Nach
dem Frühstück machten wir einen Spaziergang an der Rheinpromenade.
Es war sehr neblig; die vorbeifahrenden Schiffe konnte man kaum
sehen. Das ganze wirkte irgendwie mystisch. Später lichtete sich der
Nebel. Wir suchten noch den Schlosspark auf, den wir gestern nur kurz
gestreift hatten.
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Es
gab heute noch einen Ausflug „Stadtrundfahrt Frankfurt“. Dabei
passte es zu dieser Reise, dass der Ausflugsbus in einen Unfall
verwickelt war. Keine große Sache; beim Ausparken hatte er ein
anderes Auto erwischt. Weil die Polizei aber erst nach 45 Minuten
eintraf, verkürzte sich die Stadtrundfahrt merklich. Vier unserer
Tischrunde waren davon betroffen.
Um
13.00 Uhr legten wir ab und machten uns auf den Weg nach Köln.
Zeitweise kam jetzt die Sonne durch; so dass wir uns auf das
Sonnendeck begaben. Die Passage der Loreley verfolgten wir noch von
dort; da war es aber schon vorbei mit der Sonne. Es wurde windiger
und kühler.
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Weil
die „alten“ Passagiere der Symphonie uns schon morgen in Köln
verlassen werden, gab es heute schon den Abschiedssekt mit
Vorstellung der Crew und daran anschließend ein weiteres
Gala-Abendessen. Die dabei servierte Ente muss wohl nicht so doll
gewesen sein. Eine am Nebentisch sitzende ältere Dame ließ den Koch
kommen und meinte: Die Ente war unter aller S..! Dazu kann ich nichts
sagen, weil ich kein Geflügel esse und deshalb eine andere
Hauptspeise gewählt hatte. Bei denjenigen, die an unserem Tisch Ente
hatten, waren die Meinungen geteilt. Zwei fanden sie gut, vier nicht
so gut.
Während
wir später im Salon saßen, kam Köln schon in Sicht. Die Symphonie
legte in der Nähe der Zoobrücke an.
Am
ersten Tag des neuen Jahres gab es Frühstück immerhin bis 10.00 Uhr
(sonst 09.00 oder 09.30 Uhr). Dabei meldeten wir uns gleich vom
Mittagessen ab, weil wir uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt
machen wollten.
Die
Symphonie lag in Wiesbaden Biebrich, dem bevölkerungsmäßig größten
Stadtteil Wiesbadens. Vorbei am Biebricher Schlosspark führte unser
Weg immer geradeaus. Einen kurzen Abstecher zum Schloss machten wir
natürlich auch. Auf dem weiteren Weg kamen wir an der Sektkellerei
Henkell und dem Landesdenkmal vorbei. Das Denkmal wurde zu Ehren des
nassauischen Herzogs Adolph errichtet.
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Nach
einer guten Stunde Fußmarsch hatten wir endlich die Innenstadt
erreicht. Dort sahen wir u.a. den Landtag, die gegenüber liegende
Marktkirche, die Staatskanzlei und das Staatstheater.
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Zum Abschluss
unserer Besichtigungstour statteten wir dem Warmwasserbrunnen und dem
Einheitsmännchen, einer Figur, die aus Anlass des 25-jährigen
Jahrestages der Deutschen Wiedervereinigung entstanden ist, einen
Besuch ab.
Weil
wir Speyer schon im Juni mit der NickoVision besucht und dabei einen
geführten Stadtrundgang gemacht hatten, kannten wir uns einigermaßen
aus. So führte unser Weg uns vom Anleger zunächst zum Dom und in
die sich anschließende Fußgängerzone. Dort bummelten wir auch
durch die Seitenstraßen, wobei wir auf weitere Kirchengebäude
trafen. Natürlich statteten wir auch dem Altpörtel, einem der
höchsten Stadttore Deutschlands und der überlebensgroßen
Bronzestatue eines Jakobspilgers einen Besuch ab.
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Zurück
an Bord wollte unser neuer Kapitän dem alten wohl nacheifern und uns
kurz vor dem Mittagessen mit einer schlechten Nachricht
konfrontieren. Er erläuterte, dass die Symphonie wegen des
Hochwassers des Mains nicht nach Frankfurt fahren könne. Wegen
einiger niedriger Brücken sei dies leider nicht möglich.
Stattdessen fahren wir nach Wiesbaden und bleiben dort bis zum
02.01.2022. Große Aufregung wegen dieser erneuten Routenänderung
kam aber nicht auf.
Um
12.00 Uhr legten wir ab. Am Nachmittag hielten wir uns bei schönem
Wetter noch etwas auf dem Sonnendeck auf.
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Gegen
17.00 Uhr erreichte die Symphonie Wiesbaden. Von Bord gingen wir
heute nicht mehr. Nach dem Silvester-Gala-Abendessen setzten wir uns
mit einem Ehepaar unserer Tischrunde in den Salon. Dort gab es
zunächst ein Silvester-Quiz mit durchaus schweren Fragen aus der
ganzen Welt rund um Silvester. Obwohl vorab darum gebeten wurde,
nicht auf Dr. Google zurück zu greifen, hatte die Gewinnerin doch
ihr Smartphone zu Rate gezogen, was sie auch noch zugab.
