Beiträge von sabische73

    Mittwoch – Roseau / Dominica

    Durch die Zeitumstellung waren wir in der Früh wieder hellwach und saßen irgendwann um vier Uhr im kurzen Schlafanzug mit dem ersten Kaffee des Tages auf unserem Balkönchen. Mondschein, Meeresrauschen, irgendwo zwischen Barbados und Dominica, dazu diese himmlische Ruhe … ein absoluter Traum.

    Es war alles so superschön und entspannend, noch bevor wir überhaupt beim Frühstück waren und unser Ausflug gestartet ist.

    Regenwald war heute angesagt, da habe ich mich auch richtig drauf gefreut. Am Strand kann ja jeder ;)

    Den Ausflug hatten wir über TUI gebucht, weil wir uns nicht an den einzig noch buchbaren Tagesausflug mit Petra (dt. Auswanderin) getraut hatten. Er war als anstrengend beschrieben und wir haben uns das nicht zugetraut. Doof eigentlich, rückblickend wir hätten das locker geschafft.

    Aber der TUI Ausflug war auch okay. Treffen war in der Schaubar, dann sind wir geschlossen zu den Bussen. Das waren lauter so uralte, klapprige Busse mit 15 (?) Sitzen und einheimischen Fahrern. Die Straßen waren .. anspruchsvoll.

    Unser Guide Lloyd hat es sehr schön gemacht, er hat sich viel Mühe gegeben und sehr deutlich englisch gesprochen. Nach kurzem Stopp zum Bewundern der Aussicht auf die Stadt sind wir dann also durch den Regenwald marschiert. Ich saß aber nur einmal auf meinem Hintern, weil es so slibbery war und muddy. Gerochen haben wir danach glaube ich auch nicht mehr so gut…

    Uns hat es wirklich gut gefallen, der Ausflug hätte allerdings gerne doppelt so lange dauern können, wir wären gerne noch länger durch den Regenwald gelaufen, war schon cool. Irgendwie hatte man zwischendurch das Gefühl, ein T-Rex kommt gleich um die Ecke. Wir fanden das Erlebnis einfach nur toll, wenn auch viel zu kurz.

    Es waren natürlich wieder Leute dabei, die die Ausflugsbeschreibung nicht gelesen hatten und z.B. mit weißen Schühchen und Kleidchen und Täschchen da angetreten sind. Lloyd musste sich auch ernsthaft rechtfertigen, warum der Weg matschig war.

    Wieder am Hafen sind wir noch ein bisserl rumgelaufen. Nicht weit, Roseau ist ja auch nicht groß. Mein Mann war wie üblich fasziniert von der Elektrik, die kreuz und quer und gefühlt wahllos über den Straßen und an den Häusern hing. Das sind die Situationen, wo ER dann immer ziemlich viele Fotos macht :-)

    Alles war chaotisch, laut und staubig und hatte trotzdem seinen besonderen Reiz. Die Wasserrinnen waren gefährliche Löcher, kurz – ich war froh, dass wir ohne verstauchten Knöchel wieder die Mein Schiff betreten haben. Außerdem war uns inzwischen echt warm und wir hatten das dringende Bedürfnis, zu duschen.

    Nach dem Aufhübschen sind wir dann zum ersten Mal in den bezahl-Italiener im Diamantbereich, wo ich einen Tisch reserviert hatte. Wir buchen weder GGF noch sind wir Suitengäste, wir wollten den Diamanten einfach mal ausprobieren.

    Unwissend, wie wir waren, haben wir das 4-Gänge-Menü bestellt. 45 € pro Nase ohne Getränke. Wir dachten halt, das sind Portionen wie im Atlantik, also großer Teller und kleine Portion, dann hätte das auch gut gepasst. Ich hatte als Hauptgang das Rinderfilet im Ciabattamantel, das kostet in der Karte fast 27,- €. Wer hätte denn da ahnen können, dass die Portionen im Menü genau so groß sind wie normal … ??

    Tja. Dann kam die Vorspeise. Ich hatte Bruschetta und war danach schon ziemlich satt, mein Mann einen riesigen Teller Minestrone ... eigentlich hätten wir nach der Vorspeise gehen können, wir sind zum Schluss bald geplatzt.

    Es war allerdings ein sehr schöner Abend. Das Ambiente war schön, das Personal war sehr aufmerksam und freundlich, das Essen mega lecker (dass wir zu viel bestellt hatten, dafür können die ja nix), für besondere Anlässe kann man das echt mal machen.

