Am frühen Morgen hatten wir bereits Reykjavik erreicht und an der Pier in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums fest gemacht.
Auch an diesem letzten Tag hieß es früh aufstehen, fertig machen und dann zum Frühstück gehen. Theoretisch hätten wir die Kabine bis 09:00 Uhr nutzen können, unser Nachprogramm startete jedoch bereits gegen 08:30 Uhr. Daher sollte man nicht trödeln.
Für ein paar schnelle Fotos reichte es trotzdem noch. Leider war das Wetter alles andere als gut. Es regnete sprichwörtlich Bindfäden.
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Pünktlich wurden wir aufgerufen und gingen von Bord. Eine sehr schöne Kreuzfahrt in schönen Gegenden und mit vielen Tiersichtungen lag hinter uns. Aber wir würden ja wiederkommen – wenn es 2025 in die Antarktis geht. 2011 Seemeilen betrug die Gesamtstrecke. Laut Aussagen der Crew eine kurze Reise – bezogen auf die Strecke, nicht auf die Tage. Denn 12 Tage sind ja auch ordentlich.
Herunter vom Schiff mussten wir zur Passkontrolle und danach unsere Koffer identifizieren. Diese wurden dann für den Transport zum Hotel verladen. Dann Handgepäck an unserem Bus abgegeben und in den Bus hinein. Unser Nachprogramm konnte starten. Hoffentlich würde das Wetter noch etwas besser werden …
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Diese Wale gehören zur Art der Delfine. Gesehen hatte ich diese Tiere schon mal in Seaparks. Aber bisher noch nie in freier Wildbahn! Ein sehr schöner Anblick!!!
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Schwertwale werden zwischen 7-10m groß und können etwas über 6t wiegen. Sie sind Jäger und werden deshalb u.a. auch Killerwale genannt. Einen Begriff, den wir nicht so schön finden. Sie töten ja nicht aus Spaß, sondern um sich zu ernähren. Da passt Killerwal nicht so gut …
Die Orcas hier waren mit jagen beschäftigt. Und zwar der Jagd nach Fischen. Immer wieder wurde mit der Fluke auf das Wasser geschlagen, um die Fischschwärme aufzuscheuchen.
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In der Nähe der Wale schwammen auch zahlreiche Vögel, v.a. Basstölpel, auf dem Wasser. Wahrscheinlich wollten diese an der Jagd der Orcas partizipieren, vielleicht fällt ja der eine oder andere Fisch mit ab? Scheinbar sind die Orcas für die Vögel aber nicht gefährlich. Ein Basstölpel braucht ja so seine Zeit, um vom Wasser aus zu starten. Und ein schnelles Zuschnappen eines Orcas? Weg wäre der Vogel … Aber diese Gefahr bestand scheinbar nicht.
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Trotzdem verließen wir auch hier nach ein paar Minuten die Gegend und ließen die Tiere komplett in Ruhe. Und nahmen wieder Fahrt auf …
Ein sehr schönes Erlebnis: Erst Buckelwale, jetzt Schwertwale Ein toller Abschluss!!!
Wir gingen dann zurück auf die Kabine und wollten zum Abendessen. Leider hatten wir ein Problem mit unserer Kabinentür. Diese ging nämlich nicht mehr zu! Das war jetzt natürlich suboptimal. Also zur Rezeption gegangen und das Malheur geschildert. Es kam auch sofort ein Handwerker. Leider war das Problem langwieriger als gedacht zu reparieren. Daher mussten wir noch ein wenig warten. Es gab wieder eine Durchsage von der Brücke. Wieder Wale? Nein, wir passierten gerade die jüngste der Westmänner-Inseln. Die Vulkaninsel Surtsey ist erst 1963 nach vulkanischer Aktivität entstanden.
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Da der Handwerker jetzt alles beisammen hatte und nicht mehr Werkzeug oder Materialien holen musste, konnten wir auch zum Essen gehen. Die Kabine wäre jetzt nicht mehr unbeaufsichtigt.
Ein letztes Abendessen im Lido. Wir verabschiedeten uns von unseren Stamm-Kellnern. Danach gingen wir zurück auf die Kabine. Die Tür schloss jetzt wieder, wie es sein sollte. Wir mussten noch die Koffer zu Ende packen. Außerdem hatten wir – wie im letzten Jahr auch – den Begrüßungs-Champagner noch nicht angerührt. Das holten wir jetzt nach!
Die Koffer wurden vor die Kabine gestellt. Die Taschen für das Nachprogramm waren auch so weit fertig. Wir schauten uns noch im TV Reisefilme an. Um Unterschied zur Arktis-Fahrt wurden dieses Mal keine Natur-Dokumentationen des Fahrgebietes angeboten, sondern es gab Reisefilme von jüngst vergangenen Reisen der HANSEATIC spirit. Neben dem Antarktis-Film, den wir vorher schon als Inspiration für unsern Urlaub 2025 gesehen hatten und der Polarlichter-Tour in Norwegen gab es noch die Amazonas-Fahrt, die wir uns ansahen. Dazu ein Gläschen Champagner. So kann man den Tag und die Kreuzfahrt auch ausklingen lassen …
Gelaufene/gewanderte Strecke an diesem Tag: ca. 5km
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Auch auf den Westmänner-Inseln gibt es diverse Puffin-Kolonien, die man per Boot erreichen kann. Ob man vom Boot das Ganze aber auch so gut sehen kann, wie wir in Hafnarholmi? Wahrscheinlich eher nicht …
Wir liefen noch ein wenig im Hafen umher und gingen dann zurück zum Schiff.
