Beiträge von kufi_42

    Ich kann im Moment nicht weiter schreiben. Das Internet ist so langsam. Das macht keinen Spaß. Ich habe das Gefühl, die haben vergessen, nach Verlassen namibischer Gewässer wieder von Inmarsat auf Starlink umzuschalten.

    Etwas Positives: unser SPA Termin gleich wurde verschoben. Oh Wunder: wir wurden per Kabinenbrief darüber benachrichtigt. Sollte TC doch lernfähig sein? Oder war das nur eine Ausnahme?

    Mittwoch 28.5.25 Seetag

    Über den Tag gibt es nicht viel zu berichten. A...kalt und windig. Dementsprechend innen alles überfüllt. Das Frühstück im Hanami war wieder sehr gut. Abends im Atlantic Classic etwas merkwürdig. Es fehlte der kleine Teller für das Brot und ich hatte zu wenig Besteck. Nun habe ich kein Problem damit, ein Besteck für zwei Gänge zu nutzen, aber man ist es anders gewohnt. Ich hatte den Eindruck, man hätte uns an den Katzentisch gesetzt.

    So. Nach einem Pinkgroni an der Überschau Bar kann es weiter gehen. Ich habe mir vorgenommen auf dieser Reise die neuen Highballs alle nach und nach durchzuprobieren. Bis jetzt alle gut, auch die, bei denen die Zutaten nicht so meins sind, wie Whiskey oder Gin.

    Dienstag 27.5.25 Kapstadt

    Nach einem Frühstück im Atlantik Mediterran haben wir kurz nach neun das Schiff verlassen. Das Frühstück ist hier besser als gewohnt. Die Jungs kreisen nicht mehr mit den Tellern herum, sondern die Teller mit Wurst, Käse, Fisch und Früchte stehen an der Station und man bekommt ziemlich schnell das Gewünschte.

    Wir wollten das Aquarium an der V/A Waterfront besuchen. Dazu hatte ich einen Uber bestellt, der auch sehr schnell da war. Die Fahrt hat 46 Rand gekostet. Ca. €2,30. Der Fahrer war sehr nett, freundlich und hilfsbereit, wie alle Kapstädter, die wir getroffen haben. Er hat sich die 40 Rand Trinkgeld verdient.

    Das Aquarium war sehenswert der Eintritt moderat. Den genauen Preis weiß ich nicht mehr und meine Kreditkarten Äpp will gerade nicht. Erinnerlich waren es etwas über 25€ für zwei Erwachsene.... Äpp geht wieder. €26,74 wurden abgebucht. Das ist weniger als eine Karte für das Poeme del Mar in Las Palmas.

    Nach dem Aquarium noch mal durch das "Watershead" (oder so) und einen Kaffee und eine Cola getrunken. Von dort aus wollten wir über die Klappbrücke gemütlich zurück zum Schiff. Die Brücke war gerade hoch, aber macht nix. Wir hatten Zeit. Der Plan war erst gegen 13 Uhr am Schiff anzukommen um dann gleich die Ausreiseformalitäten zu erledigen. Am Ende der Brücke sprach uns eine Dame an und bot uns an uns mit ihrem Golfcart kostenlos zum Schiff zu fahren. Das ist wohl ein neuer städtischer Service für Gehbehinderte. Ruckzuck standen wir vor dem Terminal. Dort angekommen kamen wir in der Raucherecke noch ins Gespräch mit einem farbigen Südafrikaner. Überhaupt waren alle Südafrikaner, denen wir begegnet sind sehr zugänglich und sprachen ein für mich sehr gut verständliches Englisch. Anstehen vor der Sicherheitskontrolle. Anstehen vor der Passkontrolle. Anstehen vor dem Schiff. Letzteres wohl wegen eines IT Problems. :cursing:

