Beiträge von Nelly

    14. November – Der 6. und letzte Seetag von 6 Seetagen am Stück

    § 1 Der Kapitän hat immer Recht

    § 2 Hat jemand anderes Recht, tritt automatisch § 1 in Kraft.

    (Seefahrerweisheit des Tages)

    Moooooment mal. Wo waren eigentlich die vielen Seetage geblieben? Wir sind doch nicht wirklich schon den sechsten Tag am Stück auf See und haben durch unser Interesse am Schiff nicht wirklich schon den … ja den wie vielen „Seetag“ eigentlich? Es schien, als hätte die Sonne mir buchstäblich das Hirn ein wenig angebrutzelt, selbst wenn ich mich überwiegend im Schatten aufhielt. Nun ja, ich trug es mit Fassung und bin jetzt in diesem Moment tatsächlich ein wenig überrascht, dass ich wirklich jeden Tag einzeln aufgeschrieben habe.

    Wir waren beide mehr als nur angetan davon, wie gut uns das pure „sein“ gefallen hatte und wollten diesen Tag entsprechend noch genießen. Die nächsten Tage waren schließlich wieder Action angesagt.

    Im Theater gab es den letzten landeskundlichen Vortrag von Lektorin Nadja, dieses Mal über Dubai. Den durften wir auf keinen Fall verpassen, denn trotz guter Vorbereitung wollte uns Dubai einfach nicht abholen. Nicht einmal die Vorstellung von Dubai packte mich. Dabei hatten wir alles getan: Im Reisebüro gab es jede Menge Tipps, wir kannten einige privat, die uns alles Mögliche erzählten und auch hier im Forum verschlang ich alles über Dubai. Vielleicht konnte Nadja uns überzeugen.

    Fazit des Vortrages: Je mehr ich über Dubai erfuhr, desto weniger interessierte es mich. Sogar bei der sonst so begeisterten Lektorin meinten wir eine ordentliche Portion Skepsis rauszuhören.

    Sie erzählte uns davon, dass dort Inder, Pakistanis und andere Nationalitäten für 500 Dollar im Monat arbeiteten und aber über 300 Dollar für ein Zimmer ausgaben, das sie sich noch mit diversen anderen Arbeitern teilen mussten. Wir bekamen Bilder von einem Slum zu sehen, (der normalerweise verriegelt war, Nadja konnte das Bild nur durch Zufall machen) in welchem diejenigen lebten, die die größten Häuser und Türme der Welt bauten. Höher, schneller, weiter. Dubai verkörperte schon im Vorwege alles, was ich persönlich verabscheute. Macht, Protz, fragwürdiges Verhalten gegenüber Menschen, die keine Emiratis waren. Der Funke wollte und wollte nicht überspringen und die Aussage, dass es dort laut und hektisch war, machte es auf keinen Fall besser.

    Wir blieben bei unserem Plan, alles auf uns zukommen zu lassen.

    Später hörten wir uns einen tollen Vortrag über das Thema „Zuversicht“ an, wieder nicht von Nadja, klönten mit Bea, die wir am Flughafen kennengelernt hatten und endlich, endlich, kaufte ich mir die schöne pinke Lederhandtasche.

    Kommentar des Verkäufers: „Oh ha, damit fallen Sie sicherlich auf.“

    Ich: „Ja, ist sie nicht wunderschön?“

    Verkäufer: *ließ das lächelnd einfach mal so stehen.*

    Später lösten wir unsere Champagnergutscheine ein, fachsimpelten mal wieder über die nächste (eigentlich die übernächste, noch nicht gebuchte) Reise und trafen uns mit Bea und Wolfgang auf ein, zwei Getränke in der Schaubar.

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    Die Crew-Show sah ich mir vom Bett aus im TV an, Steffi lernte weiter auf dem Balkon den Reisekatalog auswendig und ich schloss mein Reisetagebuch für diesen Tag mit den Worten „diese Reise ist ein echtes Highlight, ich bin froh, dass wir gebucht haben“ ab.

    13. November – Der 5. Seetag von 6 Seetagen am Stück Futtern-Klönen-Café-Lounge

    Dieser Tag stand ganz im Zeichen des guten Geschmackes, oder so ähnlich. Wir lieben die Café-Lounge auch mal zum Frühstück und für eben dieses verzogen wir uns an diesem Morgen dort hin. Herrlich, diese Ruhe, der Ausblick und die Speisen sind natürlich auch eine Wucht! So konnte der Tag doch starten.

