Beiträge von spitiblue

    Hallo ihr Lieben,

    An einem gemütlichen Sonntagnachmittag vor rund 2 Monaten hatten wir Besuch von einem Freund und er meinte, er würde ja gerne mal einen Städtetrip machen, nach Paris oder London, aber alleine macht es für ihn keinen Spaß. Bei London war ich sofort dabei, also haben wir noch am gleichen Abend Nägel mit Köpfen gemacht und gebucht. :) Klar war, wir reisen mit dem Zug, also erstmal Verbindungen gesucht. Ursprünglich war angedacht von Mittwoch bis Sonntag, letztendlich wurde es ein Tag mehr 29.07.-03.08.26.
    Warum? Es war günstiger, trotz einen Tag mehr im Hotel haben wir bei den Fixkosten 20 €/Person gespart, weil das Zugticket für den Montag soviel günstiger war.

    Ich kannte London bisher nur von einem 3,5 h Ausflug vom Schiff aus, also gar nicht ;). Warum Bahnfahrt, nun wir fliegen nicht und der Eurostar hat mich schon immer gereizt. Wir sind auch nicht die Bahnfahrer, sondern fahren lieber mit dem Auto, wenn es geht, aber der Linksverkehr in GB schreckt uns. Planung lief einwandfrei, Buchung Hotel, Bahn, 2,5 h Fußtour mit Guide auf den Spuren von Da Vinci Code - Sakrileg, Tour zu Warn. Broth. Studios Harry Potter, alles easy….. bis Dienstagabend! Gerade mal 12 Stunden vor Abfahrt, bekomme ich eine Mail von DB: auf ihrer gebuchten Strecke gibt es eine Verzögerung ca. 60 min. Zugbindung war zu dem Zeitpunkt nicht aufgehoben :(. Recherche ergab, eine Baustelle auf der Strecke Köln-Brüssel, Weiche zerstört und zwar nicht seit gerade eben, sondern schon seit einigen Tagen. Würden wir mit den gebuchten Zügen anreisen (Bingen-Köln-Brüssel) würden wir evt. den Time-slot für den Check-in unseres gebuchten Eurostars verpassen. Ausweichen auf frühere Züge, obwohl Zugbindung nicht aufgehoben war?
    Das war zuviel wenn und aber für meinen Mann, er meinte, schau nach, ob in der Nähe vom Bahnhof in Brüssel ein Parkhaus ist, das du buchen kannst, wenn ja buche, wir fahren mit dem Auto nach Brüssel! Auch das hat super geklappt und wir sind Mittwochmorgen mit dem Auto Richtung Brüssel gestartet. Jeder kennt doch die Szenarien am Abreisetag, es muss nicht unbedingt in Hektik ausarten, aber kein Mensch schaut in dieser Zeit auf seine Emails oder? Jedenfalls als wir entspannt unterwegs waren und ich mal nachschaute, hatte ich wieder eine Mail von der DB - EINE Stunde vor Abfahrt in Bingen - der Zug Bingen-Köln fällt aus :cursing: Okay, was war ich froh im Auto zu sitzen und nicht auf dem Bahnsteig zu stehen.
    Unseren Eurostar erreichten wir mehr als pünktlich, der check-in und Sicherheitskontrollen sind schon aufwendig. Gepäck wird durchleuchtet. Alles Metall (Uhr, Kette, Gürtel…) musste abgelegt werden. Später dann zweimal Paßkontrolle, einmal Check-out EU und kurz dahinter Check-in GB. Die Zugfahrt war entspannt und wenig aufregend, irgendwie hatte ich mir die Einfahrt-/Ausfahrt vom Tunnel spektakulärer vorgestellt, aber es gab leider nichts zu sehen, außer links und rechts hohe grasbewachsene Erdwälle mit hohen Zäunen und Stacheldraht. Der Eurostar war übrigens für deutsche Verhältnisse überpünktlich, wir hatten 10 Minuten Verspätung ;)

    In St. Pancras Int. angekommen ging‘s zu Fuß zum Hotel, mit Koffern gute 15 Min. So das war der 1. Teil, später geht‘s weiter


    LG Steffi

    Du meinst sicher neben eurer Kabine? Vor der Kabine stelle ich mir schwierig vor.

    Hab ich mich ein bisschen ungenau ausgedrückt, mit „vor“ meinte ich Richtung Bug, weil der Rauch dann bei Fahrt natürlich über unseren Balkon zog. Während Raucher auf den Balkonen ‚nach‘ uns also Richtung Heck nicht störten.

    Nachdem wir letztes Jahr zum ersten Mal auf der Artania waren, waren wir so begeistert, dass wir nun nächsten Mittwoch mit der Artania nach Grönland aufbrechen. Für uns positiv:

    1. die familiäre Atmosphäre an Bord
    2. Nur Max 1200 Passagiere
    3. Die besonderen Routen aufgrund der Schiffsgröße
    4. Das freundliche Personal

      Negativ: Wir sind Nichtraucher - ratet mal

    Wir sind auch Nichtraucher, ich muss aber sagen, dass es für uns auf der Artania erträglicher war, als bei Aida. Auf der Artania konnten wir leichter ausweichen: die Pazifik-Lounge haben wir ausgelassen, war für uns nicht schwierig, wir tanzen nicht. Harry’s Bar und die Phoenix-Bar waren eh unsere Favoriten. Bei unserem Lieblingsplatz am Heck mit Blick auf die Heckwelle, habe ich den Aschenbecher einfach weitergeschoben, solange wir dort saßen. Das war für uns akzeptabel. Im Gegensatz dazu hatten wir bei zwei Aida-Reisen das Pech jeweils Raucher vor unserer Kabine zu haben, was bedeutet, wir konnten die Balkontür nicht einfach mal so offen lassen bzw. draußen sitzen, während der Nachbar qualmt, was ihm ja erlaubt ist. Da finde ich die Regelung bei Phoenix angenehmer.

    andreaO wenn du dich besonders für die GB Route interessierst, frag doch mal bei bluekat nach, wie die Altersstruktur auf ihrer Reise war. Sie hat doch gerade von ihrer Tour um GB berichtet. Wir sind 2023/2024 erstmals mit Phoenix (Artania) gefahren, da hat mein Mann gerade an der 50 gekratzt. Und wir waren auch etwas unsicher, denn vorher kannten wir nur AIDA. Von Anfang an haben wir uns sehr wohl gefühlt, ich kann noch nicht mal sagen woran es wirklich lag :/. Weil weniger Menschen an Bord, Passagiere und Crew weitestgehend entspannter, insgesamt mehr Platz pro Passagier? Der Umgang miteinander war entspannter. (Und bevor ein Einspruch kommt: Deppen/rücksichtslose Egoisten/ Besserwisser oder wie auch immer man sie nennen will, gibt es überall.) Wir hatten nie das Gefühl auf die Kabine flüchten zu müssen, weil uns der Trubel zu viel wurde, oder man dem gebotenen Programm nicht anders ausweichen konnte. Ich kann mich dem Vorschlag von Cree nur anschließen, wenn die Route und der Preis für dich passt, teste es!

    Auch von mir ein herzliches Dankeschön bluekat für deinen tollen Reisebericht und die schönen Bilder, jetzt freuen wir uns noch mehr darauf, die Amera im Dezember selbst entdecken zu können. Für uns geht es am Mittwoch auch erstmal nach London, allerdings mit dem Zug. Bin schon ganz gespannt auf die Fahrt mit dem Eurostar und das Wetter soll ja auch mitspielen 8)

    Euch allen wünsche ich ein wunderschönes entspanntes Wochenende

    Freue mich riesig auf deine Berichte und werde alles regelrecht aufsaugen. Wir kennen die Amera nicht, gehen im Dezember erstmals an Bord, somit ist alles interessant, was du über das Schiff berichten wirst. Und eure Reise rund um Großbritannien ist auch etwas, was mich reizt und ich schon für die Zukunft ins Auge gefasst habe. Auf jeden Fall wünsche ich euch eine wunderschöne Reise, viel Spaß und 1000 neue Eindrücke und Erlebnisse.

    Wir haben auch etliche Galaabende ausfallen lassen, nicht wegen der Kleidung, sondern auch weil sich das Essen ewig hingezogen hat. Das ist nicht unseres. Wir haben dann lieber auf der Kabine in unserem Tempo gegessen. Uns anschließend etwas schicker als an normalen Abenden angezogen, und dann in Harry‘s oder der Phoenix Bar ganz entspannt unsere Mocktails genossen. Das haben wir letztendlich immer von Lust und Laune abhängig gemacht. Und das ist etwas, was ich an Phoenix absolut liebe - der Kabinenservice! Wir haben ihn wirklich oft genutzt, nicht nur, wenn es einem mal nicht so gut ging, oder wir keine Lust auf langes Galaessen hatten, auch an Tagen mit langen, anstrengenden Ausflügen: Man kommt erschöpft und völlig durchgeschwitzt zurück, da wollen wir nur noch eines - ausgiebig duschen, rein in die Chill-Klamotten und ganz entspannt auf dem Bett oder dem Balkon noch was leckeres essen. Das ist herrlich, einfach Füße hoch und geniessen.

