Beiträge von Julia*

    Danke euch allen, dass ihr noch immer mit mir fahrt :) Freut mich, dass euch mein Bericht gefällt.

    Ich merke gerade, dass man die eigenen Texte nach der Veröffentlichung nicht mehr lesen sollte - man findet einfach zu viele Rechtschreibfehler X/ Also, falls ihr auch welche gefunden habt, dürft ihr sie behalten ;)

    Jetzt geht es wahrscheinlich frühestens Freitagabend weiter mit dem Bericht. Am Wochenende will ich fertig werden, schließlich muss ich auch noch ein Fotobuch erstellen :)
    Familie, Freunde und Kollegen warten schon gebannt darauf.

    Viele Grüße
    Julia

    Dienstag, 12.09.2017

    Heute dürfen wir nun endlich kanadischen Boden betreten. Um 9:00 Uhr kommen wir in Halifax an.

    Ich hatte mich vorab für den Ausflug „Peggy´s Cove und Halifax auf eigene Faust entschieden. Treffen ist um 9:30 Uhr im Theater. Zehn Minuten später macht sich mein Bus auch schon auf den Weg. In Kanada dürfen die Tui-Mitarbeiter wieder arbeiten. Wir haben also jemanden aus der Landausflugsabteilung dabei, der übersetzt.

    Die Fahrt nach Peggy´s Cove dauert ca. 60 Minuten. Der Ort wurde 1811 als eine kleine Ortschaft an der Ostküste der St. Margarets Bay in Nova Scotia gegründet. Der berühmte Leuchtturm der Ortschaft - Peggy´s Point - markiert den östlichen Teil der St. Margarets Bay und ist eine der wichtigsten touristischen Attraktionen in Nova Scotia. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle der Ortschaft. Trotz der Dominanz des Tourismus hat die Ortschaft nicht ihren rustikalen Charme einer Fischerortschaft verloren. Noch heute fischen seine Bewohner nach Hummern. Der Leuchtturm steht nicht mehr im aktiven Dienst der kanadischen Küstenwache. Er ist eines der am meisten fotografierten Gebäude der atlantischen Seite Kanadas und einer der am meisten wahrgenommenen Leuchttürme der Welt. Bei dem Wetter, das wir hatten, wirkt der Leuchtturm natürlich super!

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    Das kleine Örtchen Peggy´s Cove hat nur 60 dauerhafte Einwohner. Über die Herkunft des Namens „Peggy´s Cove“ gibt es verschiedene Legenden. Eine besagt, dass einer der Fischer, der sich 1811 an der St. Margarets Bay ansiedelte, eines Tages nicht mehr von seiner Fischertour zurück kam. Seine Frau mit Namen Peggy soll sich daraufhin aus Liebeskummer in der Bucht das Leben genommen haben. Durch ihren Gang ins Wasser und aus Respekt vor dieser Liebestat soll der Ort nach ihr benannt worden sein.

    Wir haben ungefähr eineinhalb Stunden Freizeit, die wir dazu nutzen können, den kleinen Ort zu erkunden. Dort, wo auch der Bus hält – etwas oberhalb der übrigen Häuser – gibt es einen Gift-Shop. In der oberen Etage kann man Postkarten oder auch den Reisepass mit einem speziellen Peggy´s Cove-Stempel versehen lassen. Das Bild ist etwas unscharf X/

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    Insgesamt besteht der Ort aus mehreren bunten Häusern mit Handarbeits-, Kunst- und Souveniershops. Es ist ein wirklich schönes Fleckchen Erde und hat irgendwie, trotz der Touristen, eine beruhigende Wirkung. Es gibt übrigens auch eine Touristen-Info, dort gibt es Toiletten und auch WLAN.

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    Schließlich machen wir uns auf den Rückweg nach Halifax. Dabei kommen wir nach ca. 1 km an der Gedenkstätte des Flugzeugabsturzes des Swissair-Fluges 111, genannt The Whalesback, vorbei. Am 2. September 1998 gegen 22:00 Ortszeit stürzte die McDonnell Douglas der Swissair auf dem Weg von New York nach Genf etwa 10 km vor Peggy's Cove in den Atlantik. Bei dem Unglück kamen alle 215 Passagiere und 14 Besatzungsmitglieder ums Leben.Während der Rückfahrt erhält jeder eine Routenkarte für den Hop on hop off-Bus sowie ein Ticket. Dieses ist einfach nur ein Aufkleber, den man sich auf die Jacke oder die Tasche kleben kann.

    Die Fahrt geht dann zunächst zurück zum Schiff. Dort direkt am Terminal startet auch der Hop on hop off-Bus. Man kann die rosanen Doppeldecker gar nicht verfehlen. Anders als man es vielleicht aus anderen Städten kennt sind die Busse hier oben nicht offen. Und es gibt auch keine Kopfhörer, um die Erklärungen in verschiedenen Sprachen hören zu können. Es gibt nur einen englischen Live-Kommentar. Die „Kommentatoren“ sind wirklich ausgesprochen nett! Eine komplette Rundtour ohne auszusteigen dauert ca. 90 Minuten. An den verschiedenen Stationen kommt ca. alle 20 bis 30 Minuten ein Bus vorbei.

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    Schon zu Hause hatte ich geschaut, was ich in Halifax gern sehen möchten: Das war zum einen die Halifax Citadel, da hier die Aussicht toll sein soll, der Public Garden und der Fairview Lawn Cemetery mit den Gräbern der Titanic-Opfer. Das bekomme ich auch alles hin, allerdings mache ich überall nur einen kurzen Stopp, so dass ich direkt mit dem nächsten Bus weiter fahren kann. Da werde ich dann doch manchmal etwas zum „Schisser“, obwohl bis „alle Mann an Bord“ um 18:30 Uhr natürlich noch reichlich Zeit ist.

    Mein erster Stopp sind die Public Gardens. Hier ist es unglaublich schön! Die Beete sind herrlich angelegt mit bunten Blumen – und es duftet wunderbar. Die ganze Anlage ist sehr gepflegt. Der Garten ist im viktorianischen Stil angelegt. Er wurde im Jahr 1867, als Kanada seine Unabhängigkeit erhielt, eröffnet. Der sechs Hektar große Park wurde im viktorianischen Stil angelegt und seitdem nur wenig verändert. Die von Statuen und Bänken gesäumten Wege führen serpentinenartig durch das Gelände, vorbei an schmiedeeisernen Toren, Brunnen, kunstvollen Brücken, Teichen und einem Musikpavillon. Der klassisch gestaltete Victoria-Jubilee-Brunnen befindet sich ungefähr in der Mitte des Parks.

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    Nach einer halben Stunde geht es weiter… Ich steige bei der Halifax Citadale aus. Auf Grund des 150-jährigen Bestehens Kanadas, das dieses Jahr gefeiert wird, ist der Eintritt in der Halifax Citadel frei. Aber irgendwie bin ich etwas enttäuscht :/ So gut ist der Ausblick nun irgendwie nicht, was vielleicht auch etwas an den umliegenden Baustellen liegt. Seit der Gründung von Halifax im Jahre 1749 bis ins 19. Jahrhundert war die Stadt eine der vier wichtigsten Seestützpunkte des britischen Königreiches. Um Nova Scotia’s Hauptstadt Halifax zu verteidigen bauten die Briten eine Serie von Stützpunkten in und um Halifax. Die heutige Zitadelle, die 1856 erbaut wurde, ist die vierte Version eines Forts dessen Bau 1749 begann. Auch wenn die Zitadelle nie angegriffen wurde, so war sie doch während des 1. und 2. Weltkrieges von den Kanadiern als Militärstützpunkt in Benutzung.Heutzutage wird die Halifax Citadel von der Vereinigung der kanadischen Nationalparks betrieben und unterhalten und ist eine der meistbekannten National Historic Sites von Kanada. Man kann dort noch heute Militärparaden beobachten oder einen Blick in die Vergangenheit von Halifax werfen, was ich zugegebener Maßen nicht getan habe...