    Allerdings lag ich danach auf dem Bett wie ein gestrandeter Wal – war eindeutig zu viel. Also ein gut gemeinter Ratschlag für die, die im Normalfall im Atlantik ihren Abend verbringen – lasst das mit den vier Gängen im Diamanten, sonst werdet ihr am Ende der Reise vom Schiff rollen .. =O

    Fazit des heutigen Tages: Dominica fand ich ganz toll, einfach mal was anderes. Man braucht für so eine Wanderung durch den Regelwald nur gute Schuhe, gute Laune und hinterher eine Dusche :)

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    @Bumblebee ja, die Uschi ist super, was für ein Wirbelwind ^^ . War ein echt guter Einstieg in den Urlaub mit den beiden.

    @paddelmichi + @Laufbine + happy19 wir hatten auch erst überlegt, bereits in La Romana an Bord zu gehen und uns dann dagegen entschieden, weil die Reise sowieso schon 2 1/2 Wochen gedauert hat. Rückblickend war das ein Fehler, würde wir im nächsten Leben anders machen.

    @Kaline rate mal, wessen Reiseberichte den Ausschlag für meinen gegeben haben ;) . Ich saß am Sonntag früh mit Kaffee und Tablett und deinen Reiseberichten NY mit Kanada bzw NY mit Bahamas im Bett und hab mir gedacht .. so was probiere ich jetzt einfach auch mal :P .

    @Sowieso du hast den subtilen Hinweis in meinem Usernamen offenbar korrekt interpretiert :saint: . Das mit dem Verpixeln hab ich mit paint.net gemacht, hab ich mir extra runtergeladen. Allerdings finde ich das irgendwie etwas wenig pixelig (bin ja aber nur ich), bei den nächsten Bildern verwische ich die Gesichter, ist wahrscheinlich besser.

    @Nordfriesin das wird nicht meine letzte Transreise gewesen sein, denke ich - ich habe festsgestellt, ich liebe Seetage :love:

    Dienstag – Bridgetown / Barbados

    Tja - Zeitumstellung minus sechs Stunden. Normalerweise stehe ich so um halb sechs auf. Das heißt, meine biologische Uhr hat um halb zwölf in der Nacht Barbadoszeit beschlossen, es ist Zeit für’s HomeOffice. Wir sind dann noch mal eingeschlafen, aber irgendwann in der Nacht um drei waren wir hellwach – kein Wunder, es war ja „eigentlich“ schon 09:00 Uhr und Frühstückspause :) .

    Aber wir haben ja einen Balkon und eine Nespressomaschine. Ein absoluter Traum! In der Nacht um drei den ersten Kaffee des Tages im kurzen Schlafanzug auf dem Balkon, Mondschein, Meeresrauschen .. einfach traumhaft schön :love: !

    Vor allem ging der Tag so entspannt an, wir hatten ja alle Zeit der Welt. Irgendwann haben wir uns fertig gemacht und gefrühstückt und sind langsam mal los zum Treffpunkt mit Ursula. Auf dem Weg dahin haben wir noch ein paar schöne Bilder gemacht, alles prima.

    Ursula ist eine unglaublich nette, deutsche Auswanderin und hat uns im 12-Mann-Minibus mit „Sweety“, ihrem barbardianischen Mann, in einer Tour quasselnd im Linksverkehr für € 110,- pro Nase den ganzen Tag quer über die Insel kutschiert.

    Sagen wir so, entspannend ist was anderes aber ich glaube es gibt kein Highlight, das wir nicht gesehen haben. Wie auch die Blaualgenplage, die diese wunderbaren Sandstrände verunstaltet hatten – aber was willste machen, ist halt Natur. Man kann Ursula und ihren Tagesausflug wirklich empfehlen.

    Sehr nachdenklich gemacht hat mich, dass sie mehrfach erwähnt hat, was Corona alles zum Opfer gefallen ist. 18 Jahre lang hatte sie mehrere Gästehäuser, die sie dann schließen musste. Ihr Mann hat die Arbeit verloren, sie ja auch. Irgendwann hat sie ihr Auto verkauft, weil sie kein Geld mehr für was zu Essen hatten. Statt in einem Haus leben sie nun in einer sehr kleinen Wohnung. Ursula war eindeutig sehr froh, dass endlich wieder Touristen nach Barbados kommen … (keine Diskussionen über Corona wenn's geht, das ist nur eine Anmerkung von mir).