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Schnell auf dem Pooldeck frische Waffeln mit Früchten und Eis holen, dazu einen Cappuccino. Und dann nutzten wir die Zeit, um schonmal anzufangen, unsere Koffer zu packen. Da wir noch ein Nachprogramm gebucht hatten, mussten wir noch jeweils eine kleine Tasche für die nächsten 2 Tage packen. Den Koffer würden wir dann am Abend vor die Kabinentür stellen und später im Hotel in Reykjavik wiedersehen. Neben dem Packen der Koffer und Taschen machten wir uns auch noch für den Abend ausgehfertig.
Für uns ging es im Anschluss auf das oberste Deck, das letzte Auslaufen dieser Reise stand an.
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Nach der engen Passage aus dem Hafen heraus fuhr die HANSEATIC spirit nicht direkt Richtung Reykjavik, sondern kreuzte noch ein wenig entlang der Westmänner-Inseln.
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Kurz darauf stand des letzte Recap der Reise an. Gemeinsam mit den Experten blickten wir auf die Highlights, die wir auf der gesamten Tour in Schottland und Island hatten. Das Ganze teilweise als Bilderquiz, wo die Gäste erraten mussten, wo das Bild aufgenommen worden war und was es darstellte. Und ja, es waren einige Höhepunkte dabei. Allerdings konnte auch dieses Recap nicht zu einem Ende geführt werden. D.h. wir konnten nicht alles besprechen und Revue passieren lassen.
Denn es ertönte wieder das Signal von der Brücke. „Einige Crew-Mitglieder haben Wale gesichtet. Bitte begeben Sie sich auf den Spirit Walk auf Deck 6 oder das obere Deck“. Sehr schnell lehrte sich das Hanseatrium, schnell auf die Kabine (war ja nicht weit), was Warmes anziehen und die Kamera holen. Und dann aufs obere Deck. Ein weiteres Highlight stand an …
07.06.23: Heimaey – Eine kleine Wanderung im Lavafeld und im Ort (Teil 1)
Vom Hafen gingen wir zunächst auf direktem Wege zum Lavafeld, welches man über Treppen von der Straße aus erreichen kann. Auch diese Treppen sind in den Regenbogen-Farben lackiert.
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Durch das Lavafeld führen verschiedene Wanderwege, an denen sich Informations- und Gedenktafeln befinden. Letztere erinnern an die Gebäude, die 1973 beim Ausbruch des Eldfell der Lava zum Opfer fielen.
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Man sieht hier größere und kleinere Brocken der erkalteten Lava. Dazwischen Blumen und Pflanzen. Die Natur findet überall ihren Weg zurück. Unter anderem gibt es auch hier wieder die in Island unvermeidlichen Alaska-Lupinen.
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Zu letzterem führen die Wege ebenfalls, sie werden allerdings mit der Zeit schmaler und steiniger und man muss schon recht trittsicher sein. Da wir in den letzten Tagen schon genug gewandert sind, nahmen wir nicht an der geführten Wanderung zum Vulkan teil und gingen auch nicht auf eigene Faust dahin. Wir begnügten uns mit einem leichten Spaziergang durch das Lavafeld und später einen kurzen Stadtrundgang.
In Richtung Hafennähe befindet sich die alte Festungsanlage Skansinn, die man vom Lavafeld aus über Treppen erreicht. Diese Festung wurde im 16. Jahrhundert auf Geheiß des Dänenkönigs erbaut und diente dem Schutz vor den Engländern.
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Hier befinden sich auch ein Museum sowie die Stabkirche, ein Geschenk Norwegens an Heimaey aus dem Jahre 2000. Die ursprüngliche Kirche wurde niedergebrannt, allerdings nicht durch den Vulkanausbruch 1973, sondern schon viel früher bei einem Überfall der Türken.
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Bei dieser schmalen Einfahrt muss man sein Handwerk als Kapitän oder Steuermann aber auch sehr gut beherrschen, sonst ist schnell Schluss. Wir kamen aber ohne Probleme in den Hafen
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Es kann übrigens auch sein, dass das Schiff die komplette Passage rückwärts fährt, dann entfällt das Drehmanöver. Das hatten wir in einem Reisefilm auf dem Bord-TV gesehen.
Wir beobachteten noch ein wenig das Treiben im Hafen, tranken die uns gereichte Bowle und gingen dann zum Mittagessen. Im Anschluss machten wir uns fertig für einen kleinen Spaziergang durch den Ort und das Lavafeld. Vorher hängten wir noch die Parkas vor der Kabine raus, das sollte bis 17:00 Uhr passieren. Die Parkas müssen schließlich für die folgende Expedition vorher noch gesäubert werden. Da es aber draußen schönes Wetter hatte, brauchten wir die Parkas für die Wanderung eh nicht mehr …
Nun hatten wir also den letzten richtigen Tag unserer Expeditions-Kreuzfahrt erreicht. Schon, möchte man sagen Waren wir nicht gestern erst losgefahren? Naja, die guten Dinge vergehen leider immer ziemlich schnell …
Unser Ziel für den heutigen Tag waren die Westmänner-Inseln. Eine Gruppe aus 15 Inseln, die sich ca. 10-15 km südlich der Küste von Islands Hauptinsel befinden. Nur eine der Inseln ist bewohnt, ca. 5000 Einwohner leben auf Heimaey. Ihren Namen bekamen die Westmänner-Inseln von den Kelten, die früher hier gelebt haben sollen. „Männer aus dem Westen“. Haupteinnahmequelle ist der Fischfang und die Fischverarbeitung. Schwierig zu meistern ist übrigens die Hafeneinfahrt von Heimaey, diese ist sehr eng und nur bei guten Bedingungen machbar. Das wurde uns in den vorherigen Precaps bereits mitgeteilt. Bei einigen Fahrten in der Vergangenheit konnte die Einfahrt in den engen Hafen auch schon mal nicht durchgeführt werden. Zumindest wettertechnisch sah es aber zunächst einmal recht gut aus.
