Beiträge von Polo77

    HimmelundMeer

    Die Morgensonne hat die Felsen in ein tolles Licht getaucht. Die Berge strahlten und es sah einfach toll aus!

    Wir hatten Badesachen mit, sind aber nicht schwimmen gewesen, da es tatsächlich etwas kühl und windig war. Am Nachmittag hatte es sich dann bewölkt, aber es war wärmer.

    Wenn man das möchte, kann man in Muscat sicher auch auf eigene Faust alles machen. Kurz hinter dem Hafenausgang ist ein Parkplatz an dem zig Taxis standen. Damit könnte man sich zum Fort bringen lassen, denn das wäre mir zu Fuss zu weit. Zurück könnte man sich dann in der Stadt absetzen lassen und zu Fuss zum Hafen laufen. Das ist gut machbar.

    Da wir das Fort nicht besichtigt haben kann ich dir dazu nichts sagen.

    Viel Spaß bei der weiteren Planung! :)

    Hallo Resi1952 ,

    ich finde es auch klasse, das du dir Mühe eines Reisebericht machst. Bei 35 Tagen kommt da ja nochmal einiges mehr zusammen, über das man berichten möchte.

    Der Anfang liest sich schonmal super und ich bin gespannt was ihr so erlebt habt :) .

    Das mit der Sauna finde ich nicht so gut, also das mehr Leute reinkamen, als erlaubt :thumbdown: . Bin gespannt welche Lösung ihr da für euch gefunden habt ;) .

    Vielen Dank an alle für die Berichterstattung in den letzten Wochen! Viele schöne Fotos haben uns einen Eindruck gegeben, was ihr so erlebt habt. Bei dem trüben Wetter hier, war das eine mehr als willkommene Abwechslung. Ich habe sehr gerne mitgelesen und fand auch kritische Stimmen interessant.

    Nun schaukelt gut nach Hause. Ich wünsche euch einen robusten Magen ;).

    Vielen Dank für eure sehr netten Kommentare!

    @Isuledda99

    Die Woche Dubai mit Oman wäre schon zu empfehlen, wenn ihr mal wieder kurzfristig raus wollt ;)

    bonbini

    Habt einen schönen Urlaub! Ich drücke die Daumen, dass alles klappt. Und wenn du berichten magst, wie es auf der MS6 so läuft, dann lese ich sehr, sehr gerne mit :)

    Emmalotta

    Schönen Urlaub und viel Spaß beim Sushi machen. Das rote Enten Curry und die gebackene Banane sind übrigens auch sehr lecker ;) .

    Kaline

    Gern geschehen :).

    Die nächste Reise wird ein Campingurlaub in der Pfalz und im Sommer soll es dann voraussichtlich ebenfalls zum Camping ins Perigord nach Frankreich gehen. Mal sehen, ob wir bei den Plänen bleiben, denn irgendwie fehlt hier das Meer 8o.

    Ruhrpottkind

    Ich glaube ganz bestimmt, dass dein Wunsch in Erfüllung geht. Wenn auch nicht dieses oder nächstes Jahr, aber irgendwann bestimmt. Das ist machbar :) .

    alexxx

    Ja, ganz bestimmt. Probiere es einfach nochmal. TC ist es wert.

    Maulwurf

    Um dem Winter zu entfliehen ist der Orient wirklich ideal und es gibt viel zu entdecken.

    Bremerin

    Da wurde man richtig verwöhnt, gell?

    Aber eigentlich kann man nur hoffen, dass wir wieder auf vollen Schiffen unterwegs sein werden, denn das würde bedeuten wir leben Normalität.

    Seefahrer6168

    Letzten Winter sind wir wirklich davon ausgegangen, dass mit der Impfung alles normaler wird. Inzwischen wissen wir es besser.

    Im Frühjahr/Sommer wird das sicher wieder entspannter und dann geht es auch irgendwann wieder für uns los. Dat Kreuzfahrtvirus will ja zufriedengestellt werden ;).

