Haha WSP10 ich will schon seit Tagen fragen, ob euer Sohn Florian heißt... ihr saßt im Theater genau hinter mir...
PS dein Mann hat ne coole Badeshorts...
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Montag, 14. September – Die Schären von Stockholm
So langsam kamen wir mit der Menge an Leckereien nicht mehr zurecht und entschieden uns daher einen Saft zum Frühstück zu trinken. An der Saftwerft bestellten wir den Vitaminator und den Saftwerft Special und freuten uns auf den weiteren Tag. Wir stellten fest, dass die Saftwerft besonders vom Personal gut besucht war, sogar der Kapitän holte sich zwei Säfte. Wir konnten zufällig lauschen: Spinat-Rote Beete für ihn und Apfel-Fenchel für seine Frau. Respekt. So konnte man gesund bleiben.
Die Zeit bis zum Mittag verbrachten wir in der Außenalster Bar. Die Mein Schiff 1 sollte uns entgegen kommen und darauf freuten wir uns schon sehr. Wow, was für ein Moment! Beide Schiffe tröteten aus den Typhonen, spielten die Große Freiheit und die Passagiere winkten sich kräftig zu. Manno! Ich bin doch eigentlich gar nicht so nah am Wasser gebaut, aber da hatte sogar ich ein kleines Wässerchen in den Augen. Steffi setzte sich ihre Sonnenbrille auf und kam so viel cooler durch die Aktion als ich. Jedenfalls nach außen. Ach, ich liebe Schwesterntreffen! Außerdem erinnerte uns das sehr an unsere Familienkreuzfahrt mit Papa und Bonny vor etwas über einem Jahr. Damals waren wir auch durch die Schären gefahren und zwar mit der eben gesichteten Mein Schiff 1. Ach ja, Erinnerungen waren was Schönes!
Im Cucimare gönnten wir uns ein kleines Mittagessen und beim Verdauungsspaziergang an Deck trafen wir das ältere Ehepaar vom Hamburger ZOB. Wir schnackten eine ganze Weile, die beiden waren auch ganz angetan von der Reise, auch wenn sie schon die dritte dieser Art dieses Jahr machten. Ach ja, Rentner müsste man sein.
Danach kamen wir wieder nicht weit, weil wir nämlich Sascha und Stefan begegneten. Wir verabredeten uns für 21 Uhr für die Schau Bar, ein kleines Getränk, juhu, wir freuten uns auf einen netten Abend.
Weil Steffi und ich einen besonderen Tag hatten, bat ich nachmittags um ein kleines Herz oder so auf unserem Tisch zum Abendbrot im Esszimmer. Der Wunsch wurde uns gerne erfüllt und wir genossen wieder einmal die neu interpretierte Küche. Ich musste unbedingt "Omas goldenes Senfei" probieren, weil das zum einen eines meiner Lieblingsgerichte ist und zum anderen, weil ich selbst eine ziemlich leckere Senfsauce mache. Hmm. Die im Esszimmer war mir viiiiieeeeeel zu mild. Ich wurde vorgewarnt, dass sie recht intensiv sei, aber da konnte ich nur müde lächeln. Geschmeckt hat es trotzdem, aber meine Sauce ist besser, jedenfalls fanden Steffi und ich das.
Den Abend verbachten wir dann mit "unseren Jungs" in der Schau Bar und verließen diese erst, als dichtgemacht wurde. Hoppla. Wir verstanden uns so großartig, dass wir gar nicht mehr aus dem Plaudern rauskamen. Soooo schön! Aber warum wohnen die tollen Menschen immer so weit weg? Das ist doch gemein!
Weit nach Mitternacht fielen wir in die Koje und waren einfach nur begeistert von diesem Tag.
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Sonntag, 13.09.2020 – Fischtag
Yeah, meine Tagestemperatur lag bei vernünftigen 36,3°C und so konnten wir den Tag entspannt beim Frühstück im Esszimmer starten. Wir wurden begrüßt mit "Guten Morgen, Kabine 8005, nicht wahr?" Ja großartig, das ist uns auch noch nicht passiert. Aber hey, das Personal war auf jeden Fall unglaublich aufmerksam. Das konnte man nicht anders sagen.