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    Weiter geht es also mit dem Bus zu meinem letzten Stopp - dem Fairview Lawn Cemetery. Am Friedhof gibt es wieder spezielle Guides, die mit den Besuchern zu den Titanic-Gräbern gehen und dazu einiges erzählen. Mit mir zusammen steigt nur noch eine vierköpfige Familie aus und wir haben einen Guide für uns. Insgesamt ist dort fast nichts los. 121 Opfer der Titanic-Katastrophe sind hier beerdigt. Bei der Bergung der Toten wurden diese zusammen mit persönlichen Gegenständen in Säcken aufbewahrt, die nummeriert wurden. Da einige Opfer nie identifiziert wurden, stehen auf vielen Grabstein nur die Nummern.

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    Eine der bekanntesten Persönlichkeiten, die auf dem Fairview Cemetery ihre Ruhestätte fanden, ist John Law Hume, bekannt als „Jock“, der Violinist im Schiffsorchester war. Ein weiterer bekannter Grabstein auf dem Fairview Cemetery ist der eines nicht identifizierten Kindes, das an der Unglücksstelle aufgefunden wurde. Er trägt die Inschrift: Erected to the memory of an unknown child whose remains were recovered after the disaster to the "Titanic" April 15th 1912. Die Identität des Kindes wurde im August 2007 durch eine weitere DNA-Analyse geklärt. Es handelte sich um den neunzehn Monate alten Sidney Leslie Goodwin aus Großbritannien, der zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern bei dem Unglück umgekommen war. An diesem Grab werden heute noch häufig Stofftiere oder Blumen hinterlassen von Eltern, die um ein verlorenes Kind trauern.

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    Und dann ist da DER Grabstein mit der Nummer 227 von J. Dawson…

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    Seit dem Erscheinen des Films Titanic 1997 wurde dieses Grab von vielen Fans für das von Jack Dawson gehalten, der fiktionalen Figur, die von Leonardo DiCaprio verkörpert wurde, die aber niemals existierte. Tatsächlich steht das „J.“ für „Joseph“. Joseph Dawson war ein Crewmitglied der Titanic. Trotzdem pilgern seither viele Fans zu diesem Grab und hinterlassen Blumen und Kerzen.Irgendwie ist es schon beeindruckend an diesen Gräbern zu stehen… ;(

    Halifax und die Umgebung wurden in der Geschichte von vielen Tragödien gebeutelt. Die schlimmste war wohl die große Halifax-Explosion. Davon berichtet der Guide, als wir an einem Teil des Hafens vorbei fahren.Die Halifax-Explosion war eine Katastrophe, die sich am 6. Dezember 1917 ereignete. Dabei kollidierte der französische Munitionsfrachter Mont Blanc mit dem norwegischen Schiff Imo. Bei der Kollision geriet die Mont Blanc, die bis unters Dach mit Sprengstoff beladen war, in Brand und explodierte. Bei dem Unglück wurden mindestens 1946 Personen getötet und viele weitere Tausend verletzt. Die Explosion war gewaltig. Sie erzeugte einen riesigen Feuerball, eine Flutwelle und eine Druckwelle. Diese verwüsteten weite Teile der Stadt in Sekundenschnelle. Im Umkreis von 70 km gingen Scheiben zu Bruch, ein Kanonenrohr wurde fast einen Kilometer weit fortgeschleudert. Noch weiter flog der abgerissene, 520 Kilogramm schwere Schaft des Ankers der Mont Blanc: Er wurde fast 4 km weit geschleudert.Es handelte sich um eine der heftigsten nichtnuklearen Explosionen der Geschichte. Sie gilt als die weltweit größte unfallbedingte von Menschen verursachte Explosion. An keinem anderen Tag zwischen dem amerikanischen Sezessionskrieg und dem Terroranschlag auf das World Trade Center kamen auf dem nordamerikanischen Kontinent bei einem einzelnen von Menschen verursachten Ereignis so viele Menschen ums Leben.Insbesondere das Rote Kreuz von Boston leisteten wertvolle Hilfe, worauf die bis heute andauernde enge Städtefreundschaft zwischen Halifax und Boston beruht – alljährlich schenkt Halifax der Stadt Boston als Dank einen Weihnachtsbaum, der im Boston Common aufgestellt wird. Die Explosion von 1917 ist Grund dafür, dass in bestimmten Stadtvierteln nur noch Häuser aus Stein und nicht mehr aus Holz gebaut werden dürfen.

    So, damit aber genug für Heute mit den Ausritt in die Geschichte… X/

    Der Guide im Bus gibt auf dem Weg zum Hafen den Tipp, an der Station 9/Chebucto Landing auszusteigen. Geht man ein Stückchen geradeaus, gelangt man zum Harbourwalk. Hier kann man immer am Wasser entlang zum Schiff laufen. Am Weg liegen auch immer wieder kleine Souvenirgeschäfte usw.. Bei dem herrlichen Wetter, dass wir in Halifax hatte, ist der Weg wirklich schön.

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    Ich bin dann doch später als gedacht wieder zurück am Schiff, ich denke es war so gegen 17 Uhr/17:30 Uhr und bin dann doch froh, die Stopps recht kurz gehalten zu haben :)

    Und bei untergehender Sonne verabschieden wir uns von Halifax.

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    @Polo77

    Nein, dass habe ich leider nicht mitbekommen. Unser Guide hatte nur erwähnt, dass es im Park verschiedene Wanderstrecken gibt mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden.

    Der Lektor meinte in seinem Vortrag über Sydney, dass es dort nichts gibt und dass man dort quasi einen Ausflug machen MUSS.
    Als klar war, dass wir stattdessen Saint John anfahren meinte er, der Hafen wäre wesentlich attraktiver als Sydney.

    @Neuling29

    Ja, die Stopps waren schon sehr kurz. Insgesamt hat der Ausflug etwas über 2 Stunden gedauert. Aber es gab so viel auch aus dem Bus heraus zu sehen, dass es mich irgendwie nicht so gestört hat. Es ist mir auch erst jetzt beim Schreiben richtig bewusst geworden :D Habe fieberhaft überlegt, ob wir nicht wirklich noch irgendwo angehalten haben :) Ich glaube, wegen des Tenderns sind wir auch etwas später losgekommen. Und da nach uns auch noch Touren waren, fehlte vllt auch etwas Zeit.

    Sonntag, 10.09.2017

    Ein Seetag, den ich hiermit einfach mal überspringe , da ohne besondere Vorkomnisse :D Erwähnenswert ist allerdings die Show "Celebration" am Abend im Theater. Die hat mit von allen am besten gefallen.

    Und so geht es direkt weiter mit

    Montag, 11.09.2017

    Willkommen in Kanada, soll es heute heißen! In Sydney ist heute für mich die "Landschaftsfahrt an der Küste: der Cabot Trail" geplant. Treffen ist um 8:00 Uhr im Studio. Als der Wecker klingelt, komme ich etwas schwer aus dem Bett - jetzt noch liegen bleiben, das wär´s :sleeping:
    Aber nein, raus aus den Federn unter die Dusche und ab zum Frühtück. Dort sitz ich dann auch gegen 7:00 Uhr. Zu dieser Zeit sollten wir auch im Hafen anlegen. Ich weiß gar nicht mehr genau, ob ich gemerkt habe, dass wir noch nicht angelegt haben. Wenn ja, hatte ich mir auf jeden Fall nichts weiter dabei gedacht, sowas kann sich ja mal verzögern. Der Blick aus dem Fenster war solala. Es war grau - nich die besten Voraussetzungen für eine Landschafsfahrt :/ Und als ich das noch so denke und gerade in mein Brötchen beiße, meldet sich der Kreuzfahrtdirektor Hans mit der Durchsage, dass wir wegen des Wetters in Sydney nicht anlegen können. Schlepper, die uns unterstützen können, gibt es hier nicht. Hätte ich also doch noch im Bett bleiben können :D Meine Enttäuschung hält sich ehrlich gesagt in Grenzen. Hans berichtet, dass im Hintergrund bereits gerechnet und recherchiert wird, welche Alternativen es gibt und vertröstet und zunächst auf später.

