Beiträge von Blu51

    Hallo Foris,

    mit etwas Verspätung möchte ich euch mitnehmen auf unsere Kreuzfahrt zum Jahreswechsel mit der AIDAmar. Ich wollte eigentlich schon früher mit dem Reisebericht beginnen, aber Ruheständler haben ja nie Zeit. Jetzt soll es aber klappen. Begleitet uns also bei unserer Tour von Mallorca nach Lissabon und zurück bei fabelhaftem Frühlingswetter. Los gehts!


    Nachdem wir den Jahreswechsel 2017/18 auf der Mein Schiff 2 vor Madeira erlebten und dort das phantastische Feuerwerk bewundern durften, weckte in den ersten Monaten des Jahres das Angebot eines Reisebüros unser Interesse. Dort wurden zu verschiedenen Terminen Reisen mit der AIDAmar im Mittelmeer zu günstigen Preisen angeboten, darunter auch eine Tour vom 28.12.18 bis zum 06.01.19 mit Silvesteraufenthalt in Lissabon. Wir mussten nicht lange überlegen und sicherten uns telefonisch eine Balkonkabine; An- und Abreise waren in dem Angebot ebenfalls enthalten. Während wir auf der Mein Schiff 2 zu viert unterwegs waren, wollte uns dieses Mal Michael, Sohn unserer Freunde aus Volmarstein und Gabys Patensohn, begleiten. Ihn hatte schon unsere Reise auf der AIDAdiva von New York nach Montreal brennend interessiert; damals konnte er aber wegen beruflicher Verpflichtungen, er ist Lehrer, nicht mit kommen, weil die Reise außerhalb der Herbstferien stattfand. Bei der Kreuzfahrt über Silvester waren aber Weihnachtsferien und insofern stand der Reise nichts im Wege. Allerdings musste er einige Tage warten, weil das Reisebüro noch bei AIDA wegen einer Einzelkabine nachfragen musste. Doch auch das ging glatt; wegen der Zuschläge für Einzelreisende entschied er sich für eine Innenkabine.

    Auf MyAida konnten wir nach Bestätigung der Buchung schon unsere Kabinennummern sehen; wir hatten die 9118 und Michael die 7473. Das war schon ungewöhnlich, weil die Kabinen bei solchen Aktionen, wie auch bei Vario Buchungen, erst später zugeteilt werden.

    Einige Zeit später waren unsere Flüge zu sehen, hin ging es um 5.50 Uhr mit Tuifly ab Düsseldorf nach Palma, zurück um 20.15 Uhr, auch mit Tuifly. An- und Abreisetag waren bei diesen Flugzeiten jedenfalls optimal ausgenutzt.

    Die üblichen Vorarbeiten, wie Schiffsmanifest ausfüllen, EC-Karte angeben, Genießerpaket und Ausflüge buchen, wurden gemeinsam erledigt. Anfang Dezember trafen die Reiseunterlagen ein; es konnte also bald losgehen.

    Hallo Hundefreundin

    vielen Dank für Deinen Bericht und die tollen Bilder. Du hast wohl recht, wer auf Weihnachtsmärkte steht, macht besser die Touren Richtung Süden. Doch das ging ja nicht, auch bei uns nicht. Wir waren dann noch zwei Tage in Hannover und Braunschweig; beide Städte sind mit ihren Weihnachtsmärkten zu empfehlen. Ich glaube, der Tipp Braunschweig stammte hier aus dem Forum.

    Freitag geht es für uns nach Mallorca auf die AIDAmar; Silvester sind wir in Lissabon. Ein Bericht folgt Mitte Januar (hoffe ich).

    Dir und allen Foris noch schöne Feiertage und ein gesundes Jahr 2019.

    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Hundefreundin

    da habt ihr also auch Einschränkungen; aber eure Tour findet wenigstens noch statt. Ich habe heute gesehen, dass für die uns angebotene Ersatzroute jede Menge Kabinen frei sind. Da waren wir wohl nicht die einzigen, die storniert haben.

    Allerdings muss ich auch erwähnen, dass Phoenix für den Fall, dass man die Ersatzroute akzeptiert hätte, entweder die Kosten für eine Bahnfahrt nach Passau oder die Gebühren für das Globus-Parkhaus übernommen hätte.

    Euch wünschen wir trotz aller Widrigkeiten eine schöne Reise.

    Gegen den Wettergott kommt man eben nicht an.

    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Heike,

    die Fotos von Deiner Reise sind schon einmal toll. Ich freue mich auf Deinen weiteren Bericht. Von mir wird es leider keinen Bericht über unsere Kreuzfahrt auf dem Main geben, weil die Reise heute abgesagt wurde. Grund: Niedrigwasser! Als Alternative hat man uns Deine Route angeboten. Da wir die aber schon kennen, kam das für uns nicht in Frage. Sehr schade!!

    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Schifferlady2020

    ich bin Dir noch die Kontaktdaten unserer Reiseleiterin in New York schuldig. Per PN klappt das irgendwie nicht, deshalb gebe ich sie hier bekannt; vielleicht sind ja auch andere Foris daran interessiert. Geraldines Website lautet:XXX bitte keine externen Links

    Wir können Geraldine auf jeden Fall uneingeschränkt weiter empfehlen. Die Tour mit ihr war toll; wir haben viel gesehen, bestimmt mehr als auf einem der AIDA Ausflüge und hätten fast den Regen vergessen, der uns den ganzen Tag begleitet hat.

    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Cobupu

    Dein anschaulicher Reisebericht hat bei uns Erinnerungen geweckt, weil wir eine ähnliche Tour im Oktober 2015 mit der alten MS 1 gemacht haben. Damals waren wir von La Spezia aus in Lucca. Bei Ansicht Deiner wunderschönen Fotos von den Cinque Terre war uns aber sofort klar, wenn wir noch einmal in diese Gegend kommen, müssen wir dahin!

    Auch wir haben nach 5 Fahrten auf den alten Schiffen in diesem Jahr zum ersten Mal einen Neubau betreten, die MS 3. Und die erschien uns schon recht groß. Wir waren uns danach einig, die MS 5 und 6, die ja noch größer sind, kommen für uns eher nicht infrage. Dein Reisebericht hat uns aber überzeugt, es doch mal zu versuchen. Insbesondere das Schmankerl und die dort angebotenen Köstlichkeiten würden uns schon sehr reizen.

    Danke, dass wir Dich begleiten durften!

    Viele Grüße

    Gaby und Peter

    Hallo Heike,

    ich wünsche euch viel Spaß bei dieser Tour. Wir haben diese 2014 mit der Arosa Bella gemacht, allerdings erst Mitte Dezember und waren sehr angetan. Bin schon gespannt auf Deinen Bericht. Bei uns geht es am 28.11. mit der Ariana von Phoenix ab Frankfurt los. Die Unterlagen sind auch schon da; ein Bericht folgt Anfang Dezember.

    Gibt es auf den Flusschiffen eigentlich auch eine Seenotrettungsübung in dem Sinne wie auf den Hochseeschiffen? Ich bin da noch etwas neu.

    Wir mussten auch schon mit angelegter Rettungsweste auf dem Sonnendeck antreten! Aber das ist wohl von Schiff zu Schiff unterschiedlich. Meist war es in der Tat nur ein Sicherheitsfilm.

    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Heike,

    wir machen beides gerne, Hochsee- und Flusskreuzfahrten. Deshalb interessiert uns Dein Reisebericht auf jeden Fall. Wir sind Ende November/Anfang Dezember auch auf dem Fluss unterwegs, allerdings auf dem Main und besuchen die Weihnachtsmärkte in Frankfurt, Aschaffenburg, Miltenberg und Würzburg. Darüber wollte ich auch einen kurzen Bericht schreiben.

    Viele Grüße

    Peter

    Montreal, Kanada und Rückreise (04.10.2018), erst Regen, später sonnig, 15 Grad

    Und schon war er da, der Tag der Abreise. Weil unser Flieger erst am Abend ging und wir nicht den ganzen Tag auf dem Schiff abhängen wollten, hatten wir einen Ausflug gebucht „Die Highlights von Montreal“ der am Flughafen enden sollte. Ansonsten wäre unser Transferbus zum Flughafen um 15.30 Uhr gestartet. Nach dem letzten Frühstück im Weite Welt Restaurant gingen wir noch kurz in die Kabine, um die letzten Siebensachen zusammenzusuchen, danach trafen wir uns in der AIDA Bar. Dort verbrachten wir die Zeit bis zum Beginn unseres Ausflugs um 11.00 Uhr. Petra und Christian gesellten sich zu uns; ihr Transferbus für den Flieger nach Düsseldorf sollte um 17.00 Uhr abfahren. Sie wollten auf eigene Faust noch einmal in die Stadt, allerdings regnete es im Moment. Um 10.30 Uhr machten wir uns dann langsam auf den Weg ins Terminal, um unsere Koffer dort ausfindig zu machen. Mit Petra und Christian verabredeten wir, dass wir uns im Flughafen noch einmal treffen wollten.

    Zwei Busse standen für diesen Ausflug bereit, mit denen auch das Gepäck der Passagiere befördert wurde. Noch einmal ein Blick zurück zur Diva und dann fädelte sich unser Bus in den Verkehr Montreals ein. Im Stop and Go ging es zunächst durch die Innenstadt, vorbei an einigen der Sehenswürdigkeiten, die wir von gestern schon kannten. Heute war nur eine einheimische Reiseleiterin an Bord, weil die AIDA Mitarbeiter an einem An- und Abreisetag sicherlich anderes zu tun haben als zu dolmetschen. Auf dem Weg zu unserem ersten Stopp wies die Reiseleiterin auch auf die Eingänge zur Unterstadt von Montreal hin. Diesen unterirdischen Ladenpassagen und weit verzweigten Fußgängertunneln konnten wir leider keinen Besuch abstatten.

    Dann machten wir Halt am Fuße des St. Josephs Oratorium. Diese römisch-katholische Basilika liegt südwestlich des Mont Royal und bildet den höchsten Punkt der Stadt. Es war jetzt zwar immer noch bedeckt, doch es regnete nicht mehr.

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    Nach dem Fotostopp stiegen wir wieder in den Bus und fuhren zur Basilika hoch, um sie von innen zu besichtigen. Gegründet wurde das Oratorium von Bruder André, geweiht dem heiligen Joseph. Es wird als Ort des Glaubens, des Gebetes, der Heilung und des Friedens beschrieben. Von der Terrasse der Basilika hat man einen schönen Blick auf Montreal.

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    Im Anschluss an die Besichtigung fuhren wir mit dem Bus zum Mont Royal, dem Namensgeber der Stadt. Dort hatten wir einen weiteren Fotostopp. Das anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1976 errichtete Olympiastadion konnte man in der Ferne erkennen.

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    Nachdem alle ihre Fotos geschossen hatten, fuhren wir mit dem Bus zum Flughafen Pierre Elliott Trudeau, den wir gegen 14.30 Uhr erreichten. Es dauerte etwas, bis der Bus eine Parkbucht anfahren konnte. Die Koffer wurden ausgeladen und wir waren uns selbst überlassen. Zunächst einmal bedeutete uns eine Flughafenmitarbeiterin, dass uns der Busfahrer wohl am falschen Eingang heraus gelassen hatte; die Abflüge nach Deutschland würden in einer anderen Halle abgefertigt. Dort angekommen suchten wir vergeblich nach einem Condor Schalter. Eine weitere Nachfrage bei einer netten Mitarbeiterin ergab, dass der Schalter erst um 16.00 Uhr öffnen werde. Wir stellten uns mit weiteren AIDA Gästen dort an. Kurze Zeit später erschien dann auch eine Dame von Condor und um 16.00 Uhr ging es los mit dem Einchecken. Nachdem wir auch die Sicherheitskontrolle hinter uns gebracht hatten, warteten wir im Abflugbereich auf den Beginn des Boarding. Petra und Christian hatten wir per SMS informiert, wo sie uns finden könnten und tatsächlich trafen sie kurze Zeit später ein und wir verabschiedeten uns herzlich. In der Heimat wollen wir auf jeden Fall in Kontakt bleiben.

    An Bord des Fliegers hatten wir die gleichen Vorderleute wie auf dem Hinflug. Also ging es wieder entsprechend eng zu. Als absolutes Novum erhielt der Flugkapitän, der uns übrigens mit „Sehr geehrte Flugzeuge“ begrüßte (lautes Gelächter), bereits vor dem Start Beifall, weil er nämlich verkündete, dass die Flugzeit wegen günstiger Winde nur 6 ½ Stunden betragen werde. Der Start erfolgte mit geringfügiger Verspätung; der Nachtflug verlief ohne besondere Vorkommnisse und um 08.15 Uhr am nächsten Morgen landeten wir in Frankfurt. Unser Zubringerbus wartete bereits auf uns. Nach einer Fahrt ohne größere Staus kamen wir gegen Mittag daheim an.


    Fazit

    Weil wir schon häufiger mit AIDA unterwegs waren und auch die Diva von unserer Orientkreuzfahrt 2015 schon kannten, wussten wir, was uns erwartete. Und unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht; einige Veränderungen sind uns aber doch aufgefallen. So waren die Speisen in den Buffetrestaurants früher abwechslungsreicher. Keine Frage, es hat geschmeckt, aber einiges wiederholte sich häufiger. Das Anstehen vor dem Markt Restaurant zu den beiden Öffnungszeiten nervt nach wie vor, wird sich aber sicherlich auch nicht ändern. Bei den Cocktails gab es keine Dekoration durch Ananasscheiben mehr; ob das auch Sparmaßnahmen waren oder den nordamerikanischen Vorschriften geschuldet, entzieht sich unserer Kenntnis. Schließlich dürfen in Nordamerika auch die Besteckständer nicht auf den Tischen stehen, was zur Folge hatte, dass wir in den ersten Tagen zwar mit gefülltem Teller vom Buffet zurückkehrten, aber ohne Besteck.

    Dem Personal der Diva sprechen wir ein großes Lob aus. In allen Bereichen wurden wir freundlich und zuvorkommend behandelt; insbesondere in der AIDA Bar und in den Restaurants waren viele nette Mitarbeiter anzutreffen, die uns z.B. auch bei der Platzsuche behilflich waren. Die hervorragenden Übersetzungskünste von Tanja habe ich ja schon erwähnt. Kapitän Falk Bleckert meldete sich jeden Morgen gegen 10.00 Uhr mit ausführlichen Informationen zum jeweiligen Tagesablauf. Nachmittags erfolgten Durchsagen zur Nautik von einem technischen Offizier.

    Und was war nun mit dem Indian Summer? Nun ja, viel haben wir von ihm nicht zu Gesicht bekommen; nur einige Bäume hatten sich schon verfärbt. Grund war nach Aussage der Kanadier der viel zu warme September. Es braucht wohl einige Frostnächte, damit die Farbenpracht sich entwickelt, die hatten sie aber bis zu unserer Tour noch nicht gehabt.

    Trotzdem wird uns diese Reise natürlich in sehr angenehmer Erinnerung bleiben. New York war schon ein Erlebnis; muss man sicherlich einmal gesehen haben, wird aber nie unsere Lieblingsstadt werden. Viel zu viel Trubel und Hektik; da waren uns die kleineren Städte lieber. Unsere persönlichen Highlights waren Portland, Halifax und Quebec. Um noch einmal auf New York zurück zu kommen, unsere kleine Truppe beim Stadtrundgang war da natürlich ein absoluter Volltreffer.

    Nach der Kreuzfahrt ist vor der Kreuzfahrt: Über den Jahreswechsel geht es ins Mittelmeer; Silvester werden wir in Lissabon erleben.

    Montreal, Kanada (03.10.2018), teilweise bewölkt, 16 Grad

    Die zweitgrößte französischsprachige Stadt der Welt nach Paris erreichten wir gegen 08.00 Uhr. Wir hatten hier den Ausflug „Spaziergang durch das alte Montreal“ gebucht, der um 09.00 Uhr starten sollte. So fanden wir uns nach dem Frühstück im Weite Welt Restaurant pünktlich vor dem Hafenterminal ein. Wieder waren es zwei oder drei Gruppen, die sich zum Spaziergang auf den Weg machten. Unsere Reiseleiterin hieß Miriam; als Übersetzerin begleitete uns wieder Tanja. Die hatte eigentlich schon Urlaub und würde heute Abend nach Deutschland zurück fliegen; sie war aber noch kurzfristig gefragt worden, ob sie bei einer Gruppe übersetzen könne. Und die Gute hatte sich überreden lassen. Was für ein Glück für uns!

    Zu Beginn des Ausfluges nieselte es noch etwas; das hörte dann aber bald auf. Unser erstes Ziel war das Pointe-à-Callière Museum, das zu einer faszinierenden Reise in die Anfangsjahre der Stadt einlädt. Zu dem Komplex gehört auch das Old Custom House, Montreals erstes Zollhaus. Heute beherbergt es den Souvenirladen des Museums.

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    Weiter ging es zum Place d`Armes, dem alten Exerzierplatz. Hier sind die Straßen eng und kopfsteingepflastert. Auf dem Platz befindet sich das Monument Maisonneuve, das an den Stadtgründer Paul Chomedey de Maisonneuve und seine Begleiter erinnert.

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    Dem Platz gegenüber erhebt sich die römisch-katholische Basilika Notre-Dame. Das neugotische Gebäude entstand von 1824 bis 1829 und ersetzte die frühere gleichnamige Pfarrkirche. Das Innere der Basilika besuchten wir natürlich ebenfalls. Schade, dass davon hier keine Bilder mehr gezeigt werden können; der Innenraum ist wirklich wunderschön.

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    Neben der Basilika findet man das Vieux Seminaire Saint-Sulpice. Das Seminar der Ordensgemeinschaft der Sulpizianer ist das älteste Gebäude der Stadt. Als Nächstes steuerten wir das World Trade Center an, ein Einkaufszentrum, Büro- und Hotelkomplex. Es wurde 1992 fertiggestellt und beherbergt in seinem Inneren sogar ein größeres Bruchstück der Berliner Mauer; ein Geschenk der Stadt Berlin zum 350. Gründungstag der kanadischen Metropole bzw. 160. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte. Sehenswert sind auch einige Brunnen sowie das gewaltige verglaste Atrium.

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    Nach Verlassen des World Trade Centers spazierten wir durch eine Einkaufsstraße Richtung Rathaus. Das Gebäude entstand zwischen 1872 bis 1878.

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    Auf der anderen Straßenseite liegt ein kleiner Park, der bereits ganz im Zeichen des nahenden Halloween stand.

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    Angrenzend befindet sich der Place Jacques Cartier. Dieser führt von der Rue Notre Dame mit beträchtlichem Gefälle hinunter zum Alten Hafen. Sein Namensgeber ist ein französischer Seefahrer. Der verkehrsberuhigte Platz wird gesäumt von zahlreichen Geschäften und Restaurants. In der Mitte des Platzes steht die Nelsonsäule, ein 19 Meter hohes Denkmal zu Ehren des britischen Admirals Horatio Nelson. Hier endete dieser informative Ausflug. Wer wollte, konnte noch in der Stadt verweilen; der Rest, zu denen auch wir gehörten, machte sich auf den Rückweg zur Diva.

    Nach einer kleinen Stärkung im Weite Welt Restaurant brachen Gaby und ich noch einmal auf, um den Old Port zu erkunden. Dies ist ein touristisch genutzter Teil der Hafenanlagen, der sich auf einer Länge von 2 km erstreckt. Der Alte Hafen umfasst ehemalige Pieranlagen, die durch eine Uferpromenade miteinander verbunden sind. Am Ende der Promenade bogen wir nach links ab und sahen die Kapelle Notre Dame de Bonsecours, eine der ältesten Kirchen Montreals.

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    Nicht weit davon entfernt, befindet sich der Marché Bonsecours, eine alte Markthalle, die heute verschiedene Boutiquen für Kunst, Design und Handwerk beheimatet. Cafes, Restaurants und Bankettsäle runden das Angebot ab. Hier sahen wir uns auch im Inneren um.

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    Danach machten wir uns auf den Rückweg zur Diva. Bevor wir diese erreichten, mussten wir noch eine ganze Zeit warten; zwischen uns und der Diva befand sich nämlich eine Bahnstrecke, auf der gerade ein ellenlanger Güterzug unterwegs war, der zwischendurch auch noch mehrmals stoppte. Endlich war auch dieses Hindernis vorbei gerattert.

    Zurück an Bord machten wir uns ans Koffer packen; schließlich ging diese Reise morgen zu Ende. Noch einmal unseren Lieblingscocktail (Mai Tai) schlürfen und dann war es auch schon Zeit zum letzten Abendessen. Wir trafen uns alle um 20.00 Uhr vor dem Markt Restaurant und steuerten unseren reservierten Tisch an. Heute Abend lautete das Motto in allen Restaurants natürlich „Farewell“. Weil wir beide uns nichts aus Hummer machen, ließen wir den links liegen. Die anderen Angebote dieses Abschiedsdinners waren, zumindest aus unserer Sicht, auch nicht so der Brüller. Dadurch ließen wir uns die gute Laune aber nicht verderben; wir saßen lange zusammen und blickten noch einmal auf die vergangenen Tage zurück. Das setzten wir später in der AIDA Bar fort. Die Verabschiedung auf dem Pooldeck entging uns damit. Um kurz nach 23.00 Uhr ging es in die Koje. Die beiden Koffer stellten wir vor die Kabine und damit begann die letzte Nacht an Bord der Diva.

    2. Seetag (30.09.2018), teilweise bewölkt. 15 Grad

    Nach dem Frühstück im Weite Welt Restaurant machten wir es uns auf unserem Balkon bequem. In eine Decke gehüllt, ließ es sich hier in der Sonne durchaus aushalten. Um 11.15 Uhr hörten wir uns im Theatrium einen interessanten Vortrag des Lektors, Gerrit Aust, „Das französische Kanada“ an. Über MyAIDA hatten wir jeweils eine Rückenmassage für den heutigen Tag gebucht (St. Barth Harmony Short). Gaby hatte ihren Termin allerdings bereits vorgestern abgesagt, weil sie starke Schmerzen im linken Arm hatte. Sie hatte deswegen sogar die Bordärztin aufgesucht und eine Spritze sowie Schmerztabletten bekommen. Ich nahm meinen Termin wahr und war mit der Massage sehr zufrieden. Später gab es dann Kaffee und Kuchen und die Ansichtskarten wurden geschrieben. Zur zweiten Genießerzeit fanden wir uns im Marktrestaurant mit dem Thema „Weltreise“ ein.

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    3. Seetag (01.10.2018), leicht bewölkt, 14 Grad

    Der Seetag begann mit dem Frühstück im Weite Welt Restaurant. Von Seetag konnte man ja eigentlich nur noch bedingt sprechen, denn im Laufe des Tages würden wir in den St. Lorenz Strom einbiegen und damit eigentlich auf einem Fluss unterwegs sein. Davon war aber zunächst noch nichts zu sehen, weil der Strom gerade im Mündungsbereich und auch noch danach sehr breit ist. Wir reservierten im Markt Restaurant für den letzten Abend einen Tisch für 6 Personen. Eine begrenzte Anzahl von Tischen steht dafür zur Verfügung. Voraussetzung ist der Kauf einer Flasche Wein zum Preis von 24,90 €. Auch heute gab es wieder Kaffee und Kuchen; außerdem gab ich die Ansichtskarten an der Rezeption ab und wir lösten unsere Cocktail-Gutscheine in der Diva Bar ein. Alle Karten sind übrigens angekommen. Abends gingen Andrea und Birgit zur Show „Musical Dreams“. Danach trafen wir uns im Weite Welt Restaurant, wo heute das Motto „Griechenland“ lautete. U.a. gab es Rentierfleisch am Buffet. Von Rentieren in Griechenland war uns bis dahin nichts bekannt. An der AIDA Bar trafen wir später auf Petra und Christian. In der Nacht wurden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt.


    Quebec, Kanada (02.10.2018), teilweise bewölkt, 13 Grad

    In Quebec (in der Indianersprache: da, wo sich der Fluss verengt), wo die Diva von 08.00 bis 18.00 Uhr lag, hatten wir gleich zwei Ausflüge gebucht. Andrea und Birgit stornierten den Ausflug am Vormittag allerdings zwei Tage vorher, weil lt. Wettervorhersage wieder Regen angesagt war. Gaby und ich ließen uns davon aber nicht beirren. Nach dem Frühstück im Weite Welt Restaurant fanden wir uns um kurz vor 09.00 Uhr im Hafenterminal zum Ausflug „Stadtrundgang durch Quebey City“ ein. Es waren wieder mehrere Gruppen unterwegs. Dieses Mal hatten wir keinen Übersetzer dabei, so dass wir den Ausführungen der Reiseleiterin in englisch folgen mussten. Wir haben zwar nicht alles verstanden, das Meiste aber schon.

    Vom Hafen aus führte uns die Reiseleiterin zunächst zum Musèe de la Civilisation; hier hat die Besiedlung Quebecs ihren Anfang genommen. Nächstes Ziel war das nahegelegene Viertel Petit Champlain. In den engen kopfsteingepflasterten Gassen befinden sich viele Geschäfte und Restaurants. Sehr malerisch! Am Place Royal ließ der Gründer von Quebec, Samuel de Champlain, 1608 einen befestigten Posten errichten. Der Platz wurde 1686 durch eine Statue des Sonnenkönigs Ludwigs XIV geschmückt und daher Place Royal genannt. An seiner Südseite steht die Kirche Notre Dame des Victoires, die älteste Steinkirche Nordamerikas.

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    Nun ging es mit der Funiculaire, einer Standseilbahn in die Oberstadt Quebecs. Dort oben befindet sich die Terrasse Dufferin, eine mehr als 600 m lange Promenade am Rande der Klippen mit einer schönen Aussicht auf die Unterstadt und den St. Lorenz Strom. Das burgähnliche Chateau Frontenac, ein Luxushotel mit Zinnen, Giebeln und Türmchen, ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Es grenzt direkt an die Terrasse Dufferin.

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    Der weitere Weg durch die Oberstadt führte uns zum Ursulinenkloster, das 1639 gegründet, die älteste Institution des Lernens für Frauen in Nordamerika war. Heute ist das Kloster ein historisches Museum und Lehrzentrum (Kindergarten, Schule).

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    Nach der Außenbesichtigung der anglikanischen Kathedrale legten wir am Rathaus eine Kaffepause ein. Es war zwar trocken, allerdings wehte ein starker, kühler Wind.

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    Danach folgte ein Besuch der Basilika Notre Dame. Sie ist Sitz des römisch-katholischen Erzbistums Quebec. Mit dem Besuch der Basilika ging unser Stadtrundgang seinem Ende entgegen. Unsere Reiseleiterin führte uns zurück zur Diva; einige Ausflugsteilnehmer blieben in der Stadt. Wir mussten aber mit zurück gehen, weil um 13.30 Uhr schon der nächste Ausflug startete „Höhepunkte und Montmorency“. An Bord gönnten wir uns einen Latte Macchiato zum Aufwärmen. Mit uns in Quebec befand sich übrigens die Seaborn Quest.

    Beim Nachmittagsausflug waren Andrea und Birgit auch wieder dabei. Jetzt befand sich wieder ein AIDA Scout zum Übersetzen im Bus, erfreulicherweise die uns schon bekannte Tanja, die auch heute wieder einen tadellosen Job machte. Wir fuhren zunächst zu einem Aussichtspunkt in der Nähe der Zitadelle, eine der größten Festungen des Kontinents. Nach einem Fotostopp ging es weiter zur uns schon bekannten Terrasse Dufferin. Hier hatten wir einen längeren Aufenthalt, den wir dazu nutzten, die am Vormittag ausgelassenen Gassen zu durchstreifen.

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    Letztes Ziel war der Montmorency Wasserfall rund 13 km nordöstlich von Quebec gegenüber der Südwestspitze der Ile d´Orléans. Zwar ist der Montmorency sicherlich nicht so spektakulär wie die Niagara Fälle, seine Fallhöhe ist mit 83 m aber 30 m höher. Hier legten wir eine längere Pause ein, die aber nicht ausreichte, um mit der Seilbahn die Spitze des Wasserfalls zu erreichen und die Hängebrücke, die über den Kamm führt, zu begehen. Ob wir uns das getraut hätten, ist die andere Frage. An einigen Bäumen zeigte sich hier auch ein erster Schimmer vom Indian Summer. Vom Wasserfall aus fuhren wir dann zurück zum Schiff.

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    Weil sich jetzt der Hunger meldete, gingen wir heute zur ersten Genießerzeit ins Markt Restaurant mit dem Thema „Alpen“. Den weiteren Abend verbrachten wir in der Diva Bar, weil die AIDA Bar im Zeichen des Alpenglühens stand und das war noch nie unser Ding. So konnten wir als Nebeneffekt auch noch den Songs der Show „Rock in Concert“ im Theatrium lauschen. Petra und Christian stießen später noch zu uns.