Nach dem Frühstück stand um 10:00 Uhr der Vortrag „Vulkanismus“ auf dem Programm. Es ging um den Vulkanismus im Allgemeinen, die verschiedenen Formen von Vulkanen (Schild-, Tafel-, Strato-, Plateauvulkan, Caldera, Schlacke-/Aschekegel usw.). Und natürlich um Vulkanismus in Island und auf den Westmänner-Inseln im Speziellen. Schließlich ist Island ein sehr aktives Gebiet. Wer erinnert sich nicht an den Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010, welcher große Auswirkungen auf den europäischen Luftverkehr hatte? Oder an weitere Ausbrüche von isländischen Vulkanen? Auch die Westmänner-Inseln sind von Vulkanismus betroffen. In den 1960er Jahren entstand z.B. die Insel Surtsey aus einer vulkanischen Aktivität. 1973 gab es auf der Insel Heimaey einen Ausbruch, mit dem keiner gerechnet hatte und der sich auch nicht angekündigt hatte. In der Nacht brach plötzlich die Erde auf, Lavafontänen schossen in den Himmel und bewegten sich auf die Siedlung zu. Die Bevölkerung hatte dabei Glück im Unglück. Da tags zuvor ein Sturm tobte lagen viele Boote im schützenden Hafen, mit denen die Bevölkerung schnell evakuiert werden konnte. Der Ausbruch dauerte insgesamt ca. 5 Monate. Durch Pumpen und Spritzen konnte die Lava abgekühlt und die Hafeneinfahrt freigehalten werden. Trotzdem wurden ca. ein Drittel aller Wohnhäuser zerstört. Inzwischen leben aber genauso viele Menschen auf der Insel wie vor dem Unglück. Gut sichtbar ist der Vulkan Eldfell und das durch seinen Ausbruch geschaffene Lavafeld in der Nähe des Hafens.
Nach diesem interessanten Vortrag gingen wir auf das obere Deck, um der Anfahrt auf die Insel Heimaey beizuwohnen. Wir fuhren bereits die ganze Zeit entlang der Küste der isländischen Hauptinsel. Bei klarem, sonnigem Wetter hatten wir einen sehr guten Blick auf die Landschaft an der Küste und die hohen Berge im Hintergrund.
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Wir näherten uns der Hauptinsel Heimaey. In der Ferne konnte man den Vulkan Eldfell und das Lavafeld ausmachen. Vor der Insel lag ein weiteres Kreuzfahrtschiff. Etwas größer als das unsere.
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Im Gegensatz zu uns war diese zu groß für die Hafeneinfahrt und musste von draußen aus tendern. Wir jedoch waren klein genug, um die spektakuläre Einfahrt durchführen zu können …
es ist sooooo leise bei Puffins....Puffins machen fast keine Geräusche.
Jetzt, wo Du es sagst. Stimmt!
Wobei die anderen Vögel bei uns dann doch schon wieder laut waren. Aber kein Vergleich zur Akustik bei einem normalen Vogelfelsen (wie z.B. Isle of Noss).
Während des Abendessens verließen wir Djupivogur, der Anker wurde gelichtet und wir machten uns auf den Weg zu den Westmänner-Inseln.
Am Abend gab es das Farewell-Buffet im LIDO bzw. Farewell-Dinner im Hauptrestaurant. Wir entschieden uns wieder für das Buffet-Restaurant. Auch wenn man dadurch keinen Hummer-Gang bekommen konnte. Das wäre jedoch auch im Buffet-Restaurant gegangen, der nette Kellner fragte uns, ob er den Hummer-Gang für uns bestellen sollte. Haben wir aber nicht gemacht, uns reichte das Angebot am Buffet. Da gab es Köstlichkeiten wie Kaviar (stilecht mit einem Gläschen Wodka serviert), Tatar und Beef Wellington als Hauptgang, trotz Buffet in einer Super-Qualität. Da kann man nicht meckern
Kulinarisch gut versorgt gingen wir zur Live-Musik ins Hanseatrium, natürlich bei einem leckeren Cocktail.
Danach gab es im Hanseatrium den „Kapitäns-Farewell-Cocktail“ – mit weiteren inklusiven Cocktails oder Champagner. Und natürlich der Verlosung der Seekarte.
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Diese hätten wir gerne mitgenommen, aber leider wurden unsere Losnummern mal wieder nicht gezogen. Schade …
Die Gewinnerin gab die gewonnene Karte dann auch gleich zur Versteigerung frei. Dort schaukelten sich einige Gäste in immer höhere Sphären. Am Ende ging die Karte - glaube ich - für 2.500,00 EUR über den Tresen. Nicht ganz unsere Preisklasse
Das Geld (und da gehören neben den gekauften Losen auch die Versteigerung hinzu) kommt zu 70% der Crew zugute, 30% gehen an die Seehundstation Friedrichskoog, wo u.a. die Taufpatin der HANSEATIC spirit ihr Zuhause gefunden hat. Das Schiff wurde ja von der Kegelrobbe Nemi getauft.
Im Anschluss fand noch der Shanty-Chor statt. Bekannte Seemanns-Lieder wurden von der Crew intoniert, das Publikum sang kräftig mit. Schön, dass es diese Veranstaltung wieder gibt. Im letzten Jahr war ja noch Corona und damit kein Shanty-Chor.
