Beiträge von Muesi

    Saguenay (Quebec) / Kanada am 30.08.2023

    An unserem zweiten Tag in Saguenay stand für uns der vierstündige Phoenix-Ausflug „Nationalpark individuell" auf dem Programm. Wir waren zum Glück für den Vormittagsausflug eingeteilt, der bereits um 8.45 Uhr mit einer einstündigen Busfahrt zum Saguenay Nationalpark startete. Dort erhielten wir eine kurze Einweisung und hatten anschließend ca. 1 ½-Stunden Zeit für eine Wanderung in Eigenregie durch die schöne Natur :love:. Ich lass dann jetzt einfach mal die Fotos sprechen:










    Das ist eine tolle Route mit der Mein Schiff 1 :love:  Anke66 ! Da empfehle ich euch auf jeden Fall eine Zodiac-Fahrt zur Walbeobachtung im Saguenay-Fjord, weil ihr ja nicht tagsüber mit dem Schiff durch die wunderschöne Passage fahrt. Es lohnt sich auf jeden Fall schon vor dem Anlegen zum Sonnenaufgang aufzustehen. Lt. meinem Tagesprogramm war am 30.08.2023 der Sonnenaufgang um 5.59 Uhr und der Sonnenuntergang um 19.30 Uhr ;). Schade, dass wir in diesem Jahr schon alle Urlaubstage verplant haben, sonst könnte ich echt in Versuchung kommen, auch die Mein Schiff 1-Reise zu buchen :D.

    Gegen 16.30 Uhr erreichten wir unseren Liegplatz in Saguenay. Hier hatten wir eine Overnight, sodass sämtliche Ausflüge erst am nächsten Tag stattfanden. Wir wollten uns aber auf jeden Fall vor dem Abendessen noch den Ort anschauen. Deshalb starteten wir gleich nach der Freigabe des Schiffes unseren Spaziergang. Die Stadt Saguenay entstand im Jahr 2002 durch den Zusammenschluss der Städte Chicoutimi, La Baie, Jonquière und Laterrière sowie weiterer Gemeinden mit insgesamt 150.000 Einwohnern in der Bucht Grande-Baie. Diese Bucht wird auch „Baie des Ha! Ha!" nach dem Fluss Ha! Ha! genannt.

    Vom Liegeplatz erreicht man schnell das Stadtzentrum mit der Kirche und einigen Geschäften. Unser erster Fotostopp war natürlich an dem „I love Saguenay"-Schriftzug in der Nähe des Liegeplatzes. Unser Ziel war eigentlich die ca. vier Kilometer vom Hafen entfernte Gedenk-Pyramide, die mit 100ten Verkehrsschildern verkleidet ist und an die Flutkatastrophe von 1996 erinnert. In der Nähe der Pyramide befindet sich wohl auch das Musée du Fjord. Aber der Weg dorthin war uns dann für einen Abendspaziergang doch zu weit, sodass wir nach einiger Zeit umdrehten und an der Uferpromenade zurück zum Schiff gingen. Im Terminalgebäude gab es übrigens freies WLAN.










    Wenn wir für den nächsten Tag keinen Ausflug gebucht hätten, wären wir wohl mal mit den bordeigenen Fahrrädern bis zur Gedenk-Pyramide geradelt oder hätten eine längere Wanderung unternommen. Grundsätzlich empfehle ich aber, in diesem Hafen einen Ausflug zu unternehmen.

    Ich habe dann wohl zum Abendessen einen „Fritz Burger" bestellt. Das war das letzte Foto, das ich an diesem Tag gemacht habe ^^.









