und umzuziehen. Dazu muss ich natürlich mein Gepäck durchwühlen und verlasse ein total chaotisches Zimmer.
Im Restaurant-Betrieb gibt es einige Änderungen. Jetzt hat man den festen Platz nicht nur am Morgen und am Abend sondern auch zum Mittagessen. Und die Tische stehen weiter auseinander. Alleinreisende bekommen grundsätzlich einen 2-er Tisch allein. Das ist etwas schade; ich hatte an den Gruppentischen schon einige nette Leute kennengelernt. Aber mit dieser Regelung habe ich eigentlich schon gerechnet.
Die Angestellten im Restaurant tragen alle Mundschutz und einige auch Handschuhe. Die Gäste müssen sich vor dem Besuch des Buffets erst die Hände desinfizieren und dann dünne Tütenhandschuhe überziehen. Mundschutz ist natürlich auch Pflicht. Am Buffet sind Abstandsmarkierungen und Richtungspfeile auf dem Boden. Leider halten sich nicht immer alle Gäste an den Abstand beim Buffet, aber das Gedränge ist trotzdem wesentlich weniger als in den letzten Jahren, wo manchmal jemand aus der zweiten Reihe schnell etwas gegriffen hat. Besteck liegt aber keines mehr am Buffet aus; dafür ist mehr Besteck eingedeckt.
Mein Tisch gefällt mir gut. Ich habe freien Blick auf das Buffet und kann die anderen Gäste beim Plündern beobachten.
Das Menü des ersten Abends hat meine Erwartungen sogar übertroffen; die Irre war einfach nur selig und freut sich auf die nächsten Mahlzeiten.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Auf den Käse musste ich schweren Herzens verzichten. Aber ich war nach all den Gängen schon total voll.
Zurück auf dem Zimmer musste ich erst wieder auf den Balkon und die Abendstimmung einfangen, bevor ich mich an die Beseitigung des Chaos machte. Als ich damit fertig war, wurde ich durch eine goldene Mondsichel über dem neuen Teil belohnt.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Beim Personal habe ich viele bekannte Gesichter aus den letzten Jahren wieder getroffen. Und alle freuen sich, wenn sie bekannte Gäste wieder sehen. Es ist schön hier in meinem Zuhause für die nächsten 3 Wochen - und daran kann auch dat Virus nichts ändern.
19. September 2020 - Trio Gipsy fährt nach Bad Füssing
Der lang ersehnte Tag ist endlich angebrochen. Wir stehen natürlich mal wieder viel später auf als ursprünglich geplant. Aber das ist normal. Normal ist auch, dass sich die Irre und die Finanzministerin in dem Moment unsichtbar machen, in dem es ans Beladen des Autos geht. Die Finanzministerin achtet vorher noch sehr genau darauf, dass ich auch die Getränke und die Dosen mit Essen in die Kühltasche packe.
Dann fahren wir zwar knapp 1 Stunde später los als ich am Abend vorher angedacht hatte, nämlich um 10:00 Uhr. Aber wir sind immer noch gut in dem 2-Stunden-Fenster für die Abfahrt. Wenn ich bis 11:00 Uhr loskomme, muss ich noch nicht befürchten, dass ich das erste Abendessen verpassen werde.
Am Steuer sitzt natürlich Gipsy. Die Irre hat in der Nacht gut geschlafen auf meiner Handtasche; so muss sie keinen Schlaf nachholen und macht es sich gleich auf dem Armaturenbrett bequem. Die Finanzministerin nutzt meine am Schulterriemen über die Kopfstütze des Beifahrersitzes gehängte Handtasche als Sitzerhöhung.
Finanzministerin: Vergiss nicht, dass wir noch Tanken müssen.
Irre: Hilft uns der ADAC, wenn uns das Benzin in der Pampa ausgeht?
Finanzministerin: Ja. Aber das dauert und kostet unnötig.
Irre: Dauert? So dass wir das Abendessen vielleicht verpassen? Dann müssen wir bei der ersten Gelegenheit tanken!
Finanzministerin: Nein, bei der zweiten. Die erste ist doch immer so teuer.
Also tanken wir bei der zweiten Gelegenheit, an der ersten Tankstelle in Stockach.
Von dort fahren wir auf Landstraßen über Pfullendorf, Bad Saulgau, Biberach auf die A7, A96, A99, A94 und B12 nach Bad Füssing.
Schon kurz nach Stockach wechselt auch die Finanzministerin vom Beifahrersitz auf das Armaturenbrett davor und beide kleben fast an der Frontscheibe. Sie wollen einfach nichts von der Landschaft verpassen, die wir durchqueren müssen. Am Anfang ist es durch den Hochnebel noch trübe. Aber das ändert nichts am Grün des Waldes rechts und links der Straße. Als sich die Landschaft dann öffnet, steigt der Hochnebel langsam von den Kuppen der Hügel in der Ferne und die Sonne kommt dann nach einigen vergeblichen Versuchen endgültig zum Vorschein. Leider konnte ich nirgends gut anhalten, um die Stimmung mit dem Foto einzufangen.
Die Irre bekommt schon vor Biberach etwas Hunger und will unbedingt etwas essen. Wir können sie aber dazu überreden, mit der Pause bis zur Raststätte Lechwiesen zu warten, wo wir in den letzten Jahre immer zu Mittag gegessen hatten. Dieses Jahr nutzen wir nur die sanitären Einrichtungen und holen einen großen Kaffee to-go. Mit dem Kaffee und unserer Kühltasche bewaffnet suchen wir uns ein sonniges Plätzchen an einem der Picknicktische am Rand des Parkplatzes.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
So leer hatte ich die Raststätte noch nie an einem Samstag Mittag gesehen. Und der Irren hat das Picknick so gut geschmeckt, dass sie gar nicht mehr nach Pommes gefragt hat. Sie wäre auch am Liebsten noch ein paar Stunden dort in der Sonne gesessen. Nur die Aussicht auf das Abendessen hat sie dann zum Aufbrechen bewegen können.