    Abends sind wir dann endlich ausgelaufen und ich fand es irgendwie ein bisserl schade, dass mein typisches „wir-laufen-aus-Gefühl“ nicht richtig aufgekommen ist, denn wir waren ja schon im Urlaub. Normalerweise kommt man an, packt Koffer aus, macht Seenotrettungsübung, geht an Deck, der Graf singt, ich bekomme Gänsehaut und freu mich mega auf den Urlaub.

    Jetzt waren wir ja schon eine Nacht an Bord und hatten einen wirklich superschönen Tag auf Barbados. Es war irgendwie .. anders.

    Nichts desto trotz standen wir mit einem Cocktail an Deck,

    haben den Klängen des Grafen gelauscht und uns auf die kommenden 2 ½ Wochen gefreut. Und Gänsehaut hatte ich trotzdem :-)


    To be continued .. wahrscheinlich morgen.



    Montag - Flug von Frankfurt nach Barbados

    Die Nacht im Park Inn by Radisson war eine Katastrophe. Die Betten waren bretthart! Ich habe nicht nicht geschlafen, weil ich so nervös war, sondern weil ich „Rücken“ hatte.

    Immerhin konnte mein Mann bis in der Früh um drei selig schlafen. Das weiß ich, weil er ausgiebig geschnarcht hat :-)

    Auf jeden Fall wissen wir jetzt, warum das Hotel im Vergleich so „günstig“ war mit seinen 88 € pro Nacht ohne Frühstück. 70er Jahre Style, dringend renovierungsbedürftig und wahrscheinlich nur von Leuten wie uns genutzt, die eine Vorübernachtung brauchen und sonst nix. Naja, die Lage zumindest war unschlagbar. Einmal kurz durch den Park, in die S-Bahn rein und in drei Minuten am Flughafen. Na also.

    Im Flughafen hatten wir uns auch nur ganz kurz verlaufen (Abflughalle 10 gesucht und dann in Ankunftshalle 10 gestanden). Am Schalter standen erst so 10 Leute. Koffer abgeben etc ging recht fix. Auf dem Weg zu Gate B24 haben wir dann erst mal gefrühstückt (2 Bagels und 2 Kaffee für schlappe 24 €), um uns dann bei der Sicherheitskontrolle anzustellen. Waren viele Leute da, aber es waren alle Schalter offen, also ging es doch recht fix.

    Bis zum Boarding hatten wir dann nur noch eine dreiviertel Stunde .. man sollte echt frühzeitig da sein. Wasser nachfüllen, jeder noch 5 x auf Toilette gehen vor Aufregung und dann saßen wir auch schon im Flugzeug.

    Ja, und einen Flug mit 9:15 Stunden braucht echt kein Mensch, erst recht nicht in Stützstrümpfen! Ich war wirklich froh, dass wir die beiden Plätze am Fenster/Gang hatten. So konnten wir wenigstens aufstehen, wann wir wollten.

    Essen war überraschend gut, die Filmauswahl war auch okay, die Kinder hinter uns haben nicht mehr gequengelt als ich und schlafen konnten wir beide nicht. Naja, irgendwann waren wir dann im Landeanflug und hatten es geschafft. Ein sehr schönes Gefühl .. Barbados, wir sind da :) .

    Wir sind auf einem ganz kleinen Flughafen gelandet, der mich irgendwie an zwei zubetonierte Fußballfelder erinnert hat … also raus aus dem Flieger und rein in einen klapprigen Bus, der uns in wilder Fahrt direkt zum Schiff gebracht hat. Der Linksverkehr hat mich irritiert. Ich hab mir vor Schreck die Hände vor die Augen gehalten, also der Bus „falschherum“ in den Kreisverkehr reingefahren ist.

    Die Koffer haben wir wirklich erst vor der Kabinentür wiedergesehen. Sehr praktisch!

    Einchecken auf dem Schiff ging schnell, wir waren ziemlich die erste Gruppe. Wir sind dann erst mal in den Ankelmann und haben was gegessen. Mittlerweile war unser Tag/Nachtrhythmus schon komplett im Eimer (6 Stunden Zeitverschiebung), da war dann der Cocktail nach dem Essen auch schon egal.

