Beiträge von KnolleJupp

    Die Aussicht ist natürlich trotzdem grandios. Aber so sieht es halt überall dort aus.

    Zum Abschluss ging es wieder zurück an die Küste. Wer Badeurlaub machen möchte, ist dort aber wirklich sehr gut aufgehoben.

    Es gibt zahlreiche Hotelanlagen und riesige Sandstrände.

    Abends gab es dann - wie an wohl jedem letzten Abend einer Reise - die Verlosung der Seekarte und natürlich die große Verabschiedungsshow der Crew auf dem Pooldeck. Wie auch auf meiner letzten Reise wieder ein ergreifender Moment und sehr schön gemacht.


    Da es dieses mal keine eigene Crew-Show gab, traten einige Künstler bei dieser Gelegenheit auf der Bühne auf. Also Personal aus dem Housekeeping oder vom Barpersonal. Das war wieder großartig und wieder fragte ich mich warum so manche dieser Leute nicht ins Show-Ensemble aufgenommen werden.

    Und wo der erste Sonnenaufgang vom Balkon eine tolle Urlaubswoche ankündigte, musste ich mich beim letzten Sonnenuntergang so langsam wieder verabschieden. Aber es wird wohl nur ein Abschied auf Zeit...

    Am nächsten Tag stand die Abreise an, so dass ich diesen letzten Abend noch so richtig genoss. Was letztlich dazu führte das ich mich irgendwann in der Abtanzbar wiederfand, wo ich mich noch zu dem einen oder anderen Aufpreis-Cocktail überreden ließ und ich mich nicht mehr erinnern kann wann und wie ich meine Kabine dann schließlich fand. Aber ich wachte irgendwann in meinem Bett auf, also muss mir das wohl gelungen sein.

    13. April 2019. Die nächste Insel, Fuerteventura.

    Die bisherigen Landausflüge hatte ich bereits lange vor der Fahrt gebucht.

    Zu diesem Ausflug habe ich mich erst am Bord entschieden, am Abend vorher.

    Die angebotenen Ausflüge haben mich alle nicht so wirklich angesprochen. Doch an Bord entschied ich mich auch dieser Insel einen ausführlichen Besuch abzustatten. Dann habe ich wenigstens alles mal gesehen. Der einzige noch erhältliche Ausflug, der den ganzen Tag gehen sollte, war die "Große Inselfahrt". Auch dieser war alles in allem sehenswert.

    Man merkt schon beim morgentlichen Blick vom Balkon das diese Insel komplett anders ist als die vorherigen. Bisher war alles recht grün und recht bergig. Hier war flache und steinige Wüste angesagt.

    Wir besuchten einige Aussichtspunkte, Freilichtmuseen und diverse Ortschaften. Auch ein Mittagessen durfte nicht fehlen. Dieses mal wurden wir sogar von zwei Fremdenführerinnen begleitet.

    Wir besuchten auch eine Aloe Vera Farm, wo wir einen "verkaufsfördernden" Rundgang durch die Produktion machten inkl. vollmundiger Anpreisung der Wunderdinge zu denen diese Pflanze im Stande ist.


    Es sieht nicht nur warm aus, es war auch warm...

    Viel Erde, Kakteengewächse und Windmühlen.

    Ein Flussbett. Nur ohne Wasser.

    Wasser ist echte Mangelware dort. Wenn es mal regnet, wird die Insel aber schnell ziemlich grün. Leider nur für kurze Zeit.

    Es fehlen halt richtige Berge, an denen sich Wolken abregnen könnten, diese ziehen in der Regel einfach über die Insel hinweg, also die Wolken, nicht die Berge.

    Das könnte auch Marokko sein...

    Weiter im nächsten Beitrag.

    Masca:

    Man kann vielleicht erahnen wie die Straßenverhältnisse waren. Und dann muss man sich noch vorstellen das dieser Ort schon lange kein Geheimtipp mehr ist...

    Das hätte jetzt vermutlich auch irgendwo in Mexiko sein können...


    Danach ging es langsam wieder Richtung Küste und Schiff. Natürlich wieder mit einem guten Mittagessen unterwegs.

    Das Essen war auf allen Ausflügen mindestens in Ordnung, ehr lecker. Ich probiere sowieso gerne die einheimische Küche.