Es wurde ein Fresstag. Von vorne bis hinten. Aber ein sehr leckerer. Nach dem Frühstück verkrümelten wir uns für zwei Getränke in den Außenbereich vom Diamanten, auf jeden Fall einer unser Lieblingsorte. Hier konnte man recht windgeschützt und doch "draußen" sitzen. Aber wenn hier die Sonne draufknallte, wurde es richtig warm! Für die Ostsee perfekt, für die Karibik wahrscheinlich eher anstrengend. Aber für unsere Reise passte das natürlich super.
Mittags gingen wir in den Fischmarkt, ich wollte unbedingt mal Sushi probieren. Tatsächlich hatte ich das noch nie gegessen und jetzt war ich neugierig. Fazit: Ja, ab und an kann ich das mal haben. Nicht einmal im Monat, aber vielleicht zwei Mal im Jahr würde mir das schmecken. Wahrscheinlich vorzugsweise auf der Mein Schiff.
Frühlingsrollen, die waren irgendwie mit Fisch gefüllt, mit Gemüse sind sie mir lieber ![]()
Das war lecker!
Steffis Liebling im Fischmarkt: Schön scharf!
Soll ich euch mal verraten, dass wir eigentlich gar nicht mehr so viele Kreuzfahrten machen wollten? Nach der letzten hatten wir das Gefühl "satt" zu sein und nahmen uns vor, nur noch die – zu dem Zeitpunkt drei – gebuchten Touren zu machen und dann aufzuhören. An diesem Tag sprachen wir darüber, dass wir wohl doch noch weiterschippern wollten.
Vor lauter schöne Unterhaltungen miteinander führen verging der Tag wieder unglaublich schnell, wieder kamen wir nicht zum lesen, Musik hören oder kniffeln. Nur der Kontakt zu anderen Gästen fehlte das ein oder andere Mal doch ein wenig. Wenn man sich sonst einfach mal dazusetzte, oder jemand anderes fragte, ob noch ein Platz frei war, so waren nun fast alle überwiegend zu zweit anzutreffen. Auch ein kleines Kinderlachen war Mangelware. Es hatte etwas seltsam schönes und gleichzeitig beängstigendes, so ein leeres Schiff. Der Kapitän gab heute die Zahlen durch: 588 Passagiere und 664 Mann Besatzung. Wow. Wer bietet weniger auf einer 7-Tages-Tour? Wenn es nicht so traurig für die Reederei und die Besatzung wäre, wäre es doch schöner.
Der Taufcocktail der Mein Schiff 2, man beachte die fast leere AAB (war übrigens lecker, der Drink!)
Die Crew war herzlich ohne Ende, wir wurden nicht nur im Diamanten erkannt, auch nach nur einem Besuch in der AAB oder der Hoheluft Bar stellte man uns ungefragt Wasser und Champagner auf den Tisch. Auch das war etwas zwischen peinlich berührt und gerührt, weil es so lieb war.
Für den Abend hatten wir uns wieder für das Surf & Turf entschieden und ich wollte es wissen: Ich bestellte Königskrabbenbeine. Drei Mitarbeiter grinsten etwas wissend und meinten "Oh, Sie wollen also arbeiten." Na bravo. Aber so schlimm war es dann doch nicht. Beim zweiten Beinchen hatte ich den Dreh raus und Steffi bewunderte, dass ich so mit den Händen essen konnte. Das mögen wir nämlich eigentlich beide nicht. Geschmacklich werden Königskrabben und ich allerdings keine Freunde. Es war gut, aber Nordseekrabben bleiben die einzigen Krabben, die ich mag. Auch Langusten, Scampi und wie das ganze Getier heißt, mag ich nicht. Hummer habe ich noch nicht probiert und werde ich auch nicht probieren.
Alles klar, Ärmel hoch und ran an den Krabbenspeck!
Hier wird sogar der Müll ästhetisch ansprechend arrangiert
Bison für Steffi
Wir ließen den Abend im Diamanten ausklingen und ich erinnerte mich daran, dass das wohl die meisten machten, die die Ganz Große Freiheit gebucht hatten. Nun, ein paar Abende hatten wir ja noch vor uns, mal sehen, wie viele von den tollen Ginsorten wir am Ende der Reise probiert hatten.
Übrigens werde ich, falls Interesse besteht, am Ende des Reiseberichtes ein ausführliches Fazit zu den verschiedenen Aspekten dieser besonderen Reise geben, wenn ihr mögt.