    Im Lektorenvortrag hörten wir weiteres über den Oman, zum Beispiel, warum der Sultan keine Nachkommen hat, obwohl er mal verheiratet war. Nun, die mehr oder wenige inoffizielle Aussage: „Denken Sie doch mal nach, er liebt die Oper, die Kunst, lässt sich das teuerste Parfum der Welt kreieren…“ Jaaaa, Klischee, aber alle haben verstanden und gelacht. Die offizielle Version ist übrigens: „Er hat keine Zeit für eine Familie, weil er sich so sehr um das Volk kümmert.“

    Klingt irgendwie netter, aber mir wäre in der Tat Version inoffiziell ein bisschen lieber, ihr wisst schon, aus innerer Verbundenheit und so.

    Wir waren auf jeden Fall gespannt wie kleine Flitzebögen kurz vor der Prüfung und ließen uns von Anja und Anja in der Café-Lounge bei Eiskaffee und Pralinchen einiges darüber erzählen, was man da so alles Schönes machen kann. Tücher kaufen, zum Beispiel. Eine Moschee besichtigen, wenn man sich entsprechend kleidet (vielleicht mit den neu erworbenen Tüchern verschleiert) oder sich ein bisschen durch die Gegend kutschieren lassen. Nun ja, wir wollten es alles auf uns zukommen lassen.

    Übrigens wurden wir von unserem Lieblingsnachmittagsplatz immer enttäuschter, was den Service anging: In der Café-Lounge war im Verhältnis zu anderen Bars sehr viel Personal für sehr wenige Gäste zuständig und trotzdem schafften sie es nicht ein einziges Mal ohne Aufforderung, den Tisch abzuräumen, während wir noch saßen. Sie fragten zwar „möchten Sie noch etwas“, nahmen dann aber beim „nein danke“ die leeren Gläser nicht mit. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich mag mir nichts bestellen, wenn sehr kleine Tische noch sehr voll mit dreckigem Geschirr sind, mein Appetit ist dann gestillt. Sehr schade, obwohl wir dieses Problem anmerkten und sogar an den Restaurantleiter weitergaben, passierte bis zum Ende der Reise nichts.

    Wir vier hatten trotzdem unseren Spaß, alberten im Sonnenuntergang auf Deck 14 herum, schossen blöde Fotos und alle drei hörten sich mehr als einmal an, dass ich mich auf Deck 5 verliebt hatte und redeten mir gut zu. Später nahmen Steffi und ich unser Abendessen in der Außenalsterbar ein. Ein paar kleine Snacks mussten reichen. Wir lernten ein sehr nettes Paar kennen, mit dem wir bis um halb elf abends schnackten. Das war schon was: So lange Draußen im T-Shirt sitzen, so könnte das ewig weitergehen! Und das Beste: Wir hatten immer noch ein paar tolle Tage vor uns!

    12. November – Der 4. Seetag von 6 Seetagen am Stück

    Wird so ein Seetag eigentlich langweilig? Erstaunlicherweise irgendwie nicht. Wir schafften es zur Abwechslung mal etwas früher aus den Federn und konnten so nach dem Frühstück tatsächlich in der noch nicht geöffneten Außenalsterbar mal eine halbe Stunde in der Sonne sitzen. Und das will was heißen!

    Der Vortrag des Tages ging um das Leben in Riffen, die irgendwie mit Städten vergleichbar sind. Ziemlich spannend, vor allem das Thema Umweltschutz in diesem Zusammenhang. Wir erfuhren, dass Tui bis 2020 die Strohhalme abschaffen wollte und was für eine horrend hohe Zahl damit jährlich gespart werden konnte. (Zu dem Zeitpunkt gab es noch welche aus Plastik.) Dann auch andere Maßnahmen, wie dass die Badeschlappen nicht mehr in Plastik, sondern in den Taschen der Bademäntel stecken sollten. Ja, Kleinvieh konnte eine Menge Mist machen.

    Wir verbrachten diesen Tag überwiegend auf dem Balkon und beglückwünschten uns zu der Entscheidung, auf der Backbordseite, und damit der Schattenseite des Schiffes gebucht zu haben. Auf dem Pooldeck war die Hölle los und es ging einfach nicht in unsere Köpfe, wie sich einige wirklich so viel sonnen konnten! Inzwischen sagte der Kreuzfahrtdirektor schon mehrmals täglich durch, dass man auf sich und seine Haut aufpassen sollte und wir noch genügend Zeit zum Sonnen hätten. Wie gut, dass Steffi und ich uns an dieser Stelle einig waren. Erholung hatte nichts mit dem Braun-Faktor am Ende der Reise zu tun, jedenfalls für uns nicht.