    Eigentlich wäre an diesem Tag das Schauen und Genießen der wunderschönen Natur um uns herum genug Programm gewesen. Aber an einem Seetag jeder Phoenix-Kreuzfahrt findet ein Bayrischer Frühschoppen statt. Grundsätzlich habe ich gegen diese Veranstaltung nichts. Schließlich sind wir selbst Musiker einer Blaskapelle und spielen auf Schützenfesten sehr gerne ein Frühschoppenkonzert ;). Aber warum findet diese Veranstaltung an einem Tag mit einer wunderschönen Fjorddurchfahrt statt =O? Ich fand die bayrische Party mit lauter Musik und Freibier völlig unpassend. In unserem Strandkorb am Bug bestand auf jeden Fall genug Abstand zum Party-Bereich „Schöne Aussichten" auf Deck 11, sodass man dem Trubel einigermaßen entfliehen konnte und nach ca. zwei Stunden war der ganze Spuk auch wieder vorüber. Im Nachbarstrandkorb nörgelte dann noch eine Dame herum, dass die Landschaft ja gar nicht so interessant wäre und alles gleich aussehen würde. Dann könnte sie ja wohl die Augen zu machen. Als ihr Mann jedoch nicht rechtzeitig aufstand, um einen guten Platz zum Fotografieren der Marienstatue zu ergattern, war sie auch wieder unzufrieden und blaffte ihn an. Unglaublich :rolleyes:! Aber das sind nur die kleinen Geschichten am Rande, die es wohl auf jedem Schiff gibt :D, sowohl bei TUI, AIDA, Phoenix, ...

    Wir hatten auf jeden Fall einen wunderschönen Tag mit traumhaften Landschaften und Tiersichtungen und waren rundum glücklich und zufrieden :love:.


    Kreuzen im Riviere Saguenay / Saguenay (Quebec) / Kanada am 29.08.2023

    Unser nächstes Ziel Saguenay sollten wir an diesem Tag erst am späten Nachmittag erreichen. Wir nutzten den sonnigen Tag für Spaziergänge auf dem Promenaden-Deck. Es war ein herrlich entspannter Vormittag, bei dem wir immer wieder den Sankt-Lorenz-Strom beobachteten. In diesem Gebiet – insbesondere in der Nähe der Saguenay Flussmündung bei Tadoussac – leben im Sommer und Herbst Beluga-, Zwerg-, Finn- und Blauwale :love:. Hier werden spezielle Waltouren angeboten. Solltet ihr also vom Schiff aus kleinere oder größere Schnellboote entdecken, könnte es sein, dass irgendwo in der Nähe Wale oder Robben gesichtet wurden.








    Wir setzten uns dann bei dem tollen Wetter in einen der schönen Strandkörbe auf dem Sonnen-Deck. Von hier aus war ich zum Fotografieren immer ganz schnell am Ausguck am Bug des Schiffes. Da wir bei Tadoussac vom Sankt-Lorenz-Strom in den Saguenay River einfuhren, erwartete uns nun eine landschaftlich besonders schöne Passage. Der Saguenay River fließt durch den südlichsten Fjord Nordamerikas, der von Gletschern geformt wurde. Es ist eine wunderschöne Landschaft mit durchschnittlich 300 Meter hohen steilen Felsen. Der Fluss Saguenay strömt vom Lac Saint-Jean 155 km lang bis zur Mündung des St. Lawrence River. Aufgrund der Tiefe des Wassers von bis zu 300 Metern können größere Schiffe bis nach La Baie fahren. Auf unserer Fahrt nach Saguenay passierten wir das Cap Trinité mit der zehn Meter hohen Marienstatue „Lady of Saguenay".



    Liebe Siegrid uschisiggi ,

    im Phoenix-Reiseführer sind zwei Gärten beschrieben, der Les Jardins De L‘Anse an der Boulevard Laure, den wir besucht haben und der Jardin Du Ruisseau Bois-Joli an der Rue Des Chanterelles, zu dem anscheinend der Ausflug angeboten wird. Ich habe mal den Stadtplan von der Landgangsinformation abfotografiert. Dann kannst du sehen, wo sich die Gärten befinden. Falls die Angaben auf dem Plan richtig sind, ist der Jardin Du Ruisseau Bois-Joli ziemlich weit vom Liegeplatz entfernt. Der Hop-on-Hop-off-Bus hat diesen Park nicht angefahren. Im Reiseführer wird er als nördlichster botanischer Garten der Provinz Québec mit mehr als 10.000 unterschiedlichen Pflanzenarten beschrieben.

    Vom Hafen aus kann man auch noch zu Fuß die Parkanlage Sculptures de fer et sentiers en forêt erreichen, in der sich Plastiken aus recyceltem Altmetall befinden. Dort sind wir dann aber nicht mehr hingelaufen.

    Das Auslaufen und den Sonnenuntergang haben wir natürlich an diesem Tag noch draußen auf den Außendecks erlebt. Und Fotos vom leckeren Abendessen kann ich euch von diesem Tag auch noch präsentieren.











    Nach der tollen Bootstour ging es erstmal für eine kleine Pause zurück an Bord der Amera. Aber kurze Zeit später machten wir uns wieder auf den Weg zum Terminal-Zelt mit Tourist-Info, um dort Tickets für den Hop-on-Hop-off-Bus (15,00 CAD/Person) zu kaufen. Der Bus stand schon startbereit vor dem Zelt. An dem vier Kilometer vom Hafen entfernten Museum Le Shaputuan stiegen wir aus, aber nicht um das Museum über die Geschichte der Innu zu besichtigen sondern um von dort zum Gartenpark Les Jardins de l’Anse zu laufen. Vom Museum aus ging es noch ein ganzes Stück an der Hauptstraße entlang bis wir endlich den Park erreichten. Der Reiseführer hatte eigentlich sechs Themengärten mit einer reichen Pflanzenwelt der ostkanadischen Küste mit atemberaubenden Ausblicken auf die umliegende Landschaft versprochen. Diese Beschreibung war jedoch leicht übertrieben. Eintritt mussten wir zum Glück nicht zahlen. Wir spazierten ein bisschen durch die Parkanlage mit ihren Aussichtspunkten. Es war ganz nett, aber unserer Ansicht nach hatte sich die Busfahrt hierfür nicht gelohnt. Den Rückweg zur Haltestelle nutzten wir noch für den Besuch eines großen Supermarktes. Hier trafen wir auch einige Crew-Mitglieder, die sich das Bus-Ticket lediglich für die Fahrt zum Supermarkt gegönnt hatten.







    Sept-îles / Kanada am 28.08.2023

    Unseren nächsten kanadischen Hafen erreichten wir bereits am Morgen gegen 8.00 Uhr. Die Stadt Sept-îles ist mit 25.000 Einwohnern der Verwaltungssitz dieses Küstenabschnitts. Da unser über Phoenix gebuchter Ausflug erst gegen 11.00 Uhr starten sollte, hatten wir Zeit für ein gemütliches Frühstück. Sept-îles hat seinen Namen von den sieben Inseln, die vor der Bucht liegen. Diese sieben Felsinseln bilden den Sept-îles Archipelago Park. Auf einer der Inseln befindet sich ein Vogelschutzgebiet, in dem Möwen, Seeschwalben und Papageitaucher leben. Wir hatten eine ca. 2-stündige Bootstour durch das Insel-Archipel gebucht. Nach einem ca. 15-Minuten-Fußweg erreichten wir den Bootsanleger. Dort wurden wir erst einmal eingekleidet und auf zwei Zodiacs zu je 12 Personen verteilt.






    Es folgte eine schöne Bootstour durch die Schären. Das hat bei dem tollen Wetter richtig Spaß gemacht 8). Wir hielten in einigen Buchten und erhielten vom Tourguide viele Infos über die Flora und Fauna einzelner Inseln. Es fanden keine Anlandungen statt. Wir blieben also die gesamte Zeit im Boot. Auf der île du Corossol befindet sich das Vogelschutzgebiet mit zahlreichen Seevögeln. Hier steht auch einer der vielen Leuchttürme, die in dieser Gegend gebaut wurden. Leider waren wir von der Insel zu weit entfernt, um Papageitaucher zu entdecken ;(. Ich lass dann jetzt einfach mal die Fotos sprechen: