Beiträge von Faulpelz

    Nach dem Mittagessen ging es dann auch für uns zwei zum Flughafen. Leider gab es am Airport ZNZ keine Business Class-Lounge. Stattdessen wurden wir in eine flughafeneigene Lounge eingeladen, Kostenpunkt 25 Dollar. Wir haben dankend verzichtet. :|

    Dazu muss ich allerdings anmerken, dass an diesem Flughafen im Moment viel (um)gebaut wird. Mutmasslich wird es künftig dort auch eine BC-Lounge für die Gäste von «Ethiopian» geben.

    Egal: in der Abflughalle gab es einen (viel zu) kleinen Stand zur Selbstverpflegung, an dem ich ein letztes Mal den genialen lokalen «Strong Tangawizi» Ginger Ale erstehen (und nebenbei eine Schweizer Familie in der Schlange, welche sich über die hohen Preise echauffierte (!) veralbern) konnte. 8o

    Die Reihenfolge der Gates folgte irgendwie auch keiner erkennbaren Logik – von links nach rechts: 6, 3, 4, 5, 1, 2. :/

    Dann das Boarding, dann der Flug, wieder mit leckerem Happi: :)

    Umsteigen in Addis Abeba am späten Abend. Nochmal ein klassisches äthiopisches Essen in der «Cloud 9»-Lounge: :love:

    (gekochte Eier in einer Rinder- und Schafshack-Sosse) :*

    Der Kleine machte einstweilen ein Nickerchen, da unser Anschlussflug erst um 0:20 Uhr ging: :sleeping:

    xxxAdmin (Datenschutz) xxx

    Dann der Weiterflug nach Wien (und ich muss ohne Einschränkung zugeben, seit unserer Reise ein absoluter "Ethiopian"-Fan geworden zu sein - ich würde jederzeit gerne wieder mit dieser Airline fliegen!):

    Und von dort am Morgen weiter nach Basel, wo uns meine Frau schliesslich abholte. Irgendwann am späten Vormittag des Mi.19.10.2022 waren wir dann wieder zuhause, wo uns der Grosse und die inzwischen aus der Katzenpension abgeholten Stubentiger freudig begrüssten. :)^^:D

    Tja, um es mit «Schweinchen Dick» zu sagen:

    «Da-da-da-da-das war`s, Leute!» :!:

    Unser Kleiner und ich blieben schliesslich zurück. :(;( In der ursprünglichen Reiseplanung hätten wir nun eigentlich in ein Doppelzimmer umziehen sollen, aber das hatte ich glücklicherweise mit Lizbeth im Vorfeld ändern können (okay, das kostete dann auch knapp 300 Euro extra, aber das war es mir wert gewesen).

    So verbrachten mein jüngerer Sohn und ich noch einen Nachmittag am Pool (inkl. einem Tischfussball-Marathon) und nahmen anschliessend unser letztes Dinner ein:


    Aber auch für uns kam am nächsten Morgen die Zeit des Abschieds. Die Elche waren von unserem Balkon kaum wegzubekommen: 8)8|

    Erst beim endgültigen Ausräumen unseres Zimmer-Safes fiel mir eine Besonderheit auf, die ich Euch nicht vorenthalten möchte – in der Safetür gab es tatsächlich eine Steckdose, um die darin verwahrten Tablets oder Handys laden zu können: :thumbup:

    Auf dem Nachttisch meiner Frau fand ich ausserdem eine Preisliste für eventuell (und natürlich nur aus Versehen! :saint: ) aus dem Zimmer unerlaubt mitgenommene Gegenstände:

    Sehr smart! :D:thumbup:

    Mit dem Golfcart ging es dann zum Hauptgebäude:

    Ein letztes Mittagessen am Pool:

    Diese «BBQ-Pizza» (mit Salami, Speck, Rinderhack und BBQ-Sosse) ist zwar nicht im AI inkludiert, kostete aber nur 25.000 Tansanische Schilling (ca. 10 Euro). Und war definitiv jeden Schilling wert! :)

    Dann kam der Tag der Abreise für 50% unserer Familie. Die Reisetaschen meiner Frau und vom Grossen liessen wir früh abholen und verwahren, etwas später begaben wir uns dann auch ein letztes Mal gemeinsam zum Hauptgebäude:

    Später gab es nochmal ein Lunch an der Poolbar:

    Der Grosse (rechts) hatte ein Käse-Schinken-Sandwich mit Fritten, der Kleine (links) Ravioli nach Art des Hauses. Ich habe beides probiert: absolut lecker. Hier nochmal die Ravioli in Nahaufnahme:

    Meine Frau hatte einen Hähnchenburger mit Fritten ud Zwiebelringen – ein echtes Highlight mit einer tollen Kräutersosse auf dem Burger und einem echt zeckenden Dip für die Pommes: :*

    An diesem Punkt hiess es auch Abschied zu nehmen von den zahlreichen Rabenkrähen, die sich rund um den Pool tummelten. Wir hatten mit ihnen bereits am ersten Tag Bekanntschaft gemacht, als sie immer wieder zum Trinken an den Pool kamen und immer wieder versuchten, uns die Snacks, die wir uns an unseren Liegeplatz bestellt hatten, zu klauen. ;)

    Einmal hat mir einer der Vögel sogar die Selleriestange aus meiner Bloody Mary gemopst! 8|

    Unser Grosser, der (hoffentlich) angehende Tierarzt, hat dann eine besonders neugierige Krähe mit Brotstückchen angelockt:


    Die Vögel waren aber auch sonst nicht wirklich scheu:


    Und schliesslich mussten wir uns dann für fast 2 Tage verabschieden. ;(


    Neuer Morgen, neues Frühstück: :love:

    An der Omelettstation hatte man mir gesagt, dies sei ein sehr beliebtes Frühstück auf Sansibar: ein Omelett mit Würfeln von gegrilltem Schafsfleisch, Ziegenkäse, Kräutern und viel Knoblauch. Dazu ein eingelegtes Kraut und eine Maniokpfanne.

    War definitiv sehr lecker und empfehlenswert. :):thumbup:

    Es war nun Sonntag, der 16. Oktober. :huh: Schon am nächsten Tag würden meine Frau und unser Grosser die Rückreise antreten. Wir berieten uns also, was wir mit diesem letzten gemeinsamen Urlaubstag anfangen wollten. Meine Frau wäre gerne an den Strand gefahren, die Jungs hatten darauf aber eher weniger Bock. Und ich war nach der ersten Woche in den Nationalparks einfach zu müde. ||

    Also wurde es nochmal ein Tag am Pool. Wobei ich zugeben muss, dass rund um den Pool so einiges an Zerstreuung geboten wurde. Neben den bereits erwähnten Möglichkeiten konnte man dort auch Darts, Boulle, Badminton oder Tennis spielen. Langweilig wurde es jedenfalls nicht! ^^

    Und später im Hauptgebäude wiederum ein tolles Abendessen: diesmal waren auf der Nebenterrasse mehrere Grillstationen (inkl. einem Smoker) aufgebaut worden. Da gab es sogar Spanferkel (und das auf einer überwiegend muslimisch geprägten Insel!): 8|

    Auch diesmal gab es eine tolle Suppe: eine Hammelbrühe mit Lauch:

    Ach ja, es gab dort auch jeden Tag tolle Abendunterhaltung. Zum einen spielte jeden Abend eine Band auf einer Bühne neben der Terrasse des Hauptgebäudes auf. Allerdings nicht immer mit gleichbleibender Qualität.

    An unserem ersten Abend wurden uns noch afrikanische Rhythmen serviert, an diesem Abend jedoch nur die afrikanische Variante von «Captain Cook und seine singenden Saxophone» (falls das noch jemand hier kennt): =O

    Ebenso gab es jeden Abend eine Filmvorführung auf einer Leinwand am Pool. An diesem Abend wurden klassische «Tom&Jerry»-Cartoons gezeigt – das liessen wir uns natürlich nicht entgehen! :)^^:D

    Der Rest des Vormittags war «echter Stress» 8| : auf der Terrasse abhängen, an der Poolbar einen Cocktail trinken, meinen Grossen gnadenlos im Gartenschach fertigmachen, eine Runde Tischfussball mit den Jungs. :) Und schon war es Zeit fürs Mittagessen.

    Leider war das Hauptrestaurant nur für Frühstück und Abendessen geöffnet, deshalb gingen wir zum Lunch in die Poolbar (Fotos weiter unten).

    Alternativ kann man auch in ein Restaurant am Ende eines Steges ins Meer gehen, aber

    a) muss man da rechtzeitig einen Tisch reservieren und

    b) war uns nicht ganz klar, ob die Jungs dort auch die Kinderkarte von der Poolbar bekommen würden.

