Beiträge von Buerste

    Heute machten wir einen Familienausflug mit dem Kids Club "Planetarium und Picknik in Tromsö" Mit ca. 15 Kindern, einigen Eltern und den Betreuern ging es zu Fuß los. Das Planetarium liegt ca. 15 Minuten vom Schiff entfernt, am einfachsten erreicht man es mitten durch den Botanischen Garten. Dieser allein ist definitiv einen Besuch wert. Es blühte an allen Ecken und Enden – nur eben später als bei uns. Die Narzissen waren langsam verblüht, dafür standen die Tulpen in voller Pracht. Das Planetarium war zu unserer Überraschung viel mehr als nur das. Es war ein ganzer Komplex über mehrere Etagen und beinhaltete verschiedene Themen, die man durch kindgerechte Experimente auch gleich testen konnte. Es ging dabei um erneuerbare Energien, den Körper, unsere Sinne, die Entstehung von Eis und vieles mehr. Sowohl die kleinen als auch die großen Kinder hatten sichtlich ihren Spaß. Im Planetarium wurde eigens für uns eine eigene auf deutsch gehaltene Vorstellung gegeben. Thema: Das perfekte Nordlicht. Fantastische Bilder die den Wunsch aufkommen lassen doch auch im Winter einmal den hohen Norden zu besuchen. Die vier Stunden Aufenthalt vergingen wie im Flug. Ich kann diesen Ausflug jedem, egal ob mit oder ohne Kind nur ans Herz legen. <3

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    Hier noch ein Familienfoto für euch.

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    Michelangelo wäre stolz auf uns.

    Montag 09.07.2018 Tromsö

    Puhhh 33 Grad im Schatten! Seid ihr überhaupt noch da, oder seid ihr schon geschmolzen?

    Wie kommt man an einem Tag mit solch einer Hitze nur auf seinen Tag in Tromsö? Wobei eigentlich ganz einfach, denn auch in Tromsö herrschte diesen Tag Hochsommer, 22 Grad wurden es im Tagesverlauf. 8)

    Übrigens kann man Reisende offensichtlich nach ihrer Bekleidung zuordnen. In Tromsö lag die MSC Meraviglia, internationales Publikum aber eben sehr viele Italiener. Tatsächlich liefen, natürlich mit Ausnahmen, in Tromsö drei Gruppen Menschen umher. Es gab die relativ dick eingepackten, die italienisch sprachen. Es gab die im Pullover oder Hemd die deutsch sprachen und es gab die, denen die "Hitze" wohl nicht bekam. Viele Norweger liefen in kurzer Hose und T-Shirt oder auch freien Oberkörper herum. Ein amerikanisches Schiff wäre jetzt noch spannend gewesen...:/

    Aber nun genug aus der Klischeekiste und der Reihe nach.;)

    Über Nacht hatte sich die See zum Glück wieder beruhigt. Selbst für unsere Verhältnisse waren wir früh wach, unsere Rücken wollten nach so viel liegen endlich wieder in Bewegung. Also erst einmal schnell raus und ein paar Runden an Deck drehen. Die Landschaft hat sich wieder komplett verändert, die Gipfel immer noch schneebedeckt, doch sanfter geformt. Aber vor allem gab es wieder Bäume und zwar jede Menge. Wir machten mit unserem Heck direkt an besagter MSC Meraviglia fest, wie klein die Mein Schiff 5 auf einmal ist. 315 Meter lang, 18 Decks und 5700 Passagiere, Wahnsinn. Aber jetzt erst einmal zum Frühstück der Ausflug ruft schließlich.