Die A96 und die A99 waren ziemlich leer, so dass wir sehr entspannt mit der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit ohne irgend welche Stockungen, Staus oder Unfälle einiges früher als erwartet München hinter uns lassen konnten. Nach einiger Zeit auf der A94 ist die Irre
plötzlich sehr irritiert.
Irre: Das Navi erzählt ziemlich viel Blödsinn. Wir sollen rechts abbiegen, aber da ist gar keine Straße.
Sie wechselt ihren Sitzplatz und hockt sich direkt vor das Navi.
Irre: Wir fahren ja durch das Nirgendwo. Da ist ja gar keine Straße unter dem Dreieck.
Irre: Gipsy, du wendest jetzt aber sicher nicht - auch wenn das Navi sagt "Wenn möglich bitte wenden".
Irre: Was ist hier denn los? Eigentlich müssten wir doch schon längst auf den nervigsten Teil der B12 gewechselt haben, wo es durch jede Menge kleiner Orte geht und wir höchstens 70 fahren dürfen.
Zu meiner großen Freude ist das lange, nervige Stück Bundesstraße kurz hinter München jetzt ebenfalls Autobahn, so dass die A94 jetzt ziemlich weit in den Osten reicht und erst recht spät zur Bundesstraße wird. Mein altes Navi kennt die neue Autobahnstrecke natürlich nicht und reagiert entsprechend mit unsinnigen Anweisungen.
Nach einer langen Fahrt von fast 7 Stunden mit längeren Pausen als sonst erreichen wir zwar müde, aber entspannter als in den letzten Jahren endlich Bad Füssing. Das Auto stellen wir erst einmal vor dem Eingang des neuen Teils mit der Rezeption ab und checken ein....
Der letzte Abend vor der Abfahrt ist seit einiger Zeit angebrochen - und das Reisefieber der Irren nähert sich seinem Höhepunkt.
Sie durfte schon gestern Abend die Medikamente und Ohrringe in die dafür vorgesehenen Behältnisse packen. Aber besonders stolz ist sie auf ihr "Corona-Täschchen" für die Handtasche.
Irre: Wir müssen auch Masken, feuchte Tücher, Handdesinfektion und Müllbeutel so verpacken, dass wir sie immer dabei haben und auch gleich finden in deiner Riesenhandtasche.
Sie hat ja Recht, aber mir fehlt noch die richtige Idee dafür. Auf dem Tisch lagen noch meine ganzen Kosmetiktäschchen und abwaschbare Beutel, die ich beim Einpacken der ganzen Salben schon einmal hervorgeholt und für den nächsten Tag malerisch verteilt hatte. Und daneben lagen die Packungen mit den Einwegmasken.
Die Irre hält einen der Beutel neben die Masken: Der passt ganz genau.
Und schon will sie ein paar der Masken in den Beutel stecken.
Finanzministerin: Das ist so nicht gut. Wir müssen die Masken noch etwas verpacken. Dann können wir auch noch ein paar Feuchttücher und die Handdesinfektion in diesen Beutel stecken.
Die Irre hält kurz inne, rennt in die Küche und kommt mit einer fast aufgebrauchten Rolle durchsichtiger Frühstücksbeutel zurück.
Irre: Da passen die Masken rein. Und da sind noch ein paar kleine verschließbare Tüten als Müllbeutel für verbrauchte Masken und Feuchttücher.
Irre: Der Beutel ist immer noch ganz dünn und passt sicher gut in deine Handtasche.
Schon rennt sie zur Handtasche und steckt ihn dort rein. Und seither überprüft sie gefühlt stündlich, ob der Beutel auch noch in der Handtasche ist.
Finanzministerin: Du musst die Handtasche nicht ständig überprüfen. Der Beutel bekommt schon keine Beine und haut ab.
Irre: Bist Du da ganz sicher? Ich nicht. Ich pass lieber auf.
Und schon kontrolliert sie noch einmal, ob der Beutel auch wirklich in der Handtasche ist.
Nach der Arbeit heute Abend machen wir uns endgültig an´s Einpacken. Zuerst packe ich den Arbeitslaptop in seine Tasche und stelle diese in eine Ecke.
Irre: Juhu. Das bedeutet, dass wir jetzt ganz lange den blöden Arbeitslaptop nicht mehr anschalten müssen. Jetzt fängt der Urlaub an.
Irre: Aber jetzt müssen wir erst mal alles in die Beutel packen, das du nicht lose im Koffer haben willst.
Und so landet ein Beutel nach dem anderen mit Schuhen, den Utensilien für´s Bad, klappbaren Plastikkleiderbügeln (für nasse Wäsche/Badesachen), Türhaken usw. auf dem Bett. Auch der Inhalt der Sporttasche mit den Badeklamotten wird auf Vollständigkeit überprüft. Nach 30 Minuten habe ich Hunger und will während des Abendessens noch die Nachrichten anschauen.
Irre: Wieso schmierst Du so viele Brote und legst die Scheiben aufeinander? Ist das für morgen? Bekomme ich dieses Mal keine Pommes unterwegs?
Finanzministerin: Das könnten wir eigentlich immer so machen. Unterwegs Essen gehen ist immer so teuer.
Irre: Ich esse doch immer nur Pommes mit Schnitzel oder einer Wurst oder Fisch. Und trinke nur einen Becher Cola und einen Kaffee.
Finanzministerin: Eben. Selbst belegte Brote und ein Rest Tomate, Gurke und Paprika ist viel billiger. Und Cola können wir selbst mitnehmen. Dann muss ich nicht so viel Kaffee kaufen in den nächsten Wochen.
Die Irre versucht einen anderen Weg: Die Brote und das Gemüse sind morgen Mittag bestimmt ganz warm und schmecken nicht mehr, wenn wir das von zu Hause mitnehmen. Dann müssen wir trotzdem etwas Leckeres kaufen.