    Egal, es hat trotzdem sehr gut geschmeckt! :thumbup:

    Den Nachmittag verbrachten wir dann (nach einem kurzen Umzieh-Stop in unserer Suite) am und im Pool. Dieser hatte einen flachen Einstieg, an dem es auch einen kleinen Basketballkorb und ein Mini-Wasserballtor für die Kids gab, dann wurde es plötzlich tiefer bis zu einer Wassertiefe von 1.6m. Dort konnte man dann rund 20-25m bis zum gegenüberliegenden Ausstieg schwimmen. :)

    Und es war entspannend wenig los. Überhaupt kein Stress wegen Liegen. :thumbup::thumbup::thumbup: Was aber sicherlich auch daran liegen dürfte, dass das Hotel noch einen eigenen Strand hat, welcher allerdings knapp 1km entfernt liegt. Hierfür gibt es wiederum einen Shuttle mit Golfcarts sowie Mini-Pickups.

    Im Laufe des Nachmittags spielte ich nochmal kurz (!) mit den Jungs Schach, wobei wir von einem Herren um die 70 beobachtet wurden. Er sprach uns nach der Partie auf Deutsch an und erzählte, dass er aus Thüringen käme, aus der Nähe von Jena. Er engagiere sich dort sehr im Jugendschach und fragte, ob ich gegen ihn spielen wolle.

    Ich hatte sofort einen Mordsrespekt. Gegen Ende meiner aktiven Zeit im Vereinsschach vor gut 20 Jahren hatte es in Jena einen Verein in der Schach-Bundesliga gegeben (SV Schott). Aber unvorsichtig, wie ich in der Urlaubsstimmung war, willigte ich in die Partie ein. 8|

    Was dann folgte, war ein einziges Gemetzel. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt eine Schachpartie so schnell und vor allem so übel verloren habe. Autschn! ;(:(||

    Mein Kontrahend klärte das aber schnell auf und meinte, ich solle mir das nicht so zu Herzen nehmen. Was ich dann auch nicht tat, denn ich hatte tatsächlich gerade gegen einen Schach-Grossmeister (GM) verloren. :saint:

    (In meiner aktiven Zeit habe ich lediglich zwei Mal gegen GM gespielt, beide Male in Simultanpartien. 1985 verlor ich im Familienurlaub im Allgäu in Immenstadt krachend gegen GM Helmut Pfleger; 1990 dann erreichte ich in meiner Heimatstadt Elmshorn gegen GM Vlastimil Hort ein Remis (auf das ich bis heute noch saustolz bin; immerhin trat GM Hort damals gegen «nur» 36 Spieler gleichzeitig an.)

    Nun also meine allererste Einzel-Partie gegen einen GM ausserhalb eines Simultankampfes. :huh: Und dafür hatte ich mich dann eigentlich gar nicht sooo schlecht geschlagen, hatte es immerhin in (grob geschätzt) 30-35 Zügen ins Endspiel geschafft, ehe der Gegner mit 2 Türmen, einem Springer und 4 Bauern meinen Turm, den Läufer und 2 Bauern regelrecht überrollte. (Ich nenne seinen Namen jetzt nicht, da ich ihn an dieser Stelle nicht um Erlaubnis für die Veröffentlichung seiner Identität gebeten habe. Bitte diesbezüglich auch keine Nachfragen, okay?)

    Tja, was man so im Afrikaurlaub erleben kann… ;)

    Danach war wieder Abendessen angesagt:


    Diesmal wieder sehr indisch angehaucht.

    Und im Anschluss ging es wieder in die Bar, von der ich Euch diesmal ein Übersichtsfoto zeige:

    Meine Frau und ich gingen anschliessend mit den Elchen in die Bar im Obergeschoss, wo man klassische afrikanische Spiele spielen kann:

    Dazu klassische Cocktails für den Elch: :love:


    Mit einem weiteren Toast an Knut verabschiedeten wir uns mal wieder in unsere Mupfeln.

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    Nicht ohne am nächsten Morgen etwas wirklich Sansibarisches ausprobiert zu haben – ich habe an diesem Tag selber auch zum ersten Mal zum Frühstück eine frische und sehr fette Hühnerbrühe getrunken: :*

    Danach dann frisches Obst und Leckeres aus dem Ofen:

    Nach dem Frühstück schauten wir uns ein wenig rund um das Hauptgebäude um:


    Weiter geht`s:

    Nach einer gut 50minütigen Fahrt quer durch Sansibar erreichten wir endlich das letzte Domizil unserer Reise: das «Melia Sansibar». Zur Begrüssung erhielten wir alle einen sehr schönen Cocktail: :love:

    Dann ging es mit einem Golfwagen zu einem der vielen Gebäude auf dem Gelände, welches unsere Familiensuite beherbergen sollte: :huh:8|:love:


    Das Badezimmer war grossartig: mit 1 Badewanne, 2 Waschbecken, 2 Duschen (davon 1x Regenwald-Style) und 1 WC: :):):)

    Der Blick vom Balkon auf den Indischen Ozean war zwar mit ein paar Palmen verstellt, aber immer noch grandios: :*

    Alles in allem ein echtes Träumchen! :love::thumbup:

    Wir machten es uns schnell ein wenig gemütlich. Aber dann überrumpelte uns schon das erste Luxusproblem: wir mussten doch tatsächlich zum Abendessen zum Hauptgebäude zurücklaufen.

    Prizipiell gibt es in dieser Hotelanlage zwar Golfwagen, um die teilweise doch recht weiten Laufwege zu überbrücken. Ptraktisch läuft das jedoch darauf hinaus, dass man das Gebäude, in dem man logiert, verlässt, und dann darauf hofft, auf der «Hauptstrasse» von einem zufällig vorbeikommenden Cart mitgenommen zu werden.

    Das wäre ja kein grosses Problem, sofern auf dem Gelände auch ein paar Sitzbänke verfügbar wären. Waren sie aber leider nicht. Und so liefen wir an diesem Abend die gut 600-700m bis zum Hauptgebäude zu Fuss. Wie gesagt: Luxusprobleme… :/

    (In den folgenden Tagen haben wir erlebt, dass es letztlich Glück ist, ob man ein «Golfcar» erwischt oder nicht… zumindest in Richtung Hauptgebäude. Für den Weg zurück gab es dort eine «Haltestelle», an der man sogar sitzen konnte, während man wartet.)

    Im Hauptgebäude gab es in den folgenden Tagen abends wechselnde Buffets. An unserem ersten Abend gab es ein «East Asia Buffet»:


    Die Suppen und Hauptgerichte waren super, das Sushi leider nur so ganz in Ordnung. Die Desserts hingegen – und das sollte während unseres gesamten Aufenthalts so bleiben – waren echt die Wucht in Tüten! :D

    Und dann kamen wir auch endlich an jenem Gebäude vorbei, welches weiter oben so sehr gehypt wurde:

    In diesem Haus befindet sich ein Museum, welches einer Reihe von Freddy-Mercury-Devotionalien gewidmet ist. Freddies Familie lebte kurz nach seiner Geburt in einem Haus an diesem Ort, allerdigs wurde das Haus schon vor langer Zeit an ebendieser Stelle abgerissen ud durch das heute dort befindliche Haus ersetzt. Welches dann irgendwann von einem indischen Investor, welcher auch "Queen"-Fan ist, erworben wurde, so dass letzterer dann an diesem Ort sein "Freddy Mercury Memorial House" einrichte konnte.

    Aber: es ist nun einmal NICHT das Geburtshaus des legendären "Queen"-Sängers. :P


    Auf dem Weg zurück zum Hotel entdeckten die Jungs in einem Innenhof noch eine Entenmutter mit ihren Küken:

    Abschliessend noch ein Foto unseres Hotels:

    Und schon waren wir auf dem Weg zu unserem letzten Hotel – diesmal gelegen an der Ostküste der Insel, am Indischen Ozean.

    Schliesslich kamen wir dann zum Mittagessen des Tages. Das Restaurant hatte den vielversprechenden Namen „Silk Road“. Was uns dort (inkludiert im Reisepreis) serviert wurde:

    Ein netter Aperitiv auf Gin-Basis. Es folgten sehr scharfe Hähnchenbällchen für die Jungs:

    Erinnert sich noch jemand an Nintendos „Zelda“? An das „Triforce“?

    Vergiss die Suche, Link – wir haben es gefunden:

    Danach weitere Gerichte:


    Und dann absolut niederknienswerte Nachspeisen:


    Boah! STOP! :)

    Also mal wirklich STOP!! :huh:

    So richtig: STOPSTOPSTOP!!! 8|

    Anders ausgedrückt:

    HAAAAAALLLLTTTTT!!! =O:):):)

    Scheisseleute, jetzt muss ich das einfach mal sagen:

    In den letzten 30 Jahren habe ich in so manchem Restaurant Station gemacht, welches im weitesten Sinne als „indisch“ zu deklarieren war. Okay, meine Frau und ich waren noch nie in Indien, dafür aber mehrfach in GB und vor allem auch als Gäste in diversen „indischen“ Restaurants in grossen Teilen Europas.

    Wir beide kochen liebend gern. Wir lassen uns aber auch beide gerne durch die verschiedenen Strömungen des indischen Subkontinents inspirieren.

    Aber das, was uns da im „Silk Road“ offeriert wurde, hat uns sowas von geflasht. Also für alle von Euch, die mal nach Stone Town kommen sollten: von uns ein uneingeschränkter Besuchtstipp! :)^^:D

    Mein Vater ist Architekt und Stadtplaner, seit mehr als zwei Jahrzehnten im wohlverdienten Ruhestand.

    Infolgedessen habe ich seine Fachgebiete bereits quasi mit der Muttermilch (oder vielleicht besser „Vatermilch“?!?) aufgesogen. Und (deshalb?) tut es mir jedes Mal unendlich leid, wenn ich erleben muss, wie die Bausubstanz von Jahrhunderten zugrunde geht, weil einfach nicht genug Geld zu ihrer Erhaltung vorhanden ist.

    Klar, die Menschen dort haben ganz andere Probleme, aber dennoch möchte ich an dieser Stelle darüber klagen können. Ganz besonders angesichts einer Geschichte, die uns unser Guide erzählte.

    Der alte Sultanspalast aus dem 19. Jahrhundert war im 20. Jahrhundert über Jahrzehnte nicht gepflegt und unterhalten worden, so dass schliesslich akute Einsturzgefahr bestand. Irgendwann in den 1990ern verkaufte die tansanische Regegierung den Palast dann an einen ausländischen Investor, welcher im Gegenzug versprach, den Palast komplett zu sanieren.

    Was der Investor aber nicht tat. Stattdessen verpachtete er das Gebäude für viel Geld an einen Subuternehmer, welcher sich verpflichtet haben soll, die Sanierung durchzuführen.

    Was dieser aber ebenfalls nicht tat.

    Lange Rede, kurzer Sinn: das Ganz lief dann über Jahre solange weiter wie ein unternehmerischer Kettenbrief, bis schliesslich vor ein paar Jahren der Thronsaal des Palastes komplett in sich zusammenbrach. Upsi!

    Und am Ende war es dann (grosse Überraschung!) niemand gewesen.

    Die gute Nachricht jedoch lautet: inzwischen wird der Palast wiederaufgebaut. Mit Geldern der Regierung und der UN. Die Rekonstruktion wird zwar noch eine Weile dauern, aber immerhin konnten die Jungs vor dem Bauzaun mit einer Kanone posieren:

    Und hier noch ein Eindruck vom Palast über den Bauzaun hinaus:

    Aber bevor wir uns jetzt zu sehr in Geschichte und Politik verlieren: unser Guide hat uns an dieser Stelle auch zu einer sehr schönen Strandpromenade geführt:


    Was aber noch viel, viel genialer war: direkt neben der Promenade befand sich ein (gebührenpflichtiger) Spielplatz, welchen die Jungs sofort ausprobieren mussten. Dabei machten sie dann spontan Bekanntschaft mit Ali, einem elfjährigen Jungen aus Stone Town.

    Und daraus wurde dann ganz nebenbei eine Internet-Freundschaft, welche bis heute aktiv ist. Ali spielt nämlich – genauso wie unsere Jungs – liebend gerne „RoBlox“ und „Minecraft“ im Internet, wurde inzwischen in die Game-Netzwerke der Jungs integriert.

    Warum nur haben die Lehrpersonen unserer Söhne nur solche Angst davor, dass sich die Kinder international organisieren? Ich persönlich finde das grossartig. Was hätte ich selber mit solchen Möglichkeiten vor 40 Jahren gemacht…

    Noch ein paar Eindrücke vom „Strand“:

    Und dann trafen wir auch schon den letzten Guide unserer Reise in der Hotellobby, der uns Stone Town in einem kleinen Rundgang näherbringen sollte.

    Vorweg eines: Stone Town ist vor allem berühmt als Geburtsort von Farrokh Bulsara, besser bekannt als Freddie Mercury, der Leadsänger der britischen Kultband «The Queen». Demzufolge gibt es dort auch ein Museum, welches diesem Sänger gewidmet ist – aber welches sich, entgegen oft gehörter Behauptungen, nicht dort befindet, wo man von den Guides hingeführt wird. Dazu aber später mehr.

    Vielmehr befand sich das legendäre «Geburtshaus» (OMG, das hört sich ja schon quasireligiös an… :saint: ) direkt neben unserem Hotel.

    Kein Scherz! Ich habe das sogar mehrfach recherchiert, und es stimmt. Freddie Mercury wurde am 5.9.1946 im 2. Stock dieses Hauses geboren:

    Die Familie ist allerdings nur wenige Wochen nach der Geburt in ein anderes Haus umgezogen; dazu später mehr.

    Unser Guide führte uns dann durch die engen Gassen der Stadt bis zum ebenfalls legendären «Africa House Hotel»:

    Dieses entstammt der Mitte des 19. Jahrhunderts, als der Sultan von Sansibar versuchte, für das tansanische Volk unter der britische Kolonialherrschaft ein wenig Unabhängigkeit zu erlangen. In besagtem Hotel trafen sich seinerzeit die britischen Besatzer mit der lokalen Obrigkeit:


    Trotz der muslimischen und hinduistischen Dominanz auf der Insel findet man als Folge der zunächst britischen Vorherrschaft auf der Insel (bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte Sansibar übrigens zum Deutschen Reich, wurde dann aber gegen Helgoland eingetauscht) noch eine Reihe von Kirchen:

    Zur damaligen Folklore gehört auch die Geschichte der sansibarischen Prinzessin, welche sich in einen deutschen Ingenieur verliebte und schliesslich mit ihm nach Europa zog:

    Der Palast, in dem der Ingenieur seinerzeit lebte, ist bis heute eine Touristenattraktion:


    Es gab aber leider kein Happy End für die Prinzessin. Sie starb 28 Jahre später verarmt, nachdem sie nach vielen Jahren in Baden-Württemberg kurz vor ihrem Tod in ihre Heimat zurückgekehrt war.

    Gegenüber dem Palast findet man die ursprüngliche portugiesische Festung aus dem 15. Jahrhundert:

    Und eben dort beginnt meiner Meinung nach das Problem. Bei den alten Mauern. Die komplett am Vergammeln sind. Leider!

    Nun aber weiter im Text. Kann ja nicht sein, dass wir uns von der spätrömischen Dekadenz der tansanischen Festlandfauna anstecken liessen…


    Obwohl unser Hotel in Stone Town genau in diese Richtung ging. Gemäss Reisevertrag hatten wir dort am Abend unserer Ankunft ja sogar ein Dinner zugute gehabt, aber nach dem Flug vom Festland und dem fast einstündigen Transfer vom Flughafen zum Hotel waren wir schlichtweg zu müde gewesen, um dieses noch in Anspruch zu nehmen.

    Im Nachhinein haben wir das wirklich bedauert, denn das Frühstück am folgenden Tag war wirklich grossartig:

    Und das mit bestem Blick auf den Indischen Ozean:


    Frisch ausgeschlafen konnte ich auch noch ein paar Fotos von der Hotelanlage machen:


    :)

    Tut mir sehr leid, dass ich Euch warten liess, aber mich hat in den letzten eineinhalb Wochen ein ziemlich fieser Infekt (non-Corona!) massiv auf die Bretter geschickt. Da fühlte ich mich dann jeden Tag genauso bedröhnt wie der Giraffen-DJ mit seinen Riesen-Pupillen aus meinem letzten Beitrag. Huuuiiiiiii….

    Egal! Szenenwechsel:

    Der Lead Sänger der «Kings» tat sich sehr bei der Betreuung der Groupies hervor:

    Der Drummer und der Bassist waren leider immer noch sehr erschöpft von der pre-Concert-Party:

    Der Rest der Band zeigte sich weiterhin eher uninteressiert:

    Die Show drohte an dieser Stelle zu eskalieren. Ein Mitglied der Fangruppe «Heavy Tanzanians» wagte einen spontanen Stagedive:

    Autsch! Das muss wehgetan haben! :(

    Seine Social-Media-Follower twitterten spontan «so what?!?»:

    Aber dann tauchte plötzlich und unerwartet der Junior des «Kings» auf:

    Währenddessen seufzte einer der Beobachter:

    Und dann versank das Festival irgendwie in einer grossen Schlammparty... 8|:D