    Kleiner Tipp: Probiert mal die armen Ritter, meine Kindheitserinnerungen waren andere – Hoffentlich liest meine Mutter das hier nicht.:*

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    Sonntag 08.07.2018 Seetag

    Da sind wir schon über der Halbzeit. Ab heute geht es bergab.:huh:

    Das waren die ersten Gedanken des Tages, der erste Anflug von Alltagsgedanken, also schnell weg damit. :thumbup:

    Nachdem Spitzbergen etwas ausführlicher war, haben wir heute den zweiten Tag über den es nicht viel, zumindest gutes zu berichten gibt. Es war ein recht trüber Tag, vor allem aber hatten wir das erste Mal auf dieser Reise eine etwas stärkere Dünung. Für viele wohl gar kein Problem. Doch uns hingegen ging es nicht gut. Einer der großen Nachteile einer Heckkabine sind die dort stärkeren Rollbewegungen des Schiffes. Das Wasser in der Dusche wollte einfach nicht dort bleiben, während meine beiden Frauen nur noch im Bett bleiben wollten und sie sollten wirklich den ganzen Tag unter Übelkeit und Kopfschmerzen leiden.<X Irgendwann entschloss ich mich eine Tablette gegen Reiseübelkeit zu nehmen und versuchte wenigstens mit meinem Sohn einen normalen Tag zu machen. Immerhin schafften wir es zum essen und etwas zu spielen. In den Außenbereichen war es heute extrem ungemütlich und meine beiden Frauen einfach ihrem Schicksal überlassen geht auch nicht. Gut das der Fernseher über eine Videothek mit ausreichen Familienfilmen verfügt. Im Ergebnis also ein Tag zum vergessen und der einzige Tag, wie ich jetzt entdeckt habe wo aus drei Kameras und zwei Handys nicht ein einziges Foto entstanden ist.

    Dann doch lieber noch einmal in den Erinnerungen der vergangenen Tage schwelgen.

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    Katamaranfahrt nach Pyramiden

    Am Mittag ging es los. Mit der Aurora Explorer, einem Katamaran mit ca. 150 Sitzplätzen fuhren wir los. Der Weg führte uns noch ein paar Kilometer nordwärts – näher werde ich als Pauschalreisender dem Nordpol wohl nie wieder kommen 1260km sind es ab hier noch. Die Fahrt ging in kleinere Buchten mit unwirklichen Felsformationen hin zum Gletscher, dicht an unserem Ziel Pyramiden. Wir hatten das große Glück ganz dicht heranfahren zu können. So wurde einem erst die schiere Größe, dieses teilweise Hellblau leuchtenden Eismasse bewusst. Auch die Mein Schiff steuerte diesen Gletscher noch an, leider musste sie weit entfernt umdrehen da relativ dichter Eisgang herrschte. Wenige Minuten machten wir in Pyramiden fest. Pyramiden ist eine verlassene russische Bergbausiedlung, benannt nach dem Berg und seiner markanten Form. Die Siedlung wurde 1998 fluchtartig verlassen und wurde so zur nördlichsten Geisterstadt der Welt. Zu seinen Hochzeiten in den 70er und 80er Jahren lebten hier über 1000 Menschen und es war ein Vorzeigeprojekt der Sowjetunion. Rentabel war der Kohleabbau wohl nie, doch hatten die Russen so Zugangsrecht zu der lange Zeit freien Inselgruppe Spitzbergens die heute unter Norwegischer Verwaltung steht. Heute leben ganzjährig wieder eine Handvoll Menschen hier, die sich um den Erhalt und den betrieb eines kleinen Hotels kümmern. Eine spannende Führung in eine andere Zeit, in eine andere Welt. Selbst der Polarfuchs der plötzlich vor uns stand wunderte hier wohl niemanden mehr. Ein toller Ausflug auf dessen Rückreise es für jeden noch gefriergetrocknete Expeditionsnahrung geben sollte. Diese war dafür erstaunlich lecker – aber dafür eine Expedition machen?

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    Schaut mal über den gelben Block, zwischen dem 3. und 4. Fenster von rechts. Da liegt die Albatros vor dem Gletscher,

    so bekommt man vielleicht eine Vorstellung von der schieren Größe.

