Beiträge von Bremerin

    Aschermittwoch oder auch Valentinstag in Punta Arenas

    Ein weiterer wunderschöner Tag geht zu Ende: Bootsfahrt zu einer Pinguinkolonie mit Sichtung von kleinen Delfinen auf dem Rückweg. Da wir gleich auslaufen, folgt der Bericht (hoffentlich) übermorgen. Aber vorab schon mal ein paar Fotos.

    Gerade sagt der Kapitän, dass wir wohl morgen rund Kap Horn fahren können :)

    Und zum Abschluss noch eine Frage: hier in Punta Arenas sieht man einige Bäume in der folgenden Form:

    Warum sehen die wohl so merkwürdig aus? Wer es weiß wie vermutlich uschisiggi möge sich gerne mal ein paar Stunden zurückhalten mit der Antwort. Ich freue mich auf kreative Lösungen.

    Die Fjordwelt Südchiles (12. und 13.2.)

    Sie grüßt uns mit tief hängenden Wolken und Regen. Obwohl die Berge zum Greifen nah sind, ist kaum etwas zu erkennen. Glattgeschliffene Felsen, ab und zu ein paar Bäume, ab und zu ein Wasserfall. Nach einer stürmischen und bewegten Nacht gleiten wir nun sanft durch das Wasser, und der Wind schiebt uns von achtern.

    Die Region hier ist unbesiedelt. Kein Wunder, denn die Temperaturen überschreiten nur selten die 10-Grad-Marke, begleitet von starken Winden und Regen.

    Leider hat es den ganzen Tag geregnet, und die Berge und Felsen präsentierten sich in mehr oder weniger einheitlichem Grau. Kurz nach 17.00 erreichten wir die Magellanstraße. Sie ist die einzige natürliche Passage durch den amerikanischen Kontinent zwischen Atlantik und Pazifik und insgesamt 600 km lang.

    Und dann hat es doch noch aufgeklart, und schneebedeckte Berge zeigten sich.

    Und zur Belohnung für die überstandene Nacht mit schräg liegendem Schiff bei Windstärken bis Orkanstärke (65 Knoten) gab es noch eine Urkunde auf die Kabine.

    Auch ein Schiffswrack war zu sehen

    Symphonie in grau

    Im Hintergrund sind schneebedeckte Berge zu sehen

    Zum Abendessen gab es köstlichen frischen Fisch (Hecht) aus Castro

    Ein versöhnlicher Abschluss des Tages

    Unser über Phoenix gebuchter Ausflug führte uns in den Nationalpark Chiloé an der Pazifikküste. Dieses Territorium wird teilweise noch von Indigenen bewohnt, und am Eingang forderten sie uns auf Tafeln auf, mit der Natur sorgsam auf und respektvoll umzugehen. Es gab verschiedene Wege durch den Nationalpark, und wir verbrachten ca. 1,5 Stunden in diesem wunderschönen Flecken Erde. Es gab auch Erläuterungen zu einzelnen Pflanzen, aber wenn Du in einer Gruppe von 40 Leuten unterwegs bist, sieht spätestens der 10. nicht mehr, um welche Pflanze es sich handelt. Deshalb lasse ich jetzt einfach Fotos sprechen.

    Riesen Rhabarber


    Abschließend noch zwei Fotos von einem kleinen Markt in Chonchi:

    Diverse Kartoffelsorten und Riesenknoblauch

    Gehäkelte Magnete

    Fazit: Wanderungen mit 40 Personen sind zwangsläufig gewissen Einschränkungen unterworfen. Trotzdem hat uns dieser Ausflug gut gefallen, einfach weil die Natur so schön war.

    Die Insel Chiloe

    Von Puerto Montt bis Chiloe ist es nicht weit, und so sind wir ganz gemütlich zum nächsten Ziel gefahren. Die Temperaturen werden langsam merklich kühler, besonders wenn die Sonne nicht scheint.

    Chiloe ist nach Feuerland die zweitgrößte Insel Chiles, und sie war schon lange durch die Entdeckung durch die Europäer besiedelt. 1567 wurde die heutige Hauptstadt Castro gegründet, die sich durch viele hübsche Holzhäuser auszeichnet. Einige stehen auf Pfählen und sind bei Flut unterspült, die sog. Palafitos. Überhaupt ist Holz das dominierende Baumaterial gewesen: zahlreiche Holzkirchen, im 17. Jh. von den Jesuiten erbaut, legen davon bis heute Zeugnis ab. Im Rahmen unseres Phoenix Ausflugs haben wir die Kirche in Chonchi besichtigt und dann später noch die in Castro.

