Preis: 128€ Dauer: 8,5h
Wir haben diesen Ausflug im Mai 2024 gemacht. Leider ist am Tag unseres allerersten Zypern-Besuchs orthodoxer Ostersonntag. Alle Museen, Ausgrabungsstätten und die Geschäfte im südlichen Teil Zyperns haben geschlossen. Deswegen haben wir den Ausflug „Die Vielfalt Nordzyperns“ gebucht, der uns in den türkischen Teil Zyperns führt. Leider spielt das Wetter nicht mit. Es ist bewölkt, gelegentlich tröpfelt es.
Wir haben einen hervorragenden einheimischen Guide. Erste Station ist der Grenzübergang in Nikosia. Passkontrolle, schon mit einem kleinen Nervenkitzel, dann sind wir im türkischen Teil Zyperns.
Zuerst fahren wir nach Kyrenia (türkisch: Girne) mit einem idyllischen alten Hafen. Wir besichtigen eine Kastell, dass von Byzantinern erbaut und erst von Kreuzrittern im 12. Jh. und dann von Venezianern im 14. Jh. erweitert wurde. Es ist eine imposante Festung mit mächtigen Mauern. Ein kleines Museum informiert über Schifffahrtsgeschichte der Gegend. Highlight ist das Wrack eines griechischen Handelsschiffes aus dem 4.Jh.v.Ch. mit unzähligen Amphoren. Anschließend schlendern wir noch etwas durch die Festung und klettern auf die Mauern, von denen wir einen phantastischen Blick auf den Hafen, Meer und die Stadt haben.
Dann geht es weiter nach Bellapais, die zauberhafte Ruine einer gotischen Abtei aus dem 13.Jh. Der Kreuzgang ist wunderbar erhalten, ebenso das Dormiterium, das Refektorium und die Küche. Im Kreuzhof wachsen Zypressen, die in Kombination mit den gotischen Spitzbögen phantastisches Fotomotive sind. Von der Ruine hat man einen grandiosen Ausblick auf Felsen und Meer.
Mittagessen gibt es in einem Restaurant gleich neben der Abtei. Die Vorspeise -Salat, Pasten, frisches Brot- kommt in die Mitte des Tisches. Alles sehr frisch und lecker. Der Hauptgang musste vorher gewählt werden (Huhn, Fisch oder vegetarisch). Das Mamchen nimmt das vegetarische Gericht, ich den Fisch. Auch das ist köstlich.
Während der Besichtigung und des Essens gab das Wetter alles: Wir hatten strahlenden Sonnenschein. Kaum klettern wir in den Bus um zurückzufahren, fängt es an zu tröpfeln. Steigert sich dann zu einem richtigen Gewitter. Die Blitze über den Bergen sind ein imposanter Anblick.
Es war ein toller Ausflug. Auch wenn es nur eine Notlösung war, kann ich ihn empfehlen. Durch die zwei Stunden Hin-und Rückweg hat man auch gleich noch eine Panoramafahrt quer durch Zypern on top.
Übrigens waren wir einen Tag später auf Rhodos. Auch dort hatten Museen und Behörden geschlossen. (Geschäfte und Gastronomie waren geöffnet.) Und ihr werdet nicht glauben, warum! Da der 1. Mai in die orthodoxe Fastenzeit fiel, wurde er einfach um eine Woche verschoben. Feiertag und Fasten passt ja nun wirklich nicht zusammen.
Was lehrt uns das: Immer schön vor Buchung die regionalen Feiertage checken!![]()
