Heute
fiel das Frühstück etwas weniger üppig aus, wir wollten
schließlich die Einfahrt in den Panama-Kanal nicht verpassen. So
fand auch die heutige Frühstücksempfehlung „Bananen Crepes“
keine Beachtung.
Nach
Verlassen unseres Liegeplatzes kam bald die Puente de las Americas in
Sicht, die wir unterquerten.
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Die
erste Schleuse auf unserem ca. 83 km langen Weg zum Atlantik, die
Miraflores-Schleuse erreichten wir gegen 09.30 Uhr. Weil die Amadea
den alten Teil des Kanals nutzte, kamen in den Schleusen die
beidseitig angebrachten Zahnradbahnen zum Einsatz. Je nach Größe
des Schiffes schleppen vier bis acht Zahnradlokomotiven, auch Mulis
genannt, die Schiffe durch die Schleusen und stabilisieren sie gegen
die Strömungen in der Schleusenkammer beim Wasserein- und auslass. .
In der Miraflores-Schleuse werden die Schiffe in zwei Schritten um
16,5 m angehoben.
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Die
Amadea befand sich jetzt auf dem 1,5 km langen Miraflores-See. Von
dort konnten wir ein Container-Schiff sehen, dass sich auf dem 2016
eröffneten neuen Abschnitt des Kanals befand.
Nach
dem Überqueren des Sees gelangten wir zur nächsten Schleuse, der
Pedro-Miguel-Schleuse. Hier wurde die Amadea um weitere 9,5 m
angehoben.
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Wir
fuhren nun in den Culebra Cut, ein künstliches Tal, das die
Wasserscheide in Panama durchschneidet. Dort passierten wir die
Puente Centenario, eine 184 m hohe Schrägseilbrücke als Teil der
sechsspurigen Panamericana.
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Während
der gesamten Fahrt durch den Panama-Kanal gab es Informationen für die Passagiere über die Außenlautsprecher (wenn gewünscht, auch in
der Kabine über den Info-Kanal des Fernsehens). So erfuhren wir
z.B., dass die Amadea für die Passage 120.000 $ zahlt; für ein
großes Container-Schiff werden 1,5 Mio. $ fällig.
Die
Fülle an Informationen in Verbindung mit der exotischen Landschaft
zu beiden Seiten, von woher zuweilen merkwürdige Tierlaute zu hören
waren, machten uns irgendwie hungrig. Auch da hatte Phoenix
vorgesorgt; von 12.30 bis 14.00 Uhr wurde am Pool gegrillt. Wir
ließen uns eine Bratwurst und ein Steak mit Krautsalat schmecken.
Weil wir aber nur noch einen Platz in der Sonne erwischt hatten,
flüchteten wir schnell wieder in den Schatten. Es waren heute
bestimmt weit über 30 Grad.
Schließlich
erreichten wir den Gatun-See (425 qkm), der durch den Bau eines
riesigen Staudamms im Norden entstanden ist. Der See liefert das für
den Betrieb der Schleusen notwendige Wasser. Nach der Überquerung
des Sees kamen wir zur letzten Schleuse, der Gatun-Schleuse, in der
die Amadea um 29 m auf Meereshöhe abgesenkt wurde. Die
Gatun-Schleuse besteht aus drei direkt aufeinander folgenden
Schleusenkammern.
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Mit
dem Verlassen des Panama-Kanals wurde es Zeit für das Abendessen. In
meinen Notizen findet sich dazu nur das Stichwort: Fisch.
In
der Atlantik-Lounge hatte Christian Meringolo um 21.15 Uhr seinen
zweiten Auftritt. Diesmal präsentierte er, unterstützt von der
Amadea-Showband, italienische Klassiker ab den 50ern unter dem Motto:
Notte Italiano. Wieder gab es viel Beifall.
Nach
der Show wollten wir noch zu einem Absacker in die Vista-Lounge. Dort
trafen wir auf ein Ehepaar, mit dem wir schon ein paar Mal nette
Gespräche geführt hatten. Weil der Seegang mittlerweile stark
zugenommen hatte, verabschiedeten sich die beiden Damen schnell in
die Koje, während die Männer es doch tatsächlich bis 0.30 Uhr
ausgehalten haben.
„Oh
wie schön ist Panama“ heißt es schon in dem Kinderbuch-Klassiker
von Janosch. Darin machen sich zwei Freunde (Bär und Tiger) auf den
Weg nach Panama, das sie jedoch nie erreichen; vielmehr landen sie am
Ende wieder an ihrem alten Zuhause.
Ganz
so erging es uns zwar nicht; wir waren Panama sogar quasi zum Greifen
nahe, durften aber nicht an Land.
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Gegen
Mittag hatte die Amadea ihre Position vor dem pazifischen Hafen des
Panama-Kanals, Balboa, erreicht. Bald darauf wurde mit dem Bunkern
von Treibstoff begonnen. Dieser Vorgang zog sich über viele Stunden
hin. Später konnten wir beobachten, dass über ein weiteres Schiff,
das einige Schwierigkeiten hatte, längsseits zu gehen, Müll
abgegeben wurde. Von einer Aufnahme von Proviant haben wir nichts
mitbekommen. Das soll aber auch nach Aussage des Kreuzfahrtdirektors
erst in der Nacht bis 03.00 Uhr passiert sein.
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Wir
verbrachten den Tag größtenteils auf unserem Balkon und bei einigen
Runden über das Promenadendeck. Die mittags am Pool angebotenen
Spaghetti Aglio & Olio verschmähten wir der Linie wegen. Zwei
kleine Stückchen Kuchen mussten am Nachmittag aber doch sein. Abends
gab es Frikadellen mit Kartoffelpüree, ein erstes Zeichen für die
knapper werdende Verpflegung? Interessant auch, dass ab heute im
Tagesprogramm nicht mehr aufgeführt wurde, welche Köstlichkeiten es
zum Late Night Snack gibt. Man musste jetzt erst einmal zum
Asuka-Zeichen gehen, um die angebotenen Speisen in Augenschein zu
nehmen.
Natürlich
mussten auch die Gäste, die schon Flüge ab Costa Rica gebucht
hatten, nun bis Bremerhaven an Bord bleiben, ebenso die
Traumschiff-Crew. Andererseits konnten Florian Silbereisen und Harald
Schmidt, die erst in Panama zusteigen sollten, nicht an Bord. Wie wir
hörten, ist das Drehbuch daraufhin umgeschrieben worden, damit die
Dreharbeiten beendet werden konnten.
Der
heutige Tag begann wieder mit einem besonderen Angebot zum Frühstück;
es gab ein Latino Omelett. Was sich dahinter verbarg, kann ich leider
nicht sagen; wie haben es nicht probiert.
Mittags
wurden wieder einmal die Uhren um eine Stunde vorgestellt; der
Zeitunterschied zu Mitteleuropa betrug jetzt noch sechs Stunden.
Im
Laufe des Vormittags wurde uns ein Schreiben der Reiseleitung auf die
Kabine gebracht. Demnach erhielt jede Kabine wegen der besonderen
Umstände eine Freischaltung für das Internet. Ich meine, es wären
150 MB Datenvolumen gewesen. Auch eine nette Geste von Phoenix.
Am
Nachmittag gab es neben gebackener Milch mit verschiedenen Sorten Eis
am Pool leider auch weitere schlechte Nachrichten. Der
Kreuzfahrtdirektor informierte darüber, dass Costa Rica seine Häfen
auch geschlossen hat, so dass es jetzt auf direktem Weg nach
Bremerhaven gehen wird. Ankunft voraussichtlich am 01.04. Morgen wird
die Amadea vor Panama auf Reede liegen und dann Treibstoff und einen
Teil der bestellten Verpflegung aufnehmen. Der Proviant solle lt.
Steffen Spiegel reichen; Einschränkungen seien aber möglich.
Allen
Widrigkeiten zum Trotz fand heute der zweite Galaabend der Reise
statt. In den Foyers vor den beiden Restaurants wurde zum
Sekt-Empfang geladen; danach ließen wir uns ein Maredo Steak
schmecken.
Während
es in der Atlantik-Lounge später einen Jazz-Abend gab, präsentierte
Manuel Jadue in der Vista-Lounge passenderweise Chansons unter dem
Motto „Davon geht die Welt nicht unter“.
San Juan del Sur,
Nicaragua (15.03., 08.00 – 18.00 Uhr), sonnig und windig, 31 Grad
Das
Fischerdörfchen mit etwa 8.000 Einwohnern liegt in einer
hufeisenförmigen Bucht nahe der Grenze zu Costa Rica. Dank seiner
schönen Strände hat es sich zu einem quirligen Ferienort
entwickelt.
