Unsere erste Kreuzfahrt – Mein Schiff 4 - Nordlandroute - von Bergen bis Trondheim - 19.06. bis 30.06.2017 TEIL 4 Reiseberichte Geirangerfjord, Donnerstag 22. Juni 2017
Ja, heute war also der große Tag und ein Highlight stand auf dem Programm - Geirangerfjord. Wir waren sehr erwartungsvoll. Wie erwähnt, das Wetter war als recht gut vorausgesagt worden. Was mich allerdings schon am frühen Morgen - ich erwachte doch tatsächlich ohne Wecker so kurz von 5 Uhr – erwartete, als ich zum Balkon trat, übertraf meine Erwartungen noch bei weitem. Es war soooo schön, man sah schon Berge und Felsenwände vor dem Balkon und die Sonne schien schon rein. Kein Nebel, nur freie Sicht und blauer Himmel. Mir läuft jetzt noch eine Gänsehaut über den Rücken während ich dies niederschreibe. Es war soooooo schön – und ich war soooo aufgeregt. Deshalb schnell auf unsanfte Art und Weise den Mann geweckt, aber er hat mich schon rumpoltern hören. Auf auf ….. wir müssen schnell nach oben, damit wir das Beste der Reise nicht verpassen. Gesagt, getan. Er war (fast) genauso beeindruckt. So schnell waren wir schon lange nicht mehr aus den Federn und angezogen und fix und fertig. Gerade mal 5 Uhr. Wir fuhren mit dem Aufzug hoch zum Deck 14 und merkten schnell, wir sind nicht die einzigen. Unterwegs war schon überall ordentlich Betrieb und oben am Pooldeck war es echt voll. Es war ja wirklich sowas von beeindruckend. Mein Schiff fuhr ganz langsam in den Fjord hinein. Ein paar Schleierwolken verzogen sich, die Sonne kam herein, das Meer glitzerte, die Wasserfälle Sieben Schwestern stürzten mit glasklarem Wasser herab und schimmerten im Morgenlicht. Bin ich zu kitschig? Aber so wars, noch schöner, wie ich es beschreiben kann. Ich hoffe, die paar Fotos zeigen es noch besser. Mein Mann und ich standen da Arm und Arm und freuten uns. Um etwas persönlich zu werden. Wir sind nun schon über 40 Jahre verheiratet, aber das war schon ein besonderer Augenblick – wir waren dankbar, diese schöne Reise zusammen erleben zu dürfen.
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Später sah man dann die ersten Häuser, den Campingplatz mit den schönen kleinen norweger-roten Häuschen, ein großes Hotel und schließlich auch den Ort und dann ganz nah die Brücke und die Souveniershops – einen kleinen romantischen Hafen also. Nach 30 oder 40 Minuten - das weiß ich nicht mehr so genau – gingen wir nach unten – nein ins Bett wollten wir nun nicht mehr. Noch bissle in Ruhe auf den Balkon, dann duschen, um- bzw. anziehen und dann frühstücken.
Schließlich begann unser für heute bei TUI gebuchte Landausflug recht früh, 08:45 Uhr Treffpunkt in der Schaubar für die Panoramafahrt „Das Beste vom Geiranger“. Während der Wartezeit bis unsere Gruppe losging plauderte ich sogleich mit einer netten Mitreisenden über unsere kleinen Ängste wegen der anstehenden Serpentinenfahrt. Sie hat wohl vorher eine Reisetablette geschluckt und für den Notfall angeboten, mir auszuhelfen. Genau mit ihr und ihrem Mann hatten wir nicht nur während dieser Busfahrt öfters Kontakt, sondern auch öfters auf Mein Schiff, gerne immer wieder in der Schaubar, einmal im Theater. Irgendwie kam es aber nicht zu festen Verabredungen oder näheren Austausch. Dennoch verstanden wir uns sehr gut und ich grüße Euch, das nette Ehepaar aus Kaiserslautern - wer weiß, vielleicht klingelts ja in den Ohren oder so. Es ist schon komisch, das Schiff ist doch so groß, manche Leute sah man einmal und dann nie wieder, anderen begegnete man ständig. Also nun geht’s aber los. Achja, wir hatten nochmals Glück: Wir mussten nicht - wie auf dem Programm ursprünglich angegeben - ausgetendert werden (davor hatte ich schon Bammel), sondern Mein Schiff konnte ganz bequem am Hafen festmachen und wir stolzierten dann mit der Gruppe gemeinsam über eine Brücke an Land. „Unser“ Bus stand schon da und es ging auch recht zügig los. Nachdem uns eine Mitarbeiterin von TUI bis zum Bus begleitete, wurden Fahrer und Reiseleiter vorgestellt. Wir hatten einen sehr netten norwegischen Reiseleiter, kürzlich in Rente gegangen und jetzt hobbymäßig als Reiseleiter unterwegs, der gut deutsch sprach mit diesem drollig-norwegischen Akzent, aber er konnte sich gut verständigen und man verstand alles. Das fand ich schon mal gut.
Unser Programm lautete Das Beste von Geiranger Klassiker, 5 Stunden, vormittags Jede Menge grandiose Ausblicke. Das erste Highlight Ihres Ausflugs ist der beliebte Aussichtspunkt Adlerkehre auf 600 m Höhe. Hier erleben Sie eine tolle Aussicht über den Fjord und die gigantischen Wasserfälle, die „7 Schwestern" genannt. Über steile Serpentinenstraßen, entlang einer landschaftlich einzigartigen Strecke, gelangen Sie bis zum Gipfel des Berges Dalsnibba. Auf fast 1.500 m angekommen, offenbart sich Ihnen eine faszinierende Aussicht. Anschließend genießen Sie eine entspannte Kaffeepause. Der nächste Stopp ist die Flydalschlucht - hier lohnt es sich, den Fotoapparat bereitzuhalten. Anschließend fahren Sie zum Fjordzentrum, wo Sie einen Einblick in das Leben auf den abgelegenen Bauernhöfen an den Berghängen des Fjordes bekommen. ...Hinweis: Die Fahrstrecke beinhaltet steile Serpentinen.
Ohweia, vor der Serpentinenfahrt hatte ich echt Respekt und habe zu Hause lange hin und her überlegt, ob ich da überhaupt mitfahren soll. Nachdem ich einige Infos – auch hier im Forum - eingeholt habe, entschied ich mich doch dafür und das war auch gut so. Also wir fuhren erst mal links rum, kleines Stück hinauf, auch da mit Kurven, schöne Landschaft, grün und bäuerlich geprägt, auch ein paar Ziegen sah man. Ziel war ja erst mal die Adlerkehre, 600 m hoch. Manche sagen, man braucht das nicht unbedingt. Mir hat es gefallen – auch mal so als Serpentinenfahrtübung. Außerdem hatte man von der Plattform an der Adlerkehre einen grandiosen Ausblick über den Fjord und die berühmten 7 Schwester-Wasserfälle bis hinunter zu den Kreuzfahrschiffen, insbesondere Mein Schiff, das halt wegen seiner Größe immer hervorstach. Ein besonderes kleines Hinguckerle kam dazu. Plötzlich kamen um die Kurve einige – über 20 Fiat-Cabrios daher, sie fuhren offen und waren mit Elchen auf Motorhaube und Elchkopfbedeckungen unterwegs, auch sehr viele deutsche Autos dabei – sah witzig aus, wie diese kleinen bunten oft alten Autos die Kurven hinauffuhren. Der erste Stopp hat dadurch schon mal paar Minuten länger gedauert als vorgesehen.