Viele liebe Grüße, eure Vanessa
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Würde evtl jemand den Inhalt der Mail sinngemäß posten, das interessiert doch bestimmt einige... ![]()
Viele liebe Grüße
Moin moin auch von mir!
Viel Spaß wünsche ich euch, Blaue Reisen sind toll ![]()
Bremerin ja, genau, da gibt's eine extra Regenbogengruppe...
Samstag, 12. September – Seetag
Irgendwann bequemten sogar wir uns mal aus den Betten (als das Geklapper weg war ließ es sich doch einigermaßen gut schlafen) und watschelten in die Abtanzbar zum Fiebermessen. Ich gebe zu, ich war ein bisschen aufgeregt: Was, wenn der Alkohol von gestern Abend mir doch zu Kopf gestiegen war? Ich vertrug Alkohol eigentlich nicht so besonders gut und bekam gerade von allem was sprudelt einen heißen Kopf, aber Champagner bildete wohl eine Ausnahme.
Jedenfalls betrug meine Temperatur 36,7° C und war damit völlig im Rahmen. Wir entschieden uns für ein spätes Frühstück im Esszimmer und starteten, wer hätte es gedacht, mit leckerem Champagner und der Auswahl, die man ungefragt auf den Tisch bekam. Nun denn, gegen leckere Brötchen und Aufschnitt sprach ja nichts. Ich wollte zwar eigentlich das hoch gelobte Egg Benedict probieren, aber mit einem 5-Minuten Ei war ich auch sehr glücklich zu machen. Und mit dem Ausblick nach Draußen sowieso!
Die Zeit bis zum Regenbogentreffen um 14 Uhr verbrachten wir mit übers Pooldeck tigern, mal hier, mal dort ein Weilchen sitzen, auf dem Balkon chillen und dann machten wir uns auf in die Tui-Bar. Immerhin wollten wir ausreichend Platz haben, ich wusste von 6 Männern, die zugesagt hatten und wenn wir den Abstand einhalten wollten, konnte es eng werden. Denkste! Es war so leer, dass ich mir nur den vermeintlich strategisch besten Platz suchen musste. Ich bat um ein leeres Glas, damit ich unser Erkennungszeichen, unsere kleine Fahne aufstellen konnte und dann hieß es: warten. Boah, ich war etwas aufgeregt, kurzfristig anberaumte Treffen machen mich nervös. Was, wenn Steffi und ich doch die einzigen waren?
Aber alle Sorge umsonst! Die Fahne wurde erkannt und um 14 Uhr saßen wir zu zehnt in der TUI-Bar und tauschten uns aus. Ach, was war das schön! Wir verstanden uns auf Anhieb und auch Stefan und Sascha @realsaschispatz waren dabei. Es war großartig, wie eine Familie, ach, einfach schön. Wir quatschten drei Stunden, verabredeten uns alle für "Tante Valetti" und versprachen uns, das noch einmal zu wiederholen.
Steffi und ich ließen schließlich den Nachmittag in der Hoheluft Bar ausklingen und aßen im Esszimmer. Heiliges Kanonenrohr! Was sind das für Portionen!!!!!!!!
Das soll eine Vorspeise sein! (Oder ein Zwischengericht?)
Wie fanden Sie den Kartoffelsalat? - Als ich das Schnitzel anhob...
Den haben wir uns aber auch geteilt... Lecker!!!!!
Kaum noch des Laufens mächtig sahen wir uns die Travestiekünstlerin im Theater an. Es war wirklich nett, kurzweilig, lustig und sie hat das Beste aus der Situation gemacht. Es war für die besondere Situation gut besucht, aber gerade solche Vorstellungen leben doch von der Interaktion mit dem Publikum. Schwierig, schwierig.
Später versackten wir mit sechs der Jungs vom Nachmittag in der Schau Bar: Auch hier wieder kein Problem Tische so zu bekommen, dass man mit etwas Abstand gut sitzen konnte. Wobei wir als eine Familie eigentlich enger zusammenrücken konnten, oder nicht?
Das erste Fazit dieser Reise:
- Das Hygienekonzept ist gigantisch und funktioniert!
- Die Ganz Große Freiheit ist schöööön
- Eine Woche ist mit Sicherheit zu kurz
- Wir lieben diesen Urlaub schon jetzt so sehr!!!