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Bereits
im vorangegangenen Reiseabschnitt, auf dem Weg von Südamerika nach
San Francisco, war hier ein Landgang vorgesehen. Wegen des
Wellenganges war ein Tendern aber zu gefährlich, so dass die Amadea
weiter fahren musste. Auch heute war ein merkbarer Wellengang zu
verzeichnen, so dass der Zugang zu den Tenderbooten mehrfach für
einige Minuten unterbrochen werden musste. Schließlich kamen wir
aber unbeschadet an Land und unserem Ausflug nach Granada stand
nichts mehr im Wege. Auf dem Weg zu den Ausflugsbussen empfing uns
wieder eine Folkloregruppe.
Um
kurz nach 09.00 Uhr verließen wir den Hafen und machten uns auf den
Weg ins knapp 100 km entfernte Granada. Einen ersten Fotostopp legten
wir am Ufer des Nicaraguasees ein, mit Blick auf die Vulkane
Concepcion und Maderas. Der Nicaraguasee ist mit über 8.000 qkm der
drittgrößte See Lateinamerikas.
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Weiter
ging es nach Granada. Die drittgrößte Stadt Nicaraguas (129.000
Einwohner) liegt nördlich des Nicaraguasees am Fuß des Vulkans
Mombacho. Sie wurde 1524 vom spanischen Eroberer Francisco Hernandez
de Cordoba gegründet.
Am
großzügig angelegten Parque Central stiegen wir aus. Lt.
Reiseführer soll es sich um den schönsten Hauptplatz Nicaraguas
handeln. Die Ostseite des Platzes dominiert die klassizistische
Catedral de Granada. Weil dort gerade ein Gottesdienst stattfand,
verschoben wir die Innenbesichtigung auf später.
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Nachdem
wir die Kathedrale auch von innen besichtigt hatten, führte uns
unser Guide zu einem Gebäude der Stiftung Casa de los tres Mundos
(Haus der drei Welten), ein Kultur- und Entwicklungsprojekt, das von
Ernesto Cardenal und dem Schauspieler Dietmar Schönherr gegründet
wurde. Dietmar Schönherr hat sich zeit seines Lebens sehr in
Nicaragua engagiert. In der Anlage befinden sich eine integrierte
Kunst- und Musikschule, ein Veranstaltungszentrum und ein
Seminargebäude. Als Würdigung des Engagements Schönherrs wurde
anlässlich seines 80. Geburtstages der Innenhof mit einem Mosaik
seines Porträts ausgestattet. Mit bloßem Auge lässt sich das
Porträt schwer bis gar nicht erkennen; auf dem Foto hingegen sieht
man es gut.
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Als
wir das Gebäude verließen, wartete eine weitere Folkloregruppe auf
uns, die einige Tänze vorführte. Auf dem Rückweg zum Bus kamen wir
am Kulturzentrum des Klosters San Francisco vorbei. Es beherbergt
heute ein Museum.
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Auf
der Rückfahrt gab es noch einen außerplanmäßigen Stopp, weil in
den Bäumen neben der Straße mehrere Brüllaffen zu bewundern und zu
hören waren.
Bei
der Fahrt mit dem Tenderboot zur Amadea konnte ich noch ein Foto von
der oberhalb der Bucht stehenden Christus-Statue schießen. Dass dies
unser letzter Landgang für längere Zeit gewesen war und wir festen
Boden erst wieder in Bremerhaven betreten würden, wussten wir zu
diesem Zeitpunkt noch nicht.
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Zurück
an Bord dann die nächste schlechte Nachricht: Die Dominikanische
Republik ist auch dicht. Immerhin wurden wenigstens die Ausflüge für
Costa Rica angeboten.
Zum
Abendessen wählte Gaby einen Nordmeer-Schellfisch im Safran-Weinteig
und ich einen Spanferkel-Rollbraten.
Später
ging es zum Abendlektorat; Dr. Pelka informierte die zahlreichen
Zuhörer über die Geschichte des Panama-Kanals.
Corinto, Nicaragua
(14.03.; 10.30 – 19.00 Uhr), sonnig, 35 Grad
Corinto
ist eine Hafenstadt mit 22.000 Einwohnern an der nordwestlichen
Pazifikküste Nicaraguas. Der Ort wurde 1863 gegründet und nach dem
griechischen Korinth benannt. Das Zentrums Corintos ist lt.
Landgangsinformationen überschaubar und ohne besondere Highlights;
es bietet lediglich einen Einblick in das lokale Leben, das aber
deutlich einfacher ist als in Europa.
Nächstgrößere
Stadt ist das ca. 70 km entfernte Leon, mit rd. 160.000 Einwohnern
zweitgrößte Stadt des Landes nach der Hauptstadt Managua. Wegen der
dort befindlichen Kathedrale und zahlreichen Bauten aus der
Kolonialzeit führten fast alle von Phoenix angebotenen Ausflüge
nach Leon, mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Hauptgesprächsthema
beim Frühstück waren natürlich die Informationen, die wir gestern
zum weiteren Ablauf der Kreuzfahrt erhalten hatten. So hieß es, dass
einige Gäste schon Flüge ab Costa Rica gebucht hätten, obwohl
davon gestern noch abgeraten worden war. Auch ein Teil der
Traumschiff-Crew wollte wohl von dort heimwärts fliegen. Ziemlich
frustriert waren die Gäste, die auch den nachfolgenden
Reiseabschnitt mit gebucht hatten; von den Weltreisenden und denen,
die in Miami an Bord kommen wollten, ganz zu schweigen. Insgesamt
herrschte aber großes Verständnis für die von Phoenix getroffenen
Maßnahmen. Wegen der immer beunruhigenderen Nachrichten aus der
Heimat meinten viele, dass wir auf der Amadea immer noch am besten
aufgehoben seien.
Weil
auch meine Medikamente nicht ausreichen würden, gab ich den
ausgefüllten Vordruck im Bordhospital ab; die Mitarbeiter am Phoenix
Schalter erhielten unseren Ausflugswunsch für San Juan del Sur.
Der
Empfang in Corinto unterschied sich deutlich von dem gestern in
Guatemala. An der Pier standen Musiker und eine Folkloregruppe, die
mit Musik und Tanz begannen, sobald die Amadea festgemacht hatte. Die
ersten Passagiere, die das Schiff verließen, bekamen eine Tüte,
vermutlich mit Souvenirs, überreicht.
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Wir
hatten uns für den Ausflug „Leon mit Kathedrale“ entschieden,
der um 13.00 Uhr startete. Nach gut einstündiger Fahrt hatten wir
die 1524 von den spanischen Conquistadores gegründete Stadt erreicht.
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Bis
1858 war Leon die Hauptstadt Nicaraguas. Sie ist ein Zentrum des
Erdnuss- und Zuckeranbaus.
Unser
erstes Ziel war natürlich die Kathedrale La Asuncion, die zwischen
1747 und 1860 erbaut wurde und als größte und älteste Kathedrale
Mittelamerikas gilt. Seit 2011 zählt sie zum Weltkulturerbe. Wir
besichtigten sie selbstverständlich auch von innen und waren
beeindruckt. Bilder kann ich hier ja leider nicht zeigen.
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Dann
stiegen wir der Kathedrale aufs Dach; das ist nämlich begehbar und
bietet eine tolle Aussicht auf die Stadt und die umliegende
Bergkette. Ein Teil des Daches darf nur ohne Schuhe betreten werden.
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Viel
Zeit blieb uns danach nicht mehr. Wir schlenderten über den vor der
Kathedrale gelegenen Parque Central und fotografierten den
wunderschönen Eingang einer Schule. Dann wurde es Zeit, den Bus
wieder zu besteigen, der uns zurück zur Amadea brachte.
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Zum
Abendessen griff ich mal wieder auf das „Deftig und Lecker“
Angebot zurück; es gab schwäbische Käsespätzle mit Röstzwiebeln
und Salat; Gaby entschied sich für Hähnchenbruststreifen.
Puerto Quetzal,
Guatemala (13.03.; 06.00 – 19.00 Uhr), sonnig, 31 Grad
Quetzal
heißt der farbenprächtige Wappenvogel Guatemalas, nach ihm ist der
an der Pazifikküste gelegene Hafen benannt. Dieser hat sich in den
letzten 20 Jahren zu Guatemalas wichtigstem und größten
Pazifikhafen entwickelt. Er dient sowohl dem Frachtverkehr als auch
dem Kreuzfahrttourismus, ist aber dennoch ein reiner Industriehafen
und damit, wie auch die umgebende Region nicht wirklich attraktiv.
