Fazit zu unsere Kreuzfahrt mit der „Mein Schiff 2“
Jenny und ich waren uns einig, dass diese Kreuzfahrt für uns die schönste war. Das lag zum einen daran, dass wir auf einem komplett neuen Schiff unterwegs waren, das sich doch in vielen Punkten von der uns bekannten „Mein Schiff 5“ unterscheidet. Trotz der Neuheit waren wir begeistert, dass die Abläufe schon so glatt liefen und man nicht das Gefühl bekam, ein Versuchskaninchen zu sein. Diese Änderungen haben uns dabei besonders gefallen:
Der großzügige zusätzliche Platz auf dem Pooldeck
Die „Ebbe & Flut“-Bar mit einem sehr interessanten Sortiment
Das Ausschenken von Kaffee am Tisch im „Ankelmanns“
Die große und leckere Auswahl der Eisbecher
Das Food-Fahrrad mit dem schönen Zusatz-Angebot
Das exklusive Frühstück im „Esszimmer“ war von Lage, Auswahl und Service ein Highlight und das zu einem fairen Preis
Die Umstellung der Getränke (Becks-Bitburger, Corona-Sol, Franziskaner-Paulaner)
Die „Hohe Luft“-Bar ist eine Bereicherung
Die Möglichkeit per App miteinander zu telefonieren ist sehr hilfreich, wenn man auf dem Schiff unterschiedlichen Interessen nachgeht
Qualität und Auswahl des Theater-Programms hat sich stark verbessert, auch die Entertainment-Crew konnte überzeugen
Auch ein paar Dinge, die uns nicht so gefielen muss man hier natürlich erwähnen:
Die öffentlichen Toiletten der Damen waren jedes Mal durch „out of order“-Schilder eingeschränkt, es waren nie alle Kabinen verfügbar. Auch Handtuchpapier war des Öfteren leer
Die fehlende Omelette-Station beim Frühstück im „Ankelmanns“ haben wir sehr vermisst
Das „Ganz schön Gesund“-Bistro konnte uns geschmacklich absolut nicht überzeugen, die „Osteria“ hätten wir bei der ein oder anderen Gelegenheit gerne genutzt
Dass Getränke am Pooldeck (z.B. Sangria) nochmal zusätzlich kosten, obwohl alle Zutaten doch sowieso schon im „Premium Alles Inklusive“ enthalten sind. Wirklich sehr schade...
Die hohen Zusatzkosten für Workshops sind bei dem vorab getätigten Reisepreis teilweise abschreckend, auch wenn sie optional sind
Schokofrüchte-Buffet nur mit weißer Schokolade (nur wegen White Night?), das war bisher anders
Abgesehen vom Schiff waren wir aber auch absolut glücklich mit dem Routing. Wir haben die Karibik und Teile vom Orient gesehen und müssen dennoch sagen, dass uns die Stops auf dieser Tour insgesamt besser gefallen haben. Hier war einfach eine größere Vielseitigkeit. Auch die Tatsache, dass man auf Grund der noch nicht so hohen Temperaturen weniger das Bedürfnis/die Möglichkeit hatte, sich an einen Strand zu packen, sondern wirklich etwas zu unternehmen, ermöglichte uns natürlich auch viel mehr Sightseeing. Am besten gefallen hat uns definitiv Lissabon, Lanzarote hat uns positiv überrascht, Agadir befindet sich am Ende unserer Favoritenliste.
Trotzdem war es auch ein sehr entspannter Urlaub und wir konnten an den Seetagen auch mal das Tagesprogramm oder das Fitnessstudio nutzen.
Außerdem war die Reise mit dem ein oder anderen kleinen Highlight gespickt: das Frühstück im Esszimmer, das Flottentreffen, der Champagner-Mojito im Diamanten, Selfies mit Heiner Brand und Kjell Holm , eine tolle neue Schiff-Frisur bei Jenny, die Besichtigung einer Suite etc.
So, jetzt genug der Worte. Ich hoffe, der Reisebericht hat euch gefallen. Vielen Dank fürs Mitverfolgen.
Das Ende der Reise stand an und heute legten wir Backbord in
Palma de Mallorca an. Wir räumten unser Zimmer zeitig und frühstückten ein
letztes Mal entspannt im Ankelmannsplatz.
Da Jenny noch nie auf Mallorca war und wir ja noch den
ganzen Tag zeit hatten, gingen wir auch hier von Bord. Nach ein paar Minuten
Fußweg erreichten wir die Haltestellte des Hafenshuttles und ließen uns für
3€/Person für Hin- und Rückfahrt ins Zentrum fahren. Mit dem TUI-Bus hätte es
wieder 9€/Person gekostet.
Wir stiegen etwas zeitiger aus um durch die vielen kleineren
und größeren Straßen Richtung Kathedrale laufen zu können. Dabei trafen wir
noch auf einen Marktplatz, wo ein traditionelles Fest stattfand.
Für 8€ Eintritt schauten wir uns die „Kathedrale La Seu“,
das Wahrzeichen der Stadt, von innen an. Nach der „Sagrada“ am Vortag hatte es
diese Kathedrale natürlich extrem schwer, dennoch hat sie uns sehr gut
gefallen. Vergleicht man allerdings den Eintritt zur Kathedrale in Cadíz, war
„La Seu“ es etwas weniger wert. Aber gut, ich war bei meinen bisherigen
Aufenthalten auch noch nie drin und wir waren beide der Meinung, dass man das
doch mal gemacht haben sollte.
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Als nächstes tranken wir einen unheimlich starken Kaffee auf
der sonnigen Terrasse des „Guinness House“ mit Blick auf die Kathedrale. Leider
war der Laden keine Weiterempfehlung wert. Der Kaffee kostet 3,45€, das
Personal war einfach nur unfreundlich und nachdem wir 10 Minuten auf unser
Wechselgeld warten musste, holten wir es uns selber an der Theke ab.
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Besonders gefreut hatten wir uns auf ein Treffen mit
Freunden, die Fahrrad-Urlaub im Norden der Insel machten und ihre Tagestour für
uns heute mit Ziel Palma gelegt hatten. Wir saßen noch einige Zeit im
„Cappuccino“ zusammen und hatten viel Spaß. Ein schöner Ausklang des Urlaubs.
Da die Zeit jetzt doch recht weit fortgeschritten war und
wir keine Lust auf die Suche einer Bushaltestelle hatten, nahmen wir für 11€
ein Taxi zurück zum Schiff. Mit den 6€ der Busfahrt waren wir dennoch günstiger
als mit dem Shuttle von TC.
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Nach einer letzten Stärkung im Ankelmanns wurden wir
pünktlich um 16.45h zum Flughafen gefahren. Die Abwicklung dort war sehr
schnell, ebenso wie der kurze Flug zurück nach Düsseldorf, bei dem wir auch
nichts zu Essen/Trinken bekamen. Hätte sich aber auch kaum gelohnt. Bis zur
Landung war der Flug ruhig, so heftig wie in Düsseldorf habe ich aber definitiv
noch nie aufgesetzt. Da ist sogar mir mal das Herz in die Hose gerutscht
Wir wurden noch nach Hause gefahren und damit endete dieser
wunderschöne Urlaub und auch mein Reisebericht. Ich werde diesen noch mit einem
kleinen Fazit abschließen
Wir nahmen stattdessen wieder die Metro und ließen uns etwas
zurück ins Zentrum fahren und hielten als nächstes Kurs auf das „Casa Milà“,
ein weiteres Bauwerk von Gaudí. Ein wirklich verrücktes Gebäude mit sehr
markanten Balkonen.
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Bei bestem Wetter folgten wir der Shopping-Meile hinunter
zurück zur Rambla und waren uns wohl einig, dass wir Barcelona nochmal separat
besuchen werden. Eine wirklich sehr schöne, gepflegte Stadt, mit interessanten
Gebäuden an allen Ecken und Enden. Von der Kolumbus-Säule aus nahmen wir
schließlich den Hafen-Shuttle zurück zum Schiff, der Tag sollte ja noch weitere
Highlights für uns bereit halten.
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An der Gangway bogen wir vorerst nochmal zu unserem Schiff
ab da der kleine Hunger sich mal wieder bemerkbar machte. Im Ankelmanns wartete
das Kuchen-Buffet auf uns, das absolute Verderben. Man kann noch so viel
gelaufen sein, die Versuchungen die dort auf einen warten, machen das alles
wieder zunichte. Bei so einer tollen Auswahl an Kuchen und (in diesem Falle
Ricotta-) Strudel ist man zum Sündigen verpflichtet.
Die tolle Gelegenheit, das Schwesterschiff „Mein Schiff
Herz“ zu besuchen, wollten wir uns selbstverständlich nicht nehmen lassen und
so bogen wir an der gemeinsamen Gangway nach rechts ab und standen erstmal
seeeehr lange Schlange. Gut, bis 16h konnte man aufs anderes Schiff und wir
hatten das Zeitfenster auch fast bis aufs Letzte ausgereizt. Wir kamen dennoch
problemlos und stressfrei auf das Schiff, das bis vor kurzem noch „Mein Schiff
2“ hieß und schauten uns in Ruhe um. Viele Stellen wirkten sehr neu, hier
merkte man den Werft-Aufenthalt. An anderen Orten war das Alter des Schiff auch
deutlich erkennbar. Man muss sagen, die „Herz“ hatte schon einen gewissen
Charme und die öffentlich zugänglichen Bereiche waren deutlich großzügiger als
auf den Neubauten, aber alles in allem bin ich doch eher Fan von neuen,
modernen Schiffen. Aber ich finde es schön, dass TC hier auch verschiedene
Bedürfnisse bedienen kann.
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Das Flottentreffen wurde auch beim Auslaufen noch weiter
zelebriert. Wir legten, wenn auch auf Grund einiger Herz-Gäste die sich nicht
vom neuen Schiff trennen konnten, verspätet aber als erstes ab. Kapitän Holm
trieb im Schnecken-Tempo an der „Herz“ vorbei, beide Schiffe ließen im Wechsel
das Nebelhorn über Barcelona schallen und die Gäste beider Schiffe wedelten und
winkten sich gegenseitig mit bunten Fahnen zu, die vorher am Pooldeck
ausgeteilt wurden. Das war Gänsehaut pur. Leider war durch die zeitliche
Verzögerung das geplante Nebeneinander-Herfahren nicht mehr möglich.
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Dieser wunderschöne Tag endete umso weniger schön denn es
hieß: Koffer packen. Wir versüßten uns das Ganze immerhin noch mit unseren Vielfahrer-Pralinen
Danke für den Tipp! Den Hinweis von Jeymar, dass er die Tickets über die "offizielle Homepage" bestellt hatte, habe ich glatt überlesen. Lohnt sich denn der Audioguide bzw. welche Vorteile/Nachteile hat dieser?
Also wir empfanden den Audioguide als äußerst hilfreich und interessant. Die Dauer der einzelnen Beiträge war auch völlig angenehm und nicht zu trocken.
Es ging nach Barcelona und da wir hier verhältnismässig
wenig Aufenthalt hatten, wollten wir keine Zeit verlieren und daher klingelte
schon um 6.15h der Wecker. Ein erster Blick vom Balkon und wir waren direkt
hellwach: wir fuhren gerade an der schon im Hafen angelegten „Mein Schiff Herz“
vorbei. Für heute stand Flottentreffen in Barcelona an. Darauf freuten wir uns
zusätzlich riesig. Heute lagen wir Steuerbord an.
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Um 9h verließen wir unser Schiff und nutzten den
Hafen-Shuttlebus. Dieser kostet für Hin- und Rückfahrt 4€/Person, bei dem
TUI-Bus sind es 9€ für beliebig viele Fahrten. Für uns war es ein gutes
Ersparnis, wir wollten ja nicht den ganzen kurzen Tag hin- und herpendeln.
Am „Monumento a Colón“ stiegen wir aus und liefen zuerst ein
bisschen die „Rambla“ hoch. Die Flaniermeile war noch relativ wenig besucht und
die Souvenir-Stände wurden gerade erst geöffnet. Unser erstes Ziel war der „Mercat de la Boqueria“. Hier war
ich vor ewiger Zeit mal und war damals schon total begeistert. Auch hier war es
noch schön ruhig und wir waren sehr beeindruckt von den ganzen Ständen mit den
schön präsentierten Auslagen. Als kleinen Vitaminkick gönnten wir uns noch
einen Smoothie, sehr erfrischend.
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In der Regel versuchen wir Städte immer zu Fuß zu erkunden.
Da Barcelona aber so viel zu bieten hatte und wir wieder früh den Hafen
verließen, kauften wir uns ein „T10“-Ticket für die U-Bahn. Dieses
10-Fahrten-Ticket kostet 10,20€ und rechnet sich schon ab fünf Fahrten (2,20€
je Fahrt).
Es ging für uns zu DEM Wahrzeichen der Stadt: Sagrada
Familia. Wir hatten vorab über die offizielle Homepage Tickets erworben, waren
aber noch etwas zu früh dran. War auf der „Rambla“ noch nichts los, wussten wir
jetzt, wo alle Leute waren. Es war schon brechend voll! Wir umrundeten die
Sagrada in aller Ruhe und machten aus jedem Winkel Fotos von dieser imposanten
Dauerbaustelle. Wir waren zwar immer noch 15 Minuten vor unserer Einlasszeit,
durften aber schon rein und starteten nach der obligatorischen
Sicherheitskontrolle mit Audioguide bewaffnet unsere Tour. Diese startete an
der Geburtsfassade auf der Nordostseite, führte dann durch den Innenraum und
endete schließlich auf der Südwestseite an der Passionsfassade. Ich glaube wir
beide waren selten so beeindruckt von einem Gebäude und haben alle
Informationen zu Gestaltung und Bau absolut interessiert aufgesaugt. Die
„Sagrada“ ist ein Meisterwerk und es ist einfach nur überwältigend was der
Architekt Antoni Gaudí dort in dem Wissen geschaffen hat, sein Werk niemals
selbst vollendet zu sehen. Es ist einfach so schade, dass ich euch nichts vom Inneren zeigen kann
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Bestandteil unserer Tickets war auch der Besuch des Passionsturms,
den wir nach kurzer Wartezeit über einen gerade mal 6-7 Personen fassenden
Aufzug erreichten. Von oben konnte man allerdings nicht viel sehen. Es führte
eine kleine schmale Brücke oben entlang, der Ausblick hielt sich aber wirklich
in Grenzen. Nervig war dann der Weg über Treppen nach unten, der einfach nicht
enden wollte, da die Leute vor uns an jeder Lücke nach draußen noch ihr 783.
