Montag 11.03.2019 Singapur am Tag
Ohhhhh was war das für eine Nacht😡, ich kam einfach nicht zur Ruhe.
Aufregung mit Vorfreude auf Singapur plus Jetlag = kaum Schlaf
Um 11:00 Uhr waren wir mit Seyon verabredet.
Sie ist ein Lokafy ( kann gegoogelt werden) und wollte uns 6 Stunden ihre Stadt zeigen.
Seyon war uns sofort sympathisch. Eine junge Koreanerin, die in Deutschland zur Schule gegangen und dort auch studiert hat, mittlerweile mit einem Deutschen verheiratet ist und mit ihm in Singapur lebt. Hauptberuflich ist sie Violinistin und tourt mit einem großen Orchester durch Europa.
Mit der MRT machten wir uns Richtung Downtown auf den Weg.
Auf der anderen Seite der Marina Bay, schlenderten wir am Wahrzeichen Singapurs dem Merlion( ist zur Zeit verhüllt und wird renoviert) vorbei.
Über die Anderson Bridge ging es am Victoria Theatre, Fullerton Hotel zum
Financial District.
Wir verließen die Straße und gelangten über ein Bürokomplex zu der nächsten MRT Station. Ein Wahnsinn was unter der Stadt alles los ist !!!
Mehrere Etagen geht es in die Tiefe. Geschäfte, Foodcourts, kilometerweit klimatisiert verbunden. So kommen auch die vielen Business Menschen in der Mittagspause nicht ins Schwitzen
.
In dem unterirdischen Labyrinth fanden wir die Bahn gen Chinatown.
Bevor wir dieses Viertel erreichten, machten wir halt am
Ministry of national Development (MND).
In diesem Gebäude gibt es ein Modell von Singapur. Ein aufwendiger und
sehr liebevoll gestalteter Nachbau 1: zu schieß mich tot... von dieser tollen
Stadt.
xxxUrheberrecht
Was uns aber das ganz große OOOOOHHH
ins Gesicht gezaubert hat, waren die Holzmodelle, die neben den schon existierenden Gebäuden stehen.
Das sind Hochhäuser, die in den nächsten Jahren gebaut werden.
Schaut man auf das untere Bild der Collage, sieht man deutlich das MBS,
oben rechts und davor ein komplett neues Viertel bis zum
Cruise Terminal/ Containerhafen. Dazu muss man auch noch wissen, dass das gesamte Marina Bay Areal aus Landgewinnungen entstanden ist.
Soviel staunen macht hungrig.
Nun aber ein Hawker in Chinatown, bitte.
.
Es war Mittagszeit und dementsprechend voll.
Uns fielen einige ältere Menschen auf, die im hohen Rentenalter hier noch Tische abräumten oder Taschentücher verkauften.
Sie werden zwar von der Regierung unterstützt, aber auch mit der klaren Aufforderung einen Teil noch selbstständig zu verdienen.
Mit den gekauften Taschentüchern reserviert man übrigens den Hocker,
bevor man sich an den einzelnen Ständen anstellt. Außerdem braucht man sie als Servietten, denn die gibt es in keinem Hawker Center.
Wir schauten uns satt. Ich konnte mich überhaupt nicht entscheiden
.
Wir einigten uns auf den Hawker Chan. Bekannt für seinen Michelin Stern
und seinen krossen Schweinebäuche und Sojahühnern.
Wir probierten uns durch alle drei Gerichte und quatschten mit Seyon
über ihren Alltag und Leben in Singapur..Wir redeten so vertraut miteinander,
als ob wir uns schon lange kennen. Eine tolle Frau.
Nach der Mittagspause nahmen wir noch den Buddha Tooth Relic Temple mit.
Wie der Name schon sagt, hier wird ein Zahn aufbewahrt. Natürlich nicht irgendein Zahn - Buddha persönlich soll er gehört haben. Aufbewahrt wird er im 4. Stock in einem imposanten Goldschrein.
Die Tür bleibt leider für das Forum geschlossen...
Nächster Halt: Parkview Square
Auf den ersten Blick ein riesiges Bürogebäude mit einigen Konsulaten in den
oberen Etagen.
Im Erdgeschoss befindet sich die ATLAS Bar. Sie soll eine der besten Bars der Welt sein. Architektonisch im Art deco, der Hammer.
Wir haben es beim Gucken und Staunen gelassen
.
Von hier aus machten wir uns zu unserer letzten Station mit Seyon auf.
Wir fuhren in ihr Viertel, nach Katong. Dort lebt sie mit ihrem Mann und ihrer
kleinen Tochter.
Auf dem Weg dorthin stoppten wir am East Coast Park, das ist quasi
Seyons Hausstrand. Er besteht aus tollen langen Radwegen, Skateranlagen
und Minigolfanlage. Nur Baden ist schlecht, die Wasserqualität ist durch die
vielen Tanker und Frachter nicht die beste.
Durch eine Unterführung unter dem East Coast Highway kamen wir
sicher in Katong in der Joo Chiat Road an. Vor der enormen Landaufschüttung
in den 60 er Jahren, lag Katong noch direkt am Meer. Unvorstellbar!
In diesen farbenfrohen Häusern lebten vorwiegend wohlhabende
Peranakan ( Verbindung zwischen malaiischen Frauen und chinesischen Männern) . Sie sind für ihr farbenprächtiges Design ( Uniform der Singapur
Airlines Flugbegleiter) und exzellenter Küche berühmt.
Dieses Viertel war ein wunderschöner Kontrast zu der wuseligen Großstadt.
Mit netten Gesprächen schlenderten wir gemütlich durch die Straßen, stöberten in kleinen Läden und tranken zum Abschluss einen Kopi.
Das ist der traditionelle Kaffee in Singapur. Sehr, sehr starker Kaffee mit
ganz ganz viel gesüßter Kondensmilch.
Nach 6 wunderschönen Stunden mit Seyon mussten wir uns
hier leider von ihr verabschieden.
Es war toll. Klar, Singapur kann man mühelos alleine machen.
Aber die Stunden mit Seyon möchte ich nicht missen. Es war keine
typische Sightseeingtour, man hatte das Gefühl, wir stoßen eher zufällig
auf die Sehenswürdigkeiten, oder sie zeigte uns Plätze die wir nicht
auf unserem Programm gehabt hätten. Mit ihr wurde man sofort
warm, einfach eine liebenswerte, interessante Person.
Wir haben durch die tollen Gespräche mit Seyon, auch sehr viel
über die Menschen in Singapur erfahren, ihren Alltag, ihr Leben.
Mit ganz neuen Eindrücken ging es zurück ins Hotel. Die Dusche rief nicht
nur, sie schrie! Raus aus den völlig verschwitzten Sachen. Herrlich!
Der Abend kommt..... im 2. Teil.....