Aus diesem Grund hatte Phoenix hier drei Ganztagesausflüge
angeboten, von denen wir natürlich auch einen gebucht hatten.
In
Puerto Quetzal waren wir zum ersten und auch letzten Mal auf dieser
Reise nicht allein; ein Schiff von Carnival Cruises lag ebenfalls im
Hafen. Den Namen konnte ich leider nicht erkennen.
Weil
alle Ausflüge vor 08.00 Uhr starteten, herrschte im Vier
Jahreszeiten etwas Andrang beim Frühstück; es hatte auch schon seit
06.30 Uhr geöffnet; das Amadea Restaurant folgte um 07.00 Uhr.
Als
wir zum Frühstück gingen und die Behördenvertreter sahen, die
gerade an Bord kamen, fühlten wir uns im ersten Moment an den Film
„Outbreak“ von Wolfgang Petersen erinnert. Sie steckten nämlich
in ähnlichen Ganzkörper-Schutzanzügen, wie die Darsteller in
diesem Film. Jetzt waren wir endgültig in der Corona-Wirklichkeit
angekommen.
Auf
dem Weg zu den Ausflugsbussen wurde an der Gangway die Temperatur
jedes Passagiers gemessen; Fahrer und Reiseleiter trugen
Atemschutzmasken.
Wir
hatten uns für einen Ausflug nach Antigua entschieden. Diese etwa
35.000 Einwohner zählende Kleinstadt im zentralen Hochland
Guatemalas war von 1543 bis 1773 Hauptstadt der spanischen Kolonien
in Zentralamerika. Die für ihre barocke Kolonialarchitektur bekannte
Stadt gehört seit 1979 zum Weltkulturerbe.
Weil
wir hinter Puerto Quetzal in einige Staus gerieten, brauchten wir
etwa zwei Stunden, bis wir Antigua erreicht hatten. Auf der Fahrt
bekamen wir einige Informationen zu Land und Leuten. Heute übersetzte
eine Reiseleiter-Praktikantin; sie machte das nicht so flüssig wie
ihre routinierteren Kolleginnen und Kollegen. Vielleicht hätte man
ihr nicht gleich allein einen 10 Stunden-Ausflug aufbürden sollen.
Während unseres mehrstündigen Rundgangs in Antigua achtete sie auch
nicht unbedingt darauf, dass die Gruppe zusammen blieb. Trotzdem hat
sie alle Passagiere auch wieder mit zurück zur Amadea gebracht.
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Erster
Stopp in Antigua war an einem größeren, sehr gepflegten
Hotelkomplex für eine Toilettenpause. Hier würden wir später auch
das inkludierte Mittagsessen einnehmen. Und freies W-LAN gab es hier
auch.
Danach
wurden wir, aufgeteilt auf mehrere Kleinbusse, in die Altstadt von
Antigua chauffiert. Die kopfsteingepflasterten Gassen waren für die
großen Busse zu schmal.
An
der Iglesia de la Merced verließen wir die Busse und schauten uns
die 1767 eröffnete Kirche an. Das Kreuz aus Stein am Atrium und die
Räume hinter dem Hauptaltar sind die ältesten Bauwerke in la
Merced; sie stammen aus dem 17. Jahrhundert. Die riesige Fläche des
Kreuzgangs ist umgeben von teilweise rekonstruierten Arkaden. In der
Mitte befindet sich eine gewaltige Brunnenanlage. Wir erklommen
einige Stufen zur nächsten Etage; von dort hatte man einen schönen
Blick auf die Vulkane Agua, Fuego und Acatenango.
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Nächstes
Ziel war der Arco de Santa Catalina; er wurde im 17. Jahrhundert
erbaut, um den Nonnen des damaligen Klosters zu ermöglichen,
ungesehen in den anderen Teil des Klosters zu gelangen. Der Uhrturm
ist aus dem 19. Jahrhundert.
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Nach
einem kurzen Aufenthalt in einem Geschäft mit Jade-Artikeln, die man
natürlich auch käuflich erwerben konnte, führte uns unser Guide
zum Parque Central oder auch Plaza Mayor. Der von Arkaden gesäumte
Park ist rund um den Fuente de las Sirenas (Sirenenbrunnen) aus dem
18. Jahrhundert angelegt. Er war einst Schauplatz von Stierkämpfen,
Hinrichtungen und Auspeitschungen.
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Einige
sehenswerte Gebäude befinden sich an den Rändern des Platzes, so
z.B. der Palacio de los Capitanes und die Catedral de San Jose. Die
Kathedrale entstand 1699 auf den Ruinen der ersten Stadtkirche, von
der zwei Kapellen übrig blieben. Bei einem schweren Erdbeben im Jahr
1773 stürzten fast alle Gewölbe der Kirche ein. Weil der spanische
König die Verlegung der Stadt beschlossen hatte, wurde der Bau
aufgegeben und nur zu einem kleinen Teil als Pfarrkirche
wiederhergestellt. Die Ruinen der alten Kathedrale befinden sich
hinter dem heutigen Gebäude.
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Nach
soviel Geschichte und Kultur wurde es Zeit, sich zu stärken. Wir
spazierten daher zurück zu dem uns schon bekannten Hotel, wo uns ein
sehr schmackhaftes Mittagessen vom Buffet erwartete. Es gab u.a.
Steaks, Geflügel, Bohnen, Brot Guacamole und vieles mehr. Ein
Getränk zum Essen war frei; wir entschieden uns für ein
einheimisches Bier. Ein Dessert und Kaffee rundeten das Ganze ab.
Nach
dem Essen stand noch der Besuch auf einem lokalen Handwerkermarkt an.
Also ging es wieder per Pedes zurück in die Altstadt, wo wir dann
etwas viel Zeit zur freien Verfügung hatten. Immerhin haben wir dort
Ansichtskarten für die Lieben daheim gekauft, die dann aber erst in
Deutschland zur Post gegeben werden konnten, weil in Nicaragua dazu
keine Möglichkeit bestand (Wochenende).
Ein
letztes Mal gingen wir entlang der viel befahrenen Straße zurück
zum Hotel (dort standen die Busse zur Rückfahrt bereit) und wir
machten uns auf den Heimweg. Vor dem Hafen mussten alle Gäste die
Busse verlassen und einen Kontrollposten durchlaufen ( hier wurden
Taschen und Rucksäcke kontrolliert); dann stiegen wir wieder in die
Busse und hatten bald darauf endlich die Amadea erreicht.
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Dieser
Ausflug hat uns sehr gut gefallen; es gab viel zu sehen und zu hören,
auch wenn die Fülle der Informationen nicht vollständig aufgenommen
werden konnte. Von anderen Gästen erfuhren wir später, dass der mit
einem Inlandsflug verbundene Ausflug zur Maya-Stadt Tikal ebenfalls
vollste Zustimmung gefunden hatte, während der dritte Ausflug zum
Atitlan-See zumindest nach Meinung unserer Tischnachbarn sie nicht
zufrieden gestellt hatte.
Heute
Abend wurde bereits zum zweiten Mal auf der Reise „nicht gegrillt,
sondern gebeeft.“ Bei 800 Grad Celsius wurden auf Deck 8 im
Außenbereich Steaks in Minutenschnelle gebeeft. Weil dieses Event im
weiteren Verlauf der Kreuzfahrt noch mehrmals wiederholt werden
sollte, verzichteten wir heute darauf und ließen uns stattdessen
einen Brotzeitteller bzw. chilenischen Fjordlachs schmecken.
Bei
unserer Rückkehr hatten wir schon erfahren, dass Kapitän und
Kreuzfahrtdirektor um 20.45 Uhr in der Atlantik-Lounge Informationen
zum weiteren Ablauf der Reise geben würden. Das konnte an einem
Freitag, dem 13. ja nichts Gutes bedeuten.
Und
so war es dann auch. Wir erfuhren, dass alle weiteren vorgesehenen
Häfen, bis auf Nicaragua dicht sind. Auch die Wiedereinreise in die
USA sei nicht möglich. Gemeinsam mit der Phoenix-Zentrale in Bonn
und der Reederei habe man daher entschieden, dass wir nach der Fahrt
durch den Panama-Kanal Puerto Limon in Costa Rica anlaufen. Dort
würden auch noch Ausflüge organisiert. Danach geht es in die
Dominikanische Republik, wo Treibstoff und Verpflegung gebunkert
werden sollen um dann in voraussichtlich 11 Tagen den Atlantik
Richtung Bremerhaven zu überqueren. Obwohl man Verständnis dafür
habe, dass einige Gäste sicherlich früher von Bord möchten, würde
man dringend davon abraten, Flüge ab Costa Rica zu buchen; zum
einen, weil auch dieser Hafen noch nicht endgültig sicher sei, zum
anderen, weil sich bei den Flügen auch jederzeit Änderungen ergeben
könnten.
Der
ebenfalls anwesende Bordarzt machte dann darauf aufmerksam, dass wir
ja jetzt einige Tage länger unterwegs sein würden als geplant und
bei einigen Passagieren möglicherweise die mitgebrachten
Arzneimittel, auf die sie angewiesen seien, nicht ausreichen werden.
Jeder Passagier erhalte daher morgen im Laufe des Tages einen
Vordruck, in der er die von ihm benötigten Medikamente eintragen
solle, vorsichtshalber berechnet bis zum 05.04. Man werde sich
bemühen, diese dann in Panama zu besorgen und sei auch
zuversichtlich, dass das klappen werde. Ich fand es schon
bemerkenswert, dass man auch daran gedacht hatte. Wäre mir zunächst
erst mal nicht in den Sinn gekommen.
Von
diesen Hiobsbotschaften mussten wir uns erst einmal bei einem Drink
erholen.
Dem
vierseitigen Nachrichtenüberblick, der jeden Morgen vor der Kabine
steckte und der ARD-Tagesschau, die auf Kanal 11 im Fernsehen als
Endlosschleife lief, konnten wir heute entnehmen, dass in der Heimat
erste Schutzmaßnahmen gegen das Virus empfohlen worden waren, so
z.B. die Absage von Großveranstaltungen mit mehr als 1.000
erwarteten Teilnehmern.
Dazu
passte dann, dass Kreuzfahrtdirektor Steffen Spiegel in seiner
morgendlichen Ansprache darüber informierte, dass Deutschland von
einigen Ländern als Risikogebiet eingestuft worden ist, so auch von
El Salvador. Ein Anlegen sei dort also nicht möglich. Jamaika stünde
auf der Kippe, nach jetzigem Stand dürften wir dort wohl anlegen,
weil wir dann schon länger als 14 Tage nicht in Deutschland waren,
aber in Panama sollen
noch weitere Schauspieler für das Traumschiff zusteigen, die direkt
aus Deutschland kommen; außerdem überlegen die jamaikanischen
Behörden, die Frist auf 30 Tage zu verlängern.
Die
heutige Frühstücksempfehlung „Zimtwaffeln mit Erdbeerkompott“
konnte da nicht zur Aufheiterung beitragen.
Im
Verlauf des Vormittags lauschten wir dem Vortrag über die Ausflüge
von Cartagena bis Ocho Rios; dabei ahnten wir natürlich noch nicht,
dass keiner dieser Ausflüge stattfinden würde.
Die
Schlemmerei setzte sich mit einem Frühschoppen am Pool fort, dabei
gab es Shrimps und Pork Chipotle (lt. Tagesprogramm ein typisch
mexikanisches Gericht); dem schloss sich am Nachmittag eine exotische
Spezialität, „Ananas Tequila Karamel“ an; beides ohne uns.
Um
13.00 Uhr erfolgte eine weitere Durchsage vom Kreuzfahrtdirektor: Da
wir El Salvador nicht anlaufen können, werden wir einen Tag früher
in Corinto/Nicaragua fest machen; für den darauffolgenden Tag habe
man einen weiteren Hafen in Nicaragua, San Juan del Sur, klar
gemacht. Man sei bereits dabei, dort Ausflüge zu organisieren; ein
entsprechendes Buchungsblatt werde den Passagieren zeitnah zugehen.
Um
17.15 Uhr waren die Gold- und Silber-Gäste zu einem Cocktail in die
Atlantik-Lounge geladen. Bereits dort wies Steffen Spiegel darauf
hin, dass wir mit weiteren Änderungen rechnen müssten. So kam seine
abendliche Durchsage, dass die USA keine Bürger aus dem
Schengen-Raum mehr einreisen lässt, nicht wirklich überraschend.
Was das für die Amadea bedeutet, wusste er noch nicht zu sagen,
immerhin läge bei unserer Wiedereinreise in die USA unser Aufenthalt
im Schengen-Raum bereits fast vier Wochen zurück.
Das
heutige „Panamericana Abendessen, dieses Mal wieder im Vier
Jahreszeiten, bescherte Gaby einen „Hamburguesa Especial“ und mir
„Lechon Don Pizarro (krosser Spanferkel-Rollbraten)“
Seetag (12.03.)
Und
wieder eine Frühstücksempfehlung: Lachs Avocado Bagel. Über
Abwechslung beim Frühstück brauchten wir uns nicht zu beklagen.
Im
Anschluss gingen wir zum Vortrag von Dr. Pelka mit dem Titel „Eine
kleine Gebrauchsanweisung für Guatemala und Nicaragua“.
Ursprünglich hatte der Lektor auch El Salvador hinzu nehmen wollen,
aber das war ja jetzt hinfällig.
Anlässlich
des 14. Geburtstages der Amadea fand am Nachmittag eine große
tropische Geburtstagsfeier am Pool statt. Natürlich ist die Amadea
schon ein paar Jährchen älter; sie wurde 1991 als Asuka gebaut,
fährt aber seit 2006 als Amadea für Phoenix.
Nach
den Tranchen vom Schweinefilet zum Abendessen waren heute die Damen
des Amadea-Showensembles dran; unter dem Motto „I`m Every Woman“
boten sie neue Interpretationen von Liedern großer weiblicher Rock-
und Popstars. Wieder eine gelungene Darbietung, die mit viel Applaus
bedacht wurde.
Souvlaki
und griechischem Salat zum Late Night Snack konnten wir leider nicht
widerstehen.
Fortsetzung folgt (eigentlich wollte ich heute auch noch Guatemala einstellen, aber da haben wir soviel gesehen und fotografiert, dass ich erstmal die Fotos und meine Aufzeichnungen sichten muss, um hoffentlich heraus zu finden, was wir da im einzelnen besichtigt haben. Ich vertröste auf morgen. Sorry und schönes Wochenende. Bleibt gesund!!
Auf
einer Halbinsel am südlichen Ende zweier geschwungener Buchten liegt
die 100.000 Einwohner zählende Stadt Manzanillo. Sie ist ein
wichtiger Hafen an der mexikanischen Pazifikküste und liegt im
Bundesstaat Colima. Manzanillo ist weltbekannt für die
Hochseefischerei, u.a. pazifische Fächerfische, verschiedene
Marlin-Arten, Thunfische und Goldmakrelen gehen ins Netz.
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Nach
dem Frühstück fanden wir uns um 09.15 Uhr zu unserem Ausflug „Stadt
und Natur“ in der Atlantik-Lounge ein. Heute wurden wir zum ersten
Mal während der Kreuzfahrt direkt mit dem Corona-Virus konfrontiert.
Zum einen durch einen Aufsteller im Hafengelände, zum anderen durch
Desinfektionsmittelspender am Hafenausgang. Es wurde darauf geachtet,
dass diese auch benutzt wurden.
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Wir
stiegen in einen Bus ein, fuhren etwa 200 m und durften wieder
aussteigen. Der Sinn dieser Maßnahme hat sich uns nicht erschlossen.
Der örtliche Reiseleiter führte uns in wenigen Schritten zur
Uferpromenade, dem Malecon de Manzanillo. Neben dem Schriftzug der
Stadt ist hier auch eine große Statue des Fächerfisches zu finden.
Außerdem breitet ein Herr seine Arme aus und zeigt nach rechts (von
ihm aus gesehen). Leider habe ich vergessen, wer das ist. Er möge
mir verzeihen.
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Unser
Reiseleiter hatte eine Menge Informationen parat, die natürlich auch
noch übersetzt werden mussten. Einem der Ausflugsteilnehmer dauerte
das alles offensichtlich zu lange; er verabschiedete sich und kehrte
zur Amadea zurück.
Schließlich
ging es weiter; wir fuhren mit dem Bus in die Innenstadt und
besuchten dort die Markthalle. Nachdem wir dem regen Treiben einige
Zeit von der ersten Etage aus zugesehen hatten, bekamen wir etwas
Freizeit für eigene Erkundungen. Wir schlenderten durch die Straßen
und Gassen in der Nähe der Markthalle. Natürlich musste auch ein
Reklamefoto des mexikanischen Bieres geschossen werden, das schon
viel länger existiert als der Virus, der uns noch genug ärgern
würde.
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Letzte
Station des Ausfluges war die Iguanario Archundia, ein Schutzgebiet
für Leguane. Die Anlage entstand vor über 20 Jahren, um die lokalen
Leguane zu schützen. Zunächst waren es nur 20 Exemplare, die dort
gepflegt wurden; heute sind hier über 700 Tiere beheimatet. In dem
Park kann man auch andere Tiere, wie Waschbären oder Aras bewundern.
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Zurück
auf dem Schiff gönnten wir uns eine Kleinigkeit zu Mittag; danach
gingen wir noch einmal auf eigene Faust von Bord. Wieder war der
Malecon unser Ziel. Ein Foto vom Seepferdchen-Brunnen musste noch auf
Platte; dann drehten wir um und schlenderten in die andere Richtung.
Von dort hatten wir noch einen schönen Blick auf die Amadea.
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Das
Offiziers Shaken zum Auslaufen fand ohne uns statt. Wir hatten damit,
zumindest auf AIDA Schiffen nicht die besten Erfahrungen gemacht.
Barkeeper können das definitiv besser.
Zum
Abendessen gab es für Gaby ein gebratenes Butterfischsteak; ich
entschied mich für die deftige Küche: Gegrillte Käsekrainer mit
süßem Senf und Kartoffelsalat.
Die
Hauptstadttenöre boten in der Atlantik-Lounge „Perlen der
Tonkunst“, die bekanntesten Arien aus Operette und Filmschlager.
Mal etwas anderes, aber wirklich gut.
In
der Vista-Lounge fand der Tag seinen Abschluss.
Puerto Vallarta,
Mexiko (09.03., 13.00 – 20.00 Uhr), sonnig, 30 Grad
Puerto
Vallarta, liegt an einer der größten Buchten Amerikas im
Bundesstaat Jalisco. Die Stadt zählt heute ca. 250.000 Einwohner und
etwa 5 Millionen touristische Übernachtungen pro Jahr. Sie ist neben
Acapulco und Cancun ein bedeutendes Seebad Mexikos. Seine Popularität
hat Puerto Vallarta auch Hollywood zu verdanken; der Regisseur John
Huston erkor es in den 1960er Jahren zum Drehort für den Film „Die
Nacht des Leguans“ mit Ava Gardner und Richard Burton. Burton war
von der Gegend so begeistert, dass er für die mit ihm verbandelte
Elisabeth Taylor ein Haus kaufte; seitdem haben sich zahlreiche
weitere Filmstars hier etabliert. Die beiden Schauspieler heirateten
in der Hauptkirche Puerto Vallartas; nach der Hochzeit kauften sie
das ihrem bisherigen Haus gegenüberliegende Gebäude und ließen
eine Brücke vom einen zum anderen errichten.
Am
Vormittag lauschten wir dem Vortrag des Lektors Dr. Pelka über
„Puerto Vallarta, Manzanillo und Mexiko“ unsere nächsten beiden
Ziele.
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Treffpunkt
für unseren Ausflug „Stadtrundgang Puerto Vallarta mit Folklore“
war zwischen 13.50 und 14.00 Uhr. Zunächst ging es im Bus etwa eine
halbe Stunde in die Innenstadt. Weil sowohl in Mexiko als auch in den
künftigen Destinationen wenige deutschsprachige Reiseleiter zur
Verfügung standen, begleitete eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter des
Phoenix Teams den Ausflug und fungierte als Übersetzer.
Lt.
Ausflugsbeschreibung war ein Rundgang zu den Hauptsehenswürdigkeiten
versprochen, aber auch ein Spaziergang fernab der üblichen
touristischen Pfade zu eher versteckten Winkeln der Stadt. Davon
konnte aber keine Rede sein.
Nachdem
wir den Bus verlassen hatten, führte uns der Reiseleiter durch ein,
zwei Straßen zur Kirche Notre-Dame de la Guadelupe. Hier haben
Elisabeth Taylor und Richard Burton geheiratet. Außergewöhnlich an
dieser Natursteinkirche ist die Turmspitze in Form einer Krone. Eine
kurze Innenbesichtigung schloss sich an.
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Weiter
ging es zum unweit gelegenen Hauptplatz, dem Plaza principal de las
Armas, an dessen Nordseite das Rathaus der Stadt steht. Die
Bronzestatue Ignacio Vallartas, im 19. Jahrhundert Gouverneur des
Staates Jalisco, überblickt den Platz; nach ihm wurde die Stadt
benannt.
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Nach
dem Überqueren einer Hauptstraße gelangten wir zum Malecon, der von
Restaurants und kleinen Shops gesäumten Uferpromenade. Hier
verkündete der Reiseleiter, dass wir jetzt 1 ½ Stunden Freizeit
hätten! Allgemeines Erstaunen war die Folge. Da hatten sich die
meisten Ausflugsteilnehmer doch wesentlich mehr versprochen. Aber es
blieb dabei: Treffpunkt in 90 Minuten.
Wir
bummelten dann über die sehr gepflegte Promenade, entlang derer es
einige interessante Skulpturen zu sehen gibt, so z.B. ein
Seepferdchen mit einem Kind auf dem Rücken. Heute wurden wir von
Souvenirverkäufern weitgehend in Ruhe gelassen.
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Zum
Abschluss des Ausflugs gab es am Malecon die Vorführung der
„Papantla Flyers“, eine wirklich atemberaubende traditionelle
Zeremonie. Von einer Stange stürzen vier der fünf Teilnehmer an
Seilen gefesselt gen Boden, während der fünfte oben bleibt, dabei
tanzt sowie Flöte und Trommel spielt. Einem Mythos zufolge wurde das
Ritual geschaffen, um die Götter zu bitten, eine schwere Dürre zu
beenden. Die Teilnehmer bekamen viel Applaus; etliche Scheine wurden
ihnen ebenfalls zugesteckt.
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Zurück
auf der Amadea ging es alsbald in Restaurant Amadea zum Abendessen.
Fajitas con Carne (Chili con Carne Pfannkuchen) für mich und ein
Schollenfilet für Gaby.
Später
standen die „Jukebox Jungs“ auf dem Programm. Vier Mitglieder des
Amadea Showensembles nahmen uns mit auf eine musikalische Zeitreise
durch fünf Jahrzehnte mit den größten Hits der 50er bis 90er
Jahre.
In
der Vista Lounge, die sich so langsam zu unserem Lieblingsplatz
entwickelte, ließen wir den Abend ausklingen.
Cabo San Lucas, Mexiko
(08.03., 07.00 – 16.30 Uhr), bedeckt, 28 Grad
Der
Ort mit knapp 60.000 Einwohnern liegt an der Südspitze der zu Mexiko
gehörenden Halbinsel „Baja California. Während die Bewohner
früher ausschließlich vom Fischfang lebten, bildet heute der
Tourismus die Haupteinnahmequelle. Die Stadt ist ein riesiges und
schnell gewachsenes Ferienzentrum. Es sind überwiegend Amerikaner,
die hier Urlaub machen.
In
der Marina dümpeln Yachten und Sportfischerboote; die Hauptstraße
Lazaro Cardenas wird gesäumt von US Kettenrestaurants, Tauchshops
und Discos.
Die
Amadea lag hier wieder auf Reede. Weil keine Ausflüge angeboten
wurden, konnten wir es wieder entspannt angehen lassen. Die
Tenderboote fuhren ab 10.15 Uhr im 30-Minuten-Takt, wir nahmen das
Boot um 11.15 Uhr.
Unser
Plan war ein Spaziergang im Hafen; den haben wir auch umgesetzt.
Womit wir aber nicht gerechnet hatten, war, dass wir alle paar Meter
angesprochen wurden, sei es von Anbietern von Bootstouren,
Mitarbeitern von Restaurants, Angestellten von Kosmetikstudios usw.
Das war echt nervend. Ich glaube, wir haben noch nie so oft: No,
gracias bzw. thank you gesagt wie an diesem Tag.
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So
kam es, dass wir schon um 14.30 Uhr wieder zurück zum Schiff
tenderten. Auf der Amadea war die Musik, die den Strand lautstark
beschallte, noch sehr gut zu vernehmen. Wenn das in den nächsten
mexikanischen Häfen genauso sein sollte, dann „Gute Nacht“. (War
es aber nicht).
Auf
den Schreck gönnten wir uns heute mal ein Stück Kuchen zur
Kaffeezeit im Außenbereich des Amadea Restaurants.
Unseren
Lieblings-Cocktail, Mai Tai, nahmen wir vor dem Abendessen zur Happy
Hour in Harry`s Bar zu uns. Danach gab es für mich ein mexikanisches
Schweinesteak und Tempura-Gemüse (vegetarisch) für Gaby im
Restaurant Vier Jahreszeiten.
In
der Atlantik-Lounge trat heute ein Magier auf. Weil das nicht so
unser Fall war, besuchten wir die Vista Lounge und konnten dort noch
einigen Seemannsliedern zum Lauschen und Mitsingen mit Manuel Jadue
am Klavier beiwohnen, wobei das Mitsingen wirklich nicht zu kurz kam.
Nachdem
bereits vorgestern die Uhren um 12.00 Uhr mittags um eine Stunde
vorgestellt worden waren, kam uns in der Nacht um 02.00 Uhr eine
weitere Stunde abhanden.
Auch
am heutigen Seetag gab es wieder diverse Köstlichkeiten. Es fing
beim Frühstück an mit leckerem Blaubeer Pfannkuchen. Gaby griff
hier zu; ich mag Pfannkuchen eigentlich auch, aber nicht schon am
Morgen.
Weiter
ging es am Mittag am Pool mit einer Tex Mex Rinderkeule; dazu
offerierte das Barteam Corona Bier!!! Auf beides haben wir
verzichtet, nicht wegen des Biers, sondern wegen zu befürchtender
Gewichtszunahme am Ende der Kreuzfahrt.
Bei
der All American Tee- und Kaffeezeit im Restaurant Vier Jahreszeiten
waren wir aber wieder dabei und probierten einige der süßen
amerikanischen Spezialitäten.
Zwischen
der Nahrungsaufnahme lauschten wir am Vormittag dem Vortrag des
Lektors Dr. Pelka „Mexiko verstehen“. Er machte mit uns eine
multimediale Tour durch den mexikanischen Alltag von der Religiosität
über den Sport bis zum Essen und Trinken.
Für
die Einreise nach Nicaragua hatten wir ein Gesundheitsformular
erhalten, das wir ausfüllten und an der Rezeption abgaben. Dort
konnten wir unsere Reisepässe wieder in Empfang nehmen, die wir
gestern zur Erledigung der behördlichen Formalitäten in den
folgenden Ländern abgegeben hatten.
Kulinarisch
endete der Tag im Restaurant Vier Jahreszeiten mit einem
Käseschnitzel vom Schweinefilet.
In
der Atlantik-Lounge trat am Abend eine weitere Gastkünstlerin auf,
Sophie Moser, eine Violinistin und Schauspielerin, die in Deutschland
als Tochter einer deutsch-russischen Künstlerfamilie geboren wurde.
Sie ist Preisträgerin renommierter internationaler Musikwettbewerbe
und gastierte schon in Moskau und New York sowie in Israel und
Japan. Ihr heutiger Abend stand unter dem Motto „Im Zauber der
Filmmusik“. Zusammen mit der Amadea Showband präsentierte sie
ausgewählte Melodien aus verschiedenen Filmen. Obwohl wir jetzt
nicht die Fans von Streichinstrumenten sind, hat uns der Auftritt
doch begeistert. Wie schon gestern Abend bei Christian Meringolo
forderte das Publikum stürmisch eine Zugabe und bekam sie auch.
Die
Frühstücksempfehlung am heutigen Tage lautete: Tex Mex Steak &
Eggs. Das sah sehr schmackhaft aus, aber ich glaube, danach wäre ich
schon satt gewesen; also haben wir darauf verzichtet. Überhaupt
stand dieser Tag offensichtlich im Zeichen der Nahrungsaufnahme. Ab
11.00 Uhr gab es am Pool einen Frühschoppen mit maritimen
Spezialitäten; wie Austern und einer Sushi-Station. Auch den ließen
wir links liegen. Stattdessen gingen wir zu einem Vortrag über die
Ausflüge von Puerto Quetzal (Guatemala) bis Fort Amador (Panama). Da
konnten wir noch nicht wissen, dass ein Teil dieser Ausflüge nicht
stattfinden würde.
Den
Crepes California um 15.30 Uhr am Pool konnten wir dann doch nicht
widerstehen. Lecker!
Ab
17.15 Uhr fand die persönliche Begrüßung durch Kapitän Jarle
Flatebo und die Kreuzfahrtdirektoren Steffen Spiegel und Moritz
Stedtfeld statt. Dieser Veranstaltung blieben wir, wie immer, fern.
Beim Willkommens-Gala-Abendessen entschieden wir uns für das
Rinderfilet, aber ohne Kalbsbries.
Ab
21.30 Uhr unterhielt uns Christian Meringolo, ein
italienisch-stämmiger Gastkünstler aus Bonn, bestens unter dem
Motto „California Blues Songs aus dem Westen“. Begleitet wurde er
von der Amadea-Showband; verdienter Applaus war der Lohn für die
grandiose Vorstellung.
Und
weil es zum Late Night Snack noch Frikadellen mit Schmorzwiebeln gab,
mussten wir noch einmal zu Messer und Gabel greifen.
Los Angeles, USA
(05.03., 08.00 – 20.00 Uhr), sonnig mit Wolken, 25 Grad
Los
Angeles ist die größte kalifornische Stadt und mit rd. 4 Mio.
Einwohnern im Stadtgebiet nach New York City und vor Chicago die
zweitgrößte Stadt der USA. San Pedro, der Hafen, in dem die Amadea
anlegte, liegt ca. 40 km südlich von L.A. Downtown.
Im
Tagesprogramm, das wie immer am gestrigen Abend in der Kabine lag,
fand sich doch tatsächlich der Hinweis, dass während der Liegezeit
in Los Angeles voraussichtlich aufgrund behördlicher Auflagen leider
keinerlei Alkohol ausgeschenkt werden dürfe.
Unser
Ausflug „Beverly Hills, Hollywood zu Fuß und L.A.“ war der
erste, der am heutigen Tage starten sollte. Als wir uns nach dem
Frühstück auf den Weg zur Atlantik-Lounge machten, kam die
Durchsage von Kreuzfahrtdirektor Steffen Spiegel, dass nach Auskunft
der Behörden der Alkoholausschank doch erlaubt sei. Spontaner
Beifall brandete auf.
Mit
dem Bus fuhren wir zunächst Richtung Downtown. Unsere Reiseleiterin
Siegrid, eine Deutsche, die schon seit vielen Jahren in Los Angeles
lebt, versorgte uns während der Fahrt mit Daten und Fakten zur
Entwicklung der Stadt.
Einen
ersten Fotostopp legten wir an der Walt Disney Concert Hall ein. Der
Komplex von Frank Gehry aus rostfreiem Stahl , dessen geschwungene
Linien an das Guggenheim-Museum in Bilbao erinnern (ein früheres
Werk des Star-Architekten), ist der neue Sitz des Los Angeles
Philharmonic Orchestra und bietet 2.265 Zuschauern Platz. Das
Projekt, dessen Vollendung 16 Jahre dauerte, wurde von Walr Disneys
Witwe mitfinanziert.
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Unweit
der Concert Hall befindet sich das Civic Center, der Verwaltungskern
der Stadt mit der City Hall (Rathaus) und dem United States Court
House (Gerichtsgebäude).
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Hollywood
hieß das nächste Ziel. Nachdem unser Fahrer einen Parkplatz
gefunden hatte, stiegen wir aus; Siegrid führte uns zunächst in das
Hollywood und Highland Center, einen riesigen Komplex mit Geschäften
und Unterhaltungsmöglichkeiten. Herzstück ist ein massiver
dreistöckiger Innenhof. Von dort aus sieht man den bekannten
Schriftzug in den Hollywood Hills.
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In
der sich anschließenden Freizeit schlenderten wir über den „Walk
of Fame, in dessen Pflaster über 2.600 Bronzesterne mit den Namen
großer Filmschauspieler und Regisseure eingelassen sind. Das TCL
Chinese Theatre wurde bereits abgesperrt, weil hier am Abend eine
Filmpremiere stattfand. Ein weiteres Fotomotiv war natürlich das
Dolby Theatre, in dem alljährlich die Oscar Verleihung über die
Bühne geht. Elvis Presley samt Gitarre und Cadillac begegnete uns
vor Madame Tussauds.
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Dann erfolgte die Rückfahrt zum Schiff. Interessant ist
auf den Freeways in Los Angeles ein sog. Carpool, das ist eine
Extraspur, auf der nur Fahrzeuge mit mindestens 2 Insassen fahren
dürfen. Wenn sich nur der Fahrer im Fahrzeug befindet, muss eine
Gebühr gezahlt werden, ansonsten darf er die Spur nicht benutzen.
Als diese Fahrspur eingeführt wurde, hat es, ähnlich wie in
Düsseldorf bei der Umweltspur, teils skurrile Anfragen an die
zuständigen Behörden gegeben, so wie: Was ist mit einem Bestatter,
der einen Verstorbenen mitführt? Gilt eine schwangere schon als zwei
Personen?
Das
heutige Abendessen stand unter dem Motto „Hollywood Diner“. Es
gab u.a. Rinderfilet „Buffalo Style“. In der Atlantik Lounge
entführte uns das Amadea Showensemble ebenfalls nach Hollywood und
präsentierte Filmhits aus verschiedenen Blockbustern. Passend dazu
wurde frisch hergestelltes Popcorn verteilt.
Santa Barbara, USA
(04.03.; 12.00 – 22.00 Uhr), wolkig, später sonnig, 20 Grad
Santa
Barbara liegt ca. 150 km von Los Angeles entfernt vor der
Gebirgskulisse der Santa Ynes Mountains. Die Stadt mit ihren ca.
90.000 Einwohnern zählt zu den teuersten Wohngegenden Amerikas;
außerdem rühmt sie sich, eine rauchfreie Stadt zu sein; das Rauchen
in der Öffentlichkeit ist verboten.
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Weil
wir Santa Barbara erst gegen Mittag erreichen sollten, konnten wir
uns Zeit lassen. Nach dem Frühstück (heute gab es als zusätzliche
Empfehlung pochierte Eier Rockefeller) wollten wir uns in der
Atlantik Lounge den Vortrag unseres Lektors Dr. Rainer Pelka mit dem
Titel „Let the Sunshine in“ über Santa Barbara, Los Angeles und
Kalifornien anhören. Auf dem Weg dorthin sprach mich eine
Mitarbeiterin des Fernsehteams an und fragte, ob ich am morgigen
Donnerstag in Los Angeles einen Ausflug gebucht hätte. Als ich das
bejahte, meinte sie: Schade, ich hätte Sie als Double für Harald
Schmidt gebrauchen können. Eine Ähnlichkeit mit diesem ist bei mir
übrigens in keinster Weise vorhanden.
Heute
gingen wir zum ersten Mal auch zum Mittagsessen, und zwar ins
Restaurant Vier Jahreszeiten, weil man sich dort unter dem Motto
„Burger Mania“ an einem Hamburger Buffet seinen eigenen Hamburger
zusammen stellen konnte.
Entgegen
der Angaben im Phoenix Reiseführer lagen wir vor Santa Barbara
ebenfalls auf Reede. Ausflüge wurden hier, genau wie in Monterey,
nicht angeboten.
Gegen
14.00 Uhr tenderten wir zum Hafen. Wo die Amadea hier hätte
festmachen sollen, erschloss sich uns beiden nicht; Tendern war
demnach alternativlos. Vom Hafen aus schlenderten wir in Richtung
Downtown, Santa Barbaras quirligem Stadtzentrum. Lebhafte
Hauptschlagader in Downtown ist die State Street. An deren unterem
Ende liegt das Moxi, ein interaktives Wissenschaftsmuseum für
Kinder. Hier gab es auch freies W-Lan. In den Seitenstraßen fanden
wir einige nette Häuser mit schönen Vorgärten.
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Weiter
ging es zum „Superior Court of California County of Santa Barbara.“
Dieses Gebäude im Stil der spanischen Kolonialzeit verfügt auch
über einen 26 m hohen Uhrenturm, von dem man eine gute Sicht über
Santa Barbara und die Bucht haben soll. Weil wir aber beide nicht
schwindelfrei sind, blieben wir lieber auf festem Boden.
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Auf
unserem Rückweg besuchten wir noch „Stearns Wharf“, einen der
ältesten Piers an der Westküste, errichtet 1872. Liebhaber frischer
Meeresfrüchte kommen hier auf ihre Kosten, schöne Ausblicke auf die
Küste und das Hinterland inklusive.
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Zurück
an Bord wartete schon bald das Abendessen auf uns. Heute gab es
Schweinefilet im Speckmantel für mich und ein gebratenes
Seehechtfilet für Gaby.
Monterey, USA (03.03.;
08.00 – 18.00 Uhr), sonnig, 15 Grad
Monterey
ist eine Küstenstadt mit rund 30.000 Einwohnern; sie liegt direkt am
Highway No. 1 zwischen San Francisco (185 km nördlich) und Los
Angeles (560 km südlich) auf einer Halbinsel am südlichen Ende der
gleichnamigen Bucht. Die Stadt war Ende des 18. und Anfang des 19.
Jahrhunderts ein wichtiger Fischerei- und Walfanghafen. Besondere
Bedeutung kam dem Fang von Sardinen zu, deren Verarbeitungsbetriebe
hauptsächlich entlang der Cannery Row anzutreffen waren. Heute ist
die wichtigste Einnahmequelle Montereys der Tourismus.
Die
Amadea lag hier auf Reede, d.h. die Passagiere wurden mit
Tenderbooten an Land gebracht. Im Tagesprogramm hieß es, dass
aufgrund der vorhergesagten Wettersituation (Wellengang von ca. 2
Metern) eine Entscheidung über ein sicheres Tendern erst bei Ankunft
getroffen werden könne. Glücklicherweise stellte sich die Situation
vor Ort nicht so problematisch dar, so dass dem Tendern nichts im
Wege stand.
Weil
hier keine Ausflüge angeboten wurden, ließen wir es langsam
angehen. Nach dem Frühstück machten wir uns fertig und gingen dann
in die Atlantik Lounge, um uns unsere Tenderkarten abzuholen. Wenig
später konnten wir auch schon auf das Boot und um ca. 11.00 Uhr
waren wir nach 10-minütiger Fahrt an Land.
Auch
Monterey hat seinen Fishermans Wharf, direkt an der Pier gelegen und
von kleinen Läden und Restaurants gesäumt. Danach wechselten wir
auf den parallel zur Küste verlaufenden Rad- und Gehweg. Ein kurzer
Abstecher zur Cannery Row zeigte uns auf einem Gebäude eine
interessante Wandmalerei, die an das Zeitalter der
Sardinenverarbeitung erinnerte.
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Eine
Querstraße ins Innere des Städtchens führte uns zur
Touristeninformation, wo wir freies W-Lan fanden und den Lieben in
der Heimat Grüße schicken konnten.
Zurück
am Wasser wanderten wir den Küstenweg noch eine größere Strecke
weiter; immer wieder von herrlichen Ausblicken belohnt. Dass man sich
hier in einem Erdbebengefährdeten Gebiet befand, machte ein
Warnschild eindringlich deutlich.
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Gegen
14.00 Uhr hatten wir die Pier mit den Tenderbooten wieder erreicht
und setzten zur Amadea über.
Das
Abendessen nahmen wir wieder im Amadea-Restaurant ein. Heute
entschieden wir uns für ein Zanderfilet mit Reis.
Um
21.00 Uhr fanden wir uns zum „Cocktail zum Beginn der Reise“ in
der Atlantik Lounge ein. Kapitän Jarle Flatebo, ein Norweger
begrüßte die Passagiere und stellte seine leitenden Offiziere vor.
Danach übergab er das Mikrophon an Kreuzfahrtdirektor Steffen
Spiegel, der seinerseits seine Phoenix Kollegen um sich versammelt
hatte. Wir erfuhren, dass die Amadea nicht ausgebucht ist; bei 600
möglichen Passagieren waren 472 auf diesem Reiseabschnitt dabei,
davon, so ich das richtig in Erinnerung habe, etwa 50 Weltreisende.
Weil
es heute Piri Piri Hackbällchen zum Late Night Snack gab, mussten
wir später dort noch vorbei schauen (und auch zugreifen).
Kannst Du uns noch verraten wie man den Guide buchen könnte?
Hallo zusammen,
ich gebe euch gerne die Kontaktdaten unseres Guides, nur bin ich mir nicht sicher, ob das hier im Forum erlaubt ist. Ich meine mich zu erinnern, dass in einem ähnlichen Fall die Daten entfernt wurden. Evtl. geht das unter Konversation?
San Francisco (02.03.;
bis 23.00 Uhr) sonnig, 18 Grad
Die
erste Nacht an Bord haben wir gut geschlafen.
Heute
sollte es zu unserem Highlight gehen, der Golden Gate Bridge.
Vorgestern hatte Frank nach Befragung seines Smartphones gemeint,
dass es vom Liegeplatz der Amadea bis Fishermans Wharf etwa 10 –
15 Minuten und von dort bis zur Golden Gate Bridge weitere 60 Minuten
Fußmarsch seien. Also machten wir uns nach dem ersten Frühstück im
Amadea-Restaurant frohgemut auf den Weg. Die frühere Gefängnisinsel
Alcatraz zog zunächst unsere Blicke auf sich.
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Fishermans
Wharf war in der Tat nach der von Frank ermittelten Zeit erreicht.
Die nachfolgende Zeitangabe stimmte allerdings überhaupt nach. Nach
einer Stunde hatten wir das Gefühl, dass wir der Brücke kein Stück
näher gekommen waren. Trotzdem kam Aufgeben nicht in Frage und wir
wanderten unverdrossen weiter.
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Als
wir dann nach fast zwei Stunden Crissy Field, einen ehemaligen
Flugplatz der United States Armed Forces, der heute ein
Naherholungsgebiet ist, erreichten, wussten wir, dass wir es bald
geschafft hatten. Bald darauf konnten wir endlich die Brücke unserer
Träume betreten; in Gabys Fall mit einer Verspätung von 15 Jahren.
In dem Augenblick waren alle Strapazen vergessen.
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Aber
der Rückweg lag ja auch noch vor uns. Doch mit ein paar
eingestreuten Pausen haben wir auch das gut überstanden.
In
Fishermanns Wharf, einem der wichtigsten Touristenmagneten der Stadt
mit unzähligen Souvenirgeschäften und Straßenständen, kauften wir
uns im Hard Rock Cafe jeder ein T-Shirt. Für uns beide war es das
jeweils erste; aber die Aufschrift „San Francisco“ hat bestimmt
nicht jeder. Bezahlt haben wir mit Kreditkarte. Auch der
Seelöwenkolonie am Pier 39 statteten wir noch einen Besuch ab.
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Für
den Abend hatten wir noch einen Phoenix-Ausflug „Abendliche
Panoramafahrt“ gebucht, dessen Beginn mit 18.45 Uhr terminiert war.
Damit die Ausflugsteilnehmer noch in Ruhe zu Abend essen konnten,
öffnete das Restaurant Vier Jahreszeiten bereits um 17.30 Uhr. Wir
ließen uns es dort schmecken; es gab Geschnetzeltes mit Nudeln und
fanden uns dann zur angegebenen Zeit in der Atlantik Lounge ein. Dort
ist immer der Treffpunkt für die Ausflüge. Lt. Tagesprogramm sollte
der Ausflug mit Audio-Guides durchgeführt werden; gebraucht haben
wir sie aber nicht, weil der Guide darauf verzichtete.
Mit
dem Bus fuhren wir zunächst über die Bay Bridge zur künstlich
aufgeschütteten Treasure Island, von wo man einen besonders schönen
Blick auf die Skyline von San Francisco hat. Anschließend ging es
nach Chinatown. Dort machten wir einen Spaziergang durch diese größte
chinesische Enklave außerhalb Asiens. Letzter Stopp war am
Militärstützpunkt Presidio für einen weiteren, diesmal nächtlichen
Blick auf die Golden Gate Bridge.
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Zurück
an Bord stand als nächstes die Rettungsübung um 22.15 Uhr an. Nach
Ertönen des Notsignals begaben wir uns zu unserer Sammelstation auf
dem Promenadendeck. Dort wurden alle Kabinen aufgerufen, danach die
Rettungswesten angelegt. Nach den Sicherheitsinformationen schritt
Kapitän Jarle Flatebo die Reihen ab und die Übung war beendet.
Zum
Auslaufen um 23.00 Uhr versammelten sich die Passagiere auf den
Außendecks und verabschiedeten sich bei einem Glas Sekt von San
Francisco.
San Francisco und
Einschiffung (01.03), sonnig, später bewölkter, 16 Grad
Heute
sollte es also auf die Amadea gehen. Wir hatten bereits bei der
Anreise erfahren, dass die Transferbusse zum Schiff um 12.00 Uhr ab
Hotel fahren sollten; die Koffer würden um 10.00 Uhr aus den Zimmern
in die Lobby gebracht; die Zimmer selbst stünden uns bis 12.00 Uhr
zur Verfügung.
So
machten wir uns nach dem Frühstück zunächst auf, um Chinatown zu
erkunden. Vom Hotel aus waren es etwa 10 – 15 Minuten bis zum
Chinatown Gate (oder auch Dragon Gate), welches den südlichen
Eingang zum chinesischen Viertel bildet. Wir bummelten eine Weile
durch die Gassen; auch hier waren einige schöne Wandmalereien zu
sehen.
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Weil
wir noch etwas Zeit hatten, statteten wir den in der Nähe unseres
Hotels gelegenen „Yerba Buena Gardens“ noch einen Besuch ab. Es
handelt sich dabei um eine gepflegte Parkanlage, die seit 1970
öffentlich genutzt wird. Dort finden im Sommer Konzerte und
Freiluftveranstaltungen statt. Für eine Besichtigung des kompletten
Parks fehlte dann doch die Zeit.
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Um
11.30 Uhr waren wir wieder im Hotel und nahmen mit unserem Handgepäck
in der Lobby Platz, wo inzwischen auch die großen Koffer aufgereiht
standen. Pünktlich um 12.00 Uhr waren die Transferbusse da; vor dem
Einladen der Koffer mussten die Gäste ihr Gepäck noch einmal
identifizieren.
Im
Bus verteilte eine Phoenix Mitarbeiterin einen Gesundheitsfragebogen
der amerikanischen Behörden, den wir ausfüllen und im
Kreuzfahrtterminal abgeben sollten.
Die
Fahrt zur Amadea dauerte höchstens 10 Minuten und schon sahen wir
sie vor uns, unser Hotel für die nächsten knapp vier Wochen (dass
daraus fünf werden sollten, wussten wir da ja noch nicht!).
Wir
gaben den Gesundheitsfragebogen bei einer Mitarbeiterin des
Bord-Hospitals ab, bekamen daraufhin auf Anordnung einer
amerikanischen Beamtin einen roten Punkt auf den Pass geklebt und
mussten anschließend noch die Security durchlaufen, bevor wir
endlich an Bord waren.
Am
Eingang zu Harry`s Bar wurden uns ein Glas Sekt sowie die
Schlüsselkarten für die Kabine in die Hand gedrückt, weiter führte
der Weg in die Atlantik Lounge zum Einchecken. Unsere Reisepässe
bekamen wir dabei zurück, weil man diese beim Landgang mitführen
sollte. Danach führte uns ein freundlicher Mitarbeiter zu unserer
Kabine. Leider ließ sich diese nicht öffnen, weil etwas mit den
Schlüsselkarten nicht stimmte. Also ging ich noch einmal runter zur
Rezeption und ließ den Fehler beheben.
Kaum
hatten wir unsere Kabine betreten, wurde auch schon der erste Koffer
gebracht, dem kurz darauf der zweite folgte. Das Auspacken musste
jedoch noch warten; wir wollten lieber noch weitere Ecken der Stadt
erkunden. Also gingen wir bald nachdem wir das Schiff betreten hatten
schon wieder von Bord.
Erstes
Ziel war der Coilt-Tower, ein 64 m hoher Aussichtsturm auf dem
Telegraph Hill, der sich quasi in Sichtweite der Amadea befand. Nach
einigem Hin und Her war der Aufstieg gefunden und alsbald auch
geschafft, so dass wir die schöne Aussicht von hier oben genießen
konnten.
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Nach
dem mitgeführten Stadtplan, verlief in der Nähe auch die Lombard
Street, deren bekanntem, kurvenreichen Teil wir natürlich auch einen
Besuch abstatten wollten. Nun war ich schon in grauer Vorzeit bei der
Bundeswehr nicht wirklich der perfekte Kartenleser; ich habe bei
Orientierungsmärschen lieber andere diesen Job machen lassen. So kam
es, dass wir uns immer mehr von unserem Ziel entfernten, statt ihm
näher zu kommen.
Irgendwann
hatten wir dann keine Lust mehr, uns ständig im Kreis zu bewegen und
wir beschlossen, zurück Richtung Schiff zu gehen und die Lombard
Street auf morgen zu verschieben. Als ich dann eins der berühmten
Cable Cars fotografierte, entdeckte ich gleichzeitig das Schild
„Lombard“. Ein weiterer Blick nach links und da sahen wir das
Objekt der Begierde in der Ferne, den kurvenreichen Straßenteil auf
dem Russian Hill mit einem Gefälle von 27 %. Jetzt war unser Ehrgeiz
natürlich geweckt und mit einigen Verschnaufpausen gelangten wir
über die neben der Straße befindliche Treppe an den Beginn des
kurvigen Abschnitts.
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Damit
war unser Pensum für heute erfüllt und wir konnten zur Amadea
zurückkehren. Nach einem Drink in Harry`s Bar wurden die Koffer
ausgepackt. Das Abendessen nahmen wir im Amadea Restaurant ein; es
gab u.a. Sauerbraten vom Hirsch. Ein Cocktail des Tages (S. on the
Beach) in der Vista Lounge rundete den Tag ab.