    Es gibt hier im Forum glücklicherweise viele, die viel mit Phoenix fahren und nicht nur die rosarote Brille aufhaben. Ich glaube, wenn man so ein bisschen zwischen den Zeilen liest, kann man sehr gut feststellen, ob Phoenix für einen selbst passt oder nicht. Bei uns war es zumindest so. Vor Phoenix kannte wir nur Aida und eine Reise mit MSC. Als Begleitperson war ich dann für eine Woche mit meinen Eltern auf der Albatros. Als dann wegen Corona die Weltreise der Artania auf 23/24 verschoben wurde und dies hier im Forum früher bekannt war, als offiziell, haben wir zugeschlagen und die Kabine 6641 gebucht. uschisiggi hielt das damals für eine mutige Entscheidung und ja, uns war schon ein bisschen mulmig zumute. Aber wir haben es nicht bereut, denn wie oben schon angedeutet, haben uns die vielen Berichte hier geholfen, dass Ganze für uns richtig einzuschätzen: es gab wirklich immer einen Platz (außerhalb der Kabine), wo wir Veranstaltungen (oder auch Menschen), die wir nicht mochten, aus dem Wege gehen konnten, ohne das Gefühl zu haben, an den Rand gedrängt worden zu sein. Es wurde für uns eine tolle Reise, die wir nie vergessen werden. Damit meine ich nicht, dass immer alles super war, aber da ist das Leben.
    Ich finde es jedenfalls wirklich klasse, wie viele hier im Forum sich die Zeit nehmen, von ihrem Reise zu berichten, ihre Eindrücke vom Schiff etc. nahezubringen, uns helfen sie wirklich weiter. Deshalb von uns nochmals ein ganz großes Dankeschön an alle, die ihre Erfahrungen/ Eindrücke und Meinungen mit uns teilen, an diesem heißen Wochenende.8):)

    Langweilig, das kam ja von mir:) langweilig ist für mich halt nichts auffallendes….also Jeans, T Shirt, Sandalen und das alles in gedeckten Farben…. Farbe und anders sein fehlt mir ein wenig.

    Ich glaube, dass hat auch ein wenig mit der Länge der Reise zu tun, ist jedenfalls bei mir so. Bin ich nur z. B. nur eine Woche auf dem Schiff nehme ich mehr Kleidung mit, die durchaus etwas auffälliger ist. Auf unserer Weltreise war ich auch packtechnisch gezwungen das ganze etwas anders anzugehen. Da war mein Stichwort „Capsule Wardrobe“, so viele Stücke wie möglich untereinander kombinierbar und nur wenige auffällige Stücke.

    Elbflorentina ah okay, das kann ich gut nachvollziehen, da ist meine Situation etwas anders. Mein Mann und ich mussten uns in den letzten 17 Jahren daran gewöhnen beobachtet zu werden, egal ob es zu Hause beim Einkaufen etc. ist oder auf einem kleinen oder großen Schiff. Der Grund, mein Mann ist 13 Jahre jünger, das fällt auf. Hinzu kommt, dass er einen essenziellen Tremor hat, der sich im Lauf der Jahre immer stärker bemerkbar gemacht hat. Da bleibt es nicht aus, dass ich im Buffetrestaurant auch mal den einen oder anderen Gang für ihn machen muss, damit z. B. die Suppe in der Tasse bleibt. Da bleiben Blicke nicht aus und man sieht regelrecht die Gedanken/Vermutungen hinter der Stirn. Wir haben gelernt das auszublenden, bevorzugen aus diesem Grund beim Essen aber 2er Tische. Dazu gibt es von unserer letzten Reise auf der Artania eine nette Begegnung: Wir hatten uns rechtzeitig vor dem Restaurant angestellt, damit wir auch einen 2er Tisch bekommen, als ein Ehepaar hinzukam, der Mann warf nur einen kurzen Blick auf die zitternden Hände meines Mannes, hob seine und meinte, „oh, wir spielen wohl in der gleichen Liga…“

    Habe jetzt mehrfach gelesen, dass hier viele auf den größeren Schiffen eine gesunde Anonymität schätzen. Mich würde interessieren, was genau ihr damit meint. Worin äußert sich für euch die Anonymität bzw. das Fehlen dieser?

    Frage: für solche Preise kann man auch kleinere Schiffe, z. B. von Explora oder Seabourne, buchen, die grundum Luxus sind und auch spannende Routen haben. Sind natürlich international, fahren nicht unbedingt ab/an Deutschland.

