Bio-Insektenmittel sind den Tze-Tzes schnurz, da hilft nur richtige Chemie (Antibrum Forte mindestens). Am besten etwas aus Afrika (Peaceful Sleep unsere 1. Wahl) und wenn sie dich erwischen , gibt das fiese Beulen. Sollte man wirklich gestochen werden, kann man 4—6 Monate danach im Tropeninstitut einen Test auf Schlafkrankheit machen. Wir hatten welche in der Serengeti, die das Auto attackiert haben (in der einbrechenden Dämmung kurz vor unserem Camp), aber scheinbar war das Peaceful Sleep erfolgreich, keine Bisse, soweit ich das beurteilen kann.
Auch unser Guide Josef sagte, er hatte noch nie eine Infektion und er ist 30 Jahre in den Nationalparks unterwegs, er macht den Test aber ca. alle 6 Monate.
2-3 Mückenstiche hatte mein Mann (ich werde in der Regel ignoriert) nur 1 x am ersten Abend, weil er in der Dämmerung am 1. Abend uneingesprüht in Badehose auf der Terrasse gesessen hatte (eigentlich ein Anfängerfehler).
Auf Sansibar haben wir uns abends auch vorsichtshalber eingesprüht, da es auch da Mücken gegeben haben könnte, wurden aber auch dort nie gestochen.
Kleiner Tipp: Peacefull Sleep im Internet besorgen (Weiße Dose mit blauem Deckel), pro Person 1 Dose das reicht für so eine 2 wöchige Afrika Reise.
Unser Safari Fahrzeug (Toyota Hillux) hatte 6 Plätze hinten und vorne Fahrer und Beifahrer. Der Kofferraum ist klein, darum sind auch nur kleine Gepäckstücke erwünscht, am besten „knautschige“ Reisetaschen mitnehmen.
Unterwegs gibt’s immer was zu tun! Auto Yoga? Nee da ist was runter gefallen und unter die Sitze gerollt. Oder was anschrauben (mit dem mitgeführten Mulitool)!
Wir haben die Plätze im Auto jeden Tag gewechselt, damit jeder mal vorne sitzen konnte. Aber auch hinten haben wir immer mal gewechselt und wir Mädels haben gerne hinten gesessen um während der Fahrt in Ruhe zu quatschen. Allerdings „hüpft“ es hinten natürlich am meisten. Insgesamt ist so eine Reise nichts für Rückenkranke oder solche mit Osteoporose o. Ä. Das Dach so eines Fahrzeuges ist aufstellbar, als gutes Team konnten wir das innerhalb kürzester Zeit in Sekunden (auch das schließen bei TzeTze Alarm klappte in 0,nix).
Josef, unser Guide sprach ausgezeichnet Deutsch, und hat sich einen Spaß daraus gemacht, neue Deutsche Sprichwörter von uns zu lernen (wie „kommt zurück wie ein Bumerang“, seine Frage, was ist ein Bumerang... was eine längere Erklärung von uns auslöste) . Durch seine große Erfahrung, seine Ruhe und Ausgeglichenheit, seine Ortskenntnisse sowie sein fahrerisches Können, hat er maßgeblich zu der tollen Safari beigetragen. Wir haben das natürlich mit einem üppigen Trinkgeld belohnt. Trinkgeld geben ist insgesamt überall üblich, und ich sehe es immer als direkte Entwicklungshilfe. Bargeldtauschen direkt am Flughafen (möglichst kleine Scheine) ist eine gute Idee!
Das Wetter war insgesamt sehr angenehm, nicht zu warm, abends auf der Safari war in den Lodges eine leichte Jacke notwendig und auch schon mal ein Regenschirm. Man ist auf einer Höhe um mindestens 1000 m Höhe und höher! Am Ende der Regenzeit hat es auf der Safari zwar geregnet, aber eigentlich nur nachts, tags war es teils sonnig, teils bewölkt (auch mal stärker), was nicht gestört hat, im Gegenteil das Licht ist dann generell besser für Fotos.
Nur einmal war es richtig heiß, als wir zur Mittagszeit bei den Massai waren.
