Beiträge von Sonja

    24.10.23

    Heute wird es wettermäßig wieder ein toller Tag! Sonne satt bei bis zu 9 Grad...mega!!

    Und, heute gibt es Frühstück im Bett :D. Hrund hat nur zwei Zimmer. Bucht man Frühstück dazu, bringt sie alles am Abend in den Kühlschrank im Flur. Dort holt man es dann am Morgen und frühstückt im Zimmer. Kaffee- und Teezubehör ist im Zimmer vorhanden. Es ist alles im Körbchen was man braucht. Verschiedene Sorten Brot, Obst, Gemüse, Wurst, Käse, Joghurt, Kekse, Saft, Eier,...es fehlt wirklich an nichts :love:! Und dann ganz gemütlich im Bett, wir lieben es. Wir kosten es auch voll aus, da wir erst um 12 Uhr beim Ziplining sein müssen.

    Die Zeit bis 12 Uhr füllen wir dann nochbmit einkaufen für die restlichen Tage und einem kleinen Spaziergang oben an der Kirche.

    Um 11:40 Uhr ist der Treffpunkt bei Zipline Iceland. Wir und 10 weitere werden mit Helm und Gurten ausgestattet. Dann geht es mit dem Van zum Startpunkt etwas oberhalb von Vik. Einer der zwei Jungs geht mit uns zum Anfang der ersten Zipline. Der Andere wartet schon am Ende. Wir werden eingeklinkt und los geht die Fahrt. Es macht sooooo viel Spaß sag ich euch :nummer1: Am Ende wird man wieder ausgeklinkt und der Nächste fährt.

    Zwischen den Lines läuft man auch mal ein Stückchen und man bekommt ein bisschen was zu Vik und dem drumherum erzählt.

    Insgesamt sind es 4 Ziplines plus eine Überraschung die ich hier nicht ausplaudern werde ;). Probiert es selbst aus, es lohnt sich.

    Nach ca. 1 1/2 Stunden geht es zurück zur "Base" und wir fahren auf unserer Runde weiter Richtung Westen.

    Nächster Stopp ist am Kvernufoss. Er stand zwar schon auf unserer "Must see" Liste, aber auch Hrund hatte ihn uns empfohlen. Ein weiteres Mal landen wir schnurstracks auf dem kostenpflichtigen Parkplatz :rolleyes:. Wir machen uns auf den kurzen Fußweg zum Wasserfall. Er landet auch weit oben auf meiner Lieblingswasserfall Liste :love: . Die Umgebung und die Tatsache das man dahinter gehen kann gefallen uns.

    Wir lassen uns Zeit um diesen Ort zu genießen. Zurück am Auto überlegen wir was wir wegen der Parkgebühr machen. Ehrlich gesagt sind wir soweit nur noch da zu zahlen wo auch Kameras hängen...sorry. Hier sind wir uns aber nicht sicher was die Kameras betrifft. Das Kennzeichen wird eher nicht erfasst, sieht wie Überwachungskameras für den Parkplatz aus. Wir beschließen im Café mal zu fragen ob man als Gast auch bezahlt, die Antwort ist nein. Dann trinken wir mal zwei Cappuccino und fragen ob sie das Kennzeichen brauchen, auch hier ist die Antwort nein. Ahja, dann wissen wir jetzt Bescheid das es keine S... kontrolliert.

    Mittlerweile haben wir beschlossen heute nur noch zum Flugzeugwrack zu fahren. Aber nicht zum bekannten am Solheimafjarastrand. Wir hatten ein weiteres entdeckt als wir nach der Nauthusagil Schlucht auf Google Maps gesucht hatten, das DC-3 Plane wreck. Viel leichter zu erreichen, scheinbar kennt es keiner denn wir sind allein und ein bisschen Farbe hat es auch noch :D.

    Die Sonne steht schon tief und so sieht es total schön aus. Also soweit ein Haufen Schrott schön sein kann ;) :D.

    Dann ist es Zeit zu unserer nächsten Unterkunft zu fahren. Heute Nacht schlafen wir im Brekkugerdi Guesthouse in Laugaras.

    Der Besitzer ist etwas verschroben aber sehr nett. Er zeigt uns alles, erklärt die Küche ganz genau (vor allem die Kindersicherung am Herd :D) und auch die Mülltrennung. Nach über zwei Wochen auf Island, kennen wir die ja aber schon.

    Als wir später kochen kommt ein Paar das auch heute angereist ist dazu und wir unterhalten uns eine Weile. Sie werden am nächsten Tag weiter nach Vik fahren und wollten ein paar Tipps. Nach dem Essen spielen wir und schauen immer wieder nach Nordlichtern. Der Himmel ist zwar wolkenlos aber zu sehen ist trotzdem nichts. Schade!

    Morgen geht es zu unserer letzten Unterkunft dieser Reise.

    Einerseits schade, andererseits merke ich langsam, dass der Kopf nicht mehr viel aufnehmen kann. Die vielen Eindrücke und Erlebnisse die letzten zwei Wochen waren schon krass.

    Jetzt geht es weiter zur Hjörleifshöfdi Cave. Das letzte Stück von der Ringstraße zur Höhle ist eine absolute Katastrophe! Ich glaube einer der schlimmsten Abschnitte die wir in 18 Tagen hatten. Eine kleine geschotterte Fläche ist der Parkplatz. Auch hier steht wieder ein Schild das wir Parkgebühren bezahlen sollen. Langsam wird es unlustig X(! Für was fragen wir uns? Für die ach so gut in Schuss gehaltene Strecke? Wir fühlen uns so langsam wirklich abgezockt.

    Die Höhle hat mit der Doppelöffnung aber ihren Reiz.

    Wir halten uns aber nicht so lange hier auf. Es geht weiter nach Vik. Hier werden wir die nächste Nacht verbringen. Da es aber noch zu früh zum Check in ist, fahren wir zuerst zum Reynisfjara Beach. Wir parken auf dem ersten Parkplatz. Eine gute Entscheidung, denn hier steht nur das Schild für die Parkgebühr und die Säulen für die Kameras. Die selbst fehlen aber noch. Glück gehabt! Im übrigen wird dieser Parkplatz künftig günstiger sein als der ein paar Meter näher am Strand.

    Hier am Strand ist ganz schön viel los, vermutlich aber noch harmlos. Bilder mit nur wenig anderen an den Basaltsäulen sind fast unmöglich.

    Hier nisten quasi mehr Touristen in den Felsen als Vögel :D.

    Markus hat es trotzdem geschafft ;)

    Wir schlendern in Ruhe den Strand entlang und amüsieren uns über nasse Füße der anderen :D.


    Beim verlassen des Strandes kommen wir am "Warnschild" vorbei.

    Heute ist nur gelb angesagt. Die Tage zuvor wurde bei Safetravel noch vor dem betreten der Höhle gewarnt. Laut Schild waren wir aber trotzdem die ganze Zeit im Bereich den man bei gelb nicht betreten soll...ups :S.

    Nun ist es spät genug um zu unserer Unterkunft zu fahren. Wir werden vom Ehemann in Empfang genommen weil Hrund selbst noch unterwegs ist. Er erklärt uns alles und gibt uns ein paar Tipps wo wir heute noch essen können oder was er uns für morgen empfiehlt. Das Kosy Vik ist das alte Krankenhaus von Vik und wurde vom selben Architekten erbaut wie die Hallgrimskirkja. Man hört den Stolz darauf in der Stimme der Besitzer.

    Später fahren wir noch runter in die "Stadt" zu Icewear und finden dort Kuschelsocken als Mitbringsel für unsere Töchter.

    Abendessen gibt es im Black Crust Pizza. Cooler Laden mit superleckerer Pizza mit schwarzem Teig :love:

    Zurück in der Unterkunft ist dann auch Hrund da. Sie unterhält sich noch eine Weile mit uns und lässt ihren Ärger über die Geschichte mit den Parkgebühren raus.

    Auch sie gibt uns Tipps was wir morgen auf der Weiterfahrt machen können. Geplant hatten wir das Flugzeuwrack am Solheimafjara Strand. Mittlerweile sind wir uns aber unsicher ob sich der Aufwand lohnt. Man hört auch bei Hrund durch, dass sie es nicht ganz so interessant findet. Eine ihrer Empfehlungen ist die Zipline in Vik. Oder aber die Nauthusagil Schlucht. Die reizt uns wirklich sehr, ABER laut Google Maps liegt sie an der F 249, also der absolut verbotenen F-Road. Ihr Mann arbeitet aber bei der Straßenaufsicht (heißt das so in Island?) und meint bis dorthin ist es kein Problem zu fahren. Dann kommt aber der brave Deutsche durch...sollen wir das wirklich machen? Markus würde wahnsinnig gerne. Ehrlich gesagt habe ich aber auch keine Lust auf nasse Füße die hier vorprogrammiert sind. Für Schuhe aus und barfuß ist es mir zu kalt... ich weiß, Frauen :S.

    Nach vielen Diskussionen beschließen wir die Zipline für 12 Uhr zu buchen und den Rest des Tages dann spontan zu entscheiden.

    Nach ein bisschen Lesen, geht es schließlich ins Bett :sleeping:

    23.10.23

    Da unsere Strecke heute nicht so lange ist, stehen wir nicht so früh auf und frühstücken gemütlich. Um 10 Uhr ist dann Abfahrt.

    Nachdem wir noch kurz getankt haben fahren wir zu unserem ersten Stopp, dem Skeidarar Bridge Monument. Die Tafeln auf denen erklärt wird was hier geschehen ist, führen uns wieder einmal die Macht und Gewalt der Natur vor Augen. Der Mensch ist einfach ein kleines Licht!

    Auf der Weiterfahrt verabschiedet uns der Vatnajökull mit Sonnenschein. Der Sonnenschein bleibt uns den ganzen Tag erhalten, mehr als 8 Grad werden es trotzdem nicht.

    Unsere weitere Fahrt führt uns zunächst zu den Basaltsäulen Dferghramar. Nur zwei weitere Paare sind außer uns hier.

    Schon in Sichtweite der nächste Halt, der Foss a Sidu. Leider darf man ja hier nicht ganz an den Wasserfall heran. Das wussten wir zwar, schade ist es trotzdem. Für ein paar Fotos nehmen wir uns aber die Zeit.

    Wieder nur ein paar Kilometer weiter schon der nächste kurze Halt, der Stjornarfoss. Hier schütteln wir mal wieder über Dummheit und Ignoranz anderer den Kopf. Der Stjornarfoss liegt nur wenige Meter neben der Straße. Auf der anderen Straßenseite ist ein Schotterplatz für locker 40 Autos. Völlig kostenlos!! Die einzigen Besucher außer uns ignorieren dies komplett, halten am Straßenrand. Sie bleibt sitzen, er springt förmlich aus dem Auto, rennt zum Wasserfall (im übrigen querfeldein obwohl ein Schotterweg vorhanden ist), turnt dann noch ein paar Minuten am Hang herum und rennt zurück zum Auto. Wie bescheuert kann man eigentlich sein??? :/

    So haben wir aber wenigstens wieder alles für uns ;).

    Dann geht es weiter zu einem unserer Hauptziele heute, dem Fjadrargljufur Canyon. Hier sollte man mal wieder Parkgebühr bezahlen, Automat ist aber keiner vorhanden. Prima! Seit Markus versucht hat die Parka App einzurichten, wird unser Mailpostfach von Spam förmlich überflutet!! Sowas kann ich echt leiden X(.

    Wir machen uns auf die Schlucht zu erkunden. Hier merkt man doch wie bekannt diese Schlucht mittlerweile ist, es ist wirklich viel los. Der Canyon ist aber auch total schön! Wenn er im Frühjahr und Sommer noch viel grüner leuchtet, ist er bestimmt noch schöner. Uns schockiert nur wo die Touristen schon überall rumgetrampelt sind, bevor hier Absperrungen angebracht wurden. Uns wird schon beim Gedanken daran übel wie lebensmüde das zum Teil war =O.

    Wieder unten am Parkplatz ein letztes Bild von der Brücke in den Canyon.

    Vor der Weiterfahrt wollte ich die Toilette am Parkplatz noch nutzen...Pustekuchen. Die ist, wie so viele im Oktober, geschlossen. Ab Oktober muss man eben nicht mehr aufs Klo ;).

    Von hier aus fahren wir zur Jökulsarlon. Heute ist das Wetter super und wir hoffen auf tolle Bilder am Diamond Beach. Zuerst stellt sich aber die Frage wo wir parken. Wir wussten ja noch nicht, dass es egal ist wenn wir die Parkplätze wechseln und wir nur einmal bezahlen müssen. Also fangen wir am Parkplatz zum Strand hin, auf der Ostseite der Brücke an. Zuerst gehen wir aber Richtung Lagune. Heute ist der Blick zum Gletscher klar und es treiben viele Eisstücke den Fluß hinunter. Das wummst ganz schön wenn sie kollidieren.

    Dann machen wir uns auf zum Strand. Schnell merken wir das es die falsche Seite ist. Hier liegen nur eine handvoll Eisbrocken, auf der Westseite ist dagegen alles voll. Wir wechseln also die Seite. Hier liegt es voll von Eisbrocken in allen Größen und Formen. Leider ist es auch voll von Besuchern :rolleyes:. Nicht auszudenken was hier im Sommer abgeht 8|.

    Wir laufen von hier wieder Richtung Lagune und der Blick von hier auf die Eisberge gefällt uns viel besser als von der Parkplatzseite aus. Hier ist kaum jemand und in der Lagune tollen drei Seehunde herum. Ein Paradies!

    Nach einer ganzen Weile fahren wir dann rüber zum Hauptparkplatz, weil es nur hier den Automaten zur Bezahlung gibt. Als wir wenigen Minuten später drüben ankommen, steht die Sonne recht tief und strahlt die Eisberge traumhaft schön an.

    Doch nochmal rüber auf die andere Seite :/? Nein! Wir hatten auf der Fahrt nur ein kleines Stück vor der Brücke einen anderen Parkplatz gesehen. Dort halten wir jetzt nochmal an. Nur ein kleines Stück zwischen den Hügeln durch und schon stehen wir pünktlich zum Sonnenuntergang an der Lagune. Ein wahres Feuerwerk findet hier nun statt, einfach ohne Worte...

    Kleine Anmerkung. Der Parkplatz hier ist NOCH kostenlos. Vermutlich nicht mehr lange, denn er ist frisch asphaltiert.

    Gegen 18 Uhr sind wir wieder am Potatoe Storage und machen uns Abendessen. Es ist unser letzter Abend hier und es heißt mal wieder zusammenpacken.

    Nach zwei, drei Runden Phase 10 geht es dann aber ins Bett.

    22.10.23

    Heute rappelt der Wecker schon ziemlich früh, denn um 8:40 sollen wir am Treffpunkt für unsere Gletschertour sein.