Finanzministerin: Wir wollen doch 2 große Flaschen Cola und noch Wasser in in unseren kleinen Trinkflaschen mitnehmen. Wenn wir die Flüssigkeiten über Nacht in den Kühlschrank legen und morgen in unsere kleine Kühltasche packen, halten sie die Brote und das Gemüse lange genug kühl.
Gipsy: Gib auf, Irre. Ich will morgen nicht unbedingt austesten, ob das Hygienekonzept an Autobahnraststätten wirklich funktioniert. Wir machen ein Picknick auf einem Parkplatz.
Nach den Nachrichten quengelt die Irre: Wenn wir jetzt nicht bald anfangen, alles einzupacken, werden wir heute nicht mehr fertig damit.
Ich gebe nach - und nach 30 Minuten sind die Sporttasche und der Koffer voll und alles ist einpackt.
Die Irre kontrolliert noch einmal den Füllstand der Schränke und ist zufrieden; ich habe genug Wäsche, Socken, Oberteile und Hosen eingepackt.
Irre: Aber wo ist die Kühltasche?
Gipsy: Die ist noch im Auto. Wir müssen doch noch den Biomüll rausbringen und können sie dabei gleich holen.
Jetzt ist erst einmal alles so weit vorbereitet - und die Irre kann wieder ihr Corona-Täschchen überwachen.
Jetzt sind es nur noch 2 1/2 Tage bis ich bereits unterwegs bin nach Bad Füssing. Und die Irre ist jetzt natürlich im Reisefieber-Endspurt.
Irre: Wieso schaut ihr beide euch denn jeden Tag die Karte vom RKI so genau an? Gefallen Euch die dunkelgelben Flecken nicht, die zwischen uns und Bad Füssing liegen? Ist das gefährlich, wenn wir nur durchfahren?
Finanzministerin: Wenn wir nicht aussteigen und dort etwas essen wollen, ist es nicht gefährlich. Aber die Flecken sind nicht dunkelgelb, die sind orange.
Irre: Dunkelgelb klingt netter.
Irre: Am Montag war Bad Füssing ja in einem dunkelgelben Fleck. Und jetzt ist es wieder mittelgelb. Das ist doch gut?
Gipsy: Ja, aber das kann sich ganz schnell ändern. Wir müssen halt schauen, dass wir so wenig nahen Kontakt wie möglich haben und die Liegeräume so wenig wie möglich nutzen. Dann sollte das schon gehen.
Irre: Und was wird aus unseren Ausflügen? Können wir die dann nicht machen?
Finanzministerin: Wir nehmen dazu doch unser Auto. Und sind dann natürlich genau so vorsichtig wie daheim. Dann sollte das doch nicht so gefährlich sein, oder Gipsy?
Gipsy: Das weiß ich doch alles auch nicht wirklich. Das kann keiner wirklich sagen. Wir müssen halt ganz vorsichtig sein und Menschenmassen meiden. Und wir müssen vor allem dort das Ganze weiter beobachten und flexibel reagieren.
Irre: Und etwa Ausflüge verschieben oder ausfallen lassen?
Gipsy: Das muss ich vor Ort sehen. Ich meinte aber, dass wir auch einfach mal etwas nicht anschauen werden oder kürzer als geplant, wenn uns an einem Ort zu viele Leute sind.
Irre: Und wir müssen auf jeden Fall die Masken und die Handdesinfektion einpacken.
Gleich darauf:
Irre: Wann darf ich endlich den Koffer packen?
Gipsy: Noch zwei mal arbeiten. Dann packen wir den Koffer.
Irre: Kann ich nicht schon die Medikamente einpacken? Und die Kosmetika? Und die Ohrringe? Und das Badezeug? Und die Klamotten auf´s Sofa packen? Und ...
Finanzministerin unterbricht schroff: Du willst doch wohl nicht die Klamotten erst vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer tragen und am Freitag Abend wieder zurück in´s Schlafzimmer? Gipsy wirft doch immer den Koffer auf ihr Bett zum Packen.
Irre: Ich möchte so gerne anfangen zu packen. Aber immerhin hat der Nachbar, der sich um den Briefkasten kümmert und im Notfall auch um die Wohnung, schon mal den Schlüssel bekommen. Dann geht es wirklich bald los.
Vielleicht gebe ich der Irren morgen Abend nach und richte schon mal die Medikamente und Kosmetika, die ich mitnehmen muss bzw. möchte. Und die Ohrringe könnte ich auch schon in ihre kleine Dose packen. Diese Punkte brauchen immer ziemlich lange. Badezeug, Schuhe und Klamotten habe ich immer schnell eingepackt.
Am Samstag geht es dann los mit Frühstücken, Essen für´s Picknick unterwegs richten, Auto beladen (das ist immer ein 3D-Puzzle im Kofferraum), Navi programmieren (brauche ich eigentlich nicht, aber es zeigt so schön die noch verbleibende Zeit bis zur Ankunft), die Irre und die Finanzministerin einsammeln .... und losfahren.
Morgen und übermorgen muss ich noch mal arbeiten. Aber das findet im Home Office statt. Und so kann ich am Freitag dann immer wieder neue Dinge zum Koffer auf das Bett legen, wenn mir noch etwas einfällt, das unbedingt mit muss.
Natürlich habe ich mich die letzten Monate oft gefragt, ob ich von der kostenlosen Stornierungsmöglichkeit bis 30 Tage vor Anreise Gebrauch machen soll - oder ob ich den Informationen auf der Webseite zum Hygienekonzept vertrauen kann. Und jedes Mal habe ich gemerkt, dass ich aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre in Bezug auf Hygiene überhaupt keine Bedenken habe. Ich hatte mehr Angst, dass das Hotel vielleicht wieder schließen müsste oder dass ich aus anderen Gründen den Aufenthalt würde absagen müssen. Ich beobachte auch das COVID-19-Dashboard des Robert Koch-Instituts mit Argusaugen, ob mein Landkreis ganz im Süden Deutschlands an der Schweizer Grenze eventuell zu einem Risikogebiet werden würde.