    Fazit:

    Als erstes möchte ich sagen, dass wir eine wunderschöne Reise erlebt haben!

    Es ist einfach ein Traum, dem Winter zu entfliehen und Sonne und Wärme tanken zu können. Das tut unheimlich gut.

    Die Tage nach unserer Reise machten wir mehrere Selbsttests. Alle negativ! Wir sind also gesund wieder nach Hause gekommen.

    Die Route hat uns gefallen, wir haben viele unterschiedliche Ausflüge gemacht und waren beeindruckt von dem was wir gesehen haben. Aber einmal reicht ;) .

    Auf der Reise Dubai mit Katar legt man ca. 450 Seemeilen zurück, bei Dubai mit Oman sind es dann etwa 1.250 Seemeilen. Insgesamt also nicht sehr viel in 14 Tagen. Und das war tatschlich etwas, was unserer Meinung nach auf der Orient Route zu kurz kommt: die Zeit auf See und der Blick ins Schraubenwasser bzw. auf die Wellen. Denn das macht eine Kreuzfahrt ja eigentlich aus.

    Leider gab es keine Hafeninformationen mehr. Vermutlich ein Corona-Opfer. Das fanden wir sehr schade.

    Das Wetter war überall sehr angenehm, mit durchschnittlich 25/26 Grad. Abends an Deck konnte es aber ein wenig kühl werden, so dass eine leichte Jacke oder ein Tuch von Vorteil war.

    Womit ich tatsächlich nicht gerechnet habe, war Regen. Den hatten wir an den letzten beiden Tagen in Dubai. Der Dezember/Januar hat durchschnittlich zwei Regentage und wir haben beide erwischt! Passte ja irgendwie zur Stimmung ;) .

    In der ersten Woche haben wir die sehr geringe Auslastung zuerst etwas befremdlich empfunden, aber man lernt es zu schätzen und im Nachhinein betrachtet war es für uns Gäste wunderbar! TC wird das wohl anders sehen…

    In der zweiten Woche waren es dann eine 80 % Auslastung, mehr geht in Corona Zeiten nicht. Man kann den „Massen“ zwar ganz gut aus dem Weg gehen, aber wir empfanden es manchmal grenzwertig. Man ist aber auch überhaupt nicht mehr gewohnt mit vielen Menschen zusammenzukommen. Das spielt bei diesem Empfinden sicher eine Rolle.

    Der Fahrstuhl darf maximal zu viert genutzt werden. Dies war kein Problem in der ersten Woche, in der zweiten Woche sah das anders aus. Treppe steigen war das Mittel der Wahl ;) .

    Nach der Nachricht mit den positiven Corona Fällen, konnten wir weiterhin alle Annehmlichkeiten des Schiffes nutzen. Es gab keine Einschränkungen.

    Wir hatten ja angenommen, dass wir nun jeden Tag neu getestet würden, um weitere Ansteckungen aufzudecken. Das war aber nicht der Fall. Es fand nur die tägliche Temperaturmessung statt und das Restaurantteam hat noch verstärkter darauf geachtet, dass sich alle die Hände zuerst waschen und anschließend desinfizieren.

    Generell haben sich alle recht gut an die Hygienevorschriften gehalten und den Mund/Nasenschutz auch weitestgehend korrekt getragen.

    Die Sache mit dem Abstand wurde allerdings nicht überall so genau genommen. Es waren natürlich aufgrund der Feiertage viele Gruppen bzw. Familien an Bord und dass die zusammensitzen wollen ist klar.

    Es hatte tatsächlich auch einige Fremdsprachler an Bord (Niederländer, Franzosen und vermutlich Russen). Das war uns bei vorherigen Reisen nie aufgefallen. War auch vermutlich nicht so, aber der Einzugskreis ist wohl mangels Nachfrage erweitert worden (?!). Jedenfalls mussten immer mal wieder Durchsagen auf Englisch wiederholt werden, da es offensichtlich Verständigungsprobleme gab.

