Nuun, es war jetzt dringend Zeit für ein leckeres Mittagessen.
Nachdem ich meine Frau abgeholt hatte, gingen wir dazu auch gleich in
die TSL. Hier die tagesaktuelle Speisekarte, damit Ihr auch vom
Mittagessen im YC einen Eindruck bekommt:
Als Vorspeise hatte
meine Frau die Enten-Rillettes (sehr lecker):
Ich hatte die
Garnelen-Komposition, welche mich sehr an den Krabbencocktail aus dem
«Butchers Cut» vom Vorabend erinnerte – in jedem Fall sehr gut:
Auch diesmal konnte
ich mir eine Suppe nicht verkneifen – diesmal den
Waldpilz-Cappucchino (der eindeutig grösser als eine Kaffeetasse
war):
Eine 1a-Top-Suppe, sternewürdig!
Weiter mit dem
Hauptgang – meine Frau hatte das «Teufelshähnchen» (sensationell
gut gewürzt):
Ich hatte mich für
die YC-Version des Klassikers «Fish&Chips» entschieden:
Fisch und
Erbsenpüree waren super, aber was war mit den Pommes passiert?!?
Ganze drei Kartoffelstäbchen, welche ausserdem mit klassisch
englischen «Chips» nun so gar nichts gemein hatten? Sie waren zwar
lecker, aber leider so absolut nicht knusprig. Erinerten bestenfalls an Risolée-Kartoffeln. Daher muss ich in der
B-Note massiv Punkte abziehen. 
Und dann wurde mir
sogar noch die Käseplatte vor dem Dessert serviert. Auch lecker,
aber leider nicht wie bestellt:
Ich kam aber
spätestens an diesem Punkt zu der Erkenntnis, dass die Käseplatten
bei MSC von einem echten Käse-Sommelier zusammengestellt werden.
Wiederum sehr harmonisch, sehr ausgewogen. Und in der Mitte ein
Klecks eines Johannisbeer-Relishes, welches ich ohne Zweifel als
grossartig bezeichnen möchte. 
Die Desserts kamen
dann aber auch recht bald an unseren Tisch. Meine Frau hatte den
Schokoladenkuchen mit Waldbeerkompott:
Ich hatte den
Apfel-Streuselkuchen mit Vanille-Eis:
Jup! Absolut
befriedigend. Eigentlich hätten wir damit gerne für ein kleines
Mittagsschläfchen auf unsere Suite zurückkehren können, aber ich
wollte dann doch noch einen Digestiv in der TSL zu mir nehmen.
Ich weiss nicht, ob
es Abenteuerlust war, oder doch der massive Schlafmangel der
vorangegangenen Nacht. Wer meine RBs verfolgt hat, weiss ja von mir,
dass ich nicht nur ein passionierter Gin-Trinker bin, sondern infolge
meiner grossen Verehrung der 70er-Jahre-TV-Serie «M*A*S*H» auch ein
grosser Martini-Fan. 
Leider hat mich der
«Martini-Cocktail» bei TC bislang eher weniger geflasht, weswegen
ich in der Barkarte der TSL nach neuen Herausforderungen suchte.
Dabei stiess ich auf der dortigen Karte auf den «Negroni», welcher
schon länger auf meiner «to taste/try-Liste» stand. 
Dieser Drink wird zu
gleichen Teilen aus Gin, rotem Wermut und Campari gemischt (ohne irgendwelche nichtalkoholischen Anteile!) und mit
einer Orangen-Zeste auf Eis serviert:
Sieht harmlos aus. Ich wage einen
Schluck:
Whhhhuuuuiiiiiiii… Babababababaaaaaah…. Nagganagganagga….. 
Das Ding geht durch
meinen Hals und Brustkorb wie ein Molotow-Cocktail der RAF aus den
1970ern. Ein pangalaktischer Gonnergurgler (dies als Referenz für alle HHGTTG-Fans) ist gar nichts dagegen. 
Noch ein Schluck:
Brtzpfmbl…… Wackawackawacka……. 

Wo bin ich? Wer bin
ich?? Und warum zum Teufel trinke ich dieses Zeuch?!? 
Egal, noch ein
Schluck:
Aaaauuuuuuhauahauahauahauaha!!!
(Courtsey «Werner») 

Grosshirn an Magen,
Grosshirn an Magen – was treibt Ihr Idioten da eigentlich??? 

Puuuhfvieeewwwhaggahaggatetzibabba!!!! 

Ich spüre mein
Intestinum nicht mehr. Ich spüre meine Arme und Beine nicht mehr.
Ich spüre eigentlich gar nichts mehr. 
Who cares – noch
ein Schlückchen: 
Puhthipuhthipuhthiwammwammwammwassawassawassa… 


Ich habe den
dringenden Drang, Gedichte auf finnisch zu schreiben, obwohl ich von
dieser Sprache nicht die Bohne einer Ahnung habe. Sind aber sehr
clever, die Finnen. Die haben sogar ein eigenes Wort dafür, wenn man
alleine in Unterwäsche zuhause trinkt: «Kalsarikännit». Jetzt weiss ich, warum: 
Kacklikatzakatzadummdibrumm… 


Langsam kehrt das
Gefühl in meine Finger und in mein Gehirn zurück. Die Elche haben
sich schon längst mit Grausen abgewandt. Aber noch ist es nicht
vorbei:
Eschescheschezittituttigruttifruttikruttiluttibummmbuuummmmmvbuuuuummmmmm…. 




Scheissewas, ich bin
durch… 

...
...
Kellner: noch so ein
Gesöff! 
(Fortsetzung folgt)