Und nun kommt der heiße Tipp für alle, die Venedig mittendrin und von oben sehen wollen: die Dachterrasse dieses Hauses bietet eine wunderschöne Aussicht. Das Hinkommen ist nicht ganz einfach: am besten fährt man zuerst mit der knallroten Rolltreppe ganz rauf in den 3. Stock. Danach entweder mit dem Fahrstuhl oder der Treppe noch eine Etage weiter nach oben gehen. Hier gelangt man in einen großen Raum mit gläsernem Fußboden, der den Innenhof überdacht. In Kleingruppen wird dann das Betreten des Daches für eine begrenzte Zeit erlaubt (Eintritt frei!), und bei gutem Wetter soll der Panaoramablick bis zu den Alpen möglich sein.
Danach ging es weiter in Richtung frisch renovierter Rialtobrücke. Aber immer noch nicht auf die Brücke (ich bin immer wieder erstaunt, dass sie unter den Menschenmassen nicht zusammenbricht ), denn davor ist ja der Fondaco dei Tedeschi. Hier durften die deutschen Händler seit dem 13. Jahrhundert ihre Waren lagern und verkaufen, und hier wohnten sie auch. 2008 kaufte der Benetton Konzern diesen alten Renaissance-Palazzo, um ihn zu einem Kaufhaus für Luxusgüter umzubauen. Es ist das Gebäude, auf das ich ganz am Anfang meines Berichts bereits hingewiesen hatte.
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In diesem Jahr wurde der 'Shoppingplatz der Superlative' (Zielgruppe: asiatische und russische Besucher) eröffnet. Macht Euch selbst ein Bild, ob es Euch gefällt:
Unser nächstes Ziel war die Rialtobrücke. Aber wir wären nicht in Venedig, wenn nicht, kaum dass ein Ziel ausgemacht ist, etwas Neues auftaucht, das die Pläne schnell Makulatur werden lässt. Dieses Mal war es eine internationale Designausstellung in einem alten Palazzo
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Also nichts wie rein. Und es lohnte sich, denn wir konnten einerseits einen Blick in einen Palazzo mit seinen alten Wandmalereien werfen, danach den Blick vom Balkon auf den Canale Grande anschließen
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und last but not least spannendes modernes Design von internationalen Künstlern bewundern. Die Innenaufnahmen kann ich hier leider nicht mehr zeigen. Aber vielleicht gibt es die Informationen noch auf der Homepage des Palazzo Michiel. Dort gab es für Interessierte weitere Informationen, in diesem Fall eine pdf-Datei zum (japan.?) Atelier OPA.
Nun folgt der dritte Tag unserer Venedig-Kurzreise, und der sollte mit einem gewaltigen Schrecken beginnen:
Kurz vor 3.00 bin ich wach geworden von irgendeinem Geräusch. Als ich die Augen öffnete, sah ich durch die Gardine ein unnatürlich rot leuchtendes helles Licht und bin gleich zum Fenster gestürmt: genau vor unserem Haus brannte in dem engen Kanal ein ca. 8 m langes Boot in voller Ausdehnung. Dicker schwarzer Rauch stieg in den Himmel, und ich war sehr froh, dass die Fenster wirklich dicht waren und die giftigen Dämpfe bzw. Gase draußen blieben. Unsere Vermieter haben die Feuerwehr gerufen, die dann auch nach einer gefühlten Ewigkeit, in Wirklichkeit aber recht schnell kam und den Brand in kurzer Zeit löschte. Wahrscheinlich war es Brandstiftung…….
Nach dem strahlenden Sonnenschein gestern begrüßten uns heute Nebel, Wolken und eher bescheidene 14 Grad. Im Laufe des Tages wurde es wärmer, aber der Nebel sollte nicht weichen.
Nach dem Frühstück stand zunächst ein Besuch auf dem Rialto-Markt auf dem Programm. Dieser Markt ist immer wieder ein Highlight: mit seinen vielen bunten Ständen, auf denen die diversen Obst- und Gemüsesorten verlockend angeordnet zum Kaufen verführen, mit seiner Fischvielfalt, den diversen appetitanregenden Gerüchen, dem bunten, ausgelassenen Treiben verlockt er stehen zu bleiben, zu schauen und zu kaufen.
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Danach sind wir mit dem Traghetto (das ist eine im 'Linienverkehr' eingesetzte Gondel, die Fußgänger über den Canale Grande übersetzt) für 2 € pro Person auf die andere Seite gefahren.
Liebe Anja @whiterose13 Da bin ich ja gerade noch rechtzeitig aufgesprungen, um an Deiner aufregenden ersten Reise teilzunehmen. Toll, dass Du Dich auch gleich ans Erstellen eines Reiseberichts gewagt hast. Ich schreibe ja auch gerade meinen ersten und weiß jetzt, wieviel Arbeit das macht. Und gleichzeitig kann frau dadurch die ganze Reise nochmal erleben. Ich freue mich jedenfalls, Dich dabei begleiten zu dürfen. Weiter so Viele Grüße Verena
Da meine Freundin noch nie in Venedig war, folgte anschließend auf dem Markusplatz das Pflichtprogramm: die Besichtigung des Markusdoms mit dem Museum und der Aussichtsplattform. Da die Schlange recht kurz war und die Wartezeit nur ungefähr 10 Minuten betrug, haben wir uns entschlossen reinzugehen. Die Mittagszeit, wenn viele Leute beim Essen sind, empfiehlt sich dafür. Über 4000 m² Goldmosaiken sorgen für die Schönheit dieser orientalisch anmutenden Basilika. Fotografieren ist dort verboten, deshalb gibt es hier keine Fotos. Nur von der Veranda aus waren ein paar Fotos über den Markusplatz möglich:
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Danach war ein wenig Erholung angesagt. Also setzten wir uns ins Boot Linie 1 und fuhren einmal durch den ganzen Canale Grande. Jedes Mal auf's Neue kann ich mich gar nicht satt sehen an den wunderschönen Palazzi
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Wieder am Markusplatz angekommen, haben wir uns durch die Gassen des Viertels treiben lassen, vorbei an unzähligen Geschäften und Restaurants, über Kanäle, wo sich zeitweise Gondel an Gondel reihte, über große und kleine Plätze, bis wir irgendwann an der Accademia-Brücke standen. Von dort aus war es nicht weit bis zum Rio San Trovaso, wo wir erst mal eine Ombra tranken und zwei leckere Cichetti aßen. Dann ging es nach Hause (wir wohnen in der äußersten Ecke des Dorsoduro, wo viele Studenten sind und die Universität in der Nähe ist), haben uns ein wenig ausgeruht, ehe es zum Abendessen ging: ganz in der Nähe gibt es ein vorzügliches veganes Restaurant 'La tecia vegana' mit leckeren Speisen und Getränken, sehr engagierten Mitarbeitern (einer der Mitinhaber spricht fließend englisch), zivilen Preisen und einer klaren Einrichtung, die nach so viel Opulenz am Tage dem Auge richtig gut tut. Die Qualität dieses Platzes hat sich schnell herumgesprochen, so dass eine vorherige Reservierung sehr empfehlenswert ist. Leider habe ich kein Foto gemacht, weil wir immer nur abends dort waren.
So, das war's für heute. Morgen geht es dann weiter.
@sandy@Susi66 Danke für Eure Rückmeldungen. Venedig ist wirklich eine tolle Stadt und immer wieder eine Reise wert. Vielleicht dann auch erstmal nur virtuell.. VG Verena
Liebe Martina @Tina28, die Überraschung war aber auch mehr als gelungen. Dadurch leider auch kurz..... Ja Venedig ist immer wieder schön, aber leider gibt es auch von Mal zu Mal mehr Wermutstropfen, und das ist nicht nur der Verfall der Stadt. Ich denke manchmal, dass ihr Jahr ganz ohne Touristen gut tun würde, um sich wieder zu erholen....
Der Mittwoch begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein. Grund genug, einen ersten Überblick über Venedig von oben zu bekommen. Die meisten Besucher fahren dazu auf den Campanile am Markusplatz. Unsere Vermieterin gab uns jedoch einen noch besseren Tipp: Der Glockenturm der Kirche San Giorgio Maggiore auf der gleichnamigen Insel, leicht mit dem Boot Nr. 2 zu erreichen, ist 70 m hoch, bietet einen tollen Ausblick über die Lagune und ganz besonders auch auf den Markusplatz. Für 8 € kann man mit dem Fahrstuhl nach oben fahren.
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Anschließend haben wir uns die sehr sehenswerte Kirche angeschaut. Diese beherbergt für die Zeit der Biennale zusätzlich noch die sehr spannende Ausstellung von Michelangelo Pistoletto mit dem Titel 1 + 1= 3. Dort hat er z.B. große Spiegel kreisförmig aufgestellt, und wenn der Besucher sich in diesem Kreis aufhält, sieht er sich mehrfach von vorne und hinten.
Da bei dieser Ausstellung die Dreidimensionalität im Raum so wichtig ist, verzichte ich auf Fotos. Pistolettos Anspruch ist, dem Betrachter den Spiegel vorzuhalten, sich selbst zu erkennen. Seine Ausstellung ist unbedingt sehenswert.
Nach so vielen Eindrücken tat uns eine kurze Cappuccino-Pause in der kleinen sehr schön gelegenen Bar San Giorgio gut. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf's Wasser und den Markusplatz auf dergegenüberliegenden Seite.
@Emmalotta Für mich gehört Venedig auch zu meinen Lieblingsstädten
Die beiden Bàcari liegen ca. 100 m voneinander entfernt am gleichen Rio San Trovaso auf der gleichen Seite. Einfach ein bisschen weiter in Richtung Canale Grande laufen oder schauen, wo auch sehr viele Leute auf der Straße stehen. Ist nicht zu übersehen. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob der Name stimmt. VG Verena
@deern vonne elw, @Gabi46 Vielen Dank für Euren Zuspruch. Ich denke, dass Venedig im November durchaus seinen Charme hat, weil dann vielleicht die Touristenmassen weg sind und die Ruhe noch mehr erfahrbar ist. Und durch das frühe Dunkelwerden kann man die vielen Lichter und tollen Kronleuchter in den Häusern noch früher sehen.
So, dann will ich mal weiter machen. Irgendwie sind die Fotos doch nicht ganz in der Reihenfolge, wie ich sie gerne hätte. Weiter geht es mit ein paar Bildern von den Rios
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Am Spätnachmittag sind wir an einem dieser kleinen Seitenkanäle, dem Rio San Trovaso in zwei Bàcari zu einem ersten Ombra und einigen Cicheti eingekehrt. Zur Erläuterung: ein Bàcaro ist ein kleines Weinlokal, in dem man einen Ombra, (das ist ein kleines Gläschen Rot- oder Weißwein oder auch einen Sprizz) trinkt und dazu ein paar Cicheti (das sind kleine, üppig belegte Weißbrotscheiben) isst. Am Rio San Trovaso gibt es zwei solcher Lokale, die beide einen Besuch wert sind: das eine, weil man draußen vor der Tür auf eine der letzten Gondelwerften schaut,
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In beiden Lokalen sind übrigens nur sehr wenige Sitzplätze: man steht am Tresen oder – noch besser – draußen in der Sonne und schaut aufs Wasser. Seit Emmalottas Besuch haben sich die Preise übrigens etwas nach oben entwickelt: so zwischen 1,20 und 1,50 Euro kostet ein Cicheto und der Wein zwischen 1,50 und 2 , der Sprizz 2,50 Euro. Solch eine Mahlzeit kann übrigens durchaus sättigend sein, wenn der Hunger nicht allzu groß ist.
Danke @Isuledda99, auch bei uns war das Wetter sehr gemischt. Und bei Nebel wirkt alles doch ein wenig schwerer, fast beklemmend. Da sind wir dann eher mal in eine Galerie gegangen und haben uns an der Kunst erfreut. VG Verena
So, nun will ich mich auch mal an einen Reisebericht trauen. Nachdem ich hier so viele hilfreiche Tipps bekommen habe, möchte ich mich mit meinen Erfahrungen und einigen zusätzlichen Tipps bedanken. Auch wenn ich schon mehrmals in Venedig war, so habe ich doch noch nützliche Hinweise von @Emmalotta bekommen. Ihren Bericht solltet Ihr auch unbedingt lesen, wenn Ihr mal - vielleicht für ein paar Tage - nach Venedig fahren wollt. Diese Stadt ist nämlich viel zu schön, um sie nur an einem Tag zu besuchen. Und am schönsten ist sie abends und frühmorgens, wenn die Tagesbesucher noch nicht da sind.
Als ich im Bahnhofskiosk das neue Art-Sonderheft zur Biennale liegen sah, erwachte meine Sehnsucht und der Wunsch, mal wieder nach Venedig zu fahren. Und das im Biennale-Jahr. Das bedeutet, dass diese Stadt, die ohnehin Kunst satt zu bieten hat, überquillt mit den verschiedensten Angeboten: überall begegnen einem Installationen, die zu zeigen leider nicht mehr möglich ist.
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Palazzi am Canale Grande, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, laden mit einer Ausstellung ein und bieten die Möglichkeit, einmal auf einem Balkon zu stehen und auf den Canale Grande hinunter zu schauen. Die Dachterrasse des Hauses auf dem zweiten Bild wird nachher nochmal eine Rolle spielen.
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Überall in der Stadt gibt es Ausstellungen von Künstlern aus aller Welt. Derzeit sind es David Hockney, Damien Hirst, Ettore Sottsas, um nur einige wenige zu nennen.
Und außerdem ist die letzte Kreuzfahrt schon ein halbes Jahr her und mein Wunsch, wieder auf dem Wasser zu sein, entsprechend gestiegen. Und was bietet sich dann an: nein, keine Kreuzfahrt von Venedig aus, das will ich den alt ehrwürdigen Gemäuern nicht zumuten, aber mehrmals täglich mit dem Vaporetto (das ist der lokale Wasserbus) auf der Lagune unterwegs zu sein, das ist Spaß und Entschleunigung pur (nur der Komfort fehlt ein wenig). Gesagt, getan, Flug gebucht, bei meiner Lieblings-Vermieterin 5 Nächte Bed and Breakfast reserviert, und am 3.10. ging es pünktlich von Hamburg los. Am frühen Nachmittag sind wir in Venedig angekommen, haben gleich am Busbahnhof ein Wochenticket für die Vaporettobenutzung gekauft (bei ACTV), bei leichtem Nieselregen unsere Koffer über diverse Brücken bis in unsere Unterkunft gezogen bzw. getragen (das war das notwendige Fitness-Training für die nächsten Tage), und dann ging es auch gleich los: im Stadtteil Dorsoduro sind wir erst mal runter ans Wasser, zum Canale della Giudecca, gegangen. Dort ist die schönste Uferpromenade Venedigs, der Zattere. Dort kann man flanieren, in Lokalen sitzen und das – wie viele behaupten – leckerste Eis der Stadt bei Da Nico essen. Wir haben dort erst mal die schönen Gebäude bewundert
@enix Vielen Dank für Dein Engagement. Jedes Mal, wenn wir hier schreiben und ich dann in den Reiseführer schaue, wünsche ich mir, die Reise würde schon ein Jahr früher starten. Ich freue mich schon sehr. Auch auf die Touren in kleiner Gruppe. VG Verena
Hallo Michael @enix die Mail von Chr. Schink habe ich heute Morgen auch erhalten. Und, ehrlich gesagt, alle drei Ausflüge haben mich nicht so ganz angesprochen. Klar, schnorcheln ist immer schön, aber die wenigen Tage in Vietnam würde ich lieber nutzen, um etwas mehr von dem Land kennenzulernen. Da finde ich Deinen Ausflugsvorschlag schon sehr viel interessanter. Besonders die Po Nagar Anlage und die Long Son Pagode würden mich auch interessieren. Und gerne am Schluss am Strand relaxen. Anstelle der Kathedrale würde ich allerdings lieber einen vielleicht 1-stündigen Besuch von dem Markt vorziehen. Der soll sehr groß und sehr interessant sein. Vielleicht liegen beide ja so nah beieinander, dass man sich für diese eine Stunde aufteilen kann. Wenn das ginge, wären wir wohl mit zwei Personen dabei. Viele Grüße Verena
@Kati22 Vielen Dank für Deine prompte Info. Ich wünsche Dir eine wunderschöne Kreuzfahrt, schöne Häfen mit vielen neuen Eindrücken, gutes Wetter, gute Erholung und viel Spaß an Bord der MS 3.