    Die Kirche in Chonchi

    Viele alte Häuser sind mit Schindeln isoliert. Es zeugt vom Wohlstand des Erbauers, wenn die Schindeln nicht viereckig sind sondern kunstvoll gestaltet sind

    Die Kathedrale von Castro ist auch von innen sehr sehenswert

    Hallo Bremerin Verena.

    Bitte bitte keinen Streß wegen Deinen Likes.ich und ich glaube alle andren freuen sich über Deine Bilder und Berichte und sehen es Dir nach wenn Du keine likes vergibst

    Das war aber Katja Kati22 , die mich dankenswerterweise jetzt unterstützt.

    Hier am Ende der Welt ist das Internet leider auch so ziemlich am Ende.

    Heute werden wir Punta Arenas, die südlichste Stadt in Südchile erreichen.

    Es ist inzwischen kalt geworden. Die Winterklamotten kommen somit endlich mal zum Einsatz.

    Gestern bei der Fahrt durch die Fjorde hat es leider den ganzen Tag geregnet und die Wolken hingen ganz tief. Das war sehr schade, aber auch solch ein Tag gehört zur Reise. Heute hoffen wir auf besseres Wetter, denn es soll mit dem Boot zur Pinguinkolonie auf der Isla Magdalena gehen.

    Wir sind zurück von einem weiteren wunderschönen privaten Ausflug, der insgesamt gut 8 Stunden gedauert hat.

    Puerto Montt ist die Hauptstadt der Region de Los Lagos und ist von Hügeln, Vulkanen und Wasser umgeben. Hier beginnt Patagonien, der wilde, wenig besiedelte Südteil Chiles.

    Kurz nach 8.00 startete unsere Tour mit Denis als Führer. Wir hatten einen bequemen Hyundai Minibus. Zunächst zeigte Denis uns Puerto Montt von einem Aussichtspunkt an der Hafenpromenade,

    dann fuhren wir eine Anhöhe hinauf, um einen Überblick von oben zu haben.

    Die Holzhäuser hier haben uns sehr an Norwegen erinnert

    Hier beginnt auch die Carretera Austral, eine Straße, die weiter in den Süden Patagoniens führt und die in der Amtszeit von A. Pinochet gebaut wurde. Wegen des vielen Wassers und der Berge war ihr Bau sehr aufwändig

    Danach ging es dann nach Norden zu Chiles zweitgrößten See, dem Llanquihue See. So früh am Morgen wirkte er noch wie ausgestorben und wir fuhren gleich weiter an seinem Ufer entlang in Richtung Osten.

    Und dann konnten wir den Vulkan Osorno zum ersten Mal in voller Pracht und fast ohne Wolken sehen

    Wir sind fast um ihn herum gefahren, so dass noch weitere Fotos folgen werden.

    Unser nächstes Ziel war die Grüne Lagune, deren Wasser vom Llanquihue See kommt.

    Zum Thema Kriminalität: sie ist in ganz Südamerika hoch, und vor Taschendieben werden wir in jedem Hafen gewarnt, in Valparaiso zusätzlich von Bruno. Hier gibt es unendlich viele richtig arme Menschen in jedem Land. Hinzu kommen noch die Flüchtlinge z.B. aus Venezuela und Kolumbien.

    Aber wenn Frau ohne Schmuck losgeht, das Handy, wenn es nicht in Gebrauch ist, in der Hosentasche verstaut, nicht alleine unterwegs ist und auch nicht in verlassenen Gassen, dann ist das Risiko überschaubar. Aber Achtsamkeit ist schon nötig. Und ich habe immer etwas Kleingeld in der Hosentasche, falls ich mir mal was zu trinken kaufen will.

