Schwarzwald-Wochenende - Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad Teil 2 - 14.08.-16-08.2026


  • Freitag, 14.08.2026 - Anreise nach Triberg

    Der 2. Teil des Erlebnispfades stand. Dafür hatte ich das das Wochenende vom 14.08.-16.08.2026 ausgesucht. Nach der Arbeit ging es gleich nach Triberg. Und schon die Anreise nach Triberg wurde wieder mal ein "Erlebnis". SEV (Schienenersatzverkehrt Saarbrücken - Kaiserslautern) stand an. Mit dem Bus ging es um 12:06 Uhr Richtung Pfalz. Hier merkte ich schnell, wie praktisch doch die Bahn ist, wenn sie fährt, auch wenn es "nur" ein RB ist. Statt 60 Minuten waren wie knapp zwei Stunden unterwegs. Nicht nur an der Bahnstrecke wird gebaut, Baustellen ohne Ende auch auf den Straßen. Kurz vor 14 Uhr waren wir am Hauptbahnhof in Lautern. Die Hitze war schon wieder unerträglich. Weiter ging es nun mit der S 1 Richtung Mannheim. Leider konnte ich heute nicht über Landau/Pfalz abkürzen, da auch auf der Strecke Landau-Karlsruhe gebaut wurde.

    In Schifferstadt stieg ich um. Nun sollte es mit der S 3 weiter Richtung Karlsruhe gehen. Nur vier Haltestellen bis Karlsruhe. Doch leider gab es auch hier Probleme. Die S-Bahn fuhr heute aufgrund hoher Eingangsverspätung nur bis Germersheim. So musste ich auf den nächsten Zug Richtung Mannheim warten. Dadurch verlor ich viel Zeit. Zum Glück konnte ich in in Mannheim am Bahnsteig gegenüber gleich in die S 9 nach Karlsruhe umsteigen. Doch auch dieser Zug hatte Verspätung. Nach einer Stunde erreichte ich Karlsruhe. Ich hatte Glück, denn auch der RE 2, der Schwarzwald-Express, der zwischen Karlsruhe und Konstanz hin und her pendelt, hatte Verspätung. Um 17:15 Uhr ging es endlich Richtung Schwarzwald. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits mehr als fünf Stunden unterwegs. Vier Stunden heute bis Mannheim - Rekord. Normal sind 1,5 Stunden von Saarbrücken.

    Freitagabend, Wochenende, Feierabendverkehr. Der RE wurde brechend voll. Zudem funktionierte die Klimaanlage im Zug nicht richtig. Ich war froh, als ich um 18:40 Uhr - mit zwei Stunden Verspätung - in Triberg eintraf. Mein Taxi zum Hotel stand auch schon bereit. Im Hotel angekommen, erst mal unter die Dusche.

    In Triberg findet jeden Freitagabend während der Sommermonate Live-Musik im Städtchen statt. Der Veranstaltungsort erinnerte an einen Weihnachtsmarkt - mitten im Sommer bei 36°C. Trotz der Hitze war dieser gut besucht.

    Ich probierte bei dieser Gelegenheit die Schwarzwald-Mule. Hat echt lecker geschmeckt.



    Ich aß schnell eine Portion Pommes. Dann ging es zurück durchs nächtliche Triberg zum Hotel.




    Ich wollte morgen früh raus, da für diesen Tag sagenhafte 38°C angesagt waren. Ich wollte oben sein, bevor die Sonne ihre ganze Kraft entfalten konnte.


    Samstag, 15.08.2026 - 2. Tag Triberg - Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad - Unterer Pfad


    Um 6 Uhr klingelte der Wecker. Eine Dusche, dann ging es auf die Tour. Triberg am frühen Morgen. Fast für mich alleine.





    5 Mal editiert, zuletzt von seenixe (21. August 2026 um 20:45)

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Immer an der Gutach vorbei ging es nun zum Kuckucksuhren-Park. Dort befindet sich der Aufstieg zum Unteren Pfad.





    Um 8:15 Uhr stieg ich den Pfad ein. 20 Serpentinen lagen nun vor mir. Ich war gespannt, was mich auf dem Weg nach oben erwartete. Start war bei 596 Höhenmeter. Der höchste Punkte war 780 m. Geschichte des Baus und der laufende Betrieb der Schwarzwaldbahn, erbaut von Robert Gerwig von 1863-1873, werden hier in insgesamt 16 Stationen (Unterer und Oberer Pfad) einem näher gebracht. Beide Wege sind jeweils 6 km lang.

    Der Anstieg forderte schon gleich alles. Nun gut, ich wollte es ja so haben. Über Stock und Stein, ging es in den Wald hinein. Hier war es erträglich. Noch.





    Nach mehreren Trinkpausen war ich nach gut 65 Minuten oben. Geschafft.

  • Station 3: Fußwege - Bahnwege

    Die ersten 1,5 km waren geschafft. An dieser Station wurde das Thema behandelt, wie die Schwellen und Schienen zur damaligen Zeit in diese Höhe gebracht worden sind.




    Danach ging es nun weiter. Der Beschilderung nach. Die nächste Station lag 300 m entfernt.

  • Station 4: Vierbahnenblick

    Hier hielt ich mich lange auf. Man hatte einen tollen Blick über den Schwarzwald und die Kehrschleifen der Schwarzwaldbahn. Inzwischen hatte ich Gesellschaft bekommen. Eine junge Taiwanesin hatte sich dazu gesellt. Wir kamen ins Gespräch. Es wurde eine nette, kurze Unterhaltung. Danach marschierte sie weiter. Von weiten hörte man bereits einen Zug. Sehen konnte man ihn noch nicht.




    Blick auf das Gutachttal und die Kuckucksuhr und die Kehrschleife. Ich hatte schon einige Höhenmeter hinter mir.



    Der RE 2 in Fahrtrichtung Offenburg.


    Der RE 2 in Richtung Fahrtrichtung Konstanz an Station 2

  • Nach ausgiebigen Zuggucken ging es weiter zur nächsten Station.


    Station 5: Gremmelsbacher Tunnel

    2 km hatte ich zu diesem Zeit schon geschafft. Hier wurde das "Hören der Schwarzwaldbahn" behandelt. Ein ausgedientes Streckentelefon diente als Hilfe dafür.







    Weiter. Unter der Schwarzwaldbahn durch vorbei an einem kleinen Bach (der aufgrund der großen Hitze ausgetrocknet) ist zum Gremmelsbacher Tunnel. Hier erwischte ich einen Güterzug in Fahrtrichtung St. Georgen und die RE 2 in Fahrrichtung Triberg.





  • Bis jetzt kam ich als absoluter Bahnfan voll auf meine Kosten. Doch es sollte noch besser werden, das aber ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Vom Gremmelsbacher Tunnel musste ein kurzes Stück bergauf klettern. Es war nicht immer einfach, den richtigen Tritt zu finden. Dank der Wanderstöcke war das aber kein Problem. Die Sonne versuchte nun, sich gegen die Wolken durchzusetzen. Doch die Wolken verhinderten das. Noch. Ich hoffte, dass es auch so blieb. Bis jetzt war es zu ertragen. 300 m legte ich nun zurück.


    Station 6: Oberer Dreibahnenblick

    Der Untere Dreibahnenblick war Station 2, die ich zum Schluss besuchen wollte, es aber dann sein ließ, weil die Hitze mit fast 38°C zu groß geworden war. An dieser Station verweilte ich 1,5 Stunden. Und bekam meinen "Spaß", denn heute war wohl "Tag des ICE auf der Schwarzwaldbahn" angesagt. Normalerweise verkehrt hier keiner (außer ein "Touri-ICE" in den Sommermonaten an den Wochenenden; Samstag hin nach Konstanz, Sonntags zurück nach Köln).

    Aufgrund einer Tatsache (ich nehme mal an Baustellen) wurde heute massiv umgeleitet. Das wusste ich aber nicht, als ich mich am Morgen auf dem Weg zur Tour machte. Ich geriet auf der Aussichtsplattform fast in die Ekstase. Am Vorabend hatte ich mir Gedanken gemacht, wo ich den "Touri-ICE" abpassen wollte. Es gab mehrere Möglichkeiten. Die Begegnung sollte zwischen 14 und 15 Uhr stattfinden.

    Auf einer Bank, die unter einem Baum stand, machte ich es mir zunächst mal bequem. Inzwischen war es Mittag geworden. Mittagessen war angesagt. Das bestand aus zwei Bananen und Wasser. Und wieder ein toller Blick über den Schwarzwald.






    Ich stand eine Weile da. Und genoss die Aussicht. Auf einmal fingen die Schienen an zu summen. Ich bereitete mich vor. Ich erwartete den RE 2 und bekam den ICE 4! Krass, was war das denn? 8| Und dann noch den ICE 4 mit 14 Wagen (Baureihe 412; 346 m lang; Anzahl Passagiere 830):!:

    Der ICE war in Richtung St. Georgen unterwegs.