Wir tranken noch gemütlich aus und gingen dann auf die Kabine. Durch die Wanderungen lag wieder mal ein anstrengender Tag hinter uns …
Gelaufene/gewanderte Strecke an diesem Tag: ca. 11km
Scheinbar reichte eine Wanderung am Tag noch nicht. Vom Schiff wurde eine weitere kleine Wanderung zum Leuchtturm von Djupivogur angeboten. Diese wurde von einer Expertin, die zeitweise in Island lebt und sich somit sehr gut auskennt, angeboten. Daher fuhren wir noch mal mit dem Tender an Land. Ich wollte die gesamte Wanderung mitmachen, Steffie nur Teile davon und dann wieder umkehren.
Vom Hafen ging es ein Stückchen durch den Ort, dieses Mal in die andere Richtung als am Vormittag. Immer an der Uferstraße entlang.
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Auch hier sind einige Kunstwerke in den Gärten zu finden. Der Pyramiden-Berg wurde inzwischen auch wieder von Wolken teilweise verhüllt, später sollten es noch dichtere Wolken werden. Da hatten wir am Vormittag noch Glück gehabt.
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Der erste Stopp befand sich an der alten Fischmehlfabrik, die bereits seit einigen Jahren geschlossen ist. Dahinter befinden sich riesige, teils angerostete Tanks. In diesen Tankurrin wurde früher Fischöl oder Tran gelagert.
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Heute sind diese Tanks begehbar und haben kulturellen Nutzen. Jeden Sommer ist hier eine Kunstausstellung beheimatet. Außerdem finden Konzerte statt, es herrscht im Inneren nämlich eine spezielle Akustik.
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In der Nähe befindet sich direkt am Ufer noch ein weiteres Kunstwerk, auf das ich aber später (also auf dem Rückweg) eingehen werde. Hier trennten sich unsere Wege. Die Wanderung führte über Felsen und Graslandschaft weiter in die Natur, Steffie begab sich dann langsam wieder auf den Rückweg.
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Einen richtigen Wanderweg erkennt man hier nicht, es geht vielmehr durch kleine Fähnchen und Stöcke abgesteckt, quer über die Wiesen. Man ist aber trotzdem dazu angehalten, den Weg nicht zu verlassen. Zum einen ist das Gelände doch recht nass und man sackt ein. Zum anderen will man die Tierwelt nicht stören. Denn hier auf der Wiese, geschützt im hohen Gras, brühten die Eiderenten.
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Einige konnten wir direkt in Nähe des Wanderweges sehen. Vorsichtig daran vorbei, man will die Tiere ja nicht unnötig verängstigen. Im Gegensatz zu den Küstenseeschwalben, die ja schnell zum Angriff übergehen, erstarren die Eiderenten und machen sich klein, in der Hoffnung, dass man sie nicht sieht und die Gefahr schnell vorüberzieht.
Kurze Zeit später erreichten wir unser Ziel, den kleinen Leuchtturm von Djupivogur.
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Zurück ging es auf einem anderen Weg, diesmal näher am Ufer. Wir wollten die Eiderenten nicht erneut stören. Aber auch hier mussten wir ab und an alternative Wege beschreiten, weil Küstenseeschwalben und Uferschnepfen auf den ursprünglich vorgesehenen Wegen brüteten. Und das Wohl der Tiere geht nun mal vor. Gut eine Expertin dabei zu haben, die auf so etwas achtet
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Von dort ging es dann wieder zurück zu den alten Fischöl-Tanks.
Und damit zum Kunstwerk „Die Eier von Gledivik“. Dieses Kunstwerk besteht aus 34 Eiern, die aus Stein gehauen waren. Diese repräsentieren jeweils das Ei eines lokalen Vogels. Am Ei steht der isländische Name des jeweiligen Vogels. Natürlich befindet sich hier auch ein Ei unseres Lieblingsvogels, des Puffins. Lundi, wie er hier genannt wird.
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Die Eier sind alle gleich groß, also nicht maßstabsgerecht. Lediglich ein Ei ist größer als die anderen. Dabei handelt es sich um den Rothalstaucher. Dieser ist hier so etwas wie das Wahrzeichen. Zwischen Rothalstaucher und Puffin befinden sich die anderen 32 Eier.
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Etwas merkwürdig vielleicht, dass dieses Kunstwerk hier gebaut wurde. Die Umgebung mit den geschlossenen Fabriken wirkt nicht sehr einladend. Aber vielleicht soll das ja gerade den Charme darstellen?
Von hier ging es an der Uferstraße zum Hafen und dann zurück zum Schiff.
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Irgendwie erinnerte der Weg hier an Spaziergänge an der winterlichen/herbstlichen Ostsee oder Nordsee. Schön am Strand langgehen, daneben das Rauschen des Meeres. Und die schöne Meeresluft einatmen. Herrlich!
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In der Nähe des Rollfeldes gab es noch einen Stopp, der nicht in der Ausflugsbeschreibung stand. Mitten in der Wildnis standen Tische und Bänke. Und dort darunter Körbe. Es gab Kaffee und Tee, selbst gemachten Krähenbeerensaft und Rhabarberkuchen. Einige Frauen aus dem Ort hatten gebacken und das Ganze dann zu diesem Picknickplatz gebracht. Sehr lecker und eine schöne Überraschung!!!
Bei Speis und Trank ließen wir die Blicke über die schöne Landschaft schweifen. Misstrauisch beäugt von den Küstenseeschwalben, die hier brüteten. Diese Tiere sind ja dafür bekannt, ihr Nest aggressiv gegen potentielle Störenfriede zu verteidigen. Wir waren aber wohl weit genug entfernt …
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Außerdem hätte es die Möglichkeit gegeben, hier in einem Laden für Kunsthandwerk vorbeizuschauen. Wir gingen jedoch weiter zum Hafen und damit zum Ende der Tour.
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In der Nähe des Hafens steht das Denkmal für Hans Jonatan. Dieser war ein geflüchteter Sklave, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts als einer der ersten Farbigen nach Island kam und es zu einem angesehenen Bürger brachte. Die Inschrift im Denkmal bedeutet „Freiheit“.
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Damit endete die Wanderung und somit der Ausflug. Dieser hat uns sehr gut gefallen, eine schöne Strecke in schöner Natur.
Die Wanderung war ca. 7km lang, leicht und sehr gut zu laufen. Und mit einem schönen Picknick als Überraschung. Für uns ging es mit dem Tender zurück zum Schiff und zum Mittagessen …
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Ein schöner Kontrast: Der schwarze Sand, fast komplett glatt. Dann das Wasser. Und dahinter die Berge. Der schwarze Strand ist natürlich vor einiger Zeit durch Lava entstanden.
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Durch Wind und Wasser hatten sich im Sand Furchen gebildet. Es sah schon fast aus, wie in der Nordsee bei Ebbe. Nur etwas dunkler, mit größeren Bergen dahinter.
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Wir setzen unseren Weg auf dem schwarzen Strand fort. Herrlich hier zu laufen. Und dabei die komplette Ruhe zu genießen, fernab von irgendwelchen Orten.
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Auf dieser Insel lebten die ersten Mönche, die vor der Wikingerbesiedlung hier ansässig gewesen sein sollten. Das konnte jedoch nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Heute wird die Insel für Vogelbeobachtungen genutzt sowie zur Wetterbeobachtung eingesetzt.
Bereits am frühen Morgen hatten wir Djupivogur erreicht, der Anker wurde herabgelassen – was man in der Kabine vorne auf Deck 4 natürlich auch mitbekam. Und dann waren wir auch wach. Was aber nicht so schlimm war, unser Ausflug startete eh um 09:00 Uhr.
Djúpivogur heißt übersetzt so etwas wie tiefer Fjord. Interessant, denn der Hafen ist eher klein, das Wasser sehr flach, so dass wir hier tendern müssen. Und weit eingeschnitten ist der Fjord, um zum Hafen zu kommen, auch nicht. Mit ca. 400 Einwohnern ist Djupivogur auch eher ein kleiner Ort – wie am gestrigen Tag bereits beschrieben - bildet der Ort zusammen mit Seydisfjördur und 2 weiteren Orten eine größere Gemeinde. Früher war Fischfang der Hauptwirtschaftszweig, inzwischen ging die Fischerei jedoch merklich zurück. Heute sind Landwirtschaft und Tourismus neben dem noch vorhandenen Fischfang die hauptsächlichen Einnahmequellen.
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Wir hatten die „Strandwanderung“ gebucht. Laut Beschreibung sollte es durch den Ort gehen und dann hinaus in die Natur. Bis zum schwarzen Strand. Und dann am Meer wieder zurück. Mal sehen, ob diese Beschreibung besser zum Ausflug passt als die Wanderung in Inverewe Garden.
Mit dem schwarzen Strand ist natürlich nicht der berühmte Diamond Beach gemeint. Der befindet sich an einer anderen Stelle in Island. Hier gibt es einfach einen schwarzen Strand. Kann aber vielleicht auch ganz schön sein.
Wir bekamen kleine Kopfhörer nebst Empfangsgerät ausgehändigt, die man sich über ein Ohr klemmen konnte. Eine gute Idee, so kann man die Erläuterungen unserer Wanderführerin auch gut verstehen, wenn man etwas weiter entfernt ist. Und eines vorweg: das hat auch sehr gut geklappt.
Unsere Wanderführerin war eine Studentin, die aus Djupivogur stammt und in den Ferien immer mal wieder hier vorbeikommt. Sie kannte sich hier also sehr gut aus.
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An der Schule war mächtig was los. Es handelte sich nämlich um den letzten Schultag. Also ging es hinaus, zum Fußballspielen oder zu ähnlichen; spaßigen Aktivitäten. Ab morgen würden dann Ferien sein. Für so einen kleinen Ort sind hier sehr viele Kinder in der Schule anzutreffen. Aktuell gibt es wohl ca. 100 Schüler.
Damit verließen wir den Ort und es ging hinaus in die freie Natur. Zunächst einen kleinen Berg hinauf, zu einem kleinen Aussichtspunkt.
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Hier befindet sich auch ein Steinturm. Von denen gibt es mehrere in der Gegend. Im 17. Jahrhundert landeten nordafrikanische Piraten und verschleppten viele Einwohner als Sklaven. Über die genaue Bedeutung dieser Säulen/Türme ist man sich im Unklaren. Ob die als Signal für die Einheimischen da waren, dass Piraten kommen? Oder ein Signal für die Piraten?
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Dieser kleine Berg war auch gleichzeitig der größte Anstieg während unserer gesamten Wanderung. Von nun an ging es entweder leicht bergab oder auf ebenem Geläuf. Dieses Mal also tatsächlich eine leichte Wanderung. Auch hier sind die Alaska-Lupinen in großer Zahl vorhanden. Ihre Blüte ist aber noch nicht so weit fortgeschritten wie in Seydisfjördur, was nur ein paar Kilometer entfernt liegt. Hier herrschen also etwas andere Wetterbedingungen.
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Über den Tag gesehen wurde das Wetter auch immer besser, die Sonne kam ab und an durch. Während sich die Gäste mehr und mehr ihrer Kleidung entledigten, war es bei unserer Wanderführerin genau andersherum, da wurde immer mehr angezogen: Mütze, Schal, Handschuhe usw. Tja, jeder hat ein anderes Temperaturempfinden.