    Das Wetter wird uns heute verwöhnen, Sonne bei 4 bis 8 Grad :thumbup:

    Nach dem Frühstück fahren wir also ein paar Kilometer Richtung Süden, zur Station von Tröll Expeditions. Dort werden wir mit Gurt, Helm, Eispickel und Steigeisen ausgestattet. Mit dem Bus werden alle Teilnehmer zum Falljökull gefahren. Vom Parkplatz aus marschieren wir Richtung Gletscher. Die Gruppe ist ganz schön groß, was uns wundert, denn in der Tourbeschreibung stand maximal 12 Personen. Wir waren aber fast 40 =O. Wir wurden dann in vier Gruppen aufgeteilt...zum Glück! Unser Guide Stefan erklärt und zeigt uns wie wir die Steigeisen anlegen müssen. Dann geht es los. Da einige Gruppen auf dem Gletscher unterwegs sind tauschen sich die Guides per Funk aus wer gerade wo ist, damit es an der Eishöhle die alle besuchen nicht zu lange dauert. Wir sind eine der Gruppen die zuerst zur Eishöhle geht. Wir warten noch bis die Gruppe vor uns wieder draußen ist und dann dürfen wir rein. Das Licht ist wunderschön, auch wenn der Sturm die Tage zuvor wohl einiges an Gestein auf die Höhle gepustet hat und es somit nicht mehr so leuchtet wie die letzten Tage.

    Unser Weg führt weiter kreuz und quer über den Gletscher. Stefan zeigt uns den Umgang mit den Steigeisen wenn es steil bergauf oder bergab geht, oder wenn wir seitlich gehen müssen. Er weißt uns auf die Gefahren von Spalten und Löchern hin, die uns im ersten Moment komplett harmlos erscheinen, aber durchaus ihre Tücken haben können.

    Nach zwei Stunden auf dem Gletscher machen wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz. Leider, aber auch zum Glück. Die Sache ist nämlich unglaublich anstrengend. Trotzdem ein weiteres, unfassbar tolles Erlebnis! Unten am See werden kurz die Steigeisen gesäubert und dann bringt uns der Bus zurück zur Station.

    Die Runde führt uns weiter an den kleinen Hüttchen von Sel vorbei.



    Fast wieder unten angekommen finden wir zwei Sitzbänke an einem kleinen Teich. Im Sonnenschein genießen wir unseren Snack. Es ist einfach nur herrlich.

    Zurück am Parkplatz ist die Frage was wir jetzt noch machen. Jökulsarlon? Auf der Webcam sieht es nicht sehr einladend aus. Aber die Eisberge sollen ja bei bewölktem Himmel besonders tolle Farben haben :/. Die Wettervorhersage für dort die nächsten Stunden ist leider auch nicht der Hit. Also was tun? Wir beschließen Richtung Jökulsarlon zu fahren, zuerst an der Fjallsarlon anzuhalten und dann weiter zu entscheiden. Also auf geht's.

    Je weiter wir fahren umso schlechter wird das Wetter. Es war ja so gemeldet, aber wer hat denn bitte die schöne Sonne geklaut??? ||

    Der erste Eindruck der Lagune ist nicht ganz so wie gestern an der Jökulsarlon. Aber der Gletscher ist hier natürlich deutlich näher und toll zu sehen.

    Es nieselt ganz leicht während wir am Ufer entlang schlendern. Im Prinzip sind wir schon auf dem Weg zum Auto, als wir spontan beschließen die Bootstour hier zu machen. Es sind für die nächste Fahrt noch zwei Plätze frei und wir werden auch gleich eingekleidet, Regenhose, dicke Jacke und Rettungsweste.

    Es wird eine tolle Tour. Der Guide gibt viele Informationen zum Gletscher und der Lagune. Direkt an den Eisbergen und dem Gletscher vorbeizufahren ist total beeindruckend.

    Allein weil man so nahe an den Gletscher kommt ist die Tour unserer Meinung nach besser als an der Jökulsarlon. Achja, zu der fahren wir natürlich heute nicht mehr.

    Am Ende sind wir doch wieder etwas durchgefroren und freuen uns auf unsere muckelig warme Unterkunft.

    Nach dem Essen schauen wir immer wieder raus, aber der Himmel ist den ganzen Abend bewölkt. Dann spielen und lesen wir eben :thumbup: Wieder geht ein weiterer beeindruckender Tag zu Ende.

    21.10.23

    Lange hatten wir gestern noch diskutiert wie der heutige Tag aussehen soll. Gefühlt hundert Mal hatten wir das Wetter für heute gecheckt. Wann ist es besser die Gletscherwanderung zu machen, wann Svartifoss und wann Jökulsarlon? :/

    Schließlich wurde uns die Entscheidung abgenommen, da für die Gletschertour um neun Uhr nur noch am 22. zwei Plätze frei waren.

    Wir stehen auf und beim Frühstück haben wir einen traumhaften Blick auf den Skeidararjökull und die Berge in der Sonne :love: . Ein Wahnsinns Ausblick! Da schmeckt das Frühstück gleich doppelt so gut ;).

    Gegen 9:45 Uhr starten wir zum Skaftafell Besucherzentrum. Und natürlich ist unser Kennzeichen wieder schneller registriert als wir gucken können :rolleyes:.

    Im Besucherzentrum fragen wir noch kurz nach den Möglichkeiten eines Rundweges und dann geht es los. Viele sind hier heute morgen noch nicht unterwegs, umso besser. Der Rundweg führt zuerst am Hundafoss und dann am Magnusarfoss vorbei. Das Wetter ist heute der Wahnsinn! Wir haben tolle Blicke auf Berggipfel und Gletscher in der Sonne.

    Dann kommt der Svartifoss in Sicht. Wir machen die ersten Fotos aus der Ferne weil er grade soooo schön in der Sonne liegt. Dann machen wir uns auf die letzten Meter zum Wasserfall. Als wir davor stehen bin ich einfach hin und weg. Ich stehe vor meinem neuen Platz drei der Rangliste isländischer Wasserfälle :S. Platz eins und zwei fragt ihr? Dynjandi und Seljalandsfoss ;)

    Die Basaltsäulen, die eben diese viel beschriebene Form von Orgelpfeifen haben, gefallen mir wahnsinnig gut. Markus sucht sich wieder verschiedene Positionen und ich kann in aller Ruhe den Anblick genießen. Ausser uns sind nur vier Franzosen hier. Wie schon so oft auf dieser Reise, möchten wir uns das Ganze aber nicht zur Hochsaison vorstellen =O.

    Ist er nicht traumhaft?? :love: ;)

    Wir gehen weiter auf unserer kleinen Runde zum Sjonarsker Aussichtspunkt. Um uns herum liegen die Gipfel in der Sonne und wir lieben es!

    20.10.23

    Heute morgen checke ich zuerst mal die Wettervorhersage. Für unsere Strecke ist einiges an Regen vorhergesagt. Dann checke ich noch Safetravel...das hätte ich mal lieber nicht getan. Von Reykjavik bis Djupivogur ist "heavy rain" und "possibility of landslides" gemeldet. Sofort habe ich das Bild von Seydisfjördur im Kopf.

    Irgendwie kann ich das Frühstück heute nicht genießen ?(, obwohl es wieder wirklich klasse ist. Safetravel hin oder her, irgendwie müssen wir ja zur nächsten Unterkunft. Deshalb fahren wir gegen 9:30 Uhr los.

    Das Wetter bleibt den Tag über ganz ok, bewölkt, zeitweise etwas Nieselregen bei 6 Grad.