    Schließlich gab es noch einen Lektorenvortrag über Muscat, wir freuten uns unheimlich auf den Oman. Das Land schien für den Orient sehr liberal und offen zu sein, mit Europa natürlich nicht zu vergleichen was einige Dinge angeht, aber anders, als zum Beispiel Dubai. Der Sultan legte zum Beispiel Wert darauf, dass Volkslieder erhalten bleiben, liebt die Kunst und die Oper, ließ sich das teuerste Parfum der Welt kreieren und scheint sehr nahe am Volk zu sein. Nur das mit den Nachkommen hat er nicht geschafft. Warum? Das erfahrt ihr im nächsten Teil…

    Nelly,

    wenn ich gute Laune tanken will, lese ich deinen RB, einfach nur klasse.:):love:

    Das lange Schlafen lag aber nicht am Ladykiller?:D:/ Oder war es zu leise?:/

    LG Andrea

    Ach du hast ja gar keine Ahnung, wie glücklich mich das macht mit der guten Laune!

    Nö, lag wohl nicht am Cocktail, sondern wohl mehr an der Gesamtsituation... Aber schöööööön!

    Dat :sleeping::sleeping: iss die Seeluft, liebe Vanessa Nelly Ich erinnere mich an meine Reise auf dem Containerschiff, wo ich fast ausschließlich draußen an Deck war. Da hab ich so oft, so viel und so tief geschlafen, dass ich schon dachte, sie tun ihren Paxen irgendwas ins Essen, damit die schön ruhig sind und nicht stören ... :P

    Dein RB ist wieder mal göttlich, Danke dafür und ich bin feste Abonnentin:thumbup::thumbup:

    LG,

    Emma

    Hehe, die Seeluft war Schuld! Das ist gut!

    Danke für das tolle Kompliment, das geht doch runter wie eiskalter Cocktail ;-)

    Bei den Sehenswürdigkeiten ist es nicht wichtig, ob und wie viel Eintritt sie kosten. Ich mag es nur nicht, wenn ich für mein Geld keinen entsprechenden Gegenwert bekomme. Und dabei bestimme ich selbst den Wert, den die Sehenswürdigkeit für mich hat und vergleiche es mit dem verlangten Eintritt.

    Oh ich liebe diese Aussage! Genau so denke ich auch und so kann man es für sich auch am passendsten machen...

    Liebe Grüße!

    Vielen lieben Dank für eure warmen Worte, ich freue mich wirklich sehr!

    Und weil es so viel Spaß macht... Weiter geht's!

    11. November – Seetag – Der 3. Seetag von 6 Seetagen am Stück - alf laila wa-laila

    Könnte uns mal jemand erzählen, warum wir so lange schlafen? Wir sind normalerweise Lerchen, die um viertel vor fünf aus den Federn hüpfen. Okay, Steffi ist eine Lerche. Ich bin eine Eule im Lerchenkostüm. Die Frage bleibt: Was genau klebt an uns, dass wir so lange in der Koje liegen?

    Inzwischen suchten wir im Tagesprogramm nur noch nach der Uhrzeit, in der Lektorin Nadja einen Vortrag hielt, dieser Frau hätten wir stundenlang zuhören können. Heute gab es einen Vortrag zu den Märchen aus 1001 Nacht, oder auch auch „alf laila wa-laila“, was übersetzt so viel wie „1000 Nacht und Nacht“ bedeutet. So, so, das sollen übrigens hocherotische Geschichten sein. Ich gebe zu, das wusste ich noch nicht und ein bisschen neugierig wurde ich auch.

    Wusstet ihr übrigens, dass die Ägypter einige für uns komische Bräuche haben? Kleine Jungs wurden oft wie Mädchen angezogen und mit Mädchennamen angesprochen, damit die Nachbarn nicht neidisch auf den männlichen Nachwuchs wurden. Oder ganz kleine Babys, nur eine Woche alt, wurden in eine große Schale gelegt, zwei hielten die Schale links und rechts fest, und dann sprang man mit Baby und Schale über eine Feuer, mit großem Krach natürlich. Wenn es das überstand, war es gewappnet für alles andere im Leben. Na, ich weiß ja nicht.

    Im Vortrag „Endlich gut schlafen“ (nicht von Nadja) erkannten wir uns gut wieder (okay, außerhalb dieses Urlaubs) und überlegten, ob wir den Wecker nicht vielleicht doch außerhalb unserer Sichtweite stellen sollten. Nachts darauf zu gucken, ist eher kontraproduktiv. Ich gebe zu: Wir haben es nicht getan, vielleicht irgendwann einmal.

    Nach einem leckeren Abendessen im Gosch gingen wir zum Konzert zu Noah Fischer. Ich hatte mich die letzten Tage immer schon gefreut, diesen optisch herausstechenden Menschen zu sehen, konnte ihn aber nicht einordnen. Jetzt konnte ich es. Ohne zu wissen, was uns erwartete gingen wir an die Sache heran und wurden sprichwörtlich von unseren Sitzen gefegt. Der Mann hat es echt drauf! Es war so wunderschön ihm und seinem Saxophon zu lauschen, dass es uns die Tränen in die Augen trieb. Einfach nur Gänsehaut! Das war auf jeden Fall das Horizonterweiterungspaket des Abends wert. Vor lauter Emotionen reicht es für uns nur noch für einen Ladykiller auf dem Balkon und ein wundervolles Gespräch mit der weltbesten Ehefrau über diesen aufregenden Tag, der uns so viel gegeben hat.