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Danach gings wieder zurück, am Hafen und am Ort Geiranger vorbei, an bewirtschafteten Einzelhöfen - ich würde sagen Almen – die Landschaft war wirklich einzigartig schön, noch war alles grün - saftig-grün. Der Reiseleiter erzählte uns, das Geirangen-Ort nicht so kalt sei, wie man vielleicht denkt. Durch den Golfstrom eher gleichmäßige Temperaturen, es gedeihen auch Obstbäume, Beerenobst, sogar Erdbeeren und Gemüse. Aber es ging immer weiter hinauf, unterbrochen von einem Fotostopp. Die Serpentinen wurden enger und steiler, manchmal konnte ich kaum hinunterschauen. Einmal musste unser Bus ein paar Meter rückwärtsfahren, damit der kommende Bus an uns vorbei kam. Der Reiseleiter (leider habe ich seinen Namen vergessen) erzählte derweil einen seiner zahlreichen Witze, da konnte man gar keine Angst kriegen und musste sogar schmunzeln. So langsam kamen wir in den Schnee – und der Himmel wurde immer blauer. Reiseleiter erzählte, dass er noch gestern mit einer Gruppe oben war – da war es neblig, wolkig und hat sogar etwas geschneit. Immer wieder betonte er, was wir heute für ein Glück haben – ja das hatten wir wirklich. Ich war dann doch froh, als wir endlich oben ankamen auf Dalsnibba und der Aussichtsplattform. Endlich mal Boden unter den Füßen. Das leichte Schaukeln in meinem Kopf kam dieses Mal nicht vom Schiff, sondern vom Serpentinenfahren. Aber es ging mir gut und habe alles gut vertragen. Die Aussicht war gigantisch, die Landschaft einzigartig, das Wetter traumhaft schön – ja es war ja auch schließlich unser Hochzeitstag, so hatten wir uns das vorgestellt und wohl auch verdient. Es wurden Fotos gemacht ohne Ende. Das nette Ehepaar aus Kaiserslautern fotografierte uns beide zusammen – gut gemacht, Fotos sind gelungen . Schon lange sind keine so schönen Fotos mehr von uns zwei gemacht worden, so strahlend wie wir da aussehen. Es war übrigens gar nicht so kalt da oben im Schnee. Mein Sweetshirt hat gereicht, dicke Jacke lag im Bus. Danach fuhr der Bus wieder hinunter zur Djupvasshytta, einer bewirtschafteten Hütte an dem fast das ganze Jahr über zugefrorenen Bergsee. Auch als wir da waren, lag Schnee drauf. Hier legten wir eine etwas längere Pause ein. In der Hütte gabs nicht nur einen Andenkenshop - ich erstand einen Magnet für meine Tafel daheim, wo sich noch mehr Reiseandenken tummeln – einen besonderen mit einem Trollen drauf – sondern auch ein Café. Der Kaffee oder Tee wurde aus Blechkannen ausgeschenkt, für jeden dazu ein süßes Teilchen. Der heiße Tee in meinem Bauch tat gut. Die angebotene Reisetablette habe ich übrigens nicht benötigt.
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Sodann begab sich der Bus mit allen Teilnehmern auf die Rückfahrt, Serpentinen hinunter, begleitet von Erläuterungen, Hinweisen, Geschichten und Witzen unseres Reiseleiters, es war also sehr kurzweilig. Am Fjordzentrum, ziemlich am Ende unserer Fahrt und kurz vor Geirangen, hatten wir noch eine kleine Führung im Fjordzentrum, eine Art Nationalparkhaus. Es gab auch ein kleines Bauernmuseum und Einblicke in da bäuerliche Leben. Damit ging unsere Fahrt zu Ende und der Bus brachte uns zurück an den Hafen.
Wir vertraten uns noch etwas die Füße und gingen zurück auf Mein Schiff. Irgendwie war ich doch geschafft, die lange Busfahrt und die vielen Eindrücke trugen dazu bei. Uns hat dieser Landausflug sehr gut gefallen. Wir fühlten uns gut betreut von der ersten bis zur letzten Minute. Der Bus war gut – zwischendurch nur etwas zu aufgeheizt – Busfahrer sehr sicher und sehr routiniert bei dieser schwierigen Strecke auch wichtig – Reiseleiter deutsch sprechend und fachlich kompetent. Eine tolle Panoramafahrt.Also warum sollen wir jetzt auf dieser Reise an Landausflügen geizen? Die Kreuzfahrt war doch teuer genug, da gehören u. E. Landausflüge dazu. Es war unsere erste Kreuzfahrt, Erfahrungen hatten wir also keine, da waren diese organisierten Ausflüge über TUI schon das Richtige für uns, ja teuer, aber auch gut. An der falschen Ecke zu sparen bringt auch nichts.
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Zurück auf unserer Kabine, heute erst mal etwas auf dem Balkon verbracht und dann mal eine Runde aufs Ohr, bevor wir natürlich nach oben gingen auf Deck zur Hafenausfahrt, die übrigens immer so um 18 Uhr rum stattfand. Meistens startete unser Kapitän eher etwas früher, weil er uns auch öfters noch eine kleine Besonderheit bot. Ja, wir hatten wirklich einen tollen Kapitän, @eisbarbesucher hat es auch erwähnt.
Es hat sich doch tatsächlich etwas eingetrübt und ein paar Wolken zogen in den Fjord. Wir waren rechtzeitig dran und setzten uns erst mal am Pooldeck oben an die Unverzichtbar, tranken mal einen Aperol-Spritz und unterhielten uns mit netten Leuten am Tisch über den tollen Tag am Geiranger Fjord. Man merkte, jeder war zufrieden und alle Leute lächelten .
Die Hafenausfahrt begann wie immer mit dem Grafen und der Großen Freiheit (ich mag übrigens diese Musik und die Stimme vom Grafen sowieso). Das Schiff setzte sich in Bewegung und fuhr aus dem schönen Geirangen ab. Nach wenigen Minuten informierte uns der Kapitän, dass er jetzt das Schiff im Fjord einmal um die ganze Achse drehen wird und wir die 7 Schwestern dann backbord und steuerbord sehen werden. WAS? Geht das? Ist das nicht gefährlich? Nein, bei unserem Kapitän Troier doch nicht. Er steuerte unser Schiff souverän durch den engen Fjord, ja es war echt eng. Ich sah das erst später in einem Einspieler in einem Film erst richtig. Es war einfach toll, super, ein tolles Erlebnis. Vielen Dank dafür Herr Kapitän.
Wir blieben dadurch auch länger auf Deck, tranken noch ein Glas, kalt war es nicht. Aber lange nicht so schönes Licht wie heute Morgen. Nochmals waren wir froh, heute Morgen so früh aufgestanden zu sein. Auch die Ausfahrt war schön und die Drehung natürlich ein Erlebnis – aber heute Morgen war eine ganz besondere Stimmung.
Dann nochmals kurz auf die Kabine, umziehen, aufbrezeln, essen gehen. HUNGER …. Geht nicht auf einer Kreuzfahrt. Den Restauranteinweiser baten wir heute um einen Zweiertisch aus bekannt-besonderem Anlass im Atlantik Restaurant, und das ist auch gelungen. Wir haben uns ehrlich gesagt überlegt, mal in Surf und Turf essen zu gehen, haben es aber verworfen. Warum auch? Das Essen im Atlantik war so gut. Auf die Zuzahlrestaurants konnten wir gut verzichten. So die Steakfan und Fleischfan sind wir sowieso nicht. Für das Geld wollten wir besser noch einen Landausflug buchen (was wir ein oder zwei Tage später auch getan haben, da uns der heutige erste so gut gefallen hat).
Der Abend endete im Theater – ich glaube an diesem Abend Comedian Harmonists.Das hat mir sehr gut gefallen – noch die alte Theatergruppe, jetzt gibt’s ja ein neues Ensemble. Und einen Cocktail in der Schaubar gabs natürlich auch noch.
Gute Nacht – morgen erwartet uns einen Seetag und AUSSCHLAFEN. Ich bin auch gespannt, was @eisbarbesucher dazu ergänzt oder wie sie den Tag erlebt hat.
