Flusstag, 30.08.2021,
sonnig, aber windig, 25 Grad
Den
Vormittag des heutigen Flusstages nutzten wir u.a. dazu,
Ansichtskarten (ja so etwas gibt es noch) zu schreiben. Sie wurden
anschließend an der Rezeption abgegeben; inzwischen sind alle bei
den Empfängern angekommen.
Den
Nachmittag verbrachten wir auf dem Sonnendeck; der am Vormittag noch
heftige Wind hatte etwas nachgelassen. Die zweite feste Querung der
Donau zwischen Rumänien und Bulgarien passierten wir gegen 14.00
Uhr. Diese Brücke verbindet die bulgarische Stadt Widin mit dem
rumänischen Calafat.
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Das
Abendessen stand heute unter dem Motto „Kapitänsdinner in
festlicher Atmosphäre“. Wir haben den Kapitän zwar nicht gesehen;
er soll aber anwesend gewesen sein.
Die
Schleuse Djerdap II erreichten wir um 19.00 Uhr; eine Stunde früher
als vorgesehen.
Im
Salon erwartete uns später ein Musik-Quiz. Hier galt es Komponisten,
Interpreten, Musikstil usw. zu erraten. Wieder wurden die Fragebögen
nicht eingesammelt: nach Verkünden der richtigen Antworten konnte
jeder Teilnehmer seine Punkte selbst ermitteln. Ohne zu schummeln,
waren wir wieder unter den Gewinnern; dieses Mal gab es einen
Kugelschreiber.
In
der Nacht wurden nicht nur die Uhren um eine Stunde zurückgestellt,
wir durchfuhren auch wieder die Kataraktenstrecke.
Rousse (Bulgarien),
29.08.2021, Sonne und Wolken, 25 Grad
Am
Vortag hatte die Kreuzfahrtleiterin auf eine Änderung für Rousse
hingewiesen. Wir würden dort eine gute Stunde später als vorgesehen
ankommen, so dass der geplante Ausflug „Rousse und Felsenkirche
Ivanovo“, auf den auch wir wegen der Absage des Varna-Ausfluges
umgebucht hatten, nicht stattfinden könne. Alternativ gäbe es einen
Ausflug zum Kloster Basarbovo. Auf diesen sind wir dann umgeschwenkt.
Er
begann um 15.00 Uhr. Zunächst fuhren wir in das ca. 10 km entfernte
Dorf Basarbovo, in dessen Nähe das Kloster liegt. Es wurde in einem
osmanischen Steuerregister 1431 erstmals erwähnt, soll jedoch
deutlich älter sein. Der bekannteste Klosterbewohner St. Dimitrij
Basarbovski wurde im Jahr 1685 im Dorf Basarbovo geboren und
verbrachte sein ganzes Leben im Kloster. Die ca. 40 Treppen hinauf waren teils uneben und glatt, das Geländer an einer Stelle locker.
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Danach
brachte der Bus uns zurück nach Rousse, der fünfgrößten Stadt
Bulgariens. Wir besuchten zunächst das Regionale Historische Museum
mit einer Sammlung diverser historischer Funde aus der näheren
Umgebung; es folgte ein kurzer Spaziergang zu einer orthodoxen
Kirche, die wir auch von innen besichtigten, obwohl dort gerade ein
Gottesdienst stattfand. Auch Fotografieren war möglich. Unsere
Reiseleiterin erklärte uns später, dass die Kirche vom Veranstalter
des Ausflugs einen Geldbetrag für dieses Entgegenkommen erhält.
Zum
Abschluss gingen wir vorbei an der Staatsoper zur Fußgängerzone in
der neuen Innenstadt. Im Außenbereich der verschiedenen Lokale
pulsierte das Leben an diesem lauen Sommerabend.
In
dieser Nacht hat die Kostenfalle doch noch zugeschlagen. Unsere
Freundin stellte am Morgen fest, dass ihr Handy-Guthaben von rd. 20 €
auf 0 € geschmolzen war. Grund hierfür war, dass das Handy sich
während sie schlief klammheimlich in das Netz der Ukraine eingewählt
hatte. Während unseres Ausflugs in das Donaudelta machte uns unser
Reiseleiter bei Passieren einer bestimmten Strecke auch darauf
aufmerksam, hier besser das Roaming auszuschalten, weil wir zwar
immer noch in Rumänien seien, die ukrainischen Sendemasten aber
stärker sind.
Gegen
08.00 Uhr machte die Prinzessin Isabella in Tulcea fest. Die Stadt
mit ihren über 100.000 Einwohnern wird als Tor zum Donaudelta
bezeichnet. Der weitaus größte Teil des Deltas (ca. 83 %) liegt in
Rumänien, ca. 17 % gehören zur Ukraine. Das Donaudelta ist seit
1990 ein Biosphärenreservat.
Nachdem
das Schiff von den Behörden freigegeben worden war, konnten wir von
Bord. Für unseren Ausflug „Bootsfahrt ins rumänische Donaudelta“
gingen wir einige Schritte zu einem Ausflugsschiff, das nur die
Phoenix-Passagiere aufnahm. Unser heutiger Reiseleiter war ein
Deutscher, der aber schon seit einigen Jahren in Rumänien lebt.
Wir
fuhren gut vier Stunden durch einige Deltakanäle und Seitenarme. Der
Reiseleiter informierte uns dabei ständig über Fauna und Flora des
Naturschutzgebietes und machte uns immer wieder auf die Vogelwelt
aufmerksam. Insbesondere Reiher und Kormorane bekamen wir zu sehen.