Bei dem sonst üblichen Besuch einer Autobahnraststätte zum Mittagessen tendiere ich eher dazu, nur die sanitären Einrichtungen zu nutzen, evtl. einen Kaffee mit zu nehmen und sonst ein Picknick im Auto oder am Auto zu veranstalten. In zwei Wochen um diese Uhrzeit werde ich diese Entscheidung gefällt haben. Noch bin ich gespannt, wie sich mein Bauch entscheidet, mache mich aber mit dem Gedanken vertraut, dass ich übernächsten Samstag während des Frühstücks noch ein paar Brote schmieren werde - und in den Tagen vor dem Urlaub nicht alle Rohkost und Obst verzehren sondern noch etwas zum Mitnehmen reservieren werde.
Beim den beiden ersten Besuchen in Bad Füssing hielt ich mich in einem Hotel mit Anschluss an die Europa Therme auf. Das war ok und ich habe diese Besuche genossen. Als ich jedoch ein Hotel mit Bademantelgang zur Therme Eins fand, das Thermalresort Köck, musste ich dieses unbedingt ausprobieren. Gesagt, getan - und ich stellte fest, dass mir die ruhige Therme Eins mehr zusagt als die quirlige Europa Therme. Nur das Thermalresort Köck war nicht ganz das, was ich suchte. Es fehlte das Restaurant im Haus, Bei den beiden Besuchen dort fand ich es äußerst lästig, dass ich mich am Abend noch bei jedem Wetter auf die Suche nach einem guten Restaurant machen musste, das meinen Qualitätsansprüchen von leckerem Essen gerecht wird.
Und so beschloss ich, das sehr viel teurere Hotel Holzapfel einmal zu testen und konnte die Finanzministerin überreden, 2014 eine Woche in der sehr günstigen Zeit im Januar/Februar zu buchen. Noch während des Aufenthalts hatte ich mir die Ferienfreigabe meines Arbeitgebers für 3 Wochen im September/Oktober desselben Jahres besorgt und bei der Abreise den nächsten Aufenthalt gebucht. Seither bin ich dort Stammgast und buche bei der Abreise schon den Aufenthalt im nächsten Jahr.
Mir gefällt das Konzept und das Abendessen schmeckt mir so gut, dass die Finanzministerin einfach ohne weitere Diskussionen die Finanzierung des nächsten Aufenthalts zu gewähren hat.
Ich buche immer die Verwöhnpension-PLUS, bei der Frühstück, ein sogenanntes Wellnessbuffet am Mittag und ein Abendessen inkludiert sind. Die Hoteltherme im Solebecken, Innenbecken, Außenbecken, mehreren Saunen und Liegeräumen darf natürlich auch genutzt werden. Bei der Buchung direkt im Hotel ist auch eine Eintritts-Flatrate in die Therme Eins inkludiert; werden externe Buchungsportale genutzt, ist der Eintritt in die Therme Eins nicht inkludiert.
Jeder Gast, auch wenn er nur die Übernachtung mit Frühstück gebucht hat, hat einen festen Platz für das Frühstück und das Abendessen. Die meisten Tische sind für 2 Personen gedacht, können jedoch leicht zu größeren Tischen kombiniert werden. Ein Teil der Tische für 4 bis 5 Personen sind für Alleinreisende reserviert, die gerne zusammen mit anderen Alleinreisenden in einer größeren Gruppe speisen möchten. Werden Alleinreisende gemeinsam an 2er Tischen platziert, sitzen Damen und Herren nur auf ausdrücklichen Wunsch beider Personen zusammen. Man kann als Alleinreisender aber auch auf Wunsch alleine an einem 2er Tisch sitzen.
Am ersten Abend wird man zu seinem Tisch geführt. Wenn der Tisch oder die Tischnachbarn nicht zusagen, kann der Platz auch geändert werden, sofern noch nicht alle Tische besetzt sind.
Beim Frühstück wird der Kaffee serviert; das Essen und Tee holt man sich am Buffet. Wenn jemand körperlich nicht mehr in der Lage ist, sich selbst am Buffet zu bedienen, helfen die Angestellten aus.
Am Frühstücksbuffet findet man (fast) alles, was das Herz begehrt: Omelett wird frisch zubereitet, Spiegeleier und Rühreier werden für mehrere Portionen ebenfalls ständig frisch zubereitet, gekochte Eier, Pancakes mit Ahornsirup, gebratener Frühstücksspeck, gekochte Würstchen, gebratene Würstchen, Wurst- und Schinkenplatte, Käseplatte, einige herzhafte Aufstriche, etwas Rohkost, Quark, Joghurt, selbst gemachter Früchtejoghurt, Obstsalat, 6 verschiedene Sorten Obst in mundgerechte Stücke geschnitten, verschiedene Müsli, Körner und Nüsse, 6 Sorten frisch gebackenes Brot, mindestens 6 Sorten frische Brötchen von einer Bäckerei in der Umgebung, 6 verschiedene Sorten offene Marmelade und mehrere abgepackte Marmeladen und süße Brotaufstriche, Honig zum Abzapfen, Fruchthonig zum Abzapfen und noch verschiedene Säfte und Teesorten von Ronnefeldt (wenn ich mich richtig erinnere).
Beim Frühstück liegt auch der Essensplan für den Mittag und den Abend aus. Nach Möglichkeit sollte man auf einem kleinen Zettel notieren, welchen der 3 Hauptgänge (Fleisch, Fisch, vegetarisch oder kalt) man möchte. Man kann aber beim Abendessen seine Meinung noch ändern.
Am Mittag ist freie Platzwahl in einem Teil der Restaurants und, wenn das Wetter es zulässt, auf der Terrasse. Getränke werden serviert, das Essen steht als Buffet bereit. Es gibt meist ein Menü zum selbst bedienen, eine Suppe, Brot und Brötchen, einige Salate, übrig gebliebener Nachtisch vom Vortag, kleine Kuchen und 3 Sorten Eis. Getränke werden serviert.