@eisbarbesucher Ja, unser Kapitän war wirklich toll . Es stimmt, er ließ sich öfters was einfallen und hatte gelungene Sonderaktionen für uns bereit . Das stimmt, bei der Ausfahrt aus Bergen wurde es echt eng an der Brücke, ob nun 60 cm oder noch weniger, weiß ich auch nicht mehr, aber echt eng wars schon. Am nächsten Hafen in Geiranger hatte unser Kapitän bei der Hafenausfahrt ja auch wieder eine besondere Attraktion für uns bereit ... aber dazu im nächsten Teil ausführlicher und mehr
Wegen Pool.... wir waren dann schon noch einige Male drin. Also ER hat seine Bahnen im meiner Meinung nach eiskalten Außenpool geschwommen und hat beim Rausgehen auch über die kühle Außenluft und evtl. noch Wind gejammert und musste sich dann im warmen Whirlpool aufwärmen. Aber ich war immer nur im Innenpool, der mir immer auch recht kühl vorkam und so richtig schwimmen konnte man da auch nicht. Aber Kinder (es waren ja nur 33 an Bord), die immer wieder im Poolbereich sich gerne aufhielten, waren fast nie im Innenpool, weil ihnen das Wasser einfach auch zu kalt war. JA die Dusche am Aufgang A habe ich später mal registriert, aber vom Innenpool dahin recht weit.
Unsere erste Kreuzfahrt – Mein Schiff 4 - Nordlandroute - von Bergen bis Trondheim - 19.06. bis 30.06.2017 TEIL 3 Reisebericht BERGEN, Mittwoch 21. Juni 2017
Heute war BERGEN angesagt, unser erster Hafen und unser erster Landgang. Als ich morgens um ca. 05:00 Uhr erwachte und den Balkon betrat – oh freufreu :freude: … Land in Sicht – so schön. Waren das Schären? Ja, das waren sie. Bergen wird ja auch als Tor zu den Fjorden bezeichnet. Ich bin nach einer Weile wieder zurück ins Bett und beim nächsten Aufwachen waren wir dann schon im Hafen – also an Land. Der Hafen machte deutlich, Bergen ist kein verschlafenes Städtchen und kein romantischer Hafen – da ist was los, Bergen ist Hafenstadt, von Wasser umgeben, es geht geschäftig zu und auch laut. Hallengebäude, Industrie, Frachtschiffe, Kreuzfahrtschiffe, Hurtigrutenschiffe, – also Hafenwelt. Wetter war – naja wolkig, noch kein Regen, kann aber kommen. Wir waren darauf eingestellt. Schließlich ist es auch bis zu uns vorgedrungen: Bergen ist die regenreichste Stadt Europas. :mistwetter:
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Wir hatten für Bergen keinen Landausflug gebucht. Den ersten Landgang wollten wir gerne für uns individuell gestalten, ohne viele Menschen, naja, Menschen waren dann in Bergen auch genug. Wir konnten also erst mal ohne Druck und Hektik frühstücken und dann durften wir ja eigenständig das Schiff verlassen. Aber es zog uns schon raus, endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Also wir gingen von Bord und staunten nicht schlecht über die hohen Sicherheitsbestimmungen. So haben wir das nicht erwartet. Aber das ist auch gut so. Gedränge oder Stau gabs hier nicht. Man durfte das Hafengelände nicht selbst betreten – fast wie am Flughafen – und mussten erst mit einem Shuttlebus aus dem Hafen gefahren werden und dann konnten wir mit anderen in die Stadt spazieren. Mit meinem eigenen Reiseführer und einer Stadtkarte machten wir uns mal auf den Weg. Zunächst also in Stadtmitte
– und dann erst mal zur Info, wo ich mein WLAN aktivieren und erste WhatsApp nach Hause absetzen konnte. Während wir in der Info saßen und rausschauten, kam er der berüchtigte Bergen-Regen . Naja, trotzdem konnte ich nicht ewig in der Info sitzen bleiben, mein Mann wurde schon leicht nervös mit dieser ewigen Dattelei, wo er auf dem Schiff so froh war, dass mal Ruhe damit ist (ich gebe zu, ich whatsappe gerne). Ja was soll ich sagen, wir waren in Bergen, der regenreichsten Stadt in Europa – und es regnete. Es nieselte ganz leicht vor sich hin, nicht so schlimm und nicht so heftig, so eine halbe fast dreiviertel Stunde, dann war es vorbei. Unsere Jacken waren ja wind- und regendicht mit Kapuzen ausgestattet und wir sind ja auch nicht aus Zucker und können auch einen leichten Nieselregen ab. Aber auch wir können bestätigen, JA, in Bergen regnet es immer: Wir spazierten also erst mal bei Nieselregen über den Fischmarkt, über den man ja, wenn man aus der Info rauskommt, förmlich reingeleitet wird. Wir bestaunten und fotografierten die ausgelegten Fische, vor allem diese getrockneten Stockfische und Fische mit Scheren hatte es uns angetan. Dennoch blieben wir bei der Probe beim bekannten Lachs, jeder mal so ein halbes Lachsbrötchen zu norwegisch-teuren Preisen – ich glaube runde 5 Euro für ein halbes Lachbrötchen – aber wirklich sehr leckerer Lachs, kein geräucherter, sondern gebeizter. Der Fischmarkt gefiel uns sehr, und wir schlenderten eine ganze Weile durch – der leichte Nieselregen störte kaum, so kalt war es auch nicht und irgendwie wurde es schon weniger mit dem Regen.
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Am Ende des Fischmarktes sah man schon die hanseatischen Giebelhäuser von Brygge, man konnte sich also kaum verlaufen. Und siehe da, es hört auf zu regnen, Kapuze runter, Foto wieder raus. Das Hafenviertel Bryggen ist so schön wie auf den Postkarten und im Reiseführer. Diese schönen hanseatischen Giebelhäuser, in Klinker oder meistens Holz, in dem norwegisch-rot oder senfgelb waren ja nicht mehr ganz original, da sie ja bei den früheren Stadtbränden nicht verschont blieben, aber immer wieder wie im Original aufgebaut wurden. Daher sehen sie heute noch aus wie im 12. Jahrhundert. Bryggen wurde wegen der hanseatischen Baukunst in Norwegen bereits vor über 30 Jahren zum Weltkulturerbe ernannt. Wir liefen hoch bis zur Marienkirche und dann durch das alte Viertel am Bergen-Museum mit den Holzhäuern und Holzgängen zurück. Da gabs viel zu sehen, weshalb wir uns länger aufhielten und auch Geschäfte besuchten, Pullis aussuchten, aber keinen kauften. Schöne Waren, zwischendurch leider auch made in China, aber man merkte sofort welches die echten Norwegerpullis waren. Mützen, Schals und allerlei Wärmendes. Und immer wieder Trolle, Elfen und Elche – gehört in Norwegen einfach immer dazu und in jedem Souvenierladen zu kaufen.
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Leider haben wir es versäumt, mit der Fløienbahn hochzufahren und Bergen von oben zu betrachten. Ein echtes Versäumnis. Mittags wurde das Wetter nämlich besser , und das hätte sich gelohnt. Naja, beim nächsten Mal dann.
Bergen ist eine Großstadt, mit über 275.000 Einwohner, die zweitgrößte Stadt Norwegens. Und waaaaahnsinnig vielen Touristen. Kreuzfahrerstadt. Es war jede Menge los, viele Menschen, Autos, Verkehr. Trotzdem haben wir festgestellt, dass es gesittet, verhältnismäßig ruhig zugeht, der Verkehr geregelt läuft, die Norweger freundlich sind, nicht hupen, nicht drängen. Norweger mögen keinen Stress – hat später ein norwegischer Reiseführer uns erläutert, und das hat man auch in Bergen gespürt. Ich finde das gut – und davon können wir Deutschen etwas lernen. Die Norweger sind freundlich, hilfsbereit und überhaupt nicht deutschfeindlich, viele sprechen deutsch. Als ich ein junges norwegisches Paar ansprach und nach einem Briefkasten fragte oder wie er hier aussieht, sprachen sie mich auf Deutsch an und boten mir sogar an, das für mich zu erledigen. War aber nicht notwendig, weil ich gleich so einen roten Kasten sah und das Kärtle für Tante einwerfen konnte (was übrigens über eine Woche nach Hause brauchte ).
Später gingen wir in ein Café, tranken Kaffee draußen auf einer Terrasse unter Heizstrahlern, was in Bergen oder in Norwegen gang und gäbe ist. Wir unterhielten uns mit Gästen nebenan, Schweizern, die auch mit Schiff unterwegs, mit der Costa und gerade auf dem Rückweg waren. Sie meinten, die Preise seien so wie in ihrer Schweiz, teuer – aber die Qualität der Waren immer gut. Wir mussten zustimmen.
Auf dem Rückweg hörten wir noch der königlich-norwegischen Blaskapelle zu, die durch die City spazierte und musizierte. Ob es einen bestimmten Grund dafür gab, haben wir nicht in Erfahrung bringen können. Egal, nett wars.
Dann machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem bzw. Mein Schiff, erlebten erstmals die Kontrollen beim Einchecken nach einem Landgang, alles genau organisiert und geplant, schon beeindruckend – ich dachte wieder… wie im Flughafen, Taschenkontrolle, Durchleuchten, Kontrollieren – hoher Sicherheitsstandard. Den Nachmittag verbrachten wir dann auf dem Schiff. Das Wetter wurde immer schöner und mein Mann meinte, so nach dem vielen Landgang, Spaziergang und Trödeln tun ihm die Füße weh, wir gehen jetzt eine Runde schwimmen zum Ausgleich. Also, gesagt getan. Umgezogen, Bademantel mit, Handtücher geholt am Pooldeck – und dann er Richtung Außenpool. Ich hab erst mal abgewartet. Er signalisierte dann, Wasser eiskalt. Puh. Ich zog es vor, den Innenpool zu benutzen. Leider auch hier, Wasser zu kalt. Ehrlich, das war für einen Innenpool zu kalt. Anschließend keine abgetrennte Dusche, keine Umkleide . Also wieder auf die Kabine, geduscht, bequem angezogen. Ganz so begeistert waren wir nicht von unserem Schwimmausflug, obwohl wir ansonsten sehr gerne und sehr oft schwimmen gehen. Naja, wir sind in Norwegen, da kann der Außenpool keine 35 Grad haben, aber innen wäre ein bissle wärmer nicht schlecht. Wollen wir nochmals hoch auf Pooldeck und legen uns auf die Liegen?
Och nein, auf unseren Balkon scheint doch grad die Sonne. Da blieben wir mit einer Tasse Kaffee – und saßen da bis zur Hafenausfahrt und sahen dieser vom Balkon aus zu. Wir hatten beste Sicht und konnten auch das deutsche (bayrische) Kriegsschiff genau sehen, das uns folgte. Die Mannschaft dieses Kriegsschiffes war an Deck, stellte sich auf, salutierte, winkte – und fuhr einige Zeit an unserem Schiff vorbei, bis es uns zackig überholte und auch ziemlich rasch abbog und weg war. Aber zuvor glaube ich, auch unser Kapitän hatte Spaß :joke: daran und ließ paar Mal die Schiffssirene ertönen. Es war ein richtig maritimes Erlebnis und eine sehr schöne Hafenausfahrt .
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Die Landschaft wurde immer schöner, jetzt spürt man es, Bergen das Tor zu den Fjorden, Bergen die Stadt mit den sieben Bergen, Bergen mit ringsum norwegischer Landschaft und Natur. Ja, man müsste noch mehr Zeit dafür haben. Nicht nur die Stadt selbst, auch das Umland ist sicher sehr sehr sehenswert.
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Unser erster Landausgang endete bei leckerem Abendmenü – erstmals im Atlantik – Mediterran. Ebenfalls Menü, ähnlich wie im Klassik, aber das Restaurant sah etwas anders aus; keine weißen Tischdecken, schwarze Tische. Aber sehr schön. Mir hat es gefallen und der Service war genauso gut. Abends dann Theater und noch später – Schaubar. Ein (fast) perfekter Tag.
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Am nächsten Tag stand dann der Geirangerfjord auf dem Plan. Ach wie ich mich darauf freute. Der Kapitän machte uns in einer abendlichen Durchsage Hoffnung auf schönes Wetter - Sonne und Wolken, aber trocken. Man wird sehen ...
bevor es weiter geht, vielen Dank an alle, die mit mir mitfahren und mitlesen, an alle, die diese oder so eine ähnliche Nordlandreise bereits hinter sich und ganz besonders an diejenigen, die sie noch vor sich haben. Vielleicht helfen meine Schilderungen ja weiter. Ich freue mich darüber, über Eure Antworten und Anmerkungen, die große Resonanz und das Interesse, auch über das Lob für mein Geschreibsel usw . Ich kann hier gar nicht jeden einzeln aufführen, aber ich lese natürlich alles. So macht mir das Schreiben noch mehr Spaß und unsere schöne Nordlandreise bleibt somit in meiner Erinnerung lebendig.
@eisbarbesucher habe ich das nun richtig verstanden, dass Ihr zeitgleich die gleiche Reise wie wir gemacht habt Das ist ja witzig. Klar freue ich mich über Deine Ergänzungen oder Deine Ansichten. Viele Dinge sind ja Geschmacksache und was ich gut finde, muss ein anderer ja nicht so empfinden. Das ist ja auch gut so. Also, wenn Du anderer Meinung bist oder Deine Sichtweise dazu anbringen möchtest, sehr gerne.
Da sitze ich gleich wieder mit am Tisch und denk an unser erstes Frühstück an Bord zurück, dass so ganz anders verlief. Übrigens auch auf der MS4 in Richtung Norwegen.
jetzt bin ich aber neugierig wie anders? Wo anders? schlechter oder besser?
Am nächsten Tag war dann erst mal Seetag angesagt, unser erster von vier. Ohje Seetag . Zu Hause sagte man mir, Seetage sind schrecklich, langweilig, wird einem immer schlecht – und wie kann man nur eine Kreuzfahrt machen, die vier ganze Seetage enthält . Tja, deshalb hatte ich bissle Bammel davor. Ich weiß nicht, mit welchem Schiff die vor über 20 Jahren gefahren sind, aber nichts davon stimmt, mal vorweg genommen.
Ein Blick aus dem Balkon schon am frühen Morgen sagte uns, naja, im heißen Deutschland sind wir nicht mehr. Es weht schon ein anderer Wind, die Temperaturen sind kühler, frischer, aber auch angenehmer. Himmel mal blau, mal bedeckt, mal paar Wolken, erst mal alles so ok. Wir können ja nicht raus. Ja, wir können nicht mehr raus, wir sind auf dem Meer, ein etwas komisches Gefühl ist das schon, wenn einem dies bewusst wird. Das leichte Schaukeln ist auch noch oder immer noch oder schon wieder im Kopf. Als ich nachts aufwachte und ich das Schaukeln ziemlich stark spürte, habe ich doch mal die vorsichtshalber zu Hause besorgten Sea-Bänder an beiden Handgelenken übergestreift. Meinem lieben Mann habe ich die auch verpasst. Naja, wenn Du meinst, also gut halt. Den Tipp mit den Sea-Bändern habe ich hier in diesem Forum erhalten. Sie sind aus so elastischem Strick, haben einen kleinen Druckknopf, der einen ganz leichten Druck ausübt – eine Art Akupressur. Wir haben sie öfters, meistens nachts, getragen. Das Schaukeln spürt man, aber es wurde uns nie schlecht oder übel – alles gut. Insbesondere mein Mann hat einen sehr empfindlichen Magen, und es wurde ihm schon sehr übel auf einer Schifffahrt (einem kleinen Ausflugsschiff) auf der Nordsee oder im Atlantik und sogar mal auf der Fähre nach Elba. Auch bei starkem Wellengang, den wir zweimal hatten, haben wir alles gut überstanden. Also ich schwöre auf diese Sea-Bänder und freue mich, diesen Tipp weiterzugeben, wer es mag, wer dran glaubt – dem hilft es.
Der Tag begann dann – nach der üblichen Morgentoilette – mit Frühstück. Also erst mal eine geeignete Lokalität für das erste Frühstück suchen – wir landeten im Atlantik Classic und das behielten wir auch fast die gesamte Seereise bei. Wir sind keine Frühaufsteher und frühstücken gerne auch mal bis 10 Uhr und länger. Das hat uns die gesamte Reise übrigens nicht so gut gefallen, dass recht früh das Frühstück abgeräumt wurde. Ich würde mir wirklich wünschen, insbesondere an Seetagen, länger zu frühstücken (ich weiß, an Seetagen war das Anckelmann zweimal bis 11 Uhr geöffnet, das haben wir dann auch genutzt). Dies würde den hohen Betrieb und das unruhige und trubelige Treiben beim Frühstück in allen Restaurants auch etwas abmildern. Aber am ersten Tag waren wir so kurz nach 9 Uhr da (also eigentlich für unsere Verhältnisse früh), fanden in Büffetnähe zwei schöne Plätze und schauten uns erst mal so in Ruhe um. Aha, Kaffee wird gebracht und aha, frisch gepresster Orangensaft auch. Ja, auch. Aber den musste man bezahlen, erfuhren wir gleich. Naja, erster Tag, man gönnt sich ja sonst nichts (aber jeden Morgen musste ich den nicht haben). Dann mal schauen was es so zu essen gibt. Also das Frühstück war gigantisch. Erst mal Müsli mit etwas Obst – Birchermüsli, Quark, Joghurt, verschiedene Flocken und Körner usw. Dann gings ans Herzhafte. Diese Brötchen- und Brotauswahl – super. Ich esse keinen Weizen, die Auswahl war groß genug und lecker Brot, und dass die Brötchen so klein sind, finde ich auch gut, da kann man auch mal eines mehr essen. Wurstaufschnitt und Schinken, Käse und Lachs, Eierspeisen aller Art, Obst und und und. Wir sind Frühstücker, vielleicht spürt Ihr noch unsere Begeisterung. Also Frühstück Note 1 - Kaffee allerdings nur mittelprächtig. Service wieder sehr gut, es wurde zügig nachgeschenkt, genauso wurde immer wieder zwischendrin abgeräumt, also Müslischale war schon weg, als ich mit dem Herzhafttellerchen ankam. Aber dass das Servicepersonal schon viel zu schnell kam und erklärte, dass in ca. Viertelstunde abgeräumt wird, hat uns gestört. Viel zu früh, wie oben schon erwähnt.
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Nachdem wir nochmals einen Blick ins Tagesprogramm geworfen haben, machten wir uns mal auf den Weg, das Schiff systematisch zu entdecken. Wir landeten auch bei einem Vortrag, schauten ins Fitnessstudio rein und verweilten uns ganz gut. Einen recht guten Cappuccino gabs in der TUI-Bar (den tranken wir dann öfters mal da). Auf dem Sonnendeck machten wir einen „Spaziergang“ und tankten frische Meeresluft. Langeweile auf einem Schiff kann eigentlich niemals aufkommen. Wollen wir mal schwimmen gehen? Ach nein, muss ja nicht alles sein am ersten Tag . Aber etwas Bewegung am Mittag sollte doch noch sein. Mein Mann ist Fitnessfan, geht auch zu Hause zweimal die Woche dahin, und wir beide besuchen auch immer mal wieder einen Kurs. Man muss ja schließlich fit bleiben, und irgendwas muss man tun. Also machte er sich auf, er wollte einen Kurs besuchen und danach aufs Fitnessrad. Leider war er enttäuscht, Fitnesskurs belegt. Eine ähnliche Erfahrung machte ich, als ich dann im Spa nachfragte. Für die nächsten Tage sind alle Spa-Termine, die mich interessiert hätten ausgebucht. Also bei etwaigen künftigen Seereisen buche ich so eine Massage oder sonstige Behandlung für Seetage vor Reiseantritt im Internet. Um auch ein kleines bissle Kritik loszuwerden. An der Spa-Rezeption waren die Damen schon sehr von sich eingenommen, so bissle von oben herab. Ich hätte vielleicht noch etwas gefunden, aber so große Lust hatte ich dann doch nicht mehr.
Mittagessen wollten wir nicht, lassen wir auch zu Hause meistens ausfallen. Wir waren auch noch lange satt vom üppigen Frühstück. Mein Mann ging dann mittags so um 14 Uhr alleine ins Fitnessstudio und radelte einige Kilometer mit Blick aufs Meer ab und machte seine Kraftübungen. Es hat ihm gefallen, Studio ok. Ich fragte ihn, ob ihn jemand eingewiesen hat, ja ganz kurz. Naja, eigene Erfahrungen diesbezüglich habe ich dann am nächsten Seetag machen dürfen.
Ich ging währenddessen zu einem Vortrag des Kreuzfahrdirektors für „Erstkreuzfahrer“ – im Klanghaus. Es war sehr interessant, man bekam doch noch einiges mit, was man nicht kannte. Zum Beispiel auch zu den Rangordnungen und wer für was so zuständig ist, vom Kapitän zu Offizier (mit goldenen Dienstgradabzeichen) und die Gastgeber von TUI (mit silbernen) und vieles mehr. Bei der Fragestellung fiel ich sogleich peinlich auf. Er fragte, wer denn schon seekrank ist. Ich meinte, naja krank bin ich nicht, aber ich spüre halt das Schaukeln. Ja, liebe Dame, Sie sind auch auf einem SCHIFF. Lacher :freude: . Oh ja natürlich. Später entschuldigte er sich, dass er sich auf meine Kosten lustig gemacht hat. Aber meine Frage war auch bissle blöde.
Am Nachmittag trafen wir uns wieder auf der Kabine … und da war er dann, der kleine Hunger (was ja bekanntlich auf Kreuzfahrten nicht geht). Ach, jetzt hat Gosch schon zu und Anckelmann auch. Macht nichts, wir wollten ja nur eine Kleinigkeit. Also mal die Backstube probiert – und da kam die noch eine kleine Enttäuschung. Kaffee nix, Panini nix, süßes Stückle trocken. Da waren wir das erste und letzte Mal – Geschmäcker sind verschieden. Später haben wir mitgekriegt, dass es ab 15:30 Uhr bei Anckelmann ein riesengroßes Kuchenbüffet gibt. Wir haben es uns dann noch angesehen – nur mal geschaut. Und da habe ich beschlossen, dass ich da nie nicht hingehe, das wird sonst tödlich. Wenn wir da jeden Mittag einfallen, kann man uns vom Schiff runterrollen. Wir haben uns ziemlich daran gehalten. Ich darf auch nicht so viel Süßes, nur so viel dazu.
Später haben wir uns dann einen Kaffee auf der Kabine gemacht, also ehrlich, das war ein leckerer Kaffee, bissle stark, aber gut. Und saßen dann noch etwas auf dem Balkon in eine Wolldecke gehüllt und verbrachten so den frühen Abend. Auf jeden Fall ging der Seetag ganz gut rum, wir freuten uns schon auf das Abendessen, das wir wieder im Atlantik Classik einnahmen, dieses Mal an einem Vierertisch bei sehr netten Leuten, mit denen wir die ganze Reise über immer wieder Kontakt hatten. Jetzt fühlten wir uns schon sicherer, kannten uns ganz gut aus und spürten diese Menschenmassen nicht mehr ganz so gewaltig. Das Ambiente im Atlantik ist schon gut, alleine der Empfang, man wird zu einem Tisch geleitet und rennt nicht rum und sucht da und dort. Die Menüs im Atlantik werden serviert und Wein und Wasser immer nachgeschenkt. Es geht doch wesentlich ruhiger zu als im Büffetrestaurant. Die einzelnen Gänge der Menüs sind austauschbar, sie sind auch so aufeinander abgestimmt, dass man nicht vollgestopft ist, sondern angenehm satt. Dennoch kann man gut und gerne mal einen Gang auslassen, so die Suppenfans sind wir nicht, das alles ist kein Problem. Also das hat uns gut gefallen. Auch der Service war immer gut. Kellner zur Bestellaufnahme von Getränken und andere zur Essensbestellung, Servicekräfte, die bringen und abräumen. Alles freundlich, flott und fachlich gut. Nie musste man lange auf irgendwas warten. Personal immer freundlich, immer ein nettes Wort, nette Begrüßung, schnell, flott, sauber, kompetent – also perfekt. Also in D würden sich die meisten Restaurants über so Personal die Finger schlecken. An was liegt das? Das Personal kommt ja aus allen Herren Länder, insbesondere Asien und verdient lange nicht das wie bei uns. Private Trinkgelder fließen auch nicht so üppig, wie ich beobachtet habe. Wie denn auch? Wir hatten immer wechselnde Kellner und Service.
Nach dem Abendmenü, wir waren ja nicht so früh dran, so gegen 20 Uhr und so ein Fünfgangmenü dauert ja auch seine Zeit, wollten wir eigentlich sehr gerne ins Theater. Eigentlich ja. Es gab Musicalauszüge, Anatevka usw. und zu Beginn die Offiziersvorstellung. Aber als wir da ankamen, waren sie wieder da die Menschenmassen. Ohje war das voll, drängend voll. Wir waren uns gleich einig, muss nicht sein. Aber ich wollte unbedingt diese Offiziersvorstellung sehen. Also gingen wir ins Klanghaus, dort wurde sie vom Theater übertragen, fand ich gut. Da waren wir früh genug dran und bekamen auch einen Platz. Die Vorstellung war gut gemacht und man sah und hörte auch mal den Kapitän, der uns sogleich sympathisch war, schließlich kam er aus dem Ländle, wie wir (er heißt Jens Troier und ist Heilbronner). Auch bei anderen Auftritten und seinen Durchsagen – er hat auch eine sehr angenehme und ruhige Stimme – kam er immer gut rüber. Den Kreuzfahrdirektor hatten wir ja schon tags zuvor bei der Hafenausfahrt Bremerhaven kennen gelernt. Also wenn er ein kleines bissle weniger kasperhaft daherkäme, würde er wesentlich souveräner rüberkommen. Aber schlecht macht er seine Sache bestimmt nicht. Persönlich hatte ich ja nur einmal Kontakt zu ihm – siehe oben. Was lernen wir daraus? Wer ins Theater will, muss anscheinend früher dran sein. Daran haben wir uns künftig weitgehend gehalten, aber ehrlich, so voll wie am ersten Seetag-Abend war es nie wieder. So, Theater fiel aus, keine Kultur, also brauchte man zum Trost einen schönen Drink, und den gabs dann in der TUI Bar. Lieblingscocktail - Ladykiller und S... *) on the Beach oder Swimming Pool (mit der verrückten grünen Farbe) – verführerische Namen, verführerische Drinks, die sind schon sehr süffig und schmecken einfach nach Mehr.
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So ging der erste Seetag zu Ende, ging schnell rum – aber nun freuten wir uns auf den ersten Landgang, auf Bergen, auf Norwegen – und darauf, endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.
*) das böse Word mit S.. darf man hier nicht schreiben - ist ein zensiertes Wort. ohje
@Sola, das ist schön, bin fast ein bissle neidisch, weil Du es vor Dir hast. Freu Dich, Norwegen ist wirklich so schön. Wir hatten immer wieder Norwegen als Reiseland im Kopf, dachten schon an ein Wohnmobil zu leihen. Aber mir war die lange Autofahrerei keine Freude. Nun haben wir es ja geschafft und mit dem Schiff wenigstens mal Teile des Landes gesehen. Vielleicht mal noch Südnorwegen. Mal sehen...
@Hundefreundin, letztes Jahr auch von Bremerhaven? Schön.
deern_vonne_elw oh danke für den Tipp. Habe schon geschaut. Super. Oh gibt's hier Profis. @maischo ist so ein super Profi. Ich hab schon so viel von ihr gelesen - und gelernt.
@nordwind danke für die wohlwollenden Worte. Ich schau später mal nach Deinem Link - als Norden-fan muss ich mir das mal anschauen.
Allen anderen auch ein Dankeschön.... und jetzt geht's gleich weiter.
Vielen Dank für Eure Komplimente. Ja, ich habe die Fotos nach dem Hochladen gelöscht. Danke für Tipps, ich lese diesen Tipp Reisebericht erstellen und Fotos einstellen nochmals durch, bevor ich weiter mache. Puh... fast so aufregend wie eine erste Kreuzfahrt.
wie gesagt, ich will es nun mal versuchen, jetzt noch Bilder zu meinem Reisebericht einzufügen. Geübt habe ich. Aber wie ich schon an anderer Stelle angemerkt habe, bin ich mehr die Texterin und Schreiberin und nicht so diejenige, die perfekte Bilder bieten kann. Da gibt's hier in diesem Forum bessere Fotos. Ich selbst fotografiere mit meinem Smartphone schnell mal ein Motiv, mein Mann hat eine gute digitale Kamera, aber auch nicht der leidenschaftliche Fotograf und von Bildbearbeitung haben wir sowieso keine Ahnung und nix am Hut. Im Teil 2 des Reiseberichts versuche ich, die Bilder dann an Ort und Stelle einzufügen.
So geht los, erstes Foto von unserer Anreise in Bremerhaven.
Danach geht's weiter mit der Ankunft auf dem Schiff am Montag, 19. Juni und der Hafenausfahrt aus Bremerhaven.
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und jetzt will ich Euch die Orientierungstafel an den Aufzügen zeigen - damit bin ich gut zurecht gekommen und habe alles gefunden, was ich so gesucht habe - und danach unser erstes lecker Fisch-Mittagessen bei Gosch
So ich sende das mal ab und hoffe, dass es geklappt hat. Teil 2 (hab ihn schon fertig geschrieben) wird dann wohl besser klappen.
Vielen Dank für Euer Interesse und das Lob. Es ist ja mein erster Reisebericht und eine erste Kreuzfahrt. Ich habe es halt mal versucht, weil ich auch gerne schreibe (und rede ) und bei so viel positiver Resonanz macht es ja echt Spaß. Das Üben mit Fotos hat auch geklappt. Also werde ich mal versuchen zum ersten Teil des Reiseberichts nun noch ein paar Fotos einzustellen. Aber erst morgen ....
Oh danke für die ersten Antworten, ging ja schnell. Das freut mich. JA, gerne, Ihr dürft alle mitfahren, bissle Platz haben wir immer noch Erste Bilder habe ich bei picr hochgeladen. Soweit bin ich schon mal. Aber alle hoch geladenen Bilder stehen auf dem Kopf, aber bei mir im Ordner stehen sie gerade - komisch. Naja, ich gehe erst mal auf Üben und dann sehen wir weiter. DANKE schon mal und bis demnächst.