Daran
schloss sich ein lustiger Abend mit Geschichten zum Schmunzeln an, so
jedenfalls das Tagesprogramm. Na ja, lustig geht meiner Meinung nach
anders. Die Witze und Geschichten hatten alle ziemlich lange Bärte;
wenn zwei Personen sie vortrugen, war die zweite wegen schlechter
Tonqualität kaum zu verstehen. Aber auch das ging vorbei.
Danach
spielte der Bordmusiker zum Tanz auf. Einige regelmäßige Tänzer
hatten wir schon an Bord.
Um
Mitternacht gab es ein Glas Sekt zum Anstoßen. Kartoffelsalat mit
Würstchen, Linsensuppe und Berliner standen ebenfalls bereit. Gegen
02.00 Uhr suchten wir die Kabine auf.
Nach
dem Frühstück erkundeten wir Bingen. Wir gingen an der
Rheinpromenade Richtung Nahemündung zur Innenstadt und erklommen die
Burg Klopp, die 1282 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Den von uns
dort vermuteten Burgherrn sahen wir jedoch nicht; wahrscheinlich
weilte er in Liverpool.
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Nach
zwei Stunden waren wir zurück am Schiff.
Während
des Mittagessens legte die Symphonie ab und steuerte das
gegenüberliegende Rüdesheim an. Dort war jedoch nur ein technischer
Stopp; es wurde Abfall entladen und Proviant aufgenommen.
Am
Nachmittag verbrachten wir eine gute Stunde auf dem Sonnendeck bei 16
Grad.
Als
wir beim Frühstück saßen, legte die Rhein Melodie tatsächlich ab
und machte sich auf den Weg nach Rüdesheim, wo wir lt. Tagesprogramm
um 20.00 Uhr eintreffen sollten.
Als
aber für 12.15 Uhr alle Passagiere in den Salon gebeten wurden, war
allen klar, dass wohl wieder unangenehme Nachrichten auf uns
warteten. Und so war es auch. Der Kapitän teilte uns mit, dass er
die Fahrt nur mit einer Maschine habe bewältigen müssen; die zweite
sei irreparabel beschädigt. Unter diesen Umständen sei eine
Weiterfahrt nicht möglich; das Schiff müsse zur Reparatur in eine
Werft.
Nach
dieser wenig erfreulichen Aussage verkündete die Kreuzfahrtleiterin,
dass in Absprache mit Nicko Cruises die Reise dennoch fortgesetzt
werden könne; alle Passagiere würden auf zwei andere Nicko Schiffe
und zwar die Nicko Spirit und die Rhein Symphonie verteilt. Nach dem
Mittagessen würden entsprechende Kofferbanderolen verteilt; der
Bustransfer nach Bingen, wo beide Schiffe lägen, startet um 16.30
Uhr.
Von
diesem Schock mussten wir uns erst einmal erholen. Einige Gäste
wollten sofort abreisen; ob das wirklich jemand umgesetzt hat, wissen
wir nicht.
Während
des Mittagessens machte die Melodie in Koblenz fest. Anschließend
holte ich die Kofferbanderolen ab und erfuhr, dass wir auf das
Schwesterschiff, die Rhein Symphonie kämen. Unsere Tischnachbarn
bekamen Kabinen auf der Nicko Spirit.
Wir
packten also wieder die Koffer und stellten sie vor die Kabinentür,
von wo sie später direkt in die Transferbusse verladen wurden. Dann
machten wir noch einen kurzen Spaziergang an Mosel und Rhein entlang.
Insgesamt
3 Busse fuhren nach 16.00 Uhr vor. Wir waren im dritten, der sich um
16.45 Uhr auf den Weg machte. Inzwischen schüttete es aus Kübeln.
Nach
rd. 2 ½ Stunden erreichten wir Bingen. Die beiden Schiffe lagen im
sog. Päckchen nebeneinander. Wir checkten ein, erhielten die Kabine
314 auf dem Oberdeck und konnten direkt zum Abendessen gehen. Dort
hatten wir jetzt einen 8-er Tisch; natürlich alles Passagiere der
Melodie. Wir stießen auf die erfolgreiche „Umsiedlung“ und eine
hoffentlich störungsfreie Weiterfahrt an.
Die
erste Nacht an Bord haben wir gut geschlafen. Als wir zum Frühstück
gingen, bogen wir gerade in Koblenz in die Mosel ein. Später ließen
wir uns im Salon nieder; vertieften uns in die mitgenommenen Bücher
oder schauten in die Landschaft.
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Kurz
vor Cochem drehte der Kapitän das Schiff und steuerte das Ziel im
Rückwärtsgang an. Ein solches Manöver ist in Cochem wohl nicht
möglich, weil die Mosel dort zu schmal ist. Das Schwesterschiff, die
Rhein Symphonie, passierte uns. Dieses Schiff wird für uns noch eine
wichtige Rolle spielen.