    Heute stand der Hafen Talcahuano auf dem Programm. Da die Pier aber von einem Frachtschiff belegt war, konnten die Tenderboote dort nicht anlegen, und so sind wir ausgewichen ins benachbarte Lirquen, einem geschäftigen Industriehafen, wo wir an de Mole festmachen konnten. Für 5 € gab es Tickets für einen Shuttlebus in die 18 km entfernte Stadt Concepción, die lt. Tagesprogramm als ‚touristisch interessant‘ beschrieben war. Also, die Kathedrale war nicht zuletzt wegen ihrer Schlichtheit sehenswert, der Platz davor, und der eine oder andere Straßenmusiker war auch hörenswert, aber nach einer Stunde intensiven Suchens waren wir - wie die meisten anderen auch - bereit für die Rückfahrt: zu viele Billigläden und Waren ‚made in China‘ ließen wenig Lust zum Stöbern aufkommen. Die Stadt soll Universitäten mit internationalem Ruf haben und sie sind auch für die Kultur in der Stadt zuständig, aber leider haben wir sie in der knapp bemessenen Zeit nicht gefunden.

    xxxAdmin (Datenschutz - Erkennbare Person rechts im Bild.) xxx

    Auch sonst gab es viel zu sehen in dieser abwechslungsreichen Stadt. Wir sind dann irgendwann mit einer der Standseilbahnen nach unten gefahren und haben uns den Verwaltungsbereich mit protzigen Bauten, lautem und hektischem Verkehr und dieser Kuriosität angeschaut

    Valparaíso hat keine Berufsfeuerwehr. Aber eine deutsche.

    Unser Schiffchen im Nebel


    Blick über die Hügel




    Eine bequeme Art und Weise nach unten zu kommen



    ….und eine sportliche Art und Weise



    Großes Haus…


    …und kleines Haus

    In den Scheiben spiegelt sich die Amadea

    Und beim Auslaufen sahen wir noch das Segelschulschiff Esmeralda der chilen. Marine


    Fazit: Bruno hat uns sechs Stunden lang seine neue Heimat gezeigt. Mit seinem Wissen, seiner herzlichen Art, seiner Begeisterung und genau dem richtigen Gefühl für das, was er uns zumuten kann, hat er diesen Tag zu einem perfekten Tag gemacht. Mehr geht nicht. Er sagte, dass er immer 100% gibt; ich würde sagen, es waren 150%. Zum Abschluss sind wir noch in eine Kneipe gegangen, haben gemeinsam Bier getrunken und die besten Empanadas seit langem gegessen. Wir haben alle Spaß gehabt, und ich bin sicher, dass ich auch für die anderen spreche, wenn ich sage: dieser Tag wird noch lange in unserem Gedächtnis bleiben.

    Ein Tag in Valparaíso mit Bruno von den German Pirates

    Valparaiso ist eine Hafenstadt, ungefähr in der Mitte Chiles gelegen. Sie hat ca. 300.000 Einwohner, die Schwesterstadt Viña Del Mar, auf der anderen Seite des Bergrückens gelegen, hat nochmals genau so viele. Ähnlich wie Rom ist sie auf Hügeln gebaut, allerdings auf 41. In den 1930er Jahren wurden, um die zentralen Plätze hinter dem Hafen mit den Wohngebieten auf den Hügeln zu verbinden, Standseilbahnen gebaut. Ein Teil ist bis heute in Betrieb und dient als preisgünstiges Transportmittel für die Menschen, die hier leben und arbeiten. Inzwischen ist die Stadt allerdings an den Hängen weiter in die Höhe gewachsen.

    Am Hafenausgang hat Bruno unsere 6-er-Gruppe, die sich hier im Forum gefunden hatte, in Empfang genommen, und wir sind losgelaufen. Er schlug vor, zwei Hügel, den Serro Alegro und den Serro Concepción zu besuchen und dann durch den geschäftigen Verwaltungsteil langsam zurück zum Schiff zu gehen.

    Da die Standseilbahn zum Serro Alegro heute gewartet wurde, nahmen wir den öffentlichen Bus (Fahrpreis 40 ct). In wilder Fahrt schraubten wir uns nach oben, fuhren über die Avenida Alemán, die deutsche Straße, vorbei am Bismarckplatz, bis wir nach einer gefühlten Ewigkeit wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Und da waren sie dann, die bunt und künstlerisch bemalten Häuser, für die Valparaiso so berühmt ist. Wir waren begeistert, und Handys und Fotoapparate waren in steter Aktion. 20 davon will ich gerne mit Euch teilen, und dann gibt es noch ein paar andere Fotos aus dieser faszinierenden Stadt, die so ganz nach meinem Geschmack ist und übrigens viele Ähnlichkeiten mit San Francisco aufweist.

    Eines der meist fotografierten Wandbilder ist das der German Pirates

    Blick von oben