Am Abend hat man wieder seinen festen Platz. Den ersten Gang, den Salat, holt man sich vom Salatbuffet mit 3-4 verschiedenen Blattsalaten, 12-14 Schüsseln mit Rohkost und fertigen Salaten, geschnittenen Tomaten, Kräutern, Körner, Feta, Brotaufstriche, Zwiebeln, mehrere Essig- und Ölsorten und 3 selbst gemachte Salatsoßen (ich mag die Meerrettichsoße, Honig-Senf-Soße und viele mehr, die mir gerade nicht einfallen). Die restlichen Gänge, bis auf den Käse zum Schluß, werden serviert. Die Vorspeise ist auch immer sehr lecker und wird oft mit frisch gebackenen, winzigen Brötchen serviert. Und die Suppen mag ich auch sehr (und ich verschmähe meistens die Suppe) und verzichte lieber auf den Käse zum Schluss als auf die Suppe. Der Hauptgang war in all den Aufenthalten auch immer sehr gut. Und auf die Desserts will die Irre auf keinen Fall verzichten. Den Käse holt man sich wieder vom Buffet; aber meist bin ich schon so voll, dass ich verzichten muss.
Auf der Webseite des Hotels gibt es ein Beispielmenu und Bilder von einigen Gerichten.
Vor allem beim Frühstücksbuffet ist meist eine Angestellte vom Hotel unterwegs und tauscht leere Platten und Schüsseln aus und achtet auf Hygiene. Die Mengen am Buffet sind so klein, dass die Angestellte immer beschäftigt und fast immer präsent ist und dadurch Probleme sofort auffallen.
Vor ein paar Jahren wurde ein Teil der Restaurants, der Buffetbereich und ein Teil der Zimmer umgebaut. Nach dem Umbau habe ich am ersten Abend erst einmal verzweifelt den Spender mit dem Handdesinfektionsmittel gesucht, der immer am Eingang des Hotels stand. Ich fand ihn dann in zweifacher Ausführung an jedem der beiden Zugänge zum Buffet.
Beim Frühstück und vor allem beim Abendessen sind der Gastgeber (Juniorchef) Christian Holzapfel und der Restaurantleiter Roman Sinclair meist präsent und schauen nach dem Rechten. Vor allem Christian Holzapfel begrüßt gerne neu angereiste Gäste mit Namen, auch beim ersten Besuch der Gäste. Und beide verlassen den Tischbereich nicht mit leeren Händen, sie helfen beim Abräumen der leeren Teller und auch beim Servieren.
Ich fühle mich in diesem Hotel einfach wohl und habe immer das Gefühl, auf Zeit nach Hause zu kommen. In diesem Familienbetrieb mit langjährigen, treuen Angestellten herrscht einfach eine herzliche, fast familiäre Atmosphäre.
Eigentlich wollte ich in der vergangenen Woche am Abend noch etwas über das Hotel und die Abläufe in den letzten Jahren erzählen. Aber die Irre dreht voll durch im Reise- und Urlaubsfieber und hat meinen Laptop beschlagnahmt.
Irre: Wenn ich schon nicht mit dem Packen anfangen darf, will ich wenigstens das Packen ganz genau planen. Gipsy, gib mir Deinen Laptop. Ich muss jetzt alle Deine Klamotten und Schmuckstücke in eine Excel-Liste eintragen, in der ich dann einfach markieren kann, was mit in den Urlaub darf.
Gipsy: Nimm doch die Liste von letztem Jahr.
Irre: Das mach ich ja. Aber ich habe schon Ohrringe und Shirts gefunden, die nicht in der Liste stehen. Und dann stehen auch Shirts in der Liste, die nicht mehr in der Abteilung "gute Klamotten" sind sondern in der Abteilung "gut genug für Büro-Alltag". Aber in der Abteilung fehlen auch welche. Und die Abteilung "maximal gut genug zum Müll rausbringen" hat Zuwachs bekommen. Jetzt muss ich alle Abteilungen überprüfen und aktualisieren.
Und so saß sie jeden Abend mit meinem Laptop vor meinen Schränken und hat die Klamotten gesichtet und die Excel-Liste aktualisiert. Die Finanzministerin hat dabei nur gegrinst.
Finanzministerin: Leb Du Dein Reisefieber nur aus, kleine Irre. Aber all Deine Arbeit ist überflüssig. Wenn Gipsy dann endlich packt, stellt sie sich nur vor den Schrank, sagt zu manchen Kleidungsstücken "Du darfst mit" und wirft sie erst einmal auf ihr Bett. Und zu anderen sagt sie einfach "Du bleibst daheim". Wenn sie dann beim Einpacken der Stücke feststellt, dass es zu viele sind, hängt sie einfach wieder ein paar zurück in den Schrank. Und Deine schöne Liste ist total überflüssig.
Jetzt ist die Irre fertig mit der Liste und hat sich total erschöpft auf meinem Bett zusammengerollt, weil sie einen ganz langen Mittagsschlaf halten muss. Und ich kann endlich etwas zum Hotel erzählen.
... und jetzt noch etwas zu den Thermen in Bad Füssing
Trio Gipsy geht baden (oder auch nicht)
In Bad Füssing gibt es 3 öffentliche Thermen und noch einige Hotelthermen. Die öffentlichen Thermen sind die Johannesbad Therme, die Europa Therme und die Therme Eins.
Alle drei Thermen haben eigene Webseiten, die einfach zu finden sind (wenn man die Namen der Thermen kennt). Deshalb verzichte ich hier auf eine genaue Beschreibung der Thermen selbst und schildere nur, wie ich die Thermen sehe.
Die Johannesbad Therme liegt etwas außerhalb von Bad Füssing am südlichen Rand des so genannten Kurwaldes. Laut Webseite zählt sie zu den größten Thermen Europas und hat verschiedene Attraktionen wie Wellenbad, riesige Whirlpools, Gegenstrombäder, sehr langen Strömungskanal, Wasserfälle und vieles mehr. Besucht habe ich die Therme nicht. Ich bin nur bei einem Ausflug außen an ihr vorbei gegangen und habe überlegt, ob sich für mich ein Besuch lohnen würde. Der geschilderte Eindruck ist vom August 2010 während der Sommerferien.
Irre beim ersten Anblick am Rand des Kurwaldes: Noch eine Therme. Da gehen wir morgen hin.
Finanzministerin: Da kommen wir mit dem Bäderbus oder dem Auto hin, wenn der Parkplatz nichts kostet. Das müssen wir noch checken. Und der Eintritt ist wohl gleich wie bei der Europa Therme, wenn wir gleich den ganzen Tag bleiben. Das ist also ok. Können wir machen.
Irre beim Näherkommen: Gipsy, sehe ich das richtig? Da quellen jede Menge Kinder mit Wasserspielzeug aus den Autos und wälzen sich zum Eingang! Ist das wirklich eine Therme oder ein Spaßbad?
Gipsy: Da steht ganz groß "Therme".
Ich gehe weiter in Richtung Inn. Dabei muss ich einige Zeit seitlich an der Therme entlang gehen.
Irre: Das Geschrei klingt nach Spaßbad!
Als ich von dem Spaziergang wieder zurück komme, bin ich müde und überlege, den Bäderbus für den letzten Teil des Rückwegs zu nehmen. Ich habe Glück und es kommt gerade einer um die Ecke.
Irre: Da soll ich gleich mitfahren? Der ist doch so voll, dass sich jeder volle Schulbus vor Scham verstecken muss!
Aber es steigen alle, auch viele Kinder mit Wasserspielzeug, am Johannesbad aus und ich hätte den Bus für mich allein ... wenn dieser nicht gerade eine Pause machen würde. Und der nächste Bus würde nach Auskunft des Fahrers erst in frühestens 30 Minuten kommen. Aufgrund des Fahrgastaufkommens könne der Fahrplan nicht eingehalten werden - und eine Ausstiegsmöglichkeit an der Europa Therme könne auch nicht garantiert werden.
Einige Hotels in Bad Füssing gehören zur Johannesbad-Gruppe und bieten deshalb inkludierten Eintritt in das Johannesbad oder Karten mit besseren Konditionen als an der Kasse an. Und der kostenlose Bäderbus wird immer als optimales Transportmittel angepriesen.
Ich habe bisher auf den Besuch dieser "Spaßtherme" verzichtet und werde auch in absehbarer Zeit darauf verzichten. Bei dieser Entscheidung spielt auch ein Gespräch zwischen einigen Jugendlichen eine Rolle, das ich letztes Jahr in der Therme Eins gehört hatte. Die Jugendlichen wollten die restlichen Urlaubstage lieber in der Johannesbad Therme verbringen als in der Therme Eins oder der Europa Therme, weil dort mehr los wäre.
Die Europa Therme ist etwas kleiner und hat als "aufregende Attraktionen" einen Strömungskanal und ein Perlbecken mit starkem Strudel am Ausgang zum Strömungskanal. Es hat auch zwei große Schwimmerbecken mit unterschiedlicher, niedrigerer Temperatur als die anderen Becken.
Als ich das erste Mal nach Bad Füssing wollte, wusste ich nur von der Europa Therme. So hatte ich ein Hotel mit Bademantelgang zu dieser Therme gebucht.
Die Therme selbst gefiel mir ganz gut. Es gibt jedoch ein paar negative Punkte, die mich von einer weiteren Buchung eines Hotels mit Bademantelgang zur Europa Therme abhalten.
Die Europa Therme ist wohl die bekannteste oder am aggressivsten beworbene Therme in Bad Füssing. So gibt es an Wochenenden immer jede Menge Ausflugsbusse, die ihre Fahrgäste vor der Europa Therme ausspucken, so dass diese dann in Massen in die Therme quellen.
Die Therme selbst hat mit den Hotels mit Bademantelgang ein Abkommen, dass in diesen Hotels verkaufte Tageskarten für 2-maligen Eintritt am selben Tag berechtigen und somit günstiger sind als 2 der günstigsten Karten. Das ist nicht gerade ideal für jemanden, der zum Ruhen lieber auf das über den Bademantelgang zugängliche Hotelzimmer geht statt in die (überfüllten) Ruheoasen der Therme.
Und dann ist da noch der Bademantelgang, der immer an der der Straße zugewandten Seite der Kasse endet. So muss man sich im Bademantel in die Reihe der Gäste in Straßenkleidung einreihen, die mit ihrer Eintrittskarte die Therme betreten wollen, Von dem von mir gebuchten Hotel, dem einzigen ohne aktuellen Rehabetrieb, musste ich durch die Rehaabteilung der Therme und den vor den Behandlungszimmer wartenden Patienten schreiten.
Das Hauptproblem hier war aber nicht die Situation mit der Therme und dem Bademantelgang sondern das Hotel selbst, das eine unverdiente zweite Chance bekommen und erneut versagt hatte. Das Hotel wurde in den letzten Jahren von Grund auf renoviert und öffnet nächstes Jahr wieder. Es bekommt aber trotzdem keine zweite Chance, weil ich eine Kombination aus Hotel und Therme gefunden habe, die meinen Bedürfnissen wesentlich besser entspricht als jede Kombination mit der Europa Therme es könnte.
Die Therme Eins ist die älteste und kleinste der 3 Thermen. Und in vielen Meinungen ist es die langweiligste. Die "aufregendsten Attraktionen" sind das Champagnerbecken mit auf dem Boden angebrachten Sprudelbänder (wie bei den Sprudelliegen), das Gas-Schwefel-Bad mit starken Bodensprudlern und das Grottenbad mit starkem "Wasserfall" zur Massage von Rücken und Nacken.
Das "Schwimmerbecken" ist klein und mehr für die langsamen Bahnen bzw. Runden der Senioren geeignet als für sportliches Schwimmen. Wassergymnastik wird natürlich angeboten.
Mir gefällt es jedoch sehr, es durch das Fehlen von Attraktionen für jüngere Gäste auch sehr ruhig in der Therme ist und man sich überall in normaler Lautstärke unterhalten kann.
Am Besten jedoch gefällt mir, dass bei den beiden über Bademantelgang angeschlossene Hotels eine Art Eintritts-Flatrate enthalten ist (mehr dazu beim Hotel) und die beiden Bademantelgänge direkt in den Innenbereichen münden und man gar nicht am Eingangsbereich und den Umkleiden vorbei muss.
Da die Thermen so unterschiedlich sind, sollte fast jeder Gast in Bad Füssing seine Lieblingstherme finden, außer er sucht ausgeprägte Spaßbäder. Das Wasser ist immer dasselbe, auch in den Hotelthermen.
Die letzte Woche war angefüllt mit Arbeiten, Haushalt, Chillen, langen Telefonaten mit Verwandten und einem Besuch bei meinem Vater. Die Irre hat die Zeit genutzt, um viele Erinnerungen an unseren ersten Kontakt mit Bad Füssing in meinem Hirn auszugraben und zeitlich etwas zu sortieren.
Trio Gipsy trifft Bad Füssing
An einem warmen, sonnigen Nachmittag im August 2010 nähert sich ein alter, klappriger Ford Fiesta Bad Füssing. Am Steuer sitzt Gipsy und versucht verzweifelt, die Realität mit ihren Momentaufnahmen der Internet-Landkarte abzugleichen, die sich sich gemerkt hat. Die Irre hat sich den besten Platz gesichert: sie hockt auf dem Armaturenbrett auf der Beifahrerseite. Glücklicherweise unterliegen Fantasiegestalten ja nicht den physikalischen Grundgesetzen, so dass sie sich nicht unbeabsichtigt in ein Geschoss verwandeln kann. Die Finanzministerin hat es sich auf dem Beifahrersitz gemütlich gemacht und fegt nur die Irre ab und zu zur Seite, wenn die ihr die Sicht zu stark versperrt.
Ohne Navi können wir nur den Wegweisern folgen und eben den Details, die ich mir von Karten gemerkt hatte. Die analoge Papierkarte kann ich allein während der Fahrt schlecht um Rat fragen. So hatte ich beim Verlassen des Münchner Rings nicht schnell genug reagiert und wir sind dann nicht auf der B12/A94 sondern irgend wann auf der B388 gelandet. Die Irre war dadurch etwas genervt und hat ständig befürchtet, dass wir uns noch total verfahren würde und wir nie nach Bad Füssing kämen. Da half auch kein Hinweis auf die seit München vergangene Zeit, die klar sagte, dass mich mein Instinkt nicht getäuscht hatte und wir fast auf direktem Weg die B388 angesteuert haben mussten; das war halt im Vorfeld nicht geplant.
Aber jetzt war endlich ein Wegweiser nach Bad Füssing in ganz kurzer Entfernung und sogar der gesuchte Wegweiser zur Europa Therme. Die Irre war ganz aufgeregt und hüpfte wie ein Gummiball auf dem Armaturenbrett. Die Finanzministerin tat nach außen hin ganz ruhig, aber ihre Augen klebten auch an der Scheibe.
Und dann kam da ein Kreisverkehr im Nirgendwo. Und weit und breit nur ein Auto, der alte Ford Fiesta.
Irre: Der Kreisverkehr ist ja mitten in der Pampa. Was soll das denn? Ist das das Begrüßungskomitee? Na, wenigstens sieht er schön und gepflegt aus.
Die Finanzministerin überlegt: Die Straße hier geht wohl weiter zur Therme. Da kann es schon sein, dass sich zu bestimmten Zeiten die Autos auf dieser Straße häufen und die Autos von den beiden Seitenstraßen keine Chance haben ohne Ampel oder Kreisverkehr.
Gipsy: Egal. Der Kreisverkehr sieht schön aus und ist eine nette Begrüßung. Und er zeugt davon, dass sich die Planer etwas überlegen und versuchen, die Situation bei viel Verkehr schon im Vorfeld zu entzerren. Mir gefällt das.
War die Straße bereits seit einiger Zeit von Bäumen gesäumt, ging unsere Kurallee kurz nach dem Kreisverkehr in eine wirkliche Allee mit altem Baumbestand über. Und, wenn ich mich richtig erinnere, war damals bereits die Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt.
Zum Hotel musste ich kurz vor der Europa Therme abbiegen und die Therme fast umrunden, so dass wir erst einmal nicht mehr von Bad Füssing sahen. Der erste Eindruck war aber nicht schlecht.
In den nächsten Tagen machten wir zu Fuß die Umgebung des Hotels, einen Teil Bad Füssings und der Umgebung unsicher. Was wir sahen, gefiel uns sehr gut.
Bad Füssing ist ziemlich neu. Die Gemeinde wurde 1971 aus den Gemeinden Safferstetten, Egglfing am Inn, Würding und Aigen neu gebildet. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in der Gegend der heutigen Thermen und Hotels nur Ackerland und einen Weiler mit ein paar Bauernhöfen.
Als 1937/1938 bei Ölbohrungen an der Stelle der heutigen Therme Eins kein Öl sondern 56 Grad warmes Thermalwasser gefunden wurde, begann die Geschichte der Thermen und des Ortes, der erst seit 1971 Bad Füssing heißt. Die Quelle war nicht wie bei anderen Badeorten mitten im Ort oder am Rand des alten Ortes sondern weit genug weg von größeren Siedlungen, so dass (nach dem 2. Weltkrieg) das gesamte Kur- und Thermengebiet einschließlich der Unterkünfte der Kurgäste und auch die neue Gemeindeverwaltung ganz neu geplant und den Anforderungen an erfolgreichen Kurbetrieb angepasst werden konnte, so wie ihn sich die Planer in der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts vorstellten.
Wenn man einen alten Ortskern sucht, muss man nach Safferstetten, Egglfing, Würding, Aigen oder einen der anderen Weiler, die zu Bad Füssing gehören. Der Teil mit den meisten Hotels, Appartmenthäuser und Kureinrichtungen ist komplett neu und, so wie ich den Stadtplan lese, auf dem Reißbrett entstanden und nicht gewachsen. Als Folge davon gibt es viel Platz für die Kurgäste.
Die Hauptstraßen sind zweispurig, gesäumt von alten Bäumen. Dann kommt auf jeder Seite manchmal ein breite Radweg, der mit einem breiten Grünstreifen vom Gehweg getrennt ist. Der Gehweg ist meist so breit wie eine Fahrspur für Autos. In den angrenzenden Häusern ist im Erdgeschoss oft ein Restaurant, eine Boutique, ein Kiosk, Frisör, Apotheke oder sonst etwas mit Schaufenstern. Darüber sind dann Hotelzimmer oder Apartments für Urlaubs- und Kurgäste.
Die Wohngebiete für die Angestellten sind an den Seiten des "Kurgastbereichs" und verbinden den neuen Teil mit dem alten Ortsteils Safferstetten.
Die Unterhaltungsangebote sind überwiegend auf ruhe suchende und ältere Kurgäste zugeschnitten. Abendunterhaltung, Discos usw. gibt es vereinzelt in Bars. Etwas außerhalb vom Kurort wurde aus Bauernhöfen ein Komplex geschaffen für die Gäste, die mehr Unterhaltung brauchen, der "Haslinger Hof". Dort gibt es die im Kurort fast gänzlich fehlende Animation und ausgelassene Abendunterhaltung. Im Kurort selbst werden ab 18 Uhr die Gehwege hochgeklappt.
Mir gefällt, dass ich in Bad Füssing ohne große Suche einfach Ruhe finden kann und eher die Unterhaltung suchen muss. Und trotzdem gibt es ein großes Kurhaus, in dem vor allem im Herbst normalerweise fast jeden Tag eine kulturelle Veranstaltung wie Konzert, Theater-/Musicalaufführung, Lesung usw. im Rahmen des Bad Füssinger Kulturfestivals stattfindet. Diese Jahr ist das Angebot natürlich stark eingeschränkt.
Bilder habe ich leider (noch) keine. Wenn alles klappt, werde ich einige vom diesjährigen Aufenthalt nachreichen.
... und besonders doof ist, dass die beiden in meinem Kopf immer dabei sind und ich nie weiß, wann die das nächste Mal versuchen werden, mir bei Entscheidungen zu helfen
Die Irre freut sich diese Jahr wohl noch mehr auf den Urlaub als in den letzten Jahren. Sie würde am liebsten schon gestern mit dem Packen anfangen. Die Finanzministerin hilft mir mit ein paar Argumenten für das Verschieben des Packens auf die Woche vor der Abreise.
Finanzministerin: Die Sachen bekommen doch alle Falten wenn sie so lange im Koffer liegen.
Irre: Die Oberteile und Hosen müssen wir halt ganz vorsichtig reinlegen. Bei den Socken und der restlichen Wäsche stören mich Falten gar nicht.
Finanzministerin: Das gibt aber ein Chaos, wenn Du die unten liegenden Sachen willst.
Irre: Ich bin ganz vorsichtig beim Wühlen.
Finanzministerin: Wenn Du jetzt alle Klamotten in den Koffer packst und sie nach und nach wieder rausholst, wirst Du den Überblick verlieren, was noch im Koffer ist.
Irre: Ich mach einfach eine Liste.
Finanzministerin: Und wer aktualisiert die Liste nach den ersten 3 Tagen?
Darauf hat die Irre keine Antwort, weil sie Listen grundsätzlich nicht aktualisiert sondern nach ein paar Monaten neu macht.
Nach einiger Zeit versucht die Irre es wieder.
Irre: Können wir nicht doch schon mit Kofferpacken anfangen? Zumindest die Sachen, die wir in den nächsten 4 Wochen sicher nicht brauchen werden?
Gipsy: Ich kann den Koffer nicht 4 Wochen geöffnet oder geschlossen in einem Zimmer liegen lassen, ohne dass er im Weg ist.
Irre: Im Schlafzimmer, auf dem Boden vor dem Fenster wäre er nicht sehr im Weg.
Gipsy: Da flieg ich jedes Mal drüber, wenn ich das Fenster auf- oder zumachen will.
Finanzministerin: Lass das Kofferpacken, Irre. Wenn Gipsy über den Koffer fliegt und sich am Arm oder Bein verletzt, ist unser Urlaub in Gefahr. Und ich muss nach über 5 Monaten Home Office hier endlich ein paar lange Tage raus.
Aber die Irre gibt noch nicht auf. Sie muss einfach mit Packen anfangen.
Irre: Gipsy, kannst Du eigentlich die ganzen Bilder von Bad Füssing, die ich immer in Deinem Hirm suchen muss zum Ansehen, als JPEG auf Deinem Computer speichern?
Gipsy: Nein, die sind nur in unserer Erinnerung. Fotos habe ich noch keine gemacht.
Irre: Aber hast Du den Foris nicht Fotos versprochen? Oder habe ich das falsch verstanden?
Gipsy: Das hast Du schon richtig verstanden.
Irre; Dann dürfen wir dieses Jahr die Kamera nicht wieder vergessen. Wo ist die eigentlich?
Gipsy: Wahrscheinlich in der Tasche mit der anderen Technik. Und wir nehmen die ganze Tasche nach Bad Füssing mit.
Die Irre kontrolliert, ob die Kamera wirklich in der Techniktasche ist. Und hat schon wieder eine Frage.
Irre: Die Kamera hat doch keine Batterien sondern einen Akku. Ist der eigentlich aufgeladen? Und der Ersatzakku?
Gipsy: Um die Akkus der Kamera wollte ich mich in der letzten Woche kümmern.
Aber die Irre quengelt so lange bis ich die Akkus jetzt schon auflade. Danach kontrolliert sie noch mindestens drei Mal, ob ich auch die Kamera, die Akkus und das Ladegerät wieder in die Techniktasche gesteckt habe.