Nach
dem Mittagessen legten wir in Cochem an. Wir verließen das Schiff
und machten einen 2 stündigen Spaziergang durch Cochem und an der
Mosel entlang. Bis auf ein paar Tropfen blieb es trocken. Uns fiel
auf, dass sich viele Niederländer im Städtchen befanden. Zwei
weitere Schiffe, die France und die River Diamond leisteten der
Melodie Gesellschaft.
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Bei
Einbruch der Dämmerung setzte Dauerregen ein, so dass wir zum Schiff
zurückkehrten.
Eigentlich
sollten wir lt. Tagesprogramm um 19.00 Uhr ablegen. Wir saßen um
diese Zeit beim Abendessen; es tat sich aber nichts.
Als
dann der Kapitän und die Kreuzfahrtleiterin im Restaurant
erschienen, schwante uns Böses. Und richtig, der Kapitän
verkündete, dass es ein Problem mit einer Schraube gäbe. Es seien
schon Taucher eingesetzt worden, die aber nichts gefunden hätten. Er
habe nach Rücksprache mit der Reederei entschieden, dass es bei der
Hochwasser führenden Mosel und der starken Strömung zu gefährlich
sei, in der Dunkelheit los zu fahren. Deshalb bleiben wir über Nacht
hier und setzen die Fahrt morgen früh fort. Er sei zuversichtlich,
dass das Problem behoben werden könne und wir die Reise wie geplant
fortsetzten können.
Später
im Salon drehten sich viele Gespräche um den Zwangsaufenthalt.
zunächst einmal ein etwas verspätetes "Frohes Neues Jahr" allen Foris. Ich möchte euch heute von unserer Silvesterkreuzfahrt berichten, bei der wir während der Reise das Schiff wechseln mussten. Bei über 30 Hochsee- und Flusskreuzfahrten war das eine Premiere für uns.
Los geht`s!
Eine
Flusskreuzfahrt über den Jahreswechsel war schon 2020/21 geplant und
auch gebucht. Die Reise auf der VIVA Tiara mit Aufenthalt am 31.12.
in Amsterdam fiel dann leider Corona zum Opfer.
Einen
erneuten Versuch starteten wir im Sommer 2021, als ein interessantes
Angebot eines Reisebüros unser Interesse weckte. Mit der Rhein
Melodie von Nicko Cruises sollte es vom 27.12.2021 bis 04.01.2022 in
die Niederlande und Belgien gehen; wieder war die Silvesterfeier in
Amsterdam Teil des Programms. Wir buchten eine Kabine auf dem
Oberdeck mit französischem Balkon. Bei dem angebotenen Gruppentarif
erfährt man die Kabinennummer erst bei der Einschiffung.
Los
gehen sollte es am 27.12.2021 in Duisburg. Die Reiseunterlagen trafen
noch vor dem Lockdown in den Niederlanden ein. Als dieser dann
verkündet wurde, dachten wir zunächst an eine weitere Absage. Am
22.12. erhielten wir dann aber die erfreuliche Nachricht, dass ein
Ersatzfahrplan zusammengestellt worden sei (wie bei anderen Anbietern
auch). Der Reiseverlauf jetzt: Duisburg, Cochem, Rüdesheim, Speyer,
Frankfurt (Silvester), Mainz, Bingen, Koblenz, Duisburg.
Anreise und
Einschiffung (27.12.2021)
Weil
die Einschiffung erst um 15.00 Uhr beginnen sollte und Duisburg mit
öffentlichen Verkehrsmitteln in einer guten Stunde von unserem
Wohnort aus zu erreichen ist, hatten wir noch den Vormittag zur
Verfügung um den geforderten tagesaktuellen Antigen-Schnelltest
durchführen zu lassen.
Mit
einem einmaligen Umstieg in Dortmund erreichten wir Duisburg gegen
14.30 Uhr. Ein Taxi brachte uns vom Hauptbahnhof zum Anleger
Mühlenweide. Die Einschiffung war bereits im Gange.
Nachdem
wir den Infektionsschutzfragebogen, den wir mit den Reiseunterlagen
erhalten hatten, abgegeben sowie die negativen Schnelltestergebnisse
und den Impfstatus nachgewiesen hatten, bekamen wir an der Rezeption
unsere Kabinenkarte. Uns war die Kabine 307 zugeteilt worden.
Nach
einem Snack im Salon wurden die Koffer ausgepackt. Zeitgleich mit dem
Ablegen um 17.00 Uhr erfolgten Sicherheitseinweisung und
Bordinformation im Salon. Die Kreuzfahrtleiterin informierte über
das Leben und die Sicherheit an Bord und gab im Anschluss
Informationen zum Reiseverlauf und den Ausflugsmöglichkeiten. Weil
der von uns vorgesehene Ausflug in Siegfrieds Mechanisches
Musikkabinett in Rüdesheim nicht mehr angeboten wurde, buchten wir
keinen Ausflug. Später erfuhren wir, dass das Musikkabinett zur Zeit
geschlossen ist.
Nachdem
wir erfahren und auch in der Barkarte gesehen hatten, dass im
Getränkepaket jetzt auch die Cocktails und Longdrinks enthalten
sind, buchten wir es an Bord nach.
