Beiträge von Muesi

    Danke, danke für das viele Lob. Der Bericht geht noch weiter in den nächsten Tagen, und dann folgt auch noch ein Fazit bzw. zwei.

    Viele Grüße

    Da schließe ich mich doch gleich mal Verena an und bedanke mich auch ganz herzlich bei euch für euer positives Feedback :love:! Natürlich schreibe ich noch weiter, denn ich bin ja noch gar nicht in Palma de Mallorca bzw. zuhause angekommen ;) und auch mein Fazit folgt noch. Sorry, dass es bei mir mit dem Berichten etwas dauert. Aber nach einer Arbeitswoche und einer anschließenden Grippe, die wir uns dann wohl doch noch auf dem Schiff eingefangen haben, war es ein bisschen schwierig, sich auf die Texte und Fotos zu konzentrieren. Langsam geht es wieder bergauf und ich bemühe mich, etwas Gas zu geben. Deshalb geht es jetzt auch gleich mit dem nächsten Seetag weiter.

    Den Rest des Nachmittags entspannten wir in der Sonne. Vor allem habe ich endlich mal den Pool ausprobiert 8). Das Wiener Kaffeehaus ließ ich mir natürlich nicht entgehen und genoss dort zusammen mit Verena den leckeren Kuchen.
    Nach einem tollen Sonnenuntergang und dem Abendessen im Artania Restaurant standen dann noch die Crew Show in der Atlantik Lounge bzw. das Konzert von Jan Filip mit Songs von Michael Buble und Josh Groban in der Casablanca Bar an. Dieses Programm gab es an diesem und am nächsten Abend und es erfolgte eine Zuteilung nach Decks. So hatte jeder die Chance, bei der beliebten Crew Show einen Platz zu bekommen. Wir waren zunächst zum Solokonzert des Sängers eingeteilt. Etwas verspätet erreichten wir die Bar und bekamen dort von einem Paar, das angeblich von der Einteilung her in der falschen Vorstellung war, die Plätze angeboten, die wir gerne annahmen. Wir waren sehr überrascht und begeistert von dem tollen Konzert :love:, das wir erst gar nicht besuchen wollten. Der Abend klang dann wie fast immer ^^ in Harry’s Bar aus.

    Gegen 12.00 Uhr waren wir zurück auf der Artania und entspannten dann erstmal ein bisschen in der Phoenix Bar am Heck. Insgesamt hatten wir an diesem Vormittag eine Strecke von knapp 7 km zurückgelegt. In der Phoenix Bar wurde schon kräftig für das Auslaufen dekoriert. Wir schauten uns allerdings das Auslaufen oben auf Deck 9 am Bug an. Diesen Platz liebe ich bei den Phoenix-Schiffen <3. Man hat die beste Sicht und kann dem Kapitän von oben beim Ab- bzw. Anlegen zuschauen. Gegen 13.00 Uhr wurden die Leinen gelöst. Vom Schiff aus hatte man einen guten Blick auf das CR7-Museum und Hotel von Cristiano Ronaldo. Ich denke, dass ich dort auf keinen Fall ein Zimmer buchen würde, da der Blick von den Balkonen aufs Wasser in der Regel von Kreuzfahrtschiffen versperrt wird :/. Zum Auslaufen wurde an der Phoenix Bar als Spezial ein Poncha angeboten, der jedoch leider überhaupt nichts mit dem landestypischen Getränk zu tun hatte :(. Wir genossen noch lange auf den Außendecks die schöne Fahrt entlang der Küste von Madeira und hatten tolle Blicke auf die Cristo Rei Statue und den Flughafen :love:.

    Im Katharinenpark findet man exotische Bäume, bunte Beete, einen schön angelegten Teich, eine barocke Kapelle aus dem 15. Jahrhundert und eine Bronzestatue von Christoph Kolumbus. Außerdem bieten sich von hier oben schöne Ausblicke auf den Hafen und etwas weiter oben Richtung der Hotelzone befindet sich am Kasino eine bronzene Sisi-Statue. Wir machten einen ausgiebigen Spaziergang durch den Park und genossen im Café einen sehr leckeren Poncha. Zum Glück hatte dieser nicht so viele „Umdrehungen“ wie der am Vortag :D.

    Wir passierten die Capela do Corpo Santo und die Festung São Tiago, die zur Abwehr von Piraten gebaut wurde und in Zukunft ein Museum beherbergen soll. Nach einem ausgiebigen Rundgang im alten Fischerviertel gingen wir weiter bis zur leider geschlossenen Markthalle und überquerten dort den Ribeira de João Gomes und spazierten durch die Einkaufsstraßen von Funchal, die bereits weihnachtlich geschmückt wurden. Schade, dass wir diese Lichterpracht am Abend noch nicht live erleben durften. Unser nächster Stopp war an der Kathedrale (Sé), die Hauptkirche von Funchal, der wir dann auch von innen einen Besuch abstatteten. Eigentlich wollte ich auf den Kirchturm klettern. Aber leider öffnete dieser erst um 11.00 Uhr. Die Wartezeit von 45 Minuten war mir aufgrund unserer kurzen Liegezeit zu lang. Also ging es weiter durch die Rua João Tavira und dort kann ich euch das Café Nata 7 empfehlen. Es gibt sehr leckere Pasteis de Nata. Und da eine Kombination mit Madeira-Wein angeboten wurde, probierten wir diesen dann auch noch.

    An der Seilbahn hätte man dieses Mal ein Ticket bekommen, ohne in der Schlange anzustehen. Aber wir wollten nicht hinauf nach Monte sondern gingen weiter durch die Parkanlage hinter der Seilbahn bis ins Santa-Maria-Viertel in die Altstadt. Zwischenzeitlich hatte es aufgehört zu regnen und die Sonne setzte sich wieder durch. Das verfallene Fischerviertel Santa Maria hat sich in den letzten Jahren zum Ausgehviertel mit vielen Restaurants, Kneipen und Fado-Lokalen entwickelt und an den Häusern befinden sich hübsch bemalte Türen. Ich konnte mich gar nicht satt sehen :love:. Mein GöGa ermahnte schon zwischendurch, dass ich ja nicht jede Tür fotografieren müsste :rolleyes:. Am Vormittag war es in dem Viertel aufgrund der noch geschlossenen Lokale schön ruhig. Keine Angst, ich zeige jetzt nicht alle Türen ;).

    Madeira am 01.11.2025

    Unser zweiter Tag in Funchal ähnelt sehr dem von Verena beschriebenen Vormittag. Trotzdem will auch ich euch noch ein bisschen erzählen und ein paar Fotos zeigen. Da die letzte Einschiffung bereits um 12.30 Uhr war, hieß es früh aufstehen. Wenn man eh früh aufstehen muss, kann man (natürlich nur Frau ;)) auch mal schauen, ob es sich lohnt, den Sonnenaufgang zu fotografieren. Es war um kurz nach 7.00 Uhr noch sehr ruhig auf den Außendecks. Nur einer hatte dieselbe Idee wie ich. Unser Bordpianist Sbiggi war schon eifrig dabei, zu filmen. Als er mich entdeckte, bekam ich gleich einen neuen Job und musste ihn einmal mit seinem Handy und einmal mit seiner Kamera filmen. Ich bekam natürlich genaue Drehanweisungen und ein Film (Geburtstagsglückwünsche an einen Freund) wurde in Deutsch und einer in Polnisch (sorry, den Text habe ich nicht verstanden :D) abgedreht. Wir hatten sehr viel Spaß und ich vergaß fast selbst zu fotografieren 8|! Aber ein paar Fotos kann ich euch dann doch noch zeigen.

    Nach meiner ersten Runde über die Außendecks holte ich meinen GöGa zum Frühstück ab und wir ließen es uns im Restaurant Artania schmecken. Bereits um 8.45 Uhr verließen wir das Schiff für einen Rundgang durch die Hauptstadt der Insel mit ihren gut 110.000 Einwohnern. Funchal bedeutet übrigens übersetzt „viel Fenchel“, da die portugiesischen Entdecker hier ein großes Fenchelvorkommen vorfanden. Ich hatte mir natürlich wieder eine Runde mit Komoot ausgearbeitet, die uns zunächst an der Strandpromenade entlang bis zur Seilbahn führte. Wir hätten doch nicht so früh starten sollen, denn es wurde immer dunkler am Himmel und fing heftig an zu regnen. Gut, dass ich einen Schirm dabei hatte. Auf dem nassen Boden spiegelte sich dann der Madeira-Schriftzug richtig gut.

    Wir ließen uns dann mal wieder das Abendessen im Restaurant Artania schmecken. Nach dem Abendessen ging es noch einmal eine kleine Runde zu Fuß durch die Stadt. Auf den Straßen waren viele Menschen unterwegs und es herrschte aufgrund von Halloween und des bevorstehenden Feiertages eine ausgelassene Partystimmung. Nach unserem kleinen Abendspaziergang ließen wir den Tag dann bei einem letzten Getränk in Harry’s Bar ausklingen.

    Miguel bot uns dann noch ein weiteres Highlight. Er fuhr mit uns hinab ins Dorf Curral das Freiras. Hier wurden bereits Stände für das am Wochenende bevorstehende Kastanienfest aufgebaut. Der Ort ist für seine Esskastanien bekannt, woraus Kastanienbrot und auch ein Likör hergestellt wird. Wir schauten uns zunächst die Kirche an und schlenderten dann an der Hauptstraße entlang der vielen Verkaufsstände. Miguel spendierte uns noch ein spezielles Brot und lud uns in eine kleine Gastwirtschaft zum traditionellen Poncha ein. Der Poncha ist ein Mixgetränk aus Zuckerrohrschnaps, Zitronensaft und Honig. Der war echt lecker, aber hatte auch so einige „Umdrehungen“ :D.

    Miguel fuhr uns anschließend zurück nach Funchal bis zur Markthalle. Er empfahl uns dann noch ein Restaurant in der Nähe der Markthalle, aber wir beschlossen, doch entlang der Hafenpromenade zum Schiff zurückzugehen. Wir hatten viel Spaß mit Miguel. Es war einfach toll, ohne Zeitdruck unterwegs zu sein und dass spontan Stopps ermöglicht wurden, wie z.B. an der Markthalle. Wir können eine Tour mit ihm wirklich empfehlen :thumbup:. Danke an alle hier im Forum, die über seine Touren positiv berichtet haben. So hatten auch wir einen rundum gelungenen Tag.
    Bei der Ankunft am Schiff musste natürlich noch ein Foto mit Ronaldo sein ;). Die Explora I hatte den Hafen von Funchal bereits verlassen. Auf unserer Tour hatten wir nie das Gefühl, dass es irgendwo voll war. Aber es lag ja auch zum Glück kein Kreuzfahrtriese an diesem Tag im Hafen.

    Die Fahrt ging dann weiter bis nach Eira do Serrado, einem Aussichtspunkt, von dem man einen atemberaubenden Blick über das ca. 800 Meter tiefer liegende Dorf Curral das Freiras hat, das auch als Nonnental bekannt ist. Nonnen des Santa-Clara-Klosters flüchteten 1566 vor Piraten an diesen Ort. Die Nonnen sind zwar fort, aber das Dorf blieb. Vom Parkplatz aus geht es über einen Weg und einigen Stufen hinauf bis zur Aussichtsterrasse. Trotz des hier sehr bewölkten Wetters hat sich der wirklich gut machbare und nicht zu anstrengende Aufstieg gelohnt :love:.

    Der tolle Aussichtspunkt liegt direkt an der Straße zwischen Funchal und Curral das Freiras. Neben der Christus-Statue war Curral das Freiras das nächste Wunschziel auf diesem Ausflug. Miguel fuhr mit uns auf einer kurvenreichen Strecke durch einen Eukalyptuswald mit 50 bis 60 m hohen Bäumen hinauf nach Eira do Serrado. Bereits an der sehr kurvigen Straße hielt er an einer Ausbuchtung und wir konnten die ersten Blicke auf die gewaltige Schlucht werfen :love:. Wir spazierten entlang der Straße bis zur nächsten Ausbuchtung, wo Miguel bereits mit dem Auto auf uns wartete.

    Miguel brachte uns dann wieder zurück nach Funchal und wir fuhren oberhalb der Stadt nach Santo Antonio zum Aussichtspunkt Pico dos Barcelos, der etwa 355 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Von hier hat man einen tollen Panoramablick auf die Bucht von Funchal, das Stadtgebiet und die Ilhas Desertas im Hintergrund. Die Aussichtsplattform ist toll angelegt und wir waren dort fast alleine.

    Von Funchal aus fuhren wir dann in den südöstlichen Teil der Insel bis zur Gemeinde Santa Cruz. Auf einem Felsvorsprung zwischen Caniço und Funchal steht die 14 Meter hohe Christus-Statue (Cristo Rei do Garajau), die mit ausgebreiteten Armen auf den Atlantischen Ozean blickt. Von dort führt eine lange Treppe fast bis zur Spitze der Landzunge nach unten und man hat vom Aussichtspunkt an der Ponta do Garajau einen tollen Blick Richtung Funchal und entlang der Küste. Am Parkplatz unterhalb der Statue gibt es eine Seilbahn, die rund 200 Höhenmeter hinunter zu einem Steinstrand führt. Auch hier konnten wir wieder in Ruhe herumlaufen und die Aussicht genießen und mussten nicht auf die Uhr schauen. Ich bin sogar noch einen langen Teil der Treppe hinab- und wieder hinaufgestiegen.

    Pünktlich um 13.30 Uhr erreichten wir unseren zentralen Liegeplatz North Pier - Pier 6, direkt am CR7-Cristiano Ronaldo Hotel & Museum. Dort empfing uns um 14.00 Uhr Miguel Pereira, unser deutschsprachiger Tourguide an diesem Nachmittag. Die Begrüßung war gleich herzlich und wir waren die einzigen beiden Gäste, die es sich in seinem geräumigen Taxi bequem machten. Ich hatte im Vorfeld einige Wunschziele geäußert und der Plan war, dass Miguel nach der Wetterlage schaut, was machbar ist. Beim Passieren des Mercado dos Lavradores entschieden wir uns spontan für einen Stopp. Eigentlich wollten wir der tollen Markthalle erst am nächsten Tag einen Besuch abstatten, aber aufgrund des Feiertages wäre das nicht möglich gewesen. Miguel parkte in einer Nebenstraße und wartete dort auf uns. Wir konnten uns in Ruhe ohne Zeitbegrenzung die Stände ansehen. Leider war die Fischhalle schon fast leer gekauft.

    Ein besonderes Highlight erwartete uns um 13.00 Uhr vor der Hafeneinfahrt von Funchal. Die MS Amadea machte für uns den Liegeplatz frei. War das ein Jubeln, Winken und Tuten als sich die Schwesternschiffe begegneten. Unsere Freude auf einen erneuten Besuch von Madeira wurde durch dieses emotionale Einlaufen noch größer :love:. Im Hafen lagen bereits die Explora I und die Queen Victoria.

    Bevor der Reisebericht mit unseren Fazits endet, reisen wir nochmal schnell zurück nach Madeira ;).

    Madeira am 31.10.2025

    Bei einem Blick durch das Fenster an diesem Morgen wurden wir von der Sonne begrüßt 8). Da wir erst mittags Madeira erreichen sollten, suchten wir uns nach einem gemütlichen Frühstück im Restaurant Artania zwei freie Liegen auf dem Sonnen-Deck und entspannten draußen in der Sonne. Schon bald war in der Ferne Madeira zu erkennen. Die Insel war komplett in Wolken gehüllt. Gegen 12.00 Uhr passierten wir die Südküste der Blumeninsel. Sogar das Cabo Girao, mit einer Höhe von 580 Metern das höchste Kap Europas, konnten wir erkennen. Vor 14 Jahren haben wir von dort während eines zweiwöchigen Urlaubes die Aussicht genossen. Zu dem Zeitpunkt gab es aber noch keinen Skywalk. Eine Seilbahn, die ursprünglich als Transportmittel für die Bauern der Gemeinde Quinta Grande diente, um die landwirtschaftlichen Flächen zu erreichen, fährt jetzt in vier Minuten 300 Meter steil hinunter zum Strand Praia da Faja do Rancho. Es war beeindruckend, die Steilküste von der Wasserseite aus zu sehen.