    Gipsy meeeeegaaaa deine Reisevorbereitungen, da erkenne auch ich mich wieder... Also irgendwie jedenfalls.

    Ich freue mich sehr über deinen Bericht und wie du deine Reise planst, Dinge aus dem Forum mitnimmst, und, und, und... Ich wiederhole mich: Die Reise ist toll und ich wünsche dir unglaublich viel Spaß!

    Gerne reise und vorfreue ich mich mit dir!

    Liebe Grüße, Vanessa

    Ich bin wieder daaahaaaa!!!

    10. November – Der 2. Seetag von 6 Seetagen am Stück – Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. Und eine Frau sagt ihm dann, was das ist (Seefahrerweisheit des Tages)

    Und was muss Frau tun, an so einem Seetag? Ihr habt es euch schon gedacht: ruhen… Anfangs habe ich mich noch gefragt, warum die meisten Reiseberichtschreiber in ihren Berichten mit vielen Seetagen die Seetage zusammenfassen, allmählich verstehe ich es…

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    Besuch auf der Kabine!

    Wir versuchten nach der durchtanzten Nacht ein wenig auf Deck 5 auf den Holzliegen in der Sonne zu liegen, gaben nach einer knappen Viertelstunde aber auf, viel zu heiß, naschten uns einmal durch die Eisbar und flüchteten uns irgendwann mit unseren Büchern in die Café-Lounge. Ich hatte mir im Laufe des Jahres das Kaffeetrinken abgewöhnt und befürchtete inzwischen, ich wäre demnächst wieder auf dem Trip, weil ich nämlich inzwischen fast täglich wieder dabei war, statt nur mal ab und an einen am Wochenende. Nun denn, ich würde das wohl auch ein weiteres Mal schaffen, kalter Entzug war mir kein Fremdwort mehr.

    Mein Rezensionsexemplar von dem Indianer-Roman hatte ich inzwischen auch durchgelesen und machte mir ein paar Notizen, die ich in meiner Rezension anbringen wollte.

    Ansonsten versuchte ich mich an Sonnenuntergangsbildern, die wegen der Wolken nur mittelmäßig gut wurden und fragte mich, wie es wohl den Menschen an Land ging, an denen wir ja irgendwie vorbeifuhren. Vor allem am Abend, als das Schiff verdunkelt fuhr und die Außenalsterbar gesperrt war (als Außenbereich war nur noch das Pooldeck geöffnet), wurde mir wieder klar, dass wir an Bürgerkriegsgebieten vorbeifuhren. So oft hatte ich mir das zu Hause auf unserer Weltkarte angesehen und als ich daran dachte, dass mein Vater als Berufssoldat viele Jahre in diesen Ländern verbracht hatte, wurde mir wieder einmal bewusst, wie privilegiert wir doch waren. Was war da schon eine gesperrte Bar!

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    Das war noch von der Save-Haven Übung, das wollte ich noch nachtragen.

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    Zu Abend aßen wir ganz gemütlich mit Anja und Anja im Atlantik Mediterran und verzogen uns dann mit den beiden in die Himmel & Meer Lounge, die ziemlich voll war. Die Betten waren nicht ausgezogen, die Rollos waren heruntergelassen und wir hatten einen ziemlich albernen Kellner, den wir die ganze Reise über immer wieder toll fanden. Das Wasser ohne Blubber stellte er grundsätzlich mit einem geflüsterten „leise“ auf den Tisch und später reichte es aus, einfach nur „leise“ zu sagen, er wusste was wir wollten.

    Ein rundum gelungener Tag.

    Morgen: Seetag, wer hätte es gedacht…

    9. November – Der 1. Seetag von 6 Seetagen am Stück – „Nicht so viel rumgehen, lieber Rum trinken“ (Seefahrerweisheit des Tages)

    Nach dem tollen Erlebnis in Petra wachte ich, trotz Ausschlafens etwas gerädert auf. Erst hatte ich noch von Petra geträumt, dann war mir mein eigenes Pony völlig ausgemergelt und panisch guckend entgegengaloppiert. Puh, da sieht man mal, wie man die Dinge so verarbeitet. Da ich natürlich keinen Kontakt nach Hause hatte und auch keinen wollte, ich wäre eh nicht weggekommen, biss ich die Zähne zusammen und verdrängte das ganz schnell wieder.

