Hallo Anette Nordfriesin ,
da Barcelona letztes Jahr bei uns ausgefallen ist, bin ich euch jetzt schnell noch in die schöne Stadt hinterhergereist und freue mich auf deinen weiteren Bericht!
LG Silke
Hallo Anette Nordfriesin ,
da Barcelona letztes Jahr bei uns ausgefallen ist, bin ich euch jetzt schnell noch in die schöne Stadt hinterhergereist und freue mich auf deinen weiteren Bericht!
LG Silke
Hallo Wortguthaben !
Da springe ich mal noch schnell mit aufs Schiff. Die tolle Route steht ganz oben auf unserer Wunschliste, leider ist ein Reisetermin noch nicht in Sicht. Aber wenigstens geht’s nächstes Jahr schon mal auf die Mein Schiff 6, die wir auch noch nicht kennen. Ich freue mich auf deinen weiteren Bericht.
LG Silke
2. Seetag am 09.09.2021
Am zweiten Seetag, der leider schon der letzte Tag unserer Reise war
, wollten wir es uns noch einmal richtig gut gehen lassen. Also machten wir uns um 9.30 Uhr auf den Weg zum Diamanten in der Hoffnung, im Esszimmer-Lieblingsgerichte noch einen schönen Platz zum Frühstücken zu ergattern. Wir hatten Glück und bekamen einen Tisch direkt am Fenster mit Blick aufs Meer. Das Frühstücksangebot für 6,50 € p.P. beinhaltet neben den normalen Frühstücksspeisen und -getränken frisch gepressten Orangensaft, Rührei mit Trüffel, Egg Benedict, Waffeln mit Ahornsirup oder Kirschragout, Crêpes mit Marmelade oder Nutella, Onsen-Ei mit Kaviar, Gemüse- oder Hähnchen-Wrap und Bauernbrot mit Liptauer. Wir haben es nicht geschafft, alles zu probieren, aber das Egg Benedict musste nach den vielen Fotos und Empfehlungen hier im Forum unbedingt probiert werden
. Und es hat uns ausgezeichnet geschmeckt. Jetzt können wir endlich mitreden
. Außerdem können wir das Bauernbrot mit Liptauer und den Crêpes sehr empfehlen. Ausgezeichnete Schokocroissants gibt es übrigens auch noch. Das war auf jeden Fall nicht das letzte Mal, dass wir im Diamanten gefrühstückt haben.
Als wir nach dem Frühstück in unsere Kabine kamen, fanden wir dort neben dem wieder schön hergerichteten Bett auch noch die Abreiseinformationen und die Kofferbanderolen. Ich hatte ja bereits schon berichtet, dass uns im Plus-Tarif die Balkonkabine 11164 zugeteilt wurde. Die Kabine liegt Steuerbord unter dem Fischmarkt am Heck, also etwas abseits des Treppenhauses B. Nach dem Schließen des Restaurants drangen manchmal Geräusche von den dortigen Aufräumarbeiten durch. Ansonsten war die Kabine ziemlich ruhig. Ich hatte ja erst Bedenken wegen der Verbindungstür zur Nachbarkabine, aber die führte zu keinen Geräuschproblemen. Ein Vorteil war der kurze Weg zum Pooldeck. Allerdings finde ich den tiefen Dachüberstand über den Balkonen auf Deck 11 – insbesondere beim Fotografieren – als sehr störend
. Im Pro-Tarif würde ich mir wahrscheinlich keine Kabine auf Deck 11 aussuchen.
Mit den Abreiseinformationen wollten wir uns natürlich noch nicht beschäftigen und so machten wir bei dem schönen Wetter erst einmal einen Spaziergang auf den Außendecks. Um 12.00 Uhr ging es dann in die Schaubühne zum Konzert des Pianisten Richard vom Silver Line Duo, das uns sehr gut gefallen hat.
Das Mittagessen ließen wir ausfallen, da wir immer noch von unserem ausgiebigen Frühstück satt waren. Den Nachmittag verbrachten wir dann in unserer Lieblingsbar, der Hoheluft Bar und dort gönnten wir uns zu späterer Stunde ein paar Tapas aus der Außenalster-Bar.
So haben wir irgendwie den letzten Seetag total vertrödelt. Es war ein herrlicher entspannter Tag. Da hätten wir gerne noch ein paar Tage von gehabt. Wir sollten vielleicht doch mal wieder eine Transatlantik-Tour machen
. Die Koffer mussten bis spätestens 23.00 Uhr vor der Kabinentür stehen. Also erledigten wir das Packen und Rausstellen der Koffer noch vor dem Abendessen. Da noch das Schokoladen-Buffet auf dem Programm stand, gab es für uns nur noch ein kurzes Abendessen im Anckelmannsplatz. Anschließend durften wir noch einmal einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben.
Statt der früher üblichen Abschieds-Show der Crew fand dieses Mal im Theater die Abendschau Spezial „Auf Wiedersehen“ statt. Der Kreuzfahrtdirektor verloste zusammen mit dem Kadetten und der Sängerin vom Silver Line Duo die Seekarte. Zusätzlich gab es Darbietungen der Artisten, des Silver Line Duos und eines Crew Mitgliedes und ein bisschen Small-Talk zwischen dem Kreuzfahrtdirektor und dem Kadetten. Der Kapitän ließ sich leider entschuldigen. Wir fanden die Show ganz nett, aber nicht so emotional wie die früheren Abschiedsshows. Nach der Veranstaltung schauten wir noch auf dem Pooldeck vorbei und ich gönnte mir natürlich ein paar Schokofrüchte vom Buffet. Der DJ legte Musik auf und es durfte an der frischen Luft auch getanzt werden. Es herrschte schon ein bisschen Partystimmung, fast wie früher ohne C…..
Wir verbrachten den restlichen Abend aber lieber in der LUMAS Bar, da es dort noch einmal Live-Musik mit dem Silver Line Duo gab. Wir verweilten dort bis zum Ende des schönen Konzertes. Das Passieren der Brücke Großer Belt haben wir zwar durch das Fenster gesehen, aber für ein gescheites Foto vom Pooldeck war mir der Weg von Deck 4 aus doch zu weit. Schade, des es schon der letzte Abend auf dem schönen Schiff war. Wir hätten es dort noch länger ausgehalten.
Kiel am 10.09.2021
Das frühe Anlegen an diesem Tag haben wir verschlafen. Als Abreisefenster hatten wir 9.30 Uhr gewählt, sodass wir noch gemütlich im Atlantik-Mediterran frühstücken konnten. Die Kabinenfreigabe war um 9.00 Uhr. Kurz vorher schauten wir uns auf unserem Balkon noch das Vorbeilaufen der Stena Line an.