    Wir hatten die Balkonkabine 8144, direkt am Treppenhaus B, in der Ausbuchtung auf Steuerbord Seite. Die Nähe zum Treppenhaus finden wir immer praktisch, wegen der kurzen Wege in die Restaurants und zum Wasserspender. Durch die Ausbuchtung hat man zu allen Seiten einen guten Ausblick. Und da ja öfters Mal die Treppe zu benutzen war, erwies sich Deck 8 als gutes Mittel in alle Richtungen :) .

    In Dubai lagen wir immer backbords am Pier, so dass unser Balkon immer im Schatten lag. Das war angenehm, denn in der prallen Sonne hätte man es nicht aushalten können.

    In Abu Dhabi lagen wir mal backbord, mal steuerbord am Pier und hatten somit einmal Sonne und einmal Schatten.

    In Doha lagen wir backbord am Pier, das bedeutete Schatten und den schöneren Ausblick auf die Skyline anstatt auf die Baustelle des Hafenterminals.

    In Khasab lagen wir ebenfalls backbord am Pier, das hieß Schatten und Ausblick auf den Pier mit den Schmugglern.

    Auch in Muscat lagen wir backbord am Pier, d.h. Schatten.

    Unter den Bars ist die Tui Bar unser Favorit am Abend und die Außenalsterbar unser Favorit am Tag, wobei wir dort auch gerne unser Getränk ein Deck tiefer mitnehmen, um dann hier abseits der Hauptessenszeiten in Ruhe sitzen zu können.

    Die Getränke werden für uns in der Tui und Lumas Bar am besten gemixt. An den Poolbars schmeckte es mir meistens nicht, wenn man vom Sol mal absieht ;) .

    Wir hatten einige Gastkünstler in den zwei Wochen: Elvis Imitator - Oliver Steinhoff (der war richtig gut), einen Zauberer, Comedian - Benni Stark und natürlich auch einen Lektor. Dazu vier Bands, die alle gute Musik gemacht haben und einen DJ. Das Aufgebot war also durchaus beachtlich und es war für jeden etwas dabei.

    Alle Shows die im Theater und im Studio stattfanden, konnte man auch im Kabinen TV sehen.

    Außerdem gab es jeden Tag noch die Abendshow mit dem Kreuzfahrtdirektor Sönke Sieg, welche immer Live aufgezeichnet wurde und dann in Dauerschleife im Kabinen TV angesehen werden konnte, bis zur nächsten Sendung. Herr Sieg interviewte verschiedene Gäste, z.B. den Kapitän und Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen. Man erfuhr das ein oder andere interessante Detail. Auch die Gastkünstler haben sich hier vorgestellt und einen Vorgeschmack auf ihr Programm geliefert. Das fand ich eine ganz gute Sache.


    Mein Resümee zu dieser Reise ist, dass das Verreisen in Corona Zeiten schon eine Herausforderung darstellt. Wir haben im Vorfeld eine Menge zu bedenken gehabt, dann wunderbare 12 Tage erlebt, um aber am Ende nochmal einen Dämpfer zu erleben. Wir bereuen keinesfalls diese Reise gemacht zu haben, sind uns allerdings auch einig, dass wir vorerst keine langfristige Neubuchung tätigen werden. In Frage käme nur eine spontane Buchung, wenn es die Situation erlaubt.


    Damit möchte ich meinen Bericht beschließen und mich bei allen herzlich bedanken, die uns begleitet und bis hierher mitgelesen haben! :)<3

    03.01.2022 Dubai - Abreise

    Dadurch, dass wir die Koffer ja schon los waren, lief alles wie am Schnürchen. Eine halbe Stunde nach Betreten des Airports, saßen wir schon am Gate.

    Als wir im Flieger saßen, beglückwünschten wir uns kurz, dass wir einem Quarantäne Hotel Aufenthalt davon gekommen sind 8o.

