Donnerstag, 12.8.2021 - Willkommen in Tallinn
Wieder einmal war ich früh wach und ich hatte mir tatsächlich angewöhnt morgens immer erst mal auf dem Balkon das Wetter und den Ausblick zu prüfen. 
Beides war heute ganz besonders schön, die Sonne schien und dazu gab es schon einmal einen wunderbaren Blick auf Tallinn.
Direkt vor uns lagen die beiden kleinen AIDAS. Das macht schon ein wenig betroffen und traurig. 
Da Peter noch schlief, beschloss ich noch ein paar Runden zu schwimmen. Am frühen Morgen hatte ich den Pool fast für mich alleine.
Zurück auf der Kabine gab dann auch mein lieber Mann mal endlich Lebenszeichen von sich und wir beschlossen uns wieder im Atlantik Restaurant zum Frühstück bedienen zu lassen.
Hier war es herrlich leer und entspannt. Es wird übrigens nicht mehr mit den kleinen Servierwagen umhergefahren, sondern man bestellt alles was man wünscht beim Kellner und bekommt es an den Tisch gebracht.
Da es wunderbar sonnig war, änderten wir unseren Plan und beschlossen noch an Bord zu bleiben und etwas Zeit am Pool zu verbringen. Als die ersten Passagiere zurückkamen, aßen wir noch eine Kleinigkeit im Anckelmannsplatz bevor auch wir uns endlich auf den Weg nach Tallinn machten.
Jetzt die Frage: faul sein und für 8 Euro mit dem Shuttlebus direkt in die Stadt fahren, oder laufen? Der Bus stand so verführerisch und abfahrbereit da und da fielen wir dann halt rein, obwohl der Weg wirklich nicht weit ist. In Tallinn gibt es ja aber auch genug zu laufen. 
Auch Tallinn kannten wir schon von unserer ehemaligen Ostseetour, so dass wir uns einfach nur treiben ließen. Ganz ohne Besichtigungsdruck schlenderten wir durch diese wunderschöne Stadt. Genau wie damals fanden wir, dass Tallinn die schönste Stadt auf der Reise ist. Diese alte Hansestadt, die nicht umsonst UNESCO-Weltkulturerbe ist, fasziniert. Die dicke Stadtmauer mit den vielen Türmen, die liebevoll restaurierten Häuser, die malerischen engen Gassen, die vielen Kirchen. Mittelalter, Barock, Jugenstil und Neuzeit, alles auf engstem Raum und dazu eine unbeschreibliche Atmosphäre und Lebendigkeit, obwohl in diesem jahr von den großen Touristenmengen nichts zu spüren war. Ich lasse einfach mal ein paar Bilder sprechen.
Durch kleine enge Gassen landet man unweigerlich irgendwann auf dem Domberg.
und bei der beeindruckenden Alexander-Newski-Kathedrale
geht gleich weiter...