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    Die Fossiliensuche

    Gleich am Morgen trafen sich die Mutigen zu ihrer Wanderung durch das Geröllfeld. 3 Km waren angekündigt durch Bachläufe und über große Steine. Begleitet wurde die Gruppe von ihren Guides und zur Freude aller von zwei wirklich lieben Hunden. Diese dienen als Bärenwache, leben auf Spitzbergen doch mehr Eisbären als Menschen. 3200 soll es auf der gesamten Inselgruppe geben. Der Weg war anstrengend und führte u.a. über eine abenteuerlich wirkende Brücke, gezimmert aus Europaletten. Das Ziel war erreicht und die Teilnehmer bekamen Hammer um von ihnen gewählte Steine aufzubrechen. Der Erfolg war sehr unterschiedlich, zum Vorschein kamen einige Pflanzenversteinerungen. Hauptsächlich findet man hier Abdrücke von Blättern und Farnen – denn einst war hier Urwald.:/ Der Rückweg führte noch vorbei an alten Stollen und ließ erahnen wie mühselig das Leben hier gewesen sein muss. Die beiden waren sehr zufrieden mit ihrem kleinen Abenteuer – und ich hatte wieder 2kg mehr Gepäck zu schleppen :thumbdown:

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    Heute gab es eine Besonderheit, wir trennten uns, nur für den Tag versteht sich.:P Meine beiden Frauen begannen gleich am Morgen mit ihrer "Fossiliensuche" während wir Männer noch genug Zeit hatten Longyearbyen zu erkunden. Erst am Mittag sollte unser Ausflug "Katamaranfahrt nach Pyramiden" beginnen. Das Schiff wurde also pünktlich freigegeben und so zogen wir vor allen anderen los. Eine unwirkliche Welt, etwas vergleichbares habe ich so noch nie gesehen – naja wie denn auch. Autos gab es nicht mehr viele und wenn dann häufig schwere Geländewagen. Dafür standen vor den Häusern auf Paletten geparkt die Schneemobile. Die Bushäuschen alle über mehrere Stufen zu erreichen. Grobe Steine überall, dazu verwitterte Hinterlassenschaften aus der Zeit des Kohleabbaus im Ort, Schmelzwasserbäche und ansonsten Stille. Wir entschlossen uns die Kirche des Ortes zu besuchen, ist es doch die nördlichste Kirche der Welt. Auf den Weg dorthin entdeckten wir doch noch etwas, hier und da blühte es. Wir gingen mit einem anderen Blick weiter und siehe da, auf einer Fläche stand eine Gans. Na klar die wird fotografiert, dank der Gans konnten wir über eine kleine Kuppe schauen und entdeckten vier Rentiere. Kein Zaun, nichts zwang sie hier zu sein und sie lagen einfach friedlich da. Wenig später erreichten wir die Kirche, die auch zeitgleich als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird. Beim betreten der Kirche wird man aufgefordert die Schuhe auszuziehen, es stehen Leihclogs bereit, es gibt eine große Gardrobe und für uns sehr besonders – einen Waffenschrank... wie man halt so in die Kirche geht wenn man auf Spitzbergen lebt. In der Kirche steht auch ein ausgestopfter Eisbär der leider in den 80er Jahren erschossen werden musste und die Tische sind geschmückt mit Seehundfellen. Ich finde es überhaupt nicht verwerflich, doch hätte ich mir diese Tiere, mit gesundem Abstand, doch lieber lebend angesehen. Spitzbergen war wirklich besonders und die beiden Ausflüge beschreibe ich gleich gesondert.

    Ein kleines Fazit aber schon hier: Spitzbergen ist schön! Natürlich sind überall karge Felsen, Staub, wenig grün, doch bei genauerer Betrachtung entdeckt man blühende Pflanzen, die es nur hier gibt, viele Seevögel fühlen sich hier wohl, Felsformationen geschaffen in Millionen von Jahren, Gletscher die hellblau leuchten, man muss nur offen für diese Schönheit sein.