Pelikane sollen hier ja auch in großer Anzahl leben; von denen
bekamen wir aber keinen zu Gesicht. Weil in meiner Kamera die
Speicherkarte unserer Traumreise mit der Amadea 2020 steckte, zeigte
ich unseren Freunden das Foto eines Pelikans, das ich bei dieser
Reise in Mexiko geschossen hatte und behauptete, den Vogel gerade vor
die Linse bekommen zu haben. Sie durchschauten den Spaß zwar sofort,
eine vor uns sitzende Dame glaubte meine Geschichte aber zunächst.
Unter viel Gelächter allerseits klärten wir sie auf.
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Es
gab während der Fahrt Wasser und einmal einen Becher Wein für jeden
Gast. Kleine Souvenirs konnten ebenfalls erworben werden. Immer
wieder überholten uns kleine Schnellboote (oder kamen uns entgegen).
Auch diese waren teilweise mit Phoenix-Gästen besetzt. Sicherlich
können diese Boote in kleinere Seitenarme vordringen; vielleicht
sieht man bei diesen Fahrten auch mehr Getier. Allerdings war die
Fahrt mit dem Schnellboot auch deutlich teurer.
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Bei
der Rückfahrt kamen wir an einer Art Schiffsfriedhof vorbei. Es
liegen dort aber auch Schiffe, die noch in Gebrauch sind, so z.B.
zwei Jachten des ehemaligen Diktators Ceausescu, die man anmieten
kann.
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Um
12.30 Uhr waren wir zurück in Tulcea. Bald darauf legte die
Prinzessin Isabella ab und unsere Rückreise Richtung Passau begann.
Den Nachmittag verbrachten wir bei bestem Wetter auf dem Sonnendeck.
Kurz
vor dem Abendessen wurde über Lautsprecher verkündet, dass Piraten
an Bord gesichtet worden seien. Damit wurde zum Piratenschmaus
geladen. Im Restaurant lag das Besteck durcheinander gewirbelt auf
dem Tisch; die Kellner hatten sich als Piraten verkleidet und trieben
allerlei Schabernack. Warum finden solche Piratenabende eigentlich
immer auf der Donau statt? Auf dem Rhein und seinen Nebenflüssen
gibt es augenscheinlich keine Piraten.
Später
gab es Salon auffällig viel Musik zum Mitsingen und Schunkeln. Wohl
auch eine Folge des Piratenüberfalls. Dass dann sogar eine Polonaise
durch den Salon tanzte, alle natürlich ohne Masken, ging uns doch
etwas zu weit.
Auch
in der Kabine hatten die Piraten ihre Spuren und sogar eine
Visitenkarte hinterlassen.
Ist bei Phoenix eigentlich immer so. Wir haben unsere Unterlagen noch nicht bekommen. Wird wohl daran liegen, dass wir eine sog. Leserreise gebucht haben; d.h. den Transfer nach Bremerhaven und zurück organisiert die Tageszeitung über ein Reisebüro. Von dort kommen dann die Unterlagen.
Die drei saßen zunächst auf einer Bank und bekamen die Augen verbunden. Dann erhielt jeder ein Glas in die rechte und linke Hand. Sie sollten dann herausfinden, in welchem Glas Rotwein und in welchem Weißwein ist. Einer der drei hatte aber statt Weißwein ein anderes Gebräu im Glas, das er natürlich fälschlicherweise als Weißwein identifizierte.
Daraufhin bekam er eine Schürze umgehängt und ein Gefäß mit vielen Öffnungen, in dem sich angeblich Rosewein befinden solle. Er musste dann versuchen, aus dem Gefäß zu trinken, was wohl nicht so einfach war. Als er es schaffte, hat er sich natürlich noch bekleckert. Es war aber nur Wasser!
Zum Abschluss mussten die drei noch einige Sprüche (in deutsch) nachsprechen. Eine Urkunde und eine Flasche Wein erhielt jeder auch.
Turnu Magurele
(Rumänien), 27.08.2021, sonnig und heiß, 30 Grad
Bereits
gestern hatte die Kreuzfahrtleiterin verkündet, dass wir wegen der
langen Wartezeit an der Schleuse Djerdap I. und der Notwendigkeit
wegen Niedrigwasser langsamer fahren zu müssen, heute nicht in
Giurgiu sondern in Turnu Magurele festmachen werden; von dort würde
der Ausflug „Stadtbesichtigung Bukarest“ beginnen. Das Schiff
führe im Anschluss weiter nach Oltenita; dort kämen die
Ausflugsteilnehmer wieder an Bord.
Anstelle
der rd. 60 km zwischen Giurgiu und Bukarest waren jetzt 125 km zu
überwinden. Das hatte natürlich negative Auswirkungen auf unseren
Ausflug.
Los
ging es um 09.00 Uhr. Nach rd. 2 ½ stündiger Fahrt kamen die zwei
Ausflugsbusse in Bukarest an. Hier blieb nur Zeit für eine kleine
Rundfahrt durch die Stadt und einen Fotostopp am Parlamentspalast.
Dieses monströse Gebäude, nach dem Pentagon das zweitgrößte der
Welt, ließ der Diktator Ceausescu errichten.
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Danach
wartete in einem Restaurant namens Pescarus ein Mittagessen auf uns.
In diesem Restaurant soll Ceausescu oft gespeist haben. Es gab eine
Suppe, ein Hauptgericht und Nachtisch. Wasser und Wein standen auf
den Tischen zur Verfügung. Während des Essens trat eine
Folkloregruppe auf.
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Nach
dem Essen fuhren uns die Busse zum Dorfmuseum, dem ältesten und
größten Freilichtmuseum in Rumänien. Auf dem weitläufigen Gelände
befinden sich zahlreiche Häuser aus den verschiedensten Gegenden
Rumäniens. Hier hatten wir zwanzig Minuten Zeit zur freien
Verfügung.