Kapitän,
Hotelmanager und Kreuzfahrtleiterin begrüßten die Gäste um 18.30
Uhr bei einem Glas Sekt. Anschließend ging es zum Abendessen. Wir
hatten einen 6-er Tisch. Unsere Tischnachbarn war eine Familie aus
Thüringen.
Die Weinstube ist ja richtig chick geworden. Für die Erweiterung musste wohl der Shop weichen. Gibt es eigentlich noch diese Couchen vor den Fenstern, die Bibliothek und die Spieltische? Sie waren auf unserer Grönlandtour beliebte Aufenthaltsorte.
Hallo Petra,
ja, sie hat uns auch ausnehmend gut gefallen. Einen kleinen Shop gibt es immer noch, ebenso die Bibliothek mit Ohrensesseln (auch immer sehr begehrt) und zwei Spieltische. An Couchen vor den Fenstern können wir uns nicht erinnern.
Was für leckere Weine sind denn in der WeinBar kredenzt worden, dass es Euch soo oft dorthin gezogen hat ??
Die Weinstube heißt zwar so, wir sind aber Westfalen und trinken lieber Bier. Das gab es dort auch. Gut gefallen hat uns die Einrichtung und das Ambiente an sich.
Uff, geschafft. Das war unsere Reise auf der MS Hamburg.
Die nächste Reise steht schon vor der Tür. Montag geht es auf die Rhein Melodie von Nicko Cruises zu einer 8-tägigen Flusskreuzfahrt, die eigentlich in die Niederlande und Belgien führen sollte (Silvester in Amsterdam). Wegen des Lockdowns in den Niederlanden hat Nicko umgeroutet; wir sind jetzt in Deutschland unterwegs; Silvester in Frankfurt.
Am 15.01. brechen wir zu den kapverdischen Inseln auf. Los geht es in Las Palmas; es folgen fünf kapverdische Inseln. Der ursprünglich vorgesehene Anlauf in Dakar/Senegal entfällt, weil dort noch keine Kreuzfahrtschiffe anlegen dürfen. Stattdessen besuchen wir noch Teneriffa und La Gomera.
Unser Schiff ist die Vasco da Gama von Nicko Cruises.
Wir hoffen, dass alles klappt; Reiseberichte folgen.
Tschüss, ich gehe jetzt Eierlikörtorte essen. Allen Foris wünschen wir einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Die
Route war in diesem speziellen Fall eher unwichtig. Wir wollten
vielmehr das Schiff im Hinblick auf die Reise über die Großen Seen
in Nordamerika kennen lernen. Allerdings ermöglichte gerade die
geringe Größe des Schiffes den Anlauf von Häfen, die anderen
Schiffen verwehrt bleiben.
Schiff
Damit
sind wir auch schon beim Objekt unserer Begierde. Die MS Hamburg ist
das bisher kleinste Kreuzfahrtschiff, das wir betreten haben. Es hat
Platz für 400 Passagiere; bei unserem Reiseabschnitt waren 230 Gäste
an Bord. In Dienst gestellt im Jahr 1997 fährt die MS Hamburg seit
2012 für Plantours. Während der Corona bedingten Zwangspause in
2020 erfuhr das Schiff eine Modernisierung in einigen Bereichen. Die
Weinstube wurde vergrößert und neu möbliert.
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Auch der Palmgarten
lädt mit neuem farblichen Ambiente, gemütlicher neuer Polsterung
und dem neu gestalteten Buffet-Bereich „The Grill“ zum
gemütlichen Schlemmen ein, so der Prospekt.
Die
MS Hamburg verfügt lediglich über 6 Decks. Die Passagierkabinen
befinden sich auf den Decks 1 bis 5; Deck 6 ist das Sonnendeck mit
dem Buffet-Restaurant Palmgarten. Das Hauptrestaurant „Alsterblick“
ist auf Deck 3 am Heck angesiedelt; darüber auf Deck 4 ist die
Lounge und darüber auf Deck 5 die Weinstube. Einen kleinen
Fitnessraum gibt es ebenfalls (Deck 6). Terminvereinbarungen waren
über die Rezeption zu tätigen. Die Sauna auf Deck 1 war
geschlossen.
Einrichtung
und Ausstattung der MS Hamburg haben uns gut gefallen.
Kabine
Wir
hatten eine Außenkabine auf Deck 4 (411). Diese Kabine, wie auch 37
andere und 4 Suiten haben während des Werftaufenthaltes neue große
und bodentiefe Infinity-Panorama-Fenster erhalten, die elektrisch
absenkbar sind. Laut Prospekt beträgt die Größe der Kabine ca. 15
qm. Zur Ausstattung zählten: zwei zusammen stehende Betten,
Kleiderschrank, Sitzgruppe, Minibar, Safe, Klimaanlage, Telefon, TV.
Im Bad ist die Dusche mit einem Vorhang abgetrennt; der Föhn
befindet sich ebenfalls im Bad. Die Ablagemöglichkeiten dort sind
etwas begrenzt; aber gerade so ausreichend.
