Alesund
(17.08.19) oder Auf der Suche nach der norwegischen Sonne…
Es regnet, es regnet… Wieder
mal war am Morgen der Blick sehr durch Dauerregen getrübt. Bereits die ganze
Nacht hatte der Regen auf unsere Bugscheibe geprasselt und während der Nacht
sind wir zweimal durch so heftige „Rummmsss-Geräusche“ erwacht, dass wir
dachten, unsere Kinder seien aus dem Bett gefallen.
Nach dem Frühstück regnete es
überraschenderweise immer noch. Meinem Mann, der vier Jahre in Oslo gearbeitet
hatte, fiel ein, dass ihm doch die Arbeitskollegen von der norwegischen
Westküste mehrfach erzählt hatten, dass es dort fast immer regnen würde und
dass das Wetter in Oslo viel schöner sei. Wieso fiel ihm das jetzt erst ein und
nicht vor zwei Jahren zum Buchungsstart? Oder wenigstens vor zwei Wochen
pünktlich zum Kofferpacken?
Wir gingen direkt noch vor 13
Uhr von Board, weil es zwischen 13 und 16 Uhr weniger regnen sollte.
Alesund war eine
Niederlassung Bergens (Mitte des 15. Jahrhunderts) und erhielt 1793 Hafen- und
Zollrecht, 1848 Stadtrecht. Innerhalb kürzester Zeit wurde sie zu einem der
größten Fischereihäfen Norwegens und zum größten Exporthafen für Stockfisch.
1904 wurde fast die komplette Stadt zerstört. Etwa 850 Häuser fielen einem Feuer zu Opfer. Die Stadt wurde in
Jugendstilweise wieder aufgebaut mithilfe der skandinavischen Ländern und
Kaiser Wilhelm II, der vier Schiffe mit Baumaterialien, die er mit seinem
Privatvermögen finanziert hatte, schickte.
Für uns war Alesund der am
wenigsten interessante Hafen der Reise. Während wir in den anderen Häfen am
liebsten doppelt so lange geblieben wären, gab es für uns in Alesund – auch
wenn die Stadt in Reiseführern und auf (Forums-)Bildern einen netten Eindruck
machte – kaum Sehenswürdigkeiten, die uns überzeugten. Die Kayaktour über TUI
fand ich reizvoll, aber 365€ zu bezahlen, um 3 Stunden Kayak zu fahren, sah ich
nicht ein. Auf der Seite von uteguiden haben wir dann die Information erhalten,
dass sie ebenfalls Kanus vermieten für 160€ für drei Kanus. Aufgrund des flüssigen
Sonnenscheins haben wir diese Idee jedoch verworfen.
Wir gingen zuerst Richtung
Aksla durch die Stadt.
Dann kamen wir in dem Park zu Fuße des Berges an, in dem die Statue des Wikinger Rollon stand. Der fiel erfolgreich in
Frankreich ein und war erster Herzog der Normandie. Außerdem soll er in Alesund
geboren worden sein. Er war der Großvater von Wilhelm den Eroberer.
Also liefen wir zuerst den
Hausberg hoch. 418 Stufen… Jetzt brauche ich kein Fitnessstudio mehr. Auf dem Weg hoch kamen uns nur 4 Menschen entgegen,
auf dem Rückweg mehr als 100. Es war das Ziel der meisten TC-Passagiere.
Anschließend gingen wir durch
die Stadt. Im Touristenshop verbrachten wir mehr Zeit als wir für das Absteigen vom Berg brauchten. So viele interessante Dinge für Kinder.
Als Sehenswürdigkeiten wurden die Kongensgata und die Apotekergata empfohlen. Leider machen die
Kinder schlapp und wollten nicht mehr ins Jugendstilcenter.
Außerdem fing es tatsächlich stark an zu regnen. Später geht es weiter... Ich habe tatsächlich sogar noch Fotos mit Sonnenschein
, so dass man besser sehen kann, dass Alesund sehr schön ist.