    Das war ein ausgesprochener Glücksfall. Ich wollte danach weiter gehen, doch irgendwas in mir sagte mir, warte noch einen Moment. Und dann kam auch schon ein ICE 4 in Gegenrichtung. Mensch, war das irre! Diesen Zug konnte ich dann auf allen drei Ebenen sehen.




  • Das war für mich quasi "Feiertag". Der Tag wurde bis jetzt richtig gut. Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt.

    Nun weiter zur nächsten Station. Inzwischen hatte sich die Sonne durchgesetzt. Und es wurde nun unangenehm. Auch weil es nun mehr über lichte Abschnitte ging. Bisher verlief der Pfad ausschließlich im Wald. Die Strecke jetzt hatte es in sich. Nur noch bergauf. Die Sonne knallte inzwischen vom Himmel. 700 m Fußmarsch lagen vor mir.







  • Station 7: Panoramen - Energie - Landschaften

    Letzter Punkt auf dem Unteren Pfad. Eine kleine Schutzhütte im Schatten der Bäume. Die Wolken hatten sich inzwischen verzogen, und machten der Sonne freie Bahn. Und die "feuerte" im wahrsten Sinne des Wortes.

    Hier erfährt man Interessantes über den Energieverbrauch der Schwarzwaldbahn, welche Loks auf der Bahn eingesetzt werden. Und welche Vorteile der Bau der Bahn auch für die Region Triberg hatte; sprich Tourismus. Auch das Thema Elektrifizierung der Bahn 1975 bis Villingen, 1977 durchgehend bis Konstanz, wird hier behandelt.










    Pause. Zusammen mit mir genoss ein Ehepaar aus den Niederlanden die Aussicht auf Triberg. Inzwischen war es fast unerträglich geworden. Und der Abstieg stand bevor. Ich sehnte mich nach einer Dusche. Meinen Plan, noch zu Station 2 zu laufen, gab ich auf. Dort wäre es wieder ausschließlich durch Wald gegangen, doch meine Beine machten nicht mehr mit. Noch 1 km bis Triberg bzw. Station 8 - Denkmal Robert Gerwig.Das letzte Stück ging nun über Asphalt. Das machte die Sache noch um ein gutes Stück schwerer. Nochmal rauf, noch mal runter.

  • Der Abstieg wurde richtig hart. Die Beine "brannten". Und das Gefälle war auch nicht zu unterschätzen. Dazu Asphalt. Am Schnittpunkt "Unterer Pfad" und "Oberer Pfad" blieb ich stehen. Rast. Was Trinken. Das Wasser war inzwischen warm geworden und schmeckte nicht wirklich. Vom Standpunkt hatte ich einen guten Blick auf Station 10 (Oberer Pfad), die mir auch noch in der Sammlung fehlte. Es wäre kein Problem, jetzt unter der Schwarzwaldbahn durchzulaufen und direkt auf dem Weg zu Station 10 einzuschwenken. Ich hätte das gemacht, aber die Hitze war jetzt das größte Problem.



    Zumindest machte mir die Bahn noch einmal eine Freude. Während der Verschnaufpause "rauschte" erneut ein ICE 4 vorbei. Was für ein Festtag.



    Station 9: Topografie







    Diese Bilder habe ich jetzt vom Wochenende 03.07.-05.07.26 genommen.

  • Abstieg:

    Jetzt wurde es hart. Die Beine schmerzten. Ich war froh, als ich endlich unten angekommen bin. 184 Höhenmeter habe ich überwunden. Und wieder mehr Zeit gebraucht, wie im Internet beschrieben (7 Stunden). Ok, ich habe die Aussicht und die "Bahnfestspiele" genossen. Insofern alles gut. Da ich Anfängerin bin, was das Wandern angeht, nehme ich mir einfach die Zeit, die ich brauche. Im Discounter kaufte ich mir erst einmal was zu Essen und zu trinken. Man, tat das gut. Mein Handy zeigte mir inzwischen 38°C an.


    Vorbei an Station 8: Robert-Gerwig-Denkmal

    Planer und Erbauer der Schwarzwaldbahn. Mit einfachen Hilfsmittel, ohne Computeranimationen schaffte er innerhalb von nur 10 Jahren (!!) eine einzigartige Meisterleistung, die auch mehr als 153 Jahre nach Eröffnung fährt. Wenn man bedenkt, dass auf dem Abschnitt Hornberg - St. Georgen die Schwarzwaldbahn 670 Höhenmeter überwinden muss.




    Auch die Bilder stammen aus dem Juli 26.

    Etwas erholt marschierte ich nun zum Bahnhof. Dieser ist Station 1 auf dem Pfad. Ausgangpunkt für beide Pfade. Ich überlegte mir lange, ob ich es riskieren soll, den 1,5 km langen Fußmarsch zum unteren Dreibahnenblick ( Station 2) zu wagen. Ich entschied mich entgegen. Meine Gesundheit war mir dann doch wichtiger als irgendwelchen neue Rekorde aufzustellen. Die Option bleibt jetzt für November, wenn ich noch mal Urlaub habe.


    Station 1: Bahnhof Triberg - Mit Ausstellung







  • Ich schaute mir die Ausstellung an. Kaum draußen, "rauschte" erneut ein ICE 4 in Richtung Offenburg vorbei. Heute war hier aber sowas von was los.




    Kurz darauf kam auch schon der Bus 550. Am Marktplatz musste ich aussteigen. Und nun ein kurzes Stück den Berg hoch. Ich beschloss, bevor ich ins Hotel ging, noch irgendwas Essen zu gehen. Bei Schwäbischen Maultauschen und einer Flasche Wasser stärkte ich mich. Danach ins Hotel unter die Dusche. Ich war mehr als platt. Insgesamt hatte ich heute 12 km zurückgelegt.

  • Damit war das Schwarzwald-Wochenende abgeschlossen. Für weitere Aktionen war ich heute einfach zu platt. Ich ging früh ins Bett und schlief auch sofort ein.


    Sonntag, 16.08.2026 - Weiterreise nach München


    Nach dem Frühstück bestellte ich das Taxi für 9:45 Uhr. Ich beschloss, einen Zug früher zu fahren. Nach dem Anreisestress vom Freitag wollte ich auf der sicheren Seite sein. Der RE 2 hatte leichte Verspätung. Und war mal wieder voll bis zum Anschlag. Zudem verkehrte die RE 2 heute nur mit drei Doppelstockwagen. Aufgrund dieses Wissens hatte ich mir gleich eine Fahrtkarte 1. Klasse gekauft. Und auch die war fast voll. Sonntag ist kein guter Tag, um Zug zu fahren.

    Kaum im Zug, kam die Ansage, dass aufgrund eines Polizeieinsatzes der Zug auf unbestimmte Zeit hier in Triberg stehen bleibt. Schwarzfahrer an Bord, der freiwillig nicht aussteigen wollte. Auch das gute Zureden der Passagiere nutzte nix. Der Zugchef "fackelte" nicht lange und rief die Bundespolizei. Die musste aus Offenburg angefordert werden. Ansage vom Zugchef: Wer wollte, konnte sich die Beine vertreten. Aber bitte in Reichweite bleiben.

    Kurz darauf war die Polizei da und nahm den jungen Mann mit. Nach einer "Zwangspause" von 35 Minuten ging es Richtung Karlsruhe. Dort angekommen, hatte ich nun einen Aufenthalt von ca. 30 Minuten. Der RE 2, der um 11:15 in Triberg abfuhr, mein ursprünglich geplanter Zug, hatte auch schon Verspätung. In meiner Reisebenachrichtigung stand bereits der Hinweis, dass der Anschluss (IC nach Stuttgart) nicht erreicht werden könnte. Gut, dass es im Nahverkehr keine Zugbindung gibt, und man fahren kann, wie man wollte.

    Ab Karlsruhe verlief alles nach Plan. Auch der Umstieg im "Chaos"-Bahnhof" Stuttgart ging es planmäßig weiter. Pünktlich um 16:29 Uhr erreichte ich München. Nach dem Einchecken im Best Western Hotel am Hbf und einer erfrischenden Dusche ging es zum Augustiner Stammhaus in der Neuhäuser Straße. Dort hatte ich für 19 Uhr einen Tisch bestellt.

    Nach dem Essen wollte ich eigentlich noch in den Englischen Garten. Doch leider hatte das Wetter umgeschlagen. Dunkle Wolken hingen über der Stadt. Somit hatte sich das erledigt. Zurück ins Hotel.

    Einmal editiert, zuletzt von seenixe (22. August 2026 um 09:37)