Weiter geht's mit Ravello.
Ravello liegt 365 m über dem Meeresspiegel, 10 km von Amalfi entfernt. Seine Blütezeit war ebenfalls zur Zeit der Seerepublik; die Handelsbeziehungen mit dem Orient waren häufig in Konkurrenz zu Amalfi. Zu den reichen Kaufleuten dieser Zeit zählte die Familie Rufulo, deren Garten und Villa im 19. Jh. wieder aufgebaut wurden und heute besichtigt werden können. Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Dom mit der prächtigen Kanzel, die auf sechs Löwensäulen ruht, sowie dem Dommuseum. Ein zweiter zauberhafter Garten gehört zum Luxushotel Villa Cimbrone. Der Garten ist weitläufig, und von seiner Terrasse hat man einen weiten und exklusiven Blick über das Meer.
Auch Ravello habe ich zweimal besucht. Das erste Mal gleich im Anschluss an Amalfi - und auch dort regnete es ununterbrochen und in Strömen, während bei unserem 2. Besuch gut 1 Woche später strahlender Sonnenschein mit dazu beigetragen hat, dass wir auf dem Rückweg beide sagten, dass Ravello zu unserem Lieblingsort an der Amalfiküste aufgestiegen ist. Aber der Reihe nach:
schon ziemlich durchnässt setzte uns unser Fahrer am Ortseingang von Ravello ab (weiter durfte er nicht fahren), und wir liefen die restlichen 500 m bis zum Zentrum zu Fuß. Besser gesagt, wir wateten durch das Regenwasser, das uns auch hier in großem Schwall entgegenkam. Zum Glück ging es zunächst in den Dom, der von außen eher unscheinbar wirkt. Hier links im Foto. Rechts ist der Eingang zur Villa Rufolo. Davon später mehr.
Aufnahmen vom Inneren darf ich Euch leider nicht zeigen, nur so viel: ein Besuch hat sich sehr gelohnt. Anschließend ging es dann 15 Minuten weiter durch den Regen zur Villa Cimbrone. Das Wort Villa wird im Italienischen häufig für einen parkähnlichen Garten verwendet, und so war es auch hier. Ein riesiger Landschaftsgarten mit der berühmten 'Terrasse der Unendlichkeit', die ihren Namen wegen des unendlichen Blicks über das Meer hat. Bei uns sah es dann so aus:
Immer wieder habe ich mich gefragt, warum Führer*innen in solchen Gruppen ein vorgegebenes Programm ohne Rücksicht auf Verluste durchziehen müssen. Ich weiß, damit sich nachher niemand beschweren kann. Aber ich bin mir sicher, dass wir bei einer Abstimmung alle dafür gestimmt hätten gleich nach Hause zu fahren. Statt dessen gab es auch hier 1,5 Stunden Freizeit mit dem Tipp für ein gutes Eiscafé (bei ca. 15 Grad Außentemperatur) und ein Restaurant. Dieses haben wir dann alle gestürmt, um uns ein wenig aufzuwärmen und einen mehr oder weniger großen Mittagsimbiss zu uns zu nehmen.
Der zweite Ausflug sollte dann umso schöner werden. Auch die Busfahrt war erstaunlich problemlos: gleich der erste Bus in Praiano hielt (was nicht so selbstverständlich war, denn wenn der Bus voll war, ist er einfach vorbei gefahren), und in Amalfi hatten wir gleich Anschluss mit dem Bus nach Ravello. Lt. Fahrplan dauert die 10 km lange Fahrt 25 - 30 Minuten. Aber wie so oft ist die Straße völlig überlastet, und dann wird schnell mal die doppelte Fahrzeit daraus. Macht nichts, so konnte ich aus dem Bus heraus den einen oder anderen Schnappschuss machen.
Gleich hinter Amalfi liegt Atrani, ein hübscher Ort mit schönen Badebuchten
Von Scala aus, das hier linkerhand an der Straße nach Amalfi liegt, soll man einen schönen Blick auf Ravello haben
In Ravello angekommen eröffnete sich uns dann dieser schöne Ausblick