    An diesem Tag stand die Save Haven Übung an, für den unwahrscheinlichen Fall, dass Piraten sich in die Nähe der Mein Schiff begaben. Das hieß für alle Passagiere: Ab in die Innenräume. Das konnten die Flure, die eigenen Innenkabinen oder die Treppenhäuser, auch das der Crew sein. Wir hatten auf das Frühstück verzichteten und wollten, dauerhafte Öffnung des Anckelmannsplatzes sei Dank, einen Brunch zu uns nehmen. Sobald das Kommando kam, verließen wir unsere Balkonkabine und standen dann im Flur, weil die Crew so schnell war, dass wir gar nicht mehr ins Treppenhaus gekonnt hätten. Wollten wir sowieso nicht, aber war interessant zu wissen. An jeder Tür wurde geklopft, dann in die Kabine getreten, auch in das Bad, und wenn die Kabine leer war, wurde ein Kärtchen mit dem Hinweis an die Klinke angebracht, dass die Kabine kontrolliert und leer war.

    Mittags sahen wir uns einen beeindruckenden Bericht von Lektorin Nadja über das Reisen an. Komisch, fast bekam ich ein schlechtes Gewissen, weil das Reisen so unglaublich leicht geworden ist. Ob der Charakter ein bisschen verloren geht auf einer Kreuzfahrt? Es ist so ein kalkulierbares Abenteuer, da würden uns die Pioniere des Reisens aber herzlich auslachen. Und doch würde ich nie mit jemandem tauschen wollen. Ich liebe meine Familie, mein Pony und sogar meine Arbeit, ich würde mich nie trauen, das alles hier aufzugeben. Vor allem Ponylein hindert uns „zum Glück“ daran, Deutschland zu verlassen.

    Nach dem Vortrag trafen wir uns mit Anja und Anja auf einen Drink in der Meerleben. Einen Drink? Wir tigerten weiter in die Café-Lounge, versackten dort bis zum frühen Abend und verabredeten uns dann tatsächlich für die White Night Party.

    Tatsächlich waren wir um 21 Uhr auf dem Pooldeck. Bislang hatten wir die Partys immer gemieden, aber mit mehreren war das ja doch etwas anderes. Wir saßen in einer größeren Gruppe zusammen und alberten herrlich herum, bis irgendwann dann YMCA gespielt wurde. Und ich sah D., die ich von der Jeep Safari noch kannte, am Beckenrand des Pools tanzen. Also los, das wollte ich auch! Wozu hatte ich mir weiße Sachen angezogen? Zum Rumsitzen bestimmt nicht!

    Anja kam mit und wir begannen zu tanzen. Also falls da jemand eine junge Frau in weißen Socken ohne Schuhe gesehen hat, das war ich: Da ich nur ein paar Turnschuhe und ein paar Sandalen mithatte, wollte ich es nicht riskieren mitsamt der Schuhe baden zu gehen. Man weiß ja nie…

    Halleluja, hatten wir einen Spaß! Ich hasse Schlager und Partykracher, aber irgendwie war das an diesem Tag etwas ganz anderes. Bis „Atemlos“ gespielt wurde. Da verlasse ich normalerweise innerhalb einer Makrosekunde den Raum. Und Anja auch. Unsere besseren Hälften überlegten, wann wir wohl die Flucht ergriffen und wir guckten uns nur an und überlegten. „Das geht nur besoffen oder auf dem Schiff.“ Okay, wir waren auf dem Schiff und warum sollte man nicht mal was anders machen? Was soll ich sagen? Wir haben lauthals mitgesungen und getanzt und hatten einen unglaublichen Spaß dabei.

    Wir hielten die komplette Poolparty aus, und das, obwohl Steffi und ich die Musik zu 90 Prozent grausam fanden, einfach nicht unser Geschmack.

    Gegen Mitternacht verlagerte sich die Party in die Abtanzbar, wo wir weiterhin tanzten und rumalberten.

    Und nicht nur rumalberten, nein, auch rumruderten. Ich liebe „Aloha heja he“ und auch das alberne auf dem Boden sitzen und rudern. Ja, ich bin auch ohne Alkohol peinlich. Zum Glück nicht nur ich! Es waren auch viele von der Crew da und so saß ich vor einer Dame mit zwei Streifen deren Röckchen immer höher und höher rutschte und sie bekam sich vor Lachen nicht mehr ein. Und ich mich auch nicht, weil ich so glücklich über diesen bekloppten Abend war.

    Um halb vier waren wir dann aber alle durch und beschlossen, zu viert der Tag & Nacht Bar noch einen kleinen Besuch abzustatten. Yeah, wie in alten Zeiten! Hunger hatten weder Steffi noch ich, aber die Situation ließ es zu, dass ich eine Pommes total gut gefunden hätte, einfach, weil es passte.