Durch die ergiebige Regenzeit, hatte sich das ganze Land in ein grünes Paradies verwandelt (zufriedene Tiere die mit dicken Bäuchen im hüfthohen, wogendem, blühenden Grün stehen). Lt. Josef hat es mit dem Wetterphänomen Il Ninjo/La Ninja zu tun, und daher sei der gute Regen zu erwarten gewesen. Da wir Afrika so grün noch nicht kannten, (wir waren ja bisher fast nur in der Trockenzeit unterwegs), waren wir hellauf begeistert und werden für zukünftige Reisen, wohl jetzt immer das Ende Ende der Regenzeit nutzen. Da die Parks zudem in der Trockenezeit sehr voll mit Touristen sind, ein doppelter Gewinn, da wir oft fast allein auf weiter Flur waren.
Die Befürchtung wegen vieler Moskitos u TzeTze Fliegen, wegen der Regenzeit bewahrheitete sich nicht. Beides kam vor, hielt sich aber in Grenzen.
Auf Sansibar war es insgesamt einiges wärmer u feuchter, so um 30 Grad, (das Meer war auch angenehm warm 28 Grad?) und nur einmal gab es dort 3 Tropfen Regnen am Morgen, sonst war es überwiegend sonnig.
Wir haben die Klimaanlage im Bungalow nur geringfügig eingesetzt, da es durch die Bauart mit dem , schon quasi natürlich klimatisiert war. Insgesamt also perfektes Wetter für diese Reise. Die Ebbe ist nicht zu unterschätzen, daher war es gut den großen Pool zu haben!
Die Rückreise, wieder über Addis Abeba klappte gut, auf der 1. Etappe hatten wir Glück mit viel Beinfreiheit auf der letzten Etappe dann Pech, da ein Mann mit sehr starkem Übergewicht und extremer Flugangst oder ähnlichem psychischen Problem (?!) den Platz neben uns belegt hatte.
Wieder was gelernt, wenn es angeboten wird, zumindest freien Mittelplatz bei Ethiopian immer mitbuchen (Premium Economy gibt’s leider nicht), da es auf der Strecke nach Frankfurt nur die Bestuhlung 3-4-3 gibt ! Sonst schauen wir immer wenn möglich dass wir bei 2-4-2 zum Beispiel die Plätze am Fenster bekommen. Da sind „unangenehme Beifahrer“ dann wenigstens auf Abstand.
Man kann auch auf Business bieten, bekommt dazu eine Einladung, aber für uns würde sich das erst ab einem längeren Flug ab 8 Std. lohnen (zum Beispiel nach Südamerika oder Nonstop Singapur). Wir schlafen generell immer ein paar Stunden.
Ethiopian gehört übrigens zur Star Alliance von Lufthansa, uns wurden (zum Teil wirklich viele) Meilen gut geschrieben, da der Flug auch unter LH Nummer angeboten wurde!! Allerdings hatten einige Passagiere wohl direkt LH gebucht, und waren „not amused“ mit Ethiopian zu fliegen, aber sowas ist ja heutzutage normal!
Übrigens auf dem Rückweg sind wir zuerst nochmals am Kilimandscharo Airport gelandet, einige stiegen dort aus, andere blieben sitzen (wie wir) , neue kamen dazu, bevor es nach Addis weiter ging, fast wie mit dem Bus fahren! TiA!!
Zudem hatten wir Glück, bei der Zwischenlandung, der Kilimandscharo zeigte gnädig sein majestätisch weisses Haupt (Schnee und Gletscher am Äquator) !
Insgesamt hat uns die Fliegerei mit Ethiopian gut gefallen, westlicher Standard bei der Maschine , gutes Essen u Getränkte (alles enthalten) auch Unterhaltung in Deutsch, Decken/Kissen, Kopfhörer, nettes Personal.
Lustig klang für uns die äthiopische Sprache, gar nicht so afrikanisch wie gewohnt (hatte was asiatisches), dauernd kam in den Borddurchsagen das Wort „Chapsche“ vor, was das wohl heißt, Flugzeug vielleicht ?
Auf dem Flughafen Addis gab es wieder die übliche Völkerwanderung! Diesmal ging es ab dem neuen Terminal. Da war vielleicht viel los (auch nach Mitternacht noch), viel ausserafrikanische Passagiere, wie Amerikaner, Inder, Chinesen, Europäer!
Saudische „Wüste“