Diese Kurzkreuzfahrt wurde als 2 Generationen Tour (5x Jahre und 8x Jahre) im Pur Tarif gebucht. Kabinenzuteilung auf Deck 7 dicht beieinander, damit waren wir sehr zufrieden.
Anreise nach Kiel und Abstellen des PKW bei Parken und Meer, reibungsloser Transfer zum Hafen. Die freundliche Fahrerin gab ein paar touristische Erklärungen über Kiel, Gorch Fock und so weiter. Koffer wurden separat transportiert, ob die es wohl auf die Kabine schaffen würden? Die Kabinen wurden uns per SMS bereits als fertig gemeldet, allerdings hatten wir das Boarding erst für 14:00 Uhr ausgewählt. Pünktlich am Check-Inn erschienen und es ging zügig durch die Ausweiskontrolle/ Fotostation, Security und finalem Check auf der Gangway ins Schiff. Sofort zu den Kabinen gegangen um sich kurz frisch zu machen. Ein Paar Koffer hatte den Weg schon gefunden, die von der zweiten Kabine noch nicht, ob die es wohl schaffen würden?
Erst einmal die kleine Reisegruppe in die Schaubar getrieben, wo die Seenotrettungseinweisung in kleinen Gruppen mit einem Zeitaufwand von vielleicht 5 Minuten stattfand. Diese wurde freundlich, mit ein paar Sprüchen, aber doch ernsthaft genug durchgeführt.
Beim Auslaufen trafen wir uns wieder und auch vor der zweiten Kabine waren inzwischen die Koffer angekommen, Tusch, Trommelwirbel, Erleichterung.
Das abendliche Essen im Atlantik Klassik schloss sich an, was wir alle sehr genossen sowohl von der Auswahl, der Qualität und letztendlich auch der Menge, wenn auch bis zum 3. Gang an jedem Tag jeweils der Running Gag kam „Naja, wenn es nicht reicht, gibt es ja noch das Tag und Nacht Buffet“.
Die Atlantiks haben wir dann die Tage in unregelmässigen Abständen abgewechselt, unser Eindruck war, im Mediterran geht es etwas zügiger?
Anschliessend haben wir den Tag in der Aussenalsterbar ausklingen lassen. Bei Fehmarn wunderte ich mich etwas über die Tonnen auf der Backbordseite, ob diese wohl die Staatsgrenze markieren würden? Konnte das sein? Zieht sich dies Tonnenband dann durch die gesamte Ostsee? Vielleicht mal bei dem „Hafenkapitän der Scandlines“ nachfragen.
Der Seetag begann mit schönstem Ostseesommerwetter, zum Aufwachen war an der Steuerbordseite Rügen mit den Kreidefelsen zu sehen. So ein Seetag verdaddelt sich dann ja langsam mit individuellem Programm
Erster Hafentag Gdingen. Ein äusserst hässlicher Industriehafen, Liegeplatz direkt neben einem Kohleumschlagskai.
Zweiter Hafentag Visby auf Gotland. Ein Ausflug Visby und Gotlandmuseum, dem Vernehmen nach nicht besonders gut, Reiseführerin von vorort sprach nur englisch, Begleiterin zum Übersetzen vom Schiff offensichtlich Muttersprachlerin einer Drittsprache, was dann wohl suboptimal war. E-Bike Ausflug durch Visby und über die Insel war ganz große Klasse, tolle Bikes, super Guide, der auch etwas zur Geschichte Visbys erzählen konnte. Sichere und umsichtige Führung über die Insel, wer es etwas sportlich mag, gerne ausprobieren.
Zweiter Seetag, Rückfahrt Richtung Kiel. Verdaddelt an Pool, Bars und der Bordreiseleitung für die Buchung einer Reise in 2024.
Rückankunft in Kiel. Natürlich ziemlich wuselig beim Frühstück im Anckelmannsplatz und in den Aufzügen. Abmarsch kurz vor 9 über die Treppen bis auf Deck 4. Ausstieg etwas chaotisch, weil z dem Zeitpunkt schon zahlreiche Personen durch eine sehr enge Gangway in das Schiff strebten und es keine getrennte Ein und Ausgangsschleuse gab. Koffer schnell gefunden und ab in die Schlange bei parken und Meer. Diese war wirklich lang, es standen ebenfalls Leute von der gleichzeitig angekommen Aida Irgendwas an. Ging dann aber trotz der Verkehrseinschränkungen durch den Marathon recht gesittet und organisiert in einen der von PuM eingesetzten Busse. Um 10:20 Uhr dort vom Platz gerollt.
Gesamteindruck und Fazit: Für alle Beteiligten war es die jeweils zweite Kreuzfahrt mit Mein Schiff. Unter dem Strich waren wir hoch zufrieden und haben gemeinsam eine weitere Fahrt gebucht.
Besonders gut gefallen hat uns das Essen und die Auswahl im Atlantik, die Gosch-Spezialitäten, die man auch Mittags im Anckelmannsplatz bekommt, die Getränkeauswahl an den Bars, die Cocktails sind immer noch nicht komplett durchprobiert. Das Streichquartett im Klanghaus war toll. Meiner Meinung nach könnte man das Klanghaus noch besser nutzen, warum muss die Veranstaltung genau während des Abendessens sein, könnte man da nicht noch die eine oder andere Matinee oder ähnliches einschieben?
Das Personal war ausnahmslos sehr bemüht und freundlich, wir haben uns willkommen geheissen gefühlt.
Obwohl das Schiff komplett ausgebucht war, haben wir immer einen Platz gefunden der uns gefallen hat.
Was man bestimmt verbessern könnte, wäre die Darstellung/ Präsentation der Position des Schiffes und die Route in der APP. Viel mehr als „wir sind gerade in der Ostsee“ lässt sich dem nicht entlocken.