    Nach dem Frühstück ergaterre ich eine Liege in der Himmel & Meer Lounge. Ich bin früh genug dran. Es wird dort mächtig voll. Der Regen wird mehr und die Luft ist zwischendurch richtig zu, man sieht kaum noch etwas.

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    Im Laufe des Vormittags findet noch ein Kapitänswechsel statt: Kapitän Todd geht aus persönliche Gründen von Bord - Grund ist vermutlich Hurrikan Irma, der in seiner Heimat Florida wütet. Für ihn kommt Ioannis Anastasiou an Bord...jaaaaaa liebe Mein Schiff-Fans, es ist Kapitän Aus. Ich kenne ihn bisher nur vom Hören. Als er seine erste Ansage macht bzw. diese beendet, verfallen alle um mich herum in Gelächter. Ja, ist ganz amüsant. Dass dieses Gelächter aber auch die folgenden Tage noch bei jeder Ansage anhält...naja. Ihr dürft mich ruhig schlagen, aber nachvollziehen kann ich es nicht. Wie gesagt, es ist amüsant und sein Markenzeichen, aber spätestens nach der dritten Durchsage doch nicht mehr so witzig, dass man darüber lacht ?( Und dann noch die Schlauberger, die auch noch den Leuten drumherum süffisant erklären "jaja, das ist sein Markenzeichen, wir sind ja schon häufig mit ihm gefahren...." :wacko: Puuuuh....
    Vom Informationsgehalt der Durchsagen fand ich Kapitän Todd übrigens nicht schlechter als Kapitän Aus, letzterer verpackt noch den ein oder anderen Witz mit in seinen Ansprachen und wirkt insgesamt vielleicht etwas lockerer. Das mag eventuell daran liegen, dass man doch merkt, dass Kapitän Todd noch ein paar Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hat. Ich habe ihm trotzdem immer sehr gern zugehört.

    So, nun aber zurück zu unserem Hafen bzw. dem, in dem wir nicht anlegen. Bis ca. 11 Uhr liegen wir noch in der Bucht vor Sydney, bevor wir uns auf den Weg in Richtung Halifax machen, wo wir planmäßig am nächsten Tag ankommen sollen. Im Hintergrund wird weiter an eine Alternative gearbeitet.

    Meinen Platz in der Lounge räume ich erst gegen Mittag. Ich bin noch nichtmal ganz aufgestanden und habe noch nichtmal Schuhe an, als schon jemand angehechtet kommt und fragt, ob ich gehe... 8|

    Als wir die Bucht verlassen haben, merkt man dann erst, wie windig es ist. Der Kapitän hatte Windstärke 5 bis 6 vorausgesagt, einige Decks werden gesperrt.

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    Der Rest des Tages verläuft wieder nicht so spannend. Ich schaue mir die Hologramm-Show "Flying Steps" an, die Technik ist schon cool.
    Am Abend kommt die Durchsage, dass wir einen neuen Hafen anfahren werden. Die zwei Seetage nach Halifax werden genutzt, um die Route zu ändern: Als Ersatzhafen laufen wir am 13.09. Saint John/New Brunswick an. Auch Ausflüge sind am Abend für den neuen Hafen buchbar. Wie ich finde eine super Leistung von Tui. Ich möchte nicht wissen, was für ein logistischer Aufwand dahinter steckt.

    Samstag, 09.09.2017

    Heute steht Bar Harbor auf dem Programm. Bar Harbor wurde 1796 gegründet. Zuerst hieß die Stadt „Eden“, erst am 3. März 1918 wurde sie in „Bar Harbor“ umbenannt. Im Sommer ist Bar Harbor ein beliebter Erholungsort der Oberklasse von Maine. Bar Harbor war einst auch ein beliebtes Feriendomizil reicher amerikanischer Familien wie den Rockefellers und Astors. 1947 zerstörte ein Feuer große Teile der Stadt – auch die Villen dieser Familien. Heute hat die Stadt rund 5200 Einwohner.

    Um an Land zu kommen, wird heute getendert. Alle Passagiere, die einen Ausflug über Tui gebucht haben, mussten wie sonst auch zum Treffpunkt – bei mir was das die Tui Bar um 8:00 Uhr. Dort erhielt jeder eine Tenderkarte, auf der ein Land steht. Die Länder werden dann nach und nach aufgerufen und man geht dann zum Tenderboot. Diejenigen, die einen individuellen Landgang geplant haben, erhalten ihre Tenderkarten ab 8:30 Uhr im Atelier. Es wurde aber darauf hingewiesen, dass ein individueller Landgang auf Grund der Ausflugsabwicklung zwischen 8:00 Uhr und 9:00 Uhr nur eingeschränkt möglich ist. Der komplette Ablauf wurde vorher auch per Kabinenbrief kommuniziert.

    Am Festland angekommen, mache ich mich auf die Suche nach meinem Ausflugsbus. Gebucht habe ich „Acadia Nationalpark im kleinen Kreis“. Kleiner Kreis heißt in diesem Fall max. 14 Personen pro Bus. Insgesamt machen sich drei kleine Busse für diesen Ausflug auf den We, die so aussehen:

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    Schön ist, dass wir an diesem Tag das einzige Schiff in Bar Harbor sind. Es gibt wohl einen Reisetermin, da liegen noch zwei weitere Schiffe im Hafen, dann kann es dort laut Lektor schon etwas „unangenehm voll“ werden.

    Unser Busfahrer und gleichzeitig auch unser Guide ist heute Jeffrey. Er spricht – wie sollte es anders sein – natürlich kein Deutsch. Da wir noch immer in den USA sind, ist auch niemand von Tui dabei, der übersetzen könnte. Als Jeffrey unsere kleine Gruppe fragt, ob ihn jeder verstehen könnte, höre ich von ca. der Hälfte ein „nur ein Bisschen“ oder sogar ein „nein“. Naja, dann müssen die heute ohne Erklärungen auskommen. Ich muss gestehen, Jeffrey ist für mich etwas schwieriger zu verstehen als z.B. Joe in Boston. Aber im groben kann ich seinen Erklärungen folgen.

    Als erstes fahren wir zum Cadillac Mountain, mit 504 m der höchste Punkt von Mount Desert Island, auf der Bar Harbor liegt. Der Gipfel des Cadillac Mountains gilt als der Punkt in den Vereinigten Staaten, den die Strahlen der aufgehenden Sonne als erstes treffen. Die Sonne meint es heute gut mit uns und wir haben wunderbare Sicht – unter anderem auf die Mein Schiff 6. Die Aussicht von da oben ist wirklich toll. Auch Jeffrey freut sich mit uns, denn er ist auch schon mit Gruppen dort oben gewesen, als die Sicht quasi gleich Null war. Wir haben hier 15 Minuten Zeit, um Fotos zu machen und die Aussicht zu genießen.

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    Das ist natürlich nicht viel, aber lt. Jeffrey gibt es wohl Vorschriften, wie lange sich die Ausflugsbusse dort oben aufhalten dürfen. So ganz lustig findet er es daher auch nicht, dass zwei Personen erst mit zehn Minuten Verspätung angetrottet kommen. Angeblich haben sie eine andere Uhrzeit verstanden. Wie auch immer…. Wir machen uns weiter auf den Weg durch den Nationalpark. Die Natur hier ist wirklich beeindruckend.