    Ist es die Bordsprache/ dt. Unternehmen oder was bewegt euch zu Phoenix?

    Dem ersten Teil kann nicht so nicht ganz zustimmen, habe mal die Weltreisen, bzw. was die Reedereien als solche bezeichnen verglichen. Da liegen Explora und Seabourne mit 180 - 250 €/Tag/Person über dem was wir auf der Amera auf der kommenden Weltreise bezahlen. Da wir jedoch nicht fliegen, ist dies ein weiterer Grund, warum diese Alternativen nicht in Frage kommen. Und ja wir bevorzugen deutsch als Bordsprache. Liegt auch daran, dass ich vielleicht ein wenig ein Schisser bin: in „normalen“ stressfreien Situationen kann ich mich auch auf englisch verständigen. Aber was ist, wenn es mal nicht so normal ist? Sowohl mit Aida im Atlantik, als auch mit Phoenix im Pazifik sind wir bereits durch heftige Stürme gefahren, die deutsche Erklärungen/Durchsagen waren für mich wichtig und beruhigend.

    Beispiel Weltreisen habe wir Aida und Phoenix verglichen, die Entscheidung für Phoenix war zum Teil wegen der besseren Ziele/ bessere Liegezeiten aber auch wegen dem Zeitraum. Bei Aida finden die Reisen immer von Oktober bis Februar statt, man kommt praktisch mitten im Winter zurück, das hebt den Vorteil Silvester vor beindruckender Kulisse für uns nicht auf.

    So Unterhaltungsprogramm, wie maritimer Frühschoppen etc. sind nicht unser Ding, aber deshalb gehen wir ja auch nicht aufs Schiff. Alles in allem schafft es die gesamte Crew bei Phoenix, dass wir uns wirklich sehr wohl auf dem Schiff fühlen und das ist wohl der entscheidendste Punkt.

    GrannySmith vielen lieben Dank für deinen Bericht. Ich bewundere euch alle, die ihr es immer wieder schafft solch tolle Reiseberichte zu schreiben und das zum Teil noch während der Reise :/. Trotz aller Entspannung verläuft die Zeit an Bord für mich immer im Zeitraffer ;). Wir waren 2023/2024 erstmals auf der Artania und das gleich für 174 Tage und wir haben nicht einen Tag bereut, weil das Positive einfach überwog. Deine Eindrücke können wir nur bestätigen, wir haben uns auf dem Schiff auch sehr wohl gefühlt, direkt von Anfang an. Und mit dem Essen haben wir die gleichen Erfahrungen gemacht. Mein Mann hatte da noch etwas mehr Schwierigkeiten als ich. Es freut mich, dass deine Reise bei dir den gleichen Eindruck hinterlassen hat und du 2028 wieder an Bord gehen willst, worauf du dich jetzt schon freuen kannst. Wir drücken auch die Daumen, dass es klappt mit deiner Wunschreise.

    Ich bin 64, mein Mann 51.

    Unsere erste Kreuzfahrt war 2013 mit der MSC Splendida WMM. Das Schiff konnte uns nicht überzeugen, das Kreuzfahrtfieber hatte uns aber gepackt. Eigentlich sollte dann unsere Traumreise folgen: Jungfernfahrt Aidaprima von Yokohama nach Hamburg, die bekanntlich abgesagt wurde. Dafür sind wir dann mit der Aidamar über den großen Teich bis runter in die Karibik. Der Rückflug von Jamaika war eine Katastrophe und für mich war die Entscheidung gefallen, ich steige nur noch im absoluten Notfall in ein Flugzeug. Die abgesagte Prima-Route blieb aber immer im Hinterkopf und das Geld dafür auf dem Konto. In den kommenden Jahren habe ich mit meinem Mann (und im Wechsel mit meinen Eltern als Begleitperson) mit Aida immer mal Wochentouren gemacht. Dann kam Corona und hier im Forum die Meldung, dass die Artania-Weltreise 2021 abgesagt ist und Phoenix anbot auf 2023/24 umzubuchen. Diese Weltreise entsprach nicht nur zum Großteil der Primatour, sie hatte auch weitere Traumziele, wie San Francisco, Hawaii etc. und mit der Umbuchung passte sie zeitlich. Direkt Mail an Phoenix geschrieben, noch bevor die Reise veröffentlich war und Interesse signalisiert, schon einen Tag später konnten wir buchen. Wir haben es keine Sekunde bereut, und was soll ich sagen, es fehlen uns noch Teile auf der Weltkarte, deshalb haben wir wieder gebucht - diesmal die Amera 2026/2027. Auf dem Meer fühlen wir uns zu Hause, lässt uns nicht mehr los.