    Unser kölscher Reiseführer entpuppte sich als echter Blumen- und Pflanzenkenner. So ziemlich jedes Gestrüpp konnte er zuordnen und schwärmte ständig vom großen Loro Parque, einem Tierpark und botanischen Garten.

    Dann konnten wir auch einen riesigen, angeblich den größten bzw. ältesten, Drachenbaum bewundern.

    Das Ding war wirklich groß und ist schon verdammt alt. Und ist verwandt mit... Spargel.

    Abends sollte es die nächste, große Show geben, die Schlagershow "Ti Amo". Nein... geht gar nicht.

    Statt dessen stand um 20:15 ein Programm "Magische Momente" an, in der Schaubühne. Eine Zaubershow.

    Aber es wurde eine Zaubershow der etwas anderen Art. Denn ganz zu meinem Entsetzen, wurden ständig Personen aus dem Publikum auf die Bühne gebeten. Die Tricks waren, na ja... OK. Aber die Präsentation und Vorstellung war echt spitze, witzig, spontan. Einfach gut.

    Ich habe nur drei Rosenkränze gebetet das nicht ich auf die Bühne gebeten werde...

    Danach wollte ich mir eigentlich noch den Shanty-Chor angucken bzw. anhören, aber daran habe ich irgendwie nicht mehr gedacht...

    Wird wohl nicht schlimm gewesen sein.

    12. April 2019

    Nächster Tag, nächste Insel: Teneriffa.

    Das ist wahrscheinlich die bekannteste der Kanareninseln neben Madeira, aber auf jeden Fall die größte.

    Hier findet sich auch der höchste Berg Spaniens, der ca. 3.700m hohe Pico del Teide.

    Es hätte Kaviarfrühstück gegeben, aber "Grüner Inselnorden und Bergdorf Masca" stand auf dem Plan.

    Und auf der Suche nach dem obligatorischen Reisebus für diesen Ausflug wunderte ich mich schon etwas. Denn es gab keinen Bus.

    Es gab einen kleinen "Transporter". Da passten keine 20 Leute rein. Ansonsten ein ganz normaler Bus, nur in klein eben...

    Das das sinnvoll war, merkten wir dann im Laufe des Tages. Denn es galt so manche Straße zu überwinden, die durchaus den Orden für "Mutige Montage" verdient gehabt hätte. Über die Konsequenzen eines Unfalls habe ich besser nicht nachgedacht.

    Manche kennen die Insel auch, weil dort im März 1977 auf dem Flughafen Los Rodeos das bisher schwerste Flugzeugunglück der Geschichte geschah, bei dem fast 600 Menschen beim Zusammenprall zweier Boeing 747 auf der Startbahn ums Leben kamen. Hauptgrund: Menschliches Versagen.

    Wir fuhren im Grunde recht viel von der Insel ab. Unser Reiseführer war ein waschechter Kölner, der weniger Deutsch, sondern mehr Kölsch sprach, oder für die Gebildeten: Ripuarisch. Für mich war das kein Problem, klang nur irgendwie unpassend, wenn man sich die Landschaften ansah, an denen wir vorbeizogen. Aber er war witzig und kannte sich vor allem aus.

    Höhepunkt war der Besuch des ziemlich abgelegenen und ziemlich verschlafenen Bergdorfes Masca. Heute Touristenmagnet. Früher vermutlich Piratennest. Die Fahrt hin- und zurück war ziemlich... spannend und die Aussicht vor Ort ziemlich sehenswert.

    Zunächst ging es aber erstmal an der Küste entlang:

    Anschließend bogen wir dann ins Inselinnere ab bzw. in die Berge hinein.

    Das Wetter war erstaunlicherweise den ganzen Tag sehr schön, egal ob an der Küste oder im Landesinneren.

    11. April 2019, La Palma.

    Pünktlich um 8:00 vom Anckelmannsplatz das Einlaufen beobachtet.

    Statt Bauch, Beine, Po gab es wieder einen Landausflug, "La Palma an einem Tag". Um 08:30 Uhr ging es los.

    Wie alle Inseln der Kanaren entstand diese auch aufgrund vulkanischer Aktivität. Da der "Sockel" der Insel, also die Landmasse unter Wasser, recht schmal und steil ist, gibt es sogar die Theorie, das die Insel bei einem weiteren Ausbruch untergehen und einen gewaltigen Tsunami erzeugen könnte, der weite Teile Europas und der USA zerstören würde... Hoffen wir das es nicht so kommt.

