Beiträge von Faulpelz

    Was davon stimmt denn nun? Nur Arzt oder Gesundheitsamt, Ordnungsamt etc? Ist das in CH anders als in DE?

    Also hier in der Schweiz sind es drei Stufen:

    1. Arzt füllt das Formular aus und stempelt es ab.

    2. Gesundheitsamt beglaubigt das Formular in der jeweiligen Schweizer Landessprache (also hier in der Deutschschweiz auf deutsch).

    3. Im Rathaus, das für das Gesundheitsamt zuständig ist, wird eine Überbeglaubigung (Apostille) auf englisch durchgeführt.

    Jetzt alles klarer? :)

    (Und ich denke, dass es in der EU gleich sein sollte, da wir hier in CH das EU-Formular verwenden. Ach ja, und das oben Geschriebene bezieht sich primär auf Betäubungsmittel; im Falle einiger Länder, wie z.B. den Emiraten, aber auch auf Psychopharmaka.)

    Faulpelz, ich hätte mir wohl in die Hose gemacht wenn ich gewusst hätte, dass hinter der Zeltwand Löwen liegen =O:D

    Eure Söhne hätten ihnen aber bestimmt am liebsten den Bauch gekrault ^^

    Naja, wir haben ja auch erst hinterher erfahren, von welchen Savannenbewohnern die Geräusche stammten...

    Was das Bauchkraulen angeht: da wären wir alle gerne am Start gewesen, so wie wir bereits zu diesem Zeitpunkt unsere Miezen vermisst haben... :D

    Am nächsten Morgen verliessen wir das Camp – mit stimmgewaltiger Begleitung der gesamten Crew, welche uns nochmal das schon bekannte «Jambo Bwana» und weitere Lieder sangen.

    Auf dem Weg aus dem Park wurden wir stilvoll verabschiedet. Die Geier warteten schon: =O

    Sie hatten sich neben der Piste um eine anscheinend lohnende Beute geschart: <X

    Ein letzter Dickhäuter:

    Dann kreuzte eine Horde Paviane unseren Weg:

    Kurz darauf verliessen wir den Park und machten uns auf den Weg zum Ngorongoro-Krater. Endlich mal wieder eine asphaltierte Strasse! :love: Also zumindest für ca. 30 Kilometer, dann wurde es wieder extrem ruckelig. <X

    Voll von Eindrücken unseres zweiten game drive fuhren wir zurück ins Camp, um unser «late lunch» einzunehmen. Es gab einen leckeren Gurken-Gemüse-Salat:

    Anschliessend grilliertes Huhn:

    Und nochmal einen Zimtkuchen.

    Danach war den Nachmittag lang relaxen angesagt. Die Elche und ich nutzten die Gelegenheit für einen Drink im Lounge-Zelt vor weiterhin beeindruckender Kulisse:

    Hier übrigens nochmal unser Zelt:

    Wir waren sehr froh, jetzt ein paar Stunden zur Entspannung zu haben. Eine schöne Dusche war jetzt wirklich sehr willkommen (auch wenn der Warmwasseranteil eher spärlich war, trotz vorheriger Anmeldung).

    Zum Abendessen kredenzte man uns eine sehr leckere Erbsencremesuppe:

    Unsere Jungs, die (s.o.) bislang wirklich keine grossen Suppen-Fans waren, haben 2x Nachschlag bestellt!

    Als Getränk hatte ich einen «Stoney Tangawizi», ein Getränk, welches ab diesem Zeitpunkt zu unserem absoluten Lieblingsgetränk der Reise wurde:

    Das ist ein Ginger Ale, allerdings nicht so süss, wie die europäische Version, sondern sehr ingwer-ig. Wir vermissen es hier in der Schweiz inzwischen schon sehr.

    Als Hauptgang bekamen wir ein sehr geniales Rinder-Stew:

    Und zum Dessert – wieder mal – einen Zimtkuchen. Dazu erneut die geniale Gesangsperformance des Camp-Teams, bei der wir alle begeistert mitklatschten.

    Eigentlich hatten wir vorgehabt, uns nach dem Abendessen ans Campfire zu setzen (es war uns am Vorabend angeboten worden, allerdings hatten wir aufgrund grosser Müdigkeit die Option nicht wahrgenommen). Aber laut dem Camp-Team hatte sich in weniger als 100m Entfernung eine Büffelherde niedergelassen, so dass man das Feuer aus Sicherheitsgründen nicht entzünden wollte.

    Die Kinder waren zwar sehr traurig darüber, aber letztlich war die Vorsicht ja nachvoillziehbar. Also gingen wir – mit entsprechendem Geleitschutz – zum Schlafen in unser Zelt.

    In den frühen Morgenstunden wurden wir dann von sehr seltsamen Geräuschen neben dem Zelt geweckt. Meine Frau meinte, es höre sich an wie ein asthmatischer Elch. Erst beim Frühstück erfuhren wir, dass zu diesem Zeitpunkt zwei Löwen durch das Lager gestrichen waren und sich direkt neben unserem Zelt niedergelassen hatten. Nachträglich war das für uns sehr aufregend: wir waren letztlich nur durch die Zeltbahn von den grossen Raubkatzen getrennt gewesen.

    Inzwischen kamen wir uns vor, wie bei einem Tennismatch. Ständig wechselte unser Blick von links nach rechts und wieder zurück nach links. Neues Motiv: nochmal zwei Warzenschweine:

    Und noch ein Raubvogel – ein Afrikanischer Fischadler:

    Zwei Marabus:

    Dann wurden wir von einer Elefantengruppe rechts überholt:

    Mit Nachwuchs:

    Sie waren scharf auf ein paar Akazien am Wegesrand:

    Vom See kam uns eine weitere Gruppe entgegen:

    Einer hatte seinen persönlichen Schädlingsbekämpfer mit «an Bord»:

    Wir fuhren ein Stück weiter und fanden uns völlig unvermittelt einem riesigen Vogelschwarm gegenüber:

    Was für Vögel konnten das nur sein?

    Als der Schwarm unseren Jeep überquerte – und damit sehr beeindruckend kurzzeitig den Himmel über uns verdunkelte – konnten wir es schliesslich erkennen:

    Es waren hunderte Pelikane:

    Keine Zeit zum Durchatmen! Auf der seeabgewandten Seite des Jeeps liefen zwei Warzenschweine vorbei:

    Und nur knapp 100m weiter kamen wir an einer riesigen Pelikan-Kolonie vorbei:

    Wieder Seitenwechsel – ein Afrikanischer Kampfadler (African Martial Eagle) poste für uns mit Zebras im Hintergrund:

    Als nächstes war erstmal eine Toilettenpause fällig. Wir fuhren dazu zu einem der vielen Picknickplätze im Park.

    In den dortigen Bäumen gab es jede Menge verlassene Webervogelnester zu sehen:

    Die Brutsaison war schon einige Zeit vorbei, eine neue würde erst im Laufe Dezember, nach Ende der Herbst-Regenzeit, welche Ende Oktober/Anfang November beginnt, anfangen.

    Auf dem Picknickplatz gab es aber auch viele andere Vögel zu sehen, zum Beispiel Glanzstare:

    Und noch einige andere Vögel:

    Der südliche Teil des Tarangire National Parks, durch den wir heute fuhren, ist ein weitläufiges Sumpfland mit verschiedenen Wasserlöchern, zu denen am späten Vormittag viele Tiere kamen:

    Zu ihnen gesellte sich eine grosse Zahl an Marabus und Pelikanen:

    Joah, vor Dänemark weht bisweilen schon eine steife Brise. Aber'n büschen Seegang hat noch niemandem geschadet. :evil::P

    Und was die Medikamentenpreise an Bord angeht: meine Mutter hat 2015 mal auf der MS4 für 20 Tabletten Magnesium einen Fuffi erlegen müssen. Plus noch einen für die Beratung, ohne die die Pillen nicht abgegeben worden wären. 8|

    Habt Ihr eine Reise-Krankenversicherung: da könnt Ihr die Rechnung einreichen, die übernehmen das im Regelfall.

    Bevor irgendjemand von Euch auf die Idee kommt, ich käme in meinem Bericht möglicherweise überheblich oder arrogant daher:

    Ich möchte einfach nur aufzeigen, wie geil unsere Reise nach Tansania wirklich war. Als mir Liz von "EasyTravel" nach meiner allerersten Anfrage vor gut einem Jahr per eMail antwortete, lautete die Betreffzeile "The Experience of your Lifetime". :huh:

    Ich fand das damals mindestens frag- und beweiswürdig, im schlimmsten Fall überzogen. Heute hingegen muss ich dringend Abbitte leisten. Diese Reise (und das werde ich Euch im Laufe dieses RB noch zeigen) hat für uns einen Standard gesetzt, welchen wir mutmasslich niemals wieder in unseren Leben erreichen werden können! :love::):*

    Und genau deshalb bitte ich die Administrator*innen dieses Forums auch um Entschuldigung, wenn ich im Verlauf weiterhin auf unsere Safari-Agentur hinweisen werde. Sie haben es ehrlich verdient! :)

    Er hatte in der Ferne etwas erspäht, was er uns zeigen wollte. In rund 100m Entfernung lag ein Leopard in einem Baum.

    Wir machten uns mit Fernglas und Kamera sofort auf die Suche. Ergebnis: nix! :huh:

    Unser Guide versuchte nach und nach, unsere Blicke zu lenken. Immer noch nix! 8|

    Na, dort!

    Wo?

    Da!

    (grummelbrummelwoistdenndasblödeviechundwiezurhöllesollenwirdassehen?!?)

    Und dann, nach einer gefühlten Ewigkeit: ein Hintern! :love:

    Wow! Hurra!! Hallelujah!!! :)^^:D

    Wobei das Ganze auf dem Monitor meiner Kamera nicht annähernd so eindrucksvoll aussah, wie jetzt im Bericht.

    «Shall we risk it?» meinte Emmilian.

    «Risk what?» antwortete ich.

    «To go off the path», antwortete unser Guide.

    An dieser Stelle eine kleine Belehrung: wenn man in einem tansanischen Nationalpark unterwegs ist, darf man nie, nie, niemals die «offiziellen» Pisten verlassen. Wirklich nicht! Sowas kann teuer werden, wenn einen die Ranger erwischen. X/

    Auf der anderen Seite: wer sollte davon erfahren? Also ausser Euch? (Also bitte: Pssscht!, okay?) ;)

    Unser Guide wendete kurz den Jeep – und in diesem Moment wünschten wir uns sehr heftig, auf dem erlaubten Weg geblieben zu sein. Ehrlich: Autoscooter und Achterbahn zusammen auf der Dorfkirmes sind nichts dagegen, was unsere Skelettsysteme in diesem Moment erleiden mussten.

    Dies erscheint mir als geeigneter Moment für einen dringenden Einschub:

    WARNUNG!!!


    Eine Safari durch die afrikanischen Nationalparks (egal, in welchem Land) ist definitiv nichts für Personen, welche an Arthritis (inklusive Rheuma), Bandscheibenvorfällen oder anderen Wirbelsäulenproblemen leiden. Selbst die offiziellen Strassen sind für den muskuloskelettalen Stützapparat aller Menschen über 30 eine echte Herausforderung.


    Ich meine das ernst! Wirklich!! Ganz, ganz ehrlich!!! =O:cursing:

    (Einschub Ende)

    Okay, wo waren wir stehengeblieben? :?:

    Ach ja, bei Fotos von einer Katze ein einem Baum (ich frage mich ja, ob die Feuerwehr sie auch dort herunterholen würde… :/ ):

    Meine Frau so zum Guide: «How much is it, if we get caught?»

    Unser Guide so: «30 Dollars»

    Meine Frau so zu mir: «You pay that!»

    Unser Guide so: «And a kick in the butt.»

    Ich so zu meiner Frau: «I pay, you take!»

    Plötzlich Stille… :D

    Auf meiner Handykamera sah der Leopard sehr friedlich aus:

    Auf dem Weg zum Platz unserer Toilettenpause begegneten uns noch ein paar Karibus:

    Und in der Ferne erinnerte mich die grösste Erhebung im Park irgendwie an den einsamen Berg Erebor (Tolkien-Fans werden mich verstehen...):

    Okay, dann machen wir mal eine kleine Safari-Abrechnung bezüglich der legendären "Big Five".

    Elefant - check!

    Afrikanischer Büffel - check!

    Löwe - check!

    Leopard - check!

    Nashorn... naja...

    Aber 4 von 5 in nur eineinhalb Tagen - Wahnsinn! :):):)

    (to be continued...)

    Die afrikanische Savanne wurde weiterhin nicht müde, uns ihre Wunder zu zeigen. Etwa 10 Minute später sahen wir unser erstes «Dikdik», eine Zwerg-Antilopenart:

    Kurz darauf überquerten einigê Zebras die Piste. Was uns zu einem in den folgenden Tagen wiederholt bis zur Schmerzgrenze strapazierten Wortwitz ermunterte: «Is this a zebra crossing»?: ^^

    (Für alle jenen unter Euch, die des Englischen nicht so mächtig sind: «zebra crossing» kann wahlweise entweder «ein Zebra kreuzt (die Strasse)» oder «Zebrastreifen» (im Sinne der Strassenverkehrsordnung) heissen.) :D

    An einem fast ausgetrockneten Flussbett beobachteten wir eine Elefantenkuh mit ihrem Nachwuchs beim Trinken:

    Ein Giraffenbulle beschnüffelte nebenan das Hinterteil eines Weibchens, um herauszufinden, ob sie paarungsbereit sei: :huh:

    Er schien uns bemerkt zu haben, wirkte fast empört: 8|

    Als Nächstes wieder Elefanten (und ich möchte wetten, dass bei diesem Bild so einige von Euch - wie wir - spontan den «Baby Elephant Walk» im Ohr haben (wer den nicht kennt – einfach googlen!)): ;)

    Noch mehr Elefanten:

    Büffel – eine weitere Herde:

    Wir überquerten noch ein halb-ausgetrocknetes Flussbett:

    Aber plötzlich stieg Emmilian völlig unerwartet massiv in die Eisen! :huh:8|=O