    Gestartet ist unser A380 dann aber leider mit einer Stunde Verspätung, ein paar Gäste sind nicht mitgeflogen und die Koffer mussten erst wieder ausgeladen werden :rolleyes: .

    Der Flug war angenehm, ohne besondere Vorkommnisse.

    Neben mir saß eine alleinstehende Dame, die kein Wort verloren hat. Mir ging immer durch den Kopf, dass ihr Mann bestimmt im Quarantäne Hotel sitzt und sie nun alleine nach Hause fliegt! Ich habe nicht nachgefragt…

    Nach 7 Stunden landeten wir in Düsseldorf. Dort dauerte es ewig, bis wir unsere Koffer hatten. Die Autofahrt lief aber flüssig. Um 16 Uhr waren wir wieder zu Hause.

    02.01.2022 Dubai

    Unser letzter Tag an Bord ist schnell erzählt.

    Wir haben zum Frühstück einen Tisch im Hanami ergattern können. Das war sehr schön. Und das hier im Forum so oft angepriesene Egg Benedict ist echt sehr lecker :) .

    Wir haben es uns also auch weiterhin gut gehen lassen. Nur leider war die Unbeschwertheit weg.

    Zusätzlich auf die Stimmung drückte dann die heutige Durchsage des Kapitäns, dass man auch unter der Crew positive Corona Fälle ausgemacht hat.

    Es folgte die Information, dass wichtige Positionen nicht mehr besetzt werden können und somit die gewohnte Qualität im Service nicht mehr sichergestellt ist. Man hat sich daher schweren Herzens dazu entschieden den Gästebetrieb auf der MS6 für einige Tage zu unterbrechen. Das bedeutete, dass für alle Gäste die Reise am nächsten Tag endet und alle nach Hause fliegen. Dies wird nun organisiert. Auch für alle Gäste mit individueller Abreise sollte der Flug organsiert werden.

    Für uns war es ja sowieso das reguläre Ende der Reise, aber die 300 Gäste, die gestern erst aufgestiegen sind… die hatten ihre Koffer hoffentlich noch gar nicht ausgepackt… :(;(

    Als Wiedergutmachung wurde den Gästen ein Rabatt in Höhe von 20% auf eine neue, bis Ende 2022 gebuchte Reise angeboten (nur die Kreuzfahrt, ohne An-/Abreise Paket). Ein schwacher Trost, man kann sich die Enttäuschung ja vorstellen.

    Ab 19 Uhr hatten wir die Möglichkeit, im Hafenterminal bei Emirates einzuchecken und auch unser Gepäck schon aufzugeben. Wir sollten die Koffer dann erst in Deutschland wiedersehen. Nach kurzer Überlegung wie wir unser Handgepäck organisieren, haben wir das dann auch genauso gemacht. Wir erhielten unsere Boarding Pässe und konnten damit am nächsten Morgen direkt zur Sicherheitskontrolle gehen. Gute Sache.

    Nach einem Aperitif in der Tui Bar, einem letzten Abendessen im Mediterran und anschließendem Schlummertrunk waren wir recht früh wieder in der Kabine. Zum allerersten Mal waren wir froh, dass es nach Hause geht ?( .

    Unser Transfer zum Flughafen sollte bereits um 5:15 Uhr starten, es war also eine kurze Nacht. Zum Schlafen kamen wir trotzdem erst spät, da um 23:30 Uhr noch die letzte Durchsage (bis in die Kabine) vom Kreuzfahrtkapitän kam, bzgl. der Abreisedetails für alle.

    01.01.2022 Doha Dubai

    Wir hatten weder für Doha, noch für den letzten Tag in Dubai einen Ausflug geplant. Der Urlaub sollte ganz entspannt ausklingen, wir wollten nur das Schiff genießen.