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Freitag, 11.09.2020 – Anreise und Abfahrt
Nach einer unruhigen Nacht, obwohl wir keinen Flieger oder ähnliches verpassen konnten, stellte ich fest, dass ich ja doch allmählich mal den Koffer packen könnte. Nach dem Cappuccino und dem Frühstück natürlich. Wie gesagt, ich war ruhig. Vielleicht zu ruhig?
Wir nahmen den Metronom um 12:59, eine Bahn Puffer war also mindestens eingebaut, aber, oh Wunder, alles war pünktlich. Wir standen also, allerdings nicht alleine, um halb zwei schon am ZOB und starrten den Shuttlebus an. Wow. "Tui Cruises". Ernsthaft? Wir stiegen gleich in einen Bus, der uns zur Kreuzfahrt bringen würde!
Wir schlossen schon eine nette Bekanntschaft mit einem älteren Ehepaar hinter uns und ich linste immer mal wieder links zur Seite, zu zwei jungen Männern. Ich hatte im Vorwege ein "Regenbogentreffen" organisiert, also für diejenigen, die sich der LGBTIQ-Community zugehörig fühlten (Lesbischschwulbitransinterqueer) und fragte mich, ob die beiden nicht auch Lust hätten. Aber gehörten sie zu uns? Mein Gaydar schlug aus, aber weil ich, wie ihr ja wisst, schüchtern bin, sprach ich die beiden nicht an.
Um halb drei durften wir dann, nach Namensnennung und Hände desinfizieren in den Bus mit der Nummer 1 steigen. Jetzt ging es erstmal, jedenfalls für uns, zurück auf der Landkarte. Kurze Fahrt und dann: Tataa, die Mein Schiff 2 in Sicht. Das Einchecken klappte reibungslos, alle waren brav und auf Abstand bedacht und so waren wir tatsächlich um halb vier auf dem Schiff und unserer Kabine. Ich hatte uns, ganz mit Absicht, eine Kabine mit Sichtbehinderung gebucht, weil ich den größeren Balkon wollte. Hat sich gelohnt, die Sichtbehinderung stört nicht.
Dass die SNRÜ jetzt richtig kurz und toll ist, brauche ich ja nicht extra zu erwähnen. Meinetwegen könnte das so bleiben. Wobei ich –Sicherheit geht vor – vielleicht sagen würde, ab der dritten Reise oder so. Als Erstfahrer hätte ich mich nicht ausreichend informiert gefühlt.
Einen ersten Happen nahmen wir, so will es die Tradition, in der Tag und Nacht. Aber dann! Auf an Deck, irgendwo mit einem leckeren Champagner auf die Reise anstoßen! Leider war unser Lieblingsplatz, die Hoheluft Bar nicht geöffnet. (Jedenfalls war das auf der 1 auf der Tour mit meinen Eltern der Lieblingsplatz und wir nahmen an, dass das immer noch so war.) Also weiter schauen, wo was frei ist. Das war nämlich gar nicht so leicht, wenn man nicht vorhat Schampus aus Plastikgläsern zu trinken und die AAB voll ist. Wir hatten uns dekadenterweise die Ganz Große Freiheit gegönnt und Sekt gehörte nicht auf den Plan für den ersten Nachmittag.
Wir entschieden uns dazu, im Diamanten auf uns anzustoßen. Jetzt liefen uns auch wieder die zwei Männer über den Weg und ich wagte es einfach "Hey, wir machen morgen um 14 Uhr in der Tui-Bar ein Regenbogentreffen, habt ihr Lust zu kommen?" Ja, hatten sie.
Wir freuten uns also auf das morgige Treffen, schlabberten ein erstes Getränk und beim Auslaufen standen wir ganz oben und peng! Typhon! Tränenalarm! Ausfahrt! Große Freiheit! Verdammte Axt, wir fahren! Unsere armen kleinen Herzen, das verkrafteten wir kaum… Wurde wohl Zeit, dass wir was zu essen bekamen. (Der Burger war ja bestimmt schon zwei Stunden her.)
Ich hatte im Vorwege im Surf & Turf reserviert und wir bekamen ganz hinten im Diamanten einen tollen Tisch. Wow, so ließ es sich durch den Hafen schippern. Vollgefuttert aber glücklich nahmen wir einen Absacker im Diamanten und gingen relativ früh ins Bett.
Übrigens hatte Steffi das Wagyu-Steak, das ihr zwar gut schmeckte, sie es aber zum normalen Preis nicht noch einmal essen würde.
Die Nacht war schaukelig und irgendwann nahm ich alle Kleiderbügel, auch die, die in Benutzung waren aus dem Schrank und schmiss sie auf das Sofa. Blödes Geklapper. Unsere erste Nacht war also nicht die erholsamste, aber das machte nichts, wir hatten für Erholung wahrscheinlich noch viiiieeeel Zeit…
Bis bald, eure Vanessa (die ab jetzt mit vielen Essensbildern daherkommt...)
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Ja, ihr habt Recht, ich bin noch gar nicht fertig mit meinem Reisebericht über Asien, aber das hier ist aktueller. Und vielleicht interessiert das auch gerade etwas mehr. Nämlich:
Anders als geplant: Blaue Reise vom 11.09.2020 – 18.09.2020 mit der Mein Schiff 2.
Eigentlich hätten wir im April mit der Mein Schiff 2 von Barbados nach Mallorca fahren sollen. Und eigentlich wären wir im September mit der Mein Schiff 6 von Hamburg nach Mallorca unterwegs gewesen. Aber, wie sagte N. aus meinem Reisebüro: "Ich weiß gar nicht mehr wie das geht, mit den guten Nachrichten. Eure Reise wurde abgesagt. Vielleicht habt ihr aber Lust sie umzubuchen."
Ja, hatten wir. Wir sollten also durch vier Fjorde Norwegens fahren und im Reisebüro freute C. sich riesig, dass wir nicht stornierten. Drei Tage später die Mail von C: "Es wäre ja zu schön, wenn bei euch mal was klappen würde. Es geht nur noch durch die Schären von Schweden und Finnland. Ihr könnt aber kostenlos stornieren, wenn ihr wollt."
Ach nö, das war zwar nicht das, was wir uns vorgestellt hatten, 2 Tage Panorama statt 4 Tagen, aber auch wenn es zu Hause toll ist: Wir wollten raus. Einfach mal die Seele lüften, lesen, aufs Meer gucken, lecker was essen und trinken. Vielleicht ein paar nette Gespräche führen und ein zu maximal 60 Prozent ausgelastetes Schiff genießen. Klingt eigentlich gar nicht soooo schlecht, oder?
Wir blieben bei unserer Buchung, wackelten den Montag zu Corona-Test und hofften einfach mal, keinen Anruf zu bekommen. Das ist wirklich eine skurrile Situation. Ein bisschen saßen wir doch auf Kohlen. Aber hey, was macht frau nicht alles mit für ein bisschen Schiff?
Am Donnerstag um 16:01 ließ ich einen imaginären Sektkorken knallen, weil wir nichts mehr von Tui gehört hatten und Steffi packte schon mal ihren Koffer. Ich war weitaus unwilliger. Was sollte ich eigentlich alles mitnehmen? Und außerdem musste doch am Freitagmorgen noch die Kulturtasche eingepackt werden… Ach, da konnte ich doch auch gut erst am Freitag packen, oder? Immerhin hatten wir es von unserer Haustür bis zum Hamburger ZOB nur etwa 45 Minuten weit. Inklusive Fußweg zur Bahn und von der Bahn zum ZOB. Man könnte sagen, ich war tiefenentspannt. Obwohl ich mir eigentlich noch gar nicht vorstellen konnte, wie das sein sollte auf dem Schiff. Nicht, dass ich nicht diverse Reiseberichte oder Videos gesehen hätte. Nein, ich konnte mein Glück einfach nicht fassen, dass es dieses Jahr doch noch in den Urlaub ging. Okay, das musste ich Beauty erstmal verklickern, aber die nickte gutmütig und sah mich mit einem Blick an der sagte "fahrt mal, ist ja nur eine Woche, die schaffe ich auch ohne euch." Außerdem sollte es knallheiß in Deutschland werden und da war das arme Pony, das mitten im Fellwechsel steckt, sowieso ein bisschen geschafft.
Vor lauter Aufregung konnten wir beide nicht besonders gut schlafen, aber das wäre spätestens Freitagnachmittag sowieso vergessen.
