Beiträge von deern_vonne_elw

    Meine lange Forumsabstinenz ist auch mit dem o.g. Pixelnet-Angebot zu begründen.

    Hach - mein erstes Fotobuch, und 'ne halbe Stunde nachdem ich es abgeschickt hatte, kamen mir noch Verbesserungsideen .... aber das ist wohl immer im Leben so.

    Der Mann an meiner Seite hat es doch tatsächlich geschafft, gleich 3 Bücher zu produzieren ....

    kein Rankommen an den PC mehr.

    Genießt das schöne Wetter

    Gesa

    Hallo Richy56

    wie ich schon in #1 schrieb, bin ich/sind wir von Herzen Madeirafans, allerdings aus und in Hamburg. Wir fahren seit 15 Jahren zumeist im Winter auf die schöne Blumeninsel im Atlantik und halten auch in Deutschland Kontakt zur Insel.

    Im Sommer sind wir allerdings noch nie dagewesen.

    Obwohl es dann ja besonders spannend mit dem Atlantikfestival und seinen Feuerwerken ist. Leider ist es für dieses Jahr aus bekannten Gründen abgesagt worden.

    Dafür ist das eigentlich im April stattfindende Blumenfestival auf die Zeit zwischen dem 3. und 27. September verlegt worden .... hoffen wir mal.

    Ich befürchte auch, dass Euer Urlaub in diesem Sommer einem unsichtbaren, trotzdem ziemlich massiven Virus zum Opfer fallen wird .... me desculpe, das tut mir leid. Nicht nur für Euch, sondern auch für die Insel, die von den Urlaubern lebt.

    Auch die einheimische Bierfabrik (Coral) schickt ihre Leute in Kurzarbeit weil die Nachfrage nach ihren Produkten eingebrochen ist.

    Beste Grüße, Gesa

    Liebe Maulwurf

    so einen Fall gab es ja noch nicht, dass

    a) die Kühlhäuser voll sind und

    b) eigentlich die Regel gilt: jeder, der die Insel betritt, muß erstmal in Quarantäne, damit sichergestellt ist, dass er niemanden anstecken kann.

    Das bedeutet dann auch für den Fischer, der das Boot betritt, losfährt und dann abends oder nach x Tagen wiederkommt, dass er (vermeintlich) neu nach Madeira kommt ..... Auf diese Quarantäne, die dann wahrscheinlich auch noch auf dem Boot absolviert werden müßte, hat natürlich niemand Lust.

    Deswegen wird an einem neuen Regelwerk gearbeitet, dass die Interessen der Fischer, aber auch der Schiffseigner und der fischverarbeitenden Betriebe berücksichtigen soll. Und darin werden dann sicher auch Kompensationen für alle Beteiligten vorkommen.

    Aktuell hat es 46 positiv auf Covid-19 getestete Fälle.

    Aber es sind nur zwei Leute deswegen im Krankenhaus.

    Und es wird viel getan: Kontaktketten werden nachvollzogen und eventuell Betroffene aufgefordert zuhause zu bleiben, das betrifft mehr als 1.800 Leute.

    Dann gibt es noch die, die direkten bestätigten Kontakt zu positiv Getesteten hatten: die müssen in Quarantäne zuhause bleiben und werden täglich überwacht, aber auch mit allem Notwendigen versorgt. In dieser Gruppe ist auch medizinisches Personal.

    Um den 20.3. rum wurden die Straßen in Funchal mit Dampfstrahlern gereinigt ....

    Die Leute sollen nicht unnötig von Ort zu Ort fahren. Und für die Osterzeit wurde sogar schon ein striktes Verbot ausgesprochen, sich außerhalb der Heimatgemeinde aufzuhalten.

    Alle Leute, die von Porto Santo kommend in Funchal eintreffen, müssen auch in die vorgeschriebene Quarantäne.

    Für die Obdachlosen wurde jetzt eine Übernachtungsmöglichkeit im Stadtteil Sao Martinho eingerichtet, dabei werden die auch gleich auf Covid-19 getestet.

    Am 1. April (und dies ist kein Aprilscherz) gab es frühmorgens auch noch ein leichtes Erdbeben (2.0 auf der Richter-Skala) zwischen Madeira und den vorgelagerten Dersertas-Inseln. Es wird befürchtet, dass dort auch Lava ausgetreten sein und die normale Zugangs-Fahrrinne nach Funchal behindert sein könnte...

    Ich werde berichten.

    Boa tarde

    ..... und jetzt wird TAP nur noch zweimal wöchentlich die Strecke Lissabon-Funchal fliegen.

    Heute kam ein Flug mit 28 Passagieren an. Die wurden alle zur zweiwöchentlichen Quarantäne in ein Hotel in Santa Cruz gebracht.

    Man kann Quarantäne auch anders erleben: der Kapitän der Madeira-Porto Santo- Fähre Lobo Marinho hatte einen Unfall, konnte nicht mehr fahren. Ein neuer Kapitän musste her. Und die Quarantäne-Regeln? Ganz einfach: er wird nur festgelegte Räume auf der Fähre begehen, die für die übrige Crew nicht relevant und tabu sind. So kann die Fähre nach einigen Tagen des Stillstandes wieder fahren, die Verbindung zur kleinen Sonneninsel Porto Santo ist wiederhergestellt.

    Weniger gut haben es die Fischer auf Madeira: weil jetzt zigtausende Touristen fehlen gibt es keine Nachfrage nach Fisch mehr. Die Kühlhäuser sind voll, da bleibt nur eine Zwangspause.

