Beiträge von eisbarbesucher

    In der Tat war es ein richtiger Seetag, wilde raue See.murmafan, ist Dir aufgefallen, dass der Kapitän an den sonstigen Tagen immer die Wellenhöhe mit durchgesagt hat, an diesem aber nicht (oder habe ich es überhört?)
    Uns fiel auch am Mittag auf, dass das Schiff immer mehr schaukelte und ehrlich gesagt war ich sehr beruhigt, dass unser Kapitän erst am Vorabend die Stabilisatoren des Schiffes getestet hatte.
    Trotz des Schaukelns waren wir überrascht, als wir sahen, dass im Treppenhaus Tütchen ausgehangen wurden, noch überraschter, wie schnell die Halter leer waren und nachgelegt werden musste. Da uns niemand auffiel, dem es richtig übel ging, sind wir davon ausgegangen, dass manche in den Tütchen auch ein nettes Andenken gesehen haben....und außerdem, man weiß ja nie, was noch kommt.
    Lustig war es oben am Pooldeck. Die Whirlpools und der Innenpool schwappten hin und wieder richtig über.
    Aber wir waren doch ziemlich erstaunt: Lt. Wetterbericht hatten wir teilweise Spitzen von bis zu 100-105 km/h, das sind locker 10 bft und zählt schon als schwerer Sturm. Und dafür lag das Schiff dann doch noch verhältnismäßig ruhig im Wasser.

    Am nächsten Morgen waren wir recht früh auf und waren mit bei den ersten, die an den Koffern standen. Allerdings waren diese nicht ganz im Zeitplan und die Absperrung wurde mit leichter Verspätung geöffnet. Am Kühne&Nagel Schalter ging es aber gut vorwärts und wir warteten anschließend im Vorraum vielleicht eine Viertelstunde auf unser Auto. Unsere Heimreise war nicht ganz so lang und so war unsere Reise dann bald beendet.

    Eine Kreuzfahrt, es war unsere zweite, würden wir immer wieder machen. Reizvolle Ziele gibt es ja mehr als genug. Für kommendes Jahr ist aber erstmal das Gegenteil angedacht: Statt eines Riesendampfers wird es ein klitzekleines Bötchen. Wir wollen mal wieder ein Hausboot mieten. Also, es geht zumindest aufs Wasser.

    Der Kapitän war engagiert, das Personal sehr freundlich und bemüht. Das Schiff sauber und gepflegt. Die Hygiene in den Toiletten ausgezeichnet. Allerdings wurde in den Restaurants vor zwei Jahren noch mehr auf die Nutzung der Desinfektionsgeräte geachtet als dieses Mal.

    Mit dem Essen waren wir zufrieden. Besonders, dass es nun ein komplettes veganes Menue gibt, hat uns sehr zugesagt. Davon profitieren ja auch Vegetarier, Laktoseintolerante und bestimmt noch andere "Ernährungsgruppen".... gute Idee! Nur etwas leerer hätte es in den Restaurants zu den Hauptessenszeiten sein können. Besonders Abends sind wir dadurch erst recht spät essen gegangen. In Erinnerung geblieben sind mir besonders eine Käsesuppe und meinem Mann die Auberginenröllchen.
    Zum Kaffee waren wir häufig im Anckelmann; ich fand es schön, dass es dort oft auch herzhafte Häppchen gab. Ansonsten sagten mir die täglich unterschiedlichen Strudel sehr zu, dazu warme Vanillesauce und ein Kügelchen Zimteis....lecker.

    Apropos Eis: An der Eisbar waren wir natürlich auch häufig (daher mein Name) - da sind schon leckere Sorten dabei. Was ich aber vorher noch nicht kannte, ist Sambuca-Eis. Sehr empfehlenswert, quasi ein Digestif zum Löffeln......

    Ich glaube, das war's jetzt erstmal. Vielleicht fällt mir ja noch etwas ein.

    Das hübsche Ålesund.....

    Ursprünglich wollten wir uns in Ålesund nur einen Audioguide leihen und auf eigene Faust die Stadt erkunden. Wie weiter vorne schon geschrieben, sagten uns die Audoguides in Tromsø ja nicht zu und deshalb hatten wir auf einen "richtigen" Ausflug umgebucht. Der sollte aber erst um 13 Uhr beginnen und daher hatten wir trotzdem genug Zeit (ich immer mit Blick auf die Uhr.....) uns ein wenig in Ålesund (ach, was schreibe ich gerne das Å und auch das ø - gibt gleich so ein richtiges Urlaubsgefühl) umzusehen.
    Ausgestattet mit einem Stadtplan machten wir uns schon ziemlich früh auf den Weg. Zuerst führte uns der Weg zu einer Kirche, anschließend besuchten wir den kleinen dicken roten Leuchtturm. Wunderhübsch. Und man kann darin sogar übernachten, wie uns später unser Guide erklärte. Die 1000€ pro Nacht übersteigen dann aber doch unser Budget. Anschließend spazierten wir auf die andere Seite von Ålesund, auf der auch der Park liegt. Zunächst schlenderten wir duch die Fußgängerzone, schauten uns das im Hafen liegende Hurtigrutenschiff an, guckten dann in einen Souvenirshop und fanden uns dann, so ganz zufällig, im Park wieder.
    Der Lektor vermittelte, zumindest mir, am Vortag den Eindruck, dass das Erklimmen der 418 Stufen doch recht anstrengend sei. Da ich wusste, dass unsere Tour nachmittags auch oben am Aksla vorbeiführen würde, hatte ich also kein Bestreben dort hochzuklettern.
    Anders mein Mann. Dessen sportlicher Ehrgeiz war geweckt.
    Ein kurzer Blick von mir auf die Uhr. Nun gut, soll er halt laufen. Eine letzte Mahnung: Wenn Du um ... nicht oben bist, kehr bitte um.
    Ich selbst machte es mir dann, im T-Shirt!, auf einer sonnigen Bank im Park gemütlich während er den Berg in Angriff nahm.
    Es war kaum eine Viertelstunde vergangen, da stand doch mein Mann schon wieder neben mir. 6! in Worten sechs! Minuten hat er für den Aufstieg gebraucht. 6 Minuten hoch - Fotobeweis - und gemütlich wieder runter. Wenn also irgendeiner unserer Mitreisenden sich von einem Jogger ohne Joggingklamotten zur Seite geschubst gefühlt hat - Beschwerden bitte an mich. Ich gebe sie weiter.
    Aber im Prinzip ist der Aksla wirklich nicht so hoch, wie er scheint. Der Kölner Dom hat mehr Stufen. An die nachfolgenden Reisenden: Lasst Euch vom Lektor nicht bange machen.
    Da wir trotz/dank der sportlichen Leistung noch Zeit genug hatten, bummelten wir etwas, gingen noch in einen Lebensmittelmarkt, um Schokolade einzukaufen und waren dann auch pünktlich zurück. Die Zeit reichte sogar noch für eine kleine Mahlzeit.

    Um 13 Uhr begann dann unser Ausflug "Besuch der Insel Godøy und des Alsnes-Leuchtturms". Unser Guide war diesmal weder deutscher noch norwegischer
    Herkunft, sondern, irgendwie ganz unerwartet im hohen Norden, Spanier. Um die Inseln zu erreichen mussten wir nicht nur eine Brücke, sondern auch noch diverse Tunnel passieren. Normalerweise habe ich es ja nicht so mit Tunneln, aber durch die langen Fahrten am Hardanger- und Geirangerfjord hatte ich inzwischen Vertrauen in die norwegische Tunnelbaukunst und auch in die einheimischen Auto- und Busfahrer. Es war aber doch ein etwas mulmiges Gefühl bei den Unterwassertunneln zu wissen, dass sich das Meer über einem befindet. Besonders spannend fand ich auch einen ein!spurigen Bergtunnel. Ab und zu gibt es dort Ausweichbuchten und der, der den anderen zuerst sieht, fährt dort hinein und wartet. Und das klappt!

    Unser erstes Ziel war der Alnes-Leuchtturm auf der Insel Godøy. Wir konnten ihn über eine steile Treppe ersteigen und hatten von dort eine wundervolle Aussicht. Manchmal kann man lt. Guide von dort auch Orcas sehen, aber selbst, wenn welche da gewesen wären, hätte man sie wegen der vielen Wellenkämme nicht erkennen können.
    Unterhalb des Leuchtturm liegt ein kleines Besucherzentrum mit Café. Dort wurden wir mit Café und Pfannkuchen versorgt. Üblicherweise servieren die Norweger diese Art Pfannkuchen wohl zum Frühstück. Mit Butter bestrichen und Zucker bestreut werden sie zusammen geklappt gegessen. Waren lecker.
    Anschließend gingen wir dann noch ein wenig bis zur Abfahrt des Busses spazieren.

