Danach sind wir mit der U-Bahn in den Stadtteil Hongdae gefahren, der bei jungen Leuten sehr beliebt ist und viele Modegeschäfte hat.
Ich fahre in fremden Städten gerne mit dem Bus und der U-Bahn, weil man hier ein Stück Alltagsleben mitbekommt. Hier ist das U-Bahnsystem sehr gut durchdacht. Jede Station hat eine Nummer, und da viele über zahlreiche Ausgänge verfügen, sind diese nummeriert. Wenn ich also weiß, wohin ich gehen will, kann ich mir vorher auf einer Navigationsapp raussuchen, welcher Ausgang der passende ist.
In der U-Bahn sind die Sitzplätze an der Wand der U-Bahn angeordnet. Dort sitzen eng an eng gequetscht 7 Leute auf einem Platz, wo bei uns vielleicht 5 sitzen würden. Es gibt speziell markierte Plätze für Senioren, Schwangere und Menschen mit Handicaps. Die Temperatur hat im Sommer Kühlhauscharakter.
In den zahlreichen Modegeschäften dominierten bei der Frauenkleidung die Farben beige, braun, schwarz und weiß.
Der Spruch 'Sorry mom .... but I love u' auf dem nächsten Foto hat mich zunächst etwas ratlos gemacht. Hier eine mögliche Erklärung:
Mütter mögen es oft nicht, wenn ihre Kinder sich ein Tattoo stechen lassen. Die tun es trotzdem und sagen dann: Sorry Mom, ich liebe Dich (trotzdem).
Nach einer leckeren Stärkung mit einem Eiskaffee sind wir dann entlang einer stillgelegten Bahntrasse, die heute ein Park ist, zurück gelaufen. Es gibt Pavillons, die in zeitweiligen Ausstellungen den Menschen die Buchkultur näher bringen sollen. Deshalb heißt der Weg Gyeongui Line Book Street. Er hat mir sehr gut gefallen.
Danach sind wir zu unserem Hotel zurück gegangen. Abends haben wir dann in einem kleinen Lokal vorzüglich zu Abend gegessen. Wer genau hinschaut, kann auf dem einen Bild die Bremer Stadtmusikanten erkennen.
Das Essen heißt Bibimbab. Hier erhält man eine Schale Reis und Zutaten wie Gemüse, Fisch oder Fleisch einzeln sowie eine Würzpaste. Man kann sich dann je nach Belieben sein Essen selber mischen. Rechts unten im Bild ist eine sehr milde Suppe mit wenigen Sojasprossen. Sie soll die Geschmacksknospen bei einem (scharfen) Essen wieder beruhigen. In den beiden kleinen mittleren Schälchen ist unten die Würzpaste und darüber Kimchi (hier fermentierter Rettich; sehr häufig wird es aus Chinakohl hergestellt), das zu jeder Mahlzeit als Beilage gereicht wird.