    Hier fielen deutliche Spuren von Waldbränden auf. Interessanterweise hat die dort beheimatete Kiefernart (die eigentlich Pinien sind) eine Möglichkeit entwickelt selbst durch Feuer nicht zerstört zu werden. Trotz schwarz verbrannter/verkohlter Rinde schlagen die Bäume später wieder aus.

    Dieser Ausflug war sehr abwechslungsreich und zeigte die Insel von sehr unterschiedlichen Seiten.

    Vorbei an einigen Aussichtspunkten ging es vormittags in den Wald, sehr eindrucksvoll. Lorbeerbäume und vieles andere, das man hier zu Hause höchstens von einem Blumentopf auf der Fensterbank kennt. Man fühlte sich in die Zeit der Dinosaurier zurückerinnert, wo alles ein bisschen größer war...

    Es gibt "Stinklorbeer"... Und ja, das Holz riecht tatsächlich extrem nach faulen Eiern...

    Weiter ging es wieder in Küstennähe, vorbei an den überall existierenden Bananenplantagen.

    Eine Bananenstaude trägt übrigens nur einmal Früchte und muss dann ersetzt werden, dass war mir neu. Die Bananen entsprechen aber nicht der europäischen Verordnung Nr. 2257/94, nach der Bananen min. 14cm lang und 27mm dick sein müssen, weshalb man sie hierzulande nicht kaufen kann. Aber lecker waren sie trotzdem.

    Links neben der Staude im Vordergrund ist schon ein kleiner Ableger erkennbar, aus der die nächste Generation heranwächst.

    Danach durfte ein Abstecher nach Las Nieves nicht fehlen. Ein winziges Nest mit einer lokal sehr bedeutenden Kirche. Dort wird eine Marienfigur verehrt, die "Jungfrau vom Schnee", eine sehr kleine und alte Terrakottafigur, zu deren Ehren alle 5 Jahre das größte Fest der Insel abgehalten wird. Ein Bild davon müsst ihr euch jetzt einfach hinzudenken.

    Anschließend ging es weiter und nach Urwäldern und Kultur konnten wir eine ganz andere Seite der Insel bestaunen. Einen erloschenen Vulkankrater. Eindrucksvoll.

    Die Größe kommt auf dem Bild gar nicht wirklich zur Geltung.

    Anschließend ging es zurück nach Santa Cruz und bevor es zurück aufs Schiff ging, wurde die Stadt noch ein wenig erkundet.

    Die Balkone und Holzarbeiten sind alle aus Kiefernholz, die man aber heutzutage nicht mehr fällen darf.

    Abends gab es an Bord die nächste, große Show, "Die Welt der Musicals", und nachdem ich schon dachte die letzte Show wäre großartig gewesen, fand ich diese sogar noch besser.

    Ansonsten ist an den Ausflugstagen nichts spannendes passiert, die Ausflüge waren auch alle recht anstrengend bzw. dauerten natürlich lange.

    Am nächsten Tag stand ja bereits der nächste Ausflug an.

    Madeira, die Blumeninsel.

    Hier habe ich mich für den Landausflug "Madeiras Westen" entschieden. Ich weiß gar nicht mehr jede Station, aber wir haben an diesem Tag viel gesehen und gehört. Zunächst ging es von Funchal nach Câmara de Lobos. Dort machte einst gar Winston Churchill Urlaub und malte sogar ein Bild. Diese Stelle musste natürlich besucht werden. Hier die dortige Aussicht:

    Weiter ging es mit dem Bus vorbei an Bananenplantagen zu einem weiteren Aussichtspunkt.

    Cabo Girão, eine ca. 580 Meter hohe Steilklippe, natürlich mit einer Aussichtsplattform mit Glasboden.

    Weiter ging es nach Porto Moniz, mit einem Zwischenhalt in einem Örtchen dessen Namen ich wieder vergessen habe...

    Hier gab es ein gutes Mittagessen, es gab Espada, schwarzer Degenfisch, ein echt hässliches Viech, aber lecker.

    Unmittelbar am Restaurant gelegen eine sehenswerte Lavagestein-Formation mit Bademöglichkeit:

    Weiter ging es durch eindrucksvolle, an Urwälder (Lorbeer) erinnernde Landschaften ins Gebirge. Locker auf 1.500m Höhe.