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Um
14.15 Uhr war schon wieder Zeit, Abschied von Bukarest zu nehmen. Wir
fuhren nach Oltenita, das wir gegen 15.30 Uhr erreichten. Die
Prinzessin Isabella traf fast zeitgleich ein, so dass es bald darauf
weiter ging Richtung Tulcea.
Dieser
Ausflug hat viele Teilnehmer, so auch uns, nicht zufrieden gestellt.
Gerne hätten wir noch einen Rundgang durch die Bukarester Altstadt
gemacht, der eigentlich auch vorgesehen war. Von der Stadt haben wir
nicht viel gesehen.
Ob
bei solchen Ausflügen zwingend ein zeitraubendes Essen angeboten
werden muss, sei dahin gestellt. Wir könnten jedenfalls darauf
verzichten und die Zeit sinnvoller nutzen. Wenn ich zum ersten Mal in
einer Stadt bin, muss ich auch nicht unbedingt ein Freilichtmuseum
besichtigen.
Flusstag, 26.08.2021,
sonnig, später windig, 25 Grad
Der
heutige Tag stand ganz im Zeichen der Kataraktenstrecke mit dem
Eisernen Tor. Sie zieht sich über eine Länge von ca. 100 km von der
Festung Golubac bis zur Schleuse Djerdap I. Laut Tagesprogramm
sollten wir die Festung Golubac um ca. 05.30 Uhr passieren. Als wir
etwa eine Stunde später die Vorhänge aufzogen, fuhren wir gerade an
der Festung vorbei. Es war also noch genügend Zeit um zu frühstücken
und sich anschließend einen Platz auf dem Sonnendeck zu sichern.
Gesagt,
getan. Vom Sonnendeck aus verfolgten wir die spektakulärsten
Abschnitte der Strecke.
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Vorbei am Kloster Mraconia und der Statue des
Drakerkönigs Decebalus fuhren wir der Kazan-Enge entgegen. Decebalus
war der letzte König Drakiens; er verlor sein Reich im Jahr 106 n.Chr
an
die Römer. Die Felsskulptur ist zwischen 1994 und 2004 auf Betreiben
eines rumänischen Geschäftsmannes entstanden.
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In
der Kazan-Enge fließt die Donau durch ein Massiv aus Kalkstein und
Granitfelsen der Karpaten und des Balkangebirges. Die Donau ist hier
nur 120 Meter breit. Hier herrscht für Schiffe eine strikte
Einbahnregelung.
Anschließend
kommt das eigentliche Eiserne Tor. Es handelt sich um eine durch das
Strombett ziehende Felsklippe, die die Schifffahrt einst sehr
gefährdete.
Während
der faszinierenden Fahrt bei bestem Wetter gab es um 11.00 Uhr einen
bayrischen Frühschoppen auf dem Sonnendeck. Die Passagiere konnten
sich an Weißwürsten, Leberkäse und Brezeln laben. Verschiedene
Sorten Gerstensaft für die trockenen Kehlen standen ebenfalls
bereit. Die Flaschenbiere (Erdinger Dunkel, sehr lecker) waren dabei
kostenpflichtig.
Um
12.00 Uhr erreichten wir die Schleuse Djerdap I am gleichnamigen
Kraftwerk. Hier hatten wir einen längeren Aufenthalt, bevor wir in
die Schleuse fahren durften. Sie besteht aus zwei doppelstufigen
Schleusen mit einer Stauhöhe von 34 m.
Wir
hielten es noch lange auf dem Sonnendeck aus; auch die Schleuse
Djerdap II, Stauhöhe 10 m, sah uns dort noch sitzen.
Morgen
werden wir zum ersten Mal unsere Füße auf rumänischen Boden
setzen.
Belgrad (Serbien),
25.08.2021, erst grau, später Regen, 19 Grad
Als
wir morgens die Vorhänge beiseite zogen, hatte die Isabella bereits
in Belgrad, der serbischen Hauptstadt festgemacht. Wir lagen am
Save-Ufer unterhalb der Festung Kalemagdan. Die 900 km lange Save
mündet hier in die Donau.
Wie
die Kreuzfahrtleiterin bereits nach der Einschiffung angekündigt
hatte, verlangten die serbischen Behörden von jedem Gast, der an
Land gehen wollte, einen Corona-Schnelltest. Auch die Geimpften waren
davon nicht ausgenommen. Weil zwei Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde
bereits an Bord waren, gingen wir vor dem Frühstück in den Salon,
um den Test hinter uns zu bringen. Am Eingang bekam man einen Zettel
mit einem QR-Code, handschriftlich ergänzt um den jeweiligen Namen.
Den Zettel gab man bei einer Mitarbeiterin wieder ab; anschließend
erfolgte der Nasenabstrich, der einigen, darunter auch meiner Frau,
die Tränen in die Augen trieb. Kritisch anzumerken ist, dass die
Wartenden dabei zusehen konnten; etwas mehr Diskretion wäre
angebracht gewesen.
Nach
dem Frühstück warteten wir auf die Freigabe des Schiffes und den
Beginn unserer Ausfluges „Stadtrundfahrt Belgrad“. Inzwischen
hatte es zu regnen begonnen und wir befürchteten für Bukarest das
gleiche. Immerhin war Belgrad die zweite Hauptstadt mit B am Anfang,
die uns mit Regen begrüßte.
Kurze
Zeit später kam die Durchsage, dass alle Tests negativ seien. Gegen
09.30 Uhr ging es los mit unserem Ausflug. Zunächst machten wir eine
Rundfahrt durch Belgrad; wir sahen u.a. das Landschloss der Fürstin
Ljubica im orientalischen Balkanstil, das Nationalmuseum und
Nationaltheater, das Bundesparlament und die Villenvororte Topcider
und Dedinje.
Dann
fuhren wir zur Kathedrale des Hl. Sava. Sie ist mit einer Grundfläche
von 3.500 qm die größte Kirche der Balkanhalbinsel und eines der
größten orthodoxen Sakralbauwerke weltweit. Die Kirche wurde dem
Hl. Sava, dem ersten serbischen Erzbischof und Nationalheiligen,
geweiht und entstand dort, wo einst die sterblichen Überreste des
Heiligen verbrannt wurden. Aufnahmen vom prachtvollen Inneren kann
ich hier leider nicht zeigen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
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Weiter
ging die Fahrt in die Innenstadt. Dort legten wir eine Pause in einem
Lokal ein, wobei ein Getränk inkludiert war. Wir probierten ein
einheimisches Bier aus, das uns durchaus überzeugte.
Vom
Lokal aus gingen wir zu Fuß durch eine Einkaufsstraße zur Festung
Kalemagdan. Sie liegt auf einem 50 m hohen Kalksporn und bildet den
historischen Kern der serbischen Hauptstadt. Vorbei an dem Denkmal
des Dankes an Frankreich für die Unterstützung Serbiens durch die
französische Regierung im ersten Weltkrieg gelangten wir am Uhrturm
in das Innere der Festung. Vor dem Eingang war allerlei Kriegsgerät
ausgestellt.
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Bis
zur Statue des Siegers, einer männlichen Bronzefigur mit einem Adler
in der rechten und einem abgesetzten Schwert in der linken Hand
konnten wir nicht vordringen, weil dieser Bereich für den Aufbau
einer Freiluftveranstaltung abgesperrt war. Einen tollen Blick auf
die Savemündung und auf den Stadtteil „Neu-Belgrad“ hatten wir
aber dennoch.
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Nach
der Besichtigung der Festung kehrten wir zum Schiffsanleger zurück.
Die Prinzessin Isabella war aber gar nicht mehr da. Sie hatte nämlich
nachdem die Ausflügler von Bord waren, abgelegt um an einer anderen
Stelle Treibstoff aufzunehmen.
Als
sie kurz danach wieder eintraf und neben einem anderen Kreuzer
(insgesamt waren vier Flusskreuzer in Belgrad) festmachte, begann es
wie aus Kübeln zu schütten. Zwar hatte es während des Ausfluges
immer wieder leicht geregnet, aber so ein Wolkenbruch musste zum
Abschluss doch nicht sein!
Nach
dem Mittagessen machten wir uns noch einmal auf, die Fußgängerzone
näher zu erkunden. Lag es vielleicht an den Phoenix-Schirmen, die
wir mitgenommen hatten? Der Regen ließ nämlich nach und hörte dann
ganz auf. Wir schlenderten die Fußgängerzone rauf und runter,
danach ging es noch an der Save-Promenade entlang.
Bei
Einbruch der Dunkelheit gab es eine schön beleuchtete Brücke zu
bewundern. Vom gegenüberliegenden Save-Ufer schallte laute Musik zu
uns herüber. Dort lagen mehrere Schiffe, die wohl als Diskos o.ä.
fungierten.
Kalocsa (Ungarn),
24.08.2021, Sonne und Wolken, 23 Grad
Die
Kleinstadt Kalocsa (17.000 Einwohner) erreichten wir um 06.30 Uhr,
eine halbe Stunde früher als vorgesehen.
Weil
¾ unserer kleinen Reisegruppe die Puszta und die dortigen Reiterhöfe
schon kannten, hatten wir uns für den zweiten angebotenen Ausflug
entschieden „Kellerdorf Hajos“. Hajos liegt etwa 30 km vom Hafen
Kalocsa entfernt und wurde 1722 von den Donauschwaben gegründet. Mit
ihnen begann die Weinkultur, die in den Folgejahren ausgebaut wurde
und bis heute eine bedeutende Rolle spielt.
Zunächst
besichtigten wir ein kleines Heimatmuseum, das einen interessanten
Einblick in die Geschichte des Ortes vermittelte. Weil Innenaufnahmen
hier ja nicht gezeigt werden dürfen, beschränke ich mich auf 2
Fotos vom Außengelände.
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Anschließend
brachte uns der Bus zum etwas außerhalb des Ortes gelegenen
Kellerdorf mit über 1.000 Weinkellern. Als wir ausstiegen, wurden
wir von einem Mitarbeiter eines Weingutes und einem Musiker mit
Schifferklavier erwartet. Jeder Gast erhielt einen Souvenirbecher,
aus dem später auch die Weine verkostet wurden. Unter
Musikbegleitung zog unser Tross in das Dorf ein. Wir bekamen einen
Einblick in die Weinherstellung und erkundeten einige der kleineren
Gewölbe, immer wieder unterbrochen durch die Verköstigung
verschiedener Sorten des Rebensaftes.
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Der
Unterwelt entronnen ging es wieder mit Musikbegleitung durch das Dorf
zu einem größeren, modernen Weinkeller. Im Garten dieses Anwesens
konnten wir weitere Weine probieren; dazu gab es Brot mit Zwiebeln
und Paprikapulver belegt und Brötchen. Drei Gäste machten nach
gutem Zureden noch die Zeremonie des sog. Weinritterschlages mit.
Natürlich
wechselten auch etliche Flaschen Wein die Besitzer.
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Gegen
Mittag waren wir zurück an Bord. Die Prinzessin Isabella verließ
Kalocsa um 12.30 Uhr
und nahm
Kurs auf Mohacs, an der EU Außengrenze gelegen.