    Ja, richtig gelesen: Hätte. Die Tag & Nacht hatte zu. Richtig und völlig zu. Kein Angestellter weit und breit, keine Pommes, keine Currywurst oder Pizza, kein Salat. Alles weg und abgeräumt. Das erste und wahrscheinlich auch einzige Mal, dass wir mitten in der Nacht die 24-Stunden-Bar aufsuchen und sie hat zu. Machte uns nichts und eignet sich auf jeden Fall für eine lustige Anekdote zum Thema „Nacht“.

    Müder aber glücklich fielen wir in die Kojen.

    Vielen Dank für dein liebes Feedback! Und ja, den Pinguin (Philipp) habe ich selbstverständlich wieder mitgenommen, er möchte ja noch den Rest der Welt unsicher machen. Wobei er bestimmt nichts gegen eine weitere Transreise einzuwenden hätte, er liebt das Lachsfrühstück *spaß*

    Es ist schön zu lesen, dass du die gleiche Einstellung hast, was das Erlebnis auf Kosten anderer Lebewesen angeht...

    Die Busfahrt hat etwa 2 Stunden gedauert, das fand ich noch okay und es gibt jede Menge zu gucken. Nach der Fahrt waren wir etwa 1,5 Stunden mit dem Guide unterwegs und hatten dann noch mal so 1,5 bis 2 Stunden freie Zeit für uns. Man hätte sich aber auch von Anfang an abmelden können und auf eigene Faust los, in einer anderen Gruppe hatte das jemand gemacht, weil er den Ausflug schon mal gemacht hatte und lieber zum Kloster wollte.

    Aber soooo schnell war die Tour auch nicht, ich würde einfach mal gucken, wie gut man mithalten kann.

    Nelly Vielen Dank für deinen tollen Bericht. Wir sind vom 4.10. bis 20.10. mit der MS5 von Kreta nach Dubai unterwegs. Petra soll das Highlight unserer Reise sein. Wir überlegen noch einen Schiffsausflug zu buchen oder mit einem privaten Anbieter. Wie lange hattet ihr Freizeit zur Verfügung? lg Andrea

    Ich meine mich an etwa 1,5 bis 2 Stunden Freizeit erinnern zu können.

    Bei dieser Reise sind auch wir dabei und es geht uns ähnlich wie tigerdisco ... Petra ist neben den vielen Seetagen und dem warmen Wetter der Hauptgrund für unsere Buchung:love:.

    Deine Bilder (die Bilder von Petra sind der Hammer!), liebe Vanessa Nelly , und deine Berichte einer recht unaufgeregten Kreuzfahrt machen so richtig Lust auf gaaaanz viel Vorfreude und wenig planen:D. Wir werden es wohl ähnlich ruhig angehen wie ihr.

    Schönen Freitag und guten Start ins Wochenende, Daniela

    Das freut mich, wenn dir auch oder gerade das unaufgeregte gefällt!

    Nelly und alle anderen. Ich hab heute morgen den RB gefunden und ihn gerade am Stück verschlungen. Ich hoffe, ihr habt noch ein Plätzchen für mich für die Weiterreise.

    Wir starten die Tour am 27.10 mit der MS 6 und freuen uns schon riesig darauf. Petra wird sicherlich ein absolutes Highlight. Vielen Dank für die bisherigen traumhaften Bilder.

    LG, Danny

    Danke, ein tolles Lob, wenn du es alles "verschlungen" hast, da geht das Reiseberichtschreiberherz auf!

    Handtasche geht immer und ja, auch ich oute mich, dass mich immer mal wieder der Ruf ereilt: Kauf mich, Du brauchst mich, so ein Angebot kommt so schnell nicht wieder....

    Ein paar Tage kann Frau ja widerstehen, aber wenn die Gedanken immer wieder darum kreisen, ist es meistens besser, dem Lockruf zu folgen. Habe ich kürzlich auch getan, insofern liebe Vanessa, alles richtig gemacht.:) :). :)

    Hihi, das tut gut zu hören. Normalerweise bin ich ziemlich minimalistisch unterwegs, mir passiert das super selten, dass ich mir mal was kaufe, was ich nicht wirklich "brauche"... Aber oh ja, diese Handtasche macht mich unglaublich glücklich, ich erfreue mich täglich daran!


    knallige Farbe Nelly . Ich bin jetzt ein bisschen neugierig wie du aussiehst ( kann ja nicht aufgelöst werden wegen der neuen Datenschutz-Sache:() wahrscheinlich passt sie zu dir, bei der Liebe auf den ersten Blick ;). Ich hoffe du hast sie erobert, oder deine Frau hat sie für dich erobert:/, in dem Fall: viel Spaß damit;)

    VG

    Jaaaa, ich hab sie mir gegönnt! Steffi hatte mir "angedroht", sie kauft sie, wenn ich es nicht mache...