    Irgendwann sind wir dann satt gesehen und gehört zurück zum Schiff.

    Da gab es dann um 21:30 die MS1 spezifische Show "In 80 Tagen um die Welt". Dort wurde die gesamte Bühnentechnik eindrucksvoll zur Schau gestellt.

    Den Rest des Abends verbrachte ich mit Cocktails auf dem Pooldeck, bis ich dann wieder ins Bett fiel.

    Jetzt folgen noch die restlichen Bilder des Tages.

    Tag 2, Seetag.

    Wie an jedem Morgen im Buffet-Restaurant gefrühstückt, weil es da einfach die größte Auswahl gibt. Es gab Kaffetassen und Kaffeekannen an jedem Tisch. Morgens wurde die Wok-Station zur Omlett-Braterei. Es war übrigens egal um welche Uhrzeit ich dort aufschlug. Es war immer voll.

    Um 11:30 gab es das Erstkreuzfahrertreffen, zu dem ich auch als Wiederholungstäter gegangen bin.

    Anschließend schön im Atlantik-Restaurant gegessen.

    Um 14:30 gab es einen Vortrag im Theater über unser erstes Ziel, Madeira. Das habe ich mir aus Ermangelung besserer Alternativen angesehen und ich fand das durchaus interessant.

    Um 17:30 hätte das Alleinreisende-Treffen gegeben, aber da habe ich mich in die Schaubühne gerettet. "Gefühltes Wissen" hieß das Programm. Keine Ahnung was das sein soll, aber besser als dieses "alleine auf dem 3.000 Seelen Kahn" würde es sicher werden. Und es war wirklich großartig. Es wurden sehr humorvolle Geschichten aus dem Leben erzählt. Eine Art Kabarett. Ich habe mich köstlich amüsiert, genau wie alle anderen Anwesenden, die immer wieder eine dann wirklich allerletzte Geschichte hören wollten. Den Namen des Vortragenden habe ich leider vergessen... schade. Kann man sicher noch herausfinden.

    Um 21:30 die Willkommensshow "Leinen Los" im Theater. Und die war echt gut. Ich hatte ja schon Bauchschmerzen, weil ich noch die echt unterirdischen Shows der MS5 im Kopf hatte, aber hier musste ich nicht nach wenigen Minuten mit blutenden Ohren fliehen. Daumen hoch.

    Den Rest des Tages und alles dazwischen, habe ich halt auf dem Schiff abgelebt. Keine besonderen Vorkommnisse.

    Eigentlich sollten wir erst gegen Mitternacht auf Madeira ankommen. Aber der Kapitän hat noch ein paar Kohlen mehr aufgelegt, so dass wir schon am frühen Abend dort eingelaufen sind. Angeblich sind wir dabei an der neuen AIDAnova vorbeigefahren, aber die ist wohl an mir vorbeigegangen.

    Der erste Sonnenaufgang von meinem Balkon:

    Sport ist Mord. Ganz klar.

    Einlaufen in Funchal/Madeira:

    Tag 1: Hinflug Gran Canaria. Erstes Ablegen.

    Aufstehen 04hundert. Koffer geschnappt, Handgepäck umgeschnallt, um 04:30 an der Rezeption - die natürlich 24 Stunden besetzt ist - die Schlüsselkarte abgegeben und auf zum Flughafen. Pünktlich um 5 Uhr am Checkin-Schalter in die Schlange einreihen. Ja, ich war um die Uhrzeit nicht der erste.

    Pünktlich um 7 ging es los. Ich war erstaunt wie sehr sich der Aufpreis für die teureren Sitze gelohnt hat in so einem Ferienbomber. Es gab was zu Essen und zu trinken und es wurden einem einige Devotionalien zum Kauf angeboten, die die meisten aber dankend ablehnten ob der saftig gesalzenen Preise an Bord.

    Nach der Landung und meiner immerwährenden Angst das auch ja der Koffer mitgekommen ist zu den Bussen und schon ging es ab Richtung Schiff.

    Immer wieder ein beeindruckender Anblick.

    An Bord erstmal einen Willkommens-Trunk genossen und was leckeres gegessen. Immerhin war ja Mittag. Dann habe ich mich in Richtung Stadt bzw. Strand aufgemacht. Vom Strand zeige ich besser keine Bilder, da dieser ziemlich voll war und nicht wenige recht ansehnlich anzuschauende, weibliche Canarios völlig selbstverständlich oben ohne dort herum liefen oder lagen. Da hatte man was zum genießen. Es war warm, sonnig und fühlte sich an wie 30° obwohl es vielleicht nur 20° waren.

