Beiträge von Wortguthaben

    Hallo zusammen,

    auch wenn die Frage nicht im Zusammenhang mit einer Kreuzfahrt steht – vielleicht weiß ein erfahrenes Forenmitglied hier ja Bescheid:

    Wir wollen im nächsten Sommer unseren Mittleren von dessen Auslandsjahr in Kanada abholen und bei der Gelegenheit noch etwas vor Ort bleiben und reisen.

    Da die sich Highschool auf Victoria Island befindet, möchten wir die Gelegenheit nutzen, von dort aus für ein paar Tage mit dem Schiff (also doch fast Kreuzfahrtbezug ;)) nach Seattle zu fahren.

    Mit anderen Worten: Einreise von Deutschen aus Kanada in die USA, Rückreise aus den USA gleichfalls mit der Fähre zurück nach Victoria.

    Hat zufälligerweise jemand Erfahrungen mit solchen „Cross-Boarder“-Reisen und weiß, ob dabei irgendetwas zu beachten ist? Dankeschön!

    Und nicht zu vergessen auf der MS 7 den Champagner-Treff im Freien hinten auf Deck 6 mit Zugang vom Diamanten über eine Wendeltreppe.

    Beim Runterlaufen von oben bitte beim Passieren des Wendels bitte Kopf einziehen oder auf Sicherheitsabstand achten - ab einer gewissen Körpergröße erforderlich ;)

    2. November 2025 – Palma de Mallorca – Abreise

    Das war es dann also schon wieder, tschüss

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    Um 6:30 Uhr ging der Bus zum Flughafen, aus dem Flugzeug gab es dann noch einen letzten Blick zurück auf

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    Palma und Schiff – sonniger als bei der Anreise.

    Das war eine schöne kurze Runde im Mittelmeer, die uns nach einem arg regnerischen Start doch noch die erhofften Sonnenstunden im späten Herbst gebracht hat.

    Unser Fazit: Schön war‘s!

    Unser Fazit, etwas ausführlicher:

    Die Route.

    Spanien stand bislang nicht so hoch in unseren Reisecharts. Von daher: Viel Neues. Gibraltar als Stadt ist eher sympathisch als richtig schön, die anderen Städte aber ausnahmslos schon und allesamt wunderbar auf eigene Faust zu erkunden. Valencia zum Bespiel ist für uns eine echte Entdeckung, da geht es bestimmt mal erneut und länger hin.

    Das Schiff.

    Die Mein Schiff 7 war das erste der etwas größeren Schiffe von TuiCruises, vorher waren wir immer auf der 3,4,5 oder 6 unterwegs. Tatsächlich aufgefallen ist dieser Größenunterschied nicht. Natürlich ist es schade, dass der Freiluftrundgang auf dem Promenadendeck nicht mehr möglich ist oder die Laufstrecke am Heck die Aussicht beeinträchtigt, aber das sind Kleinigkeiten. Ein schönes Schiff, in bestem Zustand, auf dem wir uns sehr wohl gefühlt haben. Die Qualität der Speisen und die Freundlichkeit der Mitarbeiter (vom Roomservice über die Kellner bis zu den Barleuten) waren sehr gut und haben den Wohlfühlfaktor an Bord hoch gehalten.

    Im Nachhinein habe ich gemerkt, dass wir auf so einer kurzen Reise gar nicht so viel vom Schiff nutzen. Zum ersten Mal kein Gourmetpaket, keinmal in der TuiBar, dem Anckelmann, dem Café Central, nichts gekauft in den Geschäften an Bord. Wir haben sogar komplett vergessen, ein Eis an der Eisbar zu essen! Naja, dafür zum ersten Mal Bingo :S

    Auch in die Schaubühne haben wir keinen Blick geworfen. Der Grund ist, dass das Programm für uns insgesamt nicht wirklich interessant war. Während wir etwa auf den anderen Reisen schöne (auch klassische) Konzerte im Klanghaus oder Studio erleben konnten, gute Zauberkünstler, mitunter Lektoren mit interessantem Programm (etwa die Reihe zur Titanic auf unserer Islandreise) und Klaviermusik und Streichquartette in der Café Lounge, war da diesmal so gar nichts dabei. Das war etwas dünn, ich hoffe, die Bandbreite des Angebotenen ist auf den kommenden Reisen wieder größer.

    Die X-Bereiche haben wir als ausreichend groß empfunden (bis auf den besonders sonnigen Seetag im Hinblick auf Liegen), auch zu den Stoßzeiten bekam man nach wirklich kurzer Wartezeit einen Tisch zum Frühstücken. Zu anderen Zeiten gab es sowohl drinnen als auch draußen für Häppchen oder Gläschen immer viel Platz. Das gilt insbesondere auch für die X-Bar.

    Die Kabine.

    Unsere Horizontsuite (8260) habe ich ja schon ausführlich vorgestellt. Sehr schön eingerichtet, wunderbar wohnlich, einziges Manko der schmale Balkon direkt am Heck. Ansonsten für uns notorische (bislang tatsächlich bei allen Reisen) Heckbucher wunderbar und sehr empfehlenswert.


    Zuhause angekommen, musste ich feststellen, dass unser Zierorangenbäumchen auf der Terrasse offenbar den Verstand verloren hatte. Es wollte wohl beweisen, dass nicht nur im sonnigen Süden rund ums Jahr Blüten und Früchte gedeihen, sondern auch im novemberlich-kühlen Berlin…

    …seht selbst:

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    So, das war es mit dem Bericht. Herzlichen Dank für die freundliche und interessierte Begleitung! Die nächste Seereise von Familie Wortguthaben (dann wieder mit dem dann hoffentlich wohlbehalten aus Kanada zurückgekehrten Mittleren) steht im August des nächsten Jahres an, mit einem richtig großen Schiff, der Relax mit einer Runde über die Ostsee.

    Hallo Ihr Reisewilligen,


    Als ich mal halb dienstlich in Portugal war, haben wir eine Stadtführung auf deutsch (angeboten von jungen deutschen Auswandern) gemacht. Die Agentur findet man, wenn man bei Google „portoentdecken“ eingibt.

    Kann ich rundum empfehlen, sehr nette Leute, lockere Tour mit Berücksichtigung individueller Wünsche und viel interessante Infos zu Stadt, Land und Leuten.

    1. November 2025 – Valencia (Teil 2)

    Mir sagte das nichts, „TKO“. Aber hin mussten wir unbedingt.

    TKO ist eine (auch) in Spanien ansässige Taco-Fastfood-Kette, die unsere Tochter im Herbst dieses Jahres bei einem Trip mit einer Freundin nach Barcelona für sich entdeckt hat. Auf der Karte findet sich (welch Überraschung) eine Vielzahl an Tacos, preislich startet das bei einem Euro pro Stück, man bestellt am Tresen so viel man mag und bekommt die Dinger dann an den Tisch. So sieht das dann aus:

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    Und was soll ich sagen – ich habe halt (leider?) durchaus eine Fastfood-Affinität, mir haben diese Teile sehr gut geschmeckt. Wenn TKO nach Deutschland kommt, bin ich bereit!

    Wir hatten übrigens Glück – Lage, Lage, Lage, wie der Makler zu sagen pflegt:

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    Während Vater und Tochter sich rechts den Bauch mit Tacos vollschlagen konnten, konnte die Mutter gleich links nebenan mal wieder ein Tütchen des begehrten Pata Negra erstehen. Zwei Fliegen, Klappe und so.

    Gut gestärkt ging es weiter. Valencia ist wunderschön, viele kleine und kleinere Gassen,

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    dazu breite Straßen und große Plätze mit prachtvollen Bauten,

    xxxAdminxxx bitte Gesichter unkenntlich machen.

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    vorbei am Rathaus

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    und dem ehemaligen Telegraphenamt

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    ging es bis zur Stierkampfarena,

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    für die aber die Saison 2025 bereits gelaufen war.

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    Die Markthallen hatten zu – Euer Glück, sonst hätte ich schon wieder was von unzähligen Fischständen erzählt…

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    Zwischendurch wurde auch ordentlich geshoppt, trotz des Feiertags hatten viele Geschäfte geöffnet. Die Damen Klamotten, der Jüngste hat was von Lego bekommen, Vaddern hatte Spendierhosen an.

    Schließlich musste so etwas hier

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    unbedingt vermieden werden.

    (Spoiler – gab schon mal Lego auf einer Kreuzfahrt, mit Startschwierigkeiten, wie man im verlinkten Beitrag sieht…)

    RB Reisebericht "Island mit Schottland", 27. Juli bis 8. August 2022, Mein Schiff 3 (und etwas Travemündeurlaub vorneweg)

    Hier ging jedenfalls vom Start weg alles gut, alle waren zufrieden.