    Den Neujahrsmorgen verbrachten wir erstmal auf der Kabine. So richtig zog uns nichts raus. Als sich aber irgendwann der Hunger meldete, wollten wir mal im Hanami vorbeischauen, ob wir dort einen Tisch bekommen. Fehlanzeige. Es war alles voll und in der Diamant Bar wartete bereits ein Ehepaar.

    Im Ankelmannsplatz war es brechend voll, das stieß uns heute noch saurer auf, als in den letzten Tagen. Wir bekamen aber glücklicherweise draußen noch einen Tisch. Die Kellner kamen nur leider überhaupt nicht hinterher mit abräumen und sauber machen.

    Da wir gerne spät frühstücken und dabei auch gerne draußen sitzen, ist das Frühstück hier eigentlich unser Favorit. Mit dem Wissen, dass es positive Corona Fälle an Bord gibt, konnten wir hier aber nicht mehr entspannt sitzen, das Frühstück fiel kurz aus.

    Direkt im Anschluss gingen wir ins Hafenterminal, für die erneute Einreise in den VAE. Beim Verlassen des Schiffes fielen uns ein paar neue Gäste mit Koffern auf. Das mussten wohl die neu anreisenden Gäste aus eigentlich Doha, nun Dubai sein. Denn auch die mussten ja umgebucht werden. Scheinbar gab es Hindernisse aufs Schiff zu kommen, denn wir haben nicht mehr beobachten können, dass sie das Schiff betreten haben. Keine Ahnung was da los war.

    Insgesamt waren es übrigens 300 Gäste die in Doha wechseln sollten.

    Es sah den ganzen Tag schon sehr trübe am Himmel aus und am Nachmittag fing es dann tatsächlich auch noch an zu regnen. Da es trotzdem warm war, machten wir es uns auf dem Balkon gemütlich.

    Gegen 16:30 Uhr hatten wir dann eine Verabredung im Hanami. Ich hatte uns schon vor Monaten für den heutigen Sushi Workshop angemeldet. Das hatte bei vergangenen Reisen irgendwie nie geklappt. Wir essen super gerne Sushi und sind ja auch Fans vom Hanami. Ich habe mich richtig gefreut auf diesen Termin. Und wir wurden nicht enttäuscht :) .

    Wir waren nur zu acht. Alles war schön vorbereitet und eingedeckt. Empfangen wurden wir mit einem Glas Sekt und es gab eine kleine Einführung. Unter Anleitung vom Sushi Meister haben wir dann nacheinander Lachs und Tuna Nigiri, eine Maki Roll und als letztes eine California Roll hergestellt. Wir waren mit unserem Ergebnis eigentlich ziemlich zufrieden ;) . Für jeden in Stücke geschnitten hat dann der Sushi Meister die Rollen. Sein scharfes Messer wollte er lieber nicht aus der Hand geben. Ja und dann durften wir unser erstes, selbst gerolltes Sushi natürlich auch aufessen. Lecker! :)


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    Jeder Gast bekam noch ein kleines Heftchen „Sushi Knigge“ überreicht. Hierin steht u.a. wie man den perfekten Sushi Reis kocht. Wir sind nun also gut vorbereitet, Sushi zu Hause selbst zu machen :) .

    Der Workshop hat Spaß gemacht. Das Sushi war lecker und wir waren erstmal ziemlich satt. Die 25 € pro Person waren gut investiert. Klare Empfehlung! :thumbup:

    31.12.2021 Seetag

    Heute war nicht nur ein Seetag, heute war Silvester.

    Hach, was war das vor zwei Jahren schön. Wir waren mit der MS4 auf dem Weg von Cadiz nach Barcelona. Schon einen Tag vorher wurde im Bug des Schiffes das Feuerwerk aufgebaut. Kurz vor Mittagnacht wurden die Maschinen gestoppt und ein wunderschönes Feuerwerk auf See wurde abgeschossen. Es war gigantisch! So nah dran ist man nirgends sonst. Es war eine tolle Partynacht.

    Wir wussten nicht so recht was heute Nacht passiert. Im Tagesprogramm stand nichts zum Ablauf der Silvesternacht. Wir wussten nur, dass wir gegen 3 Uhr in Doha einlaufen sollten. Im Bug tat sich auf jeden Fall nichts. Okay, also wohl kein Feuerwerk dieses Mal. Im Sinne der Umwelt auch nicht weiter schlimm für uns.

    Wir genossen den Vormittag mit einem späten Frühstück, draußen beim Ankelmannsplatz, einem Spaziergang über das Schiff und einem Besuch in der Himmel und Meer Lounge. Rund um den Pool auf Deck 12 und 14 tummelten sich die Massen. Wir staunten nicht schlecht, wie eng es hier zuging. Sonnenliege an Sonnenliege. Abstand? Nö. Im Whirlpool saß man zu sechst oder mehr.

    Wir verkrümelten uns lieber auf unseren Balkon. Der lag zwar im Schatten, aber hier war es ruhig und der Blick aufs Meer war wunderbar. Stundenlang Wellen beobachten und es wird nicht langweilig :) .

    Tja, wären da nicht die ständigen Durchsagen von Sönke Sieg :( . Denn heute stand erneut ein Antigen Schnelltest für die Einreise in Doha auf dem Programm. Nach den Erfahrungen vom letzten Mal fand dieser heute allerdings im Theater auf Deck 4 statt. Etwa gegen 13 Uhr ging es mit Deck 11 los und eine halbe/dreiviertel Stunde später dann die erste Durchsage, dass Kabine xy bitte erneut ins Theater kommen solle. Na gut, das kennen wir ja schon, der Test muss wiederholt werden. Danach folgten allerdings Durchsagen, dass sich die Gäste in ihre Kabine begeben und dort auf das Personal warten sollen. Oh oh, das hörte sich jetzt anders an.

    In den nachfolgenden Stunden meldete sich unser Kreuzfahrtdirekter dann noch weitere, ungezählte Male. Es lag auf der Hand, dass hier etwas absolut faul war.

    „Positiv“ ( 8o ) war heute, dass der Test im Theater viel besser ablief, als beim letzten Mal. Wir konnten uns schon ein wenig vor unserer angegebenen Zeit auf den Weg machen und nach kurzer Wartezeit waren wir auch schon wieder draußen.

    Wir versuchten die Durchsagen zu ignorieren und genossen ein Glas Wein mit Blick aufs Schraubenwasser.

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    Später hatten wir dann Gelegenheit das X-Sonnendeck zu besuchen. Freunde waren auch auf dem Schiff und die haben uns einfach mal mitgenommen. Wir staunten über die gut gefüllten Kühlschränke und die schönen Liegemöglichkeiten samt Whirlpool. Hier würden wir uns sicherlich auch wohlfühlen.

    Vielleicht… irgendwann… wird es mal eine Suite. Man muss sich ja noch Steigerungsmöglichkeiten offenlassen ;) .

    Dann jedoch meldete sich zu einer ganz ungewöhnlichen Zeit unser Kapitän und im selben Moment als der Gong ertönte, merkte ich, dass wir abdrehen.

    Kapitän Böttger informierte uns, dass es leider positive Tests gegeben hat. Die betroffenen Personen wurden bereits isoliert. Allen gehe es gut.

    Leider wollen die Katarer aber kein Schiff mit positiven Gästen an Bord in Ihrem Hafen haben. Daher würden wir nun umkehren und nach Dubai fahren. Doha ist gestrichen. Er würde aber versuchen, dass wir um Mitternacht schon so nah an der Küste von Dubai sind, damit wir wenigstens das Feuerwerk dort erleben können.

    Alle Gäste, die morgen in Doha abreisen wollten, würden nun umgebucht auf Dubai. Man würde sich auch um die Gäste ohne Abreisepaket kümmern.

    Tja… Schockmoment. Betretenes Schweigen.

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    Unsere Freunde wollten eigentlich auch um 8:30 Uhr von Doha nach Frankfurt fliegen. Nachdem der erste Schock verdaut war, waren sie relativ entspannt. Man würde schon nach Hause kommen und im besten Fall könnte man nun noch 1-2 Stunden länger schlafen ;) . Was anderes, als Galgenhumor blieb einem auch nicht übrig.

    Etwas deplatziert wirkte dann noch die Durchsage, dass man bitte am Pooldeck auf Abstand achten solle. Tja, das hätte auch schon mal früher kommen können/müssen…

    Wir genossen noch den tollen Blick auf den Sonnenuntergang und dann machten wir uns fürs Abendessen fertig.

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    Heute hatten wir im Mediterran reserviert. Tischnummer 567 stand auf unserem Zettel, der ein paar Tage zuvor auf die Kabine geliefert wurde. Ob wir heute Glück hatten und einen Fensterplatz erwischen?

    Nein, es sollte der schlechteste Tisch im ganzen Restaurant werden! Backbord, ganz hinten, der letzte Zweiertisch am Gang, vor der Schwingtür zur Spülküche… :(

    Das Atlantik war brechend voll, die Kellner hatten Stress. Die Tür ging im Sekundentakt auf und zu und heraus drang das Getöse von klapperndem Geschirr. Wir mussten laut sprechen, um uns verstehen zu können. Eine Beschwerde hatte keinen Erfolg. Man würde versuchen uns umzuplatzieren, sobald die Möglichkeit besteht. Dazu kam es leider nicht.

    Jetzt hatten wir zwei Möglichkeiten, entweder den ganzen Abend schimpfen oder das Beste draus machen. Wir entschieden uns für letzteres. Nützt ja nix.

    Wir gönnten uns einen schönen Wein zum Essen. Der in diesem Bereich zuständige Getränkekellner war extrem aufmerksam und hat uns nie vor leeren Gläsern sitzen lassen. Manche stechen ja wirklich mit Überblick und Unaufgeregtheit heraus.

    Das Menü heute was sehr lecker und machte ein bisschen wett, dass wir nicht sehr gemütlich gesessen haben.

    Nach dem Essen trafen wir uns wieder mit unseren Freunden und nahmen ein paar Getränke in der Tui Bar, bevor wir gegen 23:30 Uhr mal einen Blick auf Deck 14 riskierten. Es war voll. Uns war das unangenehm und es war absolut abwegig, dass wir uns ins Getümmel stürzen. Das hätten wir auch ohne die positiven Tests nicht getan. Wir nahmen uns ein Glas Prosecco mit und gingen wieder hoch auf das X-Sonnendeck. Hier bliess zwar ein heftiger Wind, aber es war nichts los und wir hatten den uneingeschränkten Blick auf die Küste vor uns. Dubai war noch ziemlich weit weg, aber man konnte die markanten Gebäude schon erkennen. Gegen Mitternacht kamen noch ein paar weitere Mitreisende auf die Idee, dass der Blick von hier ganz schön ist. Man konnte das Feuerwerk dann tatsächlich gut erkennen und das war beachtlich. Wir hatten auf jeden Fall einen guten Standort, auf das Feuerwerk der verschiedenen Stadtteile. Unser Abend war trotz der schlechten Nachrichten am Nachmittag sehr lustig und kurzweilig. An diesen Jahreswechsel werden wir uns ganz sicher immer erinnern.

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    So gegen halb eins meldete sich der Kreuzfahrtdirektor nochmal, dass alle abreisenden Gäste eine Nachricht auf die Kabine bekommen, mit weiteren Details. Ab 5 Uhr würden die Transfers zum Flughafen erfolgen. Die armen Leute die sich die ganze Silvesternacht mit der Organisation rumschlagen durften, taten mir leid.

    Unsere Freunde sind dann übrigens um fast die gleiche Zeit nach Hause geflogen, wie ursprünglich geplant. Nun aber mit Emirates, statt mit Qatar. Sie hatten also überhaupt keine Einschränkungen.