    Viel ist für heute nicht eingeplant, da wir ja auch noch gut 370km zurücklegen müssen. Wir folgen erst einmal der Ringstraße. Zwischen Djupivogur und Höfn hält Markus an um ein paar Fotos zu machen. Am Berg sehe ich in der Ferne Tiere, aber was sind das für Tiere? Pferde?...nein passt nicht von der Form. Kühe?...nein die bewegen sich anders. Wir haben keine Ahnung. Wenige Kilometer weiter kommen wir an einer handvoll Rentiere vorbei und da fällt es uns wie Schuppen von den Augen :S. Wieder ein paar Kilometer weiter sehen wir die gleiche Fellfarbe wieder am Hang. Praktischerweise gleich neben einer kleinen Haltebucht, natürlich fahren wir raus. Wir sind nicht die ersten die die Tiere gesehen haben. Eine ganze Weile stehen wir alle so da und schauen den Rentieren beim grasen zu. Bis sie schließlich über den Gipfel verschwinden.

    Im Verlauf der Fahrt denke ich immer wieder an die Erdrutschbilder, wenn wir an hohen Hängen mit jeder Menge losem Gestein vorbeifahren. Wohl ist mir auf diesem Streckenabschnitt nicht.

    Wir fahren weiter bis zum Abzweig zum Strand von Stokksnes. Auf dieses Motiv freue ich mich schon lange. Das Wetter ist leider nicht ganz so der Hit, aber lassen wir uns überraschen. Am Ende bin ich wirklich überrascht! Der Berg sieht sogar bei diesem Wetter fantastisch aus. Mystisch, geheimnisvoll, Respekt einflößend... Nur eine handvoll anderer Besucher sind hier.

    Wir fahren bis zur Absperrung am Leuchtturm weiter und laufen von dort bis ganz nach vorne. Gerne wären wir eine größere Runde gegangen, das lässt mein Rheuma heute aber leider nicht zu. Wir haben die nächsten Tage viel vor und das möchte ich nicht gefährden.

    Dann fahren wir natürlich noch zum Viking Village. Ich hatte ja schon viel gehört und gelesen, aber das es so heruntergekommen ist hatten wir nicht erwartet. Gelohnt hat es sich unter keinen Umständen.

    Auf unserem Weg nach Svinafell, wo unsere nächste Unterkunft ist, kommen wir dann an der Jökulsarlon vorbei. Wir haben noch Zeit und halten hier deshalb an. Die erste Reaktion als wir auf den Parkplatz einbiegen ist "WOW!". Da wir jetzt ja eh schon durch die Parkplatzkamera gefahren sind können wir auch aussteigen. Das Wetter ist wirklich ungemütlich und der Gletscher nicht mal zu erahnen. Aber die Eisberge leuchten in den schönsten Farben.

    Auch ein paar Robben zeigen sich. Langsam wird es aber dunkler und wir fahren weiter.

    In Svinafell ist unsere Unterkunft "The Potatoe Storage". Mit Abstand die beste Unterkunft unserer Reise.

    Wir werden fast schon erwartet, denn Regina kommt sofort aus dem Haus als wir ankommen. Sie zeigt uns alles genau und dann packen wir aus. Anschließend kochen wir uns was leckeres. Die Küche ist top ausgestattet.

    Natürlich schauen wir auch immer wieder nach Nordlichtern, denn die App macht uns Hoffnung. Es lässt sich auch ein bisschen was erahnen, aber nicht so spektakulär. Ausserdem geht Markus unser Schweizer Nachbar gewaltig auf die Nerven. Der tigert ständig von A nach B und versucht Fotos zu machen. Dabei latscht er dauernd durchs Bild :cursing: .

    Wir verziehen uns dann doch wieder nach drinnen und spielen noch etwas. Aber die lange Fahrt fordert ihren Tribut und wir schlummern bald hinweg.

    In Seydisfjördur fahren wir zuerst zum Budareyrarfoss. Der Zugang hier scheint fast neu angelegt zu sein, wir wählen die rechte Seite. Recht schnell merken wir das es die Falsche ist, weil man links weiter hoch kann. Brücke gibt es keine und nochmal komplett runter und wieder rauf...dazu haben wir keine Lust. Also queren wir mal wieder den Bach. Dieses Mal aber ohne feuchte Socken :D. Ein Weilchen verbringen wir hier und genießen auch den Ausblick über Seydisfjördur und den Fjord.

    Die üblichen Touristenbilder sind schnell gemacht, da Seydisfjördur ja wirklich übersichtlich ist. Aber auch wirklich hübsch.

    In der Nähe des Wasserfalls entdecken wir eine Fotowand mit Informationen zum Erdrutsch im Jahr 2020. Es dauert einen Moment bis wir den Ort des Geschehens zuordnen können. Wenn man die Tafel betrachtet ist der nämlich genau hinter einem. Die Bilder sind schon erschreckend. Man merkt wieder Mal das der Mensch eigentlich gegen die Natur nichts auszurichten hat! Die Bilder werden bei mir am nächsten Tag noch nachwirken...

    Wir fahren zurück nach Egilsstadir. Einkaufen steht auf dem Plan. In der nächsten Unterkunft sind die Einkaufs- und Essensmöglichkeiten quasi nicht vorhanden. Tanken müssen wir auch noch, denn morgen steht unser längster Streckenabschnitt an.

    Abendessen gehen wir heute im Salt Bistro. Hier soll es Rentierburger geben, den wollte ich unbedingt probieren. Im Café dann die Ernüchterung...Rentierburger ist aus. Schade X/. Ich werde aber trotzdem satt.

    Nach dem tollen Erlebnis gestern Abend, hoffen wir natürlich wieder auf Nordlichter. Heute haben wir aber kein Glück.

    Dann spielen und lesen wir noch etwas und gehen etwas früher ins Bett.

    19.10.23

    Heute verheißt uns die Wettervorhersage einen bewölkten Tag bei 5 bis 8 Grad. Regen soll es zum Glück nicht geben.

    Nach dem wirklich tollen Frühstück fahren wir am Ostufer des Lagarfljot entlang Richtung Süden. Unser erstes Ziel heute ist der Hengifoss. Gegen 10:15 Uhr kommen wir am Parkplatz an. Das Besucherzentrum dort ist immernoch im Bau. Was man bisher sieht und wie es fertig aussehen soll gefällt uns.

    Außer uns sind noch ca. 10 weitere Fahrzeuge am Parkplatz, also nicht zu überfüllt. Unser Ziel sehen wir schon in der Ferne.

    Unterwegs kommen wir am Litlanesfoss vorbei.

    Der Weg zum Hengifoss wird zunehmend abenteuerlicher! Was der Isländer so Wanderwege nennt...

    Highlight natürlich die Bachquerung, Markus hat am Ende dann doch feuchte Socken, da er manche Stelle falsch eingeschätzt hatte.

    Oben angekommen schütteln wir nur den Kopf über eine Gruppe, die meint sämtliche Hinweisschilder auf möglichen Steinschlag ignorieren zu müssen. Als ob der Wasserfall drei Meter weiter vorne soviel anders aussehen würde. So etwas werde ich nie verstehen.

    Jetzt schauen wir uns erstmal am Hengifoss satt. Ein bisschen Sonne würde die roten Streifen natürlich noch schön zum leuchten bringen... aber das Leben ist kein Wunschkonzert ;).

    Auf dem Weg nach unten brechen Sonnenstrahlen durch die Wolken und ergeben ein tolles Bild über dem See. Dann sehen wir, wie die Sonne durch ein Wolkenloch über den Berg Richtung Hengifoss zieht. Leider sind wir schon etwas weiter weg, aber wir warten trotzdem bis die Strahlen den Wasserfall erreichen.

