Beiträge von Muesi

    Wir fuhren mit dem kostenlosen Aufzug nach unten und spazierten anschließend am Wasser entlang zurück zum Schiff. Hierbei passierten wir das Fotografiska Museum. Unsere Tochter hat im August das Fotografiemuseum als Schlechtwetteralternative besucht und ihr hat es dort gut gefallen.

    Nach einer Runde von knapp 5 km erreichten wir die AIDAdiva und waren überpünktlich vor dem Auslaufen wieder an Bord. Wir entspannten zunächst ein bisschen bei einem leckeren Getränk in der Lanai Bar am Heck. Hierbei beobachteten wir, dass gleich hinter unserem Liegeplatz eine Anlegestelle für die Sightseeing-Boote war, u.a. war dort auch der Haltepunkt für die Red Sightseeing (Hop on hop off) Boote. Hätten wir das mal schon am ersten Tag entdeckt. Das wäre noch eine gute Alternative für den halben Tag in Stockholm gewesen. Sollten wir diese schöne Stadt noch einmal besuchen, werden wir uns die Stadt wohl mal von der Wasserseite aus betrachten. Wir gingen dann noch ins French Kiss – Bistro für einen Mittagssnack.

    Stockholm am 24.06.2025

    Mein Plan für diesen halben Tag in Stockholm war eigentlich eine RIB Bootstour durch die Schären bis zur Insel Vaxholm. AIDA bot solch eine Tour an, allerdings wollte ich eine Buchung gern vom Wetter abhängig machen. An Bord sah ich dann, dass eine Buchung nicht mehr möglich war. Der Ausflug wurde in der App schon gar nicht mehr angezeigt. Aufgrund des grauen Himmels war das dann auch gar nicht so schlimm. Stattdessen starteten wir noch einen kleinen Vormittagsspaziergang durch den Stadtteil Södermalm im Hafenbereich. Vom Cruise Terminal aus folgten wir zunächst der grünen Linie auf den Gehwegen. Wir bogen links ab und Komoot navigierte uns über Treppen hinauf in den oberen Stadtbereich. Dort oben boten sich immer mal wieder schöne Blicke auf die Schiffe und von den Mosebacketerrassen hatten wir einen tollen Ausblick auf die Stadt.

    Obwohl wir eine Overnight in Stockholm hatten, stand dann für uns keine Abendtour durch die Stadt mehr auf dem Programm. Stattdessen entspannten wir auf dem Schiff, ließen uns ein leckeres Abendessen im „Best Pizza Sea“ schmecken, schauten uns die Quiz-Show „Wer wird Millionär?“ im Theatrium an und einen kurzen Spaziergang gab es nur noch über die Außendecks auf dem Schiff.

    Die letzte Etappe unseres Stadtrundgangs führte uns durch den Humlegarden Park bis zum Hard Rock Café. Das Hard Rock Café liegt schon weit außerhalb. Von der Markthalle aus haben wir noch eine Strecke von ca. 2 km zurückgelegt. Vor allem befand sich außer dem Park nicht wirklich etwas Sehenswertes auf dem Weg. Wer unbedingt zum Hard Rock Café möchte, sollte dann doch Teilstücke mit der Metro fahren.

    Nach dem obligatorischen T-Shirt-Kauf und einem leckeren Bier gingen wir zur Metrostation Radmansgatan. Den kompletten Weg zurück wollten wir dann doch nicht laufen. An der Station mussten wir nicht mit einem Automaten kämpfen sondern konnten ganz unkompliziert an einem Ticket-Schalter unsere Fahrkarten kaufen. Wir sind mit der „Green Line“ bis zur Station Slussen gefahren. An der Metrostation mussten wir uns dann erst einmal ein bisschen orientieren, denn die Station befindet sich nicht direkt am Terminal Stadsgarden. Aber mit Komoot war das kein Problem. Wir spazierten durch den Stadtteil Södermalm, in dem es auch einige Geschäfte zum Shoppen gibt, passierten die Katarina Kirche und erreichten nach einem weiteren Fußweg von ca. 2,6 km die AIDAdiva. Insgesamt haben wir also an diesem Tag fast 13 km zu Fuß zurückgelegt 8|. Wir waren ganz schön erschöpft, als wir am Schiff ankamen.

    Wir liefen zurück bis zum Grand Hotel, bogen dahinter rechts ab und spazierten nun durch eine Einkaufsstraße des Stadtteiles bis zur Markthalle „Östermalms Saluhall“. In der schönen Markthalle aus den 1880er Jahren mit antiken Ständen mit Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und Gourmetwaren sowie Cafés gönnten wir uns dann in einem kleinen Restaurant eine längere Mittagspause. Schließlich hatten wir bis hier hin schon eine Strecke von ca. 8 km zu Fuß zurückgelegt. Und nach der langen Steherei am Schloss brauchten nicht nur die Füße sondern auch der Rücken eine Pause.

    Nach diesem tollen Musikerlebnis, das wir als Musiker einer Blaskapelle ganz besonders genossen haben, verließen wir das Königliche Schloss, passierten den Obelisken und die Reiterstatue von König Carl XIV. Johan und gingen über die 140 m lange Brücke Strömbron von der Gamla Stan zum Stadtteil Norrmalm. Von dieser Brücke hat man einen schönen Blick auf das Schloss, das Nationalmuseum, das Reichstagsgebäude, die Oper (die ich anscheinend nicht fotografiert habe) und das Grand Hotel, das wir uns gleich auch mal von innen angesehen haben, vor allem mein GöGa die dortige Toilette ;).

    Unser nächstes Ziel war das beliebte Kronen-Fotomotiv auf der Brücke zur Museums- und Park-Insel Skeppsholmen, von der man tolle Blicke auf die Altstadt-Insel Gamla Stan mit dem Königlichen Schloss genießen kann. Außerdem liegt hier das alte Segelschiff Af Capman, ein Dreimaster, der heute als Jugendherberge genutzt wird. Wir nutzten die andere Brückenseite für den Rückweg zum Stadtteil Norrmalm.

    Dank Komoot haben wir dann auch die kleinste öffentliche Skulptur Schwedens gefunden: Järnpojke (Junge, der den Mond betrachtet). Es soll Glück bringen, wenn man dem Jungen den Kopf streichelt.

    Unser nächstes Ziel war das Königliche Schloss. Dieses Schloss wird eher repräsentativ genutzt. Die Residenz der Königsfamilie befindet sich ca. 10 km entfernt im Schloss Drottningholm. Uns interessierten an diesem Tag aber nicht die Innenräume des Schlosses, sondern der Wachwechsel. Der Wachwechsel ist eine tägliche Zeremonie, bei der die königliche Leibgarde abgelöst wird. Er findet auf dem Schlossplatz in der Regel um 12.15 Uhr (wochentags) bzw. um 13.15 Uhr (sonntags und feiertags) statt. Die Wachablösung wird von der Militärkapelle der schwedischen Streitkräfte begleitet, die verschiedene Musikstücke spielt. Da wir bereits 30 Minuten vor Beginn der Zeremonie den Schlossplatz erreichten, ergatterten wir einen Platz in der ersten Reihe. Wir hatten schon einige Wachwechsel erlebt (Athen, Kopenhagen, Quebeck), aber dieses war mit Abstand der beste :love:. Die gesamte Zeremonie dauerte ca. 45 Minuten und die Militärkapelle bot wirklich erstklassige Musik.

    Wir schlenderten weiter durch die Gamla Stan mit ihren wunderschönen Häusern, liefen an der Statue des Heiligen Georg mit dem Drachen und an der Deutschen Kirche St. Gertrud vorbei bis ans Wasser zur Uferpromenade Riddarholmen, von der aus man einen schönen Blick auf das Stockholmer Rathaus hat. Wir passierten die Riddarholmskirche, das Ritterhaus (Riddarhuset), liefen durch die Straße Storkyrkobrinken mit der Kirche St. Nikolai und einer alten interessanten Telefonzelle und erreichten schließlich den wunderschönen Platz Stortorget. In einem der meist fotografierten Stockholmer Häuser (die Cafés Kaffeklopen und Chokladkop) gönnten wir uns einen Cappuccino bzw. ein Bier. Es war herrlich, an dieser schönen Stelle zu sitzen und dem Treiben auf dem Platz zuzuschauen :love:. Hier befindet sich auch das Nobelpreis-Museum.

    Wir legten bereits um 7.00 Uhr am Liegeplatz Stadsgarden an. Da wir in Stockholm den Luxus einer Overnight hatten, frühstückten wir zunächst ganz gemütlich im Yachtclub Restaurant. Leider sah das Wetter richtig ungemütlich aus. Es regnete ziemlich stark. Deshalb machten wir uns erst gegen 9.30 Uhr auf den Weg, als es endlich trockener wurde. Ich hatte über Komoot einen Stadtrundgang ausgearbeitet. Zum Glück hatten wir einen zentralen Liegeplatz. Wir spazierten zunächst immer am Wasser entlang und erreichten nach ca. 2 km die Altstadt Gamla Stan. Unser erstes Ziel war die Marten Trotzigs Gränd. Die schmalste Gasse Stockholms misst an der engsten Stelle zwischen den Häusern nur 90 Zentimeter.

    Stockholm am 23.06.2025

    An diesem Morgen klingelte der Wecker bereits um 5.15 Uhr 8|. Schließlich wollten wir die Fahrt durch die Schären nicht komplett verpassen. Die geplante Ankunftszeit war im „AIDA Heute“ mit 8.00 Uhr angegeben. Tja, ich hätte doch schon pünktlich zum Sonnenaufgang um 3.22 Uhr aufstehen sollen :/. Als wir die Außendecks betraten, sahen wir gleich, dass wir Stockholm schon fast erreicht hatten. Aber ein paar Schären-Inseln kann ich euch doch noch präsentieren:

    Liebe Petra herzo1958 ,

    ich glaube, ich hatte kurz vor Reisebeginn mal gesehen, dass die Balkonkabinen ausgebucht und nur noch wenige Innen- und Außenkabinen buchbar waren. Genaue Informationen liegen mir aber nicht vor. Auf jeden Fall war es eine Reise außerhalb der Ferien, sodass keine Schulkinder an Bord waren. Viele Fotos habe ich in den öffentlichen Bereichen am Ankunftstag beim ersten Rundgang gemacht. Da unser Check-in schon um 12.00 Uhr erfolgte, war es noch ziemlich leer auf dem Schiff. Die Fotos vom French Kiss sind vor der offiziellen Öffnungszeit entstanden. Insgesamt waren schon viele Personen an Bord, aber wir hatten eigentlich kaum Probleme, freie Plätze zu finden. Es war eine total entspannte Kreuzfahrt :love:!

    Anschließend entspannten wir auf den Sonnenliegen auf Deck 14. Aus der Ferne durften wir schon einen Blick auf Visby werfen, da wir an diesem Seetag bereits Gotland passierten. Zwischendurch gab es ein kleines Mittagessen im Yachtclub Restaurant. Es war ein schöner sonniger Tag, aber der Wind wehte ganz schön frisch. Ohne Jacke und Wolldecke wäre es teilweise auf der Liege zu kalt gewesen.

    So ein entspannter Seetag ist leider immer viel zu schnell vorüber. Bei AIDA sind die Shows zu zwei Uhrzeiten (19.00 Uhr und 21.00 Uhr). Wir schauten uns bereits die frühe Show „Can you feel it“ mit Musik der 70er Jahre an. Die anschließende Prime Time mit der Entertainment Managerin Svenja und dem Kapitän Manuel Pannzek mussten wir leider ausfallen lassen, weil ich für 20.00 Uhr schon von zuhause aus einen Tisch im French Kiss reserviert hatte. Dieses Restaurant gibt es seit der Modernisierung des Schiffes im Frühjahr neu an Bord der Diva. Das Essen ist hier inklusive. Da wir die Reise bereits mit AI-Paket gebucht hatten, waren für uns einige wenige Getränke inklusive. Hierzu gehörte auch das Bier, das jedoch nicht auf der Karte stand und nur auf Anfrage serviert wurde. Wein musste zusätzlich bezahlt werden, aber Lillet Wild Berry war z.B. inklusive. Ratet mal, welches Getränk bei den meisten weiblichen Gästen auf dem Tisch stand :D? Auf jeden Fall war unser Essen an diesem Abend ausgezeichnet. Gut, dass ich das Restaurant bereits für einen weiteren Abend auf der Reise reserviert hatte.

    Der Abend endete für uns mit einem Sonnenuntergang, der schon verriet, dass das Wetter am nächsten Tag nicht mehr so gut werden sollte.

    Seetag am 22.06.2025

    An diesem Tag stand erst einmal Ausschlafen und ein entspanntes Frühstück im Yachtclub Restaurant auf dem Programm. Wir haben übrigens auf dieser Reise jeden Morgen im Yachtclub auf Deck 10 gefrühstückt. Hierbei handelt es sich wie bei dem Markt Restaurant auf Deck 9 um ein Buffet-Restaurant, aber wir fanden es im Yachtclub ein bisschen entspannter und nicht ganz so extrem voll, insbesondere wenn man einen Platz im Außenbereich hatte. Außerdem befindet sich draußen die Lanai Bar, an der man sich dann zum Frühstück schon ein Glas Sekt bestellen konnte ;). Nach dem leckeren Frühstück ging es für mich zur Spa-Anwendung und mein GöGa hörte sich den Vortrag des Lektors über Stockholm und Visby im Theatrium an. Schließlich stand noch die ausgiebige Erkundung des tollen Schiffes auf dem Programm.

    Das war wirklich ein emotionales Auslaufen:love:. Viele kleine Ausflugsschiffe begleiteten unsere Diva. Der Kapitän Manuel Pannzek betätigte mehrmals das Typhon und die kleinen Schiffe antworteten stetig. Das war eine der schönsten Ausfahrten, die wir auf unseren Kreuzfahrten bisher erlebt haben.

    Den Rest des Tages verbrachten wir in der Sonne am Heck des Schiffes, mit dem Auspacken der Koffer, bei einem leckeren Abendessen in der Almhütte und bei der Willkommens-Show im Theatrium. Anschließend folgte ein toller Sonnenuntergang und ein letztes Getränk in der wunderschönen Lanai Bar draußen am Heck.