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Verpflegung
In
„normalen“ Zeiten kann der Gast in beiden Restaurants speisen,
wobei der Palmgarten ein Buffet-Restaurant ist. Im Augenblick ist
hier nur Frühstück und Mittagessen möglich; das Abendessen wird
ausschließlich im Hauptrestaurant serviert. Dort gibt es zwei
Tischzeiten; die erste begann meist um 18.00 Uhr, die zweite um 20.00
Uhr. Für die Dauer der Reise erhielt man einen festen Platz und die
Zuordnung zu einer der beiden Tischzeiten. Der Palmgarten diente
abends nur als Bar.
Frühstücken
waren wir immer im Palmgarten. Dort bedient man sich an einem
reichhaltigen Buffet. Selbstverständlich herrschte Maskenpflicht am
Buffet; außerdem waren die bereit liegenden Einmalhandschuhe zu
benutzen. Das Buffet umfasste alles, was man auch in einem guten
Hotel erwartet. Eierspeisen und Omeletts wurden frisch zubereitet.
Mittags
haben wir uns auch meist am Buffet bedient. Zweimal waren wir auch im
Hauptrestaurant. Dort war mittags freie Platzwahl.
Das
Abendessen bestand aus Vorspeise (zwei zur Auswahl), Suppe (zwei zur
Auswahl) oder Salat, Hauptgericht (drei zur Auswahl, eins davon
vegetarisch) und Dessert (zwei zur Auswahl). Käse oder Früchte zum
Dessert waren ebenfalls möglich.
Die
Speisen waren immer ansprechend angerichtet, haben uns aber nicht
unbedingt vom Hocker gerissen. Guter Durchschnitt mit etwas Luft nach
oben, würde ich sagen.
Über
Kaffee und Kuchen kann ich nichts sagen; dort waren wir nie.
Später
am Abend zwischen 22.00 und 22.30 Uhr gingen Kellner durch die Bars
mit einem Snack für den kleinen Hunger.
Corona
Bis
auf weiteres können ausschließlich vollständig gegen Covid 19
geimpfte Gäste mitreisen. Das gilt auch für Kinder. Vor der Reise
waren zwei medizinische Fragebögen auszufüllen; einer wurde sofort
zurück geschickt, der andere bei der Einschiffung abgegeben. Ferner
waren alle Gäste verpflichtet, vor Reiseantritt einen zur
Einschiffung maximal 48 Stunden alten Corona-Schnelltest
(Antigen-Test) zu machen und bei der Einschiffung vorzulegen. Ein
zusätzlicher weiterer Schnelltest wurde vor Ort gemacht.
Die
Pflicht, eine medizinische Maske zu tragen, entsprach den üblichen
Regeln. Gäste, die dies vergaßen, wurden meist freundlich darauf
hingewiesen.
Im
Palmgarten und der Weinstube waren einzelne Stühle/Sofas durch
Folien als nicht zu benutzen gekennzeichnet. Wegen der geringen
Passagierzahl fanden wir immer einen Platz, ohne dass man anderen
Gästen zu nahe kam. Dazu trugen auch die zwei Tischzeiten im
Hauptrestaurant am Abend bei.
In
den Ausflugsbussen bestand ebenfalls Maskenpflicht.
Sonstiges
Alle
Ausflüge waren gut organisiert und wurden von kompetenten,
gut deutsch sprechenden (Ausnahme: Oviedo) Reiseleitern begleitet.
Wir
hatten das Getränkepaket Comfort gebucht. Es enthielt neben
Mineralwasser und Softdrinks auch verschiedene Fruchtsäfte, Kaffee
und verschiedene Teesorten, Bier vom Fass, Weizenbier, alkoholfreies
Bier, offene Hausweine (weiß, rose und rot) sowie Sekt und Proseco.
Bei einem Preis von 23,00 € pro Person und Nacht meinen wir damit
gut gefahren zu sein, zumal die Getränke beim Essen im Reisepreis
nicht enthalten waren.
In
den meisten Häfen lag die MS Hamburg etwas abseits des Zentrums. In
diesen Fällen wurden Shuttle-Busse bereit gestellt, die im Gegensatz
zu den uns bekannten Mitbewerbern kostenfrei zur Verfügung standen.
Werden
wir nach den gemachten Erfahrungen die Tour über die großen Seen
mit der MS Hamburg machen? Ja, werden wir, verbunden mit der
Hoffnung, auf Seen den Elementen nicht so ausgesetzt zu sein wie auf
unserer Reise.
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Die
Koffer mussten bis 02.00 Uhr in der Früh vor die Kabinentür
gestellt werden. Sie waren bereits verschwunden, als wir ein letztes
Mal zum Frühstück gingen. Danach noch ein Rundgang in der Kabine um
sich zu überzeugen, dass man nichts vergessen hat und ab in die
Lounge.
Um
09.00 Uhr herum folgte der Aufruf für den Transfer zum Flughafen.
Zwei Busse standen dafür bereit. Eine größere Anzahl der
Passagiere blieb offensichtlich für längere Zeit an Bord. Einige
davon hatten wir ja auch kennen gelernt.