    Da wir erst am nächsten Tag auslaufen sollten, sind wir nach der Seenotrettungsübung und dem Kofferauspacken todmüde ins Bett gefallen. Beamen wäre super gewesen. So bald das mal erfunden ist, werde ich es auf alle Fälle buchen 8o

    Sonntag – Anreise am Vorabend

    Um den Stress der Anreise etwas weniger stressig zu gestalten, hatte ich dieses Mal eine Vorübernachtung in Frankfurt gebucht. Park Inn by Radisson, eine S-Bahn-Station vom Flughafen entfernt, 88 € pro Nacht ohne Frühstück .. ich sag mal so, im Vergleich zu den Hotels mit den Mondpreisen direkt am Terminal war das vom Preis her okay.

    Wir sind also am Nachmittag um vier in den ICE gestiegen und mit über 90minütiger Verspätung in Frankfurt angekommen. Es lebe die geplante Vorübernachtung, allerdings konnte die Bahn dieses Mal wirklich nix dazu. Irgendwann kam eine Durchsage mit der Frage nach einem Arzt oder Sani, bitte melden in Wagen vier. Kurz darauf ein ungeplanter Halt in Darmstadt mit der Durchsage "wir halten auf unbestimmte Zeit". 90 Minuten später sind wir dann weitergefahren ... aber gut, besser sitzen und warten als selbst der Patient sein.

    Wir sind also irgendwann in Frankfurt angekommen und haben uns über die recht gute Beschilderung zur S9 Richtung Gateway Gardens leiten lassen. Kurzstrecke für 2,10 € pro Nase. Das Hotel lag dann 300 Meter von der S-Bahn entfernt, eigentlich sehr praktisch.

    Eigentlich war der Plan, gemütlich beim Italiener gegenüber den Urlaub einzuläuten. Da wir allerdings viel zu spät dran waren, war's uns zum Essen zu spät. Also haben wir am Flughafen nur einen kleinen Snack mitgenommen und es uns auf dem Zimmer gemütlich gemacht.

    Wir hofften dann einfach, dass der doch recht chaotische Start kein schlechtes Omen für den Urlaub ist ... always think positive :-)


    So wird unsere Reise aussehen:

    Brigdetown (Barbados)

    Roseau (Dominica)

    Philipsburg (St. Maarten)

    5 Seetage :)

    Sao Miguel (Azoren)

    2 Seetage :)

    Lissabon (Portugal)

    Porto (Portugal)

    La Coruna (Spanien)

    2 Seetage :)

    Bremerhaven

    Hallo zusammen :)

    ich bin eigentlich nur stiller Leser hier im Forum, habe mir aber schon so viele nützliche Tipps geholt oder einfach nur neue Inspirationen für die nächste Cruise, dass ich beschlossen habe, mich auch einmal an einem Reisebericht zu versuchen. Ich hoffe, ich komme mit Schriftgröße, Bilder einfügen etc zurecht ..

    Also die alten Notizen vom letzten Jahr hervorgeholt und los geht’s:

    sabische73 kannst du dich vielleicht noch daran erinnern, wie lange ihr auf diesem Eselsweg nach unten gelaufen seid? Danke

    Sorry, das weiß ich wirklich nicht mehr. Ich war allerdings erstaunt, wie schnell wir unten waren. Wir sind wirklich sehr langsam und vorsichtig gelaufen und hatten das Glück, dass uns weder Touristengruppen noch eine große Eselsherde entgegengenommen sind.

    Vielen Dank für die Beschreibung und die tollen Fotos?‘ Wir haben den Ausflug für unsere Reise jetzt im Oktober auch gebucht.

    sabische73  Trolline

    Wie war denn die Beschaffenheit vom Weg auf der kurzen Wanderung dann nach Thira? Überlege Wanderschuhe mitzunehmen, die könnte ich dann auch auf dem Ausflug am Ätna anziehen. Bin eine unsichere Wanderin sobald der Weg steiniger wird, die Wanderschuhe helfen mir da immer sehr.

    Hallo,

    wenn ich ehrlich bin, kann ich mich an die Beschaffenheit des Weges gar nicht mehr richtig erinnern. Ich weiß nur noch, dass wir immer hinterher gelaufen, weil ich so viele Bilder gemacht habe ;)

    Nun habe ich die Urlaubsbilder aus 2019 angesehen und kann dir sagen .. wir hatten beide unsere Turnschuhe an. Sneakers heißt das ja heute :saint: .

    Ich besitze inzwischen Trailrunner. Das sind quasi Sneakers mit mehr Profil. Die ziehe ich nun auf solchen Ausflügen immer an.