    Auf dem Schiff ging es zum Gosch. Naja. Der Service hat sich wohl an die afrikanische Gelassenheit angepasst. Danach ab auf die Hütte. Oma und Opa brauchen ihren Mittagsschlaf. Auf dem Weg habe ich noch für Abends einen Tisch im Hanami reserviert für 19 Uhr. Gegen 17 Uhr (geplante Auslaufzeit) sind wir dann hoch zur Außenalster. So gegen 17:10 Pling Plong "Hier spricht Ihr Kapitän". Das Auslaufen verzögert sich wegen irgendwas mit den Behörden. Gegen 17:30 Pling Plong. Auslaufen nicht vor 18 Uhr. Um 18:30 ging es dann endlich mal los. Wir sind dann runter ins Hanami. Hanami: Zwei dünne Scheiben Thunfisch für nur noch 6,20. Die sauer scharfe Suppe war gut. Daran kann man nicht viel falsch machen. Die Hanami Ente war lt. Gaby auch ok. Mein Schweinebauch war viel zu grob geschnitten. Die Bananen mit kandierten Nüssen stellten sich als Bananen mit Puffreis heraus. Kann man dem Gast nicht sagen, wenn was aus ist? Oder noch besser die Karte anpassen. Mein Rotwein "Leonardo Toscana" war auch nicht vorrätig. Das Hanami letztes Jahr auf der 4 war deutlich besser. Wenigstens konnten wir aus dem Fenster Kapstadt am Horizont verschwinden sehen.

    Fortsetzung

    Obwohl nichts los war meinte die ATC (Air Traffic Control) uns in eine Platzrunde schicken zu müssen. An sich schön, wenn wir nicht erst im rechten Queranflug aus den Wolken heraus gekommen wären. Landung. Full Reverse. Gleich am ersten Speed Exit runter von der Bahn und zum Vorfeld B, gegenüber vom Terminal. Ab hier geht es etwas chaotisch weiter. Wie erwähnt waren viele Gehbehinderte an Bord. Dadurch wurden Gaby und ich beim deboarding voneinander getrennt. Ich konnte ihr nur noch ihren Pass in die Hand drücken und ihr zurufen, dass sie an der Immigration oder am Kofferband auf mich warten soll. Leider war zu dem Zeitpunkt der letzte normale Bus schon weg und ich musste, obwohl selbst nicht gehbehindert, auf die zweite Tour des Hubwagens warten.

    Als ich dann endlich im Terminal ankam war dort weit und breit alles voll mit keiner Gaby. Weder bei der Immigration noch an der Gepäckrückgabe. Nur unsere Koffer standen dort einsam herum. Hmmm... Dann ist sie wohl schon weiter. Also habe ich mir die Koffer geschnappt und bin erst mal weiter zu den von TC beauftragten Einweiserinnen. Eine davon hat Gaby gesehen. Sie sei ziemlich "angry" Richtung Ausgang gerollt. Also habe ich mich auf den Weg zu den Bussen gemacht und jede und jeden im Türkise Polo angequatscht, aber niemand hat Gaby gesehen. Alle waren sehr freundlich und bemüht, wofür ich mich an der Stelle bedanken möchte. Gaby anrufen. Funktioniert nicht. WhatsApp. Funktioniert nicht. SMS. Funktioniert nicht. Arghhh... || Nochmal mit der "Obereinweiserin" das Terminal durchsucht. Keine Gaby.

    Irgendwann so nach ca. 1 1/2 Stunde bekam ich einen Aruf von Gaby. Sie hat sich ein Taxi genommen und wartet am Hafen. WTF!!! Im Moment erstmal egal, auch wenn der Taxifahrer sie über den Leisten gezogen hat. Er hat den dreifachen Preis genommen. War aber immer noch günstiger als in DE. Ich habe dann darum gebeten im nächsten Bus mitfahren zu dürfen. Unser Gepäck war schon in einem früheren Bus auf dem Weg zum Schiff. Das ging auch klar, zumal gerade der Flieger aus Qatar angekommen war und so konnte ich da mit.

    Also ab in den Bus. Bus fährt vor bis zur Schranke an der Ausfahrt aus dem Hafengelände. Bus bleibt stehen. Bus steht. Bus setzt zurück. An der Stelle keine Info, was los ist. Wie sich später heraus stellte war die Schranke kaputt. Es kam niemand mehr auf das Gelände oder runter. Das Ganze hat dann noch fast eine weitere Stunde gedauert. In einem 2-3 bestuhltem Bus. Dagegen sind Sitzplätze bei TUIFly oder Eurowings richtig komfortabel. Als ich endlich am Hafen ankam war es schon 13:00 Uhr. Gelandet sind wir gegen 9:30. Ich war ziemlich sauer auf Gabies Kapriole, aber als ich sie dann endlich wieder gesehen habe war der Ärger verflogen.

    Sicherheitskontrolle, Check In wie üblich. Koffer standen vor der Kabine. Die Kabinenfreigabe per SMS kam nur wenig später. An der Außenalster gab es was zu trinken und zu essen. Dort gab es Weißwurst, Currywurst, Sauerkraut, Kartoffelpüree, Pommes usw., aber auch Oliven, Serano, spanischen Käse etc. Wie ich finde, eine gelungene Mischung. An dem Tag sind wir nicht mehr von Bord. Abendessen im Atlantic Classic und Ende vom Tag.

    Fortsetzung folgt. Erst mal mein Glas füllen lassen.

    Freitag 30.5.25 9:30 Mein Schiff 6 20°31.04´ S 11°55.46´ E Pooldeck

    Guten Morgen allerseits. Jetzt habe ich endlich mal die Muße weiterzu schreiben. Echt stressig so eine Kreuzfahrt. ;)

    Kommen wir erst mal zurück zur Anreise am 25./26.5.

    Unser Zug kam mit nicht einmal 15min Verspätung am Frankfurter Flughafenbahnhof an. Glücklicherweise hatte ich mir den Weg vom Bahnhof zum Check In vorher genau auf dem Plan angeschaut. Wir kamen also ohne umher zu irren am Check In Counter der Condor an. Im Gegensatz zu Düsseldorf durfte meine Liebe Ex-Verlobte Gaby ihren Rollator behalten, wir wurden trotzdem mit einem Golfcart bis zur Sicherheit und dann durch die Passkontrolle bis zur Lounge chauffiert. An der Stelle ein Hinweis: Obwohl er im Flughafenplan nicht verzeichnet ist, gibt es einen Aufzug in die Lounge.

    Aus der Lounge wurden wir dann rechtzeitig mit einem Rollstuhl abgeholt und zu unserem (Bus-)Gate B55 gebracht. Kaum dort angekommen brach Chaos aus. Alle Paxe wurden aus dem unmittelbaren Gatebereich hinausgeworfen um dann die Bordkarten zu scannen. Warum weiß wohl nur Fraport oder Condor. Für die vielen mobilitätseingeschränkten Mitreisenden wurde ein normaler Bus, allerdings mit Rampe bereit gestellt. Damit ging es dann zur Position V166 wo unsere beigefarbene Ringelsocke auf uns gewartet hat. Schöne Flughafenrundfahrt. Die Position ist ganz im Westen Nähe Runway 18.

    Aus dem erwähnten Bus wurden alle in diesen "Hubwagen" umgeladen. Wie heißen diese Dinger eigentlich offiziell? Da dort nicht allen hinein passen, musste er zwei mal fahren. Irgendwann waren aber alle auf den Plätzen und es konnte relativ pünktlich losgehen. Die für uns zuständige Flugbegleiterin war klasse. Immer freundlich und humorvoll ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Das Abendesse und das Frühstüc in der Business war richtig lecker. Der Flug selbst war unspektakulär. Über den Tropen hat es leicht geruckelt. Damit habe ich gerechnet. Wir befanden uns auf Flightlevel 380, also knapp 12 km hoch in den Wolken.

    Als die Sonne auf ging waren wir schon über dem Norden Namibias.

    Gleich geht's weiter. Die Unverzicht-Bar hat gerade geöffnet...

    25.5.25 22:45 an Bord DE3788 irgendwo über Norditalien.

    Wir sind für Frankfurter Verhältnisse relativ pünktlich gestartet. Das Bordinternet im Condor A330Neo funktioniert derzeit richtig gut. Hoffentlich bleibt es so.

    Das Bording war etwas chaotisch. Das Gate war B55, also ein Bus Gate. Plötzlich hieß es alle müssen das Gate nochmal verlassen und beim Eingang zum Gate (nicht Ausgang zum Bus) die Bordkarten scannen lassen. Also 310 Leute wieder raus... Es waren auch über 20 Leute mit Rollstuhl/Rollator dabei. Dieser Hubwagen musste zwei mal hoch fahren um alle ins Flugzeug zu bekommen.