@Administrator So, ich habe ein neues Thema aufgemacht und den Reisebericht dort eingefügt. Hoffentlich klappt nun alles. Danke für alle Tipps an einen Anfänger. Berichte schreibe ich immer zuerst auf Word. Das krieg ich hin. Aber die Feinheiten, Bilder usw., das muss man Frau noch üben. So, danke und bitte weiter auf meinem eigenen Thread
Nun ist sie schon über eine Woche vorbei, unsere erste Kreuzfahrt nach Norwegen mit Mein Schiff. Ich habe hier in diesem Forum zu unserer ersten Kreuzfahrt viele Fragen gestellt und gute Antworten mit wertvollen Tipps bekommen. Dafür möchte ich mich bedanken und als kleines Dankeschön einen kleinen Reisebericht einstellen. Mal sehen ob das klappt und ob ich auch Bilder dazu einstellen kann, passend zu meinem Bericht. Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen oder hilft es ja auch anderen Erstkreuzfahrer. Ich gebe zu, ich habe auch in einem anderen Portal eine Bewertung abgegeben. Es kann sein, dass sich da manche Aussagen wiederholen, aber es sind ja meine und keine geklauten. Und sie passen auch in diesen Bericht. Voraus kann ich erst mal sagen, ja es war eine wunderschöne Reise auf einem tollen riesengroßen Schiff in ein atemberaubend schönes Land – Norwegen. Es hat uns alles sehr gut gefallen, wir haben unvergessliche Eindrücke gewonnen und die Reise war einfach ein Traum. Und ja, auch für uns wird es nicht die letzte Kreuzfahrt gewesen sein, wahrscheinlich nicht jedes Jahr, aber vielleicht jedes zweite. So zwei-drei-vier-ganz-viele Ziele stechen uns da schon noch ins Auge. Also....der Kreuzfahrtvirus hat bereits zugeschlagen, das gebe ich zu. So, wir sind also am Sonntag, 18. Juni nach Bremerhaven gefahren bei schönstem Sommerwetter mit blauem Himmel, fast schon zu warm. In Bremerhaven haben wir im Hotel Atlantik genächtigt, das war schon mal ein guter Einstieg. Wir waren im Auswanderermuseum und sind spazieren gegangen, waren abends sehr gut essen, in so einem Schiffsrestaurant in der Nähe des Schiffmuseums. Zu Mehr hat die Zeit nicht gereicht und dazu war es auch zu heiß.
Am nächsten Morgen, Montag, 19. Juni sind wir also an den Columbuskaje gefahren mit unserem Auto. Wir waren so kurz nach 11 Uhr da, hatten also noch genügend Zeit. Die Einweisung funktionierte bestens – wurden gleich auf einen für Kühne und Nagel reservierten Parkplatz eingewiesen. Wir hatten vorher im Internet bei Kühne und Nagel die Autoabstellung für die Zeit der Kreuzfahrt gebucht. Bis dahin hat das ja noch gut geklappt, das Abholen war dann leider eine Katastrophe, aber dazu später noch was. Dann wurden die Koffer in Empfang genommen. Die wurden dann auf das Schiff und Kabine gebracht. Dann wurde der schriftliche Teil für die Autoabstellung und Autoschlüsselabgabe bei Kühne und Nagel geregelt, das ging auch verhältnismäßig gut über die Bühne. Dann also Check-In an den TUI Schaltern. Das war dann doch der erste Schock. Nein – was haben wir uns da angetan. So viele Menschen…. und es wurden immer mehr und mehr . Die Schlage immer größer und länger . Wir standen eher im ersten Drittel. Aber wir waren einfach zu früh dran und standen fast eine Stunde in der Schlange bis TUI den Schalter geöffnet haben - war aber eigentlich vorher bekannt, dass erst ab 13 Uhr Check in stattfindet. Ich konnte schon fast nicht mehr stehen und habe mich immer mal an der Seite auf einen Stuhl gesetzt. Bänke dazwischen anzubringen, wäre sicherlich keine schlechte Idee. Dazwischen kam schon erstes Personal von Mein Schiff und verteilte kühle Getränke und das war auch gut so , sonst wäre sicherlich noch einer umgekippt. Endlich wurden die Schalter geöffnet – jede Menge, kann gar nicht mehr sagen wieviel Personal plötzlich da war - vielleicht 20? Deshalb ging das Einchecken dann zügig und ruckizucki vorwärts. Das hat geklappt, super Organisation, wie eigentlich immer auf Mein Schiff. Ich habe diese gut funktionierende Organisation öfters bewundert. Wir bekamen ein paar Erläuterungen und die Bordcard, die uns ab sofort auf dem Schiff begleitete und Tür und Tor öffnete. Da wir sie einlesen ließen, konnte man damit auch bezahlen und das Bordkonto damit später begleichen, auch eine super Organisation. Also, ab so ca. 14 Uhr waren wir dann auf dem Schiff. Puh, was für ein Gefühl. ENDLICH! Jetzt wird es aber mal spannend. Wir landeten erst mal in der TUI-Bar und genehmigten uns einen Kaffee und ein Glas Sekt . Dann machten wir uns mal auf den Weg, das Schiff etwas zu besichtigen. Kabine konnte man erst ab ca. 15 Uhr beziehen. Da aber erst mal der kleine Hunger kam – und Hunger auf Kreuzfahrschiffen geht ja gar nicht, wurde mir gesagt – landeten wir doch gleich mal richtig mittags bei Gosch am Büffet. Wir essen gerne Fisch und genehmigten uns erst mal ein paar Scampi und kleine Fischfilets mit einem Glas Weißwein. Erstes Essen hat gut geschmeckt, und das war dann auch weiterhin durchgängig so, das Essen ist einfach gut, überall wo man isst. Wir waren noch etwas unsicher, noch kannten wir uns mit den Gepflogenheiten hier nicht aus. Aber die ersten netten Gäste, Ehepaar in unserem Alter, das wir kennenlernten, machte gerade die 10. Kreuzfahrt und kannten auch Mein Schiff sehr gut. Da kamen schon mal die ersten Tipps rüber.
Dann besichtigten wir das Schiff auf dem Sonnendeck, Pooldeck - Büffetrestaurants - Gosch waren wir ja schon usw. Vom Schiff selbst waren wir dann schon überwältigt. Es ist m. E. riesengroß. Als ich es das erste Mal von Natur aus sah, war ich schon erschrocken, und wie gesagt, als ich die Massen von Menschen sah, war ich nochmals erschrocken. Also Mein Schiff 4 fasst 2.500 Passagiere plus über 1.000 Menschen Personal, es hat 14 Decks. Nach ca. zwei Tagen Seereise haben wir die Größe des Schiffs und die Menge der Menschen nicht mehr so gespürt, es verteilt sich sehr. Dennoch lässt es sich nicht leugnen, dass zu verschiedenen Zeiten oder zu unterschiedlichen Gelegenheiten die Ansammlung von Menschen groß ist. Zum Beispiel wuselt es beim Frühstück hin und her, man muss lange nach einem Tisch suchen, abends muss man rechtzeitig erscheinen, um im Theater noch einen Platz zu ergattern, an Hafentagen sind die Aufzüge ständig besetzt und die Treppenhäuser voll, Fitnesskurse sind belegt und oft muss man nach einer ruhigen Ecke suchen. Also ganz alleine ist man nur auf der eigenen Kabine und wohl dem, der einen Balkon hat.
Nach der ersten Schiffsinspektion durch uns, war es dann auch gleich 15 Uhr und nach einer Durchsage gingen wir mal Richtung Kabine. Siehe da, unsere Koffer waren schon da. Super. Wir hatten eine Balkonkabine auf Deck 7, schiffsmittig, 17 qm plus Balkon. Also ehrlich, als ich reinkam, dachte ich erst, ohje, da krieg ich nie den Inhalt der zwei Koffer plus Schuhreisetasche rein. Aber stimmt nicht. Kabine war so gut organisiert mit Schränken, Schreibtischkommode, Fächer usw. dass alles reinpasste und ich sogar ein Schubfach für den neu anfallenden Papierkram über hatte. Auch im relativ kleinen Bad genügend Ablagefläche vorhanden. Wir haben gut im bequemen Doppelbett geschlafen, es war sehr ruhig, bis auf die Klimaanlage, die sich nicht ausschalten lässt und im Bad immer ein Notlicht brennt. Handtuchwechsel so oft man will. Kabinenreinigung erfolgt so, dass man nicht gestört ist, immer gut und sauber zweimal täglich, morgens und abends. Auf dem Balkon hat man genügend Platz, wir saßen öfters – auch auf einer Nordlandfahrt ist das möglich – nachmittags in der Sonne, wenn man mal niemanden sehen wollte – als kleiner Rückzugsort ideal. Dazu eine gute Tasse Kaffee aus der in der Kabine vorhandenen Kaffeemaschine, perfekt.