Von unseren Balkonnachbarn erfuhren wir, dass die Kabinentüren bereits gesperrt waren. Nach einem kurzen Testen unserer Bordkarten stellten wir fest, dass sich die Tür tatsächlich nicht mehr öffnen ließ und das schon kurz vor 9.00 Uhr
. Gut, dass wir noch rechtzeitig in der Kabine waren. Als wir uns bereits mit unserem restlichen Handgepäck am Ausgang angestellt hatten, fiel uns zum Glück noch ein, dass wir vergessen hatten, unser am Vortag bestelltes Artisanbrot abzuholen. Also rannte mein lieber Mann noch einmal zurück bis zum Anckelmannsplatz. Trotzdem haben wir es noch geschafft, das Schiff pünktlich zu verlassen. Unsere Koffer standen im Hafenterminal zum Abholen bereit. Ein erneuter Antigen-Schnelltest war – im Gegensatz zu unserer Blauen Reise im Juni – dieses Mal nicht erforderlich, sodass wir schon nach kurzer Zeit vor dem Terminal standen und auf den Shuttle-Bus zum Hallen-Stellplatz von „Parken und Meer“ warteten. Leider dauerte es ca. 30 Minuten, bis der Bus endlich kam und der Busfahrer hatte es auch nicht so wirklich eilig, zur Halle zu fahren
sondern veranstaltete aus dem Shuttle noch eine kleine Stadtrundfahrt mit den entsprechenden Erläuterungen zu Sehenswürdigkeiten. Das war ja ganz nett gemeint, aber irgendwie waren wir jetzt doch in Aufbruchstimmung und hatten keine Lust mehr auf Sightseeing in Kiel. Die Übergabe des Autos verlief dann ganz unkompliziert und schnell. Die Rückfahrt an einem Freitagnachmittag war leider nicht angenehm, da die Autobahnen ganz schön voll waren und wir aufgrund der vielen Baustellen auch immer wieder in einen Stau gerieten. Aber wir hatten ja Zeit und sind gut zu Hause angekommen.
Fazit:
Am Anfang des Jahres hätte ich niemals geglaubt, dass ich noch im selben Jahr in den Genuss einer Kreuzfahrt komme. Dann sind es sogar zwei Kreuzfahrten geworden
. Wir waren schon im Juni von der Blauen Reise Kiel-Visby-Stockholm-Turku-Kiel total begeistert, auf der nur geführte Ausflüge in Visby und Stockholm möglich waren. Das Hygienekonzept hatte uns so überzeugt, dass wir nicht lange überlegt haben, als Norwegen die Häfen für Geimpfte öffnete und TUI dann diese geniale Route angeboten hat. Es war wirklich eine Traumreise, bei der alles gepasst hat. Das gute Wetter spielte dabei natürlich auch eine große Rolle
. Unsere Highlights waren unsere norwegische Lieblingsstadt Ålesund und bei mir natürlich die Tour zum Preikestolen von Stavanger aus. Aber auch alle anderen Häfen hatten ihren ganz besonderen Reiz und haben uns sehr gefallen. Wir haben die Cruise total genossen. Ich denke jeden Tag an diese schöne Reise zurück
. Es hat Spaß gemacht, durch diesen Reisebericht die Cruise noch einmal zu erleben. Mein nächstes Projekt ist jetzt erst einmal die Gestaltung des Fotobuches. Mit unseren Fotos reise ich also auch die nächste Zeit in Gedanken noch weiter durch das schöne Norwegen.
Ich danke euch allen für eure netten Kommentare und Likes! Vielen Dank auch an das Team von Pooldeck 24 – bei den letzten zwei Kreuzfahrten insbesondere an Manu79 – für die tolle Beratung und unkomplizierte Buchung
!
Bis zur nächsten Kreuzfahrt!

Herzliche Grüße
Silke
Hallo Conny Cobupu !
Herzlichen Dank für die wunderschönen Fotos von einer tollen Route
! Der Reisebericht ist dir mal wieder gelungen
!
LG Silke
…ihr hättet aber ggf. an Bord nochmal in der Landausflugabteilung nach einer anderen Startzeit fragen können…
ich hatte so nämlich meinen auch extrem frühen Ausflug in Geiranger zumindest noch um eine halbe Stunde nach hinten verlegen können.
Beim nächsten Mal! Danke für den Tipp! Da ich auch früh los musste, war das dann für meinen Mann nicht so schlimm. Am nächsten Tag konnten wir ja wieder ausgiebiger und in Ruhe frühstücken und haben es uns im Esszimmer richtig schmecken lassen
.
Ich habe in Stavanger eine Radtour gemacht und bin auch an den drei Schwertern vorbei gekommen.
Vielleicht kann ich dir ja mit diesem Bild etwas aushelfen
LG Jürgen
Das perfekte Foto Jürgen
, vielen Dank! Wäre der Himmel nicht so extrem blau, könnte ich es glatt für mein Fotobuch verwenden
. Ihr hattet ja richtiges Traumwetter in Stavanger
!
LG Silke
Hut ab vor solch einer anspruchsvollen - wie es sich nennt - Wanderung
. ( Könnte es sein dass dein Sternzeichen Bergziege ist?
) Noch eine Frage zum Ausflug Lysefjord. Abfahrtszeit 7:50 ist schon recht stramm für Frühstück rein und raus
. Hast du vielleicht auch die Abfahrtzeit für den Nachmittagstermin?
lg Christine
Hallo Christine, nein, mein Sternzeichen ist nicht Bergziege/Steinbock
sondern Löwe
! Die Abfahrtszeit für die Bootstour fanden wir auch sehr früh. Ich hatte alternativ mal eine Nachmittagsbuchung durchgespielt, aber dann wäre die Abfahrtszeit so spät gewesen, dass der Ausflug erst eine Stunde vor dem Auslaufen beendet gewesen wäre und dann hätten wir nicht mehr zusammen in die Stadt gehen können. Deshalb hatten wir uns dagegen entschieden. Ich hatte allerdings gleich am Tag der Freischaltung der Ausflüge gebucht. Vielleicht sind wir dadurch gleich in die sehr frühe Abfahrtszeit gefallen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es vielleicht gegen 11.30 Uhr auch noch einen Ausflug gab
. Wir haben uns aber nicht getraut, den Vormittagsausflug zu stornieren und eine neue Vormittagsbuchung auszuprobieren.