Wir erreichten der Flughafen von Djupivogur. Ich wollte schon immer mal einfach so auf dem Rollfeld laufen
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Es handelt sich natürlich nicht um einen großen International Airport. Sondern um ein Rollfeld, über das z.B. Krankentransporte in größere Städte verlegt werden können. Also eher ein Not-Flughafen oder besser eine Not-Landebahn. Denn irgendwelche Gebäude sucht man hier auch vergebens.
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Hinter dem Ort ragt ein hoher Berg auf, der eine Pyramidenform aufweist. Der Bulanstindur ist ca. 1000m hoch und ein beliebtes Wanderziel der Einheimischen. Diese Wanderung dürfte dann aber etwas schwieriger sein. Wir hatten Glück und sahen der Berg in seiner ganzen Pracht, ohne Wolken oder Dunst auf der Spitze.
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Neben dem Rollfeld befindet sich ein kleiner See. Darin waren Singschwäne und der Rothalstaucher auszumachen. Der Rothalstaucher ist der Signature-Vogel der Gegend. Von letzterem haben wir leider kein schönes Foto, da wir die großen Objektive nicht dabeihatten und die Vögel nicht nah genug waren.
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Auch wenn keine Flugzeuge zu sehen waren, kam eine Gruppe von Singschwänen in die Nähe des Rollfeldes. Vielleicht nutzen diese ja die Start- und Landebahn ebenfalls?
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Daneben sahen wir Küstenseeschwalben, die mit lautem Geschrei angriffslustig ihr Revier verteidigten, sowie Uferschnepfen. Und kleine Vögel mit rotem Kopf, die sich auf dem Wasser befanden. Dabei handelt es sich wohl um das Odinshühnchen.
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Auch die arktischen Weiden, im letzten Jahr in der Arktis noch die größten Bäume, waren hier zu finden. Aktuell blühten sie sogar. Sie sind hier nicht unbedingt größer als in der Arktis, es gibt aber hier durchaus größere Gewächse.
Ist Dir auch das Besondere an einem Puffinfelsen im Vergleich zu einem anderen Vogelfelsen aufgefallen ?
Hmmm ...
An dem einen gibt es Puffins in großer Zahl, an dem anderen nicht?
Der Puffin-Felsen ist grüner und weicher, damit die Puffins die Höhlen besser graben können?
Oben sind die Puffin-Felsen nicht so schroff wie die anderen?
Oben ist nicht so viel Kot auf einem Puffin-Felsen? (Die Puffins erledigen ihr Geschäft ja nicht an Ort und Stelle, sondern rückwärtig den Felsen hinunter)
Hast Du die Bilder noch normal gesehen, oder hast Du jedes einzelne mühsam angeklickt?
Nun zur Frage:
Die Puffin-Fotos sind entstanden mit einer Nikon D750 und einem 500mm Teleobjektiv.
Die Entfernung war im Schnitt 2-10m würde ich mal sagen (kann man beim so einem Berg/Felsen ja immer schlecht abschätzen).
Ein paar waren aber auch näher, die konnte man aber dann mit der Konfiguration nicht mehr (komplett) ablichten - da sind 500mm zu viel. Z.B. das letzte Foto. Da habe ich den Puffin nicht komplett ins Bild bekommen, der war zu nah
Und ein paar waren natürlich auch weiter weg - z.B. die auf dem Meer schwammen.
Zoomen war übrigens nicht möglich - die 500mm sind eine Festbrennweite.
Und: Die Fotos sind nicht nachbearbeitet (weder in der Kamera, noch am Rechner).
Ich schreibe ja gerade einen RB (im HL-Zweig). Wie früher auch, habe ich die Bilder auf picr.de abgelegt und dann eingebunden.
Diese werden jetzt aber nicht mehr angezeigt, zumindest bei mir. Dargestellt wird nur der Link mit dem Text "blockierte Grafik". Klar, man kann dann dort raufklicken. Aber immer nur Bild für Bild.
Gab es hier eine Änderung? (das quasi nur noch Fotos sofort sichtbar sind, die direkt über die Forum-SW hochgeladen wurden?)
Ist das ein temporäres Problem und hat mit den techn. Problemen zu tun?
Oder habe nur ich das Problem (und andere können die Fotos in meinem RB sehen)?
Sollte es hier eine permanente Änderung geben, wäre es schade - weil so macht ein bebilderter RB keinen Sinn mehr ...
VG Sven
P.S.: Ich sehe gerade, dass nicht nur die Fotos blockiert sind, sondern z.B. auch der Ticker in der Signatur.
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Oder man dreht sich am Rand nur um, lässt hinten was herunterfallen und geht wieder. In der eigenen Höhle verrichtet man sein Geschäft ja keineswegs, muss alles sauber bleiben. Wenn man beim Geschäft jemanden unten erwischt, hat der Pech gehabt, nur ganz oben ist man König
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Wir wollten einen der Puffins beim Starten ablichten. Aber das war gar nicht so einfach. Oft wurde der Abflug nur angetäuscht und dann doch noch mal am Gefieder gezupft.
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Und meist flog dann der los, den man nicht im Fokus hatte. Starten und auch Landen geschieht eh in einer recht hohen Geschwindigkeit. Insbesondere die Flügel werden mit hoher Frequenz geschlagen, das hört man auch richtig, wenn man in der Nähe ist.
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Aber auch ohne hochwertiges Start- und Landefoto sind doch einige sehr schöne Schnappschüsse gelungen. Wir hatten jedenfalls viel Spaß an diesem Puffin-Felsen. Und das entschädigte auch für den Reinfall auf Fair Isle
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Ab und an kommen die Puffins auch etwas tollpatschig herüber. Da kommt man beim Laufen schonmal ins Straucheln. Aber schnell wieder aufrappeln und weitergehen. Hat ja keiner was gesehen!
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Es ging mit den Zodiacs zurück zum Schiff. Danach stand noch das Abendessen an. Gegen 22:00 Uhr verließen wir unsere Ankerposition und machten uns auf den Weg nach Djupivogur. Bei einem Cocktail ließen wir den Tag ausklingen …
Was für ein Tag!!! Ein Highlight jagte das andere! Die morgendliche Fahrt durch den Fjord, die (anstrengende, aber trotzdem schöne) Wanderung in Seydisfjördur, die Buchung einer Antarktisreise. Und als absolute Highlights des Tages natürlich die Beobachtung der Buckelwale und der vielen Puffins am Vogelfelsen! Außergewöhnlich Und wahrscheinlich in den nächsten Tagen schwer zu toppen …
Gelaufene/gewanderte Strecke an diesem Tag: ca. 8km
05.06.23: Hafnarholmi (Bakkagerdi) – Vogelbeobachtung am Puffin-Felsen (Teil 1)
Kurz vor 17:00 Uhr starteten die ersten Zodiac-Gruppen mit der Ausbootung. Unsere Farbgruppe war genau in der Mitte ansässig. Dann waren auch wir an der Reihe und setzten über.
Da wir eher die Puffins sehen wollten, gingen wir auch gleich zum Aufgang, der zum Puffin-Felsen führte. Die Wanderung nach Bakkagerdi konnten wir später ja immer noch machen, wenn sich kein Puffin blicken ließ, was wir doch mal nicht hoffen wollten.
Unten am Aufgang mussten wir ein wenig warten, da vor uns bereits zu viele Leute oben waren. Es gab auch gleich mal gute Nachrichten, das erste Exemplar lugte am Berghang bereits hervor.
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Dann konnten wir hoch. Nach oben führten Holztreppen mit Aussichtsplattformen an unterschiedlichen Stellen sowie einem Häuschen, wo man geschützt die Vögel beobachten konnte. Im Gegensatz zu Fair Isle lief man auch nicht direkt auf dem Boden, sondern die Treppen und Plattformen schwebten über dem Boden.
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So schön nah konnte man die Tiere beobachten und es sah auch so aus, dass sie sich nicht groß gestört fühlten. Zumindest gingen sie unbeeindruckt ihrem Tagwerk nach.
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Unten auf dem Wasser befanden sich weitere Puffins, richtig gehend Unmengen von ihnen. Der eine Elternteil ist den halben Tag auf dem Wasser, um zu fischen. Der andere in der Bruthöhle beim Brüten oder der Aufzucht der Jungen. Und dann wird gewechselt. Jetzt am späten Nachmittag war schon einiges los.
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Neben den Puffins waren auch viele Eiderenten auf dem Wasser auszumachen bzw. brüteten auf einem Plateau hier oben. Dieses wurde übrigens extra für die Enten eingerichtet (und von den Eiderenten auch angenommen). Nach Ende der Brutzeit kann man so relativ einfach die weichen und begehrten Federn „ernten“. Schließlich weiß man ja, wo die Nester waren.
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Auf der oberen Beobachtungsplattform war unsere Zeit dann erstmal abgelaufen. Wir machten Platz für die nächsten Gäste. Und gingen dann zur unteren Plattform. Auch hier konnte man die Puffins recht nahe beobachten und den einen oder anderen Fotografieren. Toll!
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Neben den Gästen vom Schiff, die man anhand der blauen Parkas gut erkennen konnte, hielt sich auch der eine oder andere Tourist, der auf anderem Wege angereist war, am Felsen auf. Die meisten beschäftigt mit fotografieren oder filmen.
Wir hatten übrigens Glück, nach dem der erste Ansturm von Gästen abgeebbt war, waren gar nicht mehr so viele Schaulustige vorhanden, so dass wir wieder die kompletten Plattformen nutzen konnten. Die anderen Passagiere waren wohl nach einer kurzen Besichtigung der Vögel auf die Wanderung nach Bakkagerdi gegangen. Gut für uns, somit konnten wir eigentlich die gesamte Zeit hier am Puffin-Felsen verbringen …
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Sie hatten sich in mehrere Einzelgruppen geteilt und waren mit Fressen beschäftigt. Buckelwale gehören zu den Bartenwalen und ernähren sich hauptsächlich von Krill und Plankton. Ab und an gibt es aber auch mal den einen oder anderen, kleineren Fisch. Sie nehmen Krill mit viel Wasser auf, filtern die Nahrung heraus und geben das Wasser dann durch den Blas wieder ab. Deshalb brechen die Bartenwale auch immer wieder bei der Nahrungsaufnahme durch das Wasser.
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Wir dümpelten mit unserem Schiff zwischen den Walen, seitens der Crew natürlich darauf bedacht, die Tiere nicht zu stören. Immer wieder durchbrachen die Wale die Wasseroberfläche und zeigten ihre Finne und brachten beim Abtauchen ihre Fluke schon zur Geltung. Für diesen Anblick sind Buckelwale ja auch bekannt.
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Wir wechselten dann auch den Standort vom Spirit Walk zum Oberdeck. Oben ist man zwar etwas weiter von der Wasseroberfläche entfernt, hat aber mehr Überblick, besonders zu den Seiten hin.
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Ein majestätischer Anblick, diesen Giganten der Meere zuzuschauen. Obwohl Buckelwale mit einer durchschnittlichen Länge von 12-13m eher zu den kleineren Bartenwalen gehören, ist klein hier auch ein sehr relativer Begriff. So ein Buckelwal kann bis zu 18m lang werden und immerhin stolze 25-30 Tonnen an Gewicht auf die Waage bringen.
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Natürlich kann man sich das stundenlang anschauen und genießen. Aber wir mussten dann doch wieder Fahrt aufnehmen. Zum einen will man die Tiere nicht unnötig lange stören. Zum anderen hatten wir noch ein Tagesziel vor uns. Und dort sollten wir vielleicht ja auch wieder Tiere beobachten können.
Dies Walbeobachtung war für uns schon ein sehr schönes Highlight. So nah und intensiv haben wir bisher noch keine Wale zu Gesicht bekommen
Durch die Begegnung mit den Walen erreichten wir Hafnarholmi, den Hafen von Bakkagerdi, ein kleines bisschen später als geplant. Hier würden wie die letzte Zodiac-Anlandung dieser Tour haben. Die Anlandung würde uns direkt zum Puffin-Felsen bringen. Im Gegensatz zu Fair Isle auf den Shetland Inseln war dort der Zutritt reglementiert. Laut Expeditionsteam war der Zutritt auf den Holztreppen und Plattformen immer nur einer bestimmten Anzahl von Gästen gestattet. Nach einer gewissen Zeit musste man dann wieder runter, um auch anderen die Chance zu geben. Das wurde uns gestern beim Precap und heute nochmal kurz vor der Anlandung erläutert.
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Für uns stellte sich naheliegend die Frage, ob wir dieses Mal mehr Glück als in Fair Isle haben werden und noch ein weiteres Mal auf dieser Tour Puffins sehen könnten. Vielleicht ja auch in etwas größerer Zahl …
05.06.23: Auslaufen aus Seydisfjördur, Besuch im Bordreisebüro und ein verhindertes Precap
Nach dem Mittagessen gingen wir nochmal kurz hoch auf das Sonnendeck. Die HANSEATIC spirit hatte den Hafen von Seydisfjördur bereits verlassen und fuhr zurück durch den Fjord. Unser Nachmittagsziel, Bakkagerdi, lag etwas weiter nördlich. Wir würden auch nicht in Bakkagerdi direkt anlegen, sondern in Hafnarholmi, dem „Hafen“ von Bakkagerdi. Von dort könnte man zu Fuß nach Bakkagerdi wandern. Oder direkt in Hafnarholmi den Papageitaucher-Felsen besichtigen. Das war unser Ziel! Würden wir hier mehr Glück haben als auf Fair Isle? Der späte Nachmittag würde es zeigen …
Doch zunächst einmal fuhren wir zurück durch den Fjord.
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Und es zeigte sich, dass es eine gute Idee gewesen war, heute Morgen früh aufzustehen und der Einfahrt beizuwohnen. Mittags gab es keinen blauen Himmel mehr, es hatte merklich zugezogen. Und damit war auch die Lichtstimmung nicht mehr dieselbe wie noch am Morgen. Auch wenn die Landschaft natürlich dieselbe war …
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Kurz darauf hatten wir dann unseren Termin im Reisebüro. Dieser war extra noch einmal nach vorne verlegt worden, damit wir um 15:00 Uhr auch am Precap teilnehmen konnten.
Wir gingen natürlich nicht komplett unvorbereitet ins Bordreisebüro. Sondern wir hatten uns die Tage über schon Gedanken um verschiedene Reisen gemacht und auch einen eindeutigen Favoriten herausgepickt, den wir jetzt buchen wollten. Warum an Bord? Wenn man eh vorhat, eine bestimmte Reise zu machen, kann man den Rabatt, der immerhin 3% beträgt ja auch noch mitnehmen. Bei entsprechenden Reisen macht das dann schon ein paar Euronen aus.
Und ja, das, was wir uns gewünscht hatten, war auch verfügbar. Wunschreise und dazu auch noch die Wunschkabinen-Kategorie
Und was ist es nun eigentlich geworden? Hier die Auflösung:
Expedition Antarktis – Große Expeditionsreise intensiv
Januar 2025 geht’s los (ja, ist noch ein bisschen hin …)
Vorprogramm: Iguacu
Kabine: Balkon der Kategorie 4 auf Deck 5 mittig
Wir wollten die Tour mit extra viel Süd-Georgien machen. Die kürzeren Touren haben ja weniger Tage auf Süd-Georgien und den Falklands, der Rest ist ja mehr oder weniger gleich. Und wenn man schon mal da unten auf der Südhalbkugel ist, kann man gleich auch noch die Iguacu-Wasserfälle besichtigen. Der lange Flug muss sich ja lohnen. Und wegen der wahrscheinlich doch rauen See dort unten, wollten wir dieses Mal lieber eine Kabine mittschiffs haben, nicht ganz vorne, wie dieses oder letztes Jahr. Hat alles geklappt. Nun können wir uns also langsam schon mal darauf freuen. Sind ja nur ein paar Tage (mehr als 550) bis dahin
Kurz danach waren wir auch schon wieder im Hanseatrium. Es stand ein Precap an, welches uns auf die letzten Ziele der Tour, Djupivogur und Heimaey vorbereiten sollte. Es wurde einiges zu den Häfen und zu den Anlandungen erläutert (Tendern in Djupivogur, Pier in Heimaey). Und zu dem, was man dort besichtigen kann. Aber es wurde nicht alles geschafft.
Mittendrin ertönte das Signal für eine wichtige Durchsage „Hier spricht der Kapitän. Vor uns sind Wale – viele Wale. Wer möchte kann auf den Spirit Walk oder aufs Oberdeck“. Und schon war es das mit dem Precap, das Hanseatrium leerte sich schnell. Tiere haben per ungeschriebenem Expeditionsgesetz immer Vorrang gegenüber Vorträgen. Also schnell zur Kabine (die ist ja nicht weit), warme Kleidung und die Kamera geschnappt …