    Unseren nächsten Stopp machen wir beim Thunder Hole. Wenn die Wellen des Atlantiks hier mit der richtigen Wucht gegen die Felsen und eine kleine Höhle schlagen, klingt es wirklich wie Donner. Ich wollte erst die Stufen runter gehen, um mir das ganze von der Nähe anzuschauen. Zum Glück habe ich es nicht gemacht, denn die Gischt der aufprallenden Wellen überschwemmt in diesem Moment die kleine Plattform samt der Schaulustigen, die dort stehen. Das erste Bild zeigt diese Situation übigens nicht, es kam danach eine größere Welle, die links über die Plattform rauschte und die Leute dort wurden ordentlich nass. Eine schöne Gratis-Dusche! Ich schaue bzw. höre mir das dann doch lieber aus sicherer und vor allem trockener Entfernung an :D Auch hier haben wie 15 Minuten Aufenthalt.

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    Weitere Stopps, an denen wir aussteigen, gibt es nicht. Jeffrey fährt mit dem Bus hier und da mal rechts ran, so dass wir Fotos aus dem stehenden Bus machen können. Er berichtete unterwegs über die Tiere, die dort leben oder über einen verheerenden Waldbrand, der kurz vor dem Ort Bar Harbor stoppte.

    Übrigens liegt dort eine Niederlassung des Jackson Laboratory. Das Jackson Laboratory ist eine unabhängige amerikanische Forschungsanstalt zur genetischen Erforschung von Säugetieren mit dem Ziel, menschliche Krankheiten besser verstehen und somit heilen zu können. Der Hauptsitz der Organisation befindet sich in Bar Harbor. Das Labor wurde 1929 in dort gegründet. Inzwischen beschäftigt das Labor über 1400 Mitarbeiter in der Genforschung, Ausbildung von Studenten und Weitergabe von Daten und Ressourcen an Forschungsanstalten in der ganzen Welt. Damit ist das Labor der größte Arbeitgeber in Downeast Maine. Gegenstand der Forschung ist vor allem die Hausmaus. Jährlich werden von hier aus mehr als 20.000 biomedizinische, pharmazeutische und industrielle Forscher weltweit mit mehr als 3 Millionen Labormäusen versorgt X/ Seit 1983 ist das Jackson Laboratory vom National Cancer Institute zum offiziellen Krebsforschungszentrum ernannt worden, mit der Aufgabe Grundlagenforschung zur Entstehung, Früherkennung und Behandlung von Krebs zu betreiben. Weitere Forschungsgebiete sind u.a. Alzheimer, AIDS und Epilpsie. Insgesamt 15 Forscher gewannen bisher den Nobelpreis für Forschungen mit Mäusen des Jackson Laboratories. Also mit sowas rechnet man ja nun wirklich nicht, wenn man einen Nationalpark besucht... :)

    Gegen 11:15 Uhr sind wir zurück in Bar Harbor und ich erkunde den Ort, der wirklich schon anzuschauen ist, noch etwas auf eigene Faust. Die Main Street ist gesäumt von kleinen Geschäften und Restaurants.

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    Auf den Bildern sieht es zwar nicht so aus, aber es war doch schon gut was los in der Stadt. Wie das mit zwei weiteren Kreuzfahrtschiffen aussieht, möchte ich mir lieber nicht vorstellen :S Die Geschäfte sind alle sehr touristisch. Es gibt alles möglich mit Lobster drauf oder in Lobster-Form. Zu meiner eigenen Überraschung finde ich dort tatsächlich kein Mitbringsel. 8|

    Bei „Testa´s“ gönne ich mir eine Lobster Roll. Das Hummerfleisch wird dabei in kleinen Stücken mit Mayonnaise vermischt und auf einem weichen Brötchen serviert. Dazu gab es Chips und eine Art Krautsalat. Ja, also kann man mal essen, würde ich aber nicht nochmal bestellen. Die Chips waren allerdings super. Das ist und bleibt übigens das einzige Essens-Bild, das ihr von mir zu sehen bekommt ;)

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    Wenn man die Main Street in Richtung Wasser herunter geht liegt auf der rechten Seite der kleine Agamont Park. Dort gibt es einen Weg direkt am Wasser entlang – The Shore Path. Geht man diesen ein Stück entlang, hat man einen schönen Blick auf das Schiff.

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    Dann mache ich mich auf den Weg zurück zum Tenderboot, wo ich auch nicht lange warten muss. Als wir an der Mein Schiff 6 ankommen und anlegen wollen, kollidieren wir mit einem ordentlichen "Rums" mit einem anderen Tenderboot, das ebenfalls am Schiff liegt. Keine Ahnung, was da los war. Außer einem Schrecken ist zum Glück nichts weiter passiert.

    Am späten Nachmittag fängt es noch an zu regnen. Was für ein Glück, dass wir so ein Wetter nicht im Nationalpark hatten!

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    Beim Ablegen kommt dann noch etwas die Sonne wieder heraus.

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    Für den Abend war eigentlich die Poolparty geplant. Auf Grund des Wetters wird diese aber abgesagt und auf einen anderen Tag verschoben.

    Danke an euch alle für die tollen, positiven Rückmeldungen! *herz*

    Heute musste ich kurz Pausieren beim Schreiben. Die schöne Ersatzbeschäftigung: ein Besuch bei einer lieben Freundin, die am 08.09., als ich in Boston war, ein kleines Mädchen zur Welt gebracht hat :love: Die nicht so schöne Ersatzbeschäftigung: Ich hatte Migräne, aber vom feinsten X/:thumbdown: Zum Glück bin ich während der Reise davon verschont geblieben.

    Morgen geht es aber weiter mit dem Bericht!

    Viele Grüße
    Julia

    Freitag, 08.09.2017

    Um 8 Uhr machen wir in Boston fest. Das Wetter sieht vielversprechend aus! Der Liegeplatz liegt ca. 4 km außerhalb des Stadtzentrums. Ganz in der Nähe, direkt am Wasser, liegt der Logan International Airport. Die startenden Maschinen fliegen recht tief über das Schiff hinweg.

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    Tui bietet einen Shutte-Bus für 9 Euro an, der ungefähr im 20 Minuten-Takt direkt bis zum Quincy Market fährt. Für den Vormittag habe ich aber den Ausflug „Boston, Cambridge und Freizeit in Harvard“ gebucht.

    Treffpunkt ist die Tui Bar um 8.15 Uhr.Unser Guide ist Joe, ein sehr netter älterer Herr und lt. Seinem Cap eine Army-Veteran.


    Merke gerade, dass man ihn auf dem Bild wegen des Schattens nicht so gut erkennt... X/

    Er spricht natürlich kein Deutsch. Es ist eine Fotografin vom Schiff mit dabei, die zunächst noch übersetzt, dies aber schnell aufgibt. Ich denke, es war so auch nicht vorgesehen, denn sie ist recht schnell überfordert.

    Unser erster Stopp ist die Old North Church. Wir sind die ersten Besucher, sie öffnet um 9 Uhr und kurz vor 9 stehen wir bereits vor dem Gebäude. Die Kirche ist das älteste noch benutzte Kirchengebäude in Boston.

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    Wir haben hier 30 Minuten Zeit, um uns die Kirche anzuschauen und für einen Besuch der beiden Souvenir-Läden. Hier gibt es auch Pullover usw. der Harvard Universität. Laut Joe sind die Sachen hier viel günstiger und in Harvard werden wir nicht wirklich Zeit für einen Shopbesuch haben. Ob das so stimmt oder ob er auf Provisionsbasis arbeitet sei mal dahin gestellt ;) Dass es die Sachen am Nachmittag auch noch zu Hauf in der Innenstadt geben wird, habe ich in dem Moment nicht bedacht :wacko: Ich habe daher wirklich schon dort zugeschlagen.

    Ein engagierter Mitarbeiter der Kirche berichtet zunächst kurz über die historische Bedeutung der Kirche:

    Am 18. April 1775 diente der 58 m hohe Kirchturm einem militärischen Zweck. Paul Revere wies zu diesem Zeitpunkt drei Bostoner Patrioten an, zwei Laternen in den Turm zu hängen. Die Laternen dienten als Warnung für weitere Patrioten in Charlestown auf der anderen Seite des Charles River über die Aktivitäten der britischen Armee. Revere und William Dawes brachten später die gleiche Nachricht persönlich nach Lexington und Concord, aber mit den Laternen konnten die Reiter in Charlestown wesentlich schneller über die Bewegungen der Briten informiert werden. Diese Reiter standen bereit, die Warnung nach Lexington und Concord zu tragen, sollten Revere und Dawes auf ihrem Weg in Gefangenschaft geraten. Die Laternen hingen nur weniger als eine Minute im Kirchturm, um die Aufmerksamkeit der britischen Truppen nicht zu erregen, die Boston besetzt hatten. Die Zeitspanne reichte aber aus, damit die Nachricht in Charlestown empfangen werden konnte. Die am anderen Ufer wartenden Milizen waren angewiesen worden, auf dieses Signal zu warten, und konnten sofort nach Sichtung der Laternen reagieren. Der Ausdruck One if by land, and two if by sea hat seinen Ursprung im Gedicht Paul Revere’s Ride von Henry Wadsworth Longfellow. Eine einzelne Laterne informierte Charlestown darüber, dass die britische Armee über den Boston Neck und die Great Bridge marschiert, zwei Laternen bedeuteten, dass die Truppen mit Booten über den Charles River kommen. Nachdem sie das Signal erhalten hatten, schickten die Patrioten in Charlestown einen Reiter nach Lexington, der jedoch sein Ziel nie erreichte. Die Warnung aber wurde meilenweit zu dutzenden Städten weitergetragen, zunächst von Revere und Dawes auf Pferden, später durch andere Reiter, läutende Kirchturmglocken, Trommeln und Warnschüsse.

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    Der Kirchenmitarbeiter macht das wirklich toll und erzählt die Geschichte sehr lebhaft. Die Kirche hat im inneren keine Kirchenbänke in Reihen, sondern besteht aus Boxen, in denen die Kirchenbesucher Platz nehmen. Wenn ich es richtig verstanden habe, saßen die wohlhabenderen Leute in den vorderen Boxen.


    Nach einer halben Stunde machen wir uns also wieder auf dem Weg zum Bus. An den geparkten Autos sieht man hinten an der Stoßstange die „Bumper Bullys“. Das sind Schutzvorrichtungen, da es wohl in Boston, ähnlich wie in Paris, üblich ist, sich beim Ein- und Ausparken etwas Platz zu schaffen.


    Weiter geht es zur Harvard Universität. Joe lässt uns wählen: Entweder wir ziehen auf eigene Faust los oder wir folgen ihm für einen Rundgang auf dem Uni-Gelände. Erstaunlicher Weise entscheiden sich alle für den Rundgang mit Joe, obwohl einige ihn gar nicht verstehen. Also gehen wir ein kleines Stück und gelangen zum Uni-Gelände.

    Der Harvard-Yard, eine von Bäumen übersäte Grünfläche, ist umrahmt von roten Backsteingebäuden. Dabei handelt es sich um die Schlafhäuser der Studenten. Die Studienanfänger sind ein Jahr lang in den Gebäuden auf oder in der Nähe des Harvard-Yards untergebracht und werden im Anschluss auf zwölf weitere Gebäude verteilt. Dies dient dem Zweck, den sogenannten „Freshmen“ im ersten Studienjahr die Atmosphäre eines kleinen Colleges innerhalb der großen Universität zu bieten. Außerdem werden die Wohngruppen bewusst gemischt: verschiedene Nationalitäten treffen auf verschiedene Religionen.

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    Die Häuser haben verschiedene Namen, wie beispielsweise „Wigglesworth Hall“, wo Bill Gates seinerzeit schlief. Andere berühmte Absolventen sind unter anderem Natalie Portman, Tommy Lee Jones, John F. Kennedy, Michelle und Barack Obama sowie Al Gore.

    Den Harvard-Yard kann man durch ein großes Tor betreten. Die Studenten nutzen dieses nur zwei Mal: Beim Studienbeginn und beim Abschluss. Während des Studiums nehmen sie ein kleines Nebentor.

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    Es gibt außerdem einen riesigen Speisesaal. Wir konnten diesen nicht von Innen besichtigen, Joe hat uns ein Foto davon gezeigt. Dort sieht es aus, wie bei Harry Potter 8o


    Den Namen hat die Universität übrigens von John Harvard, einem englischen puritanischer Theologen. Harvard, der in England aufwuchs, machte 1632 seinen Theologie-Abschluss am Emmanuel College der Universität Cambridge. Er emigrierte 1637 mit seiner Frau nach Neuengland und ließ sich in Charlestown in der Nähe von Boston nieder, wo er als ordinierter Lehrer tätig war. Er starb im folgenden Jahr an Tuberkulose. Da er kinderlos blieb, vermachte er die Hälfte seines Vermögens und seine Bibliothek, die 320 Bände umfasste, dem im Nachbarort Cambridge gelegenen College, das 1636 von englischen Kolonisten gegründet worden war. Ihm zu Ehren erhielt die Schule seinen Namen.

    Außerdem steht auf dem Harvard-Gelände die Harry Elkins Widener Memorial Library. Harry Widener wurde 1885 in Philadelphia geboren. 1907 machte er seinen Abschluss in Harvard. Er machte sich vor allem als Sammler von Büchern, Manuskripten und Zeichnungen einen Namen. Zu seiner Sammlung gehörten unter anderem ein Schreiben von William Shakespeare und eine Originalausgabe der Gutenberg-Bibel. Außerdem besaß er u.a. Werke von Charles Dickens. Im Frühjahr 1912 reiste Widener nach England, um dort Bücher zu kaufen. Am 10. April 1912 ging er in Southampton zusammen mit seinen Eltern George und Eleanor als Passagier an Bord der Titanic, um in die USA zurückzukehren. Nach der Kollision mit dem Eisberg brachten Widener und sein Vater George die Mutter zum Rettungsboot. Harry Widener und sein Vater kamen bei dem Untergang ums Leben. Ihre Leichen wurden nie gefunden. Nach seinem Tod spendete seine Mutter 3,5 Mio $ für ein Gebäude auf dem Gelände der Harvard University, das die Büchersammlung ihres Sohns beherbergen sollte. Daraus entwickelte sich die Harry Elkins Widener Memorial Library, die am 24. Juni 1915 eröffnet wurde. Die von Widener noch persönlich zusammengetragene Sammlung beläuft sich auf etwa 3300 Exemplare, die im Harry Elkins Widener Memorial Room der Widener Bibliothek aufbewahrt werden. Der Schenkungsvertrag der Familie Widener enthält drei Bedinungen, die die Universität erfüllen muss:
    Das Äußere des Gebäudes darf nicht veränder werden, ansonsten würde das Gebäude an die Stadt Cambridge zurückfallen. Der Legende nach war eine weitere Vereinbarung in dem Vertrag, dass jeder Harvard-Student einen Schwimmtest absolvieren müsse. So habe die Mutter des Ertrunkenen erreichen wollen, dass niemand das Schicksal ihres Sohnes teilen müsse. Die dritte Vereinbarung im Vertrag ist, dass in der Bibliothekt immer frische Blumen stehen sollen.

    Heute beherbergt die Bibliothek rund 100 km an Bücherregalen mit 3 Mio Büchern.

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    Gegenüber der Widener Bibliothek steht die Memorial Church, die zu Ehren der seit dem Ersten Weltkrieg gefallenen Harvard-Absolventen errichtet wurde.

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    Auf der Fläche zwischen der Kirche und der Bibliothek findet jedes Jahr die Entlassungsfeier statt. Der Rasen muss danach regelmäßig erneuert werden, da Tausende von Menschen an den Feierlichkeiten teilnehmen - auch bei Regen.

