"Selbstfindung" und
Vorbereitung
Es war im Januar 2016, eine Zeit die
mich beruflich sehr forderte und auch nachdenklich machte, habe ich
beruflich doch mit viel Leid zu tun.
Ich weiß nicht ob ihr solche Momente
kennt? Man wacht eines Morgens auf und fragt sich wofür das alles
und sollte man etwas ändern?
Ich habe einen sicheren Job, ein gutes
Auskommen, meine Frau und zwei Kinder. Wir haben unser Reihenhäuschen
die perfekte "Spiesseridylle" – doch was, wenn es heute
zu Ende wäre? Wir fahren regelmäßig in den Urlaub,
Ferienhausurlaub in Dänemark (sicher nach wie vor schön). Doch was
hab ich von der Welt gesehen? Was hab ich meinen Kinder zeigen
können? Die Antwort ist eindeutig: Nicht viel, bis heute saß ich
noch nie in einem Flugzeug, südlicher als an der Mosel war ich auch
noch nicht.
Irgendetwas änderte sich in mir, ich
wollte diese Erinnerungen und Momente schaffen für meine Familie und
für mich.
Die Hohe Kante ist schön, doch gemeinsame Augenblicke so
viel wertvoller.
Schnell war klar, dass uns die erste
Tour in den Norden führen soll...so weit wie möglich. 
Es begann die große Suche, was wollen
wir und wer bietet es? Es sollte ein deutsches Schiff sein, für uns
als Neulinge aber auch für die Kinder. Letztlich blieben für unser
Gefühl nur Aida und Tui über.
Weiter ging´s, wer fährt wann denn
wo hin? Sofort fiel mir die 14 tägige Tour bis Spitzbergen auf,
direkt am Anfang der Ferien – Jobmäßig gut zu planen, Premium
alles Inklusive – überschaubare Folgekosten, hauptsächlich
Balkonkabinen – eine Rückzugsmöglichkeit falls der Trubel doch
nichts für uns ist und letztlich tolle Bewertungen und Informationen
aus dem Internet.
die Entscheidung war gefallen –
Wir
fahren mit Tui Cruises ins Nordland!
Bereits zwei Tage später saßen wir im
örtlichen Reisebüro und konnten unsere Wünsche "runterbeten"
Die Tour stand fest, der Termin ebenfalls und auch die Kabine stand
für uns fest. Wir entschieden uns trotz kontroverser
Meinungen für eine Heckkabine auf Deck 11. Die 11165 sollte es
werden. Nach 10 Minuten war alles erledigt, die freundliche Dame
guckte etwas verdutzt, so wird bei ihr wohl selten gebucht.
Ab diesem Tag begann das große Warten.
Die Wochen und Monate vergingen, die Vorfreude stieg und ich begann
Reiseberichte zu lesen, mich über die Häfen zu Informieren, die
Landausflüge zu studieren – so landete ich hier, wie wohl schon viele vor mir.
Langsam setzte sich alles zusammen. Wir
entschieden uns die Ausflüge über Tui zu buchen, uns ist bewusst,
dass wir einiges günstiger oder individueller machen könnten. Doch
wir sind Frischlinge, vollkommen unerfahren und setzten für diese
Reise auf die Erfahrung von Tui und deren Partner. Pünktlich zum
Buchungsstart buchten wir unsere Ausflüge, wussten wir doch
inzwischen das eine Stornierung bis 48h vorher kostenlos möglich
ist. Somit bestand kein Risiko für den Fall das die Kinder doch
nicht mit möchten usw..
Nun waren es also nur noch wenige
Monate, die Aufregung riesengroß. Wir kauften Koffer und besorgten
im Frühsommer noch einmal ein paar neue, dicke Pullover und
Funktionsjacken. Hochsommer auf Spitzbergen ist halt nicht gerade
T-Shirt Wetter. 
Den letzten Monat wurde ich irgendwie
ruhiger, die Aufregung war weg. Inzwischen waren wir ja so gut wie
möglich vorbereitet, doch die Vorfreude war riesengroß.