    Ich habe auch nur wenige Bilder vom Schiff selber gemacht, weil da natürlich jede Menge Leute herumliefen und man durch zahllose Bilder und Videos die Schiffe bereits auswendig kennen sollte. Ich selber bin z.B. durch den "Schiffstester" Matthias überhaupt zu Kreuzfahrten gekommen.

    Anflug Gran Canaria

    Das Schiff. Mit den Palmen im Vordergrund sieht das nicht nach Kiel aus...

    Eindrücke von der Stadt:

    Das erste Ablegen, natürlich auf dem Pooldeck und natürlich mit einem Cocktail in der Hand.

    Wovon laut Aussage des Kreuzfahrtdirektors 22.000 pro Tag ausgegeben wurden auf dieser Fahrt. Also 7 Stück pro Person und Tag inkl. Kinder...

    Ich denke ich habe den Schnitt selber ein wenig übertroffen. Aber nie übertrieben, bis auf den letzten Abend...

    Nach einem anstrengenden Tag, immerhin seit 4 Uhr früh auf den Beinen, bin ich relativ zeitig ins Bett gefallen.

    Der nächste Tag sollte ein Seetag werden. Ich finde das super, da man so Zeit und Ruhe hat so richtig auf dem Schiff anzukommen.

    Alleine war im Grunde kein Problem. Kein gestrenger "Aufpasser" an seiner Seite und niemanden auf den man bei der Gestaltung der Reise Rücksicht nehmen müsste. Einzig die gebuchten Landausflüge ließen an den meisten Tagen den Wecker schon um 7 oder spätestens halb 8 klingeln.

    Die Landausflüge hatte ich alle über TUI gebucht, also dieses mal keine Berichte von selbst zusammengestellten Ausflügen auf eigene Faust.

    Vier Inseln (Madeira, La Palma, Teneriffa und Fuerteventura), also auch vier Ausflüge, die alle vier den ganzen Tag gingen, von ca. 9:00 Uhr bis ca. 17:00. Man will ja auch was sehen. Immer auch mit einem gemeinsamen Mittagsessen verbunden. Von Gran Canaria, also dem Start- und Zielhafen habe ich entsprechend nicht viel gesehen.

    Auf der Reise begleitet wurden wir von der AIDAstella und einem Schiff von Regent Seven Seas Cruises.

    Das ist wohl ein amerikanischer Luxus-Dampfer (wo eine Woche schonmal 10.000€ kosten kann pro Nase) und es war herrlich lustig wenn man einer Reisegruppe begegnete und die aufgetakelten Damen mit ihren Stöckelschuhen über die Pflastersteinwege humpeln sah...

    Natürlich wäre ein Freund/eine Freundin als Begleitung nicht schlecht gewesen. Aber ich habe mich nie als fünftes Rad am Wagen gefühlt.

    Da ich nun kein SmallTalk Experte bin und auch kein Partylöwe hatte ich auch keine Probleme Sitzplätze an den Bars erkämpfen zu müssen. Ich bin halt abends von Bar zu Bar geschlendert. Habe mir Shows angesehen und sogar zwei der Lektoren-Vorträge über die Inseln. Das war durchaus Informativ.

    Lediglich den letzten Abend habe ich etwas diffus im Kopf. Denn da habe ich mir die Kante gegeben und bin in der Abtanzbar versackt. Letzter Tag. Was solls? All Inclusive. Die Rache folgte auf dem Fuße. Denn als nach wenigen Stunden Schlaf der Wecker klingelte, ich mit ca. 1 Bar Restalkohol und entsprechend schwerem Kopf aufwachte und mir alsbald klar wurde was für ein anstrengender Rückreise-Tag vor mir liegt... habe ich es trotzdem nicht bereut...

    Bereits um 09:15 ging der Transfer-Bus zum Flughafen. Wäre ich statt nach Frankfurt zum sogar näher von meinem zu Hause gelegenen Flughafen Köln/Bonn geflogen, hätte ich noch bis 17:30 an Bord bleiben können... Na ja, nicht schlimm.

    Ach ja, Shows, mehr dazu im Fazit. Aber im Vergleich zur Mein Schiff 5 vor zwei Jahren lagen Welten dazwischen.