    Unsere nächste Station war auf Giske die Marmorkirche. Klein und fein. Dort erwartete uns dann eine dort heimische Führerin, die uns vieles über das Kirchlein erzählte. Leider sieht man von dem Marmor der Kirche nicht mehr viel. Nur an einer Stelle außen liegt der Marmor zur Betrachtung frei; die restliche Kirche wurde zum Schutz vor dem Seewetter eingegipst.

    Der Rückweg führte uns dann über den Aksla. Ich konnte den Ausblick von dort also doch noch ganz ohne Anstrengung genießen.

    Über die Ausfahrt hat murmafan ja schon gut geschrieben. Phantastisch die Ausblicke, aber auch irgendwie traurig zu wissen, dass es die letzte auf der Reise sein wird.

    Aber es bleibt ja noch ein Seetag........

    Abends waren wir nicht in der Show des Theaters, sondern haben uns den Comedian (Leichtmatrose) im Klanghaus angeschaut. War gut besucht und na ja, ganz lustig.
    Vor dem Abendessen waren wir aber doch noch im Theater, um uns den Vortrag über Ålesund anzuhören. Zwei Zahlen dominierten den Vortrag und den folgenden Tag: 1904 und 408......haben sich mir auf ewig eingeprägt.
    Was es damit auf sich hat?

    murmafan: Sollten wir wirklich keinen einzigen Ausflug gemeinsam gemacht haben? Ich bin gespannt auf Eure Ålesund-Erlebnisse.

    Ja, ja, die Tag und Nacht Bar. Auch uns hat es da ab und zu hingezogen. Sogar gefrühstückt haben wir dort an einem Tag, als es uns überall sonst viel zu voll war. Ich mag dort übrigens besonders gerne den überbackenen Pfannkuchen, und der vegetarische Burger war auch nicht schlecht.

    murmafan, Euer Ausflug hört sich klasse an. Mit der Straßenbahn auch die Außenbezirke einer Stadt kennenzulernen ist sicherlich reizvoll.

    Wir hatten "Trondheim zu Fuß und mit dem Boot" gebucht. Als wir vormittags aufbrachen schien noch die Sonne. Die Tour begann gleich am Hafen und von dort folgten wir unserem Guide zu unserem Ausflugsboot. Dort angekommen nahmen alle zwei Ausflugsgruppen auf dem teils offenen, teils geschlossenen Boot Platz. Es schien die Sonne und wir entschieden uns für überdachte, aber an der Seite offene Plätze. Gute Wahl!
    Zuerst fuhr das Boot in die Stadt hinein und wir bekamen allerlei Sehenswertes gezeigt. Faszinierend, wie die Häuser auf Stelzen am, eher im Wasser stehen. Nach der Stadtrundfahrt ging es dann aufs offene Meer hinaus in Richtung der Mönchsinsel (munkholmen).
    Interessanterweise schlug das Wetter dann um und wir hatten dann eine lustige Seefahrt mit Regen und Wellen.
    Keine Frage, dass der Regen aufhörte, sobald wir das Boot verließen. Unser Guide führte uns dann entlang einiger Sehenswürdigkeiten, murmafan hat sie ja schon beschrieben, zum Nidarosdom. Dort wurde uns freigestellt mit dem Guide wieder zurück zum Schiff zu gehen oder noch alleine in der Stadt zu bleiben. Wir entschieden uns für letzteres und besichtigten zunächst den Dom von innen. Anschließend führte uns der Weg dann zur gamle bybro, zur alten Stadtbrücke. Wer dort durch die Tore schreitet, soll sich den restlichen Tag glücklich fühlen.
    Nun denn, ja, aber wie soll man sich in dieser hübschen Stadt und auf dem feinen Schiff denn sonst fühlen.....
    Wir spazierten einmal quer durch die Stadt und besuchten dabei auch die Liebfrauenkirche. Unsere Guide in Geiranger hatte uns schon davon erzählt, aber hier erlebten wir es zum ersten Mal: Viele norwegischen Kirchen dienen nicht alleine zur Andacht an Gott und zum Gebet, sie bieten vielmehr einen bevölkerungsschichtenübergreifenden Treffpunkt. Direkt hinter dem Eingangsbereich der Kirche befindet sich ein Café mit mehreren Tischen. Wer mag, kann natürlich spenden. Wer nichts hat, freut sich über den warmen Platz und das Getränk. Es saßen dort Obdachlose, ältere Damen mit Strickzeug.....Insgesamt herrschte eine ruhige, dem Kirchenraum angemessene, aber durchaus lebendige Atmosphäre.
    Wir bummelten dann weiter durch die hübsche Fußgängerzone und überlegten zum Schluss kurz, noch Rockheim zu besichtigen. Im Foyer informierten wir uns kurz über die Inhalte, entschieden uns dann aber dagegen und gingen wieder an Bord. Vielleicht haben wir was verpasst, vielleicht auch nicht. Aber es wäre zeitlich auch schon etwas knapp geworden.