    Der Moment ist ganz kurz, aber der Wasserfall leuchtet wunderschön!

    Mittlerweile ist es schon 13 Uhr und Zeit für einen Snack. Unsere Must see Pläne haben wir nun "abgearbeitet". So fahren wir am Westufer wieder Richtung Egilsstadir und dann weiter Richtung Seydisfjördur. Auf dem Weg stoppen wir am Gufufoss.

    Der Höhepunkt sollte heute aber erst noch kommen. Die Polarlichtapp sagte Gutes vorraus und wir checken im fünf Minutentakt die Wolkenlage. Gegen 22 Uhr sehen wir die ersten Schleier. Schnell anziehen, Kamera schnappen und nichts wie runter zum See. Hier haben wir Dunkelheit Richtung Norden und trotzdem den See im Vordergrund. Was jetzt passiert ist einfach Wahnsinn! Um es mit den Worten der Amerikaner die später dazukommen auszudrücken...HOLY SHIT :D

    Die Lichter kommen... sie bleiben... sie leuchten... sie tanzen, einfach unglaublich.

    Nach zwei Stunden sind wir so voller Eindrücke und Glückshormonen, dass wir ins Bett müssen ;).

    18.10.23

    Heute gehen wir wieder erst später frühstücken, so ist es wieder ruhiger ;).

    Dann packen wir den Rest zusammen und starten in den bewölkten Tag. Es bleibt heute mit 3 bis sechs Grad, im Vergleich zu den Tagen davor, angenehm.

    Die Fahrt nach Egilsstadir verläuft reibungslos. Doch bevor wir dort ankommen ist ein Stopp an der Studlagil Schlucht. Der Wanderführer rät uns am Gehöft Klaustursel zu parken. Das letzte Stück ist wohl sehr holprig. Im Nachhinein fragen wir uns was für ein beknackter Rat das ist :/. Die Strecke ist einwandfrei zu fahren, alle außer uns tun das auch :D und landschaftlich sind die knapp 2km auch nicht überragend. Ok, so hatten wir wenigstens Bewegung ;).

    Nach dem hinteren Parkplatz kommt man gleich zum Studlafoss und ab hier ist dann auch ein bisschen mehr los. Markus macht erstmal einige Aufnahmen des Wasserfalls. Links und rechts ist er noch ziemlich vereist und hat so eine ganz besondere Wirkung.

    Wir folgen weiter dem Wanderweg am Fluß entlang. Es ist teilweise schon noch ziemlich vereist und verschneit. Ob wir so wohl in die Schlucht runtersteigen können? Wir werden uns die Sachen mal anschauen und uns dann entscheiden. Dann kommt die Schlucht in Sicht und unsere ersten Gedanken sind "Das ist ja wie am Giant's Causeway" :D.

    Wir sehen schon von weitem das andere bis hinunter in die Schlucht steigen, das ist ja schonmal vielversprechend. Wir gehen bis an den oberen Rand weiter und steigen dann mal ein Stück hinunter. Wir achten schon sehr auf unsere Schritte da es wahlweise rutschig oder matschig ist und natürlich jede Menge Steine zu überklettern sind. Links und rechts von uns gibt es auch noch einiges zu bestaunen.

    Wunderschön hier unten! Oben hatte die Schlucht uns noch nicht im Bann, aber spätestens als wir jetzt ganz hinunterklettern ist es um uns geschehen :love:. Der Abstieg ab hier ist auch nur noch halb so wild. Unten angekommen halten gerade drei Asiaten ihre "Insta-Fotosession" ab X/. Da wir ja höflich sind und auch nicht möchten das uns jemand durchs Bild latscht, warten wir... und warten... und warten... X(. Nach fast zehn Minuten ist aber wirklich Schluß mit lustig! Wir laufen unbeeindruckt an ihnen vorbei und fangen an selbst unsere Bilder zu machen. Das finden die drei irgendwie gar nicht lustig, war uns jetzt aber echt schnuppe.

    Einfach toll hier! Wir verlassen den unteren Teil Schlucht damit auch andere hinunter können. Ein bisschen oberhalb bleiben wir aber noch, um den Ort noch etwas zu genießen. Dann wird es auch irgendwann Zeit zurück zu gehen.

    Auf der Weiterfahrt nach Egilsstadir stoppen wir noch am Rjukandafoss direkt an der 1. Wir sind mal wieder allein, perfekt.

    Kurz nach fünf kommen wir am Gistihusid Lake Hotel Egilsstadir an. Hier werden wir zwei Nächte bleiben, checken ein und beziehen unser Zimmer im Untergeschoss. Hier gibt es ein tolles Restaurant im Hotel. Zur Feier des Tages, denn heute ist "Bergfest", reservieren wir uns einen Tisch. Wir bestellen jeder zwei Gänge und es war wirklich der Hammer!!

    Ich könnte hier noch stundenlang rumschippern und die Wale beobachten. Kurz vor der Rückfahrt taucht noch ein Zergwal auf. Bis wir die Kamera gezückt haben, ist er aber auch schon wieder weg. Egal, wir sind happy und es geht zurück an Land.

    Mit der Buchung bei Gentle Giants bekommt man in einigen Geschäften, Cafés und Restaurants in Husavik Rabatte. So auch im Bistro Lokal gleich gegenüber. Dort gönnen wir uns jetzt eine heiße Schokolade, mmmmh.

    Ich möchte gerne ins Whale Museum, welches ja nur wenige Meter weiter ist. Das Museum ist sehr interessant. Cool wäre ein Audioguide oder per App auf dem Handy, dann hätte ich auch den letzten Rest verstanden. Mein Englisch ist schon ganz ok, aber eben nicht perfekt.

    Besonders beeindruckend ist natürlich das Skelett des Blauwals.

    Im oberen Stock gibt es einen kleinen "Kinosaal". Dort läuft ein Film über den Walfang bzw. Grind auf den Färöer. Wir schauen uns den ganzen Film an und ich bin anschließend sehr nachdenklich. Die Bilder sind schon heftig, aber auch Bilder aus deutschen Schlachthäusern sind heftig. Sind wir tatsächlich besser wenn wir nur Schweine, Hühner und Rinder schlachten? Ich bin kein Vegetarier und in der Landwirtschaft aufgewachsen, töten der Tiere gehörte ganz selbstverständlich dazu. Aus Tradition zu töten ist natürlich nochmal eine andere Hausnummer. Wale sind natürlich auch deutlich gefärdeter als Schwein, Huhn und Rind, aber tot ist tot. Wie gesagt, ich bin sehr nachdenklich und auch innerlich zerrissen.

    An der Kasse des Museums fragen wir nach dem Weg zum Fels Gatanöf. Der ist zwar nicht weit von hier, aber die Dame kennt ihn nicht und kann uns auch nicht wirklich weiterhelfen. Also fahren wir mal los. Nach einem Fabrikgebäude nördlich von Husavik biegen wir auf einen Feldweg ein. Ein paar Meter weiter stellen wir das Auto ab und laufen in die mutmaßlich richtige Richtung an den Viehweiden entlang. Tatsächlich sehen wir ihn dann auch bald. Irgendwie sah er auf den Bildern aber imposanter aus. Wir klettern noch runter an den Strand um ein paar Fotos zu machen. Das Wetter ist mittlerweile aber eher ungemütlich geworden und der Wind pfeift uns ordentlich um die Ohren. Also geht es zurück zum Auto.