    An der Markthalle gab es dann später noch einen Zwischenabsacker, Aperol und so was ähnliches „in einheimisch“, bevor es am späteren Nachmittag zurück zum Schiff ging.

    Bevor es am Abend ein letztes Mal ins (wieder mal rundum gute – Essen, Service, Stimmung am Tisch) Atlantik Mediterran ging, hieß es für uns auch ein letztes Mal „Leinen los“. Mit Stimmungsvoller Beleuchtung zumindest.

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    Am Abend gab es dann noch ein – wir hatten gutes Netz und WhatsApp machts möglich – längeres Telefonat mit dem nicht mitgereisten Sohn in Kanada („Beim nächsten Mal bist Du aber wieder mit dabei!“) und - gleich mehrfach unvernünftigerweise – am ziemlich späten Abend zu zweit eine Flasche im Champagnertreff, um dort wiederholt auf diese schöne und hoffentlich noch viele weitere gemeinsame schöne Reisen anzustoßen.

    Die Koffer standen ja schon im Gang, da hetzt einen ja nichts mehr…

    Ein kurzes Fazit zu Schiff und Co gibt’s zum Abreistetag!

    1. November 2025 – Valencia

    Nachdem in den letzten Tagen eher bevorstehende als zurückliegende Reisen eine Rolle gespielt haben (Logbuch und Buchungsstart…), soll es jetzt hier mal weitergehen – mit unserem Tag in Valencia, dem bereits letzten Unterwegshafen dieser Tour.

    Die Liegezeit: 7.00 Uhr bis 17:30 Uhr.
    Das Wetter: Wunderbar, ein herrlicher Sonnentag.
    Der Plan, auch hier: Valencia auf eigene Faust.

    Anders als bei den anderen Häfen legt das Schiff weit außerhalb im Industriehafen an,

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    ein Gang zu Fuß in die Stadt ist deshalb nicht nur nicht erlaubt, sondern wäre wegen der Entfernung auch de facto nicht möglich. Um in die Stadt zu kommen, gibt es zwei Möglichkeiten:

    Den Shuttle von Tui direkt in die Stadt (Shuttle-Kosten: Erwachsene p.P. EUR 15,00, Kinder EUR 10,00)

    oder

    den Shuttle des Hafens, kostenlos vom Schiff zur „Hafengrenze“, dort zu einem Parkplatz, an dem eine größere Zahl Taxen wartet.

    Was wir gemacht haben und was ich empfehle:

    Den regelmäßig (wir hatten sowohl rein als auch raus keinerlei Wartezeit) verkehrenden Hafenbus.

    Wir sind an dessen Endstelle in ein Taxi gestiegen und zur zentral gelegenen Kathedrale gefahren.

    Der Fahrer hat nicht nur in einer lustigen englisch/spanischen Sprachmischung (zum Teil mit Übersetzungsprogramm vom Handy, mit interessanten Ergebnissen vor allem am Ende: „Hier werden wir jetzt übernachten“) von der Stadt erzählt, sondern auch angeboten, auf der Fahrt einen kleinen Umweg zu nehmen:

    Wenn wir Interesse hätten, würde er uns noch durch den modernen Teil Valencias fahren, damit wir von dort zumindest in der Vorbeifahrt einen Eindruck bekommen. Dieses Angebot haben wir angenommen, er hat uns dann an den modernen Bauten vorgefahren, nach diesem Abstecher ging es weiter in die Stadt. Kosten der Tour (keine Fahrtkosten, und Getränke): EUR 19,60 für uns vier.

    Von der Hinfahrt ein paar Eindrücke der modernen Ciutat de les Arts i les Ciències, aus dem Taxi geschossen:

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    Diese Stadt der Wissenschaft wurde im trockengelegten Flussbett des Turia errichtet, in der Altstadt finden sich dort langgezogene Parkanlagen.

    Die Rückfahrt zum Schiff am Nachmittag war übrigens wiederum komplett unproblematisch, wir haben an der Kathedrale ein Taxi angehalten (da kamen ständig welche) und sind zum Hafengelände zurückgefahren, dort sind wir dann in einen der Hafenbusse umgestiegen. Kosten für die Taxifahrt ohne Umweg: EUR 12,30 für uns vier, reine Fahrtkosten. Flexibler als das Schiffshuttle, preiswerter dazu.

    Also, ab in die Stadt. Der Startort direkt an der Kathedrale

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    war natürlich Anlass genug, wie in Cadiz und Malaga mit einer Besichtigung der Kirche zu starten. Als wir reinkamen, endete gerade der Gottesdienst (Allerheiligen – Spanien ist katholisch), so dass nur wenige Besucher in der Kirche waren.

    So konnten wir auch ohne Schlangestehen eine der bekannten Sehenswürdigkeiten in Augenschein nehmen – die Reliquie des Kelchs, den Jesus beim letzten Abendmahl verwendet haben soll.

    Nachdem ich in Rom in Santa Maria Maggiore schon vor einer anderen Christusreliquie gestanden habe - einigen Holzteilen der Geburtskrippe -, kommt nun also auch der Kelch dazu. Über die Echtheit sowohl des Krippenholzes als auch des Kelchs möchte ich keine Spekulationen anstellen…

    …aber für mich als Katholik ist das natürlich schon ein Muss. ;)

    Beeindruckend ist auf jeden Fall, dass dieser Kelch seit bald 600 Jahren in der Kathedrale aufbewahrt wird.

    Danach ging es durch die schöne Stadt

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    zu den Torres de Serrano, die man kostenlos (ob dies immer oder nur an Feiertagen der Fall ist, weiß ich nicht) besteigen

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    und von denen aus man sich einen guten Überblick verschaffen kann.

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    In Valencia trifft man auf Häuser, bei denen mehr Fassade als Inhalt ist

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    und auf Häuser, bei denen sowohl wenig Fassade als auch Inhalt ist. Dieses war das Schmalste von allen. Kein Scherz, links und rechts der Hände des Jüngsten sind schon die Nachbargebäude.

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    Auf dem Weg zum Mittagessen haben wir diesen runden Platz überquert,

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    und danach auf ausdrücklichen Wunsch der Großen ein TKO aufgesucht. Was es da gab, folgt im zweiten Teil!

    31. Oktober 2025 – Seetag

    Das ging ja gut los. Schon wieder Sonne.

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    Da sieht man die Schlieren auf den Glasscheiben besser. Und nach dem Sport sitzt dann auch noch so nen Klops wie ein Ölgötze in der Kabine rum.

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    Aber im Ernst: Das Einzige, was bei der Kombination von schönstem Wetter und Seetag wirklich nicht schön ist, ist die Fülle auf dem Pooldeck. Da war ja mal gar nichts frei am Vormittag, zumindest nicht frei von Badetüchern…

    …und auf dem X-Sonnendeck und dem Bereich vor der X-Bar sah es heute Vormittag keinen Deut besser aus. Nun denn, ab auf den Balkon.

    Sonne, Lesen, Gegenverkehr.

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    Später am Tage hat es sich aber deutlich geleert, wie diese Aufnahme beweist.

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    Vor zwei Tagen ploppte im Tagesprogramm der Programmpunkt „Blickwinkel-Tour“ auf. Die hatte ich vor einigen Jahren schon mal mit dem Mittleren absolviert, fand das aber so interessant, dass ich den Kleinen als Alibi benutzt und rasch zwei Plätze gebucht habe (mit EUR 59,00 bis zwölf Jahren, EUR 79,00 ab zwölf Jahren preiswerter als die Brückentour, für mich zudem interessanter, da man wirklich viel zu sehen bekommt).

    Zunächst ging es durch die Spülküche in die Hauptküche, total spannend, wie die Damen und Herren hinter den Kulissen den abendlichen Wahnsinn in den ganzen Restaurants meistern. Eigene Bilder waren damals noch erlaubt, seit einigen Jahren aber nicht mehr, deshalb nur eins:

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    Vater und Sohn in der Bäckerei. Hier sorgen rund um die Uhr neun Bäcker (vier tagsüber, fünf des nachts) dafür, dass wir immer ausreichend frische Backwaren haben.

    Im Anschluss ging es durch die Lagerräume mit, da konnten wir uns versichern, dass ausreichend Vorräte an Speisen und Getränken an Bord sind, danach in die Wäscherei, die sich auf der MS 7 auf dem Deck unterhalb von Deck 1 (dem „Deck TW“) befindet. Alles wieder sehr interessant, ich kann jedem nur empfehlen, einmal einen solchen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Diese sonst verborgene Seite des Schiffes zu sehen, ist total spannend.

    Gegen 18:00 Uhr war die Tour vorbei, gerade rechtzeitig, um der Sonne beim täglichen Untergang zuzusehen.

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    Nach dem Abendessen (natürlich im Atlantik Mediterran) stand eine Familienpremiere an:

    Wir waren noch nie beim Bingo! Unsere Tochter meinte aber, dass das klassisch zu einer Kreuzfahrt dazugehöre, da müsse man jedenfalls einmal dabei sein. Gesagt, getan, ab in die Schaubar, war ganz listig – und wir haben bestimmt fast gewonnen!

    Später am Abend haben wir noch auf dem Pooldeck vorbeigeschaut, beim Schoko-Büffet. Und, was soll ich sagen, das war wohl schon etwas länger frisch…

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    Einige Kuchen machten einen durchaus aggressiv-untoten Eindruck!

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    Wie dem auch sei, lag vielleicht hieran:

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    Morgen steht mit Valencia schon der letzte Unterwegshafen an, sieben Tage sind wirklich schnell rum.

    30. Oktober 2025 – 4. Tag – Malaga

    Nach dem Mittagessen ging es also hinauf zur Alcazaba und im Anschluss zum Castillo de Gibralfaro.

    Ersteres ist eine (etwas) oberhalb Malagas liegende Festungs- und Palastanlage aus maurischer Zeit. Zweiteres ist, naja, auch eine Festungsanlage, die (deutlich höher) oberhalb Malagas liegt, aber – so habe ich das verstanden – älter als die Alcazaba.

    Tickets gibt es für beide am Eingang der Alcazaba (Wer nur zum Castillo will, kann da aber ohne Probleme auch Karten bekommen).

    Was nicht möglich ist: Zuerst hoch zur Alcazaba und direkt von dort aus weiter zum Castillo de Gibralfaro. Man muss das Gelände erst wieder verlassen, um zum Castillo hochlaufen zu können. Da die Alcazaba aber recht rasch erreicht ist, werden hier nicht allzu viele Höhenmeter verschenkt.

    Ein paar Eindrücke der recht weitläufigen, abwechslungsreichen Anlage:

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    Die maurischen Einflüsse sind unverkennbar.

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    Wer den Weg „ganz hoch“ aus welchen Gründen auch immer nicht antreten mag oder kann, sollte sich aber zumindest die Alcazaba „antun“. Eine schöne Anlage, verwinkelt, abwechslungsreich und mit hübschen kleinen Gärten. Und Aussichten.

    Aussichten, die auch Unruhe stiften können:

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    Da liegt definitiv nur ein Schiff. „Papa! Bist Du sicher mit der Abfahrtzeit???“

    Was half es, damit war klar: Wir müssen auch zum Castillo hoch, um uns nochmal zu vergewissern.

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    Puh. Glück gehabt. Ist noch da.

    Die weitläufige Anlage des Castillo de Gibralfaro bietet wiederum viele Möglichkeiten, an und auf den Mauern umher zu spazieren,

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    Aussichten zu genießen

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    etwa auf Malagas Stierkampfarena.

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    In der Bar gab es erstmal ganz stilecht einen Tinto de Verano, bevor wir uns auf den Rückweg machten (Ein Café hat‘s übrigens in der Alcazaba auch).

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    Auch für waghalsige Mutproben war noch Zeit…!

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    Zurück ging es vielen fröhlichen Papageien vorbei

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    in Richtung Hafen

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    zum Schiff.

    Dort haben wir dann die Allure oft the Seas verabschiedet, die sich von Malaga auf den Weg über den Atlantik gemacht hat, Richtung Miami oder Fort Lauderdale, glaube ich.

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    Als sie da so rückwärts an uns vorbeizog, habe ich gemerkt: Kreuzfahrtschiffe sind nicht immer und aus jeder Perspektive ausnahmslos schön – und mit Bildern wie diesem

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    überzeugt man Kreuzfahrtverweigerer wohl nicht, oder?

    Später ging es dann auch für uns los. Adios, schönes Malaga!

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    Hier sieht man die beiden Burganlagen schön auf ihren Plateaus der Stadt.

    Malaga?

    Sehr schön, Wer – wie wir – noch nie da gewesen ist, verbringt hier einen wunderbaren Tag mit Altstadt, Sehenswürdigkeiten, Parkanlagen, Burganlagen – da braucht es keinen Ausflug ins Umland. Für einen Tag gibt Malaga mehr als genug her.

    Aber nach den drei vollen Tagen in Gibraltar, Cadiz und Malaga haben wir uns den morgigen Seetag verdient.

    30. Oktober 2025 – 4. Tag – Malaga

    Herzlich willkommen in

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    Die Liegezeiten: 8:00 Uhr bis 19:00 Uhr, „Alle Mann an Bord“ 18:30 Uhr.

    Wetter: Blauer Himmel und Sonnenschein, wunderbar! Unser Plan auch hier: Auf eigene Faust in die Stadt, dazu rauf zur Alcazaba und dem Castel Gibralfaro. Ein Plan, der sich gut umsetzen ließ.

    Bei der ersten Lageeinschätzung auf dem Balkon war unschwer zu übersehen, dass wir auch heute eine Nachbarin haben – allerdings etwas üppiger gebaut als die elegante Dame gestern.

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    In der Länge ist das gar nicht mal ein sooo großer Unterschied, die Breite aber lässt die Allure oft the Seas dann doch recht „riesenpottig“, zumindest behäbig wirken.

    In die Stadt kommt man gut zu Fuß ohne Shuttle und Taxi, es geht die Mole mit vielen Yachten entlang, an der auch viele Geschäfte, Cafés und Restaurants auf Besucher warten.

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    Das ist kein weiter Weg, ich denke, jedenfalls weniger als einen Kilometer. Am Ende der Mole kann man sich entscheiden – nach rechts zur Alcazaba und zum Castel oder nach links durch einen Park in die Altstadt.

    Bei uns ging es nach links, in die Stadt,

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    und dort wieder mal zunächst in die Kathedrale.

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    Auch hier empfehle ich, die Kirche von innen zu besichtigen. Ein schöner dreischiffiger Bau mit leuchtenden Farben und schöner Raumwirkung, einem – mittig platzierten, hochwertig geschnitzten - Chorgestühl und sehenswerter Ausstattung.

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    Danach ging es weiter durch die Stadt mit ihren schönen Fassaden

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    und Plätzen.

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    In der Markthalle

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    gab es auch hier wieder eine reichliche Auswahl von eigentlich allem, viel Fisch und Meeresgetier, dazu das „Ausgangsmaterial" der Pimientos de Padrón und Gewürze in orientalisch anmutender Farbenpracht.

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    Viel wichtiger aber: Kleine Tüten zum Verkosten des köstlichen Pata Negra – da gehen manche Menschen einfach nicht dran vorbei…

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    ;)

    Was ich auffällig finde: Bereits am Vortag in Cadiz war auch hier die Markthalle sehr gut besucht - bei weitem nicht nur von Touristen, sondern von "echten" Kunden. In Süd-)Spanien werden Lebensmittel offenbar anders eingekauft als bei uns, mehr an Marktständen und weniger im Supermarkt. Die Zahl der Käufer jedenfalls hat mich angesichts etwa gefühlt dreißig Fischhändlern mit ähnlichem Angebot beruhigt, die scheinen wohl ihr Auskommen zu haben, selbst wenn wir nur Schinkentütchen kaufen.

    Übrigens: Wenn ich jetzt mal so eben aus dem Fenster schaue, hier im novembrigen Berlin, dann muss man schon sagen: Dass mit dem Wetter, das ist schon irgendwie ungerecht verteilt. Hier blattlose Bäume, dort – selbst Ende Oktober – offenbar Dauerblüte!

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    Nach einem kleinen Mittagessen zu Füßen der Alcazaba in der Nähe des

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    römischen Theaters ging es heraus aus der Stadt zu den beiden Burganlagen – da klettere ich morgen hoch!

    29. Oktober 2025 – 4. Tag - Cadiz

    Heute hieß es: Willkommen in

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    Die Liegezeit war von 8:00 Uhr bis 19:00 Uhr, „Alle Mann an Bord“ dementsprechend 18:30 Uhr. Plan: Auf eigene Faust in die Stadt, was in Cadiz völlig unproblematisch ist, der Weg vom Schiff durchs Terminal in die (Alt-)Stadt ist äußerst kurz.

    Wir hatten übrigens heute eine recht elegante Nachbarin, die beweist, dass auch andere Reedereien hübsche Töchter haben:

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    Die Explora 1 lag ums Eck, ausgelaufen ist sie am Abend erst nach uns.

    Nachdem die Wetter-Apps noch vor einigen Tagen für Cadiz viel Regen und Wind (für Malaga morgen übrigens SEHR viel Regen) angekündigt hatten, blieb zu konstatieren: Alles halb so wild mit dem Niederschlag. Vormitttags war es weitestgehend trocken, einige Schauer – und am späteren Mittag kam die Sonne.

    Was aber stimmte: Wind. Mein lieber Scholli/Herr Gesangsverein, was hat das geblasen!

    Wir sind zunächst einmal durch die Stadt, zu den Befestigungsanlagen am Atlantik, da hätte es uns fast weggepustet. Der Wind und die tolle Brandung an der Mauer haben unseren Jüngsten total begeistert.

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    Hat gedauert, ihn da wegzubekommen. Eine gewisse Vorsicht war aber geboten, da nicht alles den stürmigen Böen trotzen konnte...

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    In der Stadt ging es zunächst zur und in die Kathedrale.

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    Nachdem wir die Eintrittskarten erworben hatten, hat uns ein freundlicher Mitarbeiter gleich wieder rausgeschickt: Der Turm schlösse in 30 Minuten erst einmal, wenn wir hochwollten, sollten wir dies direkt tun. Wollten wir.

    Der Aufstieg hat uns an den Runden Taarn in Kopenhagen erinnert: Keine Stufen, sondern eine "Wendel-Rampe", bevor ganz oben eine kleine Stiege wartet. Nun sollte aber niemand denken, dass dies eine barrierefreie Zugangsmöglichkeit ist, der Weg ist zu steil, eng und uneben, um mit Hilfsmitteln hoch zu kommen. Unabhängig davon: Lohnt.

    Neben der Aussicht erwartete uns oben vor allem eins: Wind.

    Ich habe weder den Pferdeschwanz der Großen festgehalten noch trägt sie ihre Ohrringe immer abgeklappt:

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    Nicht schlecht, oder?

    Die Aussicht aber auch nicht.

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    Auch die Innenbesichtigung der Kathedrale ist zu empfehlen. Eine uneingeschränkt schöne Kirche mit einem sehenswerten Chorgestühl (das ist hier in Spanien offenbar häufiger räumlich nicht dem Altarraum zugeordnet wird, sondern mittig im Kirchenschiff steht), wertvolle Ausstattung, etwa ein komplett silberner „Prozessionswagen“.

    Danach ging es durch die Stadt, in kleinere Läden und die Markthalle, in der vieles, insbesondere aber viel Fisch und Meeresgetier feilgeboten wurde. Wir sind weiter, raus auf den Ozean – zum Castillo de San Sebastian, das der dem Land vorgelagerten Stadt wiederum vorgelagert im Atlantik liegt.

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    Der Weg hinaus hat – Wind, Wellen, Gischt – Spaß gemacht, viel zu besichtigen gibt es dort indes nicht.

    Im Anschluß war es Zeit zum Essen. Und im Restaurante EntreCastillos (Calle virgen de la Palma San Félix) haben wir nicht nur sehr gute Tapas, sondern auch ein wirklich köstliches Thunfisch/Avocado-Tartar gegessen. Absolut empfehlenswert, liegt etwas abseits der Haupttrampelpfade, wird auch von Ortsansässigen heimgesucht.

    Zum Nachtisch gab es für die Damen eine uruguayische Spezialität, für alle – Sonne!

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    Wunderbar, eine Stadt wie Cadiz strahlt bei Sonnenschein dann doch gleich ganz anders! Windig ist es aber geblieben

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    und Anregungen für den heimischen Heckenschnitt gab es kostenlos dazu.

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    Fazit Cadiz: Die Stadt hat uns richtig gut gefallen!

    Am Abend gab es auf dem Schiff einmal mehr gutes Essen und dazu eine Runde im Dunklen.

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    Und dann war Zeit für das Ablegen in Richtung Malaga.

    Abends ging es noch ins Theater, dort zeigte ein Bauchredner und Zauberkünstler sein Können. Der hatte sich bei der „Leinen los“-Show vorgestellt und wir dachten, dem Jüngsten könnte es gefallen. Dem war auch so, dem hats gut gefallen!

    Spoiler: Das Wetter in Malaga war im besten Sinne ganz anders als jüngst noch prognostiziert.