Das Meer ist hier ruhig und die Sonne scheint... ein toller Tagesbeginn 
Laut Kabinenbrief dürfte ich als Individualausflügler erst ab 9.30h zum Facecheck... wie schön, dass man das erst jetzt erfuhr... mein Mietwagen war aber für früher reserviert, schließlich wollte ich viel sehen und das Auto musste bereits um 17h zurück gegeben werden. Hier bestand man nämlich drauf, dass die Rückgabe des Autos innerhalb der Öffnungszeit erfolgt, mit Schlüssel einwerfen wie zum Beispiel bei cicar ging nicht. Selbst ein Telefonat von Key Thomson mit den Office, so von Schotte zu Schotte, brachte nichts.
Also habe ich ein Fastfood-Frühstück im Ankelmanns zu mir genommen, um um 7.45h als eine der Ersten auf Deck 2 auf den Facecheck zu warten, ich wollte keine Minute der wertvollen Mietwagenzeit verlieren.
Hier musste ich mal wieder über das Verhalten mancher Leute den Kopf schütteln: Alle hatten sich ordentlich hinter den ersten Passagieren auf der Treppe platziert, manche aber kamen gegenüber mit dem Fahrstuhl an. Kein Problem, dann warteten sie eben drüben, ganz vorne ein älterer Herr mit 2 (Wander-)Stöcken, die er im anfahren Gang (es gab eine Absperrung, damit sich die Leute nach dem Facecheck nicht mit den Wartenden ins Gehege kamen). Nun wollten Crewmitglieder mit kleinen Wagen (in denen die Kellen für die Ausflüge lagen) vorbei. Nun glaubt mal nicht, dass der nette Herr seine Stöcke ein wenig zu sich gezogen hätte, nee, keine Spur. Aber als dann der Facecheck geöffnet wurde, rannte er wie blöde los, obwohl auf der Treppe gefühlt 20 Leute vor ihm dran waren, was er auch gesehen hatte. Na, nicht mit mir und einer anderen Dame neben mir
wortlos verständigten wir uns und bauten uns so vor ihm auf, dass die hinter uns stehenden Leute erstmal durchkamen... ätsch, da kommt das gerechte Kind in mir zum Vorschein
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Letztendlich war ich im 8.10h draußen...nur um dort festzustellen, dass der von der Insel gestellte Shuttlebus erst ab 9h fahren sollte. Eine reizende Schottin von Hafen bekam mein Entsetzen darüber mit (der Fußweg sollte ca. 35 Minuten dauern meinte sie, also keine wirkliche Verbesserung meiner Zeitplanung) und rief das Office von Orkney car hire an, um Bescheid zu sagen, dass ich später käme... Wirklich ganz toll und auch die Herren, die an der Wartestelle des Busses standen, waren extrem freundlich und humorvoll, ich konnte sie sogar recht gut verstehen trotz des ausgeprägten schottischen Akzents.
Zu meiner Überraschung kam dann der erste Bus doch schon um kurz nach halb neun und um 9.30h saß ich das erste Mal im Leben hinterm Lenkrad auf der rechten Seite, aufregend. Die Autovermietung ist übrigens zu empfehlen, das Auto war gut in Schuss und der Preis mit Zusatzversicherung lag bei 77 Pfund (dennoch verblieb für EU Bürger ein vierstelliger Selbstbehalt , das muss man in Kauf nehmen). Von der Bushaltestelle waren es keine 200m zur Autovermietung.
Die Abwicklung war schnell, es wurde glücklicherweise auch meine Debitcard akzeptiert. Das war übrigens auch noch so eine dumme Geschichte: Durch meine Erfahrung in Olbia wusste ich nun, dass meine Kreditkarte, mit der ich immer auch die Mietwagen bezahle und die Kaution hinterlege, ein kleiner Hochstapler ist und in Wirklichkeit eine simple Debitkarte ist. Genau eine Woche vor der jetzigen Reise fiel mir das wieder ein, also rief ich bei der Bank an, von der ich eine echte Kreditkarte habe und bat um Zusendung einer PIN. Hm, es könnte bis zu 7 Tagen dauern, würde also eng, aber wenn der Brief halt erst Montag käme, könnte ja mein Mann mir die Nummer geben... jetzt aber war bereits Dienstag und keine PIN da. Deshalb war es super, dass die hier kein Problem war... aber nun ging es auch los. Ab ins kleine Auto, raus aus Kirkwall und los Richtung Freiheit 
Diese unübersehbaren Posteinwurfkästen standen malerisch mitten in der Wallachei