    In Husavik besorgen wir noch ein paar Kleinigkeiten im Netto. Nächster Stopp ist die Vinbudin. Dort besorge ich drei Flaschen Bier für meine Kollegin. Die macht ihrem Mann immer einen Bier-Adventskalender und hatte mich um drei Flaschen aus Island gebeten. Quasi das Highlight ;).

    Heute essen wir auf dem Rückweg nochmal im Dalakoffin in Laugar. Es war wieder sehr lecker, wenn auch nur Burger.

    Ihr erratet sicher wo wir die nächsten 1 1/2 Stunden verbringen...genau, im Hot Tub. Wieder ganz allein und in himmlischer Ruhe. Genau richtig nach diesem eindrucksreichen Tag.

    Dann heißt es mal wieder packen, morgen geht es weiter in den Osten.

    17.10.23

    Heute steht eines unserer Highlights auf dem Programm, Whale Watching. Leider waren uns die großen Wale im Januar auf Dominica nicht wohlgesonnen und wir sahen "nur" Delfine. Aber heute, so hofften wir, soll es klappen.

    Deshalb stehen wir heute früh auf und sind um 8 Uhr schon beim Frühstück. Nicht ganz so günstig wie wir schnell feststellen. Gestern waren wir fast alleine hier, heute bevölkert eine Reisegruppe aus Griechenland lautstark den Frühstücksraum. Naja, Augen zu und durch.

    Um 8:45 Uhr starten wir dann Richtung Husavik. Die Straßenverhältnisse sind gut und wir sind pünktlich dort. Unterwegs überholen uns mehrere Autos, die zu der griechischen Reisegruppe gehören. Na hoffentlich gehen die nicht auch zum Whale Watching sagt Markus noch.... =O. NATÜRLICH gehen sie auch zum Whale Watching und NATÜRLICH auch mit Gentle Giants wie wir :D . Aber der Dampfer ist ja groß genug ;). Ausserdem vergeht so einigen von ihnen bald das Lachen...

    Auf der Fahrt sage ich zu Markus noch, mal sehen wieviele die Fische füttern...ach Quatsch meint er...ja genau :S. Beim Abholen der Tickets weißt uns die Dame darauf hin das es in der Bucht Südwind geben wird und es auch schaukeln könnte. Wir lächeln und nicken, nichts was uns Bauchschmerzen macht. Wir hatten auf unseren Kreuzfahrten und Bootsausflügen schon anderen Seegang, ohne das es uns auch nur flau wurde. Ich bezeichne uns mal als seefest ;).

    Am Schiff erhält jeder einen warmen Overall und Regenschutz. Verpackt wie ein buntes Michelinmännchen und insgesamt sechs Schichten Kleidung geht es raus in die Skjalfandibucht. Das wird ja hoffentlich reichen :D

    Wir sind kaum 10 Minuten unterwegs, als sich der erste Grieche des Frühstücks entledigt <X. Mindestens vier oder fünf weitere Mitreisende folgen ihm im Verlauf der Tour.

    Fast zeitgleich tauchen die ersten Wale auf :love:. Ein weiterer Traum geht in Erfüllung! Was die nächsten gut 2 Stunden folgt übertrifft meine Erwartungen. Zwar sind es bis auf eine Ausnahme alles Buckelwale und vermutlich auch oft die Selben, aber das interessiert mich ÜBERHAUPT nicht! Diese Ruhe und Eleganz die diese Tiere ausstrahlen beeindruckt mich unglaublich. Ich bin absolut im Glück und den Tränen nahe. Auch jetzt beim schreiben wieder :S. Als dann zweimal einer direkt neben dem Boot auftaucht bin ich komplett sprachlos. Ein pusten direkt neben mir und Zack ist er da! WAHNSINN!!!

    16.10.23

    Zum ersten Mal auf unserer Reise haben wir in dieser Unterkunft Frühstück mit dabei. Darauf freue vor allem ich mich sehr. Im Normalfall kommt für mich Selbstverpflegung im Urlaub nicht in Frage. Wenn die Verpflegung nicht eh dabei ist, gehen wir Frühstücken und Abendessen, sonst ist es für mich kein Urlaub. Grund dafür ist mein Job. Ich arbeite in einer Kantine, da habe ich das ganze Jahr tagein, tagaus, kochen, spülen und wieder sauber machen. In diesem Urlaub mache ich die große Ausnahme, da ich das Geld lieber in tolle Aktivitäten stecke.

    Also, auf geht's zum Frühstücksbuffet. Es gibt alles was man braucht, ausser... Skyr =O. Das finden wir dann doch ungewöhnlich. Satt werden wir natürlich trotzdem :thumbup: .

    Eigentlich wollen wir heute zum Dettifoss und zur Asbyrgi. Die Straßenkarte bei Road.is zeigt uns das die anvisierte Ostroute gesperrt ist. Auch die Westroute ist ab der Abzweigung zum Dettifoss nach Norden gesperrt, nach Süden wird "Wet snow" angezeigt. Asbyrgi wird also auf einfachem Weg eher nichts. Wir fragen unsere Gastgeberin und (ich vermute) ihren Mann, ob die Strecke zum Dettifoss machbar ist. Ja, das ist kein Problem. Ok, und Asbyrgi? Der nette Herr zückt das Handy und ruft, weiß der Geier wo, an. Dettifoss-Asbyrgi wird nicht gehen. Asbyrgi geht nur vom Norden her. Ok, dann fällt Asbyrgi wohl eher aus. Der Umweg wäre schon sehr zeitaufwändig. Außerdem wollten wir dort gerne wandern, aber bei 20 cm Schnee auch kein Spaß, zumindest für uns.

    Wir fahren also erstmal los Richtung Dettifoss. Das Wetter ist noch unentschlossen was es will. Morgens noch Nebel, Mittags bewölkt, Nachmittags dann Sonne. Mehr als zwei Grad erreichen wir heute trotzdem wieder nicht.

    Auf der Ringstraße ist alles noch prima, dann geht es aber auf die 862 Richtung Dettifoss...es waren die schlimmsten Kilometer dieses Urlaubs 8| =O . Zumindest für mich als Beifahrer, Markus fand das alles nicht so schlimm. Über 24km geht es permanent über 15cm Schneematsch vom feinsten. Oft mit nur drei Fahrrillen...wehe es kommt Gegenverkehr =O und der kommt natürlich!! Wir schwimmen und schlingern mehr als das wir fahren. Das ist aber wohl nur mein Beifahrergefühl...ich habe Blut und Wasser geschwitzt sag ich euch 8| .

    Aber scheinbar kein Problem, hier ist alles unterwegs. Vom normalen PKW, über diverse Campergrößen bis zum Reisebus.

    Irgendwann kommen wir aber zum Glück an. Alles ist tief verschneit, den Weg zum Wasserfall finden wir aber trotzdem.

    Den Dettifoss kann ich persönlich irgendwie nicht einordnen. Das Tosen und Donnern ist unglaublich beeindrucken! Der Schnee drumherum ist ganz grau und schwarz von der Gischt die allerhand Material in die Luft befördert! Die Kräfte die hier am Werk sind, sind auch etwas furchteinflösend. ABER schön finde ich ihn eigentlich nicht. Weder die Umgebung noch den Wassefall selbst. Keine Stufen, Höhlen dahinter oder Gesteinsfarben und -formen. Dieser Wasserfall beeindruckt rein durch seine Kraft.

    Natürlich gehen wir noch weiter zum Selfoss. Leider kommt man nicht ganz so nah ran, da der Weg abgesperrt ist. Auch zum Hafragilsfoss ist der Weg leider gesperrt.

    Nach zwei Stunden gehen wir zurück zum Auto. An der 862 überlegt Markus ernsthaft Richtung Asbyrgi zu fahren, die Straße ist nicht gesperrt. Ich zeige ihm den Vogel und wehre mich mit Händen und Füßen :cursing: .

    Zähneknirschend gibt er nach ;)

    Die 20km die bis zur Ringstraße noch vor uns liegen, reichen mir dann auch wieder. Da wir ja aber noch Zeit haben, stoppen wir dann schließlich noch bei den faulen Eiern bei Hverir.

    Hier machen wir mal wieder mit den Kameras und Parkgebühren Bekanntschaft X( . Weiß eigentlich jemand ob Knöllchen gekommen wären, wenn wir nicht bezahlt hätten? Ich kann mir nicht vorstellen das bei der Menge Besucher einer Knöllchen verschickt. Markus und ich diskutieren das die nächsten Tage immer wieder.

    Das Wetter ist mittlerweile wirklich schön geworden und dieser Ort, wie auch schon 2017, total faszinierend. Blubbern, zischen, dampfen, stinken,...ganz wie in Teufels Küche.

    Je näher wir dann aber Richtung Laugar kommen, umso nebliger wird es.

    Unser Abendessen ist heute ein wahrer Gaumenschmaus <X . Es gibt Couscous aus der Tüte. Den hatten wir gekauft da wir die Mitteilung hatten, dass es nur einen Wasserkocher und eine Mikrowelle in der Unterkunft gibt. Vor Ort haben wir dann auch noch eine Induktionsplatte, aber der Couscous muss ja auch weg :D.

    Dann kommt mein Lieblings-Tagesordnungspunkt...der Hot Tub. Den haben wir wieder für uns allein :thumbup:

    Im Bett diskutieren wir ob Whale Watching morgen sein soll oder erst übermorgen. Wir entscheiden uns für morgen und buchen noch kurz Tickets bevor wir uns einkuscheln :sleeping:

    15.10.23

    Heute ist wieder Reisetag und es ist bewölkt. Das Thermometer schafft es in den Plusbereich, wenn auch nicht viel, allerdings haben wir Vormittags ein bisschen Nieselregen.

    Nachdem alles im Auto verstaut ist geht es um 9 Uhr Richtung Varmahlid zu Hesta Sport. Die Dame von gestern freut sich mit uns das es geklappt hat. Nachdem alle Gruppenteilnehmer eingetrudelt sind werden wir zum Stall, der in der Nähe des Reykjafoss ist, geschickt. Dort werden wir von zwei netten Mädels, ebenfalls aus Deutschland, in Empfang genommen. Die rüsten uns erstmal mit Regenkleidung und Helm aus. Hat schon was von Straßenarbeitern :D

    Ist aber äußerst zweckmäßig :thumbup:.

    Dann bläuen uns die Mädels ein, dass es Unglück bringt wenn man den Namen seines Pferdes nicht weiß. Natürlich merken wir uns den alle gut, mein hübscher hellbrauner Begleiter heißt Mön. Vermutlich schreibt man es anders, aber da habe ich nicht nachgefragt ;) . Markus grauer Isländer heißt Bokki...wie passend sage ich nur :P .

    Dann geht es los. Begauf, bergab, erst langsam, dann auch mal schneller. Auch getöltet wird zwischendurch. Wir reiten durch den Fluß und schließlich zum Reykjafoss. Dort gibt es ein obligatorisches Erinnerungsfoto.


    Nach 1 1/2 Stunden geht es zurück zum Stall. Beim absteigen merke ich wie durchgefroren und steif ich jetzt bin ?(. Jeder darf seinem Pferd noch ein Leckerli geben, streicheln Fotos machen, usw. Dann schälen wir uns mühsam aus der Regenkleidung. Das Angebot, an der Rezeption in Varmahlid noch mal die Toiletten zu nutzen und eine heiße Schoki zu trinken, nehmen wir gerne an.

    Dann heißt es für uns, weiter geht's. Unsere nächste Unterkunft, Storu Laugar, liegt in Laugar, ca. 140km entfernt.

    Auf dem Weg ist nicht viel geplant und so entscheiden wir spontan einen Stopp am Godafoss einzulegen. Wir kennen ihn schon von unserem ersten Stopp auf Island, während einer Kreuzfahrt im Jahr 2017. Da waren wir aber im August dort und jetzt wollten wir den Godafoss evtl. vereist erleben. Wir stellen fest das sich hier einiges verändert hat. Wo wir 2017 noch mit unseren Töchtern über Steine geklettert sind, gibt es jetzt gut ausgebaute Wege und einen Parkplatz. Sogar ohne Parkgebühr :D, das Thema wird uns nämlich im Verlauf der Reise noch beschäftigen und auch ärgern...

    Der Godafoss ist nicht ganz so vereist wie erhofft, aber trotzdem ganz anders als damals und wunderschön!

    Jetzt geht es auf direktem Weg in die Unterkunft. Wir checken aber nur kurz ein und stellen das Gepäck ab. Auf den ersten Blick gefällt es uns hier sehr gut. Wir sind von Elfen gut behütet und entspannen können wir auch.

    Der Tag ist ja noch jung und deshalb fahren wir weiter Richtung Myvatn. Ziel ist die kleine "Insel" Höfdi. Ich frage mich an diesem Abend noch des öfteren, wie wir dieses Juwel 2017 quasi übersehen konnten. Dimmuborgir, Pseudokrater, Hverir... alles haben wir gesehen und sind zielsicher an Höfdi vorbeigefahren. Aber jetzt erkunden wir diesen schönen Ort ganz allein. Niemand sonst ist hier und die Insel schön verschneit.

    Als die Sonne langsam untergeht machen wir uns auf den Rückweg.

    In Laugar gibt es ein Restaurant das wir heute ausprobieren. Es ist wirklich gut hier und da die Kochmöglichkeit in unserer Unterkunft nicht so der Hit ist, was wir aber wussten, beschließen wir an einem der nächsten zwei Abende nochmal zu kommen.

    Doch jetzt...ruft uns der Hot Tub :love:

    Den haben wir 1 1/2 Stunden ganz für uns allein. Bevor uns dann womöglich Schwimmhäute wachsen, gehen wir zurück ins Zimmer, lesen noch ein bisschen und entschwinden dann ins Land der Träume.

    14.10.

    Gestern war es ja spät und deshalb schlafen wir heute etwas länger.

    Es hatte über Nacht ein bisschen geregnet und unser weißes Auto hat zumindest zum Teil seinen Cappuccino-Ton den es seit gestern hatte wieder verloren :D .

    Das Wetter war eher bescheiden. Bewölkt und das Thermometer pendelt sich wieder um den Gefrierpunkt ein.

    Auf unsere Unterkunft Lytingsstadir bei Evelyn, sind wir über eine Fernsehdoku gestoßen. Sie bietet auf Ihrem Hof drei Cottages und Ausritte an. Wir hatten ein Kombipaket bei ihr gebucht.

    Ursprünglich war für heute eine Fahrt ins Hochland zum Kerlingarfjöll geplant. Diesen Plan hatten wir aufgrund der Wetterlage und -vorhersage schon vor Tagen verworfen. Plan B ist die Umrundung der Halbinsel Tröllaskagi. Wegen der Straßenverhältnisse rät uns Evelyn aber auch davon ab. Dann wird das heute wohl ein ruhiger Tag.

    Für unseren geplanten Ausritt morgen früh sieht es auch eher schlecht aus. Die Pferde sind noch oben auf der Weide und haben noch keine Wintereisen. Der Boden ist auch gefroren und so ist es doch nicht ungefährlich für Pferd und Reiter. Evelyn möchte aber den Tag und die Wetterentwicklung abwarten.

    Bei uns macht sich doch Enttäuschung breit :( , wir hatten uns sehr auf den Ausritt gefreut. Aber jetzt warten wir mal ab.

    Für heute fahren wir erstmal zum Reyjafoss ganz in der Nähe. Der gefällt uns wirklich gut durch die Stufen die in unterschiedliche Richtungen führen.

    Am Wasserfall kommt eine Gruppe Reiter vorbei. Da kommt uns die Idee doch einfach mal zu fragen ob sie noch Plätze für morgen frei haben. Das Mädel von Hesta Sport meinte es gäbe noch frei Plätze und wir sollten doch an der Rezi in Varmahlid nachfragen. Eine Option für uns?

    Erstmal fahren wir nach Saudarkrokur um ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Wir gehen noch an den Strand, der aber hier wenig spektakulär um nicht zu sagen langweilig ist. Im Ort schauen wir kurz im Museum "1238 Battle of Iceland" vorbei. Aber eigentlich nur um an der Tourist Info nach den "Highlights" im Ort zu fragen :S, die es im Prinzip nicht gibt ;). Die junge Dame dort ist eine Studentin aus Deutschland mit der wir uns dann etwas unterhalten. Sie gibt uns noch Tipps wann und wo ihrer Meinung nach Whale Watching lohnt.

    Am frühen Nachmittag fahren wir zurück und machen in Varmahlid den Stopp bei Hesta Sport. Auch hier treffen wir wieder auf eine gebürtige Deutsche. Es gibt für den nächsten Tag noch zwei Plätze für den Ausritt um 10 Uhr. Machen oder nicht? Wir sagen ihr ganz ehrlich wie die Situation mit dem anderen Ausritt bei Evelyn ist und wir natürlich ihr den Vorrang lassen möchten. Sie versteht das, kann uns aber natürlich nicht versprechen das die Plätze in zwei Stunden noch verfügbar sind. Wir entscheiden uns fürs pokern.

    Zurück in Lytingsstadir holen wir uns bei Evelyn zwei Audioguides für ihre Torfhäuser auf dem Hof. Bei dieser Gelegenheit fragen wir nochmal nach. Da es den ganzen Tag um den Gefrierpunkt geblieben war, wird es nicht funktionieren. Sehr schade aber nicht zu ändern. So greift dann eben Plan B und wir melden uns bei Hesta Sport an. Die Plätze sind noch frei und wir freuen uns riesig.

    Jetzt wird es aber Zeit die Torfhäuser zu besichtigen. Der Audioguide führt uns durch und es ist total interessant. Die Häuser sind selbst gebaut unter Anleitung einem DER Profis auf Island. Der Name ist mir leider entfallen.

    Wiedermal ziemlich durchgefroren verziehen wir uns ins Cottage und trinken Kaffee.

    Den Rest des Tages und Abends verbringen wir mit der üblichen Routine, die ihr jetzt auch schon kennt ;) ...Spielen und Abendessen.

    Heut geht's etwas früher ins Bett da wir morgen ja das Date mit den vierbeinigen Isländer haben.

    Wo ist eigentlich der Smiley mit dem Islandpferd??? 8o

    13.10.23

    Ebenso lautstark wie die Chinesen kamen, verlassen sie das Guesthouse um 6 Uhr morgens auch wieder. Wir drehen uns aber nochmal um und schlafen noch bis halb neun.

    Der Sturm hat sich verzogen und es scheint sogar die Sonne etwas durch. Allerdings schaffte es das Thermometer heute nicht aus dem Minusbereich heraus und es wird heute noch turbulent...

    Nach dem Frühstück packen wir unsere ganzen Habseligkeiten ins Auto und machen uns auf den Weg. Da wir das Shark Museum ja gestern reingepackt hatten bleibt heute Luft und wir nutzen die mit einem Abstecher zum Gudrunarlaug.

    Bei strahlendem Sonnenschein und -3 Grad Außentemperatur (wie verrückt kann man sein?), sitzen wir ganz allein im Becken und genießen die Winterlandschaft um uns herum. Verrückt aber echt genial!

    Als es am Kopf dann doch kühl wird ziehen wir uns im kleinen Häuschen wieder um. Hier sind wir echt ein bisschen enttäuscht. Es ist ziemlich versifft, die vollen Mülleimer werden hier über den Winter eingemottet und es riecht nicht ganz so lecker <X . Naja, dann beeilen wir uns eben.

    Auf der Weiterfahrt wollen wir zum Hvitserkur. Als wir von der 1 abbiegen ist das Wetter leider nicht mehr so schön wie noch eine Stunde vorher am Gudrunarlaug. Schneeregen setzt ein der immer mehr zu Schnee wird. Die Straße ist jetzt auch nicht gerade der Hit und wir haben ein paar Asiaten im Kleinwagen vor uns, deren Reifen irgendwann mehr durchdrehen als vorwärts rollen. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir am Parkplatz an. Wir machen erstmal eine Vesperpause, denn was da übers Meer auf uns zukommt sieht nicht so einladend aus.

    Am Ende ist es aber nur ein kurzer Graupelschauer.

    Dann machen wir uns auf die Socken runter zum Strand um näher an den Fels heranzukommen. Unterwegs schauen auch ein paar Seehunde aus dem Wasser. Der Fels ist von unten deutlich beeindruckender als vom Aussichtspunkt.

    Weiter geht's... die Rückfahrt zur 1 ist zumindest von oben ohne Schnee, die Straße ist dank unserer Spikes aber gut machbar.

    Unser nächster Zwischenstopp ist der Kolugljufur. Hier im Norden ist es jetzt sehr winterlich, was aber wirklich seinen Reiz hat.

    Mittlerweile ist es später Nachmittag und wir haben bis zur nächsten Unterkunft noch ein Stück vor uns. Es fängt auf der Weiterfahrt wieder an zu schneien. Kilometer für Kilometer wird es schlechter.

    Auf einem Bergstück haben wir schon Bedenken irgendwann nicht mehr vorwärts zu kommen, oder einer unserer Vorausfahrer. Oder gar das die Strecke dicht gemacht wird.

    Dieses Schneetreiben ist der normale Mitteleuropäer eher nicht gewohnt =O.

    Als wir wortwörtlich übern Berg sind wird es schlagartig besser. Was waren wir dankbar über unsere Spikes!

    Gegen 19 Uhr haben wir es geschafft und wir kommen bei Evelyn auf ihrem Pferdehof bei Varmahlid an. Sie zeigt uns unser Cottage und wir richten uns erstmal häuslich ein. Dann gibt es Abendessen.

    Draußen ist es mittlerweile wirklich kalt und die Fenster des Cottage sind nicht ganz so dicht. Dann zieh ich eben noch was drüber ;) .

    Heute ist es sternenklar und wir schauen alle paar Minuten raus ob wir Nordlichter sehen. Zum Glück wurden wir von einer Freundin im Vorfeld aufgeklärt das es erst wie ein Nebel oder Schleierwolken aussieht. Ohne diesen Hinweis hätten wir es vielleicht verpasst :D. Dann waren sie aber da. :love:

    Manchem wird es nur ein Lächeln hervorrufen, aber wir waren total happy! Unsere ersten Nordlichter!!! :love: :love:

    Völlig durchgefroren gehen wir um Mitternacht ins Bett.