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    Samstag 07.07.2018 Longyearbyen

    Ist es euch eigentlich aufgefallen? Keine Bäume mehr am Nordkap und hier auf Spitzbergen werdet ihr auch nicht viele finden.

    Heute hieß es früh aufstehen, denn das erreichen der Inselgruppe Spitzbergen wollten wir nicht verpassen. Ein wenig trüb begann der Tag, doch gleich die ersten Gebirgszüge machten klar woher der Name kommt. Dachte ich noch am Nordkap das es karg und unwirtlich ist, was war dann das hier? Das Grün war aus der Entfernung komplett verschwunden. Zu sehen waren nackter Fels, teils schneebedeckt, kleinere Gletscherzungen bahnten sich ihren Weg ins Meer.

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    Freitag 06.07.2018 Honningsvag / Seetag

    Sind wir doch einmal ehrlich, heute ist Seetag. Nachdem wir erst um 1.00 Uhr wieder an Bord waren und das Bett rief, legte das Schiff bereits um 4.00 Uhr früh ab. Schließlich wollen ja alle rechtzeitig auf Spitzbergen sein. Trotz des langen Abends wurde ich um 8.00 Uhr wieder wach, kein Problem lachte doch die Sonne vom Himmel und schien wohl mit mir um die Wette zu strahlen. So begann ich den Tag entspannt mit einem Kaffee auf dem Balkon. So hätte ich mir das vor der Reise nicht träumen lassen, da fährt man irgendwo nördlich des Nordkaps, weit nördlich des Polarkreises und auf unserem Balkon ist es so warm, dass selbst das T-Shirt fast zu viel ist. Leider gesellten sich später ein paar Wolken hinzu und man musste doch wieder auf einen Pullover zurück greifen.

    Auf dieser Reise gab es zwei Tage über die es nicht viel spannendes zu berichten gibt, dieser ist einer davon. Die Kinder – ihr könnt euch ja denken wo sie waren. Also nutzten wir die Zeit für....naja nutzen ist so eine Sache, wir schliefen. Ich denke es war wie bei einem Baby, die vielen Eindrücke mussten verarbeitet werden und das geht am Besten im Schlaf. So viel mehr gab es auch nicht mehr, außer noch ein Film im Theater über die Inselgruppe Spitzbergen und die Feststellung das auch die Lumas-Bar ein guter Ort ist.:)

    Auffällig für alle Naturfreunde an diesem Tag war das wir auffällig viel Seevögel zu sehen bekamen. Mitten auf dem offenen Meer hätte ich die Artenvielfalt und auch Menge nicht erwartet.

    Nur ein wenig kamerascheu waren sie leider.

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    Die Große Bäreninsel zwischen dem Festland und Spitzbergen - 9 Einwohner

    Hallo ihr Lieben,

    also bevor ich mit euch weiterreise möchte ich mich bei euch für die vielen positiven Rückmeldungen bedanken.

    Es freut mich sehr das ihr mit meinen Ausführungen was anfangen könnt und ich euch auf diese tolle Reise mitnehmen darf.

    Ein paar Stationen haben wir ja noch vor uns, schauen wir mal was uns noch so erwartet ;)

    sonnenscheins

    ich werde versuchen dich in den hohen Norden zu lotsen :) Es ist wunderschön, wenn auch manchmal vielleicht erst auf den zweiten Blick, aber dazu im weiteren Verlauf mehr.

    Zurück an Bord brachten wir unsere Kinder ins Bett mit dem Wissen das wir noch einmal von Bord gehen. Wir wollten uns noch das Dorf Honningsvag anschauen. Ein Dorf geprägt vom Fischfang und Tourismus. Wer hier keinen Kabeljau zum Stockfisch produzieren aufhängt, scheint Busfahrer zu sein. Mir gefällt der Ort, er hat einen gewissen Charme auch wenn der harte Alltag der Bewohner allgegenwärtig ist. Es gibt aber auch eine Eisbar darüber einen riesigen, ganzjährig geöffneten Weihnachtsladen und einige Restaurants. Der Abend wurde immer später, nur merkt man das bei dem durchgehenden Licht so nicht. So erschraken wir auch etwas als es dann schon nach 1.00 Uhr war als wir wieder an Bord waren.

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    Gegen 15.00 Uhr umrundeten wir das Nordkap, ein guter Blick, tolle Fotos? Nichts von alledem! Eine dicke Nebelwand versperrte den Blick und machte nicht gerade Mut für den Abend. Im Gegensatz zu mir war das Nordkap im Vorfeld für meine Frau DER Ort, für mich eher touristische Pflicht und nun das. Gegen 18.00 Uhr erreichten wir Honningsvag mit leichter Verzögerung. Die Albatros (da war sie wieder) hatte mit dem auslaufen leichte Verzögerung. Ebenfalls lag die Amadea vor Ort, blieb aber noch. Zu diesem Ausflug fuhren wir alle vier "Transfer zum Nordkap" mit leichter Verzögerung ging die Fahrt um kurz nach 19.00 Uhr los. 50 Minuten dauert der Transfer vom Schiff auf das Plateau. Entgegen all meiner Befürchtungen zog mich diese rauhe, zerklüfftete Gegend schnell in seinen Bann. Kurz vor dem Plateau wurde der Bus langsamer und wir sahen warum. Direkt an der Straße grasten dutzende Rentiere. Das Plateau ist ein einziger Touristenmagnet, sieht man sonst so weit oben in Norwegen nur wenige Menschen, hier pulsiert das Leben. Hunderte Wohnmobile, PKW, Zelte, Busse aus ganz Europa kommen sie hier her. Von Mitreisenden hörten wir das der Landweg ab Deutschland ca. 7500Km beträgt. Hut ab vor den vielen Spaniern usw. die das auf sich genommen haben.

    Da war sie nun, die Nordkaphalle. Souvenirshops, Postamt, Kaffee. Aber ganz Tourist kauften auch wir uns das Nordkapzertifikat und verschickten von hier unsere Postkarten (Das sind diese Analogwhattsapp mit Zeichenbeschränkung) für den Nordkappoststempel - es sollte 14 Tage dauern ehe sie ankamen. Das Wetter inzwischen stark verbessert, klare Sicht, eine dünne Wolkenschicht vor der Sonne. Allmählich ist es spät geworden und die Landschaft war eingetaucht in dieses besondere Licht das man erleben muss.

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    Donnerstag 05.07.2018 Seetag/Honningsvag

    Es kehrt inzwischen eine gewisse Routine ein, wir sind einfach Frühaufsteher und so geht es meist so gegen 8.00 Uhr zum Frühstück. Was haben wir uns vor der Reise für Gedanken um die Klamotten gemacht, irgendwie hatten wir das Gefühl das es aber alles doch ein wenig netter sein musste. Abends ja auch ganz schön, aber ich war froh zu sehen, dass man Morgens in Jeans und T-Shirt ganz sicher nicht negativ auffällt. Wieder einmal durften wir uns im Anschluss von unseren Kindern verabschieden, hatten doch diese im Kids Club Freunde gefunden die ebenfalls vor ihren Eltern flüchteten. Andererseits haben wir als Eltern natürlich auch viele Vorteile wenn die Kinder auf Achse sind, denn so gingen wir Mittags in das Hanami. Dort gab es jeden Mittag zwischen 12 und 14.00 Uhr Sushi satt und das in ausgezeichneter Qualität.

    Ich habe mal vorher - nachher Bilder gemacht ;)

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    Mittwoch 04.07.2018 Seetag

    Endlich einmal "ausschlafen" und so kommt es, dass wir heute erst um 9.00 Uhr beim Frühstück sind. Auch das Frühstück selbst hat sich verändert, zumindest für uns. Es gibt Müsli, das tolle frische Obst und einen Smoothie.

    Die Völlerei der letzten Tage muss enden, doch man entdeckte immer wieder so viel neues das probiert werden wollte.

    Kurz darauf waren unsere beiden Kinder dann auch schon wieder verschwunden – es muss wirklich schlimm mit uns sein. 8o

    Wir genossen die ruhige Zeit, dass Wetter nicht mehr ganz so warm, etwa 11 Grad und auch die Sonne wollte heute nicht so recht. Mittags gab es ein paar Garnelen bei Gosch.

    Um 15.00 Uhr war es dann soweit, wir überquerten den Polarkreis und auf dem Pooldeck fand die Polarkreis Taufe statt. Es begann mit einer kurzweiligen Aufführung der Showtruppe, der Kapitän bat Neptun Poseidon ^^ um ruhige Fahrt durch das Polarmeer und dann begann die eigentliche Taufe. Ich hatte das große Glück einer der ersten zu sein, denn das Pooldeck war gerammelt voll. Wir mussten "Algenschleim" trinken, "Würmer" essen und den Hummer küssen. Es folgte ein Foto und dann gab es das begehrte Polarkreis Taufzertifikat .... und für die letzten vielleich auch noch Herpes. :/

    Ein wenig kalt wurde es, da passte es doch hervorragend das im Theater ein Reisefilm über Individualreisende in Norwegen lief und wir uns dort aufwärmen konnten. In der Entfernung waren die Lofoten zu erkennen die wir in den kommenden Stunden passieren, sicher auch ein beeindruckendes Reiseziel für sich.

    Der Versuch die Kinder aus dem Kids Club abzuholen scheiterte kläglich, alles zureden half nichts. Die beiden versicherten uns das sie alleine gehen und auch alleine ins Bett gehen werden. Die Kinder waren schneller und besser orientiert als wir, so ließen wir es darauf ankommen, denn wir hatten heute ein Tisch im Schmankerl reserviert. So viel zu der Völlerei die aufhören muss. :whistling:

    Übrigens buchten wir im Vorfeld der Reise den Gourmetpass für 75,00 Euro pro Person, dieses können wir jedem nur empfehlen. Mit diesem Gutschein kann man je einmal im Schmankerl, Surf&Turf und im Hanami essen. Es war üppig und sehr lecker, hervor zu heben sind hier die Nachspeisen, der Marillenknödel und der Kaiserschmarrn waren sehr gut.

    Die Kinder schliefen tatsächlich friedlich in ihrem Bett und so zog es uns noch einmal nach draußen. Die Sonne hat sich noch heraus getraut und wir ließen dieses besondere Licht auf uns wirken während die Sonne tief am Horizont ihre Bahn zog. Dazu wurde noch weiter die Cocktailkarte getestet. Wir waren auf unserer Reise viel in den Außenbars, uns gefielen diese irgendwie besser. Je nach Wind wechselten wir also zwischen der Überschau- und der Unverzicht Bar.

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    Viel Text aber vollkommen unverfälscht.

    Schon bald darauf liefen wir aus, das Schiff drehte sich noch einmal auf Höhe der Wasserfälle und jeder, egal wo, konnte den Anblick noch einmal genießen. Es gab so wahnsinnig viel zu schauen und wir waren froh das ein Seetag folgte. Diese vielen Eindrücke brauchten ihre Zeit.

    Um 23.20 Uhr sollte ein letztes mal für einige Tage die Sonne untergehen.

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    Geiranger in meinen Originalaufzeichnungen: :)

    Nun sitze ich hier im Heck des Schiffes, schau auf Geiranger und den Wasserfall, höre ihn rauschen, sehe das bunte Treiben, blicke nach oben in die schroffen und dennoch wundervollen, teilweise schneebedeckten Felsen und suche nach Worten. Schon um 5.00 Uhr klingelte der Wecker und es ging an Deck. Mit meiner Frau aber ohne die Kinder kamen wir genau richtig zur Einfahrt in die Fjordwelt. Die Gipfel der Hänge im Nebel nicht zu sehen, mit einer heißen Schokolade in der einen und der Kamera in der anderen Hand versuchte man zu begreifen was nicht zu begreifen war. Vorbei an vielen kleinen Höfen, gelegen hoch oben in den Felsen und unzähligen kleinen Wasserfällen ging es immer weiter. Das Schiff schien zu schweben und auch die Zeit verflog nur so. Plötzlich waren sie da, die Wasserfälle der 7 Schwestern und gegenüber der Bräutigam – der große Taum der Reise, auf einmal da. Die Dimensionen und die Höhe unbeschreiblich. Zur Zeit sind wohl zwei Schwestern im Urlaub (Norwegen hat eine sehr trockene Zeit hinter sich) aber auch die verbliebenen fünf Schwestern machen es zu einem unvergesslichem Anblick. Kurze Zeit später machten wir in Geiranger als einziges Kreuzfahrtschiff am Seawalk, einem schwimmenden Steg, fest. Wir gingen frühstücken und brachten anschließend die Kinder in den Kids Club, sie unternahmen heute einen eigenen Ausflug. Wir gingen in die Schaubar dem Treffpunkt unseres heutigen Ausfluges "Das Beste von Geiranger" – es sollte keine Übertreibung sein. Zuerst ging es in die Flydal Schlucht ein toller Aussichtspunkt mit Blick auf Geiranger und "unser" Schiff. Von dort aus ging es weiter, steile Serpentinen hinauf auf den Dalsnibba auf 1500 Meter Höhe. Inzwischen war das Wetter vollkommen aufgeklart, wir hatten einen fantastischen Blick auf die umliegenden, schneebedeckten Berge, hinab in den Fjord in dem das Schiff zu erahnen war, ein herrlicher Ort. Es ging den gleichen Weg zurück auf 1030 Meter dort ist die Djupvasshytta, ein altes Gasthaus direkt am blauen See. Kaffee und Kuchen gab es zur Stärkung dazu ein toller Blick über den tatsächlich sehr blauen See. Das er so früh im Jahr schon vollständig eisfrei ist, ist wohl sehr ungewöhnlich. Der Weg führte uns weiter ins Fjordzentrum – wo wir auch mal unsere Kinder wieder sehen durften – Dort ist ein Museum über den Fjord und das dortige Leben. Wir schauten eine Fotoshow über den Fjord im Wandel der Jahreszeitem – tolle Bilder und sehr kurzweilig. Zu guter letzt führte uns der Weg dann noch zur Adlerkehre auf der anderen Seite des Ortes. 10 steile Serpentinen führen hier rauf. Auf über 600 Metern liegt der Aussichtspunkt, wieder hat man einen tollen Blick über den Fjord, aber eben auch auf die 7 Schwestern. So endete dieser Ausflug voller Höhepunkte. Zurück in Geiranger erkundeten wir diesen kleinen Ort noch, denn ein großes Highlight fehlte noch! Fjordnear eine kleine Schokoladenmanufaktur in Geiranger, weltbekannt und vielfach ausgezeichnet mussten wir hier einfach noch eine heiße Schokolade trinken und ein paar Pralinen kaufen.

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    Dienstag 03.07.2018 Geiranger

    Geiranger – sicher einer der Touristenmagnete Norwegens, dieses aber völlig zurecht. Dieser Ort und eben Spitzbergen waren im Vorfeld der Reise unsere erwarteten Highlights, Geiranger bestätigte es sofort.

    Während unserer Reise machte ich mir Notizen, jeden Tag. Vieles ist stichpunktartig, doch hier war es anders. Hier sprachen wohl die Eindrücke und Gefühle aus mir.

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