Im
Bus befand sich auch eine einheimische Reiseleiterin. Als wir uns
noch fragten, welche Aufgabe diese wohl habe, fuhren wir auch schon
los. Es ging keineswegs direkt zum Flughafen; wir machten vielmehr
eine ausgedehnte Stadtrundfahrt mit ausführlichen Erläuterungen der
Dame.
Nach
etwa einer Stunde steuerte der Bus den Flughafen an. Der Abflug der
Air Portugal Maschine mit der Flugnummer TP 576 war auf 14.45 Uhr
terminiert; Zeit hatten wir also noch genug.
Die
Reiseleiterin begleitete uns in das Terminalgebäude und half uns
beim elektronischen Einchecken. Zusätzlich standen auch
Mitarbeiterinnen der Flughafenverwaltung als Hilfestellung bereit.
Schalter gibt es hier wohl nicht mehr.
Nachdem
wir auch die Koffer (wieder mit menschlicher Hilfe) aufgegeben und
die Sicherheitskontrolle passiert hatten, gönnten wir uns eine
flüssige Erfrischung. Dafür einen Platz zu finden, war gar nicht so
einfach; es war ganz schön was los im Terminal. Nach Aussage unserer
Reiseleiterin hat der Lissaboner Flughafen eine Auslastung von 80 %
der Vor-Corona-Zeit.
Mit
etwas Verspätung flogen wir los. Der Flug verlief ruhig; um 19.00
Uhr landeten wir in Frankfurt. Wir übernachteten im Hilton Garden
Inn Airport und traten die Heimreise am nächsten Morgen mit der Bahn
an.
Leixoes/Portugal
(29.10.2021), bedeckt, windig, 13 Grad
In
der im übrigen sehr unruhigen Nacht wurden die Uhren um 1 Stunde
zurückgestellt.
Während
wir beim Frühstück im Palmgarten saßen, fuhr die MS Hamburg in den
Hafen von Leixoes ein. Dabei kam das Schiff gehörig ins Schlingern;
Gäste, die gerade vom Buffet kamen, hatten Mühe, sich auf den
Beinen zu halten.
Der
letzte Ausflug unserer Reise „Porto, Stadt des Douro und des
Portweins“ begann um 08.15 Uhr. Mit zwei Bussen fuhren wir eine
kurze Strecke bis Porto; dort folgte ein Fotostopp an der Kathedrale.
Sie liegt auf einem Hügel in der Altstadt, die seit 1996 als
Weltkulturerbe der UNESCO gilt. Neben einer Reiterstatue eines
Adligen steht dort auch ein Pranger. Von dort hat man einen tollen
Ausblick über Porto.
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Danach
brachte uns der Bus in das alte Stadtviertel Ribeira, wo wir eines
der traditionellen Weinschiffe bestiegen. Eine etwa 50 minütige
Fahrt über den Douro mit weiteren schönen Blicken auf die Stadt und
ihre Brücken schloss sich an.
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Wieder
an Land führte uns die einheimische Reiseleiterin in einen
Weinkeller, wo wir einiges über die Geheimnisse des Portweins
erfuhren und natürlich auch die Möglichkeit hatten, zwei Sorten
(weiß und rot) zu probieren.
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Zurück
an Bord (13.00 Uhr) gönnten wir uns eine Kleinigkeit beim
Mittags-Buffet im Palmgarten. Während wir dort noch saßen, legte
die MS Hamburg ab und machte sich auf, den Hafen zu verlassen. Dabei
kam es zu noch weitaus heftigerem Schlingern als am Morgen. Das im
Palmgarten stehende Klavier machte sich selbstständig und sauste auf
den zwei Tische weiter sitzenden Passagier zu. Ein Kellner versuchte
noch, es aufzuhalten. Das gelang ihm zwar nicht, mit Hilfe des
Passagiers konnten sie es aber stoppen. Zwei große Blumenkübel
hatten ihre Standorte ebenfalls verlassen. Neben meinem Stuhl landete
ein Lautsprecher. Geschirr ist wohl auch etliches zu Bruch gegangen.
So etwas hatten wir bei nun über 20 Kreuzfahrten noch nicht erlebt.
Ich
muss wohl nicht erwähnen, dass der Rest des Tages und auch die Nacht
extrem unruhig verliefen. Beim Abendessen waren wir nur zu Dritt; die
weibliche Hälfte unserer Tischnachbarn lag danieder.
Ferrol/Spanien
(28.10.2021), leicht bewölkt, windig, 17 Grad
In
Ferrol im Nordwesten Spaniens machte die MS Hamburg um 08.00 Uhr
fest. Hier gab es natürlich einen Ausflug nach Santiago de
Compostela; zwei Busse standen dafür bereit. Weil wir aber bei der
vorherigen Kreuzfahrt mit der Amera dem bekannten Wallfahrtsort einen
ausgiebigen Besuch abgestattet hatten, lautete das Motto unseres
heutigen Ausflugs „Ferrol und Umgebung“.