    Wow Nelly ich beneide dich ;)die Farbe ist ja genial auch die Größe perfekt:thumbup:auch ich hoffe du hast sie geholt oder Steffi :thumbup:

    Jep, das hab ich!

    Oh ha, ich weiß ja noch, welche Bilder ich gepostet hatte von mir, aber dass das so offensichtlich war, dass sie zu mir gehört, hätte ich nicht gedacht... Aber stimmt, etwas anderes wäre schwer gewesen. Ein knalliges lila oder petrol vielleicht noch, aber sonst? Ich wüsste nicht, was...

    und lösch ja nicht dein Feuer8o

    LG Andrea

    Neeee, da könnt ihr lange warten, ohne schreiben kann ich nicht!

    Jordanien und Petra sind der Hauptgrund weswegen wir diese Reise gebucht haben ( Heraklion- Dubai 2020) .

    Zum Thema Tierquälerei : die Esel in Santorin - einfach erschreckend - absolute Tierquälerei - und es wird in Griechenland (EU-Mitglied) geduldet damit Touristen nicht den Berg hoch- oder runterlaufen müssen - so was sollte (zumindest in Europa ) verboten werden!

    Es lohnt sich auf jeden Fall, ich würde sofort wieder nach Petra fahren!

    Das ist echt schlimm mit den Eseln, ich kenne das "nur" aus dem Internet und TV, aber ich bin generell für ein derartiges Verbot, da bin ich ganz bei dir!

    8. November – Petra/Jordanien – Ich will nochmal!!!

    Das war sooooo schön! Unser erwartetes Highlight der Reise und wie sich herausstellte: Völlig zu Recht. Wir standen um 5:30 auf, frühstückten eine Kleinigkeit und sahen dann, kurz bevor wir uns auf den Weg ins Theater, unserem Sammelpunkt, machten, noch einmal vom Balkon. Bus an Bus an Bus. Oh weia, da war doch was. Die letzten Tage hatten uns mit Ruhe verwöhnt, jetzt mussten wir uns erst einmal wieder ins Getümmel werfen. Vor dem Theater das reinste Chaos: Keiner wusste so richtig, wo man sich jetzt anstellen soll, die Lunchpakete gab es beim Ausflugsschalter und alle standen nervös rum wie Falschgeld. Steffi stellte sich in die Schlange, nachdem wir rausbekommen hatten, in welche Richtung das lief (rechts rein, links wieder raus) und ich holte die inkludierten Lunchpakete. Man hätte auch mit Mittagessen buchen können, aber uns reichte ein Snack.

    Unser Reiseleiter Weil war die Wucht! Er sprach richtig gutes Deutsch und unterhielt uns die zwei Stunden Fahrt mit vielen interessanten Fakten über Jordanien und seine Familie: Seine 7 Brüder und er (die arme Mama) hatten alle unterschiedlich studiert, auch in unterschiedlichen Ländern und ganz andere Lebenswege eingeschlagen. Auf diesem Wege erfuhren wir auch, dass es in Jordanien zwar Sozialhilfe gibt, die aber kaum jemand in Anspruch nimmt .Dort übernimmt das im Normalfall die Familie, wenn eine Familie jemanden nicht unterstützt, sind ihr Spott und Häme sicher.

    Übrigens hat das kleine Jordanien, mit knapp 10 Millionen Einwohnern fast eine Million syrische Flüchtlinge aufgenommen. Die leben dort, etwa einen Kilometer hinter der syrischen Grenze in riesigen Lagern, wie ein kleiner syrischer Staat mitten in Jordanien. Etwas, wofür ich Jordanien sehr bewundere und auch für die kritische Äußerung, die Weil von sich gab: Die Jordanier hätten es lieber, wären die Flüchtlinge nicht da. Fand ich mutig, das zuzugeben.

    Viel Tourismus gibt es dort noch nicht, aber es wird langsam mehr und bei dem was wir sahen und hörten, wuchs in uns plötzlich der Wunsch, dieses Land näher kennenzulernen, obwohl wir es gerade bisher nur aus dem Bus heraus kannten!

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    In Petra angekommen reihten wir uns mit vielen anderen Touristen in eine lange Schlange ein, dauerte aber nicht lange, und bekamen dann eine Führung von Weil. Er blieb immer mal wieder stehen, berichtete von den Wasserleitungen, den Bräuchen und dem Leben in der Felsenstadt und auch von Unglücken die dort passiert sind. Wenn es dort regnet kann das Wasser nicht einfach ablaufen und versickern, dort bilden sich dann reißende Ströme wenn man Pech hat. Wir hatten Glück und strahlend blauen Himmel. Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, dass es nur 48 Stunden später ganz anders aussah.

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    Bis wir endlich vor dem Schatzhaus standen, hatten wir schon jede Menge Geschichten gehört und waren vor allerlei Kutschen zur Seite gesprungen. Zum Thema Kutschen komme ich später noch einmal.

