Für die Einreise nach Israel gab es besondere Vorgehensweisen. Diese wurden im Tagesprogramm folgendermaßen veröffentlicht:
"Einreisekontrolle in Israel
Jeder Gast ist verpflichtet in Haifa, bis spätestens 10.00 Uhr, bei den Behörden im Hafengebäude vorstellig zu werden. Ihren Reisepass erhalten sie beim Verlassen des Schiffes am Ausgang auf Deck 2. Bitte halten Sie Ihre Bordkarte und den Abholbeleg bereit. Um Wartezeiten zu vermeiden, empfehlen wir allen Gästen, die den Tag individuell an Land verbringen möchten, ab 8.30 Uhr zur Einreisekontrolle zu kommen. ....
Informationen zum Landgang in Israel
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass jeder Passagier für die Landgänge in Haifa und Ashdod seinen Reisepass sowie die bei der behördlichen Einreisekontrolle erhaltene blaue Landgangskarte benötigt. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie Ihre personalisierte Landgangskarte nicht verlieren."
Diese Informationen führten bei uns ein wenig zur Verwirrung, da wir bereits um 7.30 Uhr mit unserem Reiseleiter-Israel verabredet waren. Dieser hatte uns informiert, dass wir ca. 40 Minuten für die Kontrolle rechnen müssten.
So frühstückten wir wieder im Tag und Nacht und waren wenige Minuten vor 7.00 Uhr bei der Kontrolle.
Die Pässe bekamen wir innerhalb von 2 Minuten. Die Einreisekontrolle dauerte etwas. Es lag jedoch auch an der Wegstrecke durch das Terminal und die Kontrollen.
12.Tag, Samstag, 07.04.2018
7.30 Uhr Landausflug ab Haifa in Kleingruppen - max. 19 Teilnehmer!
Heute reisten wir zum 1. Mal nach Israel ein. Die Vorgehensweise wurde im Tagesprogramm beschrieben. Da wir nicht genau wussten, wie lange die Kontrolle dauert, waren wir die Ersten beim Verlassen des Schiffes.
Diesen Ausflug von Haifa aus hatten wir bei Reiseleiter-Israel sehr schnell nach Bekanntgabe der Umroutung gebucht. Unsere Reiseleiterin Elisabeth war ein ehemaliges AuPair-Mädchen aus Solingen und wir fanden, sie hat ihre Sache an diesem Tag sehr gut gemacht.
Bei TUI nannte sich der Ausflug „Auf den Spuren Jesus“. Wir fuhren nach Ausflugsbeschreibung die gleichen Punkte an, waren jedoch nur 19 Personen im Bus. Es ging über die Autobahn durch die Galiläischen Berge nach Nazareth, der Stadt, in der Jesus seine Kindheit verbrachte. Dort soll der Erzengel Gabriel zu Maria gekommen sein um ihr die Geburt des künftigen Erlösers anzukündigen. Wir besuchten die 1960-1969 erbaute Basilika der Verkündigung des italienischen Architekten Antonio Muzio.
lt. Geschichte musste Maria damals ein Mädchen von ca. 16 Jahren gewesen sein.
(verschiedene Abbildungen wie die Verkündigung in den verschiedenen Ländern künstlerisch dargestellt wurden)
Im Verlaufe Geschichte wurden vier Basilikas über Grotte der Verkündigung gebaut, von welcher besonders Grundgemäuer der bereits 1100 erbauten Kreuzfahrerkirche noch gut erkennbar sind.
Auch die 1919 errichtete Sankt-Josef-Kirche, deren Krypta angeblich die Werkstätten des Zimmermannes Josef zeigt, stand auf dem Programm.
Von Nazareth ging es weiter zum See Genezareth, wo wir einen wunderbaren Ausblick vom Berg der Seligpreisungen genießen konnten.
Elisabeth las uns an den Orten immer die entsprechenden Bibelstellen vor. Hier auch noch auf Hebräisch. Das war sehr beeindruckend.
Hier entstand 1937 die beindruckende Kirche des italienischen Franziskaner-Mönchs und Architekten Antonio Barluzzi im Stil der Neorenaissance.
In Tabgah besuchen wir die Brotvermehrungskirche mit seinem wunderbaren Mosaikfuß-boden aus byzantinischer Zeit. Auf dem Stein unter dem Altar soll Jesus die Fische und Brote gelegt haben, die nach seinem Dankgebet 5.000 Männer und dazu Frauen und Kinder satt werden ließen.
An diese Besichtigung schloss sich noch die Peterskirche, direkt am See Genezareth an. Bereits hier konnten wir in/an den See.
In allen Gärten und auch später in Jerusalem kamen viele (Pilger-) Gruppen zu Gebeten in kleinen Gruppen zusammen.
Anschließend fuhren wir nach Kafarnaum, jenem kleinen Fischerdorf, in welchem Jesus zu Beginn seines Wirkens lebte und lehrte.
Zu Besichtigen gibt es die Ruine einer alten Synagoge. Weiter steht in Kafarnaum eine von den Franziskanern errichtete Kirche, welche sich über den Ruinen jenes Wohnhauses erhebt, das als Haus des Simon Petrus verehrt wird.
Danach ging es zum Mittagessen. Dieses fand in einem Restaurant statt, wo bereits mindestens 10 Busse standen. Es war nicht inkludiert und die Preisgestaltung gefiel uns nicht. Hier wurde im Restaurant 25 € für ein Mittagessen (wahlweise: Petersfisch, Hühnchen oder Kebab) mit Salat vom Buffet verlangt. Nur Salat sollte 11 € kosten. Hier hätte der Reiseveranstalter darauf hinweisen müssen, dass mit ca. ...€ für das Essen zu rechnen ist. Wir fanden es überteuert und fühlten uns überrumpelt. Wir benötigten keine Schekel, die Bezahlung war mit Euro möglich. Auf dieses Essen habe/ hätte ich gerne verzichtet und den Aufenthalt an der vorherigen Station gerne länger gehabt.
Hier noch einige Bilder am See:
Die letzte Station war Yardenit, an dem der Jordan den See Genezareth in Richtung Totes Meer verlässt. An diesem einzigartigen Taufort trafen wir viele Pilger sich - in Erinnerung an die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer - erneut der Taufe unterziehen.
Während unseres Aufenthaltes wurden auch einige Personen getauft und die "Gemeinde" sang und betete insbrünstig.
Als Bonbon fuhr der Busfahrer uns noch zu den Hängenden Gärten der Bahai. Diese waren zwar bereits geschlossen, aber zum Fotografieren über den Zaun störte das nicht. Falls wir nicht diesen Ausflug gebucht hätten, wäre dieser Garten mein Ziel für den Tag gewesen.
Der Preis für die Teilnahme an dem Ausflug betrug 70 € pro Person. Uns hat der Tag sehr gut gefallen.
Negativ war lediglich der Preis für das Mittagessen.
Falls es Fragen zum Ausflug gibt, könnt Ihr gerne mailen. Ich versuche es nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten.
Gruß
Wasserschnegge