Los
ging es um 08.45 Uhr. Nach kurzer Panoramafahrt durch die Stadt
führte uns der weitere Weg entlang der Meeresarme der Umgebung zum
Städtchen Pontedeume. Nach kurzem geführtem Rundgang hatten wir
Freizeit für eigene Entdeckungen.
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Danach
fuhren wir weiter entlang der Küste mit großartigen Ausblicken auf
den galizischen Wald und zahlreiche Meeresarme und Flussmündungen.
An einem besonders schönen Strandabschnitt machten wir einen
Fotostopp, bevor es zurück zum Schiff ging.
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Wir
bedienten uns am Mittags-Buffet im Palmgarten. Um 14.30 Uhr verließ
die MS Hamburg Ferrol. Im Laufe des Nachmittags nahm der Wellengang
spürbar zu. Der Kapitän verkündete über die Bordlautsprecher,
dass er den Kurs ändern werde; was aber nicht wirklich zu einer
Besserung führte.
Vor
dem Abendessen verabschiedeten sich Kapitän, Kreuzfahrtdirektorin
und Ausflugsleiterin von den Gästen bei einem Glas Sekt. Das Essen
mussten wir heute ohne unsere Tischnachbarn einnehmen. Am nächsten
Tag erfuhren wir, dass sie bei dem Seegang lieber in der Kabine
geblieben waren.
In
der Nacht nahm der Seegang wieder zu. Gaby ging es deshalb am Morgen
nicht gut; deshalb ging ich alleine zum Frühstück; brachte ihr aber
etwas von dort mit auf die Kabine. Dies und eine Reisetablette
führten rasch zur Besserung. Trotzdem ließen wir den Musikalischen
Frühschoppen auf dem Pooldeck sausen; zum Mittags-Buffet fanden wir
uns aber im Palmgarten ein.
Nachdem
wir gestern Abend schon kurz erfahren hatten, dass der vermisste Gast
auch an Bord sei, fragten wir bei der Plantours-Information noch
einmal genauer nach. Dabei erfuhren wir, dass er in einen anderen Bus
gestiegen war; allerdings nicht in den, der den selben Ausflug
gemacht und neben unserem auf dem Parkplatz gestanden hatte. Dort
hatten die Reiseleiterinnen selbstverständlich auch nachgefragt. Es
gab aber noch einen Ausflug, der nur einen Fotostopp nicht aber die
Überfahrt beinhaltete. Diesen hatte er dann bestiegen. Ende gut,
alles gut.
Die
inzwischen geschriebenen Ansichtskarten gab ich am Plantours-Schalter
ab. Nach fünf Wochen haben sie inzwischen ihre Adressaten erreicht.
Nun
dürft ihr dreimal raten, wo wir den Abend verbrachten. Kleiner Tipp:
Fängt mit Wein an und hört mit Stube auf.
Gijon/Spanien
(27.10.2021), sonnig, 18 Grad
Ankunft
im ersten Hafen Spaniens war um 09.00 Uhr. Dort lag bereits die
Ventura von P&O Cruises, mit Platz für fast 3.200 Passagiere
deutlich größer als unsere kleine MS Hamburg.
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Weil
lt. Reiseführer Gijon als Universitäts-, Hafen- und Industriestadt,
in der vor allem die Schwerindustrie überwiegt, touristisch nicht so
viel hergäbe, hatten wir uns für den Ausflug „Oviedo, Hauptstadt
des Königreichs Asturien“ entschieden.
Los
ging es um 09.15 Uhr etwa 30 km landeinwärts in südwestlicher
Richtung. In Oviedo angekommen, machten wir zunächst einen Fotostopp
am Kongresspalast. Die futuristische Anlage ist ein Werk des
Architekten Santiago Calatrava.
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Danach
brachte uns der Bus in die Altstadt, wo wir mit unserem spanischen
Reiseleiter einen geführten Rundgang machten. Dieser begann an der
spätgotischen Kathedrale und führte uns zu weiteren
Sehenswürdigkeiten, wie dem Rathaus, verschiedenen Kirchen, dem
Mercado el Fontan und der Universität.
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Weil
der Reiseleiter nur Englisch sprach und die Kenntnisse dieser Sprache
des Plantours Begleiters nur rudimentär waren, sprang eine
Passagierin ein. Der etwas chaotische Beginn des Rundgangs
normalisierte sich dadurch erheblich.
Zurück
auf dem Schiff gab es noch eine Kleinigkeit zu essen; danach ging es
bei bestem Wetter auf das Sonnendeck. Von dort konnte ich später
beobachten, wie der Biervorrat der MS Hamburg ergänzt wurde.
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Am
Abend fanden wir uns wieder in der Lounge ein; heute präsentierte
eine junge Dame namens Riki Linsmeier ein buntes Wunschprogramm. Auf
den Tischen lagen Zettel, auf die man seine Wunschtitel schreiben
konnte. Sofern es ihr möglich sei, wolle sie diese am Keyboard
spielen. Heute waren noch weniger Zuschauer da; die Künstlerin hätte
sie einzeln per Handschlag begrüßen können, was sie im
übertragenen Sinn auch tat. Sie kam nämlich zu jedem Tisch und
holte die Zettel persönlich ab. Dabei wechselte sie einige Worte mit
den Gästen. Auf unsere Frage, ob es nicht frustierend sei, vor einer
Handvoll Zuhörern aufzutreten, entgegnete sie, sie sei froh,
überhaupt wieder vor Publikum singen und spielen zu können. Ihre
Show war im übrigen sehr gut. Es gab verdienten Applaus.
Weil
unsere Gläser nach Ende der Show noch nicht leer waren, blieben wir
noch sitzen und konnten uns deshalb davon überzeugen, dass die Band
„Boogie Boys“ eine sehr gute Band ist. Besonders gefallen hat uns
ihre Version von Purple Rain.
St.Malo/Frankreich
(25.10.2021), sonnig mit Wolken, 14 Grad
Ankunft
in St. Malo, einer Stadt mit rund 46.000 Einwohnern in der Bretagne
war um 09.00 Uhr. Hier hatten wir den Ausflug „Mont Saint-Michel
und Dinan“ gebucht. Weil es sich um einen Ganztagesausflug
handelte, wurden wieder Lunchboxen ausgegeben. Aus den Erfahrungen
vom letzten Mal schlau geworden, holte ich nur eine Box für uns
beide. Deren Inhalt reichte völlig, um uns satt zu bekommen.
Um
09.30 Uhr fuhren zwei Busse zunächst nach Dinan, 75 m hoch über den
Ufern des Flusses Rance gelegen. Mit seinen kopfsteingepflasterten
Gassen und den blumengeschmückten Fachwerkfassaden gilt die über
tausendjährige kleine Stadt als Juwel unter den mittelalterlichen
bretonischen Städten. Während eines geführten Rundgangs sahen wir
die typischen Fachwerkhäuser aus dem 14. und 18. Jahrhundert, den
Uhrturm, die Statue von Bertrand du Guesclin, der im hundertjährigen
Krieg die Stadt gegen die Engländer verteidigte und die Basilika
Saint-Sauveur. Im Anschluss an den Rundgang hatten wir noch etwas
Freizeit für eigene Erkundungen.
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Gegen
Mittag fuhren wir weiter nach Mont Saint-Michel. Unterwegs machten
wir uns über unsere Lunch-Box her.
Die
weitläufigen Parkplätze am Mont Saint-Michel erreichten wir gegen
13.00 Uhr. Unsere einheimische Reiseleiterin und auch Oksana vom
Plantours Team meinten, wir sollten uns unseren Parkplatz genau
einprägen, weil man sich bei der großen Anzahl von Plätzen schnell
verlaufen könne. Treffpunkt zur Abfahrt am Bus war um 16.30 Uhr.
Mit
Shuttlebussen gelangten wir über den Deich auf die Insel. Nach der
Ankunft auf dem Klosterberg führten uns die beiden Damen durch die
Porte de l`Avancee in die. kopfsteingepflasterte, enge Grand Rue, die
von mittelalterlichen Häusern mit Geschäften und Restaurants
gesäumt wird. Nach etwas Freizeit, in der wir Ansichtskarten für
die Lieben daheim erwarben, folgte die Besichtigung der Abtei. Hier
wurde am Eingang der Impfstatus geprüft.
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Um
15.45 Uhr trafen sich die meisten unserer Gruppe bei den
Shuttlebussen um die Rückfahrt anzutreten. Als wir am Festland
ausstiegen und zu unserem Bus gingen, zog sich der Himmel bedrohlich
zu. Kaum saßen wir im Bus, ging ein heftiger Platzregen nieder, der
aber genauso schnell wie er gekommen auch wieder vorüber war.
Jetzt
wurde durchgezählt und siehe da, ein Passagier fehlte! Als er nach
zehn Minuten immer noch nicht aufgetaucht war, schaute Oksana in
seinem Rucksack, der sich noch im Bus befand nach, ob sich dort
Hinweise fänden. Als fest stand, um wen es sich bei dem Vermissten
handelt, rief sie auf der MS Hamburg an, ob dort vielleicht eine
Handy-Nummer hinterlegt sei. Leider hatte der Gast aber nur seine
heimische Festnetznummer angegeben, die jetzt wenig hilfreich war.
Wir warteten eine halbe Stunde, danach entschieden die
Reiseleiterinnen in Absprache mit dem Schiff: Wir fahren jetzt ab.
Um
18.00 Uhr trafen wir wieder in St. Malo ein. Wegen der
fortgeschrittenen Zeit blieb leider keine Möglichkeit mehr, die
Stadt zu erkunden. Das hätte sich bestimmt auch gelohnt; müssen wir
mal nachholen. Im Hafen lag im übrigen ein Schiff der Ponant –
Reederei.
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Nach
dem Abendessen sahen wir uns zum ersten Mal eine Show in der Lounge
an. Mister Red Shoes präsentierte unter dem Motto „Great Balls of
Fire“ einige Songs von Jerry Lee Lewis und anderen Rock`n Roll
Größen. Gut gemacht, wenn auch durch die Aufteilung auf 2.
Tischzeiten vor einer sehr überschaubaren Zuschauerkulisse.