    Auf dem Gelände gibt es außerdem eine Statue, lt. Aufschrift soll es sich um John Harvard handeln, der die Uni 1638 gegründet hat. Das Problem: Es ist alles falsch. Zum einen weiß niemand, wie John Harvard ausgesehen hat, da es kein Foto von ihm zu Lebzeiten gibt. Außerdem war er ja nicht der Gründer, die Uni wurde lediglich nach ihm benannt. Und zu guter Letzt, gegründet wurde Harvard nicht 1638, sondern 1636. Die Figur trägt daher den Spitznamen „statue of three lies“. Trotzdem reiben jeden Tag die Studenten, die daran vorbei gehen, an dem Schuh in der Hoffnung auf gute Ergebnisse bei der nächsten Prüfung.

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    Jedes Jahr gibt es in Harvard rund 30.000 Bewerber, genommen werden nur rund 2.000. Für die Aufnahme sind aber nicht nur exzellente Noten relevant. Harvard prüft auch die Persönlichkeit, man will keine Studenten, die nur gute Noten wollen, weil sie daraus einen Nutzen für ihr Berufsleben ziehen können, sondern solche, die sich intellektuell engagieren und sich wirklich für die Themen interessieren. Die Uni sucht darum nach Leuten, die sich leidenschaftlich für etwas begeistern können. Das kann alles sein: Vom Basketballspielen bis hin zur Kunst, vom Schreiben bis hin zum Synchronschwimmen. Nachweisen müssen angehende Studenten diese Begeisterung in einem Essay und später, wenn sie das Interesse der Auswahlkommission geweckt haben, in einem persönlichen Vorstellungsgespräch. Das Gute ist, wenn man erstmal drin ist, kann man quasi nicht mehr rausfliegen. Wer nicht so gute Leistungen bringt, wird entsprechend gefördert. Die Durchschnittsnote der Uni liegt laut Joe bei A-.
    2016 waren rund 21.000 in Harvard eingeschrieben. Die Studiengebühr beträgt 60.000 $ pro Jahr. Aber es gibt Stipendien: Bei einem Jahreseinkommen bis 60.000 $ entfällt die Studiengebühr komplett. Bei einem Einkommen von 60.000 bis 180.000 $ pro Jahr beträgt die Studiengebühr nur 10 %.

    Der Rundgang hat glaube ich 45 bis 60 Minuten gedauert und war wirklich sehr interessant. Das Gelände ist wirklich sehr hübsch angelegt. Sorry für den langen Harvard-Teil :saint:
    Ich fand das alles unheimlich interessant.

    Auf dem Rückweg machten wir noch einen 10 Minuten-Stopp am Copley Square. Es war gerade Bauernmarkt, der von Mitte Mai bis zum Dienstag vor Thanksgiving jeden Dienstag und Freitag dort stattfindet. Landwirte und andere örtliche Lebensmittelproduzenten verkaufen ihre Waren von 11 Uhr morgens bis 18 Uhr abends. Angeboten werden vor allem Früchte, Gemüse, Gewürze, Honig, Backwaren, Käse, Fleisch von Produzenten aus der Umgebung sowie Gartenpflanzen und Schnittblumen. Schade, dass wir hier nicht etwas mehr Zeit hatten.

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    Direkt am Copley Square steht auch der John Hancock Tower, der mit 241 Metern und 60 Stockwerken das höchste Gebäude in Boston ist. Spektakulär waren die Fassadenprobleme nach Fertigstellung: Aufgrund des Luftzwischenraumes der Doppelscheiben lösten sich bei Wind immer wieder Scheiben mit einer Größe von 1,20 × 3,40 m und einem Gewicht von 227 kg von der Fassade ab und fielen auf die Straße. Die Polizei musste bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 72 km/h die Umgebung des Turms absperren. Die Löcher in der Fassade wurden vorübergehend mit Sperrholz-Platten verschlossen, was dem Bau den spöttischen Namen „Plywood-Palace“ („Sperrholz-Palast“) einbrachte. Dem Boston Globe zufolge wurde das Problem erst nach Windkanal-Versuchen in Zusammenarbeit mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) gelöst und ab 1973 die gesamte Fassade gegen Einscheiben-Sicherheitsglas ausgetauscht.

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    Auf dem Rückweg zum Schiff hielt der Bus kurz am Quincy Market – wer wollte, konnte hier schon aussteigen. Ich entschied mich aber zunächst, kurz zum Schiff zurück zufahren und dann mit dem Shuttle Bus wieder in die Stadt zu fahren.

    Die Gegend rund um den Quincy Market ist wirklich schön. Es ist wie eine Fußgängerzone mit netten Geschäften, Verkaufsständen, Cafes und Restaurants. Das lädt wirklich zum Bummeln ein.


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    Schlendert man die Straße entlang, kommt man automatisch zur Feneuil Hall. Es ist eines der ältesten Gebäude von Boston. Das Gebäude wurde 1740 bis 1742 auf Initiative des Kaufmanns Peter Faneuil und mit dessen Finanzierung erbaut. Die ursprüngliche Faneuil Hall brannte im Jahr 1761 ab, wurde aber wiedererbaut.

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    Geht man noch ein Stück weiter und biegt dann nach links ab, kommt zum Old State House. Das Gebäude verliert sich fast etwas zwischen den neumodischen großen Gebäuden runterherum. Es wurde im Jahr 1713 erbaut und ist das älteste noch stehende öffentliche Gebäude in Boston. Der hölzerne Vorgängerbau aus dem Jahr 1657 wurde durch ein Feuer im Jahr 1711 vollständig zerstört. Besonders bemerkenswert waren die beiden 2 m hohen Holzfiguren auf dem Dach des Gebäudes, die einen Löwen und ein Einhorn darstellten. Beides sind Symbole für die Britische Monarchie.


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    Am 18. Juli 1776 wurde die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten vom östlichen Balkon aus vor einer jubelnden Menge proklamiert. Für die meisten Anwesenden war es ein festlicher Anlass, da etwa zwei Drittel der Bostoner Einwohner die Revolution unterstützten. Der Löwe und das Einhorn als Symbole der britischen Monarchie wurden vom Dach des Gebäudes geholt und in einem Freudenfeuer verbrannt. 1882 wurden Nachbildungen der Löwen- und der Einhorn-Statue wieder auf dem Dach der Ostseite angebracht.

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    An der Westseite wurde die Statue eines Adlers angebracht, um damit an die Verbindung des Gebäudes zur US-amerikanischen Geschichte zu erinnern… den habe ich anscheinend übersehen, zumindest habe ich kein Foto davon :D

    Ich überlege dann noch, ob ich noch zum Boston Common gehe, entscheide mich dann aber dagegen. Irgendwie bin ich platt… X/
    Ich werfe noch einen Blick auf die Old City Hall, die von 1865 bis 1969 als Rathaus genutzt wurde. Die Außenwände bestehen nahezu vollständig aus weißem Granit.