Zurück zum ersten Tag. Wir packten erst mal Koffer aus, räumten alles weg – und alles passte perfekt. Auf dem Balkon haben wir dann mal das Einladen der Container verfolgt, konnte man gut sehen von unserem Balkon aus. Mannomann, was da alles eingeladen wurde, war hochinteressant. Kurz darauf unser erster wichtiger Termin: Seenots-Sicherheitsübung. Da gingen wir natürlich pünktlich hin – und wanderten auch erst mal in einem Pulk von Menschen zu unserer zuständigen Station. Bis dahin war auch wieder alles gut organisiert. Es fiel z. B. gleich auf, dass auf unserer Station jemand fehlte, da hat doch tatsächlich jemand gemeint, schwänzen zu können. Diejenigen wurden dann gesondert geholt und deshalb verzögerte es sich. Die Sicherheitsübung war nicht so aufregend wie gedacht. Ich kriegte sowieso nur die Hälfte mit. Es war so voll und so stickig – eine Frau kippte gleich mal der Kreislauf weg – und am Bildschirm sah ich so gut wie nix. Also das war mal ausnahmsweise was, das besser organisiert gehört. Also wenn man schon da hin muss, es ist ja eine Pflichtübung, dann sollte man auch was davon mitkriegen. Es ist ja schließlich nicht unwichtig. Hoffentlich passiert nix, dachte ich nur noch (es ist dann ja schließlich auch nix passiert, dem Schiff nicht und uns nicht). Auf jeden Fall braucht jeder einen Sitzplatz und ein Glas Wasser vor sich, bevor noch Schlimmeres passiert.
Danach noch kurz in Kabine und dann auf Deck 12 - Pooldeck. Schließlich wollten wir unsere erste Hafenausfahrt und das Ablegen des Schiffes nicht verpassen, zeitlich wurde es ohnehin knapp. Wir hatten immer noch tolles Wetter, blauer Himmel und Sonne. Wunderschöne Eindrücke. Es ging auch gleich los. Unser Lied wurde bei jeder Hafenausfahrt gespielt, und zwar „Große Freiheit“ von Unheilig, gesungen vom Graf. Es passte und ich höre es mir gerade im Hintergrund an und kriege Sehnsucht nach Mein Schiff. Es waren einige viele Menschen auf Deck, aber für die Größe des Schiffes lange nicht alle. Wir standen lange da und schauten zu, wie Bremerhaven so langsam verschwand, tranken Sekt und freuten uns so langsam auf unsere bevorstehende Reise. Das Wetter war schön und im Abendlicht kam schon Romantik auf, wir wurden etwas sentimental. Ich muss sagen, unsere erste und unsere letzte Hafenausfahrt waren die schönsten. Bei der ersten war man noch aufgeregt und alles neu und das Wetter war schön und bei der letzten war das Wetter noch schöner und da war man vom Abschied überwältigt. Aber ansonsten stellte ich mir die Hafenausfahrten noch spektakulärer vor. Aber schön war es dennoch – einfach ein ganz besonderes Gefühl, insbesondere bei der ersten Hafenausfahrt.
So, nun geht’s definitiv los. Endlich auf dem Meer. Zurück auf der Kabine wurde noch etwas aufgebrezelt und dann mal so ein Bedienrestaurant aufgesucht. Das erste Abendessen nahmen wir im Atlantik Classic ein, und das wurde für die kommenden 10 Tage dann auch unser Lieblingsrestaurant, in Abwechslung auch mal mit Atlantik Medit. Wir saßen an so einem großen Tisch am Fenster – an einer Sechsertisch. Also das gefiel uns nicht so. Wir sitzen gerne mal mit anderen Gästen zusammen. Haben wir öfters gemacht und immer nette Leute kennen gelernt und uns nett unterhalten. Aber ausgerechnet am ersten Abend kam kein Gespräch zustande, wir fanden es etwas ungemütlich. Aber das Essen, eines von den angebotenen Menüs, war gut und der Wein mittelprächtig. Soviel wussten wir schon, dass es genügend Bars gibt und wir landeten wegen dem immer noch schönen Wetter oben auf der Unverzichtbar und schlürften den ersten Cocktail. Wir hatten nette Unterhaltung und ließen den Ankunftstag auf Mein Schiff gut und zufrieden zu Ende gehen. Ziemlich erschöpft schliefen wir später in unserer Kabine recht schnell ein. In der ersten Nacht störte mich die nicht abschaltbare Klimaanlage und das Notlicht, welches immer im Bad brennt. Nachts habe ich dann auch erstmals gespürt, dass ich auf einem Schiff bin, es hat leicht geschwankt.
So, das war erst man der erste Teil. Ich versuche mich ab sofort kürzer zu halten, sonst wird es ja noch ein Roman. Aber die ersten Eindrücke waren einfach überwältigend. Danke fürs Mitlesen und hoffentlich wird es Euch nicht langweilig.
Bilder einfügen hat noch nicht geklappt. Ich schau mal mich hier um, wie das funktioniert oder ich kriege hier noch einen Tipp.
Ja, ich bin schon sehr aufgeregt. Schließlich ist es unsere erste Kreuzfahrt. Ich habe mich zwar lange genug im Internet damit beschäftigt und mir auch genau Mein Schiff 4 angeschaut, aber trotzdem wissen wir noch nicht, was da auf uns zukommt, angefangen von: Wie riesengroß ist wohl dieses Schiff, werden wir uns da zurecht finden, wo gehe ich frühstücken und wo stehen wir erst mal zum Auslaufen des Schiffes und wie kalt wird es wohl werden und wie und wo und was und und und .... oder auch wie klappt das mit Internet und Wlan, wie kalt oder warm ist es eigentlich auf dem Schiff, werde ich mal in der Sonne sitzen können, usw. Wir fahren Sonntag sehr früh los und sind eine Nacht in Bremerhaven. Deshalb war ich heute erst am Vorrichten, Waschen, Bügeln und morgen packen - mittags sind wir noch zu einem Geburtstag eingeladen, da möchte ich fertig sein. Wir sind verfrorene Süddeutsche und in den letzten Tagen war es hier sehr heiß. Ich kam mir komisch vor, mit meinen Fleecejacken, Schal, Stirnband, Pullis usw. für einen "Sommerurlaub". ABER wir lieben ja den Norden, die Nordsee und deshalb wird es uns sicherlich auch in Norwegen gefallen. Wir wissen ja ungefähr was so auf uns zukommt.
Vielen Dank für die schönen Bilder. Ich freu mich schon so und bin so richtig im Urlaubsfieber. Wir gehen ja öfters und gerne in Urlaub, aber das ist unsere erste Kreuzfahrt und wir sind schon soooo gespannt. Gerne weitere Tipps einstellen - ich freue mich über jeden.
Also denn Grüße aus dem sonnig-heißen Süddeutschland
nein Du bist nicht alleine auf MEIN SCHIFF 4 - ab am 19. Juni ÜBRIGENS: Ich gehe auch nicht mit Dir an ein Schokoladenbüffet - ohje, ohje, bin schon bissle am Abnehmen so drei Wochen vor der Kreuzfahrt, denn Zunehmen kann ich mir nicht leisten .