Foto von den Obst-Verzierungen machen mussten. Vorbeikommen war auf Grund der
schmalen Treppe leider unmöglich.
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Unten angekommen hielten wir direkt auf die nächste
Metro-Station zu. Da wir beide sehr Fußball-interessiert sind, war ein Besuch
des „Camp Nou“, der Heimat des FC Barcelona, Pflichtprogramm. Nach ein paar
Minuten Fußweg erreichten wir unser Ziel und hier waren schon einige
Bus-Gruppen unterwegs. Auch viele Sport- und Jugend-Gruppen hatten sich das
Stadion wohl als Highlight auserkoren und es wurde auf dem Gelände auch einiges
an Shops und Essgelegenheiten geboten. Das Stadion an sich war von außen eigentlich
nichts Besonderes, wir hätten unheimlich gerne das Geld (ich glaube rund 30€)
für eine Stadiontour investiert, dafür fehlte uns nur leider die liebe Zeit.
Und wenn man so etwas macht, möchte man ja auch nicht da durchhetzen.
Am heutigen Seetag ließen wir alles nochmal eine Ecke
langsamer angehen und bequemten uns erst gegen 10h zum Frühstück.
Heute stand auf dem Tagesprogramm die „Nautisch-technische
Fragestunde“ mit dem Kapitän an. Das hatte uns im Vorjahr im Orient schon sehr
gut mit „Käptn Aus“ gefallen und so wollten wir dieses Jahr nicht die Chance
verpassen, diesen Vortrag von einem komplett gegenteiligen Kapitän zu hören.
Kjell Holl war im Vergleich zum Entertainer aus Griechenland
natürlich um einiges nüchterner, aber fachlich und informativ gefiel uns die
90-minütige Veranstaltung dann doch noch was besser. Er hat sich sehr viel Zeit
genommen und das große Interesse des Publikum mit ruhigen Antworten befriedigt.
Nach einem Mittags-Wein in der TUI-Bar (wir hatten in der
Zwischenzeit die beiden roten „Nicht-Hausweine“ für uns entdeckt ) trennten sich
die Wege meiner Frau und mir. Sie landete auf der Kabine und ich, dick
eingepackt, mit dem „Kindle“ auf Deck 14 wo ich mir die Sonne schön auf den
Kopf scheinen ließ.
Für 15h verabredeten wir uns an der Eisbar zu einem
Eisbecher, eine hervorragende und natürlich äußerst gefährliche Neuerung von
TC. Diesen habe ich dann, von meinem Gewissen geplagt, erstmal mit meinem
Kraft- und Fitnessprogramm abtrainiert.
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Später am Abend hatten wir noch die Möglichkeit, uns bei
bekannten ihre „Schöne-Aussicht“-Suite anzuschauen. Die Lage im Heck mit dem
großen Balkon war wirklich schön, wenn die beiden auch wohl selten Sonne dort
hatten. Die sonstigen Annehmlichkeiten was Größe, Doppeldusche etc angeht waren
natürlich beneidenswert. Unser Fazit war dennoch eindeutig: Dann lieber zweimal
Balkon, als einmal Suite. Wir würden einfach zu wenig Zeit dort verbringen.
Da es ansonsten nicht viel von diesem Tag zu zeigen gibt, habe ich mal die schönen Kreationen von unserem Housekeeping zusammengesucht. War immer wieder eine schöne Überraschung
Für Gibraltar wurden die Uhren erneut eine Stunde
vorgestellt und so war die Nacht wieder etwas kürzer. Es stand der über TC
gebuchte Ausflug „Gibraltar auf eigene Faust entdecken“ an, Treffpunkt war
hierfür um 08.05h in der Lumas-Bar. Unser schottischer Fahrer Ian wartete schon
an seinem in die Jahre gekommenen 20-Personen-Bus mit einer schlechten
Nachricht auf uns: Auf Grund des schlechten, natürlich britischen, Wetters,
habe die Seilbahn zum Affenfelsen aktuell geschlossen. Er würde aber am Ende
der Tour dennoch mit uns dort nachfragen gehen.
Bis dahin fuhr er uns durch das kleine Städtchen und
unterhielt uns mit seinem genialen britischen Humor. Das Informieren überließ
er aber einem deutschsprachigen Tonband, das uns den ein oder anderen
interessanten Fakt über die Geschichte Gibraltars näher brachte. Am
„Europapunkt“ hatten wir einen kurzen Aufenthalt, doch der Blick übers Meer bis
Afrika war sehr eingeschränkt.
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Die Fahrt ging noch ein wenig weiter, leider mit
keinen guten Neuigkeiten: Die Bahn war immer noch geschlossen. Ian stellte uns
vor die Wahl, uns am Schiff oder der „Main Street“ abzusetzen. Jenny und ich
entschieden uns für die verlassene Haupt-Einkaufsstrasse…an einem Sonntag Naja, da wir immer ein bisschen abenteuerlustig sind, stiefelten wir einfach
mal drauf los. Als Ziel hatten wir uns „Moorish Castle“ gesetzte. Der Weg
führte uns hauptsächlich an Wohnhäusern vorbei und siehe da: zwei Affen
kreuzten unseren Weg. Wenn wir schon nicht zu den Affen können, kommen die
Affen halt zu uns Das „Castle“ selbst schauten wir uns nicht an, stattdessen
ging es wieder hinab in die Stadt, die so langsam zum Leben erwachte. Wir
liefen die „Main Street“ bis zum Ende und nicht nur das Wetter wurde immer
besser, sondern auch die Laune.
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Die Bahn war mittlerweile geöffnet und die
Schlange gar nicht mal so lang. Nach etwa sechs Minuten Fahrt erreichten wir den
Affenfelsen. Dort oben war es noch ein wenig neblig und von Tieren keine Spur.
Erst als wir ein bisschen den Weg runterliefen saßen und hopsten überall die
frechen Tiere umher und hielten für uns Touris für das ein oder andere Foto
stand. Natürlich hielt sich kaum einer an das mit hohen Bußgeldern bestrafte
Fütter-Verbot Aber die Affen versuchten ihrerseits auch alles um an etwas
Essbares zu gelangen, ich hatte auch plötzlich einen im Nacken sitzen Wir gingen immer weiter bis der Weg irgendwann wieder
bergauf ging, doch leider wollte Gibraltar an allen Ecken und Enden
zusätzlichen Geld durch Eintritte verdienen (Skywalk etc.). Der Höhepunkt war
der Automat in der Stadt wo man für 1€ einen Straßenplan ziehen konnte.
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Als wir so verlassen den Weg entlang schlenderten überkam
Jenny ein bisschen der Hunger und sie fischte aus dem Rucksack eine
Laugenstange. Ein plötzliches Rascheln und unser Blick ging Richtung steiler
Felswand, an der sich auf einmal ein Affe abseilte und zielsicher auf uns
zusteuerte. Ich sag euch, die Laugenstange war wieder so schnell verstaut
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Nach genügend Aussicht- und Affenfotos ging es für uns per
Seilbahn runter in die Stadt. Die Tour über TC hat sich für uns absolut
gelohnt. Wir zahlten 22€/Person, alleine die Auf- und Abfahrt hätte 20,50€
gekostet. Daher trotz der Unsicherheit wegen des Wetters zu empfehlen.
A propos Wetter: Das war mittlerweile sowas von
umgeschlagen, dass wir uns nach unserem Fußmarsch zurück zum Schiff erstmal in
den Pool stürzten, bevor es eine Stärkung vom „Bosporus“-Grill gab. Den
Nachmittag genossen wir also bei tollstem warmen Wetter direkt am Pool. Ich
suchten mir zwischenzeitlich noch kurzfristig die Flugplan heraus und konnte
zumindest noch einen Abflug vom nebenan gelegenen Flughafen von unserem
Jogging-Bogen verfolgen.
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Zum Auslaufen wurde heute einer sehr leckere Gin-Bowle
verteilt, hmm. Im Ankelmanns war die Hölle los. Da es abends doch wieder
stark abkühlte, fiel die geplante „White Night“ aus, das Schoko-Früchte-Buffet
wurde kurzerhand ins Buffet-Restaurant verlegt. Es gab allerdings nur Früchte
mit weißer Schokolade.
Heute verbrachten wir den Abend mal bei Live-Musik eines
wirklich guten Duos in der Lumas-Bar. Da wir es uns ein bisschen als Ziel
gesetzt hatten, in jeder Bar zumindest ein Getränk während des Urlaubs zu uns
zu nehmen, schauten wir kurz in der Abtanz-Bar vorbei. Hier war ordentlich was
los, die Musik traf jedoch nur zur Hälfte unseren Geschmack, und es war nicht
meine.
Was dann eher noch meinen Geschmack traf, war die „Ebbe
& Flut Bierbar“. Lange aufgeschoben, endlich dazu bequemt. Hier hatte ich
mir das „Bier“-Tasting vorgenommen: 5 verschiedene Biere à 0,1-Liter, die
wirklich unterschiedlicher kaum hätten sein können. Ich wurde überzeugt und der
Aufpreis von 5,90€ hat sich gelohnt. Überhaupt gefiel mir das ganze Konzept und
die Optik dieser Bar. Nachdem ich hier im Forum viel Negatives gelesen habe und
dass die Bar immer leer war, war ich doch etwas überrascht, dass man hier abends
fast nie einen Platz bekommen hat. Wir haben auch die Kellnerin mal gefragt.
Sie musste auch feststellen, dass die Bar selten so voll war wie auf dieser
Reise.
Also auf der MS2 wurde es vor kurzem auch angeboten und wir empfanden den Preis schon wirklich heftig. Dass Brücke und Maschinenraum nicht enthalten sind, kann ich aus den bekannten Gründen ja verstehen. Aber für so wenige Highlights dann solch einen Preis aufzurufen muss auch nicht sein.
Bekannte haben uns erzählt, dass glaube ich früher mal bei MSC nach dem Abendessen eine Führung durch die mittlerweile blitzeblanke Küche angeboten wurde, wo dann sogar noch reichlich an Essen überall aufgebaut wurde. Ob das noch so gemacht wird, weiß ich natürlich nicht.
Auch heute wurde die Uhr wieder eine Stunde vorgestellt und
wir legten bei einem traumhaften Sonnenaufgang gegen 07.30h Backbord in Cadíz
in Andalusien an. Allein für diese Momente lohnt sich unserer Meinung nach eine
Balkonkabine immer.
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Wir ließen es etwas ruhiger angehen, da wir nichts Festes
für heute geplant hatten und so ging es für uns erst gegen 10h von Bord. Es war
zwar sonnig, aber der Wind zwang uns zunächst zu einer Jacke. Direkt am
Hafenausgang schnappten wir uns einen gratis Stadtplan und schauten uns unseren
Fußweg an, den wir ins Auge gefasst hatten. Beim Vortrag im Theater haben wir
von dem Weg rund um die Stadt erfahren und diesen wollten wir auch einschlagen.
Wir starteten am „Plaza de Espana“ mit seinem Denkmal zur
Gründung der spanischen Verfassung. Von dort hielten wir uns direkt Richtung
Wasser und schon waren wir auf dem gewünschten Rundweg um unsere
Cadíz-Umrundung zu starten. Hierbei passierten wir u.a. die „Iglesia del
Carmen“, den „Parque Genovés“ den wir allerdings nur anschnitten, weil wir
eigentlich später nochmal wiederkommen wollten, das „Castillo San Sebastian“,
liefen am „Playa de la Caleta“ vorbei und beendeten unseren Rundweg am Stadttor
„Puertas de Tierra“. Der Tipp mit dem Fußweg war echt klasse und ist absolut
empfehlenswert, da man ganz in Ruhe einen gemütlichen Spaziergang machen und
dabei vieles sehen/besichtigen kann. Die Sonne war dabei zum Glück unser
ständiger Begleiter.
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Als nächstes schlugen wir den Weg ins Zentrum ein und
landeten schließlich am „Plaza de la Catedral“. Hier gab es am Fuße der
Kathedrale haufenweise Cafés und Restaurant. Wir wählten das „Bongós“ für eine
kleine Pause und genehmigten uns Bier und Wein mit bestem Blick auf unser
nächstes Ziel.
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In der „Catedral de Cadíz“ lösten wir für wirklich günstige
6€/Person unser Ticket und starteten mit einem Audioguide bewaffnet unsere Tour
durch den Innenraum. Anfangs noch ganz interessant, schauten wir uns ab der
fünften Kapelle alle weiteren nur noch ohne Erklärung an. Die ganzen Künstler
und (angeblichen) Protagonisten von damals konnten wir uns eh nicht merken.
Optisch war das aber auf jeden Fall oberstes Schuhregal. Auch die Krypta war
recht groß und aufwendig gestaltet. Das Ticket beinhaltete auch noch den Besuch
des West-Turms, dessen Plattform man nach einem Wendelweg und ein paar Stufen
doch recht problemlos erreichte. Oben angekommen wurde man mit einem
beeindruckenden Blick über diese wirklich hübsche Stadt belohnt. Der Besuch der
Kathedrale hat sich definitiv gelohnt!
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Die ganze Rennerei hat uns auch wieder hungrig gemacht und
so trieb es uns vorerst zurück zum Schiff, genauer gesagt zum Burger-Essen ins
„Tag & Nacht“.
Aber bei so einer schönen Stadt wäre ein längeres Verweilen
natürlich Verschwendung gewesen und so ging es für uns zurück in den Stadtkern.
Hier konnte man wunderbar durch enge Gassen laufen, passierte immer wieder
kleine oder größere Marktplätze und das ein oder andere interessante Geschäft
war auch dabei. Schließlich endeten wir am „Plaza Antonio“, wo, ebenso wie
überall, sehr viel Leben herrschte. Das Ganze war wunderbar authentisch durch
die vielen Einheimischen. Das hat uns sehr gefallen. Den berühmten „Torre
Tavira“ mit seiner „Camera Obscura“ haben wir dann auf unserem Rückweg zum
Schiff im wahrsten Sinne links liegen gelassen. Irgendwann ist auch genug an
Input.
Nach diversen Erfrischungen und natürlich wieder sehr
vielseitigem Abendessen im Ankelmanns waren wir beim Auslaufen heute in der
„Hohe Luft“-Bar. Und hier war auch die Luft kalt, daher nutzten wir die
kuscheligen Fleece-Decken und hörten uns den Grafen bei einem leckeren Getränk
heute mal eingekuschelt auf dem Sofa an.
Beim späteren Rückweg zur Kabine „stolperten“ wir im Atrium
noch über den Shanty-Chor. Hier war das dann doch etwas gehobenere
Durchschnittsalter der Gäste ein Segen. Niemand war sich zu schade, kräftig die
von der bunt gemischten Crew geschmetterten Klassiker á la „My bonnie is over
the ocean“ mitzusingen und wir ließen uns auch davon anstecken. Das war
wirklich grandios und ein Highlight der Reise für uns.
Da wir das Glück hatten, über Nacht in Lissabon zu liegen
und von der Stadt noch nicht genug hatten, verließen wir schon gegen neun Uhr
wieder das Schiff und steuerten zuerst die Kathedrale „Sé Patriarcal“ an. Diese
ist wohl die älteste Kirche Lissabons und vereint verschiedene Baustile.
Optisch erinnert sie ein wenig an die Pariser „Notre-Dame“, innen war sie sehr
prunkvoll gestaltet.
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Wir setzten den Fußweg fort, überquerten u.a. den „Rossio“
und gingen bis zum „Elevador de Santa Justa“. Hier war uns aber trotz der
frühen Uhrzeit schon viel zu viel los und wir wollten die begrenzte Zeit die
uns blieb nicht mit Anstehen vergeuden. Stattdessen stießen wir auf den
„Mercado de Baixa“, einen überdachten Marktplatz auf dem die Aufsteller noch in
den letzten Zügen des Aufbaus steckten. Dort entdeckten wir einen Stand mit
rotem und weißten Sangria. Es waren zwar nicht mal 11 Uhr, aber wir hatten ja
Urlaub. Also gönnten wir uns für je 3€ einen mittelgroßen Becher roten bzw.
weißen Sangria. Wow, der konnte was!
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Gut gelaunt gingen wir nach kurzem Stopp am „Hard Rock Café“
zum „Ascensor da Gloria“. Wenn wir schon nicht mit dem Aufzug gefahren sind,
dann doch wenigstens mit der Seilbahn. Es war zwar verhältnismäßig teuer (man
zahlt immer für Hin- und Rückfahrt), aber man muss es wohl mal gemacht haben.
Oben angekommen hatten wir einen ausgiebigen Spaziergang vor uns, über schöne
Einkaufsstraßen bis wir schließlich am „Praca do Comércio“ ankamen, wo mir, wie
schon mehrfach an diesem Tag, Kokain und Haschisch angeboten wurden. Ich
scheine komischerweise irgendwas in die Richtung auszustrahlen
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Zurück auf dem Schiff genehmigten wir uns zuerst mal einen
leckeren Eisbecher, bevor wir uns fürs Auslaufen einen guten Platz auf der
Joggingbahn sicherten. Wie schon die Einfahrt so war auch die Ausfahrt aus
Lissabon eine schöne Sache, die auch ganz schön lange dauerte. Daher genossen
wir den Rest dann aus der AAB.
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Im Anschluss an das Auslaufen gab es auf dem Pooldeck
Austern für alle, scheinbar wirklich inklusive. Wir haben uns das Treiben
lediglich von oben angeschaut, ich habe die Glibberdinger mal probiert und für
nicht gut befunden, Jenny traute sich nicht daran.
Nachdem wir uns einige Zeit noch Sonne am Pool gegönnt
haben, hieß es Weiterbilden und Vorbereiten. Für Cadiz hatten wir nichts
geplant und so hörten wir uns im Theater den Vortrag unserer Lektorin Ingeborg
Schneider an. Dabei bekamen wir einige Tipps, die wir auch am nächsten Tag
umsetzen wollten.
Nach einer wieder etwas längeren Tour landeten wir am „Cabo
da Roca“, dem westlichen Ende vom europäischen Festland. Hier gab es eine tolle
Steilküste und das Meer knallte unten gegen die Felsen während ein alter
Leuchtturm über uns wachte. Man musste nur wirklich aufpassen und nicht zu
leichtsinnig sein, es sind dort wohl auch schon tödliche Stürze passiert.
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Unser nächster kurzer Halt ließ nicht lange auf sich warten.
Das „Fortaleza da Guincho“ war früher eine Festung und ist heutzutage ein
5-Sterne-Hotel mit „Michelin“-Restaurant. Wir haben nur mal in den
Eingangsbereich geschielt, sehr nobel! Der dort angrenzende Strand „Praia do
Guincho“ gilt als einer der schönsten Strände Portugals und diente laut Candido
als Kulisse für „James Bond – Im Geheimdienst Ihrer Majestät“.
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Einen Aufenthalt von 60 Minuten genehmigte unser Guide uns im
kleinen Fischerstädchen „Cascais“. Da es mittlerweile fortgeschrittene
Mittagszeit war, gab er uns noch den ein oder anderen Restaurant-Tipp mit auf
den Weg. Unser Magen knurrte ein wenig, dennoch erkundeten wir die Stadt neben
einem hungrigen auch mit einem offenen Auge. Allerdings landeten wir
schließlich doch in einer Gasse bei einem Italiener, der uns schon beim ersten
Anblick sehr gut gefallen hatte. Sein Mittagsangebot überzeugte uns
schließlich: Spaghetti Bolognese oder Penne mit Tomatensauce oder Pizza
Margherita oder Scaloppine al Limon + Rot- oder Weisswein + Dessert + Kaffee
für….10€. Die 4 Tische auf der Terrasse waren schon zur Hälfte durch Teilnehmer
unserer Gruppe besetzt, was ein Zufall. Wir wählten beide die Pizza und den
Rotwein. Bei mir wurde es noch ein Strawberry-Cheesecake und zwei Espressi für
uns. Es war einfach fantastisch von vorne bis hinten. Der Chef, tatsächlich ein
Italiener, war über unser positives Feedback augenscheinlich total happy.
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Es ging weiter und wir näherten uns wieder Lissabon. Candido
„warf“ uns am „Hieronymus-Kloster“ raus, dessen wunderschöne Kirche man gratis
besichtigen konnte. Bilder vom Inneren kann ich euch ja leider nicht zeigen,
ihr müsst euch also auf mich verlassen. Es lohnt sich!
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Danach ging es zum „Entdeckerdenkmal“ und zum Wahrzeichen
von Lissabon, dem „Torre de Belém“. Beide Monumente gaben bei so langsam
sinkender Sonne tolle Fotomotive ab. Am Auto wartete Candido mit DER süßen
Spezialität Lissabons auf uns: Pasteis. Diese hatte er während unseres Kloster-Stops im
„Pasteis de Belém“, einem sehr bekannten Café geholt. Wir waren uns einig: Wir
haben selten so etwas leckeres Süßes gegessen. Candido hatten zwei Stück pro
Person geholt, ich hatte sogar Glück…
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Den Abschluss der Tour konnten wir mit einem weiten Ausblick
über Lissabon genießen. Die Sonne ging zwar noch nicht unter, tauchte die Stadt
aber schon in ein schönes Licht. Dort oben versammelten sich u.a. auch viele
Einheimische, es wurde Gitarre gespielt, getrunken und einfach
zusammengesessen. Ein wirklich schöner Abschluss für heute.
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Gegen 18.30h waren wir, bis oben voll mit Eindrücken, zurück
am Schiff. Nach dem Abendessen hatten wir uns noch für den Besuch der neuen
„Roncalli“-Show im Theater entschieden. Es gab vier Artisten und viele weitere
Künstler, die vor einem schön bunten, aufwendig gestalteten Bühnenbild eine
wirklich unterhaltsame Show ablieferten. Auch die Stimmung im Publikum war
recht ausgelassen und locker.
Den Abend ließen wir dann, etwas länger als geplant, an der
TUI-Bar ausklingen. Das war ein wirklich fantastischer Tag.
Nach dem ungeplanten Umweg Richtung Casablanca hat Kapitän
Holm ein bisschen aufs Gaspedal gedrückt und so waren wir noch gut im Zeitplan.
Ein wunderschöner Sonnenaufgang trieb uns aus dem Bett und pünktlich aufs
Außendeck, sodass wir eine der schönsten Einfahrten in einen Hafen erleben
durften. Wir fuhren den „Tejo“ entlang und unter der „Ponte 25 de Abril“
hindurch, ein kleines bisschen San Francisco-Feeling. Schließlich legten wir
Steuerbord an, was uns einen tollen Ausblick vom Balkon bescherte.
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Dank diesem Forum hatten wir eine Ganztages-Tour bei Candido
Morais gebucht und sollten den Senor um 9 Uhr am Ausgang treffen. Durch eine
verspätete Freigabe des Schiffes, leichten Findungsproblemen und Warten auf
andere Gäste verzögerte sich die Abfahrt auf 10 Uhr. Dann starteten wir mit
einem chicen neuen Mercedes Vito Richtung Innenstadt. Über den mit Boutiquen
gesäumten „Champs Elysee“ von Lissabon fuhren wir hoch zum „Parque Edoardo VII“
mit einem schönen Ausblick bis zum Wasser. Auf dem Weg hoch zur Christus-Statue
hielten wir noch mit Blick auf ein altes Aquädukt, das Lissabon bis in die
1960er Jahre mit Wasser versorgte und heute zum Spaziergang einlädt.
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Über die schöne Brücke ging es raus aus Lissabon und über
schmale Gassen hinauf zur Christus-Statue die, natürlich inspiriert durch die
Statue in Rio, 1959 nach zehn Jahren Bau eröffnet wurde und Gott dafür als Dank
gelten soll, dass Portugal nicht in den zweiten Weltkrieg hineingezogen wurde.
Wir investierten die 5€ und fuhren per Aufzug den Sockel hinauf bis zum Fuß von
Jesus. Hier oben hatte man einen 360 Grad Blick und konnte das sonnige Lissabon
im Gesamten sehen. Für diesen Ausblick hat sich das Geld schon gelohnt.
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Danach hatten wir eine etwas längere Fahrt vor uns, die
Candido Morais aber immer wieder mit ein paar Geschichten und Infos
aufgelockert hat. Es ging weiter raus aus Lissabon in die kleine Stadt "Sintra",
die malerisch in den Bergen liegt. Besonders bekannt ist Sintra für seine
Paläste. Dort angekommen ließ uns Candido ausreichend Zeit, durch die schmalen
Gassen zu schlendern, die neben kleinen Bars, Cafés und Restaurants auch
zahlreiche kleine Geschäfte beherbergten. Leider bemerkte man die touristische
Bekanntheit Sintras, denn es waren sehr viele, vor allem asiatische, Touristengruppen
hier. Davon ließen wir uns jedoch nicht beirren und schauten uns in Ruhe um.
Schließlich gönnten wir uns noch für 1,60€/Stück eine hiesige Spezialität:
Queijadas de Sintra, ein Törtchen u.a. aus Ricotta, Frisch- und Ziegenkäse,
ummantelt mit einem fast schon harten Teig und bestreut mit Zimt. Wirklich sehr
empfehlenswert!
Heute war Ausschlafen angesagt, denn wir schipperten heute
nur über das Meer. Der Himmel war dicht, der Wellengang spürbar. Das hielt eine
kleine Gruppe Delfine nicht davon ab, kurz „Guten Morgen“ zu sagen. Herrlich
diese Tiere!
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Schon während unseres ausgiebigen Frühstücks fiel uns auf,
dass wir mit ziemlichem Knallgas unterwegs waren. Der Grund dafür kam kurze
Zeit später per Durchsage: Wir hatten einen medizinischen Notfall an Bord und
hatten Kurs auf Casablanca genommen von wo aus uns ein Helikopter
entgegenkommen sollte. Das ist immer ein komisches Gefühl und die betroffenen
Leute tun einem dann immer umso mehr leid, da man so etwas gerade im Urlaub
natürlich erst Recht nicht haben muss.
Für halb 12 haben wir uns im Theater eingefunden, da der
„legendäre“ Kapitän Holm einen Vortrag über den Bau der „Mein Schiff“-Flotte
halten sollte. Diese Veranstaltung war sehr informativ und auf seine ruhige
aber durchaus lustige Art und Weise sehr kurzweilig. Einen kleinen Seitenhieb
zur Konkurrenz mit dem Kussmund bezüglich pünktlicher Fertigstellung der
Schiffe konnte er sich nicht verkneifen.
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Anschließend zogen wir uns standesgemäß in die TUI-Bar
zurück und bald wurde es unruhig auf dem Schiff. Die Ankunft des Helikopters
erweckte bei leider viel zu vielen Passagieren die „Sensationsgeilheit“ und
bald hingen einige an Fenster und Außendeck und dokumentierten zuerst das
Ablassen des Arztes und später auch die Ausschiffung des Patienten per Heli.
Wir haben später sogar einen Post bei Instagram mit Bildern und dem Kommentar
„heute war hier richtig was los“ entdeckt, geht für uns gar nicht!
Zum Mittag wollten wir heute mal das neue „Ganz schön
gesund“-Bistro ausprobieren, das die „Osteria“ auf Deck 5 ersetzt hat. Vorab
bekamen wir leckere Brote mit verschiedenen Dips, als Vorspeise hatten wir
Kichererbsen-Falafel (ziemlich geschmacksneutral) und würzige Hähnchenbällchen
(ganz gut). Zum Hauptgang kamen eine Hähnchen-Bowl und Maispoularde mit Bulgur.
Das konnte uns beide geschmacklich null überzeugen.
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Das da Wetter immer ungemütlicher wurde, war auf dem
Pooldeck kaum etwas los. Wir haben es immerhin versucht und uns mit langen
Klamotten, Jacke und dicker Decke auf die Couch draußen gepackt, bis es anfing
zu regnen.
Heute erwachten wir auf einem neuen Kontinent, genauer
gesagt Afrika, noch genauer Agadir/Marokko. Wir lagen backbord an und der
Himmel war nicht nur zugezogen, es regnete sogar leicht.
Wir waren früh dran, denn schon um 07:20 Uhr war Treffpunkt
in der Schaubar. Für heute hatten wir einen Ausflug über TUI gebucht,
„Taroudant und die fruchtbare Sous-Ebene“. Um halb acht fuhr unser Fahrer
Mohamed uns gemeinsam mit unserem Guide Habib raus aus dem eher schäbigen
Industriehafen. Habib erzählte uns mit seinem selbst beigebrachten Deutsch
einiges zur Umgebung. Das Gehörte war weitaus interessanter als das, was wir
von Agadir zu sehen bekamen. Das gefiel uns beiden irgendwie überhaupt nicht.
Wir fuhren und fuhren und Habib erzählte, oft auch immer wieder das Gleiche,
und einigen im Bus fielen, wohlwollend der frühen Uhrzeit geschuldet, die Augen
häufiger zu.
Irgendwann erreichten wir die „Villate Limoune“. Das Wetter
hatte sich zwischendurch deutlich gebessert und so konnten wir ohne
Einschränkungen die große Anlage besichtigen. Überall gab es Obstplantagen und
die Hauptattraktion war ein großzügig angelegter Tierpark. Also besonderes
Schmankerl wartete auf einer Wiese ein junger Mann mit zwei Papageien, die sich
bereitwillig und brav mit uns fotografieren ließen. Habib schmückte unsere
Fotos noch mit seinem eigenen Mützchen, es entstanden super witzige Fotos. Die kann ich euch halt leider nicht zeigen, da sehr viele Gesichter drauf sind
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Am Ende der Anlage befand sich ein Restaurant und es standen
schon eingedeckte Tische auf der Terrasse für uns bereit. Hier wurden uns
frisch gepresster Orangensaft, marrokanischer Minztee, Harira-Suppe, Datteln,
verschiedene Brotsorten, Olivenöl, Feigenmarmelade und natürlich Honig mit
Arganöl serviert. Es war ein traditionelles Berber-Essen und hat uns richtig
gut gefallen. In der landestypischen Einfachheit war es dennoch sehr
schmackhaft.
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Mit vollen Bäuchen ging es zum zweiten Teil der Tour, dem
eigentlichen Highlight. Allerdings war es bis Taroudant, dem kleinen Marrakesh,
doch noch ein längerer Fahrtweg. Hier machten wir auch nur noch einen kurzen
Halt für einen Fotostop aus dem Bus heraus. An den zahlreichen Arganbäumen
hatte ein Bauer seine Ziegen freigelassen und diese kletterten fleißig auf die
Bäume. Komischerweise war das am ganzen Tag der einzige besiedelte Baum, woraus
man schließen kann, dass es ein wenig inszeniert war. Aber sei es drum, es war
lustig anzusehen.
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In Taroudant angekommen hielten wir zuerst an der großen
Stadtmauer, bevor wir dann im Zentrum der Stadt rausgelassen wurden. Es war
reges Treiben hier und alles war natürlich sehr, sehr einfach. Habib führe uns
durch ein paar alte Gassen, darunter wohl auch die älteste Straße der Stadt,
bevor wir schließlich auf einem Souk landeten. Dieser war anfangs noch ganz
interessant, vor allem als es noch Lebensmittel zu sehen gab. Spätestens als es
aber dann Spielzeug und Haushaltswaren zu kaufen gab, wurde es immer
uninteressanter und der Markt wollte irgendwie nicht enden. Zum Glück wurde man
kaum angesprochen, sodass man sich nicht bedrängt fühlen musste.
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Als wir den Souk hinter uns gebracht haben, konnten Interessierte sich noch einen Vortrag zu Arganöl (mit anschließenden
Einkaufsmöglichkeiten) anhören, wer nicht wollte hatte 30 Minuten zur freien
Verfügung. Das war aber an so einem Ort nicht wirklich einfach, da man ohne
Guide plötzlich doch zum Freiwild wurde und wir uns dann stattdessen eher
irgendwo an den Rand stellten und auf unseren Bus warteten. Alles in allem hat
uns Taroudant nicht gefallen, wenn das die kleine Version von Marrakesch sein
soll, hat hier unser Interesse stark gelitten.
Habib, der wirklich ein ganz lieber Kerl und sehr bemüht
war, hatte noch Mandarinen für uns alle organisiert, die er auf der kaum enden
wollenden Rückfahrt verteilte. Als wir dann endlich gegen 14 Uhr zurück an Bord
waren, war das Wetter so super, dass wir uns erstmal zwei Stunden an den Pool
gelegt haben.
Wir verbrachten noch einen richtig schönen restlichen Tag an
Bord mit Kleinigkeiten zu essen hier und dem ein oder anderen Kaltgetränk dort,
bevor am Abend noch die erste Poolparty unter dem Motto „80s“ auf dem Programm
stand. Überall leuchteten bunten LED-Streifen, es gab Sangria und Poncha
(exklusiv), Kinderschminken, Kinderbowle und Ratsherren vom Fass (ganz
lecker).
Die Entertainment-Crew hat richtig gut abgeliefert und zu
bekannten Hits der 80er eine quietschbunte, flippige Show geboten, bevor der DJ
nahtlos weiter Stimmung machte. Es war definitiv die beste Stimmung auf einer
Poolparty, die wir beide bisher erlebt haben. Es wurde auch richtig ordentlich
getanzt.
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Irgendwann haben wir uns aber dann in die Diamant-Bar
verzogen, da wir noch unseren Stammgäste-Gutschein einlösen wollten. So sahen
wir beide dann mit einem äußerst erfrischenden Champagner-Mojito im Diamanten
und saßen Marokko immer kleiner werden.
Der erste Seetag stand an und der wurde uns direkt mal um eine
Stunde gekürzt, die Uhren wurde nämlich vorgestellt. Nach einem ersten Kaffee
zum Sonnenaufgang auf dem Balkon und Frühstück im Ankelmanns, gingen Jenny und
ich fürs erste getrennte Wege.
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Für die Dame stand der bereits am ersten Tag gebuchte
Friseurtermin an und ich wollte mir den ersten sportlichen Vortrag der Reise in
der neuerdings überdachten Arena auf Deck 14 anhören. Obwohl ich relativ früh
dran war, gab es keine Sitzplätze mehr und es wurde sekündlich voller. Am Ende
wurden sogar noch Sportmatten ausgepackt um allen Besuchern einen Platz zu
ermöglichen.
Als Redner war der ehemalige Handball-Spieler und
(Bundes-)Trainer Heiner Brand geladen. Er hielt einen einstündigen Vortrag zu
dem Thema „Wege zur Höchstleistung“ und was eine Spitzenmannschaft ausmacht.
Der Vortrag war sehr angenehm und informativ was auch daran lag, dass er nicht
einfach den „Entertainer“ machen wollte, sondern wirklich sehr sachlich und
dennoch locker seinen Monolog hielt. Gepaart mit einigen wenigen witzigen
Anekdoten seiner Karriere war der Vortrag eine runde Sache.
Motiviert durch Heiner Brand habe ich danach erstmals auf
Kreuzfahrt das Fitness-Studio besucht und war sehr angetan von der Qualität und
Auswahl der Geräte. Handtücher bekam man dort, auch Wasserspender gab es und
was mir sehr gefiel waren die zahlreichen Desinfektions-Spender und Hinweise,
dass die Geräte nach Nutzung bitte gesäubert werden sollen. So muss das sein!
Ich spulte mein Kraftprogramm aus dem Alltag in Ruhe ab und muss zugeben,
dass ich wohl noch nie so geil (entschuldigt den Ausdruck) trainiert habe. Die
Aussicht auf das Meer vermisse ich im Studio jetzt schon extrem.
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Danach hieß es Frischmachen und faulenzen, immerhin knallte
der Planet ordentlich und genug getan hatte ich auch schon. Plötzlich klingelte
mein Handy, nanu..achja: Neue Funktion der „Mein Schiff App“, man kann jetzt
auf dem Schiff über das WLAN miteinander telefonieren und das funktioniert
wirklich in guter Qualität. Also kurz mit meiner Frau abgestimmt, Treffpunkt
„Food-Fahrrad“, noch so eine Neuerung. Dieses Fahrrad steht an Seetagen von
11:00 – 15:00 Uhr in der Nähe der „Eisbar“ und bot an diesem Tag zum einen
klassische Hot Dogs und zum anderen Pulled Turkey in einem schwarzen
(Asche-)Brötchen. Das schmeckte beides sehr gut und auf das Junk-Food folgte
dann fürs Gewissen noch Obst im Buffet-Restaurant.
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Den Rest des Tages verbrachten wir im ständigen Pendel
zwischen den gemütlichen Liegematten und dem langen Pool. Hach, so ein Seetag
kann so entspannend sein.
Es ging erstmal zurück zum Schiff, wo einige unserer Gruppe
den Bus verließen und dafür noch einige mehr zustiegen. Die Süd-Tour konnte
also beginnen.
Als erste stand das „Monumento al Campesino“ auf der Agenda,
ein von César Manrique (von wem auch sonst) kreiertes Denkmal zu Ehren der
Bauern. Neben dem Fruchtbarkeitsdenkmal gab es eine erneut sehr schön
gestaltete Gartenanlagen, ein Museum und ein riesiges Restaurant, das wohl auch
regelmäßig für größere Feierlichkeiten genutzt wird. Alles in allem ein ganz
netter Besuch.
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Weiter ging die Fahrt in das Weingebiet von Lanzarote, denn
auch Weinreben lieben scheinbar die besondere Erde auf Lanzarote. Wir fuhren an
einigen Bodegas vorbei, bis wir schließlich an
der „Bodega La Geria“ eine kleine Weinverkostung hatten. Geschmacklich
war es nicht unser Fall, direkt nebenan gab es aber eine kleine Tapas-Bar, wo
ich eine Portion „Papas arrugadas mit Mojo“ einfuhr. Das war einfach köstlich!
In der prallen Sonne konnte man die halbe Stunde Aufenthalt richtig genießen
und hatte noch einen fantastischen Ausblick über die Landschaft.
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Der grüne See von „El Golfo“ bescherte uns den nächsten Halt
und einen kurzen Fußweg. Das blaue Meer, die schwarzen Felsen, teilweise rote
Erde und schließlich der grüne See gaben ein tolles Farbenspiel ab. So hätten
wir uns Lanzarote definitiv nicht vorgestellt!
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Wir blieben an der Küste und schauten uns „Los Hervideros“
an, eine gewaltige Felsformation mit Lavahöhlen an der Südewestküste. Diese
Felsen waren wohl bekannt dafür, dass sich hier die Wellen besonders imposant
brechen. Heute war es etwas zu ruhig, schön ausgesehen hat es dennoch.
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Bevor das Highlight des Tages anstand, kam erst noch so eine
kleine Touri-Sache. Es gab die Möglichkeit, auf Dromedaren zu reiten. Das wurde
in unserer Gruppe auch gerne angenommen. Preislich war es glaube ich ganz ok,
trotzdem war es für uns nicht reizvoll. Diejenigen die nicht geritten sind,
mussten irgendwie 30 Minuten totschlagen, da es sonst nichts dort gab. Naja,
nur ein kleiner Makel der tollen Tour.
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Dann fuhren wir endlich hoch zum „Timanfaya-Nationalpark“.
Da heute Sonntag war und wohl irgendwo auf der Insel ein großer, vielbesuchter
Markt stattfand, war wenig los dort oben. Kaum ausgestiegen, wurden uns drei
Experimente vorgeführt. Für das erste mussten wir einen Kreis bilden und dann
wurde uns äußerst warme Asche in die Hände gelegt, die jemand gerade mit einer
Schaufel vom Boden geholt hat.
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Als nächstes versammelten wir uns um ein Loch im Boden, aus
dem solch eine Hitze kam, dass das dort reingehaltene Heu nach kurzer Zeit
Feuer fing.
Schließlich wurde noch demonstriert, wie Wasser in ein Loch
gegossen wurde, woraufhin eine kurze, etwas 3 Meter hohe Dampfsäule hochschoss.
Es befand sich auch ein Restaurant dort oben. Dieses machte
sich auch die Erdwärme zu Nutze, denn es gab eine Art Brunnen mit einem
Grillgitter oben drauf, auf dem das Fleisch für das Restaurant zubereitet
wurde. Eine sehr gute Idee!
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Es ging zurück in den Bus und für uns in eine andere Welt.
Wir fuhren etwas 45 Minuten über die Kraterroute und wurden währenddessen von
einer Stimme vom Band über die Geschichte von Lanzarote und Timanfaya
informiert. Es dürfen nur speziell ausgebildete Fahrer diese Strecke fahren was
uns relativ schnell einleuchtete. Die Straße war verdammt eng, rechts und links
nichts als Lavalandschaft. Man kam sich vor wie auf einem anderen Planeten oder
wie an einem Filmset. Die Gesteinformationen waren absolut beeindruckend und
man kam aus dem Staunen kaum raus. Das muss man einfach gesehen haben, wenn man
Lanzarote besucht.
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Nachdem wir die Kraterroute heil überstanden hatten fuhren
wir zurück zum Schiff, wo wir gegen kurz vor 17 Uhr ankamen. Erst stand eine
kleine Stärkung am Tapas-Buffet der AAB an, bevor wir das Auslaufen heute mal
vom Balkon verfolgten.
Nach dem Abendessen verbrachten wir heute den Abend in der
„kubanisch“ angehauchten Schaubar bei Live-Musik. Dort war wirklich die Hölle
los, was aber eigentlich für jede Innen-Bar an jedem Abend passte. Man merkte
einfach das kühlere Fahrtgebiet und dass die Bars draußen kaum genutzt wurden.
Den Abschluss gab es im Diamanten, wo es heute ein
inkludiertes Dessert-Buffet gab. Mensch, was wurde da an Leckereien
aufgefahren. Wunderschön präsentiert, ständig mit neuen Dingen aufgefüllt und
eine Kleinigkeit leckerer als die andere. Es war auch total entspannt dort,
vielleicht hatten wir aber auch den großen Andrang schon verpasst. Da hat TC
sich wirklich nicht lumpen lassen.