Meer, wir kommen! Schiff, wir kommen! Ahoi, die zwei Verrückten aus der Nordheide waren im Anmarsch!
Übrigens wird es nicht viel zu berichten geben, außer leckeres Essen, noch mehr Essen, bisschen Schiff, tolle Getränke und hatte ich schon das Essen erwähnt? Wollt ihr das trotzdem lesen und vor allem sehen?
Eure Vanessa
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Es war eine großartige Reise... jetzt geht's nach Hause, in 30 Minuten schließe ich schon meine Wohnungstür wieder auf... ach, ich könnte sofort wieder an Bord gehen...
Wir hängen auch schon im Außenbereich des Diamanten ab ![]()
Moin
Schlumpfklamotten....den Begriff kenn ich nicht?
Was ist das?
Ach ja...meine bessere Hälfte fängt dann auch mal an die Klamotten einzutüten
Irgendwie werden wir auch jedes mal entspannter
Jogginghose und mein schlabberiger St. Pauli Pullover, also bequeme Kleidung...
Ich glaube ich sollte mal meinen Koffer packen... noch sitze ich in Schlumpfklamotten auf dem Sofa ![]()
Wir kommen aus der schönen Nordheide und fahren mit dem Metronom ca 25 Minuten zum Hamburger Hauptbahnhof...
Juhu, 16 Uhr ist rum und es kam kein Anruf
Mein Schiff 2 wir kommen!!!!!
Hallo, hier bin ich wieder!
Die Lüneburger Heide habt ihr jetzt ja schon ganz gut kennengelernt und ich habe mir sagen lassen, viele von euch waren sogar persönlich hier. Ich wäre zu gerne zum Forentreffen gekommen, aber ich glaube das verschieben wir auf ein anderes Mal.
Wie hat sie euch gefallen, die schöne Heide? Dieses Jahr blüht sie wirklich toll, aber sie hat mehr als nur lila zu bieten. Wer denkt schon an den Wald, wenn er an die Heide denkt? Den gibt’s hier nämlich auch und da bin ich auch unglaublich gerne. Hier kann mal nämlich klettern, lange galoppieren, die Seele baumeln lassen, den Vögeln zuhören. Und vor allem begegnet man kaum einem anderen Menschen. Manchmal einem mit Hund oder Pferd, aber das war es dann auch schon. Dafür gibt’s viele Rehe. Das sind sehr putzige Zeitgenossen: Wenn sie mich mit meinen Muttis sehen, schauen sie immer ganz irritiert. So ein Pony ist schließlich keine Gefahr, aber was ist mit den Menschen, die um mich herum sind? Das können die dann plötzlich nicht mehr einordnen und so kommt es, dass wir Rehen sehr oft sehr nahe sind.
Die Wälder hier sind sehr vielseitig. Laub- und Nadelbäume wechseln sich ab, manchmal gibt es einen kleinen Bach und vor allem die Farne, die hier auch wachsen, sind lustig. Die kitzeln immer so am Bauch!
Vanessa sagt immer, sie müsse an Raptoren denken, wenn wir da durchreiten und Steffi fragt, ob ich wohl flüchten könnte? Keine Ahnung was das ist, aber ich bin seeeeehr schnell. Zur Not auch ohne Mensch. Wobei Mutti auf mir festklebt, die ist ungeheuer sattelfest. Vor ein paar Jahren brauchte ich einen neuen Sattel, eine Maßanfertigung, und bis der fertig war, musste Mutti ohne Sattel reiten. Der Sattel war übrigens eine tolle Investition, immerhin habe ich nur den einen Rücken. Auch wenn Vanessa mir manchmal vorrechnet, dass der mehr gekostet hat als ich. Tztztz… Als ob man mich in Geld umrechnen könnte. Aber gut, so ganz ernst meint sie es auch nie…
Aber ich plaudere mal wieder viel zu viel. Schaut euch einfach die Bilder an und wenn ihr das nächste Mal im Wald spazieren geht denkt einfach mal an mich.
Pause muss sein...
Jaaaa, ich bin eine Naschkatze
Liebe Grüße, eure Beauty
06. Dezember 2019 – Seetag – Kuala Lumpur
Nikolaustag – Nachtausflug - Nichtstun
Wir hatten einen halben Seetag, weil wir erst um 18 Uhr in Kuala Lumpur anlegen sollten. Ganz die Seetagprofis, die wir inzwischen waren, hingen wir eigentlich nur unproduktiv rum, aßen Quatsch in der Tag und Nacht Bar, lümmelten auf den Liegen auf Deck 5 und ließen den Tag an uns hinüberziehen.
Nach einem superfrühen Abendbrot brachen wir auf zum Ausflug "Nächtliches Kuala Lumpur und KL-Tower" auf. Dieser Ausflug war der Kompromiss für den morgigen Seetag, den wir uns mal wieder gönnen würden. Aber so ganz ohne von Bord gehen, wollten wir dieses Ziel dann doch nicht vorübergehen lassen.
Es dauerte ein wenig, bis wir schlussendlich tatsächlich von Bord kamen, weil die Schiffsfreigabe länger dauerte, aber dann tigerten wir durch den Terminal. Im Bus konnten wir uns Plätze ziemlich weit vorne sichern (besser ist das für uns, wir vertragen Busfahren einfach nicht besonders gut) und warteten dann zusammen mit den anderen auf die Abfahrt. Tja, es dauerte, und dauerte, und … naja. Ein Bus nach dem Anderen fuhr los und auch die lange Schlange am ATM wurde immer kürzer, nur wir kamen einfach nicht vom Fleck. Nach einer halben Stunde immer wieder durchzählen kamen wir auf des Rätsels Lösung: Wir waren eine Person weniger im Bus und auf der Liste, als unser Reiseleiter dachte. Jaaaa, es wurde gelacht, wer lesen kann und so…
Weil wir uns direkt hinter die Plätzen für gehbehinderte Menschen gesetzt hatten, dort aber keiner saß und auch nicht sitzen wollten, konnten wir bestens aus dem Fenster vorne schauen. Da gab es allerdings nicht viel zu sehen, es schüttete nämlich mit einem Mal wie aus Eimern. Machte aber nichts, unser Guide erzählte nämlich wunderbar von Malaysia und wir hörten gerne zu.
Vor den Fahrstühlen zum KL-Tower mussten wir einen kleinen Moment warten, weil natürlich jede Menge Menschen nach oben wollten, dort aber nur eine bestimmte Menge zugelassen waren. Aber in meiner Erinnerung dauerte es nicht allzu lange, also alles gut.
Oben dann für viele die Ernüchterung: Alles war verglast und entsprechend spiegelte sich einiges, der Ausblick war daher nicht ungetrübt. Das war allerdings in der Ausflugsbeschreibung vermerkt und ich als Höhenangstmenschlein fand das super! Steffi machte der eingeschränkte Ausblick nichts aus und ich konnte die Höhe so richtig genießen. Der Witz ist nämlich: Wenn ich die Höhe nicht als richtige Höhe sehe, weil sich meine Ebene spiegelt, habe ich weit weniger Angst. Fazit: Ich war begeistert. Davon mal abgesehen war das ein toller Ausblick und wir erfreuten uns ziemlich lange daran. Immer wieder Wahnsinn, wie klein wir sind und wie spannend es aus der anderen Perspektive aussieht.
Aber irgendwann ging es auch wieder nach unten und zum Bus. Übrigens sind dort die Kantsteine ziemlich hoch, ich trat natürlich daneben und knallte volle Socke auf meine Hand. Im ersten Moment dachte ich: Oh Shit, der Finger ist gebrochen, war aber falscher Alarm. Tat nur eine halbe Stunde unglaublich weh, aber dann war alles wieder gut.
Eigentlich wäre noch ein Foto-Stopp bei den Petrona-Towers drin gewesen, aber es goss und goss und goss und so entschied der ganze Bus einstimmig: Nööö, wir wollen zurück.
Der Ausflug war kurz, aber gut. Auf der Rückfahrt bin ich übrigens noch nass geworden, weil die Fenster nicht mehr dicht waren. Auch mal ein Erlebnis.
Im Terminal loggten wir uns kurz ins Internet ein nd freuten uns an ein paar Bildern von Beauty, die eine Freundin uns schickte.
Insgesamt ein sehr schöner und kurzweiliger Tag, wir fielen müde aber glücklich ins Bettchen… Einzig, dass kein Nikolaus auf dem Schiff zu sehen war, war etwas schade. Den hätten wir natürlich gerne gesehen.