Den
Nachmittag verbrachten wir bei angenehmen Temperaturen auf dem
Sonnendeck. Dort saßen wir auch noch, als wir gegen 16.00 Uhr Mohacs
erreichten. Ein Landgang war hier nicht möglich. Es erfolgten
lediglich die Ausreisekontrollen aus der EU durch die ungarischen
Behörden.
Zunächst
begaben sich zwei Mitarbeiterinnen der Isabella mit einem Koffer in
das Abfertigungsgebäude. Dann passierte lange nichts. Inzwischen
näherte sich aus der Gegenrichtung die Alena, ebenfalls ein
Phoenix-Schiff. Auch von dort ging eine Abordnung in das
Abfertigungsgebäude.
Es
verging eine gute Stunde, bis die Mitarbeiterinnen der Isabella
wieder an Bord kamen. Eine weitere halbe Stunde später folgte ihnen
ein ungarischer Beamter. Vor diesem mussten alle Passagiere zum
Face-Check an der Rezeption erscheinen. Die ganze Angelegenheit hat
ungefähr zwei Stunden gedauert. Es war also 18.00 Uhr als wir Mohacs
verließen.
Die
beiden Damen schalteten das Roaming ihrer Smartphones aus, um
außerhalb der EU nicht unnötige Kosten zu verursachen (die Herren
verweigern sich penetrant dieser Technik). Ein paar Tage später hat
die Kostenfalle doch noch zugeschlagen; davon später mehr.
Am
Abend gab es im Salon ein Quiz mit merkwürdigen Regeln. Zunächst
bekamen die Teilnehmer Fragebögen mit Fragen aus allerlei
Wissensgebieten. Wir schrieben unsere Antworten nieder und warteten
auf die Auflösung. Die gute Phoenix-Mitarbeiterin nahm sich jede
Frage vor und hatte plötzlich drei Antwortmöglichkeiten. Davon war
vorher keine Rede gewesen. Das machte die Sache natürlich einfacher
und wir konnten ein paar falsche Antworten korrigieren. Am Ende waren
wir unter den Gewinnern und bekamen ein Kartenspiel.
Im
Verlauf der Reise gab es weitere Quizrunden mit noch eigenartigeren
Regeln. Auch dazu später mehr.
Schon
bei der Weiterfahrt Richtung Budapest regnete es mehr oder minder
ununterbrochen. Das änderte sich auch bei unserer Ankunft (15.00
Uhr) in der ungarischen Hauptstadt nicht, so dass der von uns
gebuchte Ausflug „Stadtrundfahrt Budapest“ die Mitnahme eines
Regenschirmes zwingend erforderlich machte.
Mit
dem Bus fuhren wir zunächst an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei,
wozu natürlich in erster Linie das neugotische Parlamentsgebäude
zählt. Die Kettenbrücke passierten wir ebenfalls; sie wird zur Zeit
saniert und ist dementsprechend eingerüstet. Dann ging es hoch zum
Burgberg, wo zunächst eine Innenbesichtigung der neugotischen
Matthiaskirche anstand. Sie ist benannt nach König Matthias, der in
Ungarn noch heute den Beinamen „der Gerechte“ trägt. Hier wurden
1867 das österreichische Kaiserpaar Franz Joseph I. und Elisabeth
(Sissi) zum König und zur Königin von Ungarn gekrönt.
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Direkt
nebenan befindet sich die Fischerbastei, 1899 bis 1906 auf den Mauern
einer mittelalterlichen Befestigungsanlage errichtet. Der Name rührt
daher, dass in früheren Jahren die Fischerzunft für die
Verteidigung dieses Teils der Burgmauer zuständig war. Vor der
Bastei steht eine Reiterstatue von König Stephan I., der das
Christentum in Ungarn verbreitete.
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Für
meine Frau und mich war es der erste Besuch auf dem Burgberg. Bei den
beiden vorherigen Anläufen konnte er wegen Bauarbeiten nicht
angefahren werden. Schön, dass es beim dritten Mal geklappt hat;
noch schöner wäre besseres Wetter gewesen.
Wegen
des Dauerregens wurde die Freizeit auf dem Burgberg verkürzt und wir
kehrten zum Schiff zurück. Dabei fuhren wir noch am Heldenplatz
vorbei. Dieser war größtenteils wegen einer Veranstaltung
abgesperrt, so dass ein Ausstieg nicht möglich war.
Der
Gellertberg stand bei dieser Rundfahrt nicht auf dem Programm; Grund
waren Straßenbauarbeiten.
Nach
dem Abendessen ging es für uns noch einmal in einen Ausflugsbus;
„Budapester Lichterfahrt“ hieß es im Tagesprogramm. Start war um
21.00 Uhr. Wir fuhren wieder zu Fischerbastei und bewunderten von
dort das Lichtermeer der ungarischen Hauptstadt. Der Regen hatte sich
inzwischen zum Glück verabschiedet.
Wien (Österreich),
22.08.2021, sonnig, später wolkig, 25 Grad
Die
erste Nacht an Bord verlief noch etwas unruhig. Das lag auch an der
Klimaanlage, die auf der höchsten Stufe doch recht laut war. Dass
sie auf dieser Stufe stand, haben wir aber erst am Morgen bemerkt. In
den kommenden Nächten haben wir sie abgeschaltet und bei geöffneter
Tür geschlafen. Begleitet vom leisen Rauschen des Flusses konnten
wir wunderbar ins Reich der Träume gleiten.
Beim
Frühstück im Restaurant erwartete uns eine erste Überraschung.