    Weitere Tage und Bilder folgen selbstverständlich!

    Mahlzeit alle miteinander.

    Nachdem es schon unzählige Kanaren-Reiseberichte gibt - und manche das sicher schon nicht mehr sehen können - will ich mich dem Trend nicht verschließen.

    Es war mein erster Besuch der Kanaren und ich denke ich weiß nun, warum es so viele so oft dort hinzieht.

    Da meine letzte (und erste) Kreuzfahrt schon 2 Jahre her ist, wurde es wirklich wieder Zeit.

    Dieses mal bin ich aber alleine verurlaubt. Das war aber weit weniger "schlimm" als ich dachte.

    Beim ersten Betreten eines Kreuzfahrtschiffes, vor zwei Jahren, empfand ich eine positiv angespannte Aufregung.

    Dieses mal war es mehr ein entspanntes Gefühl von "ankommen". Ich fühlte mich gleich wieder wohl und hatte gar nicht das Gefühl das es schon zwei Jahre her ist als ich das letzte mal durch die Kabinengänge geirrt bin. Zielsicher und automatisch fand ich die in guter Erinnerung liegenden Orte und Einrichtungen an Bord.

    Du bist ein Kind der See und die Welt liegt dir zu Füßen. Dein Horizont erwacht und die Nacht lebt wie der Tag.

    Dein Stern steht über mir, zwischen Himmel und dem Meer. Im Pulsschlag der Gezeiten, führst du mich zu dir.

    Ich denk sooft zurück an dich, als du mein Zuhause warst. Setz ich meine Segel, bist du für mich da.

    Oh große Freiheit, ich hab mich nach dir gesehnt. Du hast dich in mein Herz geträumt, es ist schön dich wiederzusehn.

    Ja, der Text passt wirklich...

    Wobei ein Kind der See bin ich so gar nicht.

    Unser Kapitän war Andreas Greulich, der so gar nicht gräulich war, sondern so wie man sich einen erfahrenen Seebären eben vorstellt.

    Ich glaube neben dem altehrwürdigen Kjell Holm, der wohl bald in den wohlverdienten Ruhestand geht, einer der besten Kapitäne der Flotte.

    Immerhin war er auch viele Jahre Kapitän auf dem "Traumschiff" MS Deutschland.

    Ich bin kein Profi-Fotograf und die Bilder (ca. 70 an der Zahl sind es geworden für euch) sind mal wieder nur mit dem Handy entstanden.

    Es gibt natürlich noch viel mehr Bilder, auch "bessere", ich habe aber welche ausgesucht wo möglichst wenig Personen drauf sind.

    Ich hoffe ich habe sie nicht zu sehr verkleinert...

    Die "neue" Mein Schiff 1 empfand ich schon fast als zu groß. Nicht was das Schiff selber anging, aber es war oftmals ein wenig voller als ich es in Erinnerung hatte. Es waren ca. 3.000 Gäste an Bord und davon fast 400 Kinder. Osterferien halt. Und relativ viele Niederländer waren an Bord.

    Alleinreisende waren es genau 11 (oder 9, kann sein das ich da was durcheinander bringe). Beim entsprechenden Treffen fehlten 2 Personen. Eine davon war ich. Den anderen habe ich später getroffen, denn dieser hatte die gleichen Landausflüge gebucht wie ich. Hinterher wurde mir bestätigt das es eine gute Entscheidung war nicht zum Alleinreisenden-Treffen zu gehen. Nur ältere Damen anwesend, die sich über ihre verstorbenen Ehemänner unterhielten. Da kann ich als 40jähriger Single nicht mithalten.

    Die Laufstrecke hinter der Außenalster-Bar war wirklich ein wenig störend. Und die neue Himmel-und-Meer Lounge, Ruhepol hieß sie glaube ich, war weitgehend überflüssig. Dort habe ich bei einem Rundgang, um zu sehen was alles neu oder anders war, einmal einen kurzen Blick hineingeworfen und habe während der 7 Tage nie drin gesessen. Auch den Sport-Bereich habe ich nur von außen bewundert, ist doch schließlich Urlaub...

    Laut Aussage des Kapitäns sollen die MS7 und 8 nochmals deutlich größer werden.

    Es wird wirklich Zeit das ich mal die gute, alte Mein Schiff Herz besuche...

    Nun aber zur eigentlichen Reise.

    Was nimmt man mit? Klamotten für warm und trocken und Klamotten für kalt und feucht sollte man bevorraten.

    Es war aber die ganze Woche weder kalt noch feucht... Im Gegenteil hatte ich ein Bomben-Wetter.

    Ich wohne relativ mittig zwischen Köln/Bonn, Düsseldorf und Frankfurt. Kann also zwischen diesen Flughäfen wählen.

    Frankfurt sollte es werden. Da der Hinflug schon um 7:00 ging - und ich demzufolge bereits vor Mittag an Bord war - hattte ich ein Hotelzimmer reserviert für eine Nacht.

    Es wurde das Hilton im stylischen "The Squaire"-Gebäude direkt neben dem Flughafen und genau über dem Flughafen-Fernbahnhof.

    Gekostet hat mich der Spaß 179€. Teuer für eine Nacht. Es hat sich aber gelohnt. Das Hotel und vor allem das Zimmer war großartig. Ich würde es wieder genauso machen. Zudem kommt man fußläufig und überdacht vom Bahnhof zum Hotel und vom Hotel zum Flughafen.

    Das Zimmer war extrem ruhig, vom Fenster aus konnte ich direkt auf die daneben liegende Autobahn und den Flughafen schauen. Aber gehört hat man davon genau gar nichts.

    Hin- und Rückflug ging mit TUIfly. Der Weg vom Hotelzimmer zum Checkin-Schalter im Terminal 2 dauerte ca. 20 Min.

    Diesen Weg bin ich vorher - nachdem ich mein Zimmer begutachtet hatte - vorsorglich abgelaufen, damit ich am nächsten Morgen nicht groß suchen musste.

    Ich habe nicht die Transfer-Busse, sondern die Sky Line-Bahn benutzt, was völlig problemlos ging.

    Im Flieger hatte ich mich für die "Comfort-Seats" entschieden, die zwar einen satten Aufpreis bedeuteten, dafür war der Sitzabstand/die Beinfreiheit großartig.

    Ich konnte meine Beine - die nicht die längsten sind (Sitzriese) schön ausstrecken. Größer und bequemer als bei meinen letzten Flügen mit Lufthansa und Eurowings.

    Die Anreise war problemlos und unspektakulär. Vom Online-Checkin bei TUIfly und Mein Schiff bis ich dann endlich auf dem Schiff und in meiner Kabine war.

    Ich hatte gehofft eine SMS mit der Kabinenfreigabe zu bekommen, aber auf Gran Canaria angekommen war keine SMS da. Schade...

    Ich weiß nicht ob es Zufall war oder Absicht, die erhoffte SMS kam Sekunden nachdem ich durch den Checkin am Hafen durch war. So konnte ich direkt zur Kabine und das noch vor 12:00 Uhr. Sehr komfortabel.

    Die Bordkarte wartete schon an meinem Kabinen-"Briefkasten". Es war eine weiße Karte. Das hat mich kurz irritiert, da ich halbwissend im Kopf hatte das man eine weiße Karte erhält wenn man das GGF-Paket gebucht hat, was ich aber nicht getan hatte... Aber da wurde ich schnell aufgeklärt, man wechselt die Farbe wohl bei jeder Fahrt zwischen türkis und weiß.

    Man ließt ja schon mal Horror-Storys über TUIfly, aber diesesmal waren sie überpünktlich. Beim Rückflug landeten wir sogar fast eine halbe Stunde vor der geplanten Zeit. Die halbe Stunde brauchte ich dann um vom Bahnhof Köln nach Hause zu fahren, denn der Regionalexpress hatte winzige 40 Minuten Verspätung...

    06.04.2019. Hier das erste Bild. Mein Hotelzimmer:

    Die Woche war wunderbar. Mehr dazu im abschließenden Fazit. Wobei ich einiges davon ja schon vorweg genommen habe.

    Und jeder Tag ging den Worten unseres Kreuzfahrtdirektors entsprechend, dem fliegenden Holländer mit seinem orangen Mikrofon:

    Immer mit einem Lächeln ins Gesicht.

    Ja, langsam muss ich anfangen Klamotten zusammenzusuchen.