Zurück auf dem Schiff bin ich schnell unter die Dusche gesprungen und nach einem Erfrischungsgetränk ging es dann gegen 16.00 Uhr noch einmal von Bord. Ich wollte unbedingt noch etwas von der schönen Stadt sehen. Mein Göga hatte mittags bereits eine Erkundungsrunde gedreht und führte mich zu den schönsten Plätzen von Stavanger. Da der Akku seiner Kamera während der Stadtbesichtigung den Geist aufgegeben hatte, konnte ich so wenigstens noch ein paar zusätzliche Fotos machen
.
Stavanger hat mir mit seinen engen, verwinkelten Gassen und schönen Holzhäusern richtig gut gefallen. Die Domkirche war leider eingerüstet, sodass sich ein Foto nicht lohnte. Der alte Fischerort, der lange vom Sardinen- und Heringfang lebte, hat sich durch die Entdeckung der Ölvorkommen zu einer reichen Stadt entwickelt. Ich wäre gerne länger durch die schönen Straßen spaziert, aber nach dem einstündigen Rundgang war ich dann doch kaputt.
Die Zeit bis zum Auslaufen entspannten wir noch ein bisschen in der TUI Bar. Außerdem war an diesem Nachmittag von 15.30 – 17.30 Uhr ein Vertreter des „Tax-Refund Global Blue“ an Bord. Bei diesem konnte man im Atrium neben der Rezeption das mit seinen Kreditkartendaten ausgefüllte Tax-Free-Formular abgeben und sich so für die mit „Tax Free“-gekennzeichneten Einkäufe über 315 NOK die norwegische Mehrwertsteuer zurückerstatten lassen. Es schienen ganz schön viele Gäste kräftig in Norwegen eingekauft zu haben. Immer wenn wir in der Nähe des Atriums waren, zog sich eine lange Schlange von der Rezeption bis ins Treppenhaus
. Erst ab ca. 17.00 Uhr wurde es an dem Schalter leerer, sodass auch wir noch schnell unser ausgefülltes Formular abgaben. Es hat alles vorbildlich geklappt. Die Mehrwertsteuer wurde bereits über die Kreditkarte unserem Konto gutgeschrieben. Da noch immer schönes Wetter war, beschlossen wir schon eine ganze Zeit vor dem Auslaufen nach draußen auf das Pooldeck zu gehen. Wenn ich es schon am Morgen verpasst hatte, beim Anlegen zu fotografieren, musste ich jetzt wenigstens noch ein paar Fotos von dem Blick auf die schöne Hafenstadt machen.
Um 18.30 Uhr durften wir unser letztes Auslaufen dieser Reise noch einmal bei strahlendem Sonnenschein genießen
.
Das Abendessen ließen wir uns dann im Atlantik-Klassik schmecken. An diesem Abend stand für uns u.a. Rettich-Gemüsesalat mit gekochtem Tafelspitz, Lauch-Champignonsalat, Jakobsmuschel, gebratene Perlhuhnbrust, gebratenes Zanderfilet und marmoriertes Schokoladenmousse auf der Speisekarte.
Anschließend versorgten wir uns in der TUI Bar mit Getränken und begaben uns in unsere Kabine. Irgendwie war ich ganz schön platt. Woran das nur lag
? Gut, dass der nächste Tag ein Seetag war.
So, weiter geht’s mit meiner Wandertour. Bereits am Anreisetag in Kiel lag in unserer Kabine ein Informationsschreiben der Landausflugsabteilung mit der Bitte, bis spätestens zum 1. Seetag zur Prüfung der Wanderschuhe am Buchungsschalter auf Deck 4 vorbeizukommen
. Voraussetzung für die Teilnahme waren nämlich geschlossene Wanderschuhe mit Profil. Ich hatte schon Angst, dass ich noch eine Sporttauglichkeitsprüfung im Fitnessstudio ablegen muss
. Aber die blieb mir zum Glück erspart und es wurden wirklich nur die Schuhe überprüft und für geeignet befunden. Ich durfte also mit
. Pünktlich um 8.20 Uhr saßen alle Teilnehmer im Ausflugsbus. Wir wurden von unserer TUI-Reiseleiterin und vom Tourguide des örtlichen Veranstalters begrüßt und bekamen unsere Lunchpakete ausgehändigt, die jeweils ein Sandwich, Kuchen, einen Apfel, eine Banane, einen Müsli-Riegel und eine Flasche Wasser beinhalteten. Wir verstauten die Verpflegung in unseren Rucksäcken und die Pappkartons wurden gleich wieder eingesammelt. Natürlich mussten im Bus wieder die Masken getragen werden und ein Sitzplan wurde ebenfalls erstellt. Der Transfer zum Ausgangspunkt unserer Wanderung dauerte ca. 50 Minuten und war nicht wie von TUI beschrieben mit einer Fährfahrt verbunden sondern wir hatten das Glück, den erst Ende 2019 eröffneten Ryfylke-Tunnel nutzen zu können, der mit einer Gesamtlänge von 14,4 Kilometern bis zu 292 Meter unter dem Meer herführt. Wir erreichten den Parkplatz des Wandergebietes um ca. 9.15 Uhr. Hier gibt es auch Toiletten und einen Kiosk sowie einen Souvenir- bzw. Sport-Shop. Wer wollte, konnte sich für einen hoffentlich nicht eintretenden Notfall die Handy-Nummer unserer Reiseleiterin notieren. Als Abfahrtszeit für die Rückfahrt wurde 14.20 Uhr festgelegt. Es sollte keine Gruppenwanderung stattfinden, sondern jeder konnte sich in seinem eigenen Tempo auf den Weg machen. Wir wurden darauf hingewiesen, dass man für eine Strecke ca. zwei Stunden rechnet und jeder sollte die Dauer des Aufstieges auch als Zeit für den Abstieg einplanen.
Der Aufstieg führte oft über ungleichmäßig hohe Felsstufen. Ich musste so manches Mal erst einmal schauen, welchen Weg ich wähle und meinen Fotoapparat holte ich nur bei Stopps aus der Tasche. Es war auf jeden Fall ratsam, beide Hände frei zu haben, damit man sich zwischendurch auch mal festhalten konnte. Nach der ersten steilen Etappe musste ich erst einmal meine Jacke verstauen. Ich hatte mich viel zu warm angezogen. Am frühen Morgen sah das Wetter noch ganz schön trübe aus. Zwischenzeitlich setzte sich auch am Preikestolen immer mehr die Sonne durch. Der gesamte Wanderweg führt durch eine sagenhafte Natur aus Wiesen, Moor und Felsen und hat neben steilen Treppenaufstiegen auch immer mal wieder flachere Passagen im Programm, wo man sich zwischendurch ein bisschen erholen kann. Verlaufen konnte man sich nicht, da alles gut ausgeschildert war und man unterwegs auch immer wieder auf Personen aus der eigenen Reisegruppe traf, die meistens an der Mein Schiff-Wasserflasche am Rucksack zu erkennen waren. Ich habe beim Aufstieg ein nettes Paar kennengelernt. Wir hatten das gleiche Wandertempo und trafen so immer wieder aufeinander. Das letzte Stück sind wir dann gemeinsam gegangen. Außerdem habe ich während der Tour Stephanie steph1410 und ihren Mann getroffen, mit denen wir bereits 2018 auf der Mein Schiff 5 auf der Transatlantiktour Mallorca-Karibik unterwegs waren. Das war schon verrückt. Die ganzen Tage zuvor ist man sich nie über den Weg gelaufen und ausgerechnet am letzten Hafentag haben wir den gleichen Ausflug gebucht.