    Abends passierten wir dann einen Windpark, erst den zweiten auf dieser Reise (aber vielleicht haben wir auch welche nicht mitbekommen). Ich hätte gedacht, dass sie dort verbreiteter wären, aber da die Norweger mit ihrer Wasserkraft ja gut und ausreichend zurechtkommen, ist der Bedarf nach Windparks vielleicht gar nicht so hoch?

    Unsere etwas ausführlichere Rundfahrt am Nordkap hat incl. Theaterbesuch € 109,-- gekostet. Ich finde, die 30€ mehr haben sich für das doch sehr viel umfangreichere Programm auf jeden Fall gelohnt.
    Nicht lohnen tuen sich hingegen die € 29,-- für einen Audioguide, wenn man alleine eine Stadt erkunden will. Da kommt man mit Reiseführer und einem guten Stadtplan besser zurecht (zumindest wir). Ich bin sooooo froh, dass wir das für Ålesund noch umgebucht bekommen haben. Die Stadt kann man wirklich so erlaufen und unser Busausflug dort war ein richtig netter Urlaubsabschluss.

    Ich kann murmafan nur zustimmen. Die Ausflüge waren bestens organisiert und die Guides immer sehr informiert und engagiert. Ich finde, sie sind ihr (teures) Geld wert. Man muss aber auch mit einberechnen, dass gerade in den höherpreisigen Ganztagesausflügen meist auch noch ein Mittagessen enthalten ist.

    Vor zwei Jahren auf der Ostseekreuzfahrt ist mir aufgefallen, dass die Guides von MeinSchiff mit ihren Gruppen schon lange in den Museen waren (z.B. in der Eremitage in St. Petersburg oder auch bei der Vasa in Stockholm) während die anderen Reisegruppen noch ewig in den überlangen Warteschlangen anstanden........
    Ich denke mal, die Guides werden ja täglich für andere Schiffe eingesetzt.....aber auffällig war das schon.

    Icg finde es immer mutig, wenn manche auf eigene Faust Auto- oder Bustouren unternehmen.Alleine der Gedanke, dass man aus irgendwelchen unvorhergesehenen Gründen nicht pünktlich beim Schiff sein könnte....
    Nichts für meine Nerven.

    murmafan:
    Ich hatte auch überlegt, ob ich darüber berichte oder nicht. Fand es dann aber eher beruhigend als erschreckend. Ich denke, dass es sehr für das Schiff und seine Besatzung spricht, wenn auch in Notsituation überlegt zum Wohle des betroffenen Passagiers gehandelt wird. So, wie ich es von anderen Mitpassagieren erzählt bekommen habe, ist ja alles gut gegangen und der Passagier konnte an einem der beiden folgenden Häfen wieder an Bord genommen werden. Also, sogar Notfälle sind gut organisiert.

    @alle: Ich bin mobil im Internet und daher kann ich Eure netten Beiträge und Kommentare leider
    nicht liken oder ähnliches. Irgendwie erscheinen bei mir einige Buttons nicht.

    Dann mal zum dritten Seetag (die Höhepunkte der Reise sind vorbei.....denken wir.... aber irgendwie bietet jede Stadt wieder neue Höhepunkte):

    Der Tag beginnt mit einem Kaviarfrühstück. Es könnte einem schlechter gehen......Vier Sorten Kaviar, ein Blini in der Mitte, dazu dekorative Beilagen wie Schnittlauch, Zwiebel, Eigelb, dazu ein Sektchen. Der Tag beginnt nett.

    Ansonsten gibt es über den Tag nicht viel zu sagen.
    Um 11 Uhr gingen wir ins Theater zu dem Vortrag des unterhaltsamen Lektors Dr. Schmidt-Herholz.
    Nachmittags besuchten wir dann wieder das Klanghaus, in dem es eine Lesung aus Don Quijote gab. Nun ja, am Nachmittag nach dem Essen.... das Schiff schaukelt gemütlich, das Holz knirscht...jemand, der vorliest....Ich fühle mich wie ein Baby, dem in seiner Wiege vorgelesen wird....und werde müüüde. Ich schaue mich um, anscheinend geht es nicht nur mir so.....
    Abends wurde dann im Theater eine Schlagershow dargeboten - nett.

    Übrigens kann man sich auf der Mein Schiff wirklich sicher fühlen. Es wird alles für die Passagiere getan. Irgendwann am Nachmittag kam eine Durchsage des Kapitäns, dass er den Kurs geändert hätte und nun aufgrund eines medizinischen Notfalles mit Höchstgeschwindigkeit Richtung Küste fährt. Ein Hubschrauber käme entgegen.
    Nach der erfolgreichen Aktion teilte der Kapitän uns die erneute Kursänderung mit und die Reise nahm ihren vorhergesehen Verlauf Richtung Trondheim.

    Das Frühstück:

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    murmafan, da warst Du aber fleißig. Gleich zwei Tage beschreibst Du. Da muss ich mich ja beeilen um hinterher zu kommen.....


    Für Honningsvåg hatten wir den Ausflug "Besuch am Nordkap und Perleporten-Theater" gebucht. Ich hoffte sehr darauf, wenigstens eines der angekündigten 4000 auf der Insel lebenden Rentiere zu sehen und ich wurde nicht enttäuscht. Wir waren erst kurz unterwegs, da wies uns der Guide schon auf die ersten Rentiere hin. Später sahen wir immer wieder freilaufende Herden.
    Nach einer kurzweiligen Fahrt erreichten wir das Nordkap und hatten dort gut anderthalb Stunden zu unserer Verfügung. Zuerst gingen wir natürlich zur Kugel, anschließend inspizierten wir die Umgebung und schließlich lockte die Wärme der Nordkaphalle. Das Wetter war genauso wie man es sich am Nordkap vorstellt: kühl und windig - aber immerhin war es zu unserer Zeit trocken. In der Nordkaphalle besichtigten wir dann alles, kauften Souvenirs und Postkarten (inzwischen sind sie doch noch angekommen) und dann entdeckte ich einen Stand mit Waffeln. Unsere Reiseleiterin in Geiranger hatte uns erzählt, wie man in Norwegen Waffeln isst und uns empfohlen bei Gelegenheit mal welche zu probieren. Ich verteilte also Rømme (eine Art saure Sahne, aber cremiger), Erdbeermarmelade und ein Scheibchen des karamellisierten norwegischen Ziegenkäses auf der Waffel, klappte zu, biss hinein....und ja, alles richtig gemacht...es tropfte hinaus.
    Nach der Pause gingen wir dann noch etwas spazieren und dann wartete auch schon bald der Bus auf uns.
    Als wir die Shuttle-Warteschlange an der Nordkaphalle sahen, waren wir sehr froh, uns nicht für den Transfer, sondern für den Ausflug entschieden zu haben.
    Die Tour führte uns dann zu einem Samenehepaar, das im Sommer wohl vom Tourismus lebt. Er stellt sich mit einem Rentier als Fotomotiv zur Verfügung (neben ihm steht eine Schale, in die man einen Obolus geben kann), sie betreibt einen Shop mit Pullovern, Messern, Rentierfellen und sonstigen Andenken.
    Anschließend hielt der Bus in einem kleinen pittoresken Fischerdorf, in dem wir auch Zeit zur freien Verfügung hatten. Inzwischen regnete es leicht, hörte aber bald wieder auf. Einige besuchten dort das Geschäft einer dort lebenden deutschen Künstlerin, wir gingen inzwischen spazieren. Besonders interessant fanden wir die Trocknungsgestelle für die Trockenfische. Selbst kleine Privathäuser haben Stöcke dafür an ihren Fassaden angebracht.
    Zum Abschluss des Ausfluges fuhren wir nach Honningsvåg und besuchten dort das Perleporten-Theater. Es handelt sich quasi um ein Café mit einer Bühne. Die jungen Leute dort führten ein Theater- (fast eher Musical-)stück auf, in dem sie von ihrem "northernmost life" berichteten. Sehr engagiert, sehr fröhlich, in gut verständlichem Englisch. Bravo!
    Vom Theater aus ging es dann zu Fuß (durch mittlerweile richtigen Regen) zurück aufs Schiff.
    Ein erlebnisreicher Tag.

    Das war bei uns vor zwei Jahren auch noch so. Ich glaube, der Ausflug hieß "Empfang im Katharinenpalast" und enthielt eine Besichtigung mit Bernsteinzimmer incl. Fotografieren, ein Konzert/eine Tanzvorführung mit einem Glas Sekt und einem Abendessen.
    Der Ausflug war sehr gut besucht, wir wurden aber gruppenweise geführt; das Abendessen und das Konzert fanden aber gemeinsam statt.

    Über Tromsø hatte ich mir im Vorfeld nicht viele Gedanken gemacht - ist halt ein Zwischenstop auf dem Weg zum Nordkap......Von wegen.......
    Erstmalig hatten wir keinen geführten Ausflug gebucht, sondern uns nur Audioguides geliehen, mit denen wir Tromsø auf eigene Faust erkunden wollten. Folglich war ich etwas in Sorge, dass wir auch abends wieder pünktlich auf dem Schiff sind. Denn es hieß, dass es an der Bergbahn (Fjellheisen) zum Storsteinen durchaus zu Wartezeiten kommen kann. Und dorthin wollten wir auf jeden Fall, auch wenn es kein Bestandteil des Audioguide-Rundganges ist. Also erst der Berg, dann, wenn noch Zeit ist, der Rundgang....

    So saßen wir dann im ersten Shuttle-Bus, der uns in die Stadt brachte. Zu Fuß gingen wir über die Brücke und genossen schon dort die Aussicht. Da die Eismeerkathedrale noch recht leer war, huschten wir schnell hinein und besichtigten diese. Das Fenster ist in der Tat beeindruckend, der Bau außergewöhnlich.
    Dann ging es weiter zur Bergbahn. Es war auch dort noch ziemlich leer und wir fuhren mit der ersten Gondel hinauf:

    Dieses Panorama,
    dieses Blau,
    dieses Weiß,
    diese Luft......

    Hier hätte ich bleiben können. Wir sind dann am Berg etwas spazieren gegangen, wundervolle Wege, sogar etwas Schnee lag noch an einigen wenigen Stellen. Im T-Shirt auf einem Berg nördlich des Polarkreises! Am besten gefiel mir die Luft, so "luftig", so klar, so leicht.
    Aber wir wollten ja auch noch anderes sehen, also fuhren wir den Berg wieder herunter (inzwischen war es auch voller geworden) und gingen zurück in die Stadt.

    Dort kramten wir die Audioguides hervor und mussten feststellen, dass dies absolut nichts für uns ist. Nach einigen Sehenswürdigkeiten packten wir sie also wieder ein und bummelten einfach so durch die Stadt. Hübsch!
    Die Zeit reichte gut aus und wir kamen ziemlich zeitig wieder an Bord. Wir setzten uns dann noch auf den Balkon und genossen die Aussicht.