    Und dann waren wir endlich da. Beim Schatzhaus. Dem Anblick, den glaube ich jeder kennt. Ja, das war schon ganz was anderes, da direkt vor zu stehen. Eine Stadt in den Felsen. Das sagt sich immer so leicht, aber ich muss zugeben: Selten hat mich etwas von Menschenhand erschaffenes so sehr fasziniert. Trotz der vielen Menschen war da pure Energie und Faszination. Wir waren noch etwa eine halbe Stunde mit Weil zusammen, dann bekamen wir nur die Order, wann wir wieder beim Bus sein sollten und hatten Freizeit.

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    Steffi und ich sahen uns einige der Grabkammern an, das römische Theater und die vielen Ornamente in den Felsen. Gerne wären wir den ganzen Tag dort geblieben, oder besser noch, in der Nacht, da dann alles mit Kerzen beleuchtet ist, aber so waren wir natürlich an den Ausflug gebunden und das war auch okay so.

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    Auf dem Rückweg erfreuten wir uns an der wunderschönen Landschaft Jordaniens und lauschten noch immer den vielen schönen und lustigen Geschichten von Weil. Irgendwie hatte keiner mehr Fragen, aber Weil war gut drauf und sagte „ihr könnt mich alles fragen, auch unangenehme Sachen.“ Okay, das war mein Stichwort!

    „Wenn es doch in Jordanien Schulpflicht gibt, warum haben heute so viele Kinder in Petra gearbeitet?“ Tatsächlich sind dort, auffallend viele Jungs, mit Postkarten und kleinen Souvenirs rumgelaufen und haben versucht, diese an den Mann zu bringen.

    Weil erklärte uns, dass dies die Einwohner Petras wären und man würde halt keinen zwingen, seine Kinder zur Schule zu schicken. Generell war das Land erst seit kurzem auf dem Vormarsch und so etwas durchzusetzen dauerte halt seine Zeit. Er selbst begrüßte die generelle Schulpflicht aber, seine Mutter könne weder lesen noch Schreiben und das sei schließlich schade.

    „Habt ihr sonst noch Fragen? Noch was anderes, unangenehmes?“ Stille im Bus. Wobei… Vanessa konnte ihre Klappe mal wieder nicht halten.

    „Wie steht man hier denn zum Thema Homosexualität?“ Jetzt erst recht Stille.

    „Ähm… Also…. Hier gibt es das offiziell nicht. Es ist aber auch nicht verboten, weil es das schließlich nicht gibt.“


    Ja, das war Petra in Jordanien. Ein unglaublich großartiger Tag. Einfach überwältigend. Abends saßen wir in der Himmel & Meer Lounge und sprachen wenig. Dieser Tag musste erst einmal verdaut werden.

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    Die Kutschen und Tierschutz…

    Wer sich die gute Laune nicht verderben lassen möchte, der liest an dieser Stelle bitte einfach nicht weiter. Ansonsten freue ich mich natürlich trotzdem, wenn ihr meine Kritik und Bitte ebenfalls lest.

    Es ist kein Geheimnis, dass in Petra Kutschen vom Anfang bis zum Schatzhaus fahren und zurück um zahlungswillige Touristen (und davon gab es viele) oder auch körperlich eingeschränkte und ältere Menschen zum Ziel zu bringen. Nur sollte man sich das ganz genau überlegen. Unabhängig davon, dass die wie die Irren ihre Pferde von A nach B treiben und ich den Kutschen nicht weiter trauen würde, als ich ein Schwein werfen kann: Das ist schlicht und einfach Tierquälerei. Ja, die Pferde sind einigermaßen wohl genährt und auch recht gut bemuskelt, aber wer sie sich nur für ein paar Sekunden länger ansieht, weiß, dass sie leiden. Die armen Tiere werden mit Peitschen im Akkord hoch und runter gejagt, sind klatschnass geschwitzt und wenn sie einem entgegen kommen sieht man vor allem eines: Die blanke Panik in den Augen. Ich übertreibe nicht: Ich reite seit 27 Jahren, davon habe ich seit 12 Jahren ein eigenes Pferd und ich weiß, wann ein Pferd einfach nur rennt, weil es dazu getrieben wird. Der eine oder andere mag sagen: Ja, aber dann kann ich das nicht sehen, oder meine Oma kann das dann nicht sehen, oder wer auch immer, aber ich frage mich: Muss man wirklich auf Teufel komm raus wirklich alles auf diesem Planeten gesehen haben, weil man es kann? Ich denke nicht. Einige wenige Elektromobile waren auch dort unterwegs und das fand ich eine äußerst clevere Alternative. Vielleicht nicht so billig und vielleicht auch nicht so „spaßig“, aber ich denke ein jeder Tierfreund wird verstehen, was ich meine.