Entgegen den Ausführungen im Hygienekonzept wurde es nicht am Platz
serviert; die Gäste bedienten sich vielmehr selbst am Buffet. Das
war jetzt nicht so schlimm, allerdings führte es in den Fällen, in
denen die Ausflüge zeitgleich starteten und demzufolge viele
Passagiere zur gleichen Zeit frühstücken wollten, doch zu einigem
Gedränge am Buffet. An die Einhaltung der Abstandsregeln war dann
nicht mehr zu denken. Weil es keine Einmalhandschuhe gab, fasste
jeder die Zangen für Wurst, Käse, Brötchen usw. mit bloßen Händen
an. Verschiedene Brotsorten mussten von den Gästen selbst
geschnitten werden, dabei benutzte längst nicht jeder die Serviette,
die zum Halten des Brotes bereit lag.
Während
des Frühstücks nahm ein Mitarbeiter die Wünsche für Mittag- und
Abendessen auf. Für das Mittagessen heute meldeten wir uns ab, weil
wir gleich nach der Ankunft in Wien losziehen wollten.
Die
österreichische Hauptstadt erreichten wir gegen 12.30 Uhr. Wir
legten am Handelskai an; dort und auch in Nußdorf, das wir kurz
zuvor passiert hatten, lagen einige Flusskreuzer. Erfreulich, dass
diese Art des Reisens langsam wieder Fahrt aufnimmt.
Von
unseren bisherigen Aufenthalten in Wien kannten wir uns einigermaßen
aus, so dass wir die U-Bahn Haltestelle „Vorgartenstrasse“ ohne
Probleme fanden. Man geht dazu vom Anleger aus Richtung
„Franz-von-Assisi-Kirche“ am Mexiko-Platz. Rechts an der Kirche
vorbei gelangt man zur U-Bahn Station.
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Am
Automaten besorgten wir uns Fahrkarten und nahmen die U 1 Richtung
Oberlaa bis zur Haltestelle „Stephansplatz“. Dort stiegen wir aus
und statteten zunächst natürlich dem Stephansdom einen Besuch ab.
Nächstes Ziel war die Hofburg. Über den Heldenplatz gelangten wir
in den Volksgarten, den wir durchquerten, um dem Rathaus und dem
Burgtheater unsere Aufwartung zu machen. Dann wurde es Zeit für eine
Pause. Diese legten wir in einem Cafe im Volksgarten ein, wo wir uns
Apfelstrudel schmecken ließen.
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Im
Anschluss machten wir uns auf den Rückweg. Mit der U 1, diesmal
Richtung Leopoldau, erreichten wir wieder die Prinzessin Isabella.
Um
19.15 Uhr gab es im Salon den Begrüßungscocktail (Glas Sekt), dem
schloss sich das Abendessen an.
Um
19.30 Uhr verließen wir Wien und machten uns auf den Weg nach
Ungarn.
Esztergom u. Budapest
(Ungarn), 23.08.2021, regnerisch, 18 Grad
Esztergom
erreichten wir bereits um 06.30 Uhr, statt wie im Tagesprogramm angegeben, um 08.00 Uhr. Hier wurde ein Ausflug „Rund um Visegrad“
angeboten, an dem wir aber nicht teilnahmen. Wir wollten auf eigene
Faust zum Dom von Esztergom hoch. Nach dem Frühstück zogen wir los.
Bereits jetzt fielen vereinzelte Regentropfen.
Über
einen Fußweg mit etlichen Stufen erklommen wir die Anhöhe. Von dort
oben hat man einen schönen Blick auf das Städtchen und die Donau.
Den Dom besichtigten wir natürlich auch von innen. Er soll die
größte Kirche Ungarns sein. Im Park nebenan befindet sich ein
Denkmal, das die Krönung des ungarischen Königs Stefan zeigt.
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Nun
machten wir uns an den Abstieg, dazu nutzten wir aber die
Zufahrtsstraße bzw. dessen Bürgersteig. Bevor wir wieder an Bord
gingen, besuchten wir noch die Parkanlage an der Donau, an deren
Eingang eine Büste an Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als Sissi,
erinnert. Der Park ist übrigens auch nach ihr benannt.
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Inzwischen
hatte die Prinzessin Isabella Besuch bekommen; die uns schon bekannte
Ariana lag neben uns.
Um
11.00 Uhr legten wir ab und steuerten Budapest an. An der Rezeption
lag eine Zollerklärung für die Ausreise aus der EU aus, die von
jedem Passagier ausgefüllt und unterschrieben werden musste. Es ging
dabei um die Ausfuhr von Spirituosen, Zigaretten und Bargeld oberhalb
bestimmter Grenzen.
grundsätzlich findet man auf Flussreisen sicherlich ein älteres Publikum vor. Bei dieser Reise waren aber auch eine ganze Anzahl jüngerer Gäste an Bord. Mit jüngere meine ich so Anfang bis Mitte 50.
Trotzdem schätze ich das Durchschnittsalter mal bei 60+.
Passau, Einschiffung
und Abfahrt (21.08.2021), sonnig, 25 Grad
Beim
Blick aus dem Fenster fiel mir zunächst das auf der anderen
Donauseite auf einem Felsvorsprung erbaute Haus auf, bei dem wir uns
schon bei unseren bisherigen Aufenthalten in Passau gefragt haben,
wie die Bewohner wohl dorthin gelangen und wie beispielsweise schwere
Gegenstände, z.B. Möbel transportiert werden.
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Was
ich jedoch nicht sah, war die Prinzessin Isabella, die laut
Einschiffungshinweisen an der Liegestelle A 13 an der
Fritz-Schäffer-Promenade liegen sollte. Man konnte diese Stelle vom
Hotelfenster gut sehen; dort lag auch ein Phoenix Schiff; allerdings
war es die Ariana.