    Als wir den Audioguide abgaben, buchten wir zugleich den Ausflug in Ålesund um, da wir dort eigentlich ebenfalls mit Audioguides die Stadt erkunden wollten, aber nun doch einen "richtigen" Ausflug bevorzugten.

    murmafan:
    Oh, jetzt bin ich sehr auf den Ausflug Deines Mannes gespannt.
    Empfindet Ihr die Auswahl der Ausflüge auch als schwierig? Es hört sich immer so viel so gut an....
    Wir waren übrigens grundsätzlich mit den Ausflügen sehr zufrieden. Die Guides informierten viel und machten einen kompetenten Eindruck. Die Busfahrer waren sicher. Aber wir hatten ja auch überall den jeweils besten Busfahrer, wie uns die jeweiligen Guides glaubhaft versicherten..... ;):D

    Es war ein gemütlicher Seetag. Nach dem Lachsfrühstück (sehr lecker - ich war bei Gosch und fand es faszinierend, wie der junge Mann immer neue Scheibchen für Scheibchen von dem Filet abschnitt) gingen wir ins Klanghaus, um uns die Matinee "Trolle und Elche - ein skandinavisches Märchenkonzert" anzuhören....oder anzusehen. Es wurden nämlich wunderschöne Naturaufnahmen gezeigt, zu denen eine junge Frau Cello? spielte. Zwischendurch wurden uns von einem Vorleser unterhaltsame Märchen aus skandinavischen Ländern vorgetragen.
    Es war unser erster Besuch im Klanghaus und wir waren sehr angetan davon.

    Auf die Überquerung des Polarkreises haben wir mit einem Gläschen Sekt angestoßen.

    Abends sahen wir uns dann die Deutschrock-Show an. (Ich habe meine Tagesprogramme wieder gefunden, jetzt weiß ich, was wann war) Lustig und unterhaltsam.

    Ansonsten bestand der Tag aus Essen, Entspannen, erste Fotos sortieren und übertragen. Für mich habe ich erkannt, dass so ein Schiffstag nach zwei Ausflügen ja ganz nett zum Verarbeiten des Erlebten ist, mir auf mehreren Schiffstagen hintereinander aber, glaube ich, fad werden würde. So wie jetzt war gut. Zwei Landtage - ein Seetag - zwei Landtage usw.

    Mittsommer über dem Polarkreis: Nach der Show gingen wir dann noch an Deck und dort versammelten sich immer mehr Leute mit Fotoapparaten, um auf windgeschützten Liegen auf die nicht untergehende Sonne zu warten. Letztendlich ist auf den Fotos auch nur die Sonne zu sehen, aber es ist schon etwas Besonderes, wenn man mitten in der Nacht auf Deck steht und einem die Sonnenstrahlen ins Gesicht fallen.

    Ich freue mich schon auf murmafans Bericht über Tromsø. Trotz des romantischen Geirangerfjords und des spektakulären Nordkaps habe ich mein Herz an Tromsø verloren. So wundervoll dort. Mein eigentlicher Reisehöhepunkt.

    Nun ja, was soll ich dazu noch ergänzen?murmafan hat die Atmosphäre schon perfekt beschrieben. Alles in allem ein phantastischer Tag. Ich denke, Fotos sagen da fast mehr als Worte.
    Meine Fotos muss ich leider aus technischen Gründen in einem Extrabeitrag ergänzen.

    Wir waren ca. um halb fünf auf dem Deck und überrascht, wie voll es schon war. Auch der Ausschank des heißen Kakaos lief schon auf vollen Touren.
    Der Fjord hat uns sehr beeindruckt, mehr brauche ich dazu nicht zu sagen.
    Der Seawalk hat mich sehr überrascht - hatte ich ihn mir doch irgendwie wackelig vorgestellt, aber keineswegs, er war genauso stabil wie ein normaler Weg an Land.

    Unser Ausflug führte uns außer zum Dalsnibba und zur Adlerkehre dann auch noch zu den Trollstigen. Durch die lange Dauer des Ausfluges (10,5 Std. stand im Programm) stiegen wir nicht mehr in Geiranger zu, sondern erst in Hellesylt. Zwar verpassten wir dadurch die spektakuläre 360 Grad Wendung, dafür konnten wir aber von einem Aussichtspunkt unser Schiffchen an uns vorbeifahren sehen. Auch nett.

    Dem Ablegemanöver in Hellesylt sahen wir dann ausnahmsweise nicht vom Deck, sondern vom Balkon aus zu.
    Beeindruckt war ich von einigen Jugendlichen, die sich am Rande des "Hafens" von einem Sprungturm aus mutig in die kalten Fjordfluten stürzten.

    Ich muss zugeben, dass mir jetzt schon schwer fällt, mich daran zu erinnern, wann wir wo was gegessen haben oder wann welche Show lief. Zukünftig werde ich wohl Tagebuch führen....