    Fique em casa

    30.03.20

    Boa tarde

    .... und wieder sieht es auf Madeira anders aus: aktuell gibt es nur noch alle zwei Tage einen Flug der TAP zu aberwitzigen Preisen nach Lissabon.

    Es kamen in der letzten Woche viele Insulaner auf das vermeintlich sichere Eiland zurück, sie kommen vom Festland oder von ihren Jobs/Studienorten in GB.

    Das Resort an der Ostspitze reichte schon bald nicht mehr aus, um alle in der verfügten Quarantäne halten zu können. Inzwischen sind drei weitere große Hotels wieder eröffnet worden um genügend Plätze bereit zu stellen.

    Aktuell hat Madeira 40 Fälle positiv auf Covid-19 getesteter Menschen, vier davon niederländische Touristen, der Rest Madeirenser. Diese Vielzahl an madeir. Fällen wird mit dem anfangs sehr laxen Umgang mit "sozialer Distanz" begründet. Wenn jemand zurück auf die Insel kam, hat er natürlich seine Familie begrüßt .... Glücklicherweise soll nur ein Fall im Krankenhaus sein.

    Ab 00h00 am 31.03. gelten für vorerst 14 Tage verschärfte Maßnahmen:

    alle nicht dringend nötigen wirtschaftlichen Tätigkeiten sollen eingestellt werden, dies gilt v.a. für Baumaßnahmen;

    Gottesdienste sind untersagt;

    Ansammlungen von mehr als 2 Menschen sind untersagt;

    Kioskverkauf von Zeitungen ist untersagt.

    Die Friedhöfe und städtischen Parks waren schon in der letzten Woche geschlossen worden.

    Fique em casa

    n China ist fast alles wieder normal

    gewagte These bei täglich immer noch über 100 gemeldeten Neu-Infektionen -

    die Zahl der verschwiegenen möchte ich mir nicht vorstellen.

    Erst mal abwarten was dort weiter passiert, auf jeden Fall produzieren sie 10 mal so viele Atemmasken wie vor dem Ausbruch von Covid-19.

    Über die Zustände dort können wohl nur Residents einigermaßen profund berichten.

    Der Diskurs über "Wahrheit" ist woanders (im philosophischen Seminar) besser aufgehoben.

    Ich meine, dass es in Krisenzeiten kontraproduktiv ist, anderen Menschen seine eigene Sicht der Dinge aufzudrängen ... also lasse ich es.

    Stichwort : Stressminimierung.

    Und : ein Treffen ist in einer Minute abgesagt - und das kann auch noch am 25.5. sein - aber es dauert etwas länger, es anzuschieben.

    In diesem Sinne: Abwarten, Abstand halten und dann neu beurteilen.

    Noch einen sonnigen Tag :):)

    23.03.2020

    Boa tarde

    .... und heute sieht alles ganz anders aus: jetzt gibt es nur noch 3 Flüge täglich an/ab Madeira:

    2 x TAP nach Lissabon, 1 x BA nach London Gatwick.

    Falls Passagiere in den Maschinen sind, werden sie unter Polizeibegleitung in ein großes Resort an der Ostspitze der Insel gebracht um dort 15 Tage in Quarantäne zu verbringen.

    Auf den digitalen Straßenschildern steht "fique em casa" im Wechsel mit "stay at home", der englische Hinweis den noch verbliebenden Residenten geschuldet, die sich noch auf der Insel befinden, Leuten mit zumindest temporären Immobilienbesitz.

    Die Polizei fährt herum und fragt eventuell angetroffene Leute, wo sie denn hinwollen...

    Der Chef der Regionalregierung erklärte am Sonntag, das übergeordnete Ziel sei Leben zu retten.

    Aber man freue sich, nach Beendigung der Krise wieder Touristen zu empfangen.

    Die Hotels sind ab heute geschlossen.

    Und das Wetter ist auch nicht so dolle, in der Nacht gab es viel Regen ..

    Corona oder Covid-19 auf Madeira

    Bedingt durch die Insellage und die daraus resultierende Isolation bei Unglücksfällen/ in diesem Fall die mangelnde Infrastruktur an Beatmungsbetten hat sich die Inselregierung am 12.3. entschlossen, keine Kreuzfahrtanläufe mehr bis mindestens Ende März zuzulassen.

    Der nächste Schritt war die empfohlene Rückkehr aller Madeira-Touristen in ihre jeweiligen Heimatländer.

    Zahlreiche Absagen öffentlicher Feste folgten, das Blumenfest (normalerweise im Mai) wurde erstmal auf September verschoben.

    Seit dem 15.3., 00h00 gilt für alle einreisenden Touristen eine 14-tägige Quarantäne.

    Leider wurde am 17.3. dann doch der erste Coronafall gemeldet, eine Frau aus den NL, die am 12. noch auf die Insel gekommen war.

    Am 18.3. erklärte der portugiesische Präsident den Notstand für die portugiesische Republik, verbunden mit der dringlichen Empfehlung, das Haus nur zu dringend notwendigen Gängen zu verlassen. Dieser Empfehlung wird auf Madeira auch weitgehend gefolgt

    Diese Zahl der Covid-19-Infizierten stieg bis zum 20.3. auf Madeira auf sieben, wovon 6 Touristen waren....

    Es gibt noch Flüge nach Madeira, die dienen aber vorrangig dazu, die noch auf der Insel befindlichen Touristen nachhause zu bringen.

    Seit dem 21.3. verkündet jetzt auch die offizielle Tourismus-Seite:

    Stay at home, dream online, visit us later