Man konnte sich an der tollen Landschaft einfach nicht satt sehen. Deshalb habe ich unterwegs immer wieder Pausen eingelegt, um einfach die schöne Natur zu genießen. Wir hatten natürlich auch richtiges Glück mit dem Wetter. Bei Regenwetter wären die Wege wegen der teilweisen glatten Felsenpassagen wesentlich beschwerlicher gewesen. Schon beim Aufstieg hatte ich großen Respekt vor dem Rückweg, da manche Passagen hohe Stufen enthielten und ich mit meinen kurzen Beinen manchmal Mühe hatte, auf den glatten Steinen Zwischenschritte zu finden. Meine Wanderbegleiterin, die zwischen ihrem Mann und mir ging, rutschte an einer Stelle plötzlich vor mir ab und konnte sich auf den rutschigen Felsen gar nicht so schnell halten
. Es war aber kein steiler Abhang in unmittelbarer Nähe und ich konnte sie festhalten, damit sie wieder auf die Beine kam und nicht weiter nach unten schlitterte. Zum Glück hatte sie sich nicht verletzt. Bei nassem Wetter wäre die Tour wahrscheinlich ein derbes Problem geworden.
Nach 1 ½ Stunden erreichte ich dann in 604 Meter Höhe das Ziel meiner Träume, das Preikestolen-Plateau! Wahnsinn
! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie stolz und glücklich ich war, dort angekommen zu sein. Gut, dass ich die Tour gewagt hatte. Es war wirklich für mich das absolute Highlight der Reise, obwohl es natürlich noch schöner gewesen wäre, wenn mein lieber Mann mich auf dieser Wanderung begleitet hätte.
Zum Glück wurde der Preikestolen an diesem Tag nicht von Menschenmassen belagert. Man konnte sich ganz entspannt am Abgrund Fotografieren lassen, ohne dass sich an der Stelle eine lange Warteschlange bildete. Erst hatte ich ja noch ein bisschen Respekt davor, mich zu nah an die Kante zu stellen. Außerdem hatte ich mindestens tausend Ermahnungen von meinem Göga mit auf den Weg bekommen
. Angeblich soll ja noch nie jemand vom Preikestolen abgestürzt sein
. Und nachdem sich unsere TUI-Reiseleiterin so mutig an den Rand gesetzt hat und sie sich netterweise bereit erklärte, Fotos von mir zu machen, habe auch ich ein bisschen die Beine über den Abgrund baumeln lassen
. Nach dieser Aktion war ich mir auf jeden Fall sicher, dass ich schwindelfrei bin. Die Fotos von mir am Rand des Plateaus habe ich meinem lieben Mann dann aber nicht vorab per WhatsApp geschickt sondern erst später gezeigt. Das Donnerwetter blieb auch glatt aus, weil ich ja heil neben ihm stand. Der Kommentar unserer Tochter zu den Fotos war dann anschließend: „Du brauchst mich jetzt vor meinen Reisen nicht mehr zur Vorsicht ermahnen! So nah wie du war ich nicht am Abgrund des Preikestolen!“
Nach einer Stunde Aussicht genießen, Fotografieren und einer kleinen Stärkung aus dem Lunchpaket startete ich dann meinen Rückweg. Meine beiden Mitwanderer hatten sich schon ca. 10 Minuten vor mir auf den Weg gemacht. Der Abstieg war dann gar nicht so schlimm und ich hatte die beiden nach einiger Zeit wieder eingeholt, sodass wir mindestens ¾ des Rückweges gemeinsam gemeistert haben. Aufgrund der grandiosen Eindrücke auf dem Preikestolen-Plateau hatten wir uns viel zu erzählen und der ca. 1 ½-stündige Abstieg verging wie im Fluge. Auf dem Rückweg kamen uns noch viele Wanderer entgegen, die erst mittags gestartet sind. Ich habe sogar zwei junge Männer gesehen, die ihre kleinen Kinder im Tragetuch vor dem Bauch den Berg hinauf geschleppt haben
. Bis zur Abfahrt des Busses hatten wir unten noch eine Stunde Zeit, die dann genutzt wurde, die Reste des Lunchpaketes zu vertilgen, einen Magneten zu kaufen und noch ein bisschen in der Sonne zu entspannen. Die von TUI für diesen Ausflug eingeplante Zeit war dieses Mal völlig in Ordnung
. Man hatte bei der Wanderung und auch oben auf dem Plateau überhaupt keinen Zeitdruck. Meine Wander-App zeigte mir übrigens am Ende der Tour eine zurückgelegte Strecke von 8,08 km mit 320 Höhenmetern an. Hört sich eigentlich gar nicht so schwer an
.
Auf der Busrückfahrt von ca. 50 Minuten saßen alle ganz kaputt und glücklich auf ihren Sitzen. Da wir gut in der Zeit lagen, gab es noch eine kurze Stadtrundfahrt durch Stavanger und wir kamen am Stadteingang an dem Denkmal „Schwerter im Felsen“ vorbei. Das Denkmal besteht aus drei Schwertern, die in der Erde stecken und Frieden, Einheit und Freiheit symbolisieren. Der Sage nach hat Harald Schönhaar hier im Jahr 872 Norwegen zu einem Königreich geeint. Leider gab es keinen Fotostopp. Ich habe auf der falschen Seite im Bus gesessen und konnte somit kein Foto machen. Statt der vorgegebenen 8 Stunden waren wir ca. 7 Stunden unterwegs.
Stavanger am 08.09.2021
Auf diesen Hafen freute ich mich schon die ganze Reise. Wir hatten gleich zwei Ausflüge über TUI gebucht. Jetzt meint ihr bestimmt, einen am Vormittag und einen am Nachmittag, aber wir hatten einen anderen Plan. Zum ersten Mal wollten wir getrennte Wege gehen. Kennt ihr diesen Wunsch, einmal im Leben ein bestimmtes Ziel zu erreichen? Dieses Traumziel war bei mir der Preikestolen
. Unsere Tochter war mit ihrem Freund bereits Anfang August dort und ihre schönen Fotos haben mich noch mehr angespornt, irgendwann einmal dort hoch zu wandern. Das Irgendwann sollte dann plötzlich einen Monat später sein
. Erst hatte ich ja noch Zweifel, ob ich die Tour überhaupt schaffe. Mein angehender Schwiegersohn meinte dann nur: „Da sind Greise und Hunde hoch gelaufen. Das schafft ihr auch.“
Mein lieber Mann streikte jedoch. Er wollte aber, dass ich die Tour auf jeden Fall mache. Also suchten wir für ihn einen anderen Ausflug aus. Er wollte mir von unten vom Lysefjord aus zuwinken. Also buchten wir für ihn die Bootsfahrt durch den Lysefjord. Beide Touren starteten schon früh und zwar um 7.50 Uhr die Bootsfahrt und um 8.20 Uhr meine Wandertour. Das Anlegen in Stavanger sollte um 7.30 Uhr sein. Der Kapitän war aber mal wieder überpünktlich. Mein Göga hat sich nämlich schon um kurz nach halb acht auf den Weg zum Ausgang begeben. Irgendwie habe ich es noch nicht einmal geschafft, vom Balkon aus die ersten Fotos vom Hafen zu machen. Wir haben lediglich einmal geschaut, welches Boot wohl für die Fahrt durch den Lysefjord in Frage kommt. Das Wetter sah am frühen Morgen noch nicht überragend aus. Es war sehr bewölkt und diesig
. Lt. Wettervorhersage sollte es aber wenigstens trocken bleiben.
Dann berichte ich euch mal als erstes ein bisschen von der Fjordrundfahrt. Die große Ausflugsgruppe von ca. 60 - 80 Personen traf sich an der Pier. Das dauerte schon ein bisschen, bis alle eingescannt waren und dann an Bord durften. Das Ausflugsboot lag nicht weit von der Mein Schiff 1 entfernt. Auf dem Boot gab es ein großes Außendeck mit wenigen Sitzplätzen. Es waren ausreichend Stehplätze vorhanden, von denen man gut fotografieren konnte. Die meisten Sitzplätze befanden sich im Innenraum des Schiffes. Aufgrund des bedeckten Wetters setzten sich die meisten Gäste nach innen, sodass mein Göga draußen viel Platz hatte. Es war zwar ganz schön windig, aber an der frischen Luft war es trotzdem viel schöner. Zunächst ging es im Hafen an der Mein Schiff 1 vorbei, unter der Stavanger-Stadtbrücke hindurch und an der Insel Tingholmen vorbei bis in den Høgsfjord.
Am Oanes Fähranleger bog das Schiff nach links ab in den Lysefjord und passierte kurze Zeit später die Lysefjord Brücke, eine 640 Meter lange Hängebrücke.
Während der wunderschönen Fjorddurchfahrt gab es einen Stopp an der Fantahålå Höhle. Anschließend hielt der Kapitän noch an einem felsigen Uferstück, um einige dort frei lebende Ziegen zu füttern.
Da sich das Wetter zwischenzeitlich gebessert hatte und sich die Sonne am Himmel immer mehr durchsetzte, war die Hoffnung groß, am Hauptziel der Schiffstour einen schönen Blick auf den 604 Meter hohen Preikestolen mit seinem 25 mal 25 Meter großen Felsplateau werfen zu können. Leider war der Blick nach oben noch ein bisschen vernebelt.
Also ging die Fahrt zunächst weiter bis zum Hengjanefossen Wasserfall.
Nach einem ausgiebigen Fotostopp drehte der Kapitän und hielt auf dem Rückweg noch einmal unterhalb des Preikestolen. Jetzt zeigte sich der spektakuläre Felsvorsprung in voller Pracht
. Man konnte sogar einige Wanderer auf dem Plateau erkennen. Einer saß direkt am Rand und ließ seine Beine in die Tiefe baumeln. Ich war es nicht
. Als das Foto entstanden ist, hatte ich gerade erst mit dem Aufstieg begonnen. Ich konnte also leider nicht meinem Göga von oben zuwinken. Schade, dass es zeitlich nicht passte
.
Am Ende des Lysefjords, zwischen der Lysefjordbrücke und dem Oanes Fähranleger, legte das Ausflugsboot am Ufer des Restaurants Lysefjordsenteret an. Vom Restaurant aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Mündung des Lysefjords und die umgebenden Berge. Hier wurden die Ausflügler mit Waffeln und Kaffee versorgt. Im Innern des Restaurants mit seinen großen Fenstern mit Blick auf das Wasser waren bereits für die gesamte Gruppe die Tische eingedeckt. Mein Göga bevorzugte aber bei dem sonnigen Wetter die Außenterrasse und ließ sich dort seine Waffel schmecken.
Nach einer ca. halbstündigen Kaffeepause ging es dann mit dem Boot wieder zurück in den Hafen von Stavanger.
Mein lieber Mann war ganz begeistert von der tollen dreistündigen Fjordtour. Die Informationen an Bord erfolgten über Tonband auf Deutsch. Die TUI-Reiseleiterin hat lediglich Ansagen zum Ablauf der Kaffeepause gemacht. Wir haben für die Tour über TUI im PLUS-Tarif 73,80 € bezahlt. Also war es etwas teurer als der von Astrid Sopur beschriebene Bootsausflug in Eigenregie (58,00 €). Es gab allerdings bei der TUI-Tour noch Waffeln und Kaffee. Eigentlich wollte ich auch erst vor Ort buchen, um flexibler bezüglich des Wetters zu sein. Freunde von uns hatten allerdings auf ihrer AIDA-Reise Pech, da vor Ort bereits alle Touren ausgebucht waren. Vielleicht hätten wir da mutiger sein sollen, weil die Mein Schiff 1 das einzige Kreuzfahrtschiff im Hafen und auch die Hauptsaison schon vorüber war. Aber meinem Göga hat der Ausflug sehr gefallen und auch die große Teilnehmerzahl hat ihn nicht gestört, da sich auf dem Boot alles gut verteilte. Mit dem Wetter hat er richtig Glück gehabt. Und auf dem Schiff hat er dann sogar noch Mitreisende getroffen, mit denen wir bereits auf der Trollstigen-Tour von Geiranger aus unterwegs waren, sodass er gleich wieder lustige Unterhaltung hatte. Es war für ihn definitiv die richtige Entscheidung, über TUI zu buchen.
Nach der Bootstour gönnte er sich dann erstmal eine Pause auf unserem großen Boot und erkundete anschließend ein bisschen die schöne Hafenstadt. Er hatte von mir den Auftrag bekommen, viele Fotos von Stavanger zu machen und einen Magneten zu kaufen. Da mein 8-stündiger Ausflug mit dem Titel „Fit auf den Preikestolen“ als „sehr anspruchsvoll“ beschrieben wurde mit dem Hinweis, dass eine sehr gute körperliche Verfassung Voraussetzung für die Teilnahme ist, war ich mir nicht sicher, ob ich es nach der Wanderung überhaupt noch schaffe, mir die Stadt anzusehen
.
…dass du aber auch immer dort bist wo wir auch waren
…beim Käsebuffet hast du doch tatsächlich meinen Mann mit drauf wie er gerade mit dem Handy das Buffet fotografiert (der jüngere der beiden Herren links
). Du warst sicher für die bessere Übersicht oben im Mediterran?
Das Foto ist erst gegen 21.00 Uhr nach unserem Abendessen auf dem Weg in die Schau Bar entstanden, wahrscheinlich sogar von oben aus der Bar oder dem Atlantik-Mediterran
? Irgendwie seid ihr mir oft ins Foto gelaufen
. Zufälle gibt’s! Aber wie war das Sprichwort? „Aller guten Dinge sind drei“: Schloss in Oslo, Dalsnibba in Geiranger (leider ohne Foto) und jetzt noch im Atlantik-Klassik! Mal schauen, auf welcher Kreuzfahrt wir uns wieder begegnen
!
Hallo Christine novak !
Auf unserer ersten Kreuzfahrt nach Norwegen vor sechs Jahren lagen wir mit der alten Mein Schiff 1 auch bereits außerhalb des Stadtzentrums. 2019 hatten wir mit der kleinen AIDAcara das Vergnügen, direkt im Zentrum an der Festung zu liegen. Eine Arbeitskollegin von mir hatte bei ihrer TUI Cruise ebenfalls den weiten Weg bis zur Stadtmitte. Das wäre schon Luxus, wenn ihr das Glück habt, an der Festung anzulegen. Ich drücke euch die Daumen! Wir sind uns nicht sicher, wo die Ausflugsbusse gestanden haben, mein Göga meint, innerhalb des Hafenbereiches und nicht am Ausgang
. Vielleicht können sich Sopur , Superernie oder steph1410 noch erinnern ![]()
Bergen am 07.09.2021
Nachdem der Kapitän am Vorabend die Wetterprognose des Lotsen mit bedeckt, aber trocken voraussagte und auch das Tagesprogramm nicht von Regen sprach, hatten wir noch Hoffnung, dass meine Wetter-App die falsche Wettervorhersage anzeigte. Leider behielt meine App Recht
. Da wir bereits zum dritten Mal die schöne Stadt Bergen besuchten, hatten wir für den Tag kein festes Programm. Eigentlich wäre ich gern mit der Seilbahn auf den Ulriken gefahren. Auf dem 643 Meter hohen Berg soll man eine schöne Aussicht auf Bergen und das Umland mit seinen Fjorden und Gebirgen haben. Da die Seilbahn aber wegen Umbau geschlossen war, fiel dieser Ausflug nicht nur wegen dem schlechten Wetter aus. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Besuch der Fantoft-Stabskirche gewesen, die jedoch nur mit dem Bus und vor allem einen zusätzlich etwas längeren Fußweg zu erreichen wäre. Das wäre bei dem Dauerregen wahrscheinlich auch nicht so toll gewesen. Also ließen wir den Morgen ganz ruhig angehen und frühstückten erst einmal ganz in Ruhe. Gut, dass wir keinen Ausflug über TUI gebucht hatten. In unserer Kabine hatte es sich zwischenzeitlich dieser nette Geselle in unserem Bett breit gemacht:
Unser Liegeplatz war ein bisschen vom Stadtzentrum entfernt. Es muss Dokken oder Jekteviken gewesen sein. Die beiden Liegeplätze liegen noch hinter dem Hurtigrutenkai. Deshalb bot TUI an diesem Tag einen Shuttle-Service für 9 € pro Person an. Die Busse pendelten von 8.30 Uhr bis 16.15 Uhr regelmäßig zwischen dem Hafenausgang und dem Fischmarkt hin und her. Der Weg zum Hafenausgang betrug aber bereits auch schon ca. 500 m zu Fuß. Trotz des Regens entschieden wir uns gegen den Shuttle und erreichten Dank unseres Stadtplans von der letzten Norwegen-Reise und der Handy-Navigation nach ca. 20 Minuten das Ufer des Vågen auf der gegenüberliegenden Seite von Bryggen. Der Blick auf Bryggen war ganz schön diesig und der Hausberg Fløyen war komplett im Regennebel verschwunden.
Am Kopf der Hafenbucht (Vågen) befindet sich der Fischmarkt, wo neben Fisch auch Blumen, Obst, Gemüse, Handarbeiten und Souvenirs verkauft werden. Viel Fisch bekamen wir dort leider nicht zu sehen. Ein Mitreisender, der sich ab dem Schiff uns angeschlossen hatte, da er das erste Mal in Bergen war und sich nicht auskannte, war ganz enttäuscht. Er dachte, ihn erwartet in Bergen ein ähnliches Spektakel wie auf dem Fischmarkt in Hamburg. Wir gaben ihm den Tipp, in die am Hafenbecken liegende Fischhalle (auf der gegenüberliegenden Seite von Bryggen) zu gehen, in der sich viele Fischgeschäfte und Restaurants befinden. Dieser wollten wir dann auf dem Rückweg einen Besuch abstatten.
Wir spazierten um die Hafenbucht herum bis zum ehemaligen Hanseviertel von Bergen, dem Weltkulturerbe Bryggen. Die bunten Holzhäuser von Bryggen wurden damals zum Be- und Entladen der Schiffe direkt am Hafenbecken dicht aneinander gebaut. Heute befinden sich dort Geschäfte, Restaurants und Gaststätten. Durch schmale Gässchen gelangt man in schöne Hinterhöfe. Aufgrund des Regenwetters schlenderten wir durch viele Geschäfte und mein Göga hat sich endlich seinen heiß ersehnten Norweger-Pulli bzw. eine Strickjacke mit Norwegermuster gekauft
.
Der arme Fabio ( meinschiff2712 ) versuchte bei dem schlechten Wetter Mein Schiff-Gäste von einer Aufnahme vor der verregneten Kulisse mit den bunten Häusern zu überzeugen. Sehr gelungen fand ich seinen Spruch: „Das Wetter ist zwar auf den Fotos nicht schön, aber es sind doch schöne Personen drauf zu sehen!“ ![]()
Nach unserer Shopping-Tour gingen wir in die Fischhalle und konnten dort eine große Auswahl an Fischen bestaunen.
Auf dem Rückweg zum Schiff passierten wir noch verschiedene schöne Gebäude und Plätze, wie dem Art Museum, den Stadtpark Byparken, dem See Lille Lungegårdsvann, der Universität und der St. John’s Church.
Nach einem ca. zweistündigen Stadtrundgang erreichten wir durchnässt die Mein Schiff 1. Das Fotografieren hat dieses Mal nicht so viel Spaß gemacht und ich habe aufgrund der Nässe auch nur mein Handy benutzt
. Es war schade, dass wir dieses Mal in Bergen einen der 248 Regentage im Jahr erwischt hatten. Viel mehr leid tat es mir allerdings für alle, die das erste Mal in der eigentlich sehr schönen Stadt waren und nicht die Chance hatten, den tollen Blick vom Hausberg Fløyen zu genießen. Wir durften die Stadt jetzt einmal bewölkt, einmal sonnig und einmal im Dauerregen erleben. Das nächste Mal hoffen wir natürlich wieder auf sonniges Wetter und eine funktionierende Seilbahn auf den Ulriken. Den restlichen Nachmittag vertrödelten wir dann in den Innenräumen unseres Schiffes. Zum Auslaufen um 17.00 Uhr trauten wir uns noch einmal raus. Aber auch hiervon gibt es leider nur diesige graue Fotos. Beim Auslaufen begleiteten uns ein paar Tümmler
. Sie waren aber immer schneller als ich mit meiner Kamera und so habe ich sie leider auf keinem Foto eingefangen. Das Passieren der Askøy-Brücke, eine Hängebrücke, die insgesamt 152 Meter hoch ist und eine Durchfahrtshöhe von 62 Metern hat, haben wir dann nur von unserem Balkon miterlebt.
Um 18.00 Uhr statteten wir unserem Lektor Marcus Kummerer im Theater einen Besuch ab, der uns an diesem Abend mit Informationen über Stavanger versorgte. Wir hatten zwar für Stavanger zwei Ausflüge über TUI gebucht, aber wenn wir es zeitlich schaffen sollten, wollten wir natürlich auch noch zu Fuß ein bisschen die uns unbekannte Hafenstadt erkunden. Anschließend speisten wir im Atlantik-Klassik, wo es an diesem Abend ein Käsebuffet gab. Im Anckelmannsplatz wurde das Käsebuffet übrigens auch angeboten. Der Schwarzwälder Schinken auf Artisan-Brotsalat mit Marillen, der Shrimpscocktail, die gebackenen Kabeljaustreifen, die geschmorte Kalbsbacken und das Quarkmousse waren sehr lecker. Und das Käsebuffet ist sowieso immer ausgezeichnet.
Den restlichen Abend verbrachten wir in der Schau Bar, da es dort Live-Musik mit dem Silver Line Duo gab. Die Musik gefiel uns wieder sehr gut. Es durfte sogar getanzt werden.
Danke Fabio meinschiff2712 für dieses tolle Foto
!
Hallo Astrid Sopur, wir hatten an dem letzten Stopp auf dem Hausberg wahrscheinlich etwas länger Zeit, weil nach uns kein Ausflug mehr war
! Aber das ist leider oft das Problem bei den über TUI gebuchten Ausflügen, dass die Zeit viel zu kurz ist und man sich an den Ausflugspunkten gehetzt fühlt
.
Ich wünsche dir eine tolle Geburtstagsreise uschisiggi ! Dann kommen wir ja bestimmt schon bald in den Genuss eines neuen Reiseberichtes
. Die Tour würde mich allein schon wegen dem Nord-Ostsee-Kanal reizen. Leider sind dieses Jahr keine Urlaubstage mehr übrig und wir müssen uns bis nächstes Jahr gedulden
. Rentner müsste man sein
!
LG Silke
Hallo Silke,
dann gibt's ja vielleicht Info's aus erster Hand
.
Wir haben ja noch ein wenig Zeit zum vorfreuen.
Viele Grüße Torsten
Mal sehen, ob ich es schaffe, vor eurem Reisestart mit einem Bericht zu beginnen
. Falls es das Internet zulässt, versuche ich natürlich von unterwegs schon ein paar Infos schicken.
LG Silke
Molde am 06.09.2021
Um 8.00 Uhr sollten wir an diesem Tag den Hafen von Molde erreichen. Nach dem anstrengenden Ganztagesausflug am Vortag wollten wir diesen Tag etwas ruhiger angehen lassen. Gegen 7.00 Uhr begrüßte mich bei einem Blick vom Balkon zwar kein Sonnenschein, aber eine Aussicht auf die wunderschöne Schärenlandschaft des Moldefjords.
Nach einem gemütlichen Frühstück ging es dann um 10.30 Uhr das erste Mal von Bord und pünktlich zum Landgang fing es an zu tröpfeln. Im Hafenbereich wurden Stadtpläne verteilt. Viele Sehenswürdigkeiten gab es nicht und so hatten wir ganz schnell einen Rundgang ausgearbeitet. Vom Schiff hat man bereits einen guten Blick über die Stadt. Von dort haben wir zwei Aussichtspunkte entdeckt, die auf jeden Fall mit auf dem Programm standen. Es lohnte sich zum Glück nicht, den Regenschirm zu öffnen. Der Himmel war zwar stark bewölkt, aber während des Rundgangs durch die „Stadt der Rosen“ blieb es dann doch trocken. Die Bezeichnung „Stadt der Rosen“ führt auf das relativ milde Klima, das dort herrscht, zurück. Ich konnte jedoch nicht wirklich viele Rosen entdecken
.
Zunächst ging es vom Hafen immer am Wasser entlang bis zum Aker Stadion (Fußballstadion mit 11.200 Sitzplätzen) und dem Scandic-Seilet-Hotel, das zum Teil in den Romsdalsfjord hineingebaut ist und mit einer Bar in der 15. Etage wohl eine wunderschöne Aussicht über die umliegenden Romsdalsalpen mit 222 Bergspitzen bietet. Für einen Besuch der Bar war es am Vormittag noch zu früh
. Wir wollten diese Aussicht später von einem anderen und vor allem höheren Ort aus genießen.
Das nächste Ziel war das Chateauet, eine herrschaftliche Villa mit einer Gartenanlage.
Hinter der Villa ging es weiter die Straße hinauf durch den Reknes-Park, in dem sich weit oben ein Aussichtspunkt befindet. Den Pavillon hatten wir bereits vom Schiff aus gesehen.
Um zum nächsten Aussichtspunkt, dem Dach der Plassen Library, zu gelangen, ging es den Berg wieder hinunter Richtung Schiff. Von hier aus hatte man einen guten Blick auf die Stadt und die Domkirche, deren 50 m hoher freistehender Glockenturm leider eingerüstet war.
Die letzte Runde führte dann über die Haupteinkaufsstraße, am Rathaus mit dem Brunnen und dem Rosenmädchen und der Domkirche vorbei.
Am Wasser ging es anschließend gegen 12.00 Uhr zurück zum Schiff.
Für den Nachmittag hatten wir über TUI den 3 ½-stündigen Ausflug „Atlantikstraße, Fischerdorf Bud und Hausberg Varden“ gebucht. Treffpunkt war um 13.05 Uhr am Bus Nr. 17. Beim Verlassen des Schiffes fing es doch tatsächlich wieder an zu regnen. Gut, dass wir jetzt erstmal ein bisschen vom Bus aus die Landschaft genießen durften. Nach ca. einer Stunde Fahrtzeit erreichten wir das Fischerdorf Bud, das im 16. und 17. Jahrhundert der größte Handelsplatz zwischen Bergen und Trondheim war. Ich wäre gern einmal zum Wasser und durch den Ort bis zur Kirche gegangen, aber wir hatten hier nur einen Fotostopp von 10 Minuten
. Wir waren parallel mit drei oder vier Bussen unterwegs. Diese parkten in Bud direkt an der Atlantikwallbefestigung. Also ging es im Eiltempo die Treppen hinauf auf die Befestigungsanlage um wenigstens einen kurzen Blick auf das Dorf von oben zu genießen. Zum Glück regnete es nicht mehr.
Von Bud aus erreichten wir nach einer weiteren Fahrtzeit von ca. 15 Minuten die Atlantikstraße, die ein 8274 Meter langer Abschnitt der Reichsstraße 64 ist und die Orte Vevang und Kårvåg verbindet. Die Straße führt über mehrere kleine Inseln, die durch acht Brücken miteinander verbunden sind. Die Storseisund-Brücke ist die längste der acht Brücken und gleichzeitig das Wahrzeichen der Strecke. Wir fuhren zunächst über die komplette Straße und konnten vom Bus aus die schöne Landschaft genießen.
Auf der Rückfahrt hielten wir auf dem größten Rastplatz Atlanterhavsvegen, der sich in toller Lage direkt am Meer auf der Insel Eldhusøya befindet. Hier hatten wir 20 Minuten Zeit, den dortigen Aussichtsrundweg abzugehen, der durch das schöne teils sumpfige Gelände führt. Der Weg besteht aus Gittern, die auf Pfählen fundamentiert sind. Dort gibt es auch einen Informationsstand mit Kiosk und Toiletten. Nach dem Rundgang habe ich es also auch noch geschafft, einen Magneten zu kaufen
.
Kurz vor der Weiterfahrt habe ich die Straße am Parkplatz überquert, und bin dort auf einem kleinen Weg bis zum Wasser gelaufen, um von dort den Blick zu genießen.
Die schönsten Fotos von der Atlantikstraße, die man im Internet findet, sind natürlich die Aufnahmen von oben. Hierfür hätte man wohl eine Drohne benötigt. Einen entsprechenden Aussichtspunkt sind wir leider nicht angefahren. Stattdessen stand noch ein anderer Aussichtspunkt auf dem Programm. Wir fuhren auf der Rückfahrt nach Molde noch zum Hausberg Varden, den wir ca. eine Stunde später erreichten. Von hier oben hatten wir einen tollen Blick auf eine bergige Kulisse aus 222 Gipfeln, die sich majestätisch über dem Fjord erhebt. Mit blauem Himmel hätte das ganze wahrscheinlich noch schöner ausgesehen, aber die Aussicht war trotz des bewölkten Himmels gut.
Nach ca. 15 Minuten Fotostopp ging es dann zurück zum Schiff. Insgesamt war der Ausflug ganz okay, aber die Stopps waren einfach zu kurz. Der ganze Ausflug müsste um eine Stunde verlängert werden, aber dann wäre es für TUI nicht möglich, so viele Touren an einem Tag durchzuführen.
Mein ursprünglicher Plan war es eigentlich, vom Schiff aus auf den Hausberg Varden zu wandern. Ich hatte mir auf meiner Wander-App schon die Route gespeichert, die eine Strecke von 8 Kilometer mit 370 Höhenmetern anzeigte. Hierbei wäre man am Romsdalsmuseum vorbei gekommen, ein Freilichtmuseum mit rund 50 alten Bauwerken aus Stadt und Land, wo sich ein Besuch bestimmt auch gelohnt hätte. Als ich dann aber den über TUI angebotenen kombinierten Ausflug Hausberg und Atlantikstraße entdeckte, haben wir diesen einer Wanderung vorgezogen. Na ja, vielleicht kommen wir irgendwann noch einmal nach Molde. Dann hätten wir gleich einen neuen Plan parat.
Zum Auslaufen um 18.00 Uhr standen wir natürlich wieder pünktlich auf Deck 14.
Da am heutigen Abend ab 19.00 Uhr auf dem Pooldeck ein Skandinavischer Spezialitätenmarkt geboten wurde, gingen wir vorher nur eine Kleinigkeit im Anckelmannsplatz essen.
Den restlichen Abend verbrachten wir in unserer Kabine und konnten vom Balkon aus noch lange tolle Blicke auf die schöne Küstenlandschaft genießen.
Da habt ihr euch eine tolle Winterroute ausgesucht Siegrid uschisiggi
! Wir waren 2019 mit der AIDAcara auf Wintertour durch Norwegen und es war traumhaft
. Bei eurem Wetterglück habt ihr bestimmt Sonnenschein, Nordlichter und Ententeich
. Ich freue mich jetzt schon auf deinen Reisebericht!
LG Silke
Das sehe ich auch so wie Gabi uschisiggi ! Trotzdem finde ich es sehr schade, dass wir nicht gemeinsam auf Tour gehen und uns persönlich kennenlernen
! Vielleicht klappt es irgendwann auf einer anderen Reise. Die Chancen sind ja gut, da ihr viel unterwegs seid
. Ich wünsche euch und
@Isuledda99 auf jeden Fall viel Spaß bei den Reiseplanungen!
LG Silke