    Sitzplätze reserviert - Bahnfahrten ✔

    Sitzplätze reserviert - Flüge ✔

    Bordkarten Flüge ✔

    Schiffspass ✔

    Bahnverbindungen rausgesucht ✔

    Landausflüge gebucht (drei Stück - man will ja auch was sehen) ✔

    Reiseunterlagen erhalten ✔

    Hotelzimmer reserviert (Hilton Frankfurt Airport - eine Nacht vor dem sehr frühen Hinflug) ✔

    Reisepass kontrolliert (Ablaufdatum) ✔

    Notfall-Telefonnummern rausgesucht ✔

    Vorfreude genießen ✔

    Wettergott Petrus huldigen ✔

    Meeresgott Poseidon huldigen ✔

    Samstag Mittag gehts los...

    12:23 Uhr fährt die Bahn ab. Mit mir drin hoffe ich.

    Zurück bin ich gegen 20:38 Uhr. Das werden hoffentlich sehr entspannte, erlebnisreiche und großartige 200 Stunden.

    Mal sehen wie sich das als Alleinreisender gestaltet.

    Allen Mitreisenden wünsche ich natürlich ebenfalls eine ganz tolle Urlaubswoche.

    Lasst es euch gut gehen.

    Kleine Frage von einem "Noob".

    Ich habe bisher immer das Anreisepaket mitgebucht auf meinen zahlreichen zwei Kreuzfahrten, die aber immer mit einem Flug verbunden waren. Da bekommt man ja ein Rail&Fly Ticket, die Bahnfahrt zum Flughafen und zurück ist dann ja im Reisepreis enthalten und Teil der Buchungsunterlagen, die man zugeschickt bekommt.

    Wenn ich nun eine Kreuzfahrt ab Deutschland buche, also z.B. ab Kiel, Hamburg oder Bremerhaven, ist die Anreise nicht enthalten und ich müsste z.B. Bahntickets selber buchen? Es gibt aber von TUI einen organisierten Bus-Transfer vom Endbahnhof zum Hafen/Schiff.

    Habe ich das richtig verstanden?

    Sagen wir mal so, wenn es keine Frage des Geldes ist, der Aufpreis also in einem machbaren Rahmen liegt, würde ich eine Junoir-Suite nehmen. Die Annehmlichkeiten, die du dir damit erkaufst, lohnen sich auf längeren Fahrten natürlich umso mehr, da man einfach mehr Zeit dort verbringt.

    Habe auch gerade online eingecheckt für meine Reise:

    Mal sehen wie das vor Ort dann funktioniert. Bei meiner letzten Reise gab es so was neumodisches noch nicht.

    Zusätzlich habe ich diesen Schiffspass, genau wie die Bordkarten für Hin- und Rückflug, auch auf meinem Handy.

    Es geht ja letztlich nur um den Barcode.

    Eine entsprechende Wallet-App gibt es natürlich nicht nur für Apple Handys, sondern auch für Android.

    Nun ist es ja auch so - wenn ich das richtig verstanden habe - das die Balkone der Junior-Suiten auf der Herz größer sind als auf den Neubauten ab MS3.

    Von da her spricht nichts dagegen sich auf seinen Balkon zurückzuziehen, wenn man nicht auf dem Pooldeck gemeinsam mit der ganzen Horde braten will.

    Wieder nur ausgehend vom Deckplan hätten die Juniorsuiten 12002, 03, 08, 09, 26, 29 und 36, 37 einen größeren Balkon als die Junior-Suiten auf Deck 10.

    Also, ich war noch nie auf der Herz oder generell auf einer der älteren Mein Schiff.

    Wenn ich mir einfach nur die Deckpläne ansehe, würde ich, was Junior-Suiten angeht, ehr die Kategorie B nehmen auf Deck 10.

    Und nicht die Kategorie A auf Deck 12, mit Außenbereichen direkt drüber und drunter.

    Und da würde ich eine der Kabinen weiter vorne nehmen, also 10012, 14, 18, 20 oder 10015, 19, 21, 23, die über dem SPA-Bereich liegen.

    Die mittig gelegenen Kabinen auf Deck 10, nahe dem Treppenhaus B, würde ich auch nicht nehmen, weil da auch wieder Außenbereiche drüber zu sein scheinen.

    Ich würde mich für die Kabine 10014 entscheiden - wenn diese noch frei wäre.

    Das habe ich jetzt ausschließlich aus dem Deckplan herausgefiltert.

    Andere, die das Schiff wirklich kennen, können dir sicher aus Praxiserfahrung berichten.