Nach
dem Frühstück checkten wir aus, ließen unser Handgepäck aber
zunächst im Hotel. Unsere großen Koffer würden ja hoffentlich von
Tefra direkt auf das Schiff geliefert; die Koffer unserer Freunde
waren in der Globus-Garage geblieben und sollten heute von dort zum
Schiff gelangen.
Wir
bummelten dann die ganze Promenade hinunter; von der Prinzessin
Isabella war jedoch nichts zu sehen. Mittlerweile war es nach 10.00
Uhr und wir wurden etwas unruhig. Ich rief dann bei Phoenix in Bonn
an; dem dortigen Mitarbeiter war von einem anderen Liegeplatz nichts
bekannt. Wenn sich daran etwas geändert hätte, würden wir auf
jeden Fall per SMS benachrichtigt.
Halbwegs
beruhigt setzten wir unsere Erkundungstour durch Passau fort. Zuerst
wollten wir in den Dom St. Stephan, der aber wegen eines Konzertes
bis 12.30 Uhr gesperrt war. Also zunächst am Inn entlang Richtung
Innenstadt und dort auf ein Getränk in einen Biergarten.
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Gegen
Mittag gingen wir zurück zur Donaupromenade, sahen auf der anderen
Seite die Veste Oberhaus und wenig später am Anleger A 13 die
Prinzessin Isabella, die neben der Ariana festgemacht hatte. Wir
haben im Laufe der Reise dann erfahren, dass unserem Schiff zunächst ein Liegeplatz in Passau Racklau, dem Winterhafen zugewiesen worden
war, es dann aber doch zur Fritz-Schäffer-Promenade umziehen durfte.
Wir
holten unser Handgepäck aus dem Hotel und reihten uns bei den
Wartenden ein. Die Einschiffung begann mit leichter Verspätung, weil
zunächst die Gäste der Ariana aufgerufen wurden. Dann war es auch
bei uns soweit. Über das Sonnendeck der Ariana gelangten wir auf das
der Prinzessin Isabella. Dort erhielten wir einen
Gesundheitsfragebogen, der meiner Erinnerung nach nur aus zwei Fragen
bestand. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, was da gefragt
wurde; jedenfalls haben wir beide Male „Nein“ angekreuzt.
Anschließend erfolgte die Kontrolle des Impfstatus, den wir sowohl
in gedruckter als auch in digitaler Form mit uns führten.
Dann
ging es zur Rezeption; dort nahm man unsere Ausweise entgegen, im
Gegenzug erhielten wir den Kabinenschlüssel. Neben der Rezeption
verteilte der Restaurantmanager die Tischnummern. Da wir im Vorfeld
Phoenix per Mail mitgeteilt hatten, dass wir mit unseren Freunden
zusammen sitzen wollten, erhielten wir Tisch-Nr. 28, einen
Vierertisch, wie sich am Abend herausstellte.
Unsere
Koffer waren bereits in der Kabine, die unserer Freunde ließen noch
etwas auf sich warten. Schließlich trafen sie aber auch ein und kurz
danach legte die Prinzessin ab. Wir verfolgten das Ganze vom
Sonnendeck aus.
Im
Salon gab es später Informationen zum Bordleben; ein Mitarbeiter
zeigte das Anlegen der Rettungsweste. Von der Phoenix Reiseleitung
wurden die Ausflüge präsentiert. Dabei erfuhren wir, dass der von
uns gebuchte Ausflug nach Varna leider gestrichen werden musste, weil
der Hafen Tutrakan in Bulgarien nicht angelaufen werden könne. Wir
buchten daraufhin einen anderen Ausflug für diesen Tag.
Nach
dem ersten Abendessen ließen wir den Tag im Salon ausklingen und
stießen noch einmal auf eine hoffentlich schöne Reise an.
wir waren bei der Brauerei Gaststätte Peschl Terrasse, Roßtränke 4. Uns hat es dort sehr gut geschmeckt; auch der Gerstensaft hat gemundet. Man sitzt dort auf der Terrasse oberhalb der Donau; die Räumlichkeiten innen (bei schlechtem Wetter) sehen aber auch gemütlich aus.
seit gestern wieder daheim, wollte ich heute schon mit meinem Reisebericht beginnen, schließlich drängt die Zeit, denn in drei Wochen wollen wir ja auf die Amera mit Ziel Azoren. Was für ein Stress! Aber wir haben es so gewollt und außerdem ist es schön, mal wieder aufs Schiff zu können.
Jetzt habe ich aber festgestellt, dass ich meine Notizen und die Tagesprogramme in einen der großen Koffer verstaut habe und der kommt erst am Dienstag mit Tefra.
Deshalb gibt es heute nur die Einleitung. Weiter geht es ab Dienstag, dann auch mit Fotos.
Dreimal
waren wir bereits auf der Donau unterwegs. Die erste Tour im Jahr
2014 führte uns mit der A-Rosa Bella zu den Weihnachtsmärkten in
Wien und Linz. Weiter ging es 2016 mit der WT Sonata auf die
klassische Reise von Passau bis Budapest und zurück. Wieder 2 Jahre
später folgte die Tour bis zum Eisernen Tor mit der Aurelia.
Zum
krönenden Abschluss wollten wir noch bis zum Donaudelta vordringen.
Bei dieser Fahrt würden uns unsere Freunde begleiten, mit denen wir
schon einige Busreisen unternommen haben. Für sie war eine
Flusskreuzfahrt allerdings eine Premiere.
Im
Phoenix Katalog stießen wir auf eine solche Reise mit der Andrea.
Die war dann bald gebucht, wobei wir uns zwei Kabinen auf dem
Saturndeck mit frz. Balkon aussuchten.
Einige
Zeit später folgte aber die erste Enttäuschung; Phoenix teilte uns
mit, dass die Reederei entschieden habe, die Andrea 2021 nicht auf
der Donau sondern auf dem Rhein einzusetzen. Phoenix bot jedoch als
Ersatz Reisen mit anderen Schiffen an, von denen uns die mit der
Prinzessin Isabella am meisten zusagte. Also wurde auf dieses Schiff
umgebucht. Dabei gab es noch einen Preisnachlass von Phoenix. Für
unsere Freunde kam hinzu, dass sie sich jetzt nicht mehr um einen
Reisepass kümmern mussten, denn diese Reise führte in das
rumänische Donaudelta; die Andrea wäre in das ukrainische gefahren.
Auch
auf der Isabella entschieden wir uns für Kabinen auf dem Saturndeck
mit frz. Balkon. Ausflüge wurden nach Freischaltung im Internet
gebucht. Dort konnte man später ebenfalls seinen Impfstatus
eingeben. Zum Zeitpunkt der Reise waren wir vier alle vollständig
geimpft.
Wegen
der rd. 650 km von unserer Heimat bis nach Passau wollten wir einen
Tag früher anreisen. Zunächst planten wir eine Anreise mit der
Bahn; entschieden uns letztlich aber doch für das Auto. Eine weise
Entscheidung, wie wir später dann feststellen konnten. Ich sage nur:
Streik der GdL.
Wir
zwei ließen unsere beiden Koffer durch Tefra transportieren; das
gesamte Gepäck hätte nicht ins Auto gepasst. Über die
Globus-Garage in Passau ließ sich auch gleich die Übernachtung im
Hotel König buchen.
Dann
begann das bange Warten, ob diese Reise überhaupt stattfinden würde.
Die ersten Reisen der Isabella fielen nämlich alle dem Virus zum
Opfer. Als aber im Juni die Flusskreuzfahrten langsam Fahrt
aufnahmen, wuchs die Hoffnung, dass es doch klappen könnte. Das hat
sich dann ja auch bestätigt.
Anreise nach Passau
(20.08.2021), sonnig, 25 Grad
Nachdem
unsere Koffer bereits am Vortag abgeholt worden waren, ging es heute
auch für deren Besitzer los. Unsere Freunde holten uns um 06.30 Uhr
ab. Ohne Staus und mit einer längeren Pause erreichten wir Passau
gegen 13.30 Uhr.
Die
Globus-Garage war auch schnell gefunden. Das Auto bekam dort einen
festen Stellplatz und wir einen Hotelvoucher. Ein Kleinbus brachte
uns vier zum Hotel, das direkt an der Fritz Schäffer Promenade
liegt. Mit im Bus waren vier weitere Gäste, die aber zu einem
anderen Hotel gebracht wurden und auch nicht auf die Isabella
wollten.
Nach
dem Einchecken im Hotel bummelten wir noch durch Passau. Unsere
Freunde waren zum ersten Mal dort, so dass wir ihnen die schönsten
Ecken gerne zeigten.
Zum
Abendessen hatten wir bereits von daheim einen Tisch in einem netten
Lokal reserviert. Dort ließen wir es uns auf der Terrasse schmecken
und stießen auf die Reise an.
wir haben direkt bei Globus gebucht und waren mit der Abwicklung sehr zufrieden. Nach unserer Ankunft würden wir direkt zum Hotel gebracht. Am nächsten Tag sind wir allerdings zu Fuß zum Schiff gegangen, weil es nur wenige Meter vom Hotel König entfernt lag.
Übrigens, gestern wieder in Belgrad mit Ausflug nach Novi Sad wurde ein weiterer Schnelltest für alle Ausflugsteilnehmer fällig. Die übrigen Passagiere konnten nicht von Bord, weil es direkt nach Novi Sad weiter fuhr.
Heute ist ein Flusstag. Die Wiedereinreise in die EU in Kalocsa verlief schneller als bei der Ausreise und ohne Face-Check. Morgen folgt noch Bratislava, am Samstag geht es beim.
wir sind bei dieser Reise auch an Bord. Zur Zeit sind wir noch auf der Donau unterwegs. Ich habe mir dabei ein Internetpaket geholt, um über mögliche Änderungen informiert zu sein. So haben wir von der Routenänderung erfahren. Ausflüge sind auch schon gebucht.
Hallo zusammen! Ich melde mich heute mal mit einem kurzen Zwischenbericht von Bord der Prinzessin Isabella.
Wir sind schon auf dem Rückweg vom Donaudelta. Tatsächlich war der Start der Reise etwas holprig. Wir sind ja schon einen Tag früher angereist und haben uns am nächsten Morgen auch gewundert, warum die Prinzessin Isabella noch nicht am vorgesehenen Liegeplatz zu sehen war. Ein Anruf bei Phoenix ergab, dass dort nichts bekannt war. Gegen Mittag war das Schiff dann aber da; die Einschiffung begann mit leichter Verspätung.
Woran das Ganze gelegen hat, wurde nicht hinterfragt, weil ja letztlich noch alles geklappt hat.
Wir haben 138 Passagiere an Bord, die maximale Auslastung beträgt 170.
Bisher hatten wir Regen in Budapest und Belgrad, sonst überwiegend Sonne, zum Teil nahe 30 Grad.
Zum Thema Corona. Serbien verlangte von allen Passagieren, auch den geimpften, einen Schnelltest, der an Bord durchgeführt würde. Anderenfalls hätte man nicht an Land gedurft.
Maskenpflicht in den Ausflugsbussen bisher nur in Bulgarien. Generell werden Maskenpflicht und Abstand nicht von allen Passagieren beachtet. Aber das ist ja nichts Neues. Am "Piratenabend" gab es sogar eine Polonaise durch den Salon.
So, genug fürs erste, der Bericht mit Fotos folgt nach unserer Rückkehr!