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    Dann mache ich mich auf den Weg zurück zur Haltestelle des Shuttle Busses. Es ist viertel vor drei, es wäre also noch Zeit, aber ich niemand, der die Zeit immer voll ausreizt und wohlmöglich den allerletzten Bus nimmt. Anscheinend haben heute mehrere Leute diesen Gedanken. An der Haltestelle angekommen, wartet eine sehr lange Schlagen auf den Bus :wacko: Natürlich gibt es schon die erst genervten und ungeduldigen Wartenden – ok, ich weiß nicht, wie lange die dort schon stehen. Erste Grüppchen bilden sich, die überlegen, ein Taxi zu nehmen, aber wo bekommt man hier denn ein Taxi? Und wenn wir jetzt aus der Schlagen gehen und kein Taxi finden, müssen wir uns wieder ganz hinten anstellen… usw. usw.. Es sind übrigens insgesamt vier Busse unterwegs. Dummerweise stehen alle zzt. irgendwo im Stau. Ewig lange muss ich nicht warten, da kommen die ersten zwei Busse gleichzeitig an. Leider stehen so viele Leute vor mir, dass die Busse voll sind, bevor ich dran bin. Auch viele Besatzungsmitglieder haben die Chance für einen Landgang genutzt und nutzen den Shuttle. Weitere vielleicht 10 Minuten später kommen die anderen beiden Busse dann auch an. Insgesamt stand ich dort vielleicht max. 30 Minuten. Im Bus gab es übrigens WLAN, wenn man Glück hatte, bekam man auch eine Verbindung :D

    Am Abend liegt ein Brief inkl. einer Zollerklärung für Kanada in der Kabine. Auf der Rückseite des Briefes ist eine Übersetzung der Zollerklärung abgedruckt. Die Zollerklärung muss bis Samstagabend 19 Uhr in eine Box an der Rezeption eingeworfen werden. Um 19 Uhr gehe ich zum Vortrag „Von Boston über Bar Harbor nach Sydney“ vom Lektor Marcus Kummerer. Der ist wirklich klasse und seine Vorträge sind kurzweilig und informativ. Am Vortrag gab es schon einen Vortrag „Von New York nach Boston“, den hatte ich auch schon besucht. Hatte ich ganz vergessen zu erwähnen. Da war mein Seetag ja doch gar nicht so ereignislos ;)

    Beim Ablegen gibt es noch einen tollen Sonnenuntergang über Boston.

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    @Lemar und @Nitsrek8

    Das Schiff hat mir super gefallen! Ich kenne ja wie gesagt nur kleine Schiffe (MS 2 und AIDAaura), aber ich fand die 6 wirklich klasse. Kann mir sehr gut vorstellen, mit dem Schiff noch die ein oder andere Reise zu unternehmen :thumbsup: Das Pooldeck ist toll angelegt, auch mit der Zweiteilung zur Lagune. Auch die neuen Liegemöglichkeiten - ich weiß nicht genau, wie sowas heißt, ich meine diese Sofa-ähnlichen Liegen - finde ich schön. Die Lage der Thalia-Lounge finde ich etwas gewöhnungsbedürftig, da war ich einmal kurz. Die Kombination mit dem Café finde ich gut. Beim Lesen hat man es ja gern ruhig, das ist es da natürlich nicht: An der Rezeption ist natürich immer Trubel. Dann noch die Geräuchkulisse von oben aus Richtung TUI Bar und Tag & Nacht-Bistro auf Deck 5...

    Aber wie gesagt, insgesamt würde ich eine glatte 1 für das Schiff geben.

    Donnerstag, 07.09.2017

    Heute ist Seetag - zum Glück :) New York war super, ich habe wirklich viel gesehen, aber es war auch anstrengend. Also ist heute Erholung angesagt. Es ist windig und komischer Weise macht mir der geringe Seegang etwas zu schaffen. Lt. Kapitän Todd haben wir 1,5 bis 2 m hohe Wellen. Das hatte ich schon schlimmer und das Wasser sieht auch reativ ruhig aus. Mir geht es nicht k...übel, aber ein Bisschen ist der Wurm drin. Vielleicht liegt es auch noch etwas an der Zeitumstellung.

    Der Tag vergeht, wie alle meine Seetage, recht ereignisslos - zumindest bis 14 Uhr :D Denn da ist unser Forumstreffen in der AAB. Also schnappe ich mir das türkise Tui-Mäppchen und mache mich auf den Weg. Ich gehe nur ein paar Meter, schaue um mich ob ich auf einem der Tische das Mäppchen sehe, als ich tatsächlich jemanden entdecke und sie mich auch - es ist @Kaline. Wir hatten vor der Reise schon regen Kontakt hier über das Forum und so habe ich mich riesig gefreut, dass wir uns getroffen haben. Es gibt auch ein Foto von uns beiden, das wird @Kaline sicher in ihrem Bericht veröffentlichen.

    Kurz danach stoßen noch @Sunnycat und @Beama dazu. Als dann auch noch ein Tisch frei wird, setzen wir uns dort erstmal fest. Fast drei Stunden sitzen wir zusammen. Es war wirklich super - schönen Gruß nochmal an euch alle!! Wir verabreden uns locker für den nächsten Seetag nach dem Motto "wer da ist, ist da"...zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich das Treffen am zweiten Seetag vergessen habe :/

    Am Abend gehe ich ins Theater. Nachdem Kapitän Todd die leitenden Offiziere vorgestellt habt, folgt die Show "Ich mach´ mein Ding - Die Deutschrock-Show". Die war ganz gut - die Sänger sind wirklich super.


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    @Gabi46 : Stimmt, in der kurzen Zeit habe ich wirklich viel gesehen. Ich konnte an fast alle Sachen, die ich mir vorgenommen hatte, einen Haken machen. Natürlich ist zum Teil wirklich nur sehr wenig Zeit gewesen.

    @Risserle : Vielleicht habt ihr ja Glück und ihr habt einen deutschen Reiseleiter. Bei mir war es ja so am Anreisetag und auch am Abreisetag. In New York ist die Wahrscheinlichkeit vermutlich größer als in den kleinen Häfen wie Bar Harbor. Und in Kanada darf Tui auch wieder übersetzen. Ich habe auch an Bord und in einer Facebook-Gruppe mitbekommen, wie sich Leute darbüber beschwert haben. Aber eigentlich musste man damit rechnen, da schon in der Ausfugsbroschüre steht, dass kaum deutsche Reiseleiter zur Verfügung stehen. Ich rücke euch auf jeden Fall die Daumen!
    Die Schreibweise des Datums in der Zollerklärung ist die amerikanische Weise. Es steht aber auch immer dabei, wie das Datum angegeben werden soll.

    @MeinSchiff1-6: Wir waren gegen 16 Uhr zurück auf dem Schiff. Um 17 Uhr war dann die Seenotrettungsübung und um 18 Uhr haben wie abgelegt.

    Mittwoch, 06.09.2017

    Ein weiterer Tag in New York… Mit dem Ausflug für den heutigen Tag hatte ich mich erst etwas schwer getan. Ich habe geschwankt zwischen „Manhatten mit Freizeitstopps“ und „Ein Tag Freizeit in New York“. Die Tour mit den Freizeitstopps hatte ich dann reserviert, eine Änderung wurde mir insofern dann abgenommen, da der andere Ausflug nicht mehr buchbar war.

    Bei meinem Ausflug wurden wir an drei verschiedenen Stationen abgesetzt und wieder eingesammelt. Dort ist dann jeder für sich allein unterwegs. Treffen war um 7:30 Uhr im Studio auf Deck 4. Ich denke, die Erwartungen an diesen Ausflug waren wie so häufig sehr unterschiedlich. Meine Vorstellung war, dass ich eigentlich nur einen Transfer gebucht habe, der mich zu verschiedenen Stationen bringt. Dementsprechend war ich auch nicht wirklich enttäuscht, dass unser englischsprachiger „Guide“ eigentlich gar kein Guide war. Ich weiß nicht, welche Aufgabe die Dame eigentlich hat. Fest steht, dass sie sowohl am An- als auch am Abreisetag im Hafenterminal gearbeitet hat.

    Die Tour lief dann wie folgt ab: Nachdem unser Bus voll war, gab die Dame – sie hat sich leider nicht vorgestellt, deshalb habe ich keinen Namen parat - jedem einen Zettel mit Kontaktdaten, falls jemand verloren geht. Als nächstes wurde ein Zettel herum gereicht, auf den jeder seinen Namen und seine Kabinennummer schreiben sollte. Diese Liste nutzte sie dann an den einzelnen Stopps um abzuhaken, wer alles wieder da ist und wer ggf. fehlt. Das muss man ihr lassen, sie war wirklich sehr bemüht, ihre Schäfchen zusammenzuhalten. Außerdem verteilte sie einen Stadtplan von Manhatten und einen NY Visitors Guide. Meiner meiner Meinung ist dieser überflüssig, da es nur eine Auflistung von Shops, Restaurants, Museen usw. ist. Ich habe ihn jedenfalls nicht gebraucht.

    Vor der Reise hat man leider auch nicht auf Nachfrage bei Tui Cruises erfahren, wo genau die drei Stopps sein werden. So habe ich mich vorab recht allgemein vorbereitet und geschaut, was ich gern sehen würde. Ein Bisschen Wunschkonzert, wobei klar war, dass nicht alles machbar sein wird. Als wir dann mit dem Bus unterwegs in Richtung Manhatten waren, ging die Dame durch den Bus und hat jedem auf der Karte die drei Stopps gezeigt, die da waren:

    Erster Stopp: Central Park. Die Fahrt hierher hat ca. eineinviertel Stunden gedauert. Ausstieg war direkt vor dem Metropolitan Museum of Art.

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    Der Park wurde 1859 als Landschaftspark eingerichtet und 1873 fertiggestellt. Gebaut wurde er zunächst vor allem als Promenade der reichen Anwohner. Der Central Park erstreckt sich heute auf einer Länge von ca. 4 km und 860 m Breite. Mit rund 349 Hektar nimmt er etwa 6 % der Bodenfläche Manhattans ein. Jährlich besuchen ca. 25 Millionen Menschen die innerstädtische Parkanlage.

    Hier hatten wir 90 Minuten Freizeit, was mir doch recht viel vorkam. Aber, was soll´s…man hat ja tolle Bilder aus Filmen vor Augen, wenn man an den Central Park denkt. Der Ausstieg ist recht mittig gelegen. Leider habe ich mich, weil ich es nicht besser wusste, Richtung Norden bewegt zum Jacqueline Kennedy Onassis Resservoire. Ich dachte mir: Wasser, da ist es bestimmt schön! Naja, ging so… :/ Man musste aufpassen, dass man den zahlreichen Joggern nicht im Weg stand beim Fotos machen.

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    Ok, auf den Bildern sind jetzt zwar keine Jogger zu sehen, aber es waren viele ^^

    Das Wetter wollte an dem Tag auch nicht so recht. Es war zwar warm, aber bewölkt und es fing immer mal wieder etwas an zu regnen. Also ging ich etwas planlos in die andere Richtung, schaute mir hier und da die Schildchen auf den Sitzbänken an. Ich habe gelesen, dass man für 7.500 $ im Jahr eine Patenschaft für ein Bank übernehmen kann und dann im Gegenzug dafür so ein Schildchen anbringen darf.

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    Hier und da lege ich ein Päuschen ein, beobachtete die Eichhörnchen :D und mache noch ein paar Fotos.

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    Und dann war die Zeit auch irgendwie um. Ich muss aber zugeben, dass ich etwas unzufrieden war, da ich nicht das gesehen hatte, was ich eigentlich sehen wollte ;(

    Nach 20 Minuten erreichten wir den zweiten Stopp am Rockefeller Center. Hier hatten wir zwei Stunden Freizeit. Also bummelte ich gemütlich die 5th Avenue auf und ab und schaute mir das Rockefeller Center sowie die Lower Plaza an. Bekannt ist unter anderem die Prometheus-Statue im Vordergrund des Gebäudes. Diese steht an der Lower Plaza, die ursprünglich die Eingangspassage zu den Geschäften im Untergeschoss werden sollte. 1936 nutzte man dann eine neue Werbestrategie, nämlich die Plaza je nach Jahreszeit umzufunktionieren und sie im Winter in eine Eislaufbahn zu verwandeln. Diese Maßnahme wurde überaus erfolgreich und verwandelte diesen Platz mitten im Rockefeller Center in eine soziale Begegnungsstätte zwischen Arm und Reich. Im Sommer wird das Gelände als Konzertplatz im Herzen New Yorks genutzt. Zur Weihnachtszeit ist die Lower Plaza für den riesigen Weihnachtsbaum bekannt; die norwegische Fichte ist mit üblicherweise 23–27 m Höhe und mindestens 10 m Breite der größte der USA.

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    Gegenüber vom Rockefeller Center steht die St. Patrick´s Cathedral. Sie ist die größte im neugotischen Stil erbaute Kathedrale in den Vereinigten Staaten. Sie wurde aus weißem Marmor gebaut, der in New York und Massachusetts abgebaut wurde.

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    Die Trinity Church war der dritte und letzte Stopp an diesem Tag. Vom Rockefeller Center brauchten wir ca. 30 Minuten hierher. Hier gab der Guide, der ja irgendwie keiner war, das erste Mal ein paar Hinweise, was man sich im näheren Umfeld anschauen konnte. Wir hatten 90 Minuten Zeit. Ich bin zuerst zum 9/11-Memorial gegangen, denn das hat mich besonders interessiert. Es ist schon beeindruckend und auch irgendwie beklemmend, dort an diesen beiden riesigen Becken zu stehen ;( Und man kann es sich einfach nicht vorstellen, wie es dort in dem Viertel gewesen sein muss, als die Türme einstürzten. Ich habe dort relativ viel Zeit verbracht.

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    Dann wollte ich – typisch Banker :saint: – gern noch zum Charching Bull. Irgendwie bin ich trotz Karte auf dem Smartphone ständig falsch gelaufen. Dann habe ich irgendwann nach dem Weg gefragt und war dann erfolgreich. Allerdings habe ich den Bullen dann doch nur vom weiten gesehen. Ich hatte ja keine Vorstellung, wie begehrt dieses Fotomotiv war! Dementsprechend groß war die Menschentraube =O Dann hatte es inzwischen auch noch angefangen zu schütten. Also habe ich die restliche Zeit noch genutzt und habe mir die Trinity Church angeschaut. Der heutige Kirchenbau wurde 1846 geweiht. Mit 86 Metern war der Turm der Trinity Church seinerzeit das höchste Gebäude von New York City, ist jedoch inzwischen durch Wolkenkratzer in der unmittelbaren Umgebung erheblich übertroffen worden. Auf dem Friedhof der Trinity Church befinden sich Gräber einiger bekannter Persönlichkeiten der US-Gründungsgeschichte, unter anderen von Alexander Hamilton, William Bradford, Robert Fulton und Johann Jakob Astor.


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    Vom letzten Stopp brauchten wir etwa 40 Minuten, bis wir wieder am Schiff waren.

    Am Abend stand dann das erste Auslaufen bevor. Es hatte sich ja herum gesprochen, dass der Kapitän bei der Einfahrt in den Hafen einen kleinen Schlenker in Richtung Manhatten gefahren ist. Und das hat er auch bei unserem Auslaufen gemacht :thumbsup: Leider war das Wetter ja nicht so gut – der Himmel zeigte sich im tristen grau. Trotzdem war es ein tolles Erlebnis.

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    Die längste aller Brücken in New York ist übrigens die südlich gelegene Verrazano-Narrows-Brücke zwischen Staten Island und Brooklyn über die Zufahrt zum Atlantik hinweg. Durch Durchfahrt habe ich leider beide Male verpasst :whistling:

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    Was ich total blöd geplant fand, war die Vorstellung der Gastgeber, des Lektors und der Hoteloffiziere. Also sorry, wer guckt denn da zu, wenn auf der einen Seite vom Schiff gerade die Freiheitsstatue und auf der anderen Seite die Skyline zu sehen ist. Das fand ich sehr schade für die Leute, die dort vorgestellt und gar nicht richtig gewürdigt wurden. Ich selbst habe das auch nicht verfolgt... :saint:

    So, das war es für heute - morgen geht es